Start Nachrichten Wie sollen Schulen eigentlich aussehen? SPD fordert Konzept für Bildung

Wie sollen Schulen eigentlich aussehen? SPD fordert Konzept für Bildung

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KIEL. Die SPD in Schleswig-Holstein fordert kurz vor Schuljahresbeginn ein klares Konzept vom Land – besonders bei Ganztagsbetreuung und der Unterrichtsversorgung sieht sie dringenden Handlungsbedarf.

Gefordert: Konzept. (Symbolbild.) Illustration: News4teachers

Kurz vor dem Start des Schuljahres 2026/27 am kommenden Montag fordert die SPD-Fraktion in Schleswig-Holstein ein klares Schulkonzept. «Was wir ganz dringend brauchen, ist ein verlässlicher Rahmen des Landes, wo das Land beschreibt, wie soll Schule eigentlich aussehen», sagte der bildungspolitische Sprecher der SPD, Martin Habersaat, bei einer Pressekonferenz in Kiel. Ein solches Konzept würde Debatten über Themen wie Ganztagsbetreuung, Unterrichtsversorgung oder fehlende Räume an Gymnasien entschärfen, da es eine verbindliche Grundlage böte.

Weiter kritisierte Habersaat, dass für die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler der Rechtsanspruch für Ganztagsbetreuung gelte, jedoch zahlreiche Schulträger noch auf die Fördermittel des Landes warteten. So fehle zahlreichen Kommunen weiterhin die finanzielle Planungssicherheit für den notwendigen Ausbau. Das Land habe hingegen darauf verzichtet, Schulräume zu beschreiben und somit keine Idee, was vor Ort nötig sei.

Die Landesregierung hatte zuvor angekündigt bis Jahresende über alle förderfähigen Anträge für den Ganztagsausbau entscheiden zu wollen. Insgesamt gab es nach Angaben der Landesregierung 635 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 883 Millionen Euro, von denen erst 252 mit Geldern bewilligt wurden. Es seien allerdings noch Nachfragen notwendig.

Der Anspruch auf Ganztagsbetreuung von acht Stunden täglich in den Grundschulen beginnt zum Schuljahr 2026/2027 mit der 1. Jahrgangsstufe. Das Land übernimmt 85 Prozent der Investitionskosten und trägt nach Abzug der Elternbeiträge 75 Prozent der laufenden Kosten.

Weitere Kritikpunkte der SPD

Des Weiteren bemängelte der SPD-Abgeordnete, dass die schwarz-grüne Landesregierung zum vergangenen Schuljahr 200 Lehrerstellen gestrichen hat, indem sie den Unterricht kürzte. Nun kündigt sie eine bessere Versorgung an, stellt die 200 Stellen allerdings nur an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen wieder ein. Diese Lehrer sollen jedoch keine zusätzlichen Stunden geben, sondern den Unterrichtsausfall verringern, erklärte Habersaat.

Außerdem streiche die Regierung zum neuen Schuljahr sechs Stunden in den Klassen fünf bis zehn an Gemeinschaftsschulen und vier Stunden an Gymnasien. Die Gymnasien kehren zudem zum Abitur nach 13 Jahren zurück – doch die Regierung plane nicht mit den nötigen Räumen. Habersaat betonte, dass dafür rund 80 Millionen Euro investiert werden müssten, um ausreichend Schulräume zu schaffen. News4teachers / mit Material der dpa

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2 Kommentare
unfassbar
9 Stunden zuvor

Die Gymnasien brauchen keine neuen Räume, weil die Schülerzahlen bis G9 voll durchschlägt hinreichend weit gesunken sind.

Zumindest kann ich mir vorstellen, dass die Regierung intern so denkt.

Rainer Zufall
7 Stunden zuvor

„Ein solches Konzept würde Debatten über Themen wie Ganztagsbetreuung, Unterrichtsversorgung oder fehlende Räume an Gymnasien entschärfen, da es eine verbindliche Grundlage böte.“
Ist schon seltsam, dass niemand konkret wird und sich am Ende daran messen lassen, möglicherweise sogar verantworten muss…

Die SPD kann hier gerne einen verbindlichen (!) Vorschlag machen, an dem sie sich künftig messen lässt