
Ein Jahr nach dem Terrorüberfall der Hamas auf Israel hat Hessens Ministerpräsident Boris Rhein den Tag der Attacke als «traumatisches Datum für die freie Welt» bezeichnet. Der 7. Oktober 2023 markiere «das schlimmste Massaker an Juden seit dem Holocaust und bleibt ein schmerzhaftes Mahnmal für uns alle», so der Christdemokrat. Bildungsminister Armin Schwarz (CDU) kündigte weiteres Infomaterial zu Israel für hiesige Schulen an. Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker nannte den 7. Oktober 2023 eine «Zäsur der Vernichtung jüdischen Lebens».
Rhein betonte: «Für uns Deutsche ist es Teil unserer Staatsräson, die Sicherheit Israels bedingungslos zu unterstützen. Das Existenzrecht Israels darf nicht relativiert werden, denn die Sicherheit Israels ist unsere Verpflichtung.» Bei dem Terrorangriff waren mehr als 1.200 Menschen ermordet und Hunderte verschleppt worden. Bei der anschließenden Offensive Israels im Gazastreifen gegen Terrororganisationen wurden laut der Hamas-Gesundheitsbehörde bislang mehr als 41.000 Menschen getötet.
Rhein: Hamas will alle Juden auf der Welt ermorden
Ministerpräsident Rhein bekräftigte Israels Recht, sich zu verteidigen: «Die Hamas will nicht nur Israel vernichten, sondern sie will alle Juden auf der Welt ermorden. Israel hat daher jedes Recht, die Strukturen der Hamas zu zerschlagen, um seine Bevölkerung vor weiteren Angriffen zu schützen.» Die Hamas nutze die eigene Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde: «Sie instrumentalisiert Jugendliche und junge Erwachsene, um sich feige hinter ihnen zu verschanzen. Sie nimmt willentlich und wissentlich deren Tod in Kauf.»
Bildungsminister Schwarz sprach von einem Anstieg von Antisemitismus auch an hessischen Schulen. Daher gehöre es zu ihren Aufgaben, «die Situation im Nahen Osten altersgemäß zu thematisieren und zu verhindern, dass sich Hassgefühle und Gewalt im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof ausbreiten». Es gebe Unterrichtsmaterialien, Fortbildungen für Lehrer, Workshops für Schüler, Beratungen und rechtliche Hinweise.
Künftig mehr Schulpartnerschaften mit Israel?
Zugleich bekräftigte der Minister: «Wir möchten in Hessen die Schulpartnerschaften mit Israel weiter fördern, wenn das wieder möglich ist, um unseren Schülerinnen und Schülern Weltoffenheit und ein historisches Verständnis zu vermitteln. Freundschaft ist eine mächtige Kraft.» Der Bildungsminister will nach eigenen Worten 2025 nach Israel reisen, um auch die israelischen Jugendlichen zu treffen, die im Frühjahr in Frankfurt zu Besuch waren. Sie kamen aus Kibbuzen, die vom Terrorangriff am 7. Oktober 2023 betroffen waren.
Hessens Antisemitismusbeauftragter Becker bezeichnete den Terroranschlag vor einem Jahr als ein «genozidales Infernal, das von der vollständigen Auslöschung jüdischen Lebens getrieben war». Er ergänzte: «Familien wurden barbarisch abgeschlachtet, Kinder, Frauen und Männer vor den Augen ihrer Angehörigen misshandelt und ermordet, Mädchen und Frauen brutal vergewaltigt, Menschen wurden in den Gazastreifen verschleppt, viele werden bis heute dort gefangen gehalten.»
Zeitfenster für jüdisches Leben in Europa
Der Jahrestag der Terrorattacke, der kommende Montag, sollte laut Becker nicht alleine als Gedenken und Rückblick, sondern auch als Auftrag für künftiges Handeln begriffen werden: «Wenn wir uns nicht für jüdisches Leben bei uns in Hessen, Deutschland und Europa einsetzen, wird sich das Zeitfenster für jüdisches Leben in Europa schließen.» News4teachers / mit Material der dpa
Eskaliert der Nahost-Konflikt auf deutschen Schulhöfen? Hier wird ein Lehrer getreten…









Absolute Zustimmung, dieser schwarze Tag darf nicht passiv an Deutschland vorbeirauschen.
Ich möchte darüber hinaus darauf hinweisen, dass auch die palastinensischen Opfer des Hamaskrieges Erwähnung finden müssen. Eine Aufteilung in Israel und Hamas ohne israelische Opposition und palästinensische Zivilbevölkerung halte ich für fatal.
In diesem Sinne:
“Die Hamas nutze die eigene Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde”
Die vielen Kriegsverbrechen der Hamas sind keine Entschuldigung für eine ernsthafte Verfolgung möglicher Kriegsverbrechen des Militärs.
Und wenn ich noch das Sahnehäubchen erbitten dürfte: ein echtes Szenario für die Zeit nach dem Krieg im Rahmen der Menschenrechte würde die Arbeit mit den Kindern wirklich vereinfachen – Hessen kann dazu gerne Informationsmaterial ausgeben 😉
Ich ergänze: Auch der islamische Genozid an den Jesiden muss Erwähnung finden. Eine kritische Aufarbeitung, die unterschiedliche Perspektiven innerhalb der nur scheinbar homogenen “migrantischen Community” beleuchtet, ist absolut überfällig.
“Auch der islamische Genozid an den Jesiden…”
Genauso wenig, wie der Holocaust “christlich” war, war der Genozid an den Jesiden “islamisch”. Der Völkermord an den Jesiden wurde von einer Terrrorganisation begangen, die sich selbst “Islamischer Staat” nennt – und deren Opfer (neben den Jesiden) vor allem selbst Muslime waren und sind. Gerne hier nachlesen: https://a3wsaar.de/islamismus/muslime-als-opfer-islamistischer-gewalt
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Der Holocaust war ja auch nicht i.S.e. christlichen Theologie begründet, sondern i.S.d. politischen Religion des Nationalsozialismus, dessen Rassenlehre i.V.m. dessen Weltverschwörungstheorien und ‘Heilversprechen’, weshalb ja alleine ebreits die Bezeichnung das Holocaust als “chistlich” (trotz der überwiegend christl. Konfessionen der Täter) unnsing wäre.
Der Genozid an den Jesiden (als Nichtmuslime) und Gewalt und Terror ggü. anderen Muslimen seitens des IS und anderer Islamisten weltweit ist allerdings islamisch-theologisch begründet, diese Gewalt insg. ist durch Koran und Sunna, die man (mit einiger Berechtigung) literal interpretiert, motiviert und theologisch legitimiert – der IS ist definitiv ein islamisches Phänomen. Nur ist der Islam (wie das Christentum mit seinen ca. 45.000 Denominationen) kein homogenes Phänomen, sondern auch eines mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen-/schulen, welche sich z.T. diametral gegenüberstehen.
Und natürlich ist der IS eine Terrororganisation und natürlich ist das Gros der Opfer des IS und auch das des islamistischen Terrors weltweit muslimisch, die Gründe nennt auch Ihr Link: Muslimische Opfer dieses Terrors werden entweder nicht als Teil der Umma, nicht als wahre (resp. überhaupt nicht) als Muslime wahrgenommen, ggf. als Apostaten. Hier aber (implizit) zu behaupten, der IS interpretiere Koran und Sunna seinerseits ja ‘falsch’, verfängt btw infolge einer Analyse der hist.-traditionellen, mehrheitlichen Exegese der einschlägigen Suren und Hadithe nicht; Koran und Sunna geben dies bedauerlicherweise (auch ohne exegetische Winkelzüge) her (insb. wenn man, wie im Koran selsbt gefordert, die ‘hl.’ Schriften literal interpretiert); ein irgendwie geartetes no true Scotsman-Argument funktioniert hier nicht.
Man sollte aber auch klar benennen, dass das Gros der Muslime in Ländern mit signifikantem muslimischen Bevölkerungsanteil dem IS in seiner Gesamtheit explizit ablehnend (“unfavorable”) gegenübersteht (s. https://www.pewresearch.org/short-reads/2015/11/17/in-nations-with-significant-muslim-populations-much-disdain-for-isis/). Allerdings sind die Zustimmungswerte zu vielen der bedenklichen islamischen Glaubensgrundsätze, die auch fundamental für den IS sind (z.B. den Umgang mit Apostaten o.ä., s. https://www.pewresearch.org/religion/2013/04/30/the-worlds-muslims-religion-politics-society-beliefs-about-sharia/), erschreckend hoch.
Und wenn man gerne beim Islamismus vom “[S]treben nach einer Theokratie”, einer Einstellung die gg. “eine Trennung von Staat und Religion” und “eine von der Westlichen Welt abweichende Auffassung von Individualismus, Pluralismus und Volkssouveränität, Menschenrechten, Gleichstellung der Geschlechter, LGBT, Religions- und Meinungsfreiheit” spricht, die “oft antisemitisch” (https://de.wikipedia.org/wiki/Islamismus) ist, dann wird bei dieser vermeintl. Trennung von ‘Islamismus’ und ‘Islam’ oftmals übersehen, wie hoch hier bisweilen Zustimmungswerte bei derlei Problematiken ggf. (trotz insg. eher offener Eisntellungen) dennoch sein können (und nein, auch das sit kein Agitieren gg. Muslime, sondern Statistik).
Kurz: Auch wenn es etwas verklärend ist, wie wäre es mit der Bezeichnung ‘islamistischer Genozid” statt “islamischer Genozid”, alleine um nicht Muslime zu essenzialisieren? Würden Sie da mitgehen?
“Der Holocaust war ja auch nicht i.S.e. christlichen Theologie begründet, sondern i.S.d. politischen Religion des Nationalsozialismus.”
Der Antisemitismus hat sehr wohl christliche Wurzeln (siehe Luther). Und es geht hier ums Prinzip: Alles Übel, das in islamischen Ländern passiert, wird der Religion zugeschlagen (und damit unterschwellig allen Muslimen hierzulande, selbst dann, wenn sie Opfer sind) – während politische Verbrechen in christlich geprägten Staaten natürlich immer nur Taten von Einzelnen waren und sind und mit der Kultur nichts zu tun haben.
Sie liefern hier das beste Beispiel. “Die Zustimmungswerte zu vielen der bedenklichen islamischen Glaubensgrundsätze, die auch fundamental für den IS sind, sind erschreckend hoch”, behaupten Sie – bedeutet im Klartext: Sie unterstellen, dass ein hoher Prozentsatz der Muslime hierzulande dem IS zuneigt. Das ist aber falsch.
Fakt ist: “Laut einer Allensbach-Umfrage halten 81 Prozent der muslimischen Bürger in Deutschland die Demokratie für die beste Staatsform – in der Gesamtbevölkerung sind es nur 70 Prozent. Auch mit dem Funktionieren des politischen Systems sind sie überdurchschnittlich zufrieden.” Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article233351267/Deutsche-Muslime-sehen-Demokratie-positiver-als-Gesamtbevoelkerung.html
Und ja, bezogen auf den Völkermord an den Jesiden: Islamistischer Genozid – würden wir mitgehen. Unter der Voraussetzung, dass klargestellt wird, was Islamismus (im Gegensatz zum Islam) ist: die politische Instrumentalisierung einer Religion durch Radikale nämlich. Und eben nicht die Haltung der Gläubigen selbst.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Thema waren theologische Begründungen, nicht Aversionen von Christen und expl. auch nicht theologische Winkelzüge, wie bei M. Luther (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther_und_die_Juden#Erste_Psalmenvorlesung_(1513%E2%80%931515). Antisemitismus bspw. mit der BIbel zu begründen, ja, das hat hist. natürlich stattgefunden und findet bedauerlicherweise auch immer noch statt, ist aber ohne enorme Beugung des Bibeltextes, Dekontextualisierungen und Co. nur schwerlich begründbar (https://de.wikipedia.org/wiki/Antijudaismus_im_Neuen_Testament). Das ist (als Resultat des Abrogationsprinzips, das versöhnlichere Töne zumindest ggü. Juden und Christen, weitereAnders- oder Nichtgläubige haben diesen ‘Luxus’ der ursprgl. Nettigkeiten nicht, mittels jüngerer Suren etc. abrogiert) deutlich einfacher. Und mithin: Es ging speziell um den Holocaust, der ist rassentheoretisch begründet, nicht theologisch (auch wenn er hier sicherlich Anknüpfungspunkte in der Theologie gefunden haben mag).
“Sie liefern hier das beste Beispiel. “Die Zustimmungswerte zu vielen der bedenklichen islamischen Glaubensgrundsätze, die auch fundamental für den IS sind, sind erschreckend hoch”, behaupten Sie – bedeutet im Klartext: Sie unterstellen, dass ein hoher Prozentsatz der Muslime hierzulande dem IS zuneigt. Das ist aber falsch.”
Warum machen Sie hier das, was ein RainerZufall machen würde?
JA, es wäre falsch zu behaupten, “dass ein hoher Prozentsatz der Muslime hierzulande dem IS zuneigt”, aber das ist ja auch nichtmal ansatzweise das, was ich schrieb.
“Fakt ist: ‘Laut einer Allensbach-Umfrage halten 81 Prozent der muslimischen Bürger in Deutschland die Demokratie für die beste Staatsform – in der Gesamtbevölkerung sind es nur 70 Prozent. Auch mit dem Funktionieren des politischen Systems sind sie überdurchschnittlich zufrieden.’
Inwiefern widerspricht das meinen Aussagen oder habe ich dem irgendwie widersprochen? Nochmal: Wo schrieb ich von Deutschland? Und ungeachtet dessen: Das macht immer noch 19 % der muslimischen Bürger in Deutschland, die die Demokratie nicht für die beste Staatsform halten. Das ist ja, ungeachtet Ihres Whatabaoutism, meine Aussage.
Ich habe nie etwas über alle oder die Mehrheit der Muslime geschrieben (und zur Ablehnung jeder Essenzialisierung s.o.), sondern schrieb wortwörtlich davon, “wie hoch” bisweilen Zustimmungswerte zu “abweichende[n] Auffassung[en] von Individualismus [bspw., dieses Mal tatsächlich expl. für Deutschland, Kopftuch: https://www.news4teachers.de/2024/06/ab-sofort-gilt-das-niqab-verbot-im-unterricht-eltern-droht-bussgeld/#comment-599527%5D, […] Menschenrechten, Gleichstellung der Geschlechter, LGBT, Religions- und Meinungsfreiheit” und zu Antisemitismus sind… ohne das zu quantifizieren (wenn ich hier jetzt entsprechende Studien etc. (die zugegebenermaßen zu urchaus auch deutlich unterschiedlichen Ergebnissen bekommen und zu manchem Problem auch rar gesät sind) präsentiere, dann findet sich sicher wieder ein Grund, über den Umfang meines Beitrages zu lamentieren… so weit ist es aber wahrscheinl. ohnehin bereits).
Und selbst wenn diese Zustimmungswerte durchweg geringer als die durchnittlichen Zustimmungswerte in der jeweiligen Gesamtbevölkerung (oder bei Christen etc.) wären, widerspräche das doch nicht meinen Erläuterungen und wäre je nach Prozentsatz immer noch ein gravierendes Problem, das (und das ist der Punkt) wahrscheinl. maßgeblich (auch) religiös bedingt ist. Inwiefern hilft hier der Whataboutism? Wenn über das Problem des Rechtsextremismus gesprochen wird, dann hilft doch auch kein Ablenken, dass auch der Linksextremismus ein Problem ist, das macht das Problem mit dem Rechtsextremismus ja nicht kleiner.
“was Islamismus (im Gegensatz zum Islam) ist: die politische Instrumentalisierung einer Religion durch Radikale nämlich. Und eben nicht die Haltung der Gläubigen selbst.”
Das ist eine Verklärung der Rolle der Religion, wenn man diese als lediglich durch Radikale instrumentalisiert erklärt, vielmehr kann die Religion (beim Vorliegen weiterer ungünstiger sozio-kultureller, -politischer, -demographischer und individual-biographischer Faktoren) radikalisieren. Dem Islam ist ein politisches Agens inhärent, dem aber nicht alle Muslime und insb. nicht in einer bestimmten Radikalität (islamistisch) folgen. Das ist ein gravierender Utnerschied zu Ihrer Aussage, der aber gleichzeitig auch die Invidiualität des (religiösen) Menschen in den Vordergrund stellt (wie geschrieben: Essenzialisierungen und btw auch bereits quantifizierende Aussagen ohne konkrete Datenlage verbieten sich per se).
Nur zur Ergänzung. Ich war überrascht ((und auch erschrocken darüber), wie lange Antisemitismus schon durch die Menschheitsgeschichte geistert
https://de.wikipedia.org/wiki/Antike_Judenfeindschaft 🙁
Haben Sie das nicht in der Schule gelernt?
Leider ist die Antike Stoff der fünften und sechsten Klassen. Wir machten Geschichte anhand des Jahreszahlenstrahls, was nicht immer sinnvoll ist. Über die Septuaginta in Alexandria, über jüdische Stadträte im römischen Köln, über Tempelsteuer und die beiden ersten großen jüdischen Aufstände habe ich erst im Studium gehört.
Geht es Schülern heute besser?
“Der Genozid an den Jesiden (als Nichtmuslime) und Gewalt und Terror ggü. anderen Muslimen seitens des IS und anderer Islamisten weltweit ist allerdings islamisch-theologisch begründet, diese Gewalt insg. ist durch Koran und Sunna, die man (mit einiger Berechtigung) literal interpretiert, motiviert und theologisch legitimiert – der IS ist definitiv ein islamisches Phänomen.”
Inwiefern begründet sich sowas durch den Koran mehr als christlicher Antisemitismus und dessen Folgen?
Gerade mit Blick auf den Jahrestag sollten wir unsere Ausweichdiskussionen vielleicht auf einen späeren Zeitpunkt verschieben…
Ich habe nicht vor, mit Ihnen über Fakten zu diskutieren.
Nur kurz: In der Bibel wird das Judentum per se nicht als Feind definiert, den es zu bekämpfen gilt und dem ggü. allerlei Gewalttaten legitim sind (im AT ohnehin nicht, aber auch nicht im NT). In Koran und Hadithen allerdings durchaus. Sicherlich findet man auch versöhnlichere Suren etc., aber deshalb benannte ich ja das Abrogationsprinzip: Bei widerstreitenden Ge-/Verboten etc. abrogiert (ersetzt) das jüngere das ältere Ge-/Verbot; gem. Koran und Sunna wurden die versöhnlichen Worte ggü. den beiden Schriftreligionen (Christentum und Judentum) in der Frühzeit des Islam, als Mohammed noch nicht die Suprematie auf der arabischen halbinsel hatte, später dann, als der Islam die dort dominierende Macht war und sich insb. gewaltsam ausbreitete, durch aggressivere, Kampf und Gewalt betonende, alle anderen Religionen als den islam abwertende Suren und Hadithe abrogiert, die zur gewaltsamen Bekämpfung, Unterjochung und Ausbeutung aufriefen (Recherchetipp: Die letzten Worte Mohammeds auf dessen Sterbebett).
Tja, ich schätze, dann töten alle Moslems permament die jüdischen Mitbürger*innen in Deutschland…
Insgesamt sollten wir uns dann doch glücklich schätzen, wie viele “schlechte” Moslems in Deutschland wohnen, die ihren permanenten Blutrausch untersdrücken.
Zum Glück gab es in Deutschland nie einen Kampf von Christen gegen “Ungläubige” 😉
Aber von Ungläubigen aus der AfD gegen deutsche Christen schon ?
Und auch die BSW ist Christen und Moslems nicht voreingenommen.
Bedrückend, dass Sie trotz(!) mehr als ausdrücklicher Differenzierung in nominelle Religionsmitglieder einerseits und Religion andererseits diese Differenzierung kognitiv nicht bewerkstelligen (wollen,) obwohl die einer der Hauptpunkte der Texttrias war,(so kompliziert war es nicht), die Sie so unqualifiziert kommentieren. Textverständnis: Ungenügend. Aber ja, zum Glück sind die meisten Menschen deutlich besser als ihre Religionen.
Sie sind sowas von durchgeknallt, weil Sie aus einzelnen Suren eine weltweite Verschwörung zur Bekämpfung des Judentum durch Moslems ableiten.
Jesus ist Jude. Das ist gängiger Konsens in allen großen und wichtigen christlichen Glaubensgemeinschaften. Die aktuelle Bedrohung des Judentums durch Christen ist minimal, währenddessen jetzt gerade in Berlin tausende Muslime öffentlich zu einem neuen Holocaust gegen Juden aufrufen. Die finden das gut, werden Juden irgendwo auf der Welt ermordet, feiern diese Muslime auf der Straße Volksfeste vor Freude über diesen Völkermord. Ich denke, damit ist alles gesagt. Also mal schön bei der Wahrheit bleiben.
“Die aktuelle Bedrohung des Judentums durch Christen ist minimal.”
Mit dieser Einschätzung wären wir vorsichtig. “Die Propaganda Russlands verfügt über ein reiches Repertoire antizionistischer Klischees und Motive, die sich in den Jahrzehnten der sowjetischen Dämonisierung Israels angesammelt haben. Einige von ihnen erleben heute in Fernsehsendungen, ultrapatriotischen, antiukrainischen Telegram-Kanälen der Sorte »Z« sowie auf diversen medialen und digitalen Plattformen eine Renaissance.” Quelle: https://laender-analysen.de/russland-analysen/448/antisemitismus-in-russland/
Grundsätzlicher – gerne hier nachlesen: https://www.katholisch.de/artikel/54562-christentum-und-antisemitismus-zu-lange-eine-unheilige-allianz
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Die Sowjetunion ist ein Gegenbeispiel, weil der Kommunismus ja eine völlig atheistische Ideologie ist. Also ziemlich unchristlich, was ja bekanntlich auch ein Motiv für die Wahlergebnisse der neuen Bundesländer hier in Deutschland ist.
Von welcher Sowjetunion reden Sie?
Stimmt wohl. Die Orthodoxe Kirche wurde vollständig ausradiert und hat heutzutage genau den gleichen Stand wie Judentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus 😉
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Aber ganz ehrlich: Das Vorgehen der israelischen Regierung sorgt jetzt nicht gerade für Beschwichtigung. Vielmehr führen doch illegale Besetzung, Tötung unschuldiger muslimischer Bürger, Vertreibung von Bürgern in souveränen Staaten usw. zu genau dem beobachten Hass. Viele verzweifelt gerade, da Familienangehörige im Libanon fliehen müssen. Und dann noch zu rufen, es würde nicht genug Unterstützung in Deutschland geben finde ich mehr als unangebracht. Wer gegen Völkerrecht verstößt, der darf und kann auch nicht unterstützt werden.
Warum hat man dann zuvor Israel über die Jahre mit tausenden Raketen beschossen?
Ich darf SIe mal zitieren: “Also mal schön bei der Wahrheit bleiben.”
Konkret nachgefragt, wer sind “MAN”, die “zuvor Israel über die Jahre mit tausenden Raketen beschossen”?
Welcher Zeitrahmen ist gemeint und wann war “zuvor” genau?
FYI
Da:
https://en.wikipedia.org/wiki/Palestinian_rocket_attacks_on_Israel
Und da: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_projectile_attacks_from_Lebanon_on_Israel_and_the_Golan_Heights
Jesus war Jude und der erste Christ.
@Schotti: “Die aktuelle Bedrohung des Judentums durch Christen ist minimal,…”
Wirklich? Aber umgekehrt auch?Zwei Diskussionsansätze:
I. “Gewalt gegen Christen verändert Klima in Israel. Die Kämpfe in Israel und Palästina gehen weiter – und die Christen sind mittendrin.”
https://www.katholisch.de/artikel/47799-journalistin-gewalt-gegen-christen-veraendert-klima-in-israel
II. “Weshalb nehmen die Übergriffe auf Christen in Jerusalem zu?“Die gesellschaftliche Atmosphäre hat sich über Jahre schon aufgeheizt.” … Die Christen sind Teil des Konflikts. Es gibt zum Beispiel palästinensische Christen.” … Viele Juden betrachten Christen als die große, ultimative Bedrohung.”
https://www.domradio.de/artikel/weshalb-nehmen-die-uebergriffe-auf-christen-jerusalem-zu
Keine Ahnung, wie es umgekehrt ist, das ist nun mal nicht das Thema. Wir sollten beim eigentlichen Thema bleiben. Außerdem haben Sie falsch zitiert. Jesus ist Jude, zumindest nach christlicher Glaubenslehre, da er ja wieder von den Toten auferstanden ist.
Ist und war unterscheiden. Wo lebt er denn gerade?
Von seiner Geburt bis hin zum letzten Passalamm, das er aß (Lukas 22,14), lebte Jesus als praktizierender Jude.
Das erklärt alles! Zum Glück hat Jesus nichts mit dem Islam zu tun, das würde die Sache verkomplizieren 😀
Im Fall des Artikels geht es ja um den Gesenktag des Hamasangriffes. Die Hamas hat tausende Zivilist*innen auf beiden Seiten in Tot und Unglück gestürzt.
Der versuchte Genozid an den Jesid*innen ist in meiner Klasse tatsächlich öfter Thema, aber die islamistische Verbrecherbande des IS hat allerdings weniger mit dem Islam zu tun, als Sie sich wünschen. Etwa so viel, wie wenn ein “Christ” in den USA in einem LGBT-Club Amok läuft.
Aber Ihre Sorge ehrt Sie. Vergessen Sie diese nicht, bspw. wenn Politiker*innen im “großen Stil” abschieben wollen. 😉
Ist ein guter Vergleich mit den USA. Denn der Unterschied ist, wenn so etwas in den USA passierte, dann gehen hier nicht tausende Christen auf die Straßen und feiern diesen Mörder als großen Volkshelden und spucken auch nicht öffentlich auf Bilder der Opfer.
Ihr letzter Absatz darf gerne an alle Kultusminister und -ministerinnen gehen.
dto
Daher gehöre es zu ihren Aufgaben, «die Situation im Nahen Osten altersgemäß zu thematisieren und zu verhindern, dass sich Hassgefühle und Gewalt im Klassenzimmer oder auf dem Schulhof ausbreiten». Es gebe Unterrichtsmaterialien, Fortbildungen für Lehrer, Workshops für Schüler, Beratungen und rechtliche Hinweise.
Ich hatte vor einiger Zeit eine Vertretungsstunde in einer 5. Klasse. Ein Junge ist dann – für aus dem Nichts heraus – mit antisemitischen Äußerungen gekommen, die Juden hätten “das Geld” und irgendwas über “die Juden in ihrem Land” erzählt.
Im Gespräch stellt sich heraus, dass er weder wusste, über welche Juden er denn überhaupt spricht, noch das Land Israel kannte. Er hat unreflektiert nachgeplappert, was er wohl zu Hause aufgeschnappt hat.
Ich hoffe noch immer, mit solchen Gesprächen zumindest einzelne Kinder mal zu Nachdenken zu bringen. Aber was bringt es wirklich, wenn man mal in der Schule eine Stunde lang über etwas spricht, wenn zu Hause ständig antisemitisch geredet und gehandelt wird?
In den Nachrichten konnte man sehen, wie in Berlin muslimische Eltern nach den iranischen Raketenangriffen ihre Kinder zu “pro-palästinensischen” Demos mitgenommen haben und mit ihnen mit Süßigkeiten diesen tollen Tag gefeiert haben. Wieviel Einfluss hat dagegen wohl ein Gespräch mit einer Lehrkraft?
Klar, bietet Fortbildungen für uns Lehrkräfte an, macht Workshops für die Kinder – aber geht nicht davon aus, damit grundsätzlich etwas zu verändern, solange die Eltern nicht erreicht werden…
Nicht nur Zuhause, auch Social Media und Videos, die unter Schülern verbreitet werden, tragen zum Zerrbild bei.
“Aber was bringt es wirklich, wenn man mal in der Schule eine Stunde lang über etwas spricht, wenn zu Hause ständig antisemitisch geredet und gehandelt wird?”
Wir können nur Angebote machen. Ggf. könnte Sie die Information an die Klassenleitung weiterreichen, dass sie zum runden Tisch bittet.
Aber das Kinder (egal welcher Hautfarbe und Herkunft) antisemitische/ rassistische/ frauenfeindliche Aussagen raushauen und noch keine Emphatie für Minderheiten und Opfer aufbringen können, bleibt wohl noch eine ganze Weile ein Gesellschaftsproblem.
Es bleibt auch deshalb ein Problem, weil es fast nur von den falschen Leuten aus den falschen Gründen als Problem benannt wird. Diejenigen, die eigentlich dazu berufen wären, klare Kante gegen jede Art von Antisemitismus zu zeigen, schauen bei muslimischen Antisemiten aus falsch verstandener Rücksichtnahme oder Angst davor, mit den Rechtsextremen in einen Topf geworfen zu werden, noch immer zu oft weg. Und wenn Rechtsextreme von ihrem eigenen Rassismus abzulenken versuchen, indem sie auf Muslime verweisen, ist das in der Tat fadenscheinig.
Der Vowurf (meist durch Rechtsextreme) richtet sich halt leider meist gegen ALLE muslimischen Bürger*innen (“Islam böse”), weshalb dort erst widersprochen werden muss und sich alle vom eigentlichen Thema und den Opfern von Antisemitismus jeglicher Art entfernt.
Erinnert ein wenig an den Forumsverlauf…
Aber in Bezug auf Ihre Beobachtung, ja, bspw. linke Parteien könnten und sollten sich mehr mit israelischen Opfern solidarisieren, TROTZ ggf. berechtigter Kritik an der israelischen Regierung und Sorge um die Zukunft des Landes.
Das sollte man sich an einem Gedenktag doch verkneifen bis zum nächsten Morgen.
Das Problem ist, dass noch nicht einmal genug Zeit bleibt, um umfangreich über deutsche Geschichte zu reden.
Sind den heutigen Schülern die Namen Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Georg Elser noch ein Begriff?
Könnten die Schüler auf Anhieb die Namen von drei Opfern der RAF nennen?
Mit genügend Zeit könnte man auch Kriminalfälle wie Jakob von Metzler oder Marianne Bachmeier thematisieren, die ethische Debatten in Deutschland ausgelöst hatten.
Ich selbst bin eher gegen einen Gedenktag, der sozusagen als Jahrestag aus dem Nichts aufploppt.
Mein Ideal wäre, dass die Schüler nach einer Unterrichtseinheit, die das Leid, aber auch Stärke und Freiheitskampf des jüdischen Volkes thematisiert, sich selbst wünschen würden, solch einen Tag zu begehen.
Leider wird es durch die Kriegsverbrechen (da die UNO es so nennt, ist es wohl so zu benennen) immer mehr zu einer Kluft und Spaltung der Ansichten kommen. Unrecht wird ja nie durch Unrecht legitimiert.
Stiller Gedenktag an die Unschuldigen beider Seiten?
Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass ich die Situation für alle unbeteiligten Zivilisten, egal ob in Israel, im Libanon oder im Gazastreifen schrecklich finde.
Auch hat Israel ein Existenzrecht, welcher nicht hinterfragt werden darf.
Da hier aber ständig die Schulen und deren Aufklärungspflicht erwähnt wird.
Wie erkläre ich den SuS, dass massenhaft Unschuldige vom israelischen Militär getötet werden, um die eigene Zivilbevölkerung zu schützen?
Wie erkläre ich den SuS, dass Antworten auf Raketenangriffe des Irans tagelang geplant werden dürfen?
Auf die Schule gespiegelt heißt das ja platt gesagt und das waren Fragen in einer Vertretungsstunde in der Q1:
Wenn du Stress mit einem Mitschüler hast und sich davor ein paar Unschuldige befinden, dann haue sie doch einfach mit weg.
Oder ich wurde angegriffen und plane jetzt mit Anderen einen Gegenangriff, die Schulleitung (Weltgemeinschaft) weiß darüber bescheid und unterstützt das mitunter noch?
Natürlich kann ich Morde nicht mit dem Schulalltag vergleichen, trotzdem ist das Thema bei den SuS, .
Wenn du Stress mit einem Mitschüler hast und sich davor ein paar Unschuldige befinden, dann haue sie doch einfach mit weg.
Oder ich wurde angegriffen und plane jetzt mit Anderen einen Gegenangriff, die Schulleitung (Weltgemeinschaft) weiß darüber bescheid und unterstützt das mitunter noch?
Ich weiß nicht, ob man einen ansatzweise treffenden Vergleich hinbekommt. Aber das Grundproblem ist doch, dass man Israel und allen Israelis das Existenzrecht abspricht und es nicht um eine einmalige Aktion geht, sondern immer erneut angegriffen wird.
Die Schüler sollten sich jemanden vorstellen, der dich, alle deine Freunde, deine gesamte Familie und alle deine Nachbarn töten will – und so lange keine Ruhe gibt, bis das Ziel erreicht ist.
Lässt man das einfach geschehen? Oder schlägt man dann einfach unüberlegt drauf los? Oder macht man sich vorher Gedanken und überlegt gut, wie man vorgeht?
Und was die Unschuldigen angeht:
Die sind menschliche Schutzschilde und moralisch gehen die auf das Konto der Extremisten, die sich eben in Krankenhäusern, Moscheen, Kindergärten etc. verstecken, eben damit es möglichst viele zivile Opfer gibt. Dann kann man sich selbst als Opfer inszenieren.
1.200 hier und 42.000 Tote dort -überwiegend Zivilbevölkerung – sollte vielleicht mal zum Nachdenken anregen.
Die Konfliktdichte ist so groß, dass es selbst sog. “Nahostexperten” schwer fällt, die einzelnen Einflussfaktoren, Ursprünge und Eskalationsmomente voreinander zu bekommen.
Wenn man mal in einer heterogenen und angespannten Unterrichtssituation mit den schwer verqueren Argumenten der – zumeist -arabisch-stämmigen SuS zu diesem Thema bzw zu diesen Vorgängen vor einem Jahr konfrontiert wurde, dann weiß man, dass es nahezu unmöglich ist, die – üblicherweise – von Zuhause oder der gleichaltrigen Peargroup gesetzten und verfestigten Haltungen, Wertungen, Meinungen aufzubrechen.
Zu glauben, dass dafür bei nicht “im Stoff stehenden LuL” eine Fortbildung ausreicht, um sich der geballten – oftmals unsinnigen aber dafür massiv vorgetragenen – Argumentationen pro Palästina erfolgreich und aufklärerisch entgegen zu stellen, ist nicht nur blauäugig, sondern auch verantwortungslos, denn in einer asymetrischen Auseinandersetzung mit festbetonierten anti-israelischen Positionen abgeledert zu werden schwächt nachhaltig die Glaubwürdigkeitsposition, die ein LuL in einer Schulklasse haben sollte.
Bei uns in der Anstalt haben aus genau diesem Grund die meisten KuK das Gespräch über die Ereignisse am 7. 10 2023 und deren Ursache und über die Ängste, die von einem solchen Ereignis ausgehen, vermieden.
Mal eben ne Fortbildung – mal eben die LuL in die Pflicht nehmen – sich selber aber auf ne touristische Reise ins Heilige Land machen und dort ein paar israelisch Jugendliche treffen oder diese auf Staatskosten einfliegen lassen, um einen pressewirksamen Auftritt zu inszenieren – die Auseinandersetzung und Diskussion mit den arabischen / pastinensischen Menschen scheuen – aber ne dicke Lippe riskieren, um termingerecht Engagement und Betroffenheit zu simulieren halte ich für verlogen und verantwortungslos.
“Kultusminister nimmt Schulen in die Pflicht”
… und am Arsch die Räuber!!
“Bei uns in der Anstalt haben aus genau diesem Grund die meisten KuK das Gespräch über die Ereignisse am 7. 10 2023 und deren Ursache und über die Ängste, die von einem solchen Ereignis ausgehen, vermieden.”
Verständlich, aber verschweigen darf doch nicht die langfristige Lösung sein.
Ich muss meinen kleineren nicht den Holocaust erklären, um zu BEGRÜNDEN, warum es ein Gedenktag ist.
Die Tatsache, dass jemand tausende Zivilist*innen überfällt, verschleppt und töten, muss nicht argumentativ analysiert werden. Hier gelten Emphatie und Respekt vor dem Leben.
Bisher erlebte ich noch keine Schüler*innen, die auf Nachfrage den Tod unschuldiger Mütter und Kinder, Babies oder Festivalbesucher*innen verlangten. Aber diesen Parolen muss dazu begegnet werden – auch ohne geistreiche Eingebung der KMK
Ich kann aber auch gut nachvollziehen, wenn sich SchülerInnen kritisch mit dem Verhalten Israels auseinandersetzen und dann sagen: Wieso dann nicht gleichzeitig an die von Israel massenhaft getöteten unschuldigen Zivilisten denken? An die Frauen und Kinder, die Sterben mussten, weil sich eventuell ein Mitglied der Hamas in der Nähe befand?
Auch das wurde ich gefragt: Warum darf das israelische Militär Palästinenser und Libanesen töten? Ist dieses Verhalten nicht sogar noch schlimmer als der Überfall?
Und ganz ehrlich: Mittlerweile stimme ich dem sogar innerlich zu.
Hamas hätte einfach nur die Geiseln ausliefern müssen, dann wäre das alles nicht passiert.
Meine Eltern haben 1945 den Bombenterror der Alliierten erlebt und wirklich alles verloren, Familie und Besitz. Trotzdem war ihnen hinterher bewusst, dass sie als Deutsche eine Mitschuld daran hatten, dass es so weit kommen musste. Auch das waren natürlich Kriegsverbrechen.
“Hamas hätte einfach nur die Geiseln ausliefern müssen, dann wäre das alles nicht passiert.”
Hartes Nein! Die Hamas wollte diesen Krieg provozieren, den die rechte, teils rechtsradikale Israels wollte.
Der Denkfehler der Hamas war, dass Israels Regierung ernsthaft über eine Freilassung gegen das Versprechen eines Nichtangriffes verhandeln würde, anstatt alles in Schutt und Asche zu legen (und Israelfeindschaft über hundert weitere Jahre zu zementieren…)
Absolut!
Die Hamas hat einen Krieg – mit Erfolg – provoziert, der immense Opfer der palästinensischen Zivilbevölkerung abverlangt.
Und bei aller berechtigten Kritik (und Wut) gegen Israels Regierung: ist es den Tod tausender Palästinenser*innen wert?
Teufelskreis, Erbfeindschaft – all das kann auf tragische Weise an dem Konflikt gezeigt werden! Die palästinensischen Opfer werden niemals vergessen und schlimmstenfalls zur Hamas überlaufen. Die Jüdinnen und Juden werden weitere Dekaden tagtäglich mit Rakaten beschossen werden – so wurde und wird es an der Wahlurne entschieden 🙁
Bei allem Verständnis: Es geht um das Existenzrecht Israels. Hamas und Co wollen jeden einzelnen Juden töten und beschießen Israel immer wieder mit Raketen.
Was will man in einer solchen Situation machen? Was sollte man verhandeln, vielleicht dass sie die Hälfte aller Israelis töten dürfen, als Kompromiss?
Wenn sich Hamas und Hisbollah feige in Krankenhäusern, Wohnblocks und Kindergärten verstecken und von dort aus Raketen abschießen, dann nutzen sie bewusst die Bevölkerung als menschliche Schutzschilde. Sie wollen möglichst viele zivile Opfer, damit man Israel als böse darstellen kann.
Sicher hat die Hamas den Gegenschlag Israels antizipiert und genau dafür Geiseln genommen. Und sicher ist sie davon ausgegangen, dass Hisbollah, Huthi und vielleicht auch der Iran dann Israel angreifen. Die Ausweitung des Krieges hat ein Jahr gedauert, aber das haben sie nun doch erreicht.
Und zum Schluss noch ein paar Beispiele zu den Zivilisten, auch wenn es nur Einzelfälle sind:
Sie wissen, dass israelischen Geiseln z.T. in Familien gefangen gehalten wurden.
Sie haben mitbekommen, dass Palestinenser hier in Deutschland den Raketenangriff des Iran gefeiert haben, mit Süßigkeiten für die Kinder usw…
Und sie haben vermutlich auch gesehen, dass libanesische Restaurants in Deutschland den Jahrestag des Hamas-Angriffs mit günstigem Essen feiern. Vielleicht sollte man auch solche Meldungen mal thematisieren…
Sorry, ist leider durch massiv überfrachtete Lehrpläne nicht drin!
Der 7.10.2023 markiert den Tag, an dem die antisemitische Hamas israelische alternative Kulturfestivalteilnehmer sowie insgesamt mindestens 1400 Israelis grausam ermordete sowie verschleppte. Der Rave mit einem bis zum Nachmittag des 7. Oktober angesetzten Programm war als Feier von „Freunden, Liebe und unendlicher Freiheit“ beworben worden und sah Auftritte von namhaften internationalen Szenekünstlern wie Astral Projection und Man With No Name vor. Massaker von Reʿim – Wikipedia
Die Gründe für den Angriff sind abgrundtiefer Hass, unendliche Menschenverachtung, unbegrenzte Intoleranz und Dummheit.
Warum Hamas Israel angegriffen hat (deutschlandfunk.de)