Start Nachrichten Zwei von fünf Viertklässlern können’s nicht: Bund fördert Schwimmen-Lernen 

Zwei von fünf Viertklässlern können’s nicht: Bund fördert Schwimmen-Lernen 

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BERLIN. Die Mehrheit der Kinder in Deutschland kann zum Ende der Grundschule nicht sicher oder gar nicht schwimmen. Ein neues Förderprogramm soll das ändern. Was genau geplant ist.

Hilfe kommt! (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock / Try_my_best

Eine neues Förderprogramm von Bundeskanzleramt und zwei Vereinen soll mehr Kinder in Deutschland Zugang zu Schwimmangeboten machen. Pro Jahr werden dafür fünf Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt, wie Vertreter der Bundesregierung, des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf einer Pressekonferenz in Berlin erklärten.

Nicht-öffentliche Einrichtungen wie Vereine, Kitas oder Schwimmschulen könnten ab sofort einen Förderantrag stellen. Frist ist der 31. Januar 2027. Das Bundesprogramm ist mit insgesamt 20 Millionen Euro auf vier Jahre angelegt. Ausführliche Informationen gibt es auf der Website des DSV.

60 Prozent können nicht sicher und gar nicht schwimmen

Sicheres Schwimmen sei nicht nur überlebenswichtig, sagte Staatsminister für Sport und Ehrenamt und Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe. «Sicher schwimmen zu können, schafft auch Selbstvertrauen, ermöglicht Teilhabe an Klassenfahrten und Ferienangeboten und eröffnet den Zugang zu gesunder Bewegung.» Allerdings könnten schätzungsweise 40 Prozent aller Grundschulkinder in Deutschland am Ende ihrer Grundschulzeit nicht sicher schwimmen. 20 Prozent könnten gar nicht schwimmen.

Laut Definition kann ein Kind sicher schwimmen, wenn es sich nicht nur über Wasser halten, sondern eigenständig 15 Minuten über tiefem Wasser schwimmen kann, wie DLRG-Präsidentin Ute Vogt erklärt.

Für was das Geld genutzt werden kann

Was genau sieht das Modellvorhaben mit dem Namen «Deutschland lernt Schwimmen» vor? Das Förderprogramm konzentriert sich nicht auf den Bau von Schwimmbädern, sondern auf bessere Vernetzung (Säule 1) und Koordination (Säule 2) auf lokaler Ebene. In einem dritten Schritt sollen mehr qualifizierte Schwimmlehrerinnen- und lehrer ausgebildet werden (Säule 3). Für diese Säule gilt der Förderaufruf allerdings nicht.

Säule 1 soll zum Beispiel ermöglichen, dass eine Einrichtung einen Bus mieten kann, mit dem die Kinder zur nächsten Schwimmhalle gefahren werden. Denn gerade im ländlichen Raum ist das nächste Schwimmbad oft weit entfernt. Denkbar sei auch, dass ein Verein mithilfe des Geldes mehr Kurse anbieten kann. Säule 2 sieht vor, dass hauptamtliche Schwimmlotsen eingestellt werden, die die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen entlasten. Sie können zum Beispiel Schulen und Vereine in Kontakt bringen und schauen, wo es freie Kapazitäten gibt. News4teachers / mit Material der dpa

Kind ertrinkt beim Schulschwimmen – Lehrerinnen wehren sich gegen das Urteil

 

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13 Kommentare
mama51
1 Tag zuvor

Ich lach mich schlapp!

Mein Landkreis (aufgeteilt in Nord-/Süd) hat insgesamt ca 11.800 GS- SuS, davon 19% im Südkreis (= ca 2200). Dafür stehen insgesamt 4 (VIER!) Hallenbäder zur Verfügung: 3 davon im Norden, quasi unerreichbar für den Südkreis! Fahrzeit mit dem Bus gen Norden, je nach Lage (einfache Fahrt), zwischen 40 Minuten (das nächstgelegene) und 50-60 Minuten die beiden anderen!
Säule 1 – die Fahrt mit dem Bus, haben wir quasi schon ewig (25 Minuten die einfache Fahrt und 25 Minuten zurück =50 Minuten Untergrenze… 135 Minuten (=3 Schulstunden minus 50 Minuten = 85 Minuten, minus Zeit für Umziehen, Duschen, Haare fönen…ca 30 Minuten – vorher /nachher zusammen (kompletter Jahrgang = ~65 Kids)…Was bleibt, kann sich jeder selbst ausrechnen… 🙁
Das einzige Hallenbad im Südkreis muss demnächst saniert werden und fällt dann aus!
Wo nix ist, läuft auch die „bestgemeinte Förderung“ ins Leere.
Die sollen Sanierungen und Neubauten fördern – DAS wäre es! Aber nein,…

Daniel Mueller
1 Tag zuvor

„Sicheres Schwimmen sei nicht nur überlebenswichtig, sagte Staatsminister für Sport und Ehrenamt und Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe.“

Einen größeren Quatsch als diese Aussagen, dass Schwimmen überlebenswichtig sei bin ich wirklich über. Es ist ein Nice-to-have und ein gutes Training, wie die meisten anderen Sportarten auch. Aber es ist in Deutschland garantiert nicht annähernd lebenswichtig, Schwimmen zu können. Normalerweise gibt es eine Brücke oder einen Tunnel, um hiesige Gewässer zu queren.

Wenn man nicht Schwimmen kann, sollte man eben nicht in tieferes Wasser.

Hinzu kommen die tatsächlich eher sinnfreien Verwendungsoptionen für das Steuergeld, welches dann ja hauptsächlich überflüssige zusätzliche Funktionsärsposten bezahlt.

Verschwendung von Ressourcen. Es wäre lustig, wenn es hier nicht auch um meine Steuergelder ginge.

Unverzagte
1 Tag zuvor
Antwortet  Daniel Mueller

Exemplarisches Getrolle ?

DerechteNorden
13 Stunden zuvor
Antwortet  Daniel Mueller

Ich finde ja, dass Menschen ganz generell nicht zu nah ans Wasser gehen sollten, egal ob jetzt Schwimmbecken, See, Fluss oder Meer. Das ist komplett unnötig. Zukünftig sollte man deshalb auch verbieten, dass Menschen am Wasser wohnen oder sogar Urlaub am Wasser machen!
Ich hoffe, Sie befolgen diese Richtlinien schon jetzt.
Mich würde auch noch interessieren, ob Sie KInder haben.

Unverzagte
6 Stunden zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Seh ich ähnlich, am Besten Wasser im flüssigen Zustand präventiv gleich ganz abschaffen falls es mit Ignoranz nicht klappen sollte – erspart so vieles.

dickebank
5 Stunden zuvor
Antwortet  Unverzagte

Warum abschaffen? Einfach einfrieren oder verdampfen.

unverzagte
5 Stunden zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Interessant wäre auch, ob Herr Müller in der Lage ist, zu schwimmen bzw. warum er es nicht kann. Ist eventuell simpler Neid ein Motiv für seine Botschaft ?

Trollinger, halbtrocken
9 Stunden zuvor
Antwortet  Daniel Mueller

Aber wenn man auf Kreuzfahrt besoffen über die Reling ins Meer stürzt, wäre es doch sicher von Vorteil, wenn man schwimmen gelernt hätte.

Caro
6 Stunden zuvor

Nee, dann dauerts einfach nur länger.

Unverzagte
6 Stunden zuvor

Leute, die im besoffenen Zustand noch schwimmen können, sind Angeber.

dickebank
5 Stunden zuvor
Antwortet  Unverzagte

Physikalisch nicht verwunderlich, Alkohol schwimmt oben, ist folglich eine Auftriebshilfe.

Unverzagte
5 Stunden zuvor
Antwortet  dickebank

Dies eröffnet neue Perspektiven für den Schwimmunterricht, der DLRG sollte umgehend informiert werden.
Wirft auch ein völlig neues Licht auf Alkoholverkäufer an Wasseranlagen.

dickebank
3 Stunden zuvor
Antwortet  Unverzagte

DLRG = die lass ruhig gucken!

Geht aber auch noch gemeiner