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Tarifverhandlungen – Ergebnis nach hartem Ringen durch die ganze Nacht: Plus von 5,8 Prozent (in drei Schritten bis 2028)

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POTSDAM. Nach einer nächtlichen Verlängerung der Verhandlungen haben sich Gewerkschaften und Länder am Morgen auf eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,8 Prozent (in drei Schritten bis 2028) geeinigt. Für Lehrkräfte, Hochschulbeschäftigte und viele weitere Landesbedienstete bedeutet das zumindest nominal ein spürbares Plus – doch zentrale gewerkschaftliche Forderungen blieben unerfüllt. Von der ursprünglichen Forderung nach sieben Prozent mehr (bei einer Laufzeit von einem Jahr) ist das Ergebnis dann doch weit entfernt. Jetzt wird die Übertragung auf die Beamten gefordert. 

Ausgefochten. (Symbolbild.) Illustration: Shutterstock

Potsdam in den frühen Morgenstunden. Die dritte Verhandlungsrunde war eigentlich längst beendet, doch die Gespräche zogen sich weiter. Immer wieder Unterbrechungen, immer neue Sondierungen. „Bis zuletzt stand alles auf der Kippe“, berichtet Burkhard Naumann, Landesvorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW Sachsen.

Am Vormittag verkündeten Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) die dann doch noch erfolgte Einigung: Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder erhalten eine lineare Entgelterhöhung von insgesamt 5,8 Prozent. Der neue Tarifvertrag läuft 27 Monate bis zum 31. Januar 2028 und gilt für alle Bundesländer außer Hessen, das eigene Tarifregelungen hat.

Konkret steigt das Entgelt zum 1. April 2026 um 2,8 Prozent, mindestens jedoch um 100 Euro monatlich. Zum 1. März 2027 folgt eine weitere Erhöhung um zwei Prozent, zum 1. Januar 2028 um ein weiteres Prozent. Für Nachwuchskräfte sind Erhöhungen der Ausbildungsentgelte um mindestens 150 Euro vorgesehen. Zudem werden die Zulagen für Schicht- und Wechselschichtarbeit angehoben. Zum Vergleich: Im Jahr 2025 sind die Verbraucherpreise in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

„Mit der Einigung halten die Länder-Beschäftigen Anschluss an die Entwicklung in Bund und Kommunen“

Betroffen sind nach Angaben der Gewerkschaften rund 3,5 Millionen Menschen: direkt etwa 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Länder, indirekt rund 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie etwa eine Million Versorgungsempfängerinnen und -empfänger. Für Schulen und Hochschulen in Sachsen und anderen Ländern bedeutet der Abschluss unmittelbar steigende Gehälter für tarifbeschäftigte Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und wissenschaftliches Personal.

GEW-Vorsitzende Maike Finnern sprach nach Abschluss der Verhandlungen von einem schwierigen Ringen. „Dieser Kompromiss ist nach sehr schwierigen Verhandlungen zustande gekommen. Mit der Einigung halten die Länder-Beschäftigen Anschluss an die Entwicklung in Bund und Kommunen“, sagte sie in Potsdam. Bereits im vergangenen Jahr hatten Bund und Kommunen einen Tarifabschluss erzielt, an dessen Volumen sich das jetzige Ergebnis orientiert.

Auch Verdi-Verhandlungsführer Frank Werneke ordnete das Resultat in diesen Zusammenhang ein. Die Tarifgespräche seien „so schwierig wie lange nicht mehr“ gewesen. Am Ende stehe jedoch ein Ergebnis auf dem Niveau des Tarifvertrags für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen im vergangenen Jahr. „Damit halten die Länderbeschäftigten Anschluss an das Lohnniveau ihrer Kolleginnen und Kollegen“, erklärte Werneke.

„Die Ergebnisse bedeuten aber konkrete und nachhaltige Verbesserungen für unsere Kolleginnen und Kollegen“

Der dbb beamtenbund und tarifunion betonte neben der prozentualen Erhöhung auch strukturelle Verbesserungen. „Unsere Beharrlichkeit und Geschlossenheit haben den Durchbruch gebracht“, erklärte dbb-Chef Volker Geyer. „Die Ergebnisse bedeuten aber konkrete und nachhaltige Verbesserungen für unsere Kolleginnen und Kollegen – und das in einer extrem schwierigen politischen und wirtschaftlichen Gesamtsituation. Dass die Einkommen spürbar steigen, ist enorm wichtig für die Menschen, die dieses Land 24/7 am Laufen halten.“ Geyer verwies insbesondere auf die Erhöhung der Wechselschichtzulage, die Angleichung beim Kündigungsschutz Ost an West sowie auf ein Ausbildungspaket mit deutlichen Verbesserungen für junge Menschen.

Tatsächlich sieht die Einigung eine Anpassung der Kündigungsschutzregelungen in Ostdeutschland an das West-Niveau vor. Auch bei der Arbeitszeit an den drei ostdeutschen Universitätskliniken in Rostock, Greifswald und Jena soll es Angleichungen geben. Für die Gewerkschaften ist dies ein Schritt in Richtung einheitlicher Arbeitsbedingungen mehr als drei Jahrzehnte nach der deutschen Einheit.

Allerdings blieb der Abschluss – naturgemäß – hinter mehreren gewerkschaftlichen Kernforderungen zurück. Ursprünglich hatten Verdi und der dbb sieben Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Die nun vereinbarten 27 Monate bedeuten für die Arbeitgeber Planungssicherheit über drei Haushaltsjahre hinweg. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), Verhandlungsführer der TdL, erklärte, der Kompromiss gehe „an die Grenze des Machbaren“, biete aber den Ländern Verlässlichkeit bis 2028.

„Ohne den Druck durch die starken Streiks wäre dieser Tarifabschluss nicht möglich gewesen. Dennoch gab es hier in Potsdam keine Jubelstürme“

In der GEW wird das Ergebnis entsprechend differenziert bewertet. Burkhard Naumann spricht von einem hart erkämpften Ergebnis: „Dieser Kompromiss wurde uns nicht geschenkt. Die Verhandlungen waren äußerst schwierig und zogen sich mit einem Tag Verlängerung bis in die frühen Morgenstunden. Mit der Einigung halten die Landesbeschäftigten Anschluss an die Gehaltsentwicklungen bei Bund und Kommunen. Ein wichtiges Zeichen ist die Ost-West-Angleichung beim Kündigungsschutz. Ohne den Druck durch die starken Streiks auch in Sachsen wäre dieser Tarifabschluss nicht möglich gewesen. Dennoch gab es hier in Potsdam keine Jubelstürme.“

Zu den offenen Punkten zählt aus Sicht der GEW insbesondere die Eingruppierung von Lehrkräften. Nach Gewerkschaftsangaben hat die TdL bis zuletzt versucht, Verschlechterungen bei der Eingruppierung durchzusetzen. Die Forderung nach einer stufengleichen Höhergruppierung sowie nach faireren Eingruppierungsregelungen für Lehrkräfte konnte nicht durchgesetzt werden. Gerade für angestellte Lehrkräfte, die im Vergleich zu verbeamteten Kolleginnen und Kollegen ohnehin strukturelle Nachteile sehen, bleibt dies ein sensibler Punkt.

Deutlich wird der Konflikt auch bei den studentischen Beschäftigten. Eine Tarifierung, also ein eigener Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte, wurde von der TdL weiterhin abgelehnt. GEW-Chefin Finnern erklärte: „Es ist sehr enttäuschend, dass sich die Arbeitgeber nicht bewegen wollten. Sie verwehren damit 300.000 studentischen Beschäftigten den Schutz eines Tarifvertrages. Die Erhöhung der Mindest-Stundensätze um Cent-Beträge ist nicht ausreichend, zudem sind diese nicht individuell einklagbar.“

Statt eines Tarifvertrags wurde eine neue Vereinbarung über Mindeststundenentgelte getroffen. Diese sollen zum Sommersemester 2026 auf 15,20 Euro und zum Sommersemester 2027 auf 15,90 Euro steigen. In der Tarifrunde 2028 wollen die Tarifparteien über weitere Steigerungen ab dem Sommersemester 2028 verhandeln. Für die Gewerkschaften bleibt dies jedoch ein Provisorium.

Auch aus Sachsen kommt Kritik. „Die Arbeitgeber verwehren 300.000 studentischen Beschäftigten in Deutschland einen Tarifvertrag, mit dem die Betroffenen ihre Rechte auch durchsetzen können. Stattdessen werden wir mit leichten Erhöhungen bei der Stundenvergütung abgespeist“, erklärte Naumann. An Hochschulen, wo studentische Beschäftigte einen erheblichen Teil der Lehre und Forschung unterstützen, dürfte das Thema damit weiter auf der Agenda bleiben.

„Wir fordern die zeitgleiche und systemgerechte Übertragung der Ergebnisse auf die Beamtinnen und Beamten der Länder und Kommunen“

Für die Gewerkschaften ist die Einkommensrunde trotz Einigung noch nicht abgeschlossen. „Wir fordern die zeitgleiche und systemgerechte Übertragung der Ergebnisse auf die Beamtinnen und Beamten der Länder und Kommunen. Jedem Versuch, bei der Besoldung und Versorgung inhaltlich Abstriche zu machen oder die Umsetzung zu verzögern, werden wir uns massiv widersetzen“, kündigte dbb-Chef Geyer an. Die Frage der Übertragung ist politisch brisant, weil sie zusätzliche Haushaltsmittel erfordert und in den Ländern jeweils eigene Gesetzgebungsverfahren nach sich zieht.

Ein Selbstläufer wird das nicht: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat bereits angekündigt, künftige Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst erst mit einer Verzögerung von sechs Monaten auf die Besoldung der Beamtinnen und Beamten zu übertragen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hingegen versprach, das Ergebnis „1:1“ auf die Beamten übertragen zu wollen. News4teachers

“1:1” – Wüst kündigt vollständige Übernahme des Tarifergebnisses auf Beamte an

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Bund der Angestellte Lehrkräfte
1 Monat zuvor

Angestellt Lehrkräfte brauchen eine eigene Gewerkschaft.
Wer ist dabei?
Kann die Redaktion irgendwie helfen?

Andreas
1 Monat zuvor

SCHALL NRW vielleicht mal auf ganz Deutschland ausweiten.

Eisblume
1 Monat zuvor

Bund der angestellten Lehrkräfte klingt schon mal gut. Besser noch “Gewerkschaft der angestellten Lehrkräfte”, damit klar wird, dass die auch zum Streik aufrufen darf. Oder, @dickebank, du kennst dich doch mit sowas aus?! Der SchaLL kann die Basis dafür sein.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Eisblume

Bund Angestellter Lehrkräfte – kurz BAL.
HAT DOCH WAS!

Rosinen
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Worauf spielen Sie an?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

Auf die Unfähigkeit der GEWichtigen Lehrkräftevertretung im DGB. Ver.di kann man keinen Vorwurf machen, da sind mit großer Wahrscheinlichkeit keine Lehrkräfte Mitglieder.

Bund der Angestellten Lehrkräfte
1 Monat zuvor

Ich werde mich damit befassen und mich hier nochmal bei euch melden 🙂

Berlinerlehrer
1 Monat zuvor

Wenn man die Inflation einberechnet ein gutes Ergebnis. Nur ein leichter Realeinkommensverlust. Bravo.

Mir ist der Sinn von Verhandlungen über LihnSTEIGERUNGEN nicht gnaz klar, wenn am Ende nur ein marginaler Ausgleich stattfindet. Dies auch immer unter dem Dogma: Wir haben kein Geld! Es ist nicht finanzierbar!

Die Gewerkschaft hat wieder einmal gezeigt, es wäre mehr drin, wenn man kämpfen würde. Entschlossenheit sieht anders aus.

JonasG
1 Monat zuvor
Antwortet  Berlinerlehrer

Naja man kann die desolate wirtschaftliche Lage auch nicht ausblenden im Land. Da kann man nun wirklich keinen Wohlstandsgewinn erwarten

Berlinerlehrer
1 Monat zuvor
Antwortet  JonasG

Mehr Geld in der Tasche kurbelt die Binnennachfrage an. Keine Schulden machen das nicht. Keine Schulden sind keine Investition und keine Nachfrage.

Die Wirtschaftslage ist wie immer in Bewegung. Eher super. Schauen Sie sich die Oxfam Studie an zu den Vermögen. Uns geht es prächtig

Rosinen
1 Monat zuvor
Antwortet  Berlinerlehrer

Mit dieser Argumentation sollte man aber nochmal darüber nachdenken, was besser ist, viele haben wenig und wenige haben viel? Oder umgekehrt?

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

Ich bin auch für die Einziehung aller Vermögen über 1.000.000EUR, selbstgenutztes Einfamilienhaus ausgenommen…
So in der Art?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  JonasG

Komisch, in der freien Wirtschaft gibt’s Prämien oder Boni wenn’s gut läuft. Im ÖD gibt’s die nicht. Aber wenn es scheisse läuft dürfen die im ÖD Beschäftigten als Sparschweine herhalten.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  JonasG

Es geht nicht um Wohlstandsgewinn, es geht um eine Gehaltserhöhung, die diesen Namen auch verdient. Das, was es jetzt ab April mehr gibt, geht fast komplett für die Erhöhung der PKV drauf. Und ganz nebenbei: der Mindestlohn steigt bis nächstes Jahr insgesamt um knapp 14(!) % und selbst die Renten werden um knapp 4% steigen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

“Es geht nicht um Wohlstandsgewinn, es geht um eine Gehaltserhöhung, die diesen Namen auch verdient. ”

VERDIent?
VERD(I) dient?

Könnten wir ja so zumindest nennen …

Eisblume
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Beschweren Sie sich bitte bei all den vielen, die nicht gestreikt haben. Die Kampfbereitschaft war ziemlich mau. Was soll man da mehr erwarten?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Eisblume

“Burkhard Naumann spricht von einem hart erkämpften Ergebnis:
Ohne den Druck durch die starken Streiks auch in Sachsen wäre dieser Tarifabschluss nicht möglich gewesen. Dennoch gab es hier in Potsdam keine Jubelstürme.“

Und da soll man sich nicht beschweren? Sie sind ja witzig.

Rosinen
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Das ist doch nicht mehr als Lobhudelei. Auf dem Höhepunkt wurden 12.000 Streikende in ganz Deutschland gemeldet. In ganz Deutschland!!!! Wie viele betroffene Angestellte gibt es? Waren das nicht um die 2 Millionen?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

Warnstrekende. Leute lernt erst einmal eure Instrumente kennen. Zum Streik können Gewerkschaften nur aufrufen, wenn die Tarifverhandlungen gescheitert sind und die Laufzeit des bestehenden Vertrages endet.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

Richtig. Aber kann man dann den medialen Umgang und Toning der Gewerkschaftsvertretung nicht kritisieren?
Könnten das auch mal lassen und Klartext benennen. Oder wie sehen Sie das?
Entweder es “ist gut” oder “ist es nicht”. Allerdings es “als sehr gut” zu labeln und dann zu kritisieren/denken, dass das zu wenig ist … Ist halt schon etwas Paradox? Erklärbar. Strategisch nachvollziehbar und logisch – je nach Strategie. Aber vllt. doch etwas unehrlich (und ungeschickt) methodisch?

Ceterumcenseo
1 Monat zuvor
Antwortet  Eisblume

Achja der Mythos von der mangelnden Streikbereitschaft. Für was soll man den streiken? Für +1% oder für die doll ausgehandelten Reallohnverluste. Oder für Gewerkschaftsvertreter, die schon vorher einknicken und einen Streik nur androhen, statt ihn mal durchzuziehen.
Einen Weselsky müsste es halt geben im Bereich Bildung und keine weichgespülten Funktionäre, die lieber ihre bildungspolitischen Dogmen (Gemeinschaftsschule…) durchdrücken, statt die ureigensten Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten!

Stubentiger
1 Monat zuvor
Antwortet  Ceterumcenseo

Wieso 1%? Es waren 7% gefordert. Es wurden 5,.. z.B., weil so viele nicht mitgemacht haben.

Nun nehmen Sie das Ergebnis, das Sie nicht voraussehen konnten und ja eigentlich mitverschuldet haben, um die mangelnde Streikbereitschaft zu erklären?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Eisblume

Warum sollten angestellte lehrkräfte auch mit vollem Einsatz für das weitere Auseinanderklaffen der Netto-Bezüge von Beamten und Angestellten auf die Straße gehen? Die Tarifbeschäftigten-Probleme (§44) und die ungleiche Vergütung werden doch ohnehin nicht angegangen. Daran haben weder verbeamtete lehrkräfte noch der Rest der Landesbeschäftigten ein Interesse.
Komisch ist ja, dass es bei der Polizei funktioniert, dass die beamt*innen 41 Wochenstunden arbeiten, während die Angestellten in den Polizeibehörden nur 38,5 Wochenstunden arbeiten. Die Begründung ist allerdings in den Ohren angestellter Lehrkräfte der nackte Hohn. Die niedrigere Arbeitszeit wird als Kompensation für die niedrigeren Netto-Bezüge der Angestellten von der Poltik angesehen.

Bund der Angestellten Lehrkräfte
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das ist so krank…
Wird völlig ignoriert.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Eisblume

Kann mich nicht erinnern, dass es eine Urabstimmung zum Generalstreik gab… die Streiks waren Warnstreiks, mehr nicht. Also mal Butter bei die Fische: wie wollen Sie die Kampfbeteitschaft denn als „mau“ einschätzen können, wenn diese nicht mal erfragt wurde?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika BB

Generalstreik ist de jure verboten, Sie meinen einen regulären Streik nachdem die Tarifverhandlungen gescheitert sind.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Den meine ich.

Rosinen
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika BB

Ich würde die Teilnehmerzahl betrachten? Siehe mein Kommentar oben. 12.000 von um die 2 Millionen. Warum reden Sie das schön?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

“Einer von 80 Millionen” war in den Charts weiter oben. 12000 von 2 Mio. kennt doch kein Schwein, warum also mitsingen?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

Warum reden die Gewerkschaften das schön?

Eisblume
1 Monat zuvor
Antwortet  Berlinerlehrer

Die mangelnde Streikbereitschaft kannst du aber nicht den Gewerkschaften vorwerfen. Du musst sie denen vorwerfen, die hätten streiken können und es nicht getan haben. Und das sind auch nicht einfach die Gewerkschaftsmitglieder. Jeder Angestellte darf streiken. (Die Beamten hätten sich übrigens auch nicht mehr beteiligt.)

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Eisblume

“Jeder Angestellte darf streiken. (Die Beamten hätten sich übrigens auch nicht mehr beteiligt.)”

Das stimmt so nur bedingt. Ich darf bspw. für den TV-L nicht streiken. Das wäre in dem Fall bei mir ein Solidaritätsstreik. Außer die für uns zuständige Gewerkschaft – GEW in dem Fall – ruft zusätzlich an/für unsere Privatschule “parallel” zum Streik auf. Oder die GEW würde explizit für unsere Privatschule dazu aufrufen, dass unsere Privatschule in einen Tarifvertrag (Haustarifvertrag) gedrängt/gezwungen wird.
Ich darf lediglich außerhalb meiner Arbeitszeit/Unterricht/Dienstzeit dabei sein.
Streikrecht ist in Deutschland tarifbezogen.
Ohne einer Anlehnungsklausel und/oder dem Aufruf der jeweils zuständigen Gewerkschaft der Privatschule ist das nicht sooo einfach, wie Sie hier gerade darstellen.

Rosinen
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Hä? Wenn die Gewerkschaft zum Streik aufruft, dürfen Sie als angesteller Lehrer teilnehmen. Meiner Meinung nach dürfte das auch der kleinere VBE tun. Hat er auch schon oft. Das hat nichts mit Privatschule zu tun. Wenn Streiken in Ihrem Arbeitsvertrag verboten ist, ist das eigentlich unrechtmäßig. Nur Beamten ist es nicht erlaubt.

Wenn Beamte teilnehmen, passiert auch nicht so wahnsinnig Schlimmes. Vielleicht ein Dienstvergehen und eine Geldbuße. So wurde es mir berichtet. Aber ok, dazu würde ich niemanden animieren.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

Ich sach ma so, ganz so einfach, wie Sie das darstellen ist es auch nicht.
Der TV-L regelt nur die Bedingungen für Beschäftigte des ÖD der Länder. Er gilt nur dann für Privatschulen, wenn der Arbeitgeber den Tarifvertrag auch für seinen Geschäftsbereich mit Zustimmung des “Betriebsrates” anerkennt.
Wenn die IG Metall den Tarif mit Gesamrmetall Südwestfalen aufkündigt, dürfen die Metaller außerhalb von BaWü ja auch nicht streiken.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

Weil ich nur aktiv streiken darf, wenn die GEW “bei uns” explizit an der Schule dazu aufruft. Hatte ich doch erklärt? Was verstehen Sie daran nicht?
Streikrecht ist in Deutschland immer tarifbezog [siehe “Tarifbezogenheit (bei Streikrecht)] bzw. “Addressatenbezogen”. Wir sind nicht im T-VL. Wir haben keine Anlehnungsklausel. Die GEW hat uns nicht aufgerufen. Somit dürfen wir halt nicht streiken.
Und nein, der Arbeitgeber darf das machen. Natürlich.
Da ein Streik für den T-VL uns somit nicht betrifft – wäre ich juristisch eindeutig im Bereich von Solidaritätsstreik. Es betrifft ja meinen Betrieb und Vertrag nicht. Es besteht juristisch gesehen kein “tariflich regelbares Ziel”. GEW rief dazu nicht auf. Wir sind in keiner Anlehnungsklausel und nicht im T-VL. Kein Tarifbezug.

Daher:
“Das hat nichts mit Privatschule zu tun.”

Doch. Kein Streikrecht ohne Tarifforderung. Das wäre dann Solidaritätsstreik und Arbeitsverweigerung.
Demnach ein Kündigungsgrund.

“Wenn Streiken in Ihrem Arbeitsvertrag verboten ist, ist das eigentlich unrechtmäßig. Nur Beamten ist es nicht erlaubt. ”

Der Streik muss sich gegen den Arbeitgeber (oder dessen Verband) richten, mit dem verhandelt wird. Wenn die GEW uns explizit aufrufen würde – rentiert sich nicht – dann dürften wir (mit)streiken.
So darf ich “nur anwesend sein, außerhalb meiner Arbeitszeit”. Juckt also weder “euren Arbeitgeber”, noch meinen. Euren “etwas mehr”, da die Zahl +1 wird. Was overall jedoch wiederum nicht juckt, da es Schätzwerte sind. Und ich “keine Strukturschäden” hinterlasse.
Muss man halt auch verstehen.

“Wenn Beamte teilnehmen, passiert auch nicht so wahnsinnig Schlimmes. Vielleicht ein Dienstvergehen und eine Geldbuße. So wurde es mir berichtet. Aber ok, dazu würde ich niemanden animieren.”

Auch das wäre ein Solidaritätsstreik dann. Und ja … Hier könnte man dann “Ping-Pong” spielen wegen den Beamtenprivilegien. Aber “im Graubereich” agierend. Also Krankmeldung bspw.
Wie sieht es bei uns aus? Klarer Kündigungsgrund.
Und ja, das darf der AG auch durchziehen – muss er nicht.
Daher … Sehr vorsichtig bei solchen “Tipps” und “Doch doch ist so” – Ne ist es nicht. Es ist ein Mythos.
Besteht oft aus Unwissen und “Mythos” weitertragen.
Merkt man halt, dass viele keinen Plan von Schulrecht, Streikrecht, Privatschulrecht und Übertragungen haben.

Tarifbezogenheit → Friedenspflicht → Streikaufruf

Kann man auch die Rechtssprechung des BAG in Bezug auf GG ansehen.
– Art. 9 Abs. 3 GG
– Tarifbezogenheit und Friedenspflicht: § 1 TVG
– Arbeitsverweigerung: § 611a BGB und § 273 BGB

Das gilt für “mich”. Und somit … Kein Streikrecht in dem Fall.

Als Beamte:
Das Streikverbot für Beamte: Art. 33 Abs. 5 GG
Kann ebenfalls zur Entlassung/Entfernung aus dem Dienst führen.
Wird nur in der Praxis eher nicht gemacht.

Sehen Sie das anders? Worauf beruht das? Juristisch ist das “ganz klar definiert” für unsere Privatschule, wenn ich streiken würde hier. Und das zu ungunsten von mir. Haha.

Stubentiger
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Von der KI zusammengetragen:

“…..Das Streikrecht ist ein durch das Grundgesetz (Artikel 9, Abs. 3) geschütztes Grundrecht, das Arbeitnehmern zusteht, um ihre Arbeitsbedingungen (Gehalt, Arbeitszeit etc.) kollektiv zu verbessern. 
Hier sind die wichtigsten Fakten:

  • Verbot im Arbeitsvertrag: Klauseln, die ein Streikrecht ausschließen, sind nichtig, da sie gegen verfassungsmäßige Rechte verstoßen…..”
Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Stubentiger

Und da zeigt sich wieder, dass KI nur so gut wie
A) die verwendete Datenlage und
B) der gestellte Prompt sein kann.

dickebank hat es bereits beschrieben: nein, Sie dürfen als Lehrer nicht folgenlos streiken, wenn die GdL zum Streik aufgerufen hat. Der Tarifvertrag der Lokführer hat nämlich nichts mit dem TV-L zu tun.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Stubentiger

Siehe meine Antwort.
Dazu – weil Sie ja anscheinend KI wohl mehr vertrauen – Gemeni mit meiner Ausführung und Ihrem Kommentar + als Promps “Wer hat Recht?”:

“In dieser Debatte hat „Bla“ eindeutig recht, während die KI-Zusammenfassung von „Stubentiger“ zwar theoretisch richtige Fakten liefert, diese aber völlig falsch auf die konkrete Situation anwendet.
Hier ist die Analyse, warum die rechtliche Einordnung von „Bla“ korrekt ist:
1. Das Missverständnis: Grundrecht vs. Tarifbezug
Stubentiger (bzw. die KI) argumentiert mit dem Grundgesetz (Art. 9 Abs. 3). Das ist zwar die Basis, aber in Deutschland ist das Streikrecht ein tarifbezogenes Recht. Man darf nicht einfach „für eine bessere Welt“ oder aus Solidarität die Arbeit niederlegen.
Voraussetzung für einen rechtmäßigen Streik: Es muss ein tariflich regelbares Ziel geben (z. B. mehr Lohn) und der Streik muss von einer Gewerkschaft ausgerufen werden.
Das Problem bei Bla: Da Bla an einer Privatschule arbeitet, die weder im TV-L (Tarifvertrag der Länder) ist noch eine „Anlehnungsklausel“ hat, betrifft der Streik im öffentlichen Dienst Blas Arbeitsverhältnis juristisch nicht.
2. Warum „Bla“ nicht streiken darf
Bla beschreibt die Situation juristisch präzise:
Kein Streikaufruf, kein Streikrecht: Wenn die GEW nicht explizit die Beschäftigten dieser spezifischen Privatschule zum Streik aufruft (um z. B. einen eigenen Haustarifvertrag zu erzwingen), gibt es keine rechtliche Grundlage.
Solidaritätsstreiks: In Deutschland sind reine Solidaritätsstreiks (streiken, weil andere für ihre Rechte kämpfen) nur unter extrem engen Voraussetzungen erlaubt. Ohne Bezug zum eigenen Arbeitgeber ist es schlicht Arbeitsverweigerung.
Kündigungsrisiko: Wer ohne rechtmäßigen Streikaufruf der Arbeit fernbleibt, begeht eine schwere Pflichtverletzung. Das kann tatsächlich eine fristlose Kündigung rechtfertigen.

[Tabelle]

Fazit
Die KI von Stubentiger liefert „Lexikon-Wissen“, das am Fall vorbeigeht. Bla hingegen versteht die deutsche Rechtsprechung zum Arbeitskampf: Kein Tarifbezug + kein Gewerkschaftsaufruf für den eigenen Betrieb = kein Streikrecht.
Jeder Rat, dennoch zu streiken, wäre in diesem Fall brandgefährlich und könnte Bla den Job kosten.
Soll ich dir erklären, wie eine „Anlehnungsklausel“ in einem Privatschulvertrag genau funktioniert und warum sie das Streikrecht verändern würde?”

Also “meine KI” [Gemini] gibt mir zumindest mal Recht. Dazu disst “meine KI” deine so nebenbei:
“Die KI von Stubentiger liefert „Lexikon-Wissen“, das am Fall vorbeigeht. ”

Was auch witzig irgendwie ist.

Also … Vertrauen Sie mir – der eben genau in solchen Vertragssituationen hängt und sich diesbezüglich juristisch auseinandersetzte …
Oder vertrauen Sie Mika BB + dickebank -> Welche das anscheinend ebenfalls verstanden haben und sich damit auseinandergesetzt haben…
Oder vertrauen Sie “meiner KI Gemini” … Welche … Daten sammelt und “ausgibt”.
Oder glauben Sie es halt nicht – dann liegen Sie trotzdem falsch.

Hilft tatsächlich auch nichts, wenn man irgendwelche Gesetzesauszüge ohne Zusammenhang nimmt. Das GG macht NUR in Zusammenhang mit der Rechtssprechung des BAG Sinn.
Ich weiß ja nicht, wie manche hier “Jura verstehen”. Aber offensichtlich sehr sehr einfach … Ne, isses nicht.

Klartext
1 Monat zuvor
Antwortet  Berlinerlehrer

Haben Sie mit gekämpft, dann verstehe ich Ihre Enttäuschung. Oder haben Sie nur zugeschaut? Dann akzeptiere ich Ihre Enttäuschung nicht.

Berlinerlehrer
1 Monat zuvor
Antwortet  Klartext

Da liegt im übrigen der Fehler in unserem Denken. Ich bin Beamter und der Streik ist mir in der Arbeitszeit untersagt. Dennoch hat dies nichts mit mir als Person zu tun. Es geht um Lastenausgleich und um die Tatsache, dass Reallohnverluste nicht zu akzeptieren sind. Und ja, der Geist ist willig, aber das Fleisch ist müde und resigniert.

Und sie müssen nichts akzeptieren. Sie müssen nur verstehen, dass wir nicht verschiedener Meinung sind oder die Dinge unterschiedlich wahrnehmen. Wir wollen alle das gleiche. Faire Bezahlung, faire Arbeitsbedingungen. Wie ist am Ende egal. Und ja, mich Beschweren und Enttäuscht sein kann ich wohl auch ohne Beteiligung.

Rosinen
1 Monat zuvor
Antwortet  Berlinerlehrer

Naja, mich, wenn ich darf, ärgert nur immer, wie gierig alle nach dem Beamtenstatus sind und wie leichtfertig sie dafür das Streikrecht aufgeben, aber dann jammern, dass sie nichts tun können. Ihr habt in Berlin “alle” mit Abwanderung gedroht, wenn man euch nicht verbeamtet!

Stubentiger
1 Monat zuvor
Antwortet  Berlinerlehrer

Wer hat Sie gezwungen, Beamter zu werden? Wurden Sie gezwungen? Haben Sie sich nicht informiert, was das neben all den Beamten-Privilegien für Sie bedeutet? Wussten Sie nicht, dass Sie als Beamter nicht streiken dürfen?

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Stubentiger

Ihrer Ansicht nach dürfen Beamte sich also nicht über ihre Arbeitsbedingungen und/oder ihr Gehalt beschweren?
Nun, zum Glück ist Ihre Ansicht rechtlich irrelevant, wie das jüngste Urteil zum Abstandsgebot gezeigt hat (und das schreibt Ihnen eine grundständig ausgebildete Lehrkraft im Angestelltenverhältnis).

Berlinerlehrer
1 Monat zuvor
Antwortet  Stubentiger

Es war meine Entscheidung. Ganz klar. Wie schon geschrieben, es geht am Ende nicht um einzelne Personen, persönliche Motive oder wer streiken darf, kann oder soll. Diese Nachfragen und persönlichen Angriffe und Versuche Debatten zu personalisieren nützen am Ende niemanden. Es muss uns alles klar werden, egal ob Angestellter oder Beamter, wir wollen eine faire Barzahlung, faire Bedingungen, die Umsetzung von Arbeitsrecht und keine Reallohnverluste. Da sind sie hoffentlich bei mir. Beim Rest können wir gerne unterschiedlicher Meinung sein.

Tanya
1 Monat zuvor

das ist ein Armutszeugnis! Warum?
es streckt sich bis 2028, eine sehr lange Zeit, es gibt am Ende zur mickrige 1%
es fehlen auch die zusätzlichen Urlaubstage, die bei den Gemeinden ausgehandelt wurden.
Wir sind weit von wertschätzenden Ergebnissen entfernt, siehe Fluglotsen, Kapitäne, Metaller oder auch dem Öffentl TV mit viel viel besseren Abschlüssen.
auf diesen Zeitraum gerechnet sind das so 1,5% pro Jahr!!
ja mit ca. 1 %, kann man auch nicht mehr reißen.
Warum wurde nicht weitergekämpft??
🙁

Mietzchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

bis 2028 und dann 1%? Wie kommen die auf so eine Idee.
Wofür steht die Gewerkschaft? das sollten nur 12 Monate sein bei 7%
jetzt haben sich Lehrer die 4 Tage Woche verdient!!!

Loonaa
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

mein Mann hat auch mehr und 2 Tage Homeoffice.
Wir Lehrkräfte erleben einen erneuten Reallohnverlust bei verschlechterten Arbeitsbedingungen. Dann ist 1 Homeofficetag für uns drin,oder?

Klartext
1 Monat zuvor
Antwortet  Loonaa

Wir erleben auch zu viele, die nur schön reden können und sich am Arbeitskampf nicht beteiligen. Ich glaube, das ist auch ein Grund.

xtrendx
1 Monat zuvor
Antwortet  Loonaa

ja, wir wollen auch HOMEOFFICE!

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Es sind am Ende ca. 2,5 Prozent pro Jahr. Also kein gutes aber auch kein schlechtes Ergebnis.

Simone L.
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Warst du beim Streiken dabei oder hast du auf der Veranda gechillt?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Simone L.

Sie können noch so viele tarifbeschäftigte Lehrkräfte zum Streiken auf die Straße stellen, wie Sie wollen. Es wird nichts ändern, da die anderen im ÖD Beschäftigten andere Interessen haben. Und da die die mehrheit im ÖD darstellen, werden sie die Forderungen der lehrkräfte ins Leere laufen lassen. Folglich wählen die vertreter der Lehrkräfte das kleinere Übel und stimmen einer Tariferhöhung zu.

Entweder sind am Ende die beteiligten nicht einmal in der Lage, das Ergebnis zu kommunizieren. Sind es nun 5,8% der in Stufen ausgehend von der jetzigen Entgelttabelle die Entgelte erhöht oder eine Erhöhung in drei Stufen, in denen die jeweils folgende auf die vorhergehende aufbaut.

Variante 1
5000 EUR * 1,028 + 5000 * 1,02 + 5000 * 1,01 = 5000 (1,028 + 1,02 + 1,0)
erste Stufe: 140 EUR mehr
zweite Stufe: 100 EUR mehr
dritte Stufe: 50 EUR mehr
Gehaltsplus nach 28 Monaten 290 EUR

Variante 2
5000 * 1,028 * 1,02 * 1,01
Gehaltsplus nach 28 Monaten: 295,23 EUR

Mit den rund 60 Euro brutto machst du am Ende des Jahres natürlich auch kein Fass auf, aber immerhin mehr als in die hohle Hand geschissen:(

Aber das nächste Debakel naht ja schon in naher Zukunft, wenn der Bund, die Länder und die Kommunen das Karlsruher Urteil zu den besoldungsungerechtigkeiten umgesetzt haben. Die Änderungen der Besoldungsgesetze werden natürlich nicht 1 zu 1 auf die Tarifbeschäftigten übertragen.

Stubentiger
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Gut 5 Euro Unterschied?

Eisblume
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Also wer nur Kommentare schreibt und am Streik aber nicht teilnimmt, hat ja mal gar nichts zu melden.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Eisblume

Ach was, nur hab ich als Rentner nix davon. Da holen die anderen Tarifabschlüsse mehr für mich raus.

Realistin
1 Monat zuvor

In 3 Schritten sagt schon alles. Letztes Mal waren es nur 2. Wir sind weit von den 7% über 12 Monaten entfernt.
Damit ist ein erneuter Reallohnverlust erreicht worden.
Attraktiv geht anders, während andere Gewerkschaften zweistellige Erhöhungen verhandeln, Urlaubstage, Extras, Homeoffice, weniger Stunden etc.
Das ist nicht (mehr) attraktiv!

Mietzchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Realistin

wer wird dann noch Lehrer?
1 % für 2028, ich glaub mein Schwein *
Und diese Vorteile wie Homeoffice fehlen völlig

Loonaa
1 Monat zuvor
Antwortet  Mietzchen

das frage ich mich auch

Doro
1 Monat zuvor
Antwortet  Loonaa

?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Mietzchen

Das ist ja das Witzige … Auf Dauer gesehen macht sich die Politik hier selbst wieder Mangel bzw. (ver)schärft diesen.
Die Arbeitsbedingungen und Rahmenbedingungen im Lehramt/als Lehrkraft? Eher schlecht.
(Somit auch) Rahmenbedingungen “Schule”? Auch eher schlecht.
Gehalt/Lohn? Bei Beamten schon eine Problem wegen gesetzlichen Regularien …bei Angestellten sowieso.
Deputate? Hoch.
Forderungen? Immer mehr.
Förderungen? Nope. Sorry, kein Geld.

Zusätzlich mindert sich die Lohndifferenz zu anderen Bereichen – bspw. Hort. Gerade bei angestellten LuL. Und klar … Hort ist auch ein Mangelbereich und wird kommend noch mehr dazu. Daher könnten einige angestellte LuL hier duchaus wechseln. Wäre oft sogar eine logische und individuell sinnvolle Sache. Die Anrechnung des 1. StEx [logischerweise auch 2. StEx] als Fachkraft [S9a/S9b] besteht seit 2021-2023 in vielen Bundesländern. Zudem gibt es ebenfalls die Option auf Leitungsfunktion, was noch als “Aufstiegschance” – auch vom Gehalt her – gesehen und genutzt werden kann. Also man braucht keine Ausbildung als Erzieher mehr. Kein Sozialpädagogikstudium oder sonst was. Auch Lehramt 1. StEx/Master(?) wird (inzwischen) anerkannt.
Zusätzlich kann man oft berufsbegleitend [bezahlt, teilweise als Arbeitszeit angerechnet] den “staatlich anerkannten Erzieher” stark reduziert mit dem Profil machen. Ändert nichts am Gehalt … Aber vielleicht trotzdem ein Anreiz für manche?

Kurzum: Die Rahmenbedingungen müssen sich ändern, sonst geht man weiterhin auf Glatteis. Dann allerdings irgendwann barfuß.
Daher könnte sich das “von selbst” irgendwann mal lösen. Bis dahin spielt man mit gezinkten Karten von AG Seite.

Zudem sollte man halt auch den Gesellschaftlichen Wandel etwas mitbedenken.
Beamtentum? Viele Kids/Jugendliche wollen das gar nicht.
Jobhobbing? Im Lehramt? Bisher eher “Ausstieg” oder “Silent Job Quitting”.
Könnte künftig durch die Mangelbereichserweiterungen jedoch anders kommen. Insbesondere bei angestellten LuL. Warum auch nicht? Durchaus lukrativ.
Stimmung “im Zweiklassensystem”? Auch nicht (mehr) unbedingt so gut mancherorts.
Ausstieg als angestellter LuL oder “Wechsel ins Private”? Je nach Privatschulen – hier gibt es weiterhin Boom – ebenfalls möglich. Hier allerdings ebenfalls starke Fluktuation (aktuell und auch generell).
Referendariat? Immer weniger tatsächlich “Bock” drauf oder wollen sich das selbst (und anderen) antun unter aktuellen Bedingungen und Referendariatssituation.

Daher: Auch hier … Viele haben gar keine Lust, welche die Bedingungen kennen. Und fangen erst gar nicht an in die Richtung zu gehen. Andere gehen lieber auf Quer- und Seiteneinstieg und wechseln dann wieder, wenn sie nicht zufrieden sind (was einige nicht sind).
Andere gehen “uninformiert” in das Lehramt … Schmeißen dann Studium, Ref. oder nach 3-5 Jahren den Job und orientieren sich um.

Ich sehe tatsächlich keinen Weg, dass hier langfristig nicht “aus (eigen gemachten) Druck” einfach bessere Bedingungen kommen werden.
Bin zumindest mal gespannt.

nachdenklich
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Sie täuschen sich gewaltig, glaube ich.

Nahezu alle Lehrer wollen verbeamtet sein. Das schmeißen die nicht einfach hin, weil es statt 7% “nur” 5% Gehalterhöhung gibt. Die haben ja trotzdem die Pension vor Augen, das höhere Netto vom Brutto (als die angestellten Kollegen), die unbegrenzten 100% Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfalle, die ganzen Familien- und Kinderzuschläge von einigen hundert Euro. Das werden die nicht so einfach weg. Da irren Sie sich gewaltig.

Sie sehen nur all diese Vorzüge nicht, wenn Sie immer schon Beamte/r waren. Da ist das alles selbstverständlich geworden für Sie.

An den meisten Privatschulen wirst du nicht verbeamtet, da hast du alle diese Vorzüge nicht. Wer kann, geht deshalb meistens in den Staatsdienst, denn – siehe oben – nahezu alle Lehrer wollen verbeamtet werden.

Die wenigen Anderen kannst du an einer Hand abzählen. Der Anteil aussteigender Lehrer liegt immer noch bei unter 1%. Das verkraftet das Bildungswesen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  nachdenklich

“Sie täuschen sich gewaltig, glaube ich. ”

Glaube ich ehrlich gesagt nicht.
Man wird sehen.
Aber ich glaube, dass Sie mich eventuell falsch verstanden haben oder ich das zu undeutlich formuliert habe.

“Nahezu alle Lehrer wollen verbeamtet sein. ”

Anfangs sehr viele. Viele die Beamte sind bleiben natürlich verbeamtet.
Ich habe und kenne inzwischen allerdings einige ehemalige Beamte, welche sich bewusst dagegen entschieden haben und weiterhin dagegen entscheiden. Die sind allerdings an Privatschulen.
Ebenfalls einige “Junglehrer/Studenten”, welche hier deutlich offener sind als früher.
Viele hospitieren bei uns. Habe aktuell fast jede Woche Hospitanten bei mir. Und spreche ja auch mit denen.
Staatliche Angestellte an Regelschulen wollen durchaus lieber verbeamtet sein. Da würde ich (sogar) zustimmen. Diese tragen “die Nachteile” ohne “die Beamtenprivilegien” mit.
Sieht an Privatschulen halt vom Profil häufig anders aus. Und “beamte Kollegen” sind dort (inzwischen) rar. Ich kenne nur zwei Beamte an Privatschulen. Das sind Altabgeordnete, kurz vor Pension und halten sich sehr still. Würde auch kein Sinn mehr machen diese abzuordnen.

“Die haben ja trotzdem die Pension vor Augen, das höhere Netto vom Brutto (als die angestellten Kollegen), die unbegrenzten 100% Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfalle, die ganzen Familien- und Kinderzuschläge von einigen hundert Euro. Das werden die nicht so einfach weg. Da irren Sie sich gewaltig.”

Die Mehrheit nicht. Das kommt “zu teuer” für den jeweiligen/die jeweilige Beamte. Jedoch sieht man durchaus auch hier einen Trend des Quitting. Klar – in sehr geringer Zahl verhältnismäßig – aber im Bereich “Beamte – Ausstieg” doch immerhin ein Anstieg. Daher … Auch eine Tendenz.
Ansonsten haben Sie recht: Wer 15 Jahre oder länger Beamter ist – oder kurz vor Pension… Der zieht durch oder landet im Burnout. Das ist die Regel. Stimme ich zu. Die meinte ich allerdings nicht.
Mir ging und geht es um “Neulinge”. Und hier sieht man durchaus, dass “der Reiz des Beamtentums bei Lehramt” zurück ging und weiterhin zurück geht finde ich.

“Sie sehen nur all diese Vorzüge nicht, wenn Sie immer schon Beamte/r waren. Da ist das alles selbstverständlich geworden für Sie. ”

Auch ich verzichte(te) bewusst auf die Verbeamtung. Hatte damals diese selbst aufgehoben. Und bin dann an meine jetzige Privatschule gewechselt. Also doch … Ich sehe die Vorteile tatsächlich sehr gut sogar. Ich sehe allerdings auch die Nachteile sehr gut. Und ich sehe die Zweiklassengesellschaft (an Regelschulen) sehr gut. Würde daher auch definitiv an keiner Regelschule als Lehrkraft arbeiten. Das wäre mir noch näher am “Beamtenprofil” und würde mich eher “ermüden” vom Kopf, wenn ich die “Ungerechtigkeit” täglich selbst sehe. Hatte es ja auch.
Also: Nichts selbstverständlich für mich. Kenne ich. Sehr sehr gut. Kenne allerdings inzwischen auch die Privatschulprivilegien. Allerdings auch die Nachteile hier.

Persönlich ist immer die Frage … Was passt halt zu einem. Und die hatte ich damals – ohne es zu bereuen – entschieden und trage halt die Entscheidung.

“An den meisten Privatschulen wirst du nicht verbeamtet, da hast du alle diese Vorzüge nicht. Wer kann, geht deshalb meistens in den Staatsdienst, denn – siehe oben – nahezu alle Lehrer wollen verbeamtet werden. ”

Siehe ebenfalls oben. Der Trend wechselt. Privatschulen boomen. Klar ist auch hier hohe Fluktuation und oft Unzufriedenheit. Aber anders und anders bedingt. Viele entscheiden sich inzwischen bewusst gegen den Staatsdienst. Können Sie mir glauben oder nicht. Mag auch “meine Bubble” inzwischen sein. Aber kenne halt einige Regel- und Privatschulen. Die “Unzufriedenheit” ist einfach eine andere.
Und bei Studenten/angehende Lehrkräfte scheint es nochmal einen Trendwechsel zu geben. Viele wollen keine Beamten mehr sein oder “mal schauen”. Mag allerdings auch an die Hospitanten und regionale Studenten liegen. Kann mein “Bias” sein. Zugegeben.
Allerdings bestätigen einige Kommentare und Zahlen diesen Trend.

“Die wenigen Anderen kannst du an einer Hand abzählen. Der Anteil aussteigender Lehrer liegt immer noch bei unter 1%. Das verkraftet das Bildungswesen.”

Haha. Ja. Richtig. Aber wie sehen denn die Rahmen aus? Boomer höchstquote kommt in 5-10 Jahren.
Ganztagrecht kommt August 2026 steigend bis 2030(?) mit Abdeckung 1.-4. Klassen. Hier hat man schlichtweg deutlichen Mangel – ebenfalls. Die Bedingungen als Anrechnungen als Erzieher haben sich seit 2021-2023 je nach BL geändert.
Man bekommt die Anrechnung mit 1. StEx (/Master LA? Bachelor LA?) als Fachkraft. Somit Erziehergehalt S 9a/S 9b. Ggf. S 13 als Stellvertretende Leitung bis hin zu S 16 als Leitung großer Horte bspw.
Und hier liegt das Gehalt/der Lohn tatsächlich nicht mehr weit auseinander in Bayern bspw. V. A. durch die Tarifabschlüsse dort und “hier”. Die hatten bessere. Mitunter Zuschlag +180 Euro zusätzlich und +2 Urlaubstage.
Das Jobprofil ist ein deutlich anderes. Durchaus lukrativ für viele Lehrkräfte.
Es gibt eigentlich 5 Hauptfaktoren die man abwägen muss:
– Mobiles Arbeiten vs. Vollzeitpräsenz
– Vormittag/Nachmittag vs. längere Präsenz vor Ort
– Ferien vs. Urlaub [32 Tage hier … 30 Tage + 2 Tage zusätzlich durch letzte Verhandlung – Tarif]
– “Imageunterschied” [“nur Aufsicht/Betreuung” als “Image” häufig vs. “Fauler Sack”]
– Unwissenheit … Viele Lehrkräfte wissen das schlichtweg (noch) nicht

Und ja … Die Masse wird das erstmal nicht so mitbekommen oder “nicht einfach so wechseln”. Jedoch arbeiten wir hier “Hand in Hand” und das Jobprofil dort ist durchaus … Eine Überlegung Wert für viele angestellte LuL.
Beamte? Naja, Glückwunsch … Das ist der Nachteil. Die Staatsfesseln haben ihren Preis eben. Das musste ich auch früh genug merken und realisieren für mich. Und eben abwägen. Ich bin im Nachhinein so froh, diese Entscheidung getroffen und beibehalten zu haben.
Angestellte? Die haben die erleichterte Möglichkeit. Was soll denn passieren? Man hat keine Beamtenprivilegien. Kann jederzeit zurück. Hat die Optionen. Hat starke Nachfrage und Auswahl. Und ggf. je nach Träger einen gewaltigen Verhandlungsspielraum.
Muss man halt eben auch “sehen” und “verstehen”.
Das sind andere “Privilegien”. Welche gerade heutzutage “Gold” Wert sind.

Also: Mir geht es um den Trend. Den sieht man etwas. Den wird man aber insbesondere kommende 5 Jahre merken. Und in 10-15 Jahren – wenn wir so weitermachen – fahren “wir” das Bildungssystem sowieso an die Wand.
– Boomer weg
– Silent Quitting noch mehr
– Jobhopping, insb. Angestellter
– Mangelbereiche decken andere Mangelbereiche – daher möglich
– Privatschulboom
– Politik in die Richtungen – verpflichtende Rechtsansprüche. Daher keine andere Möglichkeit
– Berufsattraktivität sinkt [politischer Trend]
– Zahlen – wenn auch noch milde wie sie erkannten – steigen weiterhin
-> Ja, absolut sind das relativ wenige … Aber bei 8-16 fachen Anstieg [schauen Sie nach] ist das kein “wenig” mehr innerhalb der Systematik
– Mangel wird so ausgebauter und “die Übrigen” müssen auffangen
-> Mehrbelastung
-> Teufelskreis

Und wozu sollte man sich das dann in 5-7 Jahren noch antun als angestellter LuL, wenn die Konkurrenz [Hort, OGS/OGTS, Kita/Kiga] bereits als Rahmenbedingungen gestellt ist und ggf. “Gehaltlich angleicht” – was der Trend aktuell ist.
Man muss sich einfach irgendwann eingestehen … Es geht nicht politisch primär um Bildung – es geht um Unterkunft/Betreuung.
Und die ist im Hort mit gesetzlichen Anspruch zu stellen. Und hier wird der Hautpfokus kommen – während “Schule – angestellter LuL unterattraktiver wird”.

Aber gut: Das so meine Prognose und Analyse. Kann eine Utopie sein. Kann eine Dystopie sein. Kann falsch liegen. Analytisch sehe ich es persönlich als recht wahrscheinlich. Logisch sehe ich das auch gegeben.

Wo ist mein Denkfehler? Was würden Sie hier anders sehen/analysieren?
Gerne als Diskurs. Vielleicht übersehen ich ja “die kommenden guten Rahmenbedingungen”, welche nicht jetzt schon von Hortprofilen oft “aufgeholt wurden”. Beispielsweise würde ich beim staatlichen Hort JETZT aktuell mehr verdienen. Jetzt verdiene ich für eine Privatschullehrkraft aber schon verhältnismäßig SEHR GUT.
Es wird Mangelbereich-Hobbing geben. Einfach der Bedingungen und Logik halber. Macht oft keinen Sinn es nicht zu tun.
Die Tendenz Richtung nächste(n) Tarifverhandlungen ist dort wegen der Pflicht durchaus auch besser als bei Lehrkräften. Und das braucht es noch nichtmal … Die Bedingungen und Gehalt beim Hort SIND aktuell für manche [Privatschullehrkräfte] bereits attraktiver und je nach persönlichen Interessen auch sinnvoller.

Die Wechsler sind noch rar. Gibt es aber. Die “Zufriedenheit” ist hier durchaus besser. Deutlich oft. Das wird sich irgendwie irgendwann wohl rumsprechen denke ich.
Zudem gibt es Möglichkeiten auf Hybrid-Modelle.
Also Schule + Hort als Kombi. Funktioniert recht gut. Ergänzt sich. Auch das wird es potentiell vermehrt wohl geben (werden).

Achten Sie die kommenden 5 Jahre darauf. Und wie man dann “regulieren” versuchen wird. Und dann der Abstieg in 10-15 Jahren, wenn wir so weiter machen.

Und ja … Verschwörungstheorie. Bla. Vllt. – vllt. nicht. Klingt so. Warten wir es ab. Die Tendenzen gibt es halt eben deutlich.
Kann man sehen – auch nicht so dystopisch/utopisch – kann man auch lassen.
Kann man nutzen – kann man auch lassen.

Eisblume
1 Monat zuvor
Antwortet  Mietzchen

Alle, die so gierig nach dem Beamtenstatus sind, der aber das Streiken ausschließt. Daran mangelt es nicht.

Petra ohne OWL
1 Monat zuvor

Ich komme laut den oben Angaben nur auf gerundet 4,87%.
Und selbst, wenn hier ein Tippfehler 3,8% anstatt der angegeben 2,8 zu finden ist, beträgt die Erhöhung etwa 5,89%. Für die unteren Besoldungsgruppen (Stufen) ist die tatsächliche Erhöhung sogar größer.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

5,90456% am Ende der 27 Monate.
Die Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte brächte eine höhere Rendite, vor allem für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte.

Doro
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

35h Woche, 4 Tage Woche, fertig!

Stefan62
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Liebe Redaktion,

Prozentsätze können aber nicht einfach addiert werden. Die korrekte Rechnung ist:
1,028 x 1,02 x 1,01 – 1,059. Somit liegt die Erhöhung bei 5,9 %.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan62

Stefan62
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Bezugsgröße bleibt aber nicht gleich. Nach jeder Erhöhung gibt es eine neue Entgelttabelle. Somit ist die Erhöhung – bezogen auf den Ausgangswert – 5,90456 %.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Stefan62

Frage ist, stufenweise Kettenerhöhung oder prozentuale Erhöhung auf Basis des der Zeit gültigen Tarifvertrages.
Watt hamse denn nun ausgeklüngelt?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Stefan62

Das habe ich mich auch gefragt…..bei den letzten beiden Tarifrunden blieben die Bezugsgrößen auch nicht gleich…..insofern werden Sie mit ihrer Rechnung wohl richtig liegen….

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  Stefan62

Naja, es heißt ja auch lineare Erhöhung…..

Simone L.
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra ohne OWL

Wo warst du beim Streiken? Wir haben dich vermisst?

nachdenklich
1 Monat zuvor
Antwortet  Simone L.

Petra ohne OWL ist nicht PetraOWL.

Verwirrend, lasst das doch bitte.

Eisblume
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra ohne OWL

Im Homeoffice lässt es sich anscheinend gemütlich streikbeobachten. Nur kommt dann eben nicht viel dabei raus.

Kubanationale
1 Monat zuvor

Ein guter Abschluss mit Augenmaß und Gespür für die aktuelle Situation.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Kubanationale

Und den Champagner schon knallen lassen?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Kubanationale

Für den AG, ja. Das müssen Sie schon dazu schreiben.

Petra OWL
1 Monat zuvor

Über 27 Monate 🙁 ?
Zum 1.1.2028 1% ?
Unglaublich, unglaublich schlecht eher.
Und wir haben Lehrermangel und viele wandern in andere Branchen ab.
Mein Hasi ist schon weg, wir hatten gemeinsam studiert und dann hat er es getan.
Jetzt hat er 3 Tage Homeoffice, verdient viel mehr als wir alle und eine 35 Stunden Woche.
Dienstwagen, mehr Urlaubstage, lockerer Morgen. Wenn ich das so sehe, schweben viele Lehrer einfach in einer Blase oder kennen nichts anderes. Sehen nicht, wie die Bedingungen in anderen Branchen sind, haben nie etwas anderes erlebt und werden dann naiv und glauben an den Status Quo 🙁
Unsere Arbeit kann unglaublich schön sein, aber wie oft habe ich sehen müssen, wie Lehrer um mich herum traurig wurden und erschöpft waren. Ich find‘s einfach schade und würde mir wünschen, dass sich das ändert.
Hasi hat ja die 4 Tage Woche wegen seiner 35 Std. Woche, oder?
Führen wir die 4 Tage Woche ein :-), senken wir Deputate und bieten bessere Bezahlung.
Der Distanzunterricht funktioniert gut, zumindest etwas 🙂
Eure Peti aus dem Lipperland / Ostwestf.

Nordkind
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Ja, Petra ein drastischer Schlag ins Gesicht, da gebe ich dir Recht.
Schon miese Arbeitsbedingungen und dann noch das schlechte Gehalt mit einer Nullrunden.
27 Moate? Gefordert waren 12! Ganz mies.
Und wenn, wie bei dir, der Partner im Homeoffice sitzt und noch mehr verdient bei einer 35 Stunden Woche und sogar eher in Rente ist, kann ich das nur sehr gut nachvollziehen:/

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Nordkind

Dann wäre es konsequent zu wechseln.

GraueMaus
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Genau, z.B. in Hasis Firma.

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  GraueMaus

Petra hat Recht 🙁

Mietzchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Jetze will ich wirklich Petra‘s Forderungen mit der 35 Stunden Woche.
Ver*lass ich mich woanders.
1 % oh oh oh.
Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Homeoffice, Urlaubsausgleich nischt.
Wer wird dann noch Lehrer?

Loonaa
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

mein Mann hat auch 2 Tage Homeoffice und verdient mehr, verstehen kann ich das auch nicht mehr und viele Lehrer finden sich zu schnell mit sowas ab. Diese 50 Stunden mit Korrekturen reichen langsam, die Gesellschaft denkt, ja, 7 Stunden in der Schule, das War‘s. Da sind Korrekturen, besonders Unterrichtsvorbereitungen und Organisatorisches, das wird nicht gesehen und gedankt. Jetzt haben wir einen Reallohnverlust erreicht und keine besseren Bedingungen. Es ist mehr als traurig

Doro
1 Monat zuvor
Antwortet  Loonaa

Viele leben in ihrer Blase und leben es sich schön.
Gen Z Lehrer gibt es aber weniger und die fordern schon jetzt vieles ein und sehen die 5 Tage Präsenz nicht mehr als angebracht.
Früher haben alle 5 Tage 40 Stunden gearbeitet, das weicht alles auf.
Natürlich ist es ungerecht, wenn der Reallohnverlust durch das sehr schlechte Gewerkschaftsergebnis weitergeht und andere Gewerkschaften mehr benefits aushandeln. Wenn du Homeofficetage und die 35 Std Woche hast und das mit der Lehrerwoche vergleichst, ist das ein weltweiter Unterschied! Und dazu der harte Reallohnverlust!

xtrendx
1 Monat zuvor
Antwortet  Doro

was bleibt dann noch? kein homeoffice, wenig Kohle, wenig Freizeit?
4 Tage Woche

Simone L.
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Leider war mehr nicht durchsetzbar ohne massive Streikbereitschaft. Du?

Klartext
1 Monat zuvor
Antwortet  Petra OWL

Wo warst du, als wir gestreikt haben, Petra? Hast du vor der LiveCam gesessen? Das reicht leider nicht.

Berlinerlehrer
1 Monat zuvor
Antwortet  Klartext

Und Streiks ebenso wenig. Pauschalaussagen sind eben pauschal. Der Wille der Verhandler ist wichtig und wie glaubwürdig sie sind. In unserem Fall nicht sehr.

Maybe
1 Monat zuvor
Antwortet  Klartext

Peti musste wohl für Hasi die Wohlfühlterasse säubern, der Frühling kommt,
zum 1000ten Mal addieren, wie viel h im homeoffice sie braucht, um Blümchen und drinks zu finanzieren……die Ustunden im HO so zu legen, dass Hasi weiter seine Ruhe hat, wo er doch mehr verdient….und nicht zuletzt Mietzchen, bald Hundchen?, Mäuschen? etc “einzubinden”
– denn, wie das Lehrerchen weiß: Oft Wiederholtes bleibt haften.
Ohhh Peti

Karl Heinz
1 Monat zuvor

Im Jahr 2025 sind die Verbraucherpreise in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.”

Das ist völlig uninteressant.
Seit dem letzten großen Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst der Länder im Dezember 2023 verzeichnen die Verbraucherpreise in Deutschland eine Kumulierte Preissteigerung von insgesamt um etwa 4,3 % bis 4,5 %.

Man hinkt also weiterhin der Inflation hinterher.

Laufzeit von 12 Monaten gefordert – 27 Monate bekommen
Das ist schon mies.

In der GEW wird das Ergebnis entsprechend differenziert bewertet.”
Zu Recht.

Es wäre mal interessant zu erfahren, mit welchen Argumenten Spezialdemokrat Dressel und seine Schergen zu Felde gezogen sind, womit man die Gewerkschaften schlussendlich dazu bewegt hat, zuzustimmen.

Die Länder haben es derzeit nach Angaben Dressels wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Flaute leichter, an Arbeitskräfte zu kommen. Damit könnte ein zentrales Argument der Gewerkschaften, nach denen ein guter Lohnabschluss für die Stellenbesetzung in den Ländern nötig ist, an Bedeutung verlieren.”

Das halte ich z.B. für ausgemachten Blödsinn.

Andreas
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

So sehe ich das auch. Keine Transparanz, ergo entsteht bei uns Frust.

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Den von Ihnen beschriebenen Wohlstandverlust gibt es und er trifft fast alle. Inflation hat schon immer am meisten den Arbeitnehmern geschadet.

Aber das sind nun mal weitestgehend die Folgen der durch die Wähler gewählten Politik der vergangenen 10 – 15 Jahre.

Lange Zeit hieß es doch: Energie ist zu günstig, Essen ist zu günstig, fliegen ist zu günstig, etc. Kaum wird alles teurer, soll der Lohnabgleich folgen. Das ist einfach eine absurde Denke.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Geliefert wie bestellt.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Ist es auch.
Auch das wirtschaftliche Argument stelle ich mal vermeintlich in Frage:
– Diätenerhöhungen als Systematik verstehen
– Letzte drei Jahre als Vergleichwerte nehmen
– Warum keine Übertragung(en) möglich? Ehm … Gemacht wird …

Für manche eine kleine “Rechercheaufgabe”. Aber … Machen Sie ihren Laptop/Bildschirm dann bitte nicht (aus Wut/Frust) kaputt.

Zusatzaufgaben:
– Wurden die Diäten “sich selbst gegönnt”? [Und ja … Gibt mehrere Möglichkeiten dies nicht “anzunehmen”]
– Wie “berechnen” sich die Diäten? Vielleicht auch an “Mindesterhöhung – Anrechnung als Prozente – Übertragung an Diäten”?
-> Folgezusatzaufgabe: Warum ist das … Doch ein sehr guter Deal und systemisch raffiniert?

Bitte auch nicht mit dem Kopf gehen die Wand/den Tisch. Auch nicht aus “Erschöpfung”.

Und als Folgefrage dann:
– Warum genau können die Gewerkschaften “nur” solche Werte “hart erkämpfen” gegenüber einer solchen Systematik und “Verhandlungführern” (mit solchen Privilegien) ohne, dass sich alle verscheißert fühlen?
Warum lässt man sich überhaupt auf “Fristen jenseits 12 Monate” ein? V. A. Bei “Lose – Lose” Bedingungen dadurch und sogar bei “Übertragung der eigentlichen Forderungen der 12 Monate”?

Auweh … Echt kein gutes Bild meiner Meinung nach, welches man sich hier als Gewerkschaften macht.

nachdenklich
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Immer fordern die Gewerkschaften das Eine und bekommen das Andere. Welche Gewerkschaft hat denn schon mal 100% ihrer Forderungen durchgesetzt.

Gewerkschaften mit aktiven Mitgliedern und vielen streikbereiten Arbeitern oder Angestellten können viel erreichen. Die anderen müssen nehmen, was sie kriegen und froh sein, dass man sie nicht fragt: Für wen sprecht ihr eigentlich?!

Immer nörgeln so viele an den Gewerkschaften herum, als wäre die Gewerkschaft ein “Lehrerunterstützungsverein/Lehrerförderverein”, in dem Menschen Mitglied sind, die die Lehrer unterstützen wollen, aber selbst keine sind.

Nein, in Lehrergewerkschaften engagieren sich Ihre Kollegen: Lehrer für Lehrer. Je mehr, desto “mächtiger”, je weniger, desto “schwächer”.

Angesichts der geringen Teilnahme von Lehrern an den Arbeitsausständen möchte ich in Anlehnung an Sie sagen: Auweh… Echt kein gutes Bild meiner Meinung nach, welches man sich hier als Lehrkraft macht.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  nachdenklich

“Immer fordern die Gewerkschaften das Eine und bekommen das Andere. Welche Gewerkschaft hat denn schon mal 100% ihrer Forderungen durchgesetzt.”

Gehe ich mit. Hohe Ziele – guter Kompromiss. Das ist die eigentliche Taktik von guten Gewerkschaften. Weiß auch die AG-Vertretung. Wissen die Gewerkschaften. Soweit so gut.

“Gewerkschaften mit aktiven Mitgliedern und vielen streikbereiten Arbeitern oder Angestellten können viel erreichen. Die anderen müssen nehmen, was sie kriegen und froh sein, dass man sie nicht fragt: Für wen sprecht ihr eigentlich?!”

– Für die AN
– Für das Gemeinwohl
– Für Kinder
– Für Eltern (andere AN)
– Für Bildung
– Für Systemstabilität
– Für AG dadurch [Eltern können arbeiten – Ausfall ist durch schnelle Anerkennung und gute Kompromisse möglich]

Die Gewerkschaften haben Mittel … Mit oder ohne den tatsächlichen Einsatz der AN. Diese werden nur als “Risikoabwägung” oft nicht genutzt. Ist auch okay. Nachvollziehbar. Strategisch fragwürdig und vllt. etwas kritisch. Aber kann man machen.
Beispielsweise könnte man auch “im Graubereich” durch “angepasste Formulierungen” einen Kampf der Tarifbedingungen und Tarifverhandlungen führen. Juristisch … Ja. Nennen wir es “prüfungswürdig”. Riskant? Etwas. Aber das stärkste Mittel.
Dazu könnte man auf “moralischen Streik” in Bezug auf “Abdeckung durch Ausgleichszahlung der Streikenden” auch verzichten und zu einem unbezahlten Streik für 2 Wochen aufrufen. Mit Ankündigung eines bezahlten Folgestreiks.
Dann könnten alle “die es sich leisten können” Urla… Ehm. Streiken.
Und die AG Vertretung hätte massiven Druck. Eben wegen “Unplanbarkeit”, trotz “Planbarkeit” [Streikaufruf an alle Angestellten des Tarifvertrags].
Dazu eben das zusätzliche Streikmittel des bezahlten Folgestreiks.
Warum das Gewerkschaften allerdings nicht machen … Hat schon seine Gründe. Kann man gut finden. Kann man schlecht finden.

“Immer nörgeln so viele an den Gewerkschaften herum, als wäre die Gewerkschaft ein “Lehrerunterstützungsverein/Lehrerförderverein”, in dem Menschen Mitglied sind, die die Lehrer unterstützen wollen, aber selbst keine sind. ”

Das ist die eine Seite. Da haben sie absolut recht.
Die andere Seite ist “zu mildes Kampfvorgehen” und “zu schnelle Kompromissbereitschaft” – ständig mit “Lose-Lose-Bedingungen”. Mal ehrlich … Wen will man denn da abholen “von seiner Reihe”?
Auch das darf man kritisch sehen und mal wirklich als Gewerkschaften reflektieren.
Statt zu sagen: Ja geil, super habt ihr gestreikt. Sooo viele. Sooo harte Verhandlungen.
Ne, macht die Verhandlungen sichtbar und transparent noch härter. Und dann kann man schauen, ob genug mitziehen. Ansonsten holt man eben einige nicht ab.
Und das bei jedem “Verhandlungsversuch”. Vielleicht mal etwas anders agieren?

“Nein, in Lehrergewerkschaften engagieren sich Ihre Kollegen: Lehrer für Lehrer. Je mehr, desto “mächtiger”, je weniger, desto “schwächer”. ”

Ich weiß. Kenne durchaus Gewerkschaftsvertretungen (persönlich). Ist mir nicht unbekannt, dass darunter demnach auch Lehrkräfte sind.

“Angesichts der geringen Teilnahme von Lehrern an den Arbeitsausständen möchte ich in Anlehnung an Sie sagen: Auweh… Echt kein gutes Bild meiner Meinung nach, welches man sich hier als Lehrkraft macht.”

Da stimme ich wiederum zu.
Beides ist der Fall. Beides kann man “parallel” und “zusammen” kritisieren. Absolut berechtigt.
Henne – Ei – Prinzip oftmals.
Nur beide sind miteinander verbunden.
Persönlich würde ich sagen:
– Lehrerschaft versagt
– Gewerkschaften versagt
– AG-Vertretung/AG lacht sich ins Fäustchen
-> Noch. Langfristig wird sich das vermutlich systemisch bedingt von alleine klären … Angebot/Nachfrage, Wirtschaftswirkung, Unzufriedenheit (Arbeitnehmer mit Kindern) usw.

Daher … Zeit wird zeigen. Mit oder ohne Gewerkschaft. Aber darauf können die Gewerkschaften natürlich auch noch warten und dann harte Forderungen stellen/durchsetzen. Außer man will Bildung komplett an die Wand fahren und geht Richtung “Notbetreuung” – was nen Knall geben würde.

daknolf
1 Monat zuvor

5,8 % bei einer Laufzeit von 27 Monaten: Zusammen mit der Nullrunde von fast einem halben Jahr gleicht das nicht einmal die erwartete Inflation aus. Dann kommen noch die hohen Steigerungen der KV-Beiträge obendrauf **ohjeohjeohje*

Dieser Abschluss ist ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die sich morgens zur Arbeit schleppen und stundenlang den Buckel krumm machen!

Man fragt sich, für wessen Interessen die Damen und Herren Gewerkschafter eigentlich stehen??!

Jetzt müssen wir den Gürtel einmal mehr enger schnallen und gucken, wie wir mit den wenigen Brosamen, die uns hingeworfen werden, zu Rande kommen :(((((

unfassbar
1 Monat zuvor

Ein Tarifabschluss auf Höhe der Inflationsraten 2026 und 2027, wenn sie so bleibt wie 2025. Positiv formuliert: War schon einmal schlechter.

Thomas
1 Monat zuvor

Ein sehr maues Ergebnis in Bezug auf die erreichten 1 % für 2028, die langen Laufzeiten und die fehlenden Urlaubstage.
Bei 2-3 Tagen Homeoffice, bist du ca. 20 Wochen daheim. Wenn du 13,5 Monatsgehälter verdienen würdest, wären es pro Monat über 500 E mehr.
Lehrer bekommen 1 Gehalt. Fertig!
Wir brauchen die 4 Tage Woche!

Nordkind
1 Monat zuvor
Antwortet  Thomas

1 % ist mies für 2028.
Es ist schlechter als bei allen anderen Gewerkschaften!
Was ist denn da passiert?

Mietzchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Thomas

ja 1% 🙁

Doro
1 Monat zuvor
Antwortet  Mietzchen

ja sehr schlecht.
1%

Bollwerk
1 Monat zuvor
Antwortet  Thomas

Manchmal frage ich mich, ob hier wirklich Akademiker schreiben. Die Laufzeit des Vertrages ist bis 31.01.2028, d.h. für den Zeitraum ab dem 01.02.2028 wird in der nächsten Verhandlungsrunde beraten. Für den einen Monat Januar 28 gibt es 1% Erhöhung, nichts weltbewegendes aber bestimmt kein Grund hier zu jammern.

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  Bollwerk

durch den Sockel für A13 aber völlig entwertet!!

Hans
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Versteh ich nicht. Wo im Tarifabschluss steht was von Sockelbetrag ? Bzw was genau meinst du damit ?

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans

Es gibt ab April 2,8 %, mindestens aber 100 € als Sockelbetrag. Damit hat jeder, der weniger als 3571 € brutto bekommt, einen prozentual höheren Aufschlag.

Hans
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Ja das betrifft aber dann wirklich die ganz unteren Lohngruppen, inwieweit ein A13er dadurch entwertet wird, erschließt sich mir nicht.
Ginge es mir (A13)finanziell besser,wenn die a9er etc 20 Euro weniger hätten?

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans

Es wird dahingehend entwertet, dass das Abstandsgebot innerhalb der Gehaltsstufen weiter ausgehebelt wird.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans

Der A9er ist ein POK oder ein ROI. Als Angestellte (RB) in vergleichbarer Funktion sind die in der Eingangsstufe E8/1 mit rd. 3320 Euro nicht so schlech vergütet, dass denen der Sockelbetrag zustünde. Ich vermute mal, es betrifft eher tarifbeschäftigte Arbeiter in den Besoldungsgruppen E1 bis E3.
https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/allg?id=tv-l-2025&matrix=1

Bienchen
1 Monat zuvor

Warum ist das Ergebnis viel schlechter als das mit dem Bund und den Gemeinden???
Warum müssen Beamte immer noch 41h arbeiten und die meisten Firmen 35h oder 36h?
Und die haben Homeoffice, Lehrer 0 🙁
Können wir nicht mal die Konferenzen digitalieren und die Oberstufe und 10. Klassen??
Die Berufsschulen und Unis haben auch schon online Stunden.

Nordkind
1 Monat zuvor
Antwortet  Bienchen

Das frage ich mich auch, dann machen wir die 4 Tage Woche, wenn schon das Geld weniger wird.
Weniger Geld – weniger Arbeit!

Loonaa
1 Monat zuvor
Antwortet  Nordkind

ja 1 Homeofficetag jetzt

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Bienchen

Warum müssen die tarifbeschäftigten Lehrkräfte 41 Stunden je Woche arbeiten?

Doro
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

wenn andere 35 Stunden mit 2 Tagen haben, ja!
und dann mehr verdienen. das fragen wir uns auch^

Doro
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Homeoffice

Onkel Thomas
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Müssen wir das?
Haben wir nicht 38.5h? Ich weiss, §44 und so. Aber betrifft das nicht lediglich die Anzahl der Deputate?
Eine erst gemeinte Frage. Die Rechtsabteilung der GEW konnte mir nicht weiterhelfen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Onkel Thomas

Wenn Tarifbeschäftigte an GS ihre 28 Deputatsstunden hier in NRW Iin 38,5 Stunden je Woche erbringen, die Beamten für die gleiche Deputatsverpflichtung 41 Zeitgründen benötigen, warum gibt’s dann keine Leistungszulage für die Angestellten?

nachdenklich
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Und warum haben dann Angestellte die gleiche Unterrichtsstundenzahl wie die Beamten?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  nachdenklich

Weil sie schneller arbeiten
Böser Zungen behaupten aber, dass das am Par. 44 TV-L liegen würde. Wie gesagt, das wird gerüchteweise von ca. einem Viertel aller Lehrkräfte gestreut – ergo ein Minderheitenvotum. Musste nix drauf geben, fama errat.

blau
1 Monat zuvor
Antwortet  Bienchen

Also meine Klasse 10 krieg ich mit Liebe und Mühe ohne Smartphonesa im Raum motiviert. Zuhause tun die genau gar nichts..

Simone L.
1 Monat zuvor
Antwortet  Bienchen

Weil leider kaum 10 Prozent der Streikfähigen am Streik teilnahmen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Simone L.

Es bekommen ja auch nicht alle Gebärfähigen eigenen Nachwuchs.

Corinna Gonest- Miss 71%
1 Monat zuvor

Und in rlp soll erst der neue, am 22.3. gewählte und sich am 18.5. konstituierende Landtag entscheiden, ob das Ergebnis für die Beamten überhaupt übernommen wird und wann…

Mika BB
1 Monat zuvor

Noch beschissener als der TVöD für Bund und Kommunen… sagste nix mehr zu.
@hysterican:
Hattest du genauso vorausgesagt, glaub ich?

Augenblickfang
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika BB

Was will man machen, wenn sich Lehrkräfte kaum am Streik beteiligen?!? Wie sah es denn bei Ihnen in Brandenburg damit aus?

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Augenblickfang

In BB gab es keinen Streikaufruf von GEW o.ä. für Lehrkräfte an den Schulen. Guckste, wa?
Gab auch keine Urabstimmung zum Generalstreik, weil das Angebot der AG zu grottig ist. Guckste auch, ne?

Nee, alles wurde brav abgenickt.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Mika BB

Jepp, hatte ich … wurde dafür von einige hier belächelt …

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hysterican

Die Vorhersage war natürlich auch extrem schwer – also mindestens so schwer wie die Beantwortung der Frage, ob Heiligabend auf den 24.12. fällt:)

vhh
1 Monat zuvor

Man wäre ja schon froh, wenn nicht die eigene Seite das Märchen von den 5,8% mit verbreiten würde. In jeder Überschrift stehen die, aber wie viele lesen mehr als das? Es macht nur begrenzt Spaß, dauernd zu erklären, dass der gierige öffentliche Dienst sich eben nicht mit fast 6% pro Jahr bedient hat, sondern jetzt auf einen ausreichenden Inflationsausgleich bei 2,2% hoffen muss. Ohne KV und RV usw zu berücksichtigen, ohne über das insgesamt gesunkene Niveau seit dem Inflationsschub zu reden, ohne zwischen alltäglicher Inflation und Preisen für Energie/langfristige Konsumgüter zu differenzieren.
Durchbruch, spürbar steigen, halten des Niveaus…Hauptsache es klingt nach Erfolg, man sollte auch zugegen können, verloren zu haben.

Peter Parker
1 Monat zuvor

Verdi:
“Am Ende stehe jedoch ein Ergebnis auf dem Niveau des Tarifvertrags für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.”
GEW:
“Mit der Einigung halten die Länder-Beschäftigen Anschluss an die Entwicklung in Bund und Kommunen“

Realität:
Laufzeit: 4% schlechter!
–> TvD: 27 M. / TvL: 28 M.
Urlaubstage: über 13% schlechter!
–> TvD: +4 Tage (34) / TvL: +0 Tage (30)

Sorry, aber will Verdi und die GEW uns eigentlich verar….?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Peter Parker

Ja, zusammen mit der TdL.

Simone L.
1 Monat zuvor

Wetten jetzt nörgeln wieder alle, von denen und 90 Prozent beim Streiken im Stich gelassen haben. Aber nun reißen die das Maul auf. Das ist sooo armselig! (sorry)

Augenblickfang
1 Monat zuvor
Antwortet  Simone L.

Lesen Sie nur weiter oben. Da sind die Nörgler aus dem Homeoffice schon eifrig dabei, alles schlechtzureden.

S.B.
1 Monat zuvor
Antwortet  Simone L.

Wäre sonst ein besserer Abschluss erzielt worden?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  S.B.

Gab’s schon mal Nachsitzungen, die als Folge von Übermüdung sinnvolle Etgebnisse erzielt haben?

Eisblume
1 Monat zuvor

“Ohne den Druck durch die starken Streiks auch in Sachsen wäre dieser Tarifabschluss nicht möglich gewesen.”

Dass man die lasche Beteiligung immer noch bejubelt statt mal Klartext zu reden, enttäuscht mich am meisten. Erinnert mich an die angebliche “Planerfüllung” in der DDR. Wir nannten es “Schönfärberei”.

Augenblickfang
1 Monat zuvor
Antwortet  Eisblume

Sehe ich allerdings auch so.

Wunschdenkerin
1 Monat zuvor

Als Beamtin regt mich Söders Entscheidung eine Verzögerung von sechs Monaten zu wollen sehr auf. Kann man sich dagegen wehren?

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

Nichtsdestotrotz verdienen Lehrkräfte in Deutschland wirklich gutes Geld (vor allem im internationalen Vergleich).

Paul Poller
1 Monat zuvor

welche Berufsgruppe denn nicht?

Rosinen
1 Monat zuvor

Schlimm, nun kritisieren wieder alle, die selbst keinen Finger krumm gemacht haben für einen besseren Tarifabschluss.

Onkel Thomas
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

Ich war dabei und kritisiere es auch.
Das Ergebnis wäre für mich so nur nach einer Urabstimmung zu akzeptieren. Ansonsten wären weitere Streiks angebracht gewesen.

Wunschdenkerin
1 Monat zuvor
Antwortet  Rosinen

Ich darf ja nicht.

Nordlehrer
1 Monat zuvor

Es tut mir Leid, aber für mich ist es unbegreiflich, wie sich die Verhandlungsführenden hinstellen können und von einem guten Ergebnis sprechen.
2026: Erhöhung um 2,8%. Das ist okay, das gleicht die Inflation aus.
2027: Erhöhung um 2,0%. Die Inflation lag in den letzten Jahren immer oberhalb von 2% -> Reallohnverlust!
2028: Erhöhung um 1%. Besser als die 0% vor ein paar Jahren, aber auch in dem Jahr wird die Inflation bei über 2% liegen -> Reallohnverlust!!

Und dieses Mal haben die Mitglieder gestreikt und gekämpft. Dieses Ergebnis ist nicht im Sinne der Mitglieder.
Und dann auch wieder 27 Monate. Gefordert waren 12 Monate und 7% mehr.
Jetzt haben wir 2,8% in 12 Monaten. Und dann 2% in 12 Monaten statt neuen Verhandlungen. Und dann noch 1%, wodurch sich die erste Erhöhung nach den nächsten Verhandlungen vermutlich erst nach mindestens einem halben Jahr stattfinden wird :/

dickebank
1 Monat zuvor

Blödes Symbolbild.
Übermüdet und zusammengebrochen auf einem Tisch mit Kaffeetassen und leeren Schnittchentellern wäre wohl passender gewesen.

Hmm...
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das Titelbild erinnert mich an Monty Python’s Ritter der Kokosnuss. 
Wenn der schwarze Ritter (aka Verdi/GEW) gegen den König kämpft und am Ende ohne Arme und Beine sagt: „Einigen wir uns auf Unentschieden.“
So in etwa fühlt sich ja der Tarifabschluss wieder mal an.

xtrendx
1 Monat zuvor

Ein Schlag ins Gesicht, warum wurde nicht weitergekämpft, schlechter als für die Gemeinden und Bund. 1% im letzten Jahr? Was ist das für ein Nettoverlust? Wie kann man das zulassen? Ein Armutszeugnis.
Keine Urlaubstage, kein Urlaubsgeld ausgehandelt, keinen Flexiurlaub, Bildungsurlaub nichts. Deputate runter.

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  xtrendx

jo, warum wurde nicht weitergekämpft, also richtig gestreikt?

Thomas
1 Monat zuvor

Dann muss wieder geklagt werden.
Das Abstandsgebot wird nicht eingehalten,
für Lehrer ist es ein realer Kaufkraftverlust (1% 2028)
der Abstand zur Wirtschaft wird größer, bei Wechsel A13 in diese Bereiche
die Attraktivität des Lehrerberufs sinkt massiv, weil das lange Studium mit allen Kosten nicht mehr belohnt wird.
Für Studienanfänger und junge Leute zu unattraktiv, da es in der Wirtschaft in jeglicher Hinsicht die besseren Bedingungen gibt. – Arbeitszeitverkürzung, Wahlmodelle (Geld oder Freizeit) Homeoffice.
Gen Z, ich bin doch nicht 🙂

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Thomas

Das Abstandsgebot gilt aber nur für die Besoldungstabellen. Für die Entgelttabellen gem. TV-L muss das Abstandsgebot ausgehandelt werden, einklagbar ist das nicht.

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

au man 🙁

MarHat
1 Monat zuvor

Das Gehaltsniveau der angestellten Lehrkräfte in Sachsen erreicht 2026 nominal Höchststände. Die reale Kaufkraft liegt jedoch immer noch leicht unter dem Niveau von 2020, da die Preise für Energie und Lebensmittel dauerhaft auf dem hohen Niveau verharren.
Also ein Reallohnverlust.
Wer Lehrer ‍ wir ist selbst schuld.
Damit macht sich die GEW selbst lächerlich. Wann wachen die Lehrkräfte endlich auf und kämpfen für sich?
Bis dahin, nichts hören, nichts sehen und nicht sprechen. – Dummheit schafft Freizeit. Das SYSTEM ist marode und nicht mehr zu retten. Wer hierfür noch Kraft investiert ist selbst schuld.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  MarHat

Wer Lehrer ‍ wir ist selbst schuld.”

Kleine Anekdote am Rande. Die Apotheken stöhnen ja aktuell wieder in den Medien und wollen mehr Geld von den Krankenkassen. Ein Argument: Gestiegende Personalkosten. Die Personalkosten seien aufgrund der Tarifverträge seit 2013 umd 80% gestiegen.

Das sind pro Jahr 4,6 Prozent Lohnerhöhung. PRO JAHR (nicht für 27 Monate oder so).

Man wird durch den TV-L nur noch verar…

Tanya
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Reallohnverlust pur bei 5 Tagen in Präsenz und über 40 Stunden 🙁

Tanya
1 Monat zuvor

A13 wird völlig entwertet seit 10 Jahren, nur Nullrunden und starre Arbeitszeiten ohne benefits wie 35 Std Woche oder Homeoffice.

Hans
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Kannst du das genau erklären warum dies nur bei A13 gilt? Habe darüber nichts recherchieren können.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans

Na die Arme leidet darunter, dass jetzt selbst die GS-Gabis A13 erhalten, die Paralleltabelle ab A13 greift und die Karlsruher auch noch festgestellt haben, dass einige Landesbesoldungsgesetze auf Grund des fehlenden Abstandes zwischen den besoldungsgruppen überarbeitungswürdig sind.
Das ist mehr als die Arme ertragen kann, also etwas mehr Mitgefühl gegenüber den “Leiden der jungen T”, bitte!