Neuer VBE-Chef Tomi Neckov: Wie wird die Arbeitszeiterfassung das System verändern? “Ich befürchte – zum Schlechteren”

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BERLIN. Tomi Neckov, früher Schulleiter einer Mittelschule in Bayern – wie dort die Hauptschule heißt -, ist neuer Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE). Der bisherige Vize wurde am Nachmittag auf der Bundesversammlung seines Verbandes in Berlin an die Spitze gewählt. Wir sprachen mit ihm über das, was aus seiner Sicht jetzt besonders dringend ansteht: mehr Wertschätzung durch die Politik für Bildung, konsequente Entlastung der Schulen und ein modernes Verständnis davon, was Lernen im 21. Jahrhundert bedeutet.

An der VBE-Spitze: Tomi Neckov. Foto: BLLV

News4teachers: Herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum VBE Bundesvorsitzenden. Was wird Ihre erste Amtshandlung sein?

Tomi Neckov: Dankeschön. Meine erste Amtshandlung wird sein, die Politik daran zu erinnern, dass sie Bildung fördern muss, statt sie zu behindern. Dafür brauchen wir Entscheidungen, die endlich ermöglichen, dass es bei uns in der Bildung vorwärtsgeht.

News4teachers: Woran hakt es am meisten?

Neckov: Es beginnt bei den finanziellen Ressourcen, an denen so vieles hängt. Schulen brauchen eine verlässliche Ausstattung, moderne Gebäude und flexible Raumkonzepte, damit Lernen vernünftig möglich ist. Nur mit ausreichend finanziellen Mitteln und guten Räumen können wir alle Kinder und Jugendlichen so fördern, dass kein Kind verloren geht und wir gesellschaftlich leistungsfähig bleiben.

News4teachers: Lange Zeit wurden Mittel in der Bildung relativ gleichmäßig verteilt. Das Startchancen-Programm – das Schulen in besonders herausfordernden Lagen unterstützen soll – bricht das zwar auf, kommt aber wegen bürokratischer Hürden nur schleppend voran. Ist es trotzdem der richtige Weg, Mittel gezielt dort einzusetzen, wo die größten Defizite festzustellen sind?

Neckov: Ja, das ist der richtige Ansatz. Wir fordern schon lange, vom Gießkannenprinzip wegzukommen. Es gibt Kommunen, denen es gut geht – und andere, die sich kaum finanzieren können. So entstehen Bildungsungerechtigkeiten, was im Übrigen auch dem grundgesetzlich verbrieften Recht auf Gleichwertigkeit von Lebensverhältnissen widerspricht. Finanziell schlechter gestellte Kommunen und Schulen mit großen Herausforderungen brauchen mehr Ressourcen – nicht nur finanziell, sondern auch personell. Lehrkräfte allein können die wachsenden Aufgaben nicht auffangen. Es braucht multiprofessionelle Teams – und zwar dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

“Viele Unterstützungssysteme, die früher in Familien lagen, gibt es so nicht mehr – und die Aufgaben landen dann in der Schule”

News4teachers: Multiprofessionalität wird seit Jahren von Politikerinnen und Politikern versprochen. Sehen Sie Fortschritte?

Neckov: Ja – aber sehr unterschiedliche. In einigen Bundesländern gibt es mehr Schulsozialarbeit oder Jugendsozialarbeit, allerdings oft nur an bestimmten Schularten. Wir brauchen eine flächendeckende Grundausstattung: Menschen, die bei den Übergängen von der Kita in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule oder beim Einstieg ins Berufsleben unterstützen. Damit diese Übergänge gelingen, benötigen Schulen unterschiedliche Professionen, die Lehrkräfte und Kinder begleiten.

News4teachers: Man kann sich viele sinnvolle Professionen an Schulen vorstellen – von Psychologie über Lerntherapie bis zu Schulgesundheitsfachkräften. Warum kommt das System da nicht voran?

Neckov: Weil der Bildungsbegriff immer noch ein veralteter ist. Viele denken bei Bildung nur an Lesen, Schreiben, Rechnen. Das ist wichtig, aber Schule ist längst mehr. Viele Unterstützungssysteme, die früher in Familien lagen, gibt es so nicht mehr – und die Aufgaben landen dann in der Schule. Lehrkräfte fangen das derzeit ab. Multiprofessionelle Teams wären eine große Hilfe, aber das System ist unausgereift, nicht durchfinanziert und Zuständigkeiten sind oft ungeklärt. Auch die Ausbildung der beteiligten Fachkräfte ist uneinheitlich. Wir müssen klar definieren, wer welche Rolle hat, damit Schule heutigen Anforderungen gerecht wird.

News4teachers: Was sind denn diese Anforderungen? Was muss eine Schule des 21. Jahrhunderts leisten?

Neckov: Oft geht es schon bei einfachen Dingen los: Kinder kommen in die Schule und können ihre Schuhe nicht zubinden oder ihre Jacke nicht richtig anziehen. Wenn Lehrkräfte solche Aufgaben übernehmen müssen, fehlt die Zeit für andere Bildungsinhalte. Bildung heute heißt auch Demokratiebildung. Früher wurde zuhause mehr über Politik gesprochen – heute leider zu oft am Rand des demokratischen Spektrums. Schule muss vermitteln, wie Demokratie funktioniert, und das muss gelebt werden, nicht nur aus dem Lehrbuch. Außerdem gehört Nachhaltigkeit dazu, Bewegungsförderung, Ernährung, Finanzbildung. Kinder sollen erleben, wie verantwortungsvolles Handeln funktioniert. Das geht aber nur, wenn ausreichend Ressourcen vorhanden sind.

“Lehrpläne sollten definieren, was Grundwissen ist. Beispiele können genannt werden, aber Schulen müssen entscheiden dürfen, was sie vertiefen”

News4teachers: Auch Zeit ist eine Ressource. Sind die Lehrpläne nicht schlicht zu voll?

Neckov: Ja, die Lehrpläne sind zu voll. Wir werden sie auf Landes- oder gar Bundesebene nicht grundlegend entschlacken, aber Schulen brauchen mehr Freiheit. Lehrpläne sollten definieren, was Grundwissen ist. Beispiele können genannt werden, aber Schulen müssen entscheiden dürfen, was sie vertiefen. Wichtig ist: Bildung bedeutet nicht, jedes Detail zu kennen. Man kann einzelne Themen intensiv behandeln und andere oberflächlicher – was genau, das lässt sich demokratisch mit den Schülerinnen und Schülern entscheiden. So gewinnt man Zeit. Und wir müssen über die Struktur des Schultags sprechen, insbesondere im Kontext von Ganztagsangeboten.

News4teachers: Kommen wir zu den Arbeitsbedingungen von Lehrkräften. Wie stellt sich aus Ihrer Sicht die Situation dar?

Neckov: Sehr unterschiedlich – regional und je nach Schulart. Besonders an Förderschulen fehlen Lehrkräfte, aber auch an Grund-, Haupt- und Realschulen. An Gymnasien in Bayern wirkt das G9, auch hier herrscht Lehrkräftemangel. Insgesamt sind die Belastungen massiv, weil Lehrkräfte Aufgaben übernehmen müssen, für die sie weder ausgebildet noch zeitlich ausgestattet sind. Die Erwartungshaltungen sind hoch, die Bürokratie auch. Viele Lehrkräfte erreichen nicht mehr den regulären Ruhestand. In Bayern, wo ich herkomme, schafft das nur noch jede fünfte Lehrkraft an Grund-, Mittel- und Förderschulen. Das ist gefährlich, denn wir brauchen gesunde Lehrkräfte, die motiviert sind und gut auf Kinder eingehen können.

News4teachers: Ist das ein quantitatives Problem – mehr Geld, mehr Personal – oder ein strukturelles?

Neckov: Beides. Viele Lehrkräfte scheitern an ihrem eigenen Anspruch. Sie wollen den Kindern gerecht werden, stoßen aber an Grenzen. Das ist strukturell: Wir brauchen eine ausreichende Ausstattung, mehr Wertschätzung in der Gesellschaft und eine Lehrkräftebildung, die auf die Realität vorbereitet.

News4teachers: Themen, die häufig als besondere Herausforderungen genannt werden, sind Inklusion und Integration. Ist das System darauf vorbereitet?

Neckov: Nein. Viele Lehrkräfte sind in ihrer Ausbildung nicht ausreichend darauf vorbereitet. Wir müssen Schwerpunkte setzen – nicht nur in Fächern denken, sondern Herausforderungen wie Inklusion, Integration oder Digitalisierung stärker berücksichtigen. Es hilft wenig, wenn ich eine Hyperbel in der vierten Dimension berechnen kann, aber nicht weiß, wie ich mit einem Kind mit Legasthenie umgehe. Wir brauchen an allen Schularten mehr Pädagogik und Psychologie in der Ausbildung.

News4teachers: Auch Integration und Inklusion wären durch multiprofessionelle Teams wohl besser zu lösen.

Neckov: Auf jeden Fall. Aber auch dafür braucht es Vorbereitung. Kooperation will gelernt sein. Und es muss Zeit dafür geben – nicht zwischen Tür und Angel, sondern in festen Strukturen, die nicht nur ein Arbeiten nebeneinander, sondern ein Wirken miteinander ermöglichen.

News4teachers: Ein anderes Thema: die Arbeitszeiterfassung. Juristisch scheint klar zu sein, dass sie kommen muss. Wie wird sie das System verändern?

Neckov: Ich befürchte: zum Schlechteren. Eine Arbeitszeiterfassung erzeugt möglicherweise noch mehr Bürokratie, die wiederum Zeit kostet. Beziehung und Pädagogik lassen sich nicht in Minuten erfassen. Mehrtägige Klassenfahrten oder Elternabende sind nicht mehr möglich, weil dabei im Arbeitsschutz festgelegte Ruhezeiten nicht eingehalten werden könnten. Viele wählen den Lehrberuf wegen der Flexibilität, gerade Frauen mit Familie. Wenn Arbeitszeit starr wird, wird der Beruf unattraktiver. Studien zeigen, dass Lehrkräfte ohnehin weit mehr arbeiten, als sie müssten – vor allem Teilzeitkräfte und Schulleitungen. Eine Arbeitszeiterfassung wird das System nicht verbessern.

News4teachers: Aber sie ist nach Grundsatzurteilen rechtlich geboten …

Neckov: Wenn sie kommt, dann muss sie unbürokratisch und praktikabel sein. Aber sie wird die Überlastung nicht beheben. Notwendig wären bessere Strukturen, Entlastung und eine gute Ausstattung.

“Natürlich ist uns klar, dass die Forderung nach sieben Prozent mehr oder der Sockelbetrag schwer durchzusetzen sein werden”

News4teachers: Kommen wir zur Tarifrunde. Arbeitgeber sprechen von „astronomischen“ Forderungen. Wird es eine harte Auseinandersetzung?

Neckov: Ja, das wird es. Es zeugt von wenig Wertschätzung, die Forderung in so absoluter Weise abzuwiegeln. Natürlich ist uns klar, dass die Forderung nach sieben Prozent mehr oder der Sockelbetrag schwer durchzusetzen sein werden. Das motiviert uns umso mehr, dafür zu kämpfen. Denn verdient haben wir es! Und zwar alle. Doch wenn ein Ministerpräsident wie Markus Söder bereits ankündigt, einen Tarifabschluss nur verzögert auf Beamte zu übertragen, ist das ein Problem. Lehrkräfte brauchen ein faires Ergebnis – nicht nur finanziell, sondern auch als gesellschaftliches Signal. Dafür setzen wir als VBE direkt in der Tarifkommission aus und sitzen über den dbb am Verhandlungstisch.

News4teachers: Als Verbandschef müssen Sie Missstände klar benennen, gleichzeitig aber den Beruf attraktiv darstellen, um den Nachwuchs nicht zu verschrecken. Wie schaffen Sie den Spagat?

Neckov: Unser Beruf ist der schönste der Welt. Mit Kindern zu arbeiten, ihre Entwicklung zu begleiten – das ist großartig. Das bleibt auch so. Aber gute Bedingungen gehören dazu. Nur wenn Kinder sich wohlfühlen, können sie lernen. Und Lehrkräfte brauchen dasselbe Wohlbefinden – im Kollegium, in der Schulgemeinschaft, im Austausch mit Eltern und Kommunen. Doch unter aktuellen Bedingungen ist der Beruf vielerorts schwerer geworden.

News4teachers: Sie beschreiben Schule als ein ganzheitliches System, in dem die Gruppen miteinander statt gegeneinander arbeiten müssen.

Neckov: Natürlich. Alle – Eltern, Lehrkräfte, Kommunen – wollen das Beste für die Kinder. Die Sichtweisen unterscheiden sich manchmal, aber das Ziel ist gleich: gute Bildung. Schule funktioniert nur, wenn alle zusammenarbeiten und Verantwortung teilen.

News4teachers: Sollte diese Zusammenarbeit auch stärker zwischen den Verbänden gelten? Die Zersplitterung spielt der Politik doch in die Hände.

Neckov: Wir arbeiten bereits mit anderen Verbänden zusammen – auf verschiedenen Ebenen und zu verschiedenen Themen. In Bayern gibt es aktuell eine gemeinsame Petition vieler Lehrkräfteverbände zur Übertragung des Tarifabschlusses auf Beamte.

News4teachers: Trotzdem geben Verdi und der dbb getrennte Pressemitteilungen heraus, wenn es um die Tarifverhandlungen geht – und erwähnen den jeweils anderen nicht einmal. Dabei sind die Forderungen identisch…

Neckov: Jede Gewerkschaft hat ihre Daseinsberechtigung und möchte ihre Position sichtbar machen. Trotzdem gibt es viele gemeinsame Aktionen, etwa beim Digitalpakt. Vielfalt ist gut – ob bei Parteien oder Gewerkschaften. Wichtig ist der gemeinsame demokratische Boden, auf dem wir uns bewegen. Dann können wir bei großen Themen auch zusammenhalten.

News4teachers: Wird es von Ihnen aus künftig mehr Angebote geben, Kräfte zu bündeln?

Neckov: Sehr gerne. Ich gehe gern auf andere zu, suche die Einigung und nicht die Spaltung. Es wird Themen geben, bei denen das gelingt – und welche, bei denen es nicht gelingt. Bei anderen wird es aber auch in Zukunft wichtig bleiben, unseren Markenkern zu stärken und Themen alleine voranzubringen. Entscheidend ist für mich, dass wir offen für Austausch bleiben und Chancen zur Zusammenarbeit nutzen, denn gemeinsam können wir viel bewegen. News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek führte das Interview. 

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Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Danke für dieses Interview!

Paul Parker
1 Monat zuvor

Was versteht Herr Neckov unter Flexibilität? War es in seiner Schule möglich sich die Stunden selbst zu legen? War es möglich mal ein Tag Homeoffice wegen dem Handwerker einzulegen, oder ne Stunde fix zu verschieben wegen eines privaten Termins?

Wer heute als Akademiker den Lehrerberuf als flexibel einschätzt hat entweder ein ganzes Leben nichts anderes gesehen oder lebt hinterm Mond!
Im Akademischen Umfeld ist Homeoffice und Gleitzeit Bare Minimum. Welche akademische Beruf soll den weniger Flexibel sein als ein starrer Stundenplan mit Aufsichtspflicht?

Auch die Vereinbarkeit mit Familie ist doch ein Witz! Oder kennt jemand einen Schulleiter, der den Stundenplan seiner Lehrer an dessen Familie Bedürfnisse anpassen (wie Öffnungszeiten der Kita der eigen Kinder)?

Eine Bekannte arbeitet 2Tage die Woche ausschließlich im Home-Office von 8-13Uhr, komplett angepasst an die Betreuungszeiten der Kinder…. Das ist Flexibilität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf!

Und hab ich das richtig verstanden, Herr Neckov ist gegen eine Arbeitszeiterfassung, weil dann die massiven Verstöße beim Arbeitsschutz auffallen? Ihm scheint nicht klar zu sein, das der Arbeitsschutz auch heute schon eingehalten werden muss und wenn er als Vorgesetzter von Verstößen weiß, diese billigend in Kauf nimmt oder gar forderter , er sich möglicherweise selbst strafbar macht!

Realistin
1 Monat zuvor
Antwortet  Paul Parker

jawohl, flexibel ist heute Homeoffice von zuhause 3-4 Tage, wenn nicht gleich 5.
Gleitzeit, workaway, jetzt am besten nach Gran Canaria in die Sonne.
Geld in Urlaubstage umwandel, Bildungsurlaub auf Formentera.

Ein starrer Stundenplan von Montag-Freitag ab 8 Uhr mit vielen Freistunden, nachmittags Oberstufe und Präsenzdienstbesprechungen ist nicht familienfreundlich. Das war einmal.
Die Zeiten ändern sich, in der Schule hat sich nichts geändert.
Deshalb 4-Tage Woche, Ausbau online-Unterricht, DB & GK digital und Deputate kürzen.

Thomas
1 Monat zuvor
Antwortet  Paul Parker

Im Grunde müssen die noch Präsenzjobs viel besser bezahlt werden als die Homeofficejobs.
Warum man als Dank für Pendeln, Sprit und Zeit auch noch weniger bekommt ist krass.
Die Boni und Prämien lassen wir jetzt mal wieder raus, sonst wird es noch krasser!
🙁

Salpeter
1 Monat zuvor

Wirkt sympathisch. Seine Befürchtung teile ich, die Arbeitszeiterfassung wird uns noch mächtig auf die Füße fallen. Denkt an die Studie aus Sachsen.

Was ist nun eigentlich aus der VBE-Aktion für einen besseren Ausgleich für die angestellten Lehrer geworden?

Ellenbogen
1 Monat zuvor
Antwortet  Salpeter

Nichts. Das war nur für die Medien.

Teacher Andi
1 Monat zuvor

“Wenn sie kommt (die Zeiterfassung für Lehrer), dann muss sie unbürokratisch und praktikabel sein. Aber sie wird die Überlastung nicht beheben. Notwendig wären bessere Strukturen, Entlastung und eine gute Ausstattung.”
Ach, alles was ich über die Zeiterfasung gesagt habe, es wird zu einer Verschlechterung führen, aber ich wurde von vielen Seiten niedergemacht. Nun, man wird sehen, ob ich recht behalte. Es gilt tatsächlich, andere Faktoren zu verbesern.
Ansonsten sind Neckovs Forderungen pillepalle angesichts der Voraussetzungen und des Budgets. Man kann klug daherreden, die Umsetzung erfordert nun mal eine andere Energie.,

Chris
1 Monat zuvor

“Eine Arbeitszeiterfassung erzeugt möglicherweise noch mehr Bürokratie, die wiederum Zeit kostet. Beziehung und Pädagogik lassen sich nicht in Minuten erfassen. Mehrtägige Klassenfahrten oder Elternabende sind nicht mehr möglich, weil dabei im Arbeitsschutz festgelegte Ruhezeiten nicht eingehalten werden könnten. Viele wählen den Lehrberuf wegen der Flexibilität, gerade Frauen mit Familie. Wenn Arbeitszeit starr wird, wird der Beruf unattraktiver.”

Warum soll der Beruf unattraktiver werden, wenn endlich auch für uns die Arbeitsschutzregelungen, die für alle anderen Arbeitnehmer gelten, auch für uns gelten? Ganz im Gegenteil, der Job wird attraktiver, wenn man nicht mehr total übermüdet in den Unterricht geschickt wird. Und ja, ich bin selber schon wiederholt vor der Klasse auf dem Pult eingepennt, weil die Nacht zuvor einfach viel zu kurz war. Aber da zumindest in NRW die Arbeitszeitverordnung zwar für Beamte, aber nicht für verbeamtete Lehrkräfte gilt (AZVO NRW §1, Abs. 2, Satz 3), ist es ja zulässig, das man am Berufskolleg bis 22 Uhr in der Abendschule unterrichtet und dann am nächsten Morgen um 7 Uhr die Frühaufsicht machen muß. Da rede ich nicht von einmaligen Terminen wie Elternabenden oder Klassenfahrten, sondern von regelmäßigem Unterricht.

Heinz
1 Monat zuvor
Antwortet  Chris

Das habe ich mich auch gefragt. Im Grunde sagt er indirekt, dass das Land sich dann die Dinge, die aktuell in Schulen stattfinden so und zum gleichen Preis nicht mehr leisten kann und dadurch das Schulsystem leidet …. nicht aber der Beruf, der dürfte tatsächlich attraktiver werden, auch trotz seiner Kommentare. Sein einziges Gegenargument die Flexibilität ist genauso, wie die Argumente, die hier oft kommen von wegen „dann müssen wir von 8-17 Uhr in der Schule sitzen“, das Eine hat mit dem anderen schlicht weg nichts zu tun. Und wenn wirklich jemand meint, er müsste nach einem 10 Stunden Tag noch zu Hause bis 24 Uhr Klassenarbeiten korrigieren, und dies als Flexibilität zu schätzen weiß, dann kann ich nur sagen, wenn sowas nicht mehr geht, kommt der Arbeitgeber endlich mal seiner Fürsorgepflicht nach. Manchmal muss man Leute auch vor sich selbst schützen, und das ist besonders im Lehrerberuf so, wo nur funktioniert, weil viele über die Maßen viel sich einsetzen.

Sepp
1 Monat zuvor
Antwortet  Heinz

“Und wenn wirklich jemand meint, er müsste nach einem 10 Stunden Tag noch zu Hause bis 24 Uhr Klassenarbeiten korrigieren, und dies als Flexibilität zu schätzen weiß, dann kann ich nur sagen, wenn sowas nicht mehr geht, kommt der Arbeitgeber endlich mal seiner Fürsorgepflicht nach.”

Ich finde diese Art von Flexibilität gar nicht so falsch:
Wenn es für jemanden passt, bis Mitternacht den Stapel Klausuren in einem Schwung wegzukorrigieren, weil man am nächsten und übernächsten Nachmittag eben Freizeit haben möchte, spricht doch nichts dagegen. Nur sollte die Arbeitszeit halt erfasst werden und insgesamt im Rahmen bleiben.

Wenn man hingegen einen 8-17 Uhr Beruf aus dem Lehrersein macht, dann muss man eben auch echte Arbeitsplätze für Lehrkräfte generieren. Das würde m.E. viele kleine Büro-Räume beinhalten, mit ergonomischen Arbeitsplätzen und EDV-Ausstattung, wo man in Ruhe arbeiten und auch korrigieren kann. Ein Großraumbüro, wo zig Lehrkräfte rumwuseln, sich besprechen, mit ihren Anliegrn kommen und telefonieren, geht dafür m.E. nicht.
Dann würden auch alle Abendveranstaltungen und Klassenfahrten mit Übernachtung entfallen.

Wir wissen aber alle, dass das weder räumlich noch finanziell machbar sein wird.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Chris

Gerade der zitierte Absatz ist für einen Verteter von Lehrkräften absolut unlogisch.

Ich kann mir das nur so erklären, dass Herr Nekov als ehemaliger Schulleiter den Status quo bezüglich der Arbeitszeit schätzen gelernt hat, da er so ein Kollegium ordentlich … sagen wir mal so zu “maximalen Leistungen” anspornen konnte.

Hier sollte er dringend umdenken oder entweder in den Verband der Schulleiter wechseln oder gleich in der Behörde anfangen.

Für einen Lehrervertreter ist der zitierte Absatz unwürdig.

Mika
1 Monat zuvor

Auf die Frage, wie AZE den Berufsalltag verändern wird, antwortet der neue VBE-Chef mit „ ich befürchte, zum Schlechten (…) Mehrtägige Klassenfahrten oder Elternabende sind nicht mehr möglich, weil dabei im Arbeitsschutz festgelegte Ruhezeiten nicht eingehalten werden könnten.“

Ich übersetze mal: „Arbeitszeiterfassung ist schlecht, weil damit dem Arbeitgeber nicht mehr möglich ist, Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz zu erzwingen.“

Und das sagt ein Verbandsvertreter der Lehrkräfte???

Achin
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Vielen Dank für die klare Einordnung, unfassbar, dass dem Bundesvorsitzenden eines großen Lehrerverbandes ein solcher Lapsus unterläuft.

Exkursionen bereichern meines Erachtens den Schulalltag, sie dürfen aber nicht zur Selbstausbeutung aus pädagogischem Idealismus führen.

PädagogeImReformstau
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika

Ich sehe das ganz genau so. Wie kann so jemand Interessen von Lehrkräften vertreten? Das sind genau die Interessen der Gegenseite, die am liebsten den Status Quo beibehalten möchte, weil sich Lehrkräfte damit besser ausquetschen lassen. Natürlich wären weiterhin Klassenfahrten möglich – es muss dann halt weiteres Personal mit: Wer bestellt, muss es halt auch zahlen. Aber es kann doch nicht das Argument dafür sein, dass wir uns weiterhin am Idealismus packen und ausbeuten lassen. Und auch das Schreckgespenst, das gerade von oben und erschreckenderweise auch von manchen (fragwürdigen) Lehrerverbänden immer gerne heraufbeschworen wird, dass wir dann Präsenzzeiten hätten: ich lach mich schlapp, das eine hat mit dem anderen nun rein gar nichts zu tun! Andere Länder machen das doch besser vor: Jahresarbeitszeitmodelle. Aber damit kann man ja niemandem Bange machen … ich unterrichte weiterhin gerne, aber die Verlogenheit, die uns politisch von oben entgegenschlägt, frisst mich immer mehr an. Und sicher: irgendjemand (also wir) wird auch in Zeiten des Lehrermengels unterrichten müssen. Insofern wird uns die Arbeitszeiterfassung wenig entlasten, denn das wird dann schon entsprechend “schöngerechnet”. ABER: Erstens müssen dann die Zahlen wegdiskutiert werden (und ich freue mich schon drauf, wie mir die Schulleitung dann zeigt, wie ich eine Oberstufenklausur in zwei Stunden korrigieren kann) und zweitens wäre ich schon heilfroh, wenn dann wenigstens nicht immer noch Weiteres on top von der politischen Kaste in meine “Vertrauensarbeitszeit” gepackt wird, die sich den Belastungen gegenüber völlig ignorant zeigt.Immer neue Aufgaben ohne irgendeine Entlastung an anderer Stelle, das ist das, was mir den Beruf so schwer macht.

Küstenfuchs
1 Monat zuvor

Die Aussagen zur Arbeitszeit und Arbeitsschutz finde ich für einen Interessensvertreter für Lehrkräfte erschreckend. Wer wählt denn so jemanden an die Verbandsspitze?

Sternenmädel ehemals Ref
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

das frage ich mich auch, ich sorge mich eher darum, warum Lehrer so schlecht bezahlt werden und so harte Arbeitszeiten haben.
Die Deputate sollten angepasst werden, 19 reicht aus als Voll 🙂

dieHoffnungstirbtzuletzt
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Interessensvertreter der Lehrkräfte…wenn man sich den Weg von Herrn Neckov etwas genauer betrachtet, wird man als Lehrer in Bayern feststellen, dass er sehr schnell die Karriereleiter nach oben gefallen ist. Mir wurde sehr häufig gerade in den Anfangszeiten erklärt, dass für eine Bewerbung auf Leitungsfunktionen gewisse Berufserfahrungsjahre Voraussetzung sind. Erst Jahre später habe ich festgestellt, dass das für die “wirklich” guten Lehrer so dann doch nicht gilt. Ich würde mir wünschen, dass die vielen Verbesserungsvorschläge mit denen wir fast täglich konfrontiert werden, von “aktiven” Lehrern kommen. Nachdem die aber mit dem Kopf über Wasser halten beschäftigt sind, werde ich mir auch zukünftig die vielen Verschlimbesserungsvorschläge von Experten anhören, die meist seit Jahren, Jahrzehnten oder noch nie in der Tretmühle Schulalltag waren. Ich liebe dieses Forum, weil ich hier immer wieder feststellen darf, dass ich doch nicht der Einzige bin, der die vielen Ideen für wenig praxistauglich hält. Wir bräuchten mehr Lehrer, kleinere Klassen, moderne Schulen, multiprofessionelle Teams, Reformen die den Namen auch verdienen, mehr Anerkennung und einen Bildungsruck in der Gesellschaft….und durchsetzten sollen das unsere Vertreter, die sich bewusst gegen die Tretmühle entschieden haben…finde den Fehler. LG aus einer Mittelschule in Bayern

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Oh, Moment…Sie glauben, dass diese “Cerbände”, “Gewerkschaften” (im Fall von Lehrern) eigenständige, nicht-unterlaufene Akteure sind oder sein wollen…äh, ja…ein “Weselsky” würde in einer Lehrergewerkschaft (wie auf wundersame Weise) nicht mal zum Streikposten “gewählt” werden…

Sepp
1 Monat zuvor

Ein schönes Interview, dem ich in vielen Dingen zustimen würde. Nur die Aussagen zur Verschlechterung durch Arbeitszeiterfassung sehe ich etwas anders:

Ich befürchte: zum Schlechteren. Eine Arbeitszeiterfassung erzeugt möglicherweise noch mehr Bürokratie, die wiederum Zeit kostet. Beziehung und Pädagogik lassen sich nicht in Minuten erfassen.

Ob man sich um seine Schüler Gedanken macht, kann man vielleicht nicht quantifizieren, aber in Bereichen wie Medizin und Pflege gibt es durchaus Arbeitszeiterfassung, ebenso bei Jobs im Homeoffice. Warum sollte dies als nicht bei Lehrkräften möglich sein?
Warum sollte das Beratungsgespräch mit dem Schüler, das nach dem regulären Unterricht stattfindet, nicht auch erfasst werden? Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es um fachliche Inhalte, Lernprobleme oder familiäre Sorgen geht.

Mehrtägige Klassenfahrten oder Elternabende sind nicht mehr möglich, weil dabei im Arbeitsschutz festgelegte Ruhezeiten nicht eingehalten werden könnten.

Dann müsste man sich eben überlegen, wie man mehrtägige Klassenfahrten ermöglichen und dennoch Ruhezeiten für Lehrkräfte schaffen kann. Im Zeifelsfall fährt man dann mit doppelt so vielen Lehrkräften. Oder die betreffenden Lehrkräfte haben danach ein paar Tage frei.

Auch die Planung und Buchung der Klassenfahrten durch eine Lehrkraft sind zu bezahlende Arbeit. Da kann man dann durchaus rechnen, ob es sinnvoller (günstiger) ist, eine Lehrkraft bei den Unterkünften anfragen zu lassen, Aktionen zu planen, Tickets zu kaufen usw. oder ob man nicht einfach bei einem entsprechenden Anbieter die Klassenfahrt bucht.

Ebenso könnte man überlegen, ob nicht jeder 5. Jahrgang die gleichen Fahrten mit festem pädagogischen Konzept unternimmt. Dann lässt sich sowas auch professionell planen.

Wenn Elternabende nicht möglich sind ohne Ruhezeiten zu ermöglichen, dann findet am nächsten Tag eben vormittags kein Unterricht statt. Oder es muss eben wenige solcher Veranstaltungen geben, die dann z.B. um 15 Uhr liegen.
Für einen Besuch beim Kinder-Arzt, Psychologen oder Kieferorthopäden meiner Kinder muss ich mir doch ggf. auch frei nehmen, ebenso beim Anwalt, Notar, bei der Gemeinde usw. Das kann man auch ein Mal im Schuljahr für die Schule so machen.

Wenn die Arbeitszeit der Lehrkräfte erfasst wird, muss man sich eben überlegen, ob es grundsätzlich so viele Veranstaltungen (Ausflug hier, Basar dort, Konzert der SuS…) an Schulen geben muss. Auch aus den Familien hört man, dass die Eltern z.B. vor Weihnachten gerne einfach ein bisschen mehr Zeit mit den Kindern haben wollen und weniger Veranstaltungen…

Viele wählen den Lehrberuf wegen der Flexibilität, gerade Frauen mit Familie. Wenn Arbeitszeit starr wird, wird der Beruf unattraktiver. Studien zeigen, dass Lehrkräfte ohnehin weit mehr arbeiten, als sie müssten – vor allem Teilzeitkräfte und Schulleitungen. Eine Arbeitszeiterfassung wird das System nicht verbessern.

Arbeitszeiterfassung zeigt, dass Lehrkärfte viel mehr arbeiten als sie müssten. Warum sollte durch Arbeitszeiterfassung die Arbeitszeit starr werden?
Wenn man an einem Tag nur vormittags Unterricht hat, die eigenen Kinder abholt und versorgt, und sich abends noch mal an den Schreibtisch setzt, dann muss halt diese abendliche Arbeitszeit gezählt werden. Das Erfassen der Arbeitszeit hat doch nichts damit zu tun, wann die Arbeit erledigt wird.

Die Arbeitszeiterfassung alleine verbessert das System vielleicht nicht. Aber sie macht Mehrarbeit transparenter. Dann müssen sich Schulleitungen bspw. überlegen, ob man zig Konferenzen braucht.
Vielleicht diszipliniert es auch: Muss es wirklich schon wieder eine Lehrkräftekonferenz mit 100 Kollegen geben und muss sie wirklich 2 Stunden dauern (200 Stunden bezahlte Zeit), oder kann man sich auch kurzfassen?

Wenn sie kommt, dann muss sie unbürokratisch und praktikabel sein. Aber sie wird die Überlastung nicht beheben. Notwendig wären bessere Strukturen, Entlastung und eine gute Ausstattung.

Der Witz dabei ist ja, dass auch die Arbeitszeiterfassung selbst in der Arbeitszeit geschieht. Wenn man jede Woche noch mal eine Stunde an irgendwelchen Formularen sitzen würde, wäre es eben eine Stunde weniger andere Arbeit. Alleine dadurch wird man schnelle, praktible Lösungen finden müssen.

Grundsätzlich stimme ich dem letzten Satz auch zu. Arbeitszeiterfassung alleine wird viele Probleme nicht lösen. Aber sie wird für alle offenlegen, wo Schule effizienter werden muss (z.B. Fahrtenplanung, Konferenzen), wo Lehrkräfte zusätzliche Entlastung bekommen müssen (z.B. bei/nach Fahrten) und wo man eben andere Mitarbeiter braucht, um die Arbeitszeit der Lehrkräfte wieder zu reduzieren.

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Sepp

Danke, das haben Sie sehr schön herausgearbeitet!

Petra OWL
1 Monat zuvor

Quatsch, wir docken uns einfach an die IGmet an. Damit haben alle gute Tarife, 35h Woche mehr Urlaubstage und mehr Homeoffice. Auch ein besseres Ruhestandsalter mit Altersregelung wäre dann möglich. Was das Gehalt angeht, sind es dann nicht mehr so 1,5-2,5%, sondern 12%.
Der Mangel ist schon jetzt erkennbar, wenige kommen nach und die Leute im System sind überlastet. Wenn dann der Nachbar noch 3 Tage oder mehr im eigenen Homeoffice sitzt, während man mit dem Eiskratzer seinen PKW für die Fahrt zur Schule startklar macht und 30 min eher aus dem Bettchen muss, denkt man sich so seinen Teil. Wenn dieser dann noch höher bezahlt wird, noch mehr!
Wir brauchen dringend die 4 Tage Woche, mehr Homeschooling und geringeres Deputat!

Sternenmädel ehemals Ref
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

wenn angestellte Redakteure bei den Öfid schon 36h Woche haben unbedingt.
Wir brauchen keine 2 Klassengesellschaft, die dann auch noch in Präsenz viel schlechter entlohnt werden. Wo kommen wir denn dahin?
4 Tage Woche haben sie sich verdient, Petra 🙂

Wolfgang
1 Monat zuvor

Liebe Petra,
du bist die Beste.
Die Angestellten beim Öf TV haben tariflich 36 Stunden Woche und somit 5 weniger als ihr Lehrkräfte. Wahnsinn
Man muss bei euch dringend die Arbeitszeit begrenzen und kürzen.
Wenn es jetzt schon so unattraktiv ist und weder Geld noch Zeit wirken. Furchtbar.
Liebe Petra, du bist spitze! 🙂

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Wolfgang

Diese sinnferne Kommentardoppelung gab es schon an anderer Stelle.

Mika
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Ist halt die „Petra und ihre Sockenpuppen“ -Vorstellung.

Thomas
1 Monat zuvor
Antwortet  Wolfgang

Beim öffentlichen TV nur 36h?
Krass
Lehrer 41

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Lehrkräfte sollten schon am Lernerfolg ihrer Kinder interessiert sein. Wer Homeschooling fordert, ist dies offenkundig nicht.

Peter Parker
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Kaum zu glauben, aber man kann auch im Home-Office den Lernerfolg der Schüler überprüfen und fordern. Wenn man bei der Digitalisierung aber immer noch beim Fax hängengeblieben ist, allerdings ein wenig schwierig

Bjoern
1 Monat zuvor

Als neuer Bundesvorsitzender kommt mir etwas oft “in Bayern” in diesem Interview vor. Ich wünsche ihm mehr Weitblick insgesamt und weniger regionale Sichtweise, wenn er seinen Verband auf Bundesebene repräsentieren möchte.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Bjoern

etwas oft “in Bayern” in diesem Interview vor.

Ich habe es 3 mal gelesen.

Könnte damit zusammenhängen , dass es 16 Bundesländer mit 16 Bildungssystemen gibt, und der neue VBE-Vorsitzende darauf hinweisen möchte, dass sich seine Aussagen nur auf das Bundesland beziehen in dem er selber Erfahrungen als Lehrkraft / Schulleiter gesammelt hat.

Tine
1 Monat zuvor

Warum machen junge Leute den Beruf noch?
Die Arbeitszeiten sind eher schlecht, alles in Präsenz vor Ort, nicht wirklich flexibel für Mütter und Familien und das Gehalt eher mau nach langer Unizeit.
Oft laut, unruhig, stressig und das bis fast 70?
Ich frage mich wirklich, wo da der Anreiz ist. Oder sind das Idealisten, die weder Geld noch Zeit brauchen?
Bei der Firma meines Freundes gehen alle mit 62 in den verdienten Ruhestand 😀 (und haben viel viel mehr verdient :-D)

Sternenmädel ehemals Ref
1 Monat zuvor
Antwortet  Tine

Das weiß ich auch nicht, vielleicht Dummheit?

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  Tine

Mal eine Frage: Müssen Sie wirklich alle in Präsenz vor Ort machen? Dann sollten Sie die Schule wechseln, denn 99% aller Lehrkräfte haben bestenfalls 60-70% der Arbeitszeit Anwesenheitspflicht.

Wolfgang
1 Monat zuvor

Ganz einfach, Deputate begrenzen, Arbeitszeit von 41 auf 35 Stunden pro Woche senken, attraktive Gehälter mit Bonussystem und Homeofficetage schaffen ganz zuhause.
Macht es attraktiv endlich 🙂

Realistin
1 Monat zuvor

Eine Arbeitszeiterfassung muss kommen. Die Gerichte sollte außerdem nicht immer entscheiden müssen, wenn der Lohn zu gering war und das Abstandsgebot nicht eingehalten wird und Lehrer klagen müssen. Wertschätzung sieht anders aus.
Es muss für Lehrer möglich werden, mit geringerem Deputat und voller Stelle Anspruch auf 4-Tage Woche zu haben. Homeoffice / Homeschooling muss zu 1/3 eingeführt werden, natürlich eher bei älteren Schülern. Die wollen das auch. Flexibles Arbeiten wie bei den Eltern zuhause. Warum ein Lehrer bis 67 arbeiten soll, ein Angestellter bei einem großen Autobauer nur bis 62 erschließt sich mir nicht. Dann noch die 35-Stunden Woche vor Ort über Jahre mit 3 Tagen Homeoffice. Nein, das muss sich auch bei Lehrern ändern.
Es muss kommen:
4-Tage Woche
Deputatskürzung
30 % Homeschooling / online-Unterricht
DB & GK online!
Gehaltssteigerung um 17 %

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Realistin

….dann aber nur bei einer drastischen Kürzung der Pensions- und Rentenleistungen im Nachgang..

Gelbe Tulpe
1 Monat zuvor

Ich bin für die 30-Stunden-Woche. 35 Stunden forderte man ja schon vor 40 Jahren. Dann können sich auch mehr Männer an der Kindererziehung und der Hausarbeit beteiligen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Die scheiden als Lehrkräfte aber wegen fehlender Eignung und Befähigung a priori aus. Die sind schließlich ausgebildet anderer Leute Blagen zu ärgern.

GriasDi
1 Monat zuvor

Zitat:
“Mehrtägige Klassenfahrten oder Elternabende sind nicht mehr möglich, weil dabei im Arbeitsschutz festgelegte Ruhezeiten nicht eingehalten werden könnten.”

Dann fällt es vielleicht mal auf, was da alles so gemacht wird.

Peter Parker
1 Monat zuvor
Antwortet  GriasDi

Ja, aber das kann doch nicht im Sinne eines Vabands für Bildung und Erziehung sein….