Start Nachrichten Bundesbildungsministerin glaubt: Startchancen-Programm wirkt (und mahnt zur Geduld)

Bundesbildungsministerin glaubt: Startchancen-Programm wirkt (und mahnt zur Geduld)

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BERLIN. In Deutschland hängt schulischer Erfolg oft von Bildung und Einkommen der Eltern ab. Ein von Bund und Ländern gestartetes Programm soll gegensteuern. Wird was daraus? Die Bundesbildungsministerin zeigt sich optimistisch.

Klappt’s? Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU). Foto: Shutterstock / penofoto

Bildungsministerin Karin Prien erwartet messbare Erfolge durch das Startchancen-Programm für Schulen in sozial besonders schwierigen Lagen. «Ich bin davon sehr überzeugt», sagte die CDU-Politikerin bei einer Konferenz in Berlin. Wichtig sei aber ein langer Atem.

Das Programm von Bund und Ländern läuft seit dem Schuljahr 2024/2025 und ist auf zehn Jahre angelegt. Beide Seiten geben jeweils bis zu einer Milliarde Euro jährlich, also insgesamt bis zu 20 Milliarden Euro. Direkt profitieren sollen 4.000 Schulen mit besonders vielen sozial benachteiligten Kindern. Insgesamt gibt es rund 33.000 Schulen bundesweit.

Prien will vergleichbares Programm für Kitas

«Niemand hat behauptet, das Programm würde sichtbar wirken innerhalb der ersten zwei Jahre», sagte Prien. Es sei aber nicht so, dass gar nichts zu sehen wäre. Sie berichtete vom Besuch einer Startchancen-Schule in Hamburg mit sichtbaren Bildungserfolgen. Zwei Drittel einer vierten Klasse rechneten dort auf dem Niveau von Klasse fünf, sagte Prien. «Geht also!» Es sei möglich, dass alle Kinder ihre Potenziale entfalteten.

Die Bildungsministerin bekräftigte, dass sie für Kitas ein «vergleichbares Programm auf den Weg bringen» wolle, damit die Schulen auf einer anderen Grundlage aufbauen könnten. Zugleich warnte sie, Schulen könnten nicht alle gesellschaftlichen Probleme lösen. Familien müssten mehr aktiviert werden, und auch die Kinder- und Jugendhilfe müsse «näher ran an die Schule», sagte Prien. News4teachers/mit Material der dpa

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