Start Leben Pflicht-Wochenstunde für Berufsorientierung kommt – zulasten des Fachunterrichts? 

Pflicht-Wochenstunde für Berufsorientierung kommt – zulasten des Fachunterrichts? 

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DÜSSELDORF. Mehr Berufsorientierung, längere Praktika und eine gezieltere Förderung: Nordrhein-Westfalen will Schülerinnen und Schüler künftig systematischer auf den Übergang ins Berufsleben vorbereiten. Dafür soll in den Klassen 8 bis 10 eine verbindliche Wochenstunde eingeführt werden, auch an Gymnasien sollen Jugendliche mehr Zeit in Betrieben verbringen. Wirtschaft und Handwerk begrüßen die Pläne. Doch Lehrkräfteverbände warnen vor zusätzlichen Belastungen und fehlenden Ressourcen. Der Philologenverband stellt darüber hinaus eine grundsätzliche Frage: Soll die Berufsorientierung an allen Schulformen gleich aussehen – und womöglich auf Kosten des Fachunterrichts gehen?

Weniger ist weniger. Karikatur: News4teachers

Die berufliche Orientierung in den nordrhein-westfälischen Schulen soll gestärkt und passgenauer auf die Jugendlichen zugeschnitten werden. Dazu soll in den Jahrgängen 8, 9 und 10 eine verbindliche Wochenstunde zur Berufsorientierung eingeführt werden.

Die Minister für Schule und für Arbeit, Dorothee Feller und Karl-Josef Laumann (beide CDU) sprachen bei der Vorstellung der Pläne in Düsseldorf von einem großen Sprung. Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, Arbeitsagentur, Kommunen und Wohlfahrt – zusammengeschlossen im sogenannten Ausbildungskonsens NRW – hatten sich zuvor auf ein Maßnahmenpaket geeinigt.

Mehr Praxis für Schüler

Dazu gehört auch, die Praxisphasen in den Unternehmen – derzeit je nach Schulform 18 bis 24 Tage – um ein Drittel auszubauen. Das gelte für alle Schulformen, auch Gymnasien, sagte Feller. «Alle Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit erhalten, bei Berufsfelderkundungen oder Praktika Handwerks- und Industriebetriebe kennenzulernen.»

Für die verbindliche Wochenstunde zur Berufsorientierung würden jetzt die Lehrpläne geschrieben. «Wir werden das zu Beginn des nächsten Schuljahres zunächst freiwillig anbieten und dann gemeinsam Erfahrungen sammeln», kündigte die Ministerin an. Erst danach werde die Neuerung verbindlich. Die Stunde solle von den regulären Lehrkräften erteilt werden. Eine erste Erprobungsphase an 16 Schulen habe bereits positive Rückmeldungen gebracht.

«Diese Stunde schafft Zeit, um praktische Erfahrungen vor- und nachzubereiten und die Jugendlichen kontinuierlich bei ihrer Berufswahl zu begleiten», erklärte Feller. Gleichzeitig sollten externe Partner stärker in die Schule geholt werden. «Wenn Beratungsfachkräfte oder Menschen aus Betrieben mit Jugendlichen ins Gespräch kommen, werden berufliche Möglichkeiten anschaulich.»

Kompetenzcheck für alle: Welcher Beruf passt?

Zudem soll ab dem Schuljahr 27/28 ein digital unterstütztes Instrument zur Kompetenzfeststellung und individuellen Förderung eingeführt werden, das bereits erfolgreich erprobt worden sei. Es erfasse Interessen und Kompetenzen und gleiche sie mit 16 Berufsfeldern ab, erläuterte Feller. «Die Ergebnisse sollen im Weiteren schulischen Prozess regelmäßig aufgegriffen werden.»

Darüber hinaus sollen Jugendberufsagenturen flächendeckend als Kooperationsstruktur etabliert werden, um vor allem denen zu helfen, die besonders große Unterstützung brauchen, um zu einer Lehrstelle zu kommen, wie Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) erläuterte. An dieser Schnittstelle von Arbeits- und Jugendämtern stehe eine sehr viel breiter angelegte Unterstützungsstruktur zur Verfügung.

«Es geht schlicht und ergreifend darum, dass man einen Beruf findet, der zu einem passt», sagte Laumann. Neben der Schule bleibe dies natürlich auch Aufgabe von Elternhäusern, die künftig ebenfalls stärker in die Berufsberatung und gemeinsamen Angebote eingegliedert werden sollen.

Unterstützung ja, Wolkenkuckucksheim nein

Die Beratung werde in allen Schulformen angeboten und solle über akademische wie berufliche Ausbildung gleichermaßen informieren, betonten die Minister. Dabei dürfe nicht vernachlässigt werden, die jungen Leute an realistische Ziele heranzuführen, sagte Laumann.

So sei er auf einer Berufsorientierungsmesse mit einer Hauptschülerin ins Gespräch gekommen, die Tierärztin werden wollte. Da müsse man dann auch klar sagen: «Also entweder machst du Abitur und kannst dir den Wunsch erfüllen, aber ohne Abitur wird es nicht gehen.» Bei aller Unterstützung sei es auch wichtig, dass «Wünsche aus dem Kuckucksheim rausgeholt werden».

Der VBE appellierte an die Landesregierung, die notwendigen Ressourcen für die beschriebenen Aufgaben nicht zu vergessen. «Wer Jugendliche auf ihrem Weg in den Beruf persönlich begleitet, braucht Zeit – Zeit für Gespräche, für Praktikumsbesuche und den Austausch mit den Betrieben und nicht zuletzt auch Zeit für die notwendige Elternberatung», mahnte die Landesvorsitzende Anne Deimel. Ähnlich äußerte sich der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Der Philologenverband warnt davor, die zusätzliche Berufsorientierung zulasten des regulären Unterrichts einzuführen. „Wir fragen uns, wo die verbindliche Stunde pro Woche herkommen soll, die für die Berufliche Orientierung in den Klassen 8, 9 und 10 vorgesehen ist“, erklärte die Landesvorsitzende Sabine Mistler. „Wenn die Berufsorientierung wie geplant in die Schule verlegt wird, darf dafür kein Unterricht ausfallen.“ Angesichts des Lehrkräftemangels und bereits laufender Reformen, insbesondere der Rückkehr zu G9 und der bevorstehenden Oberstufenreform, bezweifelt der Verband, dass Schulen die zusätzlichen Aufgaben ohne weitere Ressourcen bewältigen können. Das gelte auch für die geplante intensivere Elternberatung. Mistler betonte: „Wir können auf Fachunterricht nicht verzichten!“

Grundsätzliche Bedenken äußert der Philologenverband zudem gegenüber einer einheitlichen Berufsorientierung für alle Schulformen. Da nur ein geringer Teil der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die Schule nach der zehnten Klasse verlasse, sei fraglich, ob gerade in der Sekundarstufe I zusätzliche verpflichtende Angebote sinnvoll seien. „Deshalb sollte Berufsorientierung dort nicht verstärkt in der Sekundarstufe I stattfinden“, erklärt Mistler. „Sie muss den unterschiedlichen Bildungszielen der einzelnen Schulformen Rechnung tragen. Ungleiches darf nicht um jeden Preis gleichbehandelt werden.“ Der Verband fordert deshalb schulformspezifische Lösungen statt eines einheitlichen Konzepts.

Die Vizevorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Franziska Müller-Rech, schlug in die gleiche Kerbe: Die Landesregierung liefere nur Überschriften, aber nicht die Lehrkräfte, den Zeitplan und das Geld dafür, kritisierte die Oppositionspolitikerin. «Wir brauchen weniger Zentralsteuerung und Besserwisserei aus Düsseldorfer Ministerien und stattdessen mehr Freiheit für die Schulen und Betriebe vor Ort.»

Blick weiten aus «verkopfter Schule»

Unternehmerverbände versprechen sich von den Maßnahmen hingegen eine deutliche Verbesserung der beruflichen Orientierung. «Für uns ist klar: Schülerinnen und Schüler müssen ihre praktischen Kompetenzen in einer sehr „verkopften“ Schule entdecken können und die reale Arbeitswelt besser kennenlernen», hob der Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertags, Berthold Schröder, hervor. Der Landesverband Unternehmer NRW spricht sich sogar dafür aus, bereits in der fünften Klasse mit einem systematischen Berufsorientierungsprozess zu beginnen. News4teachers / mit Material der dpa

Ausbildungskrise: Zehntausende Jugendliche finden keine Lehrstelle – Arbeitgeber machen (auch) die Schulen verantwortlich

 

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15 Kommentare
dickebank
1 Tag zuvor

Berufswunsch: Regierungsinspektor in der Schulabteilung der Bez.-Reg. D’dorf.
Anforderungsprofil: AUs abheften können.

Ulla
1 Tag zuvor

Die Ideen aus dem Schulministerium sind immer grandios. Leider sagt uns niemand, wie wir sie umsetzen sollen, wenn wir jetzt schon zu wenig Lehrer und Stunden haben.

Sporack
1 Tag zuvor
Antwortet  Ulla

Freiheit von Lehre und Forschung … (besser wäre aber Freiheit in Lehre und Forschung)

Xxx
1 Tag zuvor
Antwortet  Ulla

Diese Extrastunde für Berufsorientierung, gerade an den Gymnasien, ist weitgehend nutzlos. Wir werden sehen, ob die vorgesehen Umsetzung genauso vermurkst wird wie die Umstellung der Oberstufe auf das fünfte Abiturfach und die Projektkurse, wo die Schüler schon bei der Kurswahl in der Klasse 10 genau wissen müssen, was sie wie wählen dürfen oder müssen, damit das mit der Laufbahn zusammenpasst.

Rainer Zufall
1 Tag zuvor

Klingt ja nach einer guten Richtung, wenn die Betriebe – die sich ja regelmäßig über unpassende Azubis aufregen – hier nicht plötzlich querzustellen belieben…

Allerdings finde die das Format ehrlichgesagt schwierig. Die Kompetenzchecks, Berufsorientierung etc. über das Jahr zu vertstreuen ist möglicherweise nicht so ergiebig wie, wasweiß ich, Themenwochen oder ähnliches :/

Hans Malz
11 Stunden zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Also im Prinzip das, was wir jetzt haben (allerdings ohne ausreichende Stunden). Das wird dann durch eine starre Stunde im Plan ersetzt, zu der ich dann in einer Woche 4x (jede Klasse eines Jahrgangs) z.B. einen Vertreter der Handwerkskammer einladen kann … klappt bestimmt gut und ist gar nicht weit weg von der Praxis….

Xxx
1 Tag zuvor

„Die Stunde solle von den regulären Lehrkräften erteilt werden.“

Ich bin dann mal auf die Lehrpläne gespannt. Wenn, wie gewünscht, auch noch externe Menschen in die Schulen geholt werden sollen, klingt das nach sehr viel Klinkenputzen und Telefoniererei.

GriasDi
1 Tag zuvor

Zu wessen Lasten sonst?

Le_Arm
1 Tag zuvor

Das, was mich (mal wieder) am meisten daran ärgert:
Es wird wieder eine (meines Erachtens an sich nicht schlechte) Idee in den Raum geworfen. Das soll dann sicherlich wie immer zusätzlich nebenbei irgendwie erledigt werden – so wie bspw. auch die Einführung von GKLs und Projektkursen im Zuge der Oberstufenreform, Implementation sämtlicher neuer Lehrpläne, Entwicklung eines Schutzkonzeptes,
Erste-Hilfe-Ausbildung, Digitalisierung mit Einführung von Lernplattformen, Umgang mit MS-Produkten, Datenschutz-Konzepten aber auch Inklusion, Integration usvm.
Dann dürfen sich wieder (alleine für NRW) in 5 verschiedenen Bezirksregierungen, in sämtlichen Kommunen und Städten alle Schulen ein eigenes Konzept entwickeln. Es arbeiten dann also zahllose KollegInnen in den einzelnen Fachschaften oder extra eingerichteten Arbeitskreisen einzeln etwas aus.
Alleine die Menge an Arbeitsstunden, die dafür investiert werden muss, um das Ganze auszuarbeiten, lässt sich schwer bemessen. Und da ist noch gar nichts in die Tat umgesetzt.
Auch die durchgängig hohe Qualität der Ergebnisse darf in Frage gestellt werden, wenn das nebenbei abgearbeitet werden muss – teilweise von KollegInnen, die ggf. wenig Zeit und Ahnung von und/oder Interesse an dem Thema haben.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn dann zumindest für alle Schulen ein fertig ausgearbeitetes Konzept zur Verfügung gestellt werden würde, welches evtl. bei Bedarf noch angepasst werden könnte.

Realist
9 Stunden zuvor
Antwortet  Le_Arm

Einfach die Arbeitszeit dokumentieren, gibt ja mittlerweile genügend Apps dafür. Wenn der Dienstherr will, dass man seine Arbeitszeit für irgendwelche Arbeitskreise, Konzepte usw. verschwendet, weil das Ministerium und die Schulbehörden ihre eigene Arbeit nicht machen wollen, dann ist das so. Merke: Auch der verbeamtete Lehrer muss nur 40 Stunden pro Woche arbeiten, also ca. 1750 Stunden pro Jahr (Urlaubsanspruch, Feiertage und Bildungsurlaub (je nach Bundesland) beachten. Krankheitstage natrülich von den 1750 Stunde abziehen! (Angestellte sogar nur 38,5 Wochen pro Woche also entsprechend weniger).

Nur weil der Dienstherr selber keine Arbeitszeiterfassung betreibt, heißt das nicht, dass man das nicht selbst machen darf. Und wenn die Zeit voll ist, den Schulleiter um Priorisierung der restlichen Aufgaben bitten. Wenn er das dann nicht tut, dann selber priorisieren. Und natürlich: Alles dokumentieren zur Absicherung.

Es wird Zeit, dass auch die Lehrerarbeitszeit wieder auf den Boden des Gesetztes zurückgeholt wird!

Udo Beckmann
18 Stunden zuvor

Berufsorientierung ist kein Gegensatz zur Bildung – sie gehört dazu!Die Diskussion um eine verbindliche Wochenstunde zur Berufsorientierung in Nordrhein-Westfalen greift eine wichtige bildungspolitische Frage auf: Wann und wie müssen junge Menschen auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden? Die Sorge des Philologenverbandes, dass zusätzliche Aufgaben nicht zulasten des Fachunterrichts gehen dürfen, ist berechtigt. Daraus jedoch abzuleiten, dass Berufsorientierung insbesondere an Gymnasien erst später einsetzen sollte, ist nicht deckungsgleich mit wesentlichen Erkenntnissen der Bildungsforschung.
Der OECD-Bericht The State of Global Teenage Career Preparation (2025) zeigt anhand internationaler Längsschnittuntersuchungen, dass berufliche Orientierung bereits im Jugendalter mit besseren späteren Beschäftigungsperspektiven zusammenhängt. Besonders bedeutsam sind praktische Erfahrungen, Begegnungen mit Berufstätigen und die frühzeitige Auseinandersetzung mit eigenen Interessen und Fähigkeiten. Auch die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (2025) unterstreicht die Bedeutung von Berufswahlkompetenz und beruflicher Zielklarheit für einen erfolgreichen Übergang in die Ausbildung.
Berufsorientierung ist weit mehr als die Suche nach einem Ausbildungsplatz. Sie ist ein Entwicklungsprozess, in dem junge Menschen ihre Fähigkeiten entdecken, Vorstellungen überprüfen und unterschiedliche Bildungswege kennenlernen. Das gilt für Jugendliche aller Schulformen. Wer später studieren möchte, muss ebenfalls wissen, welche beruflichen Perspektiven sich eröffnen und welche Alternativen bestehen, besonders angesichts der Tatsache, dass immer mehr junge Menschen mit Abitur nicht den Weg ins Studium gehen.
Dass die Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen dabei entscheidend ist, zeigt auch das Programm des Deutschen Ausbildungsleitungskongresses (DALK) 2026 in der kommenden Woche am 10. und 11. November in Düsseldorf. Unter dem Titel „Von der Orientierung in die Ausbildung – Was Jugendliche heute wirklich brauchen“ wird dort ausdrücklich die Frage diskutiert, wie aus beruflicher Orientierung tragfähige Übergänge in die Ausbildung werden können. Berufsorientierung darf sich deshalb weder auf Informationsveranstaltungen noch auf zusätzliche Arbeitsblätter beschränken. Sie braucht praktische Erfahrungen, persönliche Begegnungen und Zeit zur Reflexion.
Allerdings belegt die Forschung nicht, dass bereits eine zusätzliche Pflichtstunde automatisch bessere Ausbildungsergebnisse hervorbringt. Die Evaluation des Berufsorientierungsprogramms des Bundesinstituts für Berufsbildung zeigt vielmehr, wie entscheidend die Qualität der Maßnahmen und ihre pädagogische Begleitung sind.
Die Landesregierung muss daher nicht nur zusätzliche Unterrichtszeit vorsehen, sondern auch die notwendigen personellen und finanziellen Voraussetzungen schaffen. Wer den Schulen zusätzliche Aufgaben überträgt, muss ihnen auch zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stellen. Eine qualitativ hochwertige Berufsorientierung erfordert Zeit für individuelle Beratungsgespräche, die Vorbereitung und Nachbereitung von Praktika, die Zusammenarbeit mit Betrieben und die Begleitung der Jugendlichen und ihrer Eltern. Diese Aufgaben können nicht einfach zusätzlich zu den bestehenden schulischen Verpflichtungen übernommen werden. Dafür braucht es verbindliche Zeitkontingente, personelle Unterstützung und eine angemessene Finanzierung. Auch Unternehmen, Kammern und Berufsberatung müssen ihren Beitrag leisten. Berufsorientierung ist eine gemeinsame Verantwortung und darf nicht allein auf die Schulen abgewälzt werden. Berufsorientierung darf nicht gegen Fachunterricht ausgespielt werden. Sprachliche, mathematische und fachliche Kompetenzen bleiben unverzichtbare Grundlagen erfolgreicher Bildungs- und Berufswege.
Der entscheidende Punkt ist wie es den Schulen ermöglicht wird, frühe Berufsorientierung qualitätsvoll leisten können zu können.
Gute Berufsorientierung beginnt früh, berücksichtigt individuelle Voraussetzungen und verbindet schulisches Lernen mit Erfahrungen in der Arbeitswelt. Sie ist keine Konkurrenz zur Allgemeinbildung, sondern ein wesentlicher Bestandteil davon.

dickebank
13 Stunden zuvor
Antwortet  Udo Beckmann

War das noch einfach, als es weniger Ausbildungsplätze als Bewerber*innen gab. Da hieß es, nimm was du kriegen kannst oder auch, friss oder stirb – und das ganz ohne schulische Sterbebegleitung.

dickebank
9 Stunden zuvor

Das Land hat doch eine Vielzahl von Dienststellen, Gesellschaften und Betrieben, die sollte man alle in die Berufsorientierung einbinden und diese bitten, Praktikumsplätze anzubieten. Schließlich muss es doch im Interesse der obersten Landesschulbehörde sein, wenn sich die Landesbediensteten gegenseitig unterstützen

Canishine
9 Stunden zuvor

Mal überschlagen: Bei ca. 30 Unterrichtsstunden pro Wochen bedeutet eine Stunde mehr gut 3%. Da es nur die Klassen 8-10 betrifft, einige Schulformen aber nur bis zur Klasse 9 oder 10 unterrichten, sind es vielleicht im Schnitt 1-2% mehr Unterricht. Falls kein Fachunterricht ausfallen soll, braucht man dann auch 2% mehr Personal, also 0,02+100000=2000 zusätzliche Lehrer in NRW (ganz grob). Oder man regelt es halt über eine Deputatserhöhung von etwa einer halben Stunde. Oder man kürzt doch beim Fachunterricht, weil die Schülervertretungen möglicherweise geltend machen werden, dass eine zusätzliche Stunde wegen der allgemeinen Belastung nicht in Frage kommt. Was wird es sein: Deutsch oder Mathe, Musik oder Sport oder irgendeine Konstruktion von zusammengefassten Fächern wie Chemie, Bio und Physik zu NW, Latein und Französisch zu romanische Sprachen, Kunst und Informatik zu KI-Unterricht?

Realist
8 Stunden zuvor
Antwortet  Canishine

„Oder man regelt es halt über eine Deputatserhöhung von etwa einer halben Stunde.“

Man wird sich demnächst in den Ministerien zusammenphantasieren, dass KI ja so arbeitsentlastend ist (weil man in den Ministerien selbst alles mit KI macht: Irgendwelche Dokumente usw. werden nicht mehr selbst gelesen und verfasst), dass man dann postuliert, die Lehrkräfte würden durch KI soviel weniger arbeiten, dass man die Unterrichtsverplfichtung locker um 1 – 2 Wochenstunden erhöhen kann.

Jede Wette!!!