BERLIN. Das neue Schuljahr beginnt, wie das alte vielerorts geendet hat: mit der Frage, wie Unterricht bei großer Hitze funktionieren kann. Am Montag kehren in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland die ersten Schülerinnen und Schüler aus den Sommerferien zurück. Nun liegt erstmals ein Musterhitzeschutzplan für Schulen vor, der detailliert beschreibt, was vor und während Hitzewellen geschehen soll – von Trinkpausen und verlegten Prüfungen bis zur Einstellung des Regelunterrichts bei extremen Raumtemperaturen. Einen entscheidenden Haken gibt es allerdings: Verbindlich ist der Plan nicht.

Hitze trifft Schulen in mehrfacher Hinsicht. Kinder nehmen Wärme schneller auf und können ihre Körpertemperatur weniger effizient regulieren als Erwachsene. Bereits mäßiger Hitzestress kann die kognitive Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, das Gedächtnis schwächen und Testergebnisse verschlechtern.
So beschreibt es der im Juni veröffentlichte „Musterhitzeschutzplan für Schulen“. Erarbeitet wurde er unter anderem von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), der Bayerischen Landesärztekammer, dem Helmholtz Zentrum München und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen; beteiligt waren außerdem Lehrkräfte, Kinderärztinnen und Kinderärzte sowie Hitzeexpertinnen und -experten. Das Konzept soll Schulen zeigen, wie sie sich auf Hitze vorbereiten und während Hitzewellen reagieren können – bis hin zu langfristigen Veränderungen an Gebäuden und Schulgeländen.
Franziska Matthies-Wiesler vom Helmholtz Zentrum München, die an dem Musterplan mitgearbeitet hat, bringt die Folgen für den Schulalltag im Interview mit dem Deutschen Schulportal auf den Punkt: „Man kann deshalb bei Hitze deutlich schlechter lernen oder Prüfungen schreiben.“ Zugleich verweist sie mit einem Satz von Eckart von Hirschhausen auf den baulichen Nachholbedarf: „Jeder Flughafen in Deutschland ist klimatisiert, aber kaum eine Schule.“
Die hohen Temperaturen treffen dabei nicht nur die Schülerinnen und Schüler. Für Lehrkräfte ist das Klassenzimmer zugleich Arbeitsplatz – und für den gelten bereits heute gesetzliche Arbeitsschutzregeln. Diese sehen bei hohen Temperaturen (nicht spezifizierte) Schutzmaßnahmen vor, allerdings folgt daraus nicht automatisch „Hitzefrei“. Der Musterplan fasst die Vorgaben als „26-30-35-Ampel“ zusammen: Oberhalb von 26 Grad werden zusätzliche Maßnahmen empfohlen, über 30 Grad sind Maßnahmen erforderlich; oberhalb von 35 Grad gilt ein Raum ohne besondere Schutzmaßnahmen als ungeeignet für die Arbeit.
Wie weit Arbeitsschutz und Schulwirklichkeit auseinanderliegen können, zeigte sich nach Aussage von Matthies-Wiesler während der Hitzewelle im Juni. Damals seien „in vielen Klassenzimmern aber Temperaturen gemessen“ worden, „bei denen ein Raum eigentlich gar nicht mehr als Arbeitsraum zugelassen ist“.

Die jüngsten Hitzewellen haben gezeigt: Viele Schulen und Kitas sind auf extreme Temperaturen noch immer nicht ausreichend vorbereitet. Wie groß die Belastung tatsächlich ist, lässt sich bislang jedoch kaum nachvollziehen.
News4teachers und die Heinz Trox-Stiftung bauen deshalb ihre Dokumentation aus. Bei künftigen Hitzewellen werden wir erneut Fotos und Informationen aus Schulen und Kindertageseinrichtungen sammeln. Alle Einsendungen werden wir in einer digitalen Hitzekarte zusammenführen, die kontinuierlich ergänzt wird. Sie soll sichtbar machen, unter welchen Bedingungen Kinder, Jugendliche und Beschäftigte lernen und arbeiten – und zugleich dokumentieren, wo Handlungsbedarf besteht.
Ein erster Aufruf im Juni stieß bereits auf große Resonanz: Mehr als 200 Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte beteiligten sich und schickten Fotos aus ihren Klassen- und Gruppenräumen.
Sobald die nächste Hitzewelle ansteht, freuen wir uns wieder über Ihre Unterstützung. Dann können Sie uns ein Foto eines Thermometers aus Ihrem Klassen- oder Gruppenraum schicken (bitte ohne erkennbare Personen).
Bitte geben Sie außerdem an:
– Schulform beziehungsweise Kita
– Bundesland
Stadt- oder Einrichtungsname benötigen wir nicht.
E-Mail: redaktion@news4teachers.de
Betreff: Hitze
Alle Einsendungen werden anonym behandelt und ausschließlich für die Dokumentation von News4teachers und der Heinz Trox-Stiftung verwendet.
Die Heinz Trox-Stiftung setzt sich für gesunde, lernförderliche Schulräume ein. Weitere Informationen: www.zukunftsraum-schule.de
Für den Hitzeschutz der Schülerinnen und Schüler gibt es dagegen keine vergleichbare bundesweite Verpflichtung. Über konkrete Maßnahmen entscheiden Schulleitungen oder Schulträger. „Nein, es gibt leider noch keine gesetzliche Verpflichtung für einen Hitzeschutz in Bildungseinrichtungen“, erklärt Matthies-Wiesler. Der Musterplan soll diese Lücke zumindest praktisch verkleinern: Er beschreibt ein abgestuftes Vorgehen für den Schulalltag, ohne es selbst verbindlich machen zu können.
Ab 26 Grad: Trinkverbote aufheben, Prüfungen verlegen
Was heißt das konkret? Schon ab 26 Grad Raumtemperatur soll sich der Schulbetrieb verändern. Der Musterplan empfiehlt Durchsagen am Anfang des Schultags und Aufklärung in der ersten Unterrichtsstunde. Weniger hitzebelastete Ersatzräume sollen genutzt, Pausen verlängert oder zusätzliche Pausen eingerichtet werden. Vorgesehen sind „regelmäßige gemeinsame Trinkpausen“; ausdrücklich sollen auch „‚Trinkverbote‘ während des Unterrichts“ aufgehoben werden. Bekleidungsregeln für Lehrkräfte können gelockert werden.
Auch der Unterricht selbst soll angepasst werden. Prüfungen sollen „in die kühleren Morgenstunden oder in kühle Räume“ verlegt, der Sportunterricht verändert und kühle Räume sowohl für Unterricht als auch für Pausen freigegeben werden.
Ab 30 Grad zieht der Plan die Grenze enger. Eltern sollen informiert werden, die Schulleitung entscheidet über Hitzefrei. Bei den Unterrichtsanforderungen empfiehlt das Papier ausdrücklich „kein prüfungsrelevanter Pflichtstoff“; stattdessen sollen pädagogisch sinnvolle Einzel- oder Gruppenbeschäftigungen angeboten werden. Prüfungen sollen nicht mehr stattfinden, Trinkwasser soll bereitgestellt werden.
Ab 35 Grad reicht eine Anpassung des Unterrichts nach Auffassung der Autorinnen und Autoren nicht mehr. Dann soll ein zuvor bestimmter Hitzekrisenstab täglich zusammentreten. „Regelunterricht nicht mehr möglich“, heißt es im Musterplan. Sportunterricht soll ausfallen, alternative Betreuungsangebote sollen geprüft werden. Für die Folgetage kann die Schulleitung Distanzunterricht in Betracht ziehen.
Damit geht der Musterplan über die traditionelle Frage nach „Hitzefrei“ hinaus. Der Unterrichtsausfall ist nur eine mögliche Reaktion innerhalb eines abgestuften Konzepts, das schon bei geringerer Hitzebelastung ansetzt.
Der Hitzeschutz soll beginnen, bevor es heiß wird
Das Konzept beginnt deshalb nicht erst beim Thermometer im aufgeheizten Klassenzimmer. Schon vor dem Sommer sollen Schulen festlegen, wer für den gesundheitlichen Hitzeschutz verantwortlich ist, Erfahrungen aus vergangenen Jahren auswerten und besonders gefährdete Schülerinnen, Schüler und Beschäftigte identifizieren. Vorgesehen ist auch eine „Hitzekarte“, die besonders belastete Gebäudeteile und Außenanlagen erfasst. Kühle Räume und Schattenplätze sollen als Ausweichmöglichkeiten bestimmt werden.
Auch die vorhandene Ausstattung soll auf den Prüfstand: Ventilatoren, Verschattung, Lüftungs- und Kühlmöglichkeiten sowie der Zugang zu Trinkwasser. Sportveranstaltungen und Wandertage sollten möglichst nicht für den späten Frühling oder Sommer geplant werden – oder zumindest so, dass sie bei Hitze verlegt werden können. Schulen sollen die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes abonnieren und für extreme Situationen einen Hitzekrisenstab aus drei bis fünf Personen bestimmen. Hinzu kommen Schulungs- und Informationskonzepte für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Betreuungspersonal.
Matthies-Wiesler empfiehlt Schulen deshalb, möglichst viele Beteiligte ins Boot zu holen: „die Schulleitung, das Kollegium, die Eltern und idealerweise jemanden vom Schulträger, der die baulichen Möglichkeiten kennt“. Gemeinsam könne anschließend geklärt werden, was die jeweilige Schule brauche und welche Lösungen möglich seien.
Neben der gemessenen Raumtemperatur bezieht der Musterplan die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes ein. Warnstufe 1 bezeichnet eine starke Wärmebelastung bei einer gefühlten Temperatur von mehr als etwa 32 Grad, Warnstufe 2 eine extreme Wärmebelastung bei mehr als 38 Grad. Auch mangelnde nächtliche Abkühlung fließt in die Warnungen ein. Bei Warnstufe 2 soll der Hitzekrisenstab täglich zusammentreten; Sportunterricht, Sportveranstaltungen und Wettkämpfe sollen ausfallen, Regelunterricht ist dann nur noch „in begrenztem Umfang möglich“.
Für den Sport enthält der Plan zusätzliche Empfehlungen. Bei starker Wärmebelastung soll Wasser ständig verfügbar sein; etwa alle 20 Minuten sind rund 150 Milliliter vorgesehen. Die körperliche Belastung soll reduziert oder Bewegung in den Schatten verlegt werden. Bei Hitze in Verbindung mit einer akuten oder chronischen Erkrankung soll kein Sport stattfinden. Als Warnzeichen für eine Hitzeerkrankung nennt das Papier unter anderem Schlappheit, Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstlosigkeit. Dann gilt: Schatten aufsuchen, kühlen, Wasser geben und gegebenenfalls den Notruf 112 wählen.
Was Schulen selbst tun können – und wo sie den Schulträger brauchen
Dauerhaft lässt sich Hitze in schlecht geschützten Gebäuden allerdings nicht mit Trinkpausen und Stundenplanänderungen bewältigen. Der Musterplan nennt deshalb neben organisatorischen Vorkehrungen strukturelle Maßnahmen: „Flächenentsiegelung, Begrünung und Beschattung der Außenanlagen“, Dach- und Fassadenbegrünung, Außenjalousien und Hitzeschutzfolien sowie Lüftungs- und Klimatisierungskonzepte. Bei Neu-, Umbau- und Renovierungsarbeiten soll Hitzeresilienz ausdrücklich Priorität erhalten.
Genau hier endet häufig die Handlungsmacht der einzelnen Schule. Während sie Unterricht nach draußen verlegen, Prüfungszeiten ändern oder zusätzliche Trinkpausen einführen kann, müssen Veränderungen an Gebäuden und Schulhöfen in der Regel gemeinsam mit dem Schulträger umgesetzt werden. Matthies-Wiesler nennt neben Bäumen, Rollläden und Hitzeschutzfolien auch passive oder aktive Kühlung, etwa durch Wärmepumpen oder Kühlgeräte in Verbindung mit Photovoltaikanlagen.
Damit trifft der Hitzeschutz auf ein ohnehin bestehendes Problem: Viele Schulgebäude sind sanierungsbedürftig – und bauliche Veränderungen benötigen Zeit. „Zeit, die wir eigentlich nicht haben“, sagt Matthies-Wiesler. Ein neu gepflanzter Baum brauche viele Jahre, bis er großflächig Schatten spende; Neubauten und umfassende Sanierungen seien Projekte „mit viel Vorlauf und hohem Investitionsbedarf“. Für die Zwischenzeit seien deshalb Übergangslösungen nötig, beispielsweise Sonnensegel.
Doch auch solche Lösungen müssen tatsächlich organisiert und finanziert werden. Schulträger müssen bei baulichen Veränderungen mitziehen, größere Vorhaben benötigen Investitionen. Matthies-Wiesler benennt damit die Schwachstelle eines Konzepts, dessen Anwendung nicht vorgeschrieben ist: „Ein Plan schützt nur, wenn er auch umgesetzt wird. Genau das ist vermutlich die größte Hürde.“ News4teachers
Hier geht es zum vollständigen Hitzeschutzplan.










nein, da sollten wir dann ins Homeschooling wechseln, um nicht in der Hitze draußen rumlaufen zu müssen oder in die 30 Grad Räume zu gehen.
Es gibt schließlich heutzutage ein Recht auf Homeoffice!
Was mit den Schülern zu tun, die zu Hause 30 Grad und heißer haben?
Die haben dann eben keinen Zugang zum Internet aber zum Freibad.
Im Winter juckt es doch auch kenen, dass bei denen zuhause der Gas- und/oder der Stromanschluss gesperrt ist.
Stromanschluss fehlt seltener, als das Zimmer sich bis 30 Grad erhitzt.
Ich wäre dann für schulfrei (gerne im Freibad, wenn sie den Zugang tatsächlich haben).
Was tun, wenn der Klassenraum 30 Grad hat und da noch andere sitzen und die Wärme verstärken. Zu Hause gibt es ja wohl mehr Möglichkeiten als in der Schule. Ventilator, kühles Fußbad ……..
… und wenn Mama aber die Salatschüssel andersweitig benötigt?
Dann gibts für die Gourmets halt Tiefkühlpizza aus der Microwelle – Backofen geht nicht – ist zu warm – oder man macht – wie früher beim Camping ne Büchse Ravioli auf – kann man auch super kalt direkt aus der Dose essen.
Spart einem dann sogar das Spülen … mit ein bisschen Kreativität geht so vieles…. 😉
Mikrowelle, aber die Strahlenbelastung. Ich hoffe es gibt noch ausreichend viele Aluhüte
Gerade arme Kinder leben oft in unzureichend isolierten Wohnungen und der PC heizt dann noch weiter aus. Home Office für Schüler verschärft soziale Ungleichheit.
ja richtig, und keien Minusstunden bei Eis oder Schnee oder Hitzefrei. Das weiß ja keiner, dass die Lehrer dann drunter leiden. Da geht Homeoffice. Dieser Job wird langsam unattraktiv, oder?
Eine Klimaanlage im Klassenzimmer würde ALLE Kinder darin begünstigen, anstatt nur die, welche sich privat Abkühlung leisten können ,;)
Top, sag bescheid wenn es soweit ist!
Klimaanlagen in einer Klasse nützen JETZT schon allen Kindern in Vergleich zu individuell privilegierten.
Die Bevölkerung in Deutschland sieht hier nur keine Priorität, manche haben noch nichtmal den menschengemachten Klimawandel verstanden und lassen sich dafür feiern 🙁
https://www.dw.com/de/bremst-die-afd-die-energiewende-im-osten-aus/a-77798464
Naja, Menschen, denen Kinder – oder irgendwas – am Herzen liegen würde, würden wohl auch keine Rechtsextreme wählen ^^
Wie geschrieben, gib bescheid wenn die rechtsextremen Klimanalangen sich in den Schulen ausgebreitet haben.
Ähhh… Da hab ich wohl was durcheinander gebracht, sorry!
„Sogar“ Rainer ist mal fix auf die Lösung gekommen … Klimaanlagen.
Kein „100-Punkte-Konzept“.
Sondern ein: Prio 1 Konzept: Klimaanlagen.
Dann den Rest gerne als „laminierte Gebrauchsanweisung/Handreiche bei Bedarf“ .. den sollte es durch … Klimaanlagen … Dann zumindest deutlich weniger geben.
Was man nicht alles macht, um Kosten zu sparen, wie gewohnt wieder mehr zu fordern und gleichzeitig wie gewohnt mehr zu belasten.
Wahnsinn. Kreativ und „lösungsorientiert“ [Maximale Betreuung beibehalten, bei hohem Aufwand für andere und gleichzeitig minimale Kostenausgabe] … sind sie [AG/Staat/Politik] ja schon.
Nur um keine Klimaanlagen stellen zu müssen … Kannste dir eigentlich wirklich nicht mehr ausdenken in einer „vernünftigen Welt“.
„„Sogar“ Rainer ist mal fix auf die Lösung gekommen … Klimaanlagen.“
In your face, Peter Parker! 😀
Tatsächlich: Ja.
War verblüfft, als ich Ihre Lösung von Ihnen las.
[Hätte mehr mit „naiven – aber die Umwelt“ gedacht, was mal wieder richtig als Punkt, aber falsch als Konsequenz wäre.]
Hut ab.
Oh, Sie sollten meine Meinung zu 30er-Zonen, Erneuerbaren Energie sowie Speichertechnologien und die… „Ideen“ von „effizienten“ Verbrennern, blauem Wasserstoff, modulare Mini-AKW und Nichtstun bis die Fusionskraftwerke fertig sind, lesen 😉
Wenn Sie meinen, dass „naive – aber die Umwelt“-Politik mit früherem Umwelt- und Klimaschutz, verbindlichen Zielen und der gezielte Ausbau klimafreundlicher Technoligien weniger gebracht hätte, sind sie da mit so manchen Parteien einer Meinung – günstiger stehen Sie allerdings nicht da ^^
Können Sie ja gerne teilen, Ihre Meinungen. Ist ja kein Problem.
😉
Da missverstand ich Sie wohl. Ich dachte, Sie wollten eine Info, ab wann sich die Vorteile einer Klimaanlage bemerkbar machen würden – es ging Ute ja um Homeoffice und ich argumentierte für Klimaanlagen in Schulen.
Nein, es gibt kein Recht auf Homeoffice.
Und bei Kindern, die in einer Dachgeschosswohnung leben, ist es im Zweifel sogar heißer als in der Schule.
Schulen müssen für die kommenden Hitzwellen durch bauliche Maßnahmen ertüchtigt werden. Homeoffice ist keine Lösung.
Klar, muss ich ja nicht 100% Homeoffice sein, aber 25 % geht locker in bestimmten Absprachen, schau mal ins Ausland wie digital man dort schon ist.
25 Prozent Homeoffice habe ich locker, weil ich zuhause den Unterricht vorbereite und Klausuren korrigiere. Es sind sogar eher 50+ Prozent.
Wer keine Lust hat, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, sollte den Beruf wechseln, statt Homeoffice zu fordern, um von den Kindern wegzukommen.
Wir brauchen kein Homeoffice, sondern eine Arbeitszeiterfassung, um die Überlastung eines großen Teils der Lehrkräfte zu verhindern.
Wann verstehst du den Unterschied zwischen Homeoffice und mobilem Arbeiten?
Das eine ist zuhause, das andere ist mobil…
Guckstu hier:
https://www.verdi.de/arbeit-recht/homeoffice-und-mobile-arbeit-was-beschaeftigte-wissen-muessen
Es gibt keine rechtliche Definiton von Homeoffice. Und nach der Definition von Verdi handelt es sich um mobiles Arbeiten, wenn der Ort an dem gearbeitet wird irrelevant ist, solange die Arbeit erledigt wird.
Hier zwischen Homeoffice und mobilem Arbeiten streng unterscheiden zu wollen, ist aber Haarspalterei, die in der Sache nicht weiterbringt. Die Forderung von Ute oder PetraOWL besteht im Kern in der Forderung, dass die Arbeit nicht im Schulgebäude, sondern zuhause oder an einem anderen Ort erledigt werden kann.
Wie Sie das nennen wollen, ist völlig irrelevant, zumal die Begriffe nicht verbindlich definiert sind.
wenn du so weitermachst, bist du der Letzte in deiner Schule Walther. Mit deinen 42 Std und deinem Zuhause noch Arbeiten wirst du keinen finden.
Echtes Homeoffice sieht völlig anders, frag mal Hasi!!
Komisch, an unsere Schule kommen ständig neue Kolleg:innen.
Komisch, dass dickebank und PetraOWL anfangen zu duzen, wenn sie gestresst sind 😉
@dickebank war Gesamtschullehrkraft und duzt grundsätzlich alle.
Klar 😉
https://www.news4teachers.de/2026/08/ab-30-grad-kein-pruefungsrelevanter-stoff-im-unterricht-mehr-neuer-hitzeplan-empfiehlt-schulen-weitreichende-massnahmen/#comment-829521
Aber kann schon sein, dass manche Gesamtschullehrkräfte zu Duzen beginnen, wenn sie genervt sind ^^
Liebe KI, danke.
Es gibt mindestens die Möglichkeit für Homeoffice und wenn wir es aus der 35 Stunden Perspektive sehen, ist das scho mal 1 ganzer Tag.
Also wenn du nicht für verbesserte Arbeitsbedingungen bist, wirst du der Letzte in deiner Schule sein Walther 🙁
Wir haben keine 35-Stunden-Woche. In NRW haben Beamte eine 41-Stunden-Woche.
Die Mehrheit der Arbeitnehmer hat in Deutschland übrigens keine 35-Stunden-Woche. Homeoffice hat auch nichts mit der zu arbeitenden Stundenzahl zu tun. Homeoffice ist ja immer noch Office.
Sie treten nicht für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein, sondern Sie wollen sich auf Kosten der Kinder vor der Arbeit drücken.
Sinnvolle Forderungen sind Forderungen nach einer Arbeitszeiterfassung und nach einer Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Forderung nach Homeoffice zeigt nur, dass man den Beruf verfehlt hat. Wer möglichst große Distanz zu den Schülern haben will, sollte nicht Lehrkraft sein.
stimmt überhaupt nicht Walter! Schäm dich.
Und natürlich wollen wir die 35 Std, das ist dann nämlich endlich die 4 Tage Woche!
Sie klingen wie ein kleines Mädchen, welches man den Lolli weggenommen hat….
„Stimmt ja gaaaar nicht“….“Ich will aber….“ (Füßchenaufstampf und Fäustchenschwing)
Meine Güte, Sie sind ja nicht ernst zu nehmen!
🙂
Was meinen Sie, wie die erst greint, wenn ihr der Pickert https://die-kartoffel.de/rezepte/lippischer-pickert/ erst einmal weggenommen wird.
Etwa mit Rübenkraut? Da würde ich auch heulen, wenn man mir den wegnimmt! Ich liebe Kastenpickert mit Rübenkraut!!!
Nach Omas Rezept!
Haben Sie Quellen, die anderea sagen?
Wenn die Schule so überhitzt ist, dass den Kindern nicht zumutbar ist, sich darin aufzuhalten, dann lautet die Alternative hitzefrei und nicht Zoom-Konferenz.
Dasselbe gilt, wenn im Winter die Heizung ausfällt. Kommt das bei Ihnen ernsthaft regelmäßig vor?
Heizung fiel bei uns vor Ostern aus. Will ich nie mehr erleben
Bei uns hatte es in den letzten Wochen häufig vormittags schon über 30 Grad im Schatten.
Wie werden diese Temperaturen eigentlich definiert? Außentemperatur? Mittlere Temperatur im Gebäude? Höchste gemessene Temperatur im Gebäude? Niedrigste gemessene Temperatur im Gebäude? Für jeden Raum individuell?
Es geht um die Raumtemperatur. Herzliche Grüße Die Redaktion
Welchem Raum? Im Weltraum ist diese Temperatur utopisch.
So funktioniert der Weltraum nicht…
Obacht, wenn Sie so schreiben, enden Sie noch als rechtspopulistischer Politiker ^^
https://m.youtube.com/watch?v=lBV5fw6e0RM
Eine verbindliche Schließung individueller Räume bei bestimmten Temperaturen, anstatt schwammig vom Ausweichen in unbesetzte, kühlere Räume, die es nicht gibt, wäre ja schonmal ein Anfang.
Am Ende haben wir es dann wie bei Corona, wo nur noch Abschlussklassen und die Jüngsten versorgt werden, der Rest wird im Stich bzw. in der Eigenverantwortung gelassen, etwas zu lernen 🙁
Statt bei 26 Grad Raumtemperatur empfehlen diese „Experten“ jetzt hitzefrei erst ab 30 Grad Raumtemperatur? Ernsthaft??
Klar!! … in der Hoffnung, dass niemand die Verschärfung der Situation durch diese sicherlich lamimierten Empfehlungen bemerkt.
Wir müssen uns halt auf den Klimawandel einstellen.
Jaja, siehe im Artikel, wie gut wir uns „einstellen“, indem Unterricht verlegt und Arbeiten ausfallen…
Die Ukrainer*innen stellen sich gerade auch ein, im Gegensatz zu denen, WOLLEN wir nichts verbessern. Schade, aber wir haben gesagt, kein Geld dafür auszugeben, darum „können“ wir jetzt dafür kein Geld ausgeben… (Kommt mir irgendwie bekannt vor…)
Ist doch logisch: Der Klimawandel wird nicht bekämpft, also müssen wir die Richtwerte anpassen. Problem gelöst!
Und dazu sollten plötzlich die Ressourcen bereitliegen? Das „Leben mit dem Klimawandel“ ist ja absurd viel teurer, als die heute angeblich unzumutbaren Summen für Klimaschutz.
Aber hey, immerhin opfern wir die Zukunft unserer Nachkommen und schaut her, wie glücklich und konkurrenzfähig derzeit allle sind 😀
Also jedes Schuljahr wird der Richtwert für hitzefrei um ein Grad nach oben verschoben?
Frosch, Wasser langsam erhitzen – Sie kennen die Geschichte
🙂
Wie wäre es, einfach an solchen Tagen frei zu machen, parallel entweder den Lehrplan entschlacken oder die Schulzeit einfach um ein Jahr verlängern? – wäre auch eine adäquate Anpassung. Und da LuL eh immer überlastet sind, kämen diesen die freien Tsge auch zugute, um Burnout entgegenzuwirken. Und die Schulen bräuchten keine teuren und klimaschädlichen Klimaanlagen. Win-win-win also.
Jap, gute Idee. Dann gehen alle nach Hause und schalten statt einer Klimaanlage halt 5-10 ein?
Perfekte Lösung und komplett durchdacht mal wieder im „Klima-Rette-die-Welt“ Bereich des Denkens.
Sorry, echt nichts gegen Sie. Ich glaube ich mag Ihre Beiträge (meistens).
Aber glauben Sie wirklich, dass das sich so ausgeht/rechnet?
Mein Tipp: Wer es sich leisten kann … Geht Heim. Schaltet die Glotze/den Computer oder nur das Swipe Handy ein. Manchmal auch alles gemeinsam. Dazu die Klimaanlage. Und gut ist.
Wer es sich nicht leisten kann? Pech. Oder würde sich ggf. sogar über eine Klimaanlage in der Schule freuen … Statt daheim zu schwitzen. Wer weiß.
„Ich“ bin ja offen für Ihre Anregungen … Gute Ideen dabei. Aber das mit der Klimaanlage … Glaube da liegen Sie in der Folgekonsequenz halt einfach deutlich daneben.
Wieviele Klimaanlagen werden genutzt?
Wie ist der Trend?
Wie bei weiteren höheren Temparaturen?
Ja … Ne. Man „spart“ klimatechnisch nichts dadurch. Alleine wegen „andere Geräte“ [Konsum, Medien, Unterhaltung] und Ventilatoren/Klimaanlagen … Das ja ein Verteiler im Prinzip – wenn man hier „alle Heim schickt“.
Positiv: Der Staat müsste keine Klimaanlagen anschaffen. Er „fördert“ die Wirtschaft. Und kann zwecks Klima dann mit dem Finger auf „ihr seid es – ihr Egoisten“ zeigen.
Brilliant. Haben Sie den Vorschlag der KMK mal vorgelegt?
Nur als Ergänzung … Weil die Frage muss geklärt sein: Wie können dann die Eltern trotzdem arbeiten? Und wer sorgt für „Betreuung“?
Wenn Sie darauf antworten noch hätten … Und Sie sich beruflich umorientieren wollen würden … Beratungsposten sind hier dann zumindest recht naheliegend und sicher denke ich.
[Nehmen Sie es mit Humor … Gerade bisschen Sarkastisch unterwegs. Nichts gegen Sie … Mehr „der Frust“, wie man so … Unfä… ehm .. so „handeln“ kann wie manche „Organisationen“.]
Kein Ding – ich mag Sarkasmus ;).
Ich dachte eher, alle gehen ins Freibad oder fahren an den See. Je nachdem, was da ist.
Betreuung der Kleinen ist natürlich ein Problem – vielleicht in den Grundschulen Wasserspiele / Rasensprenger auf dem Schulhof und Wassereis. Ab Klasse 5 können die doch wohl alleine zu Hause bleiben oder ins Freibad gehen.
Die Idee kam mir auch nur, weil ich es für maximal unrealistisch halte, dass Schulen in naher Zukunft mit Klimaanlagen ausgestattet werden – das wäre natürlich das Beste. Solange nicht, muss etwas Anderes her oder nicht?
„Kein Ding – ich mag Sarkasmus ;).“
Top. Solange man es nicht persönlich nimmt, finde ich das gut.
Selten von mir persönlich gemeint.
„Ich dachte eher, alle gehen ins Freibad oder fahren an den See. Je nachdem, was da ist.“
Wer beaufsichtigt das denn bitte wieder?
Außer das ist auch Sarkasmus/Ironie. Dann: Checke.
Falls ernst gemeinter Vorschlag:
Mehr oder weniger brauchen Sie schon einen Rettungsschwimmschein, wenn ein SuS eine große Pfütze überquert …
Wie wäre dann die konsequente Folgeforderung diesbezüglich? Genau … Alle Lehrkräfte sollen/“müssen“ einen Rettungsschwimmschein machen.
Haha, wundern würd’s mich nicht mehr allerdings. Wilde Zeiten.
Mal von anderen Rahmen abgesehen … Ansturm auf Freibäder, Chaos, Eintritte (wer zahlt?), Anordnungen, Busfahrten/Abdeckung des Weges, Anzahl an First-Aid-Kits (da ja auf einmal alle „Ausflug machen“), Schwimmtauglichkeit (Prüfung, Eintragung, ..?), Beachtung und Achtung auf sowas wie „Sonnenstich (im Wasser)“ und „auch danach“ dazu eben Sonnencreme (Aktualisierung ggf.), usw. usf. …
Falls die Kids „selbst“ gehen sollen: Auch hier sind die Eltern dann „mit dabei“ bis zu einem bestimmten Alter. Also sollten …
Die Resonanz von Schwimmbädern und der DLRG usw. haben „wir“ doch bereits? Viel zu viele Nichtschwimmer (und/oder sehr schwache) aktuell.
Einige Todesfälle auch dieses Jahr wieder. Sowohl im Bereich „Schulschwimmen/Ausflug“, als auch im Bereich „freizeitliche See/Weiher“-Aktivität.
Also „netter Gedanke“ – in der heutigen Sozialgesellschaft, den Ressourcen von Schulen und Rechtsbezug? Auf keinen Fall. Danke.
Vllt. auch gerade, weil ich den Rettungsschwimmer auch habe … Würde ich hier persönlich das weder „tragen“ („wollen“), noch gar dazu raten.
Ja, Betreuung … Von Unterricht braucht man ja nicht mehr sprechen (dann). Und durch sowas wie „Wassereis“ usw. macht man es bestimmt angenehmen. Ob jetzt „Rasensprenger“/“Wasserspiele“ … Kommt halt dann wieder auf die Risiko-Nutzen-Abwägung an. Sorry, aber das mag nett klingen. Wenn da 60-70 SuS rumrennen und man stets auf „Sonnenstich“ und „Sonnencreme + erneutes Auftragen“, sowie „Sport bei Hitzewelle“ dann achten muss … Klingt das für manche auf einmal weniger nett.
„Ab Klasse 5 können die doch wohl alleine zu Hause bleiben oder ins Freibad gehen.“
Sollte/Möchte man meinen … Braucht’s dazu mehr zu sagen?
Ne … „Können“ manche nicht.
Aber eventuell sollte man das wieder mehr in Fokus nehmen …
„Die Idee kam mir auch nur, weil ich es für maximal unrealistisch halte, dass Schulen in naher Zukunft mit Klimaanlagen ausgestattet werden“
Richtige Einschätzung.
Bei aktueller „Prognose/Tendenz“ sehe ich auch einen „potentiellen Rückschlag“ – auch in Bezug auf die Experten(gruppe).
Warum?
Wenn es häufiger zu Hitzefrei kommt:
– Klimavertreter: „Verlieren“, da eben viele nach Hause gehen werden und dort Geräte eingeschalten werden … TV, Klimaanlage usw.
– Ärzteverband und co.: Die potentiellen Gesundheitsschäden durch Klimaanlagen im Schulbereich vs. Verlegung auf den Privatbereich – dazu eben andere Wirkeffekte [Kind alleine bei Hitzewelle daheim? Keine Klimaanlage – ggf. andere Folgewirkungen wie Kreislaufschwäche aufgrund Hitze …]
– Beteiligte Lehrkräfte: Hoffnung auf nachhaltige Umbauten und Kompromiss der „kurzfristigen“ Belastung? Toitoi. Respekt an den Glauben … Vorleistung mal wieder.
Aber gut, das sind Experten. Ich hoffe, dass das besprochen und abgewägt wurde, sowie gut überlegt.
Dementsprechend auch keine Nennung von Klimaanlagen.
Schauen wir mal …
„das wäre natürlich das Beste.“
Es wäre als systemische Zwischenlösung und aktuelle Handlung das Beste. Nachhaltig und langfristig müsste man trotzdem auf die Ziele des Papers gehen. Das wäre dann „aktuell“ (und „künftig“) tatsächlich das Beste.
Aber auch nur, weil man das halt „in Vergangenheit“ eben nicht in die Wege geleitet hat, „das Beste“ [nachhaltige Ressourcen – siehe Paper] draus zu machen. Klimaanlagen sind der „Kompromiss des Versagens“ und Nicht-Handelns. Sie sind keine „wirklich gute Lösung“. Aber in dem Fall halt schon …
„Solange nicht, muss etwas Anderes her oder nicht?“
– Schwitzen
– Notfalldienst rufen (bei Bedarf/Anzeichen)
– Notfallpläne und Hitzepläne kommunizieren und einhalten – Hitzefrei als „Standard“ ab bestimmten Temperaturen
– Remonstrationspflicht (!) nutzen
– Ggf. Überlastungsanzeigen schreiben
– Ggf. über GEW und co. Forderung nach „tragbaren Zwischenlösungen“ bis zur Umsetzung der langfristig nachhaltigeren Lösungen. Heißt: Streikaufforderung und Streikrecht nutzen
– Krankmeldungen aufgrund Belastung und Erschöpfung nutzen
– Ggf. Klagefälle wegen Rechtsverletzung im Arbeitsbereich [ständige Prüfung]
Was soll denn das „Andere“ sein? Die Handreiche mit den Sachen, die sowieso im Prinzip schon gemacht werden, da logischer Menschenverstand [hoffentlich]?
Das Warten und Hoffen auf die im Paper genannten „Mittel- und Langzeitziele“?
Schauen wir halt mal, wann man damit anfängt. Als Tipp: JETZT wäre so ein guter Moment dann, wenn man sowieso keine Klimaanlagen anschafft.
Ich tippe mal eher darauf, dass halt „beides“ nicht kommt „in absehbarer Zeit“.
Aber nett, dass „wir“ uns drüber Gedanken machen. Hat doch auch schon was.
Man löst normalerweise keine systemischen Probleme auf der individuellen Ebene. Man entgegnen diese maximal (etwas).
Soll jede Schule, jede Lehrkraft/Mitarbeiter der Schule, alle Eltern und Kinder dies denn jeweils auf der „individuellen, persönlichen Ebene“ „lösen“, nur weil man auf systemischer Ebene keine Zwischenlösung anbieten will/kann? Weil man es eben selbst durch Sanierungsstau und co. auf systemischer Ebene verkackt hat und dies nicht benennen möchte und sich dafür nicht gerade stellen will?
Oh mei …
Ach bei hohen temperaturen schmilzt der Lehrplan eben. Eind Lehplan mit mehreren Aggregatzuständen sozusagen.
Idee: Wenn man den Lehrplan an die Koalitionspläne der Regierung als Abgleich/Ermessensspielraum der %-ualen Einhaltung nehmen würde, dann müsste er allerdings weit schmelzen.
Kann man das mal fordern?
Wäre das nicht „eine moderne“ Anpassung?
Politik (er)findet Gründe, warum so manche Punkte nicht gehen/gingen im Nachhinein. Manchmal mehr und manchmal weniger „ehrlich“.
Und so könnte man doch Lehrpläne auch gestalten.
Als Ziel. Aber wenn halt eben „Gründe“ so reinkommen … Dann streicht man mal selbst eben was weg.
Wie sieht es dann mit bspw. Abitur aus?
Wahlmöglichkeiten nach Topics und durch Anklicken Individualisierung.
Man bereitet als KMK halt einfach alle Lehrplanthemen vor. Und die Lehrkräfte klicken ihren „Lehrplan“ [also der Klassenlehrplan] einfach mal an und man bekommt „Aufgaben gestellt/freigeschaltet“.
Individualisierung: Check
Modernisierung: Check
Digitalisierung: Check
Flexibilität: Check
SuS-Interesse: Check
Alltags-/Realitätsbezug [Quotenabgleich Koalitionsvertrag]: Check
Inklusion/Differenzierung: Weiß nicht. Kann man das nochmal dann nach Leistungsniveaus usw. anpassen bei Bedarf? Dann Check.
Ne? Schade aber auch.
Obwohl man doch so sehr für obere Punkte angeblich ist … Warum nicht „selbst“ ein gutes Vorbild dann sein? Auf mehren Ebenen das „selbst“.
Bin ja verwundert, dass das noch nicht so kam … GEW? KMK? Hab da mal so eine Idee …
Gefriert der Lehrplan dann auch, wenn im Winter, wie oben beschrieben, die Heizung nicht funktioniert?
Wegen der Betreuung kann es eigentlich kein hitzefrei mehr geben
In der weiterführenden Schule gibt es, zumindest ab Klasse 7, keine Betreuung mehr. In unserer Grundschule hat die SL, trotz 30 Grad im Raum vor Unterrichtsbeginn, hitzefrei kategorisch abgelehnt. Man wollte statistisch nicht schlechter dastehen als die Nachbarschule. Dass die LK und teilweise auch die Kinder reihenweise mit Kreislaufproblemen zu tun hatten – wen interessierts?
Wir haben vor den Ferien zwei Tage (als es wirklich unerträglich heiß war) nach der vierten Stunde „Hitzefrei“ gegeben (also den Unterricht geschlossen). Das ging auch nur, weil die OGS dann ausnahmsweise übernommen hat und die Kolleginnen auch mit in die Betreuung gegangen sind.
Da wir das drei Tage vorher angekündigt haben und auch die Eltern gebeten haben, ihre Kinder aus der glühenden Hitze zu befreien, erklärten sich ganze 37!!! Eltern von 135 OGS-Kindern bereit, ihre Kinder eher (also 16.30 Uhr) abzuholen…..die anderen mussten bis zum bitteren Ende bleiben.
Wir haben übrigens Dreiviertel unserer Schüler in der OGS…..
In Grundschulen wie unsere ist es also kein Wettbewerb, welche Schule kein Hitzefrei gibt,, sondern es ist einfach sinnlos, weil mindestens die Hälfte der Kinder davon absolut nicht profitiert.
Und ich als SL weiß gut wovon ich rede….ich hatte jeweils an den zwei Tagen eine Doppelstunde Mathe mit zwei Klassen und nach nichtmal 2 Minuten war ich klatschnass geschwitzt…..da ging nichts mehr…..es war grauenhaft!
Ich würde bei hitzebedingten Kreislaufbeschwerden, die sich mangels Möglichkeiten nicht selbstständig verbessern lassen, die 112 rufen. Wenn Kinder vermehrt von Sanitären in Schulen versorgt werden müssen, wird das Problem sichtbar. Auf jedem Stadtfest, Festival und ähnlichen Events sind Sanitäter unter anderem aus diesem Grund stationiert und haben gut zu tun. Kinder mit Kreislaufbeschwerden unversorgt durch den Tag zu ziehen, weil die Eltern sie nicht abholen können, halte ich für unverantwortlich. Ich würde die Verantwortung für gesundheitlich angeschlagene Kinder jedenfalls nicht übernehmen wollen. Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher werden vor Gericht persönlich für gesundheitliche Schäden haftbar gemacht. Da würde es nicht helfen zu sagen „bei den Bedingungen und in der Menge, in der Kinder Probleme mit der Hitze haben, können wir garnicht einzeln darauf eingehen. Da müssen wir alle durch. Wir konnten nicht ahnen, dass dieses eine Kind an den Folgen sterben würde!“
Ich habe natürlich bei jedem Kind angerufen und es abholen lassen. Eines lag allerdings knapp 2 Stunden im Saniraum, weil Mama „nicht schon wieder von der Arbeit weg konnte“. Die Zwerge können einem nur noch leid tun.
Genau das ist der Weg.
Persönlich würde ich mich bei Kreislaufbeschwerden umgehend krankmelden – schon aus rechtlichen Gründen.
Und wenn Kinder ernsthaft hzperventilieren, Schwindel bekommen o.ä. – ich rufe 112. Und wenn es 30 mal Tag wäre.
Glücklicherweise ist unsere SL vernünftig und gibt konsequent hitzefrei.
Arbeitsschutz einfordern- Schulbehörde einschalten und sich das Ignorieren der Fürsorgepflicht als Dienstanweisung schriftlich geben lassen. Dann zum Arzt und ggf. zum Anwalt.
Ja, und somit verschärft sich die Situation für alle … v.a. für die Kinder und Jugendlichen, die aus familiären Gründen nicht am Nachmittagsbrimborium teilnehmen müssten, … die werden durch die zu betreuenden Kinder „mitbestraft“ … weil hier doch immer so von den armen, aus prekären Familie stammenden Kindern gesprochen wird und z.B. deren Wohnsituation als Argument gegen hitzefrei angeführt wird … drehen wir diesen Ansatz doch mal um und schauen, wer hier bei dieser Position steilgeht.
Bildungsgerechtigkeit mal aus einer anderen Perspektive betrachtet.
Hatte vor den Sommerferien ein paar interessante Gespräche mit Kindern, die sich darüber beklagten, dass sie aus genau diesem Grund (Betreuungsvereinbarung für ganze Jahrgänge – bei uns v.a. 5 & 6) nicht nach Hause durften, weil sie verpflichtend an den Angeboten teilnehmen mussten – und entsprechend genervt waren.
Trotzdem aber hitzebedingt auch keinen Unterricht 🙁
Rechtsansprüche sind eben Rechtsansprüche. Bei uns wurde es jüngst (sprachlich) so geregelt, dass den Eltern freigestellt wurde, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken.
Analog ist das ja auch bei Sturm oder Glätte so.
Der Rechtsanspruch bleibt dabei gewahrt und die Verantwortung wird den Eltern zugeschoben.
Die Kindersterblichkeit war früher de facto höher.
Ihr ekelhaftester „Kommentar“ bisher. Den sollten Sie den Verkehrstoten im anderen Artikel hinterherschieben
Lol, manche Fächer sind so geballt mit prüfungsrelevantem Stoff bzw. es gab schon viel Ausfall, dass man in jeder! Stunde prüfungsrelevanten Stoff machen muss. Was ist denn das für ein Vorschlag?
„Was ist denn das für ein Vorschlag?“
Der Vorschlag erfüllt die beiden entscheidenden Parameter:
Also: Genauso wie immer!
Ich stelle mir Unterricht in der Oberstufe auch schwierig vor, wenn nichts Abiturrelevantes vorkommen darf. Dann kann der Unterricht auch ausfallen.
In Mathe gibt es quasi nichts, was nicht prüfungsrelevant wäre…
Tja, Mathe ist für viele eine lebenslange Prüfung:)
Volle Zustimmung!
Da reden manche bereits der Politik nach dem Mund, anstatt sie in die Pflicht zu nehmen
Ist schon heftig, wie viel Energie darauf verwendet werden muss, weil Zuständige keine Klimaanlagen einbauen lassen. 🙁
Die Zuständigen residieren ja in klimatisierten Büros
Ich schrieb ja schon letztes Mal: Absprechen und reihenweise Lehrgänge in die Rathäuser machen, ggf. dort Arbeiten schreiben! 😀
Sie haben das doch sicher schon einmal selbst mit Ihren Schülern praktiziert, wenn Sie das hier wiederholt zur Nachahmung empfehlen. Wie war die Resonanz im Rathaus? Wie viele Unterrichtsstunden konnten Sie dort abhalten? Wie lange vorher muss man sich dort anmelden? Oder sind Sie ganz spontan dort hin gegangen? Was sagte Ihre Schulleitung zu dieser guten Idee und hatten Sie Nachahmer im Kollegium?
Oder ist dies nur eine „Idee“ von Ihnen und Sie hoffen, dass irgendjemand diese aufgreift und Sie selbst beobachten ganz mutig aus der Ferne wie das ausgeht? 🙂
Wir haben schon einmal Toilettengänge gen Rathaus verlagert. Hatte als Nebeneffekt eine beschleunigte sanierung der schuleigenen Sanitärräume zur Folge. – Komisch, nich?
Hoffentlich hat da kein Schüler auf den Boden gek…. Oder ging es gerade deshalb mit der Sanierung schneller? 🙂
Öffentliche Toilette halt:)
Natürlich haben Sie das Ihrerzeit. Glückwunsch zu dieser Scheißaktion 🙂
Ich glaube nicht, dass dickebank im Rathaus auf den Boden gek…. hat. Trauen Sie ihm das etwa zu? Oder warum bezeichnen Sie das als Scheißaktion? 🙂
In meinem Kopfkino trug er morgens einen Helm und einen Zeigestock, mit dem er seiner Klasse „Operation Scheißaktion“ erläuterte. Schätze, danach gab es dann was zum Thema Verdauung und ein großes Frühstück – muss ja alles fächerübergreifend sein.
Möglicherweise war ich auch nur müde genug, mir doofe Namen zu überlegen
„Sie haben das doch sicher schon einmal selbst mit Ihren Schülern praktiziert, wenn Sie das hier wiederholt zur Nachahmung empfehlen.“
An der Förderschule habe ich… coolere Ausweichmöglichkeiten bei Hitze 😛
Aber wir waren bei Hitze öfters an klimatisierten Orten, ja.
„Was sagte Ihre Schulleitung zu dieser guten Idee und hatten Sie Nachahmer im Kollegium?“
Keine Ahnung, ob meine Schulleitung meine Posts im Internet liest.
Da Sie das alles ja bluternst nehmen – vielleicht weil sonst nichts Besseres geplant ist – schaue ich zum neuen Schuljahr mal, ob wir im Rathaus schreiben dürfen.
Problem bis dahin wäre, wo sich bis dahin lernen lassen kann…
Ich kann da nur für meine Schule sprechen, aber „Weniger hitzebelastete Ersatzräume sollen genutzt, Pausen verlängert oder zusätzliche Pausen eingerichtet werden. Vorgesehen sind „regelmäßige gemeinsame Trinkpausen“; ausdrücklich sollen auch „‚Trinkverbote‘ während des Unterrichts“ aufgehoben werden. Bekleidungsregeln für Lehrkräfte können gelockert werden.“
– Bei uns gibt es keine kühleren Räume, schon gar nicht in ausreichender Anzahl. Pausen verlängern, damit die Schüler auf dem aufgeheizten und komplett versiegelten und nicht beschatteten Schulhof Rum laufen müssen? Trinken dürfen sie bei uns immer, nutzt nur irgendwann nichts mehr. Bekleidungsregeln? Sind mir gar nicht bekannt. Gibt es offizielle?
„Auch der Unterricht selbst soll angepasst werden. Prüfungen sollen „in die kühleren Morgenstunden oder in kühle Räume“ verlegt, der Sportunterricht verändert und kühle Räume sowohl für Unterricht als auch für Pausen freigegeben werden.“
– siehe oben. Bei uns sind/waren es in den frühen Morgenstunden schon 27+ Grad und die Räume heizen sich schnell auf (Glasfront).
„Bei den Unterrichtsanforderungen empfiehlt das Papier ausdrücklich „kein prüfungsrelevanter Pflichtstoff“; stattdessen sollen pädagogisch sinnvolle Einzel- oder Gruppenbeschäftigungen angeboten werden. Prüfungen sollen nicht mehr stattfinden, Trinkwasser soll bereitgestellt werden.“
– in diesem Sommer hätte das bedeutet, dass eine komplette Klausurphase nicht oder nur unter Aufhebung des Klausurlimits pro Woche hätte stattfinden können. Und wenn ich wochenlang keinen prüfungsrelevanten Pflichtstoff machen soll, wie soll ich den Lehrplan erfüllen und meine Schäfchen auf Prüfungen vorbereiten?
Ab 35 Grad reicht eine Anpassung des Unterrichts nach Auffassung der Autorinnen und Autoren nicht mehr. Dann soll ein zuvor bestimmter Hitzekrisenstab täglich zusammentreten. „Regelunterricht nicht mehr möglich“, heißt es im Musterplan. Sportunterricht soll ausfallen, alternative Betreuungsangebote sollen geprüft werden. Für die Folgetage kann die Schulleitung Distanzunterricht in Betracht ziehen.
– Distanzunterricht funktioniert nur sehr eingeschränkt und wer sagt denn, dass es bei den Schülerinnen und Schülern bzw. den Lehrkräften zu Hause kühl ist?
Die einzige effektiven Optionen sind die Installation von Klimaanlagen und die Beschattung und Entsiegelung von Schulhöfen.
Die im Plan vorgeschlagenen Maßnahmen sind natürlich alles Dinge auf die die Schulen selbst kommen würden, wenn es denn kühlere Räume etc gäbe. Das wissen die Mitarbeiter im Ministerium auch, aber es soll ja wenigstens so aussehen als würde was getan und eine neue Handreichung kostet halt kein Geld (Personal ist ja da)
Man wird ALLES tun, um kein Geld für klimatisierte Klassenräume ausgeben zu müssen, es sei denn, die Eltern machen massiver Druck. Für dieses Jahr sitzt man das Problem aus, der Sommer neigt sich sowieso dem Ende entgegen – und im Sommer 2027 werden dieselben Diskussionen wieder geführt werden, mit dem Resultat, dass (nahezu) keine Kommune die Kosten für Klimaanlagen und deren Wartung über die Jahre hinweg bezahlen möchte. Man fühlt sich unweigerlich an Frau Merkels Vorschlag während der Pandemie erinnert, bei Kälte durch geöffnete Fenster im Winter einfach zu klatschen oder ein paar Kniebeugen zu machen. Vielleicht kann man durch Klatschen auch im Sommer ein wenig die Hitze vertreiben? Einen Versuch ist es sicherlich wert.
„Man wird ALLES tun, um kein Geld für klimatisierte Klassenräume ausgeben zu müssen“
Lehrkäfte könnten welche kaufen…
Eher nein. Erst neulich wurde doch über eine Lehrerin berichtet, der es untersagt wurde, einen privat angeschafften Ventilator im Klassenzimmer zu nutzen, da die nötige Sicherheitszertifizierung seitens des Schulträgers fehle. Lehrkräfte haben wahrscheinlich nur eine Möglichkeit: Krankmeldung bei zu großer Hitze.
Natürlich nicht. Beamtinnen und Beamte können – müssen sogar – remonstrieren: „Die Remonstrationspflicht ist die gesetzliche Pflicht von Beamtinnen und Beamten, Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit einer dienstlichen Anordnung unverzüglich beim Vorgesetzten anzumelden.“ Gerne hier nachlesen: https://www.staatklar.org/artikel/remonstrationspflicht-lehrer-schildert-beispiel-fuer-remonstration.html
Angestellte Lehrkräfte können von dem Mittel der Gefährdungsanzeige Gebrauch machen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hat die Dienststelle deshalb leistungsfähigere Schredder bekommen?
Remonstriert wurde bei uns deshalb bereits im vergangenen Jahr einmal … das Schreiben ging – dienstwegbedingt – an die SL und von dort an die zuständigen Stellen … bevor zu der Remonstration überhaupt die notwendige Prüfung von zuständiger Stelle erfolgen konnte (die hatten plötzlich ganz viel verwalterische Zeit) hatten wir bereits die Dienstanweisung von oben, nach den aktuellen Regeln und Bedingungen unseren Dienst fortzusetzen.
Also Hitze, keine Entlastung, keine Umgangsregeln für diese Situation …. Rückmeldung haben wir zur Remonstration dann Wochen später bekommen, als die Situation sich jahresteitlich endschärft hatte.
Siehst mal, alte Behördenweisheit:
Es gibt Vorgänge, die sich durch Liegenlassen von selbst erledigen.
Absolut richtig.
Hat nur (in diesem Fall) keinerlei Folgen, weil: Verantworrungsdiffusion ist perfektioniert.
Sie kennen den Werdegang bei Überlastungs/Gefährdungsanzeige?
Ich stelle diese beim Schulleiter. Dieser prüft und leitet dieselbe, weil es sich um bauliche Mängel handelt, an den Schulträger weiter. Der Schulträger schickt das Ganze mit dem Hinweis zurück, dass ich nicht bei ihm, sondern beim Land angestellt bin und er daher nicht für die spezielle Ausgestaltung meines Arbeitsplatzes zuständig ist – das ist nämlich der Arbeitgeber. Der Schulleiter leitet meine Anzeige an das Schulamt weiter. Der zuständige Schulrat hebt die Hände und sagt: ich würde ja gern helfen, aber für die Gebäude sind wir nicht zuständig. Der Kollege soll mal Wasser trinken. Nen Wasserhahn wirds ja irgendwo im Gebäude geben, zur Not auf der Toilette, haha. Ist halt Sommer, haha.
Im Ernst, ich hab das Spiel „Überlastungs/Gefährdungsanzeige“ aus verschiedensten Gründen mehrfach durch. Kostet mich Zeit, bringt aber nichts. Im Regelfall liegts nicht mal am bösen Willen obengenannter Entscheidungsträger, sondern schlichtweg am fehlenden Geld, dem Denkmalschutz (Außenverschattung an historischen Gebäuden? Schattensegel auf Schulhof mit Gebäudeensembleschutz? Ganz böse) und Überlastung der dortigen Mitarbeiter.
„Das Anzeigen einer erheblichen Gefahr ist eine Pflicht – nicht nur ein Recht.“
Gerne hier nachlesen: https://www.gew-sachsen.de/aktuelles/detailseite/die-ueberlastungsanzeige-grundlagenwissen-fuer-lehrkraefte
Davon abgesehen nimmt es Sie aus der Haftung, wenn ein Schüler wegen Hitze kollabiert.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich kann nur für mich selbst eine Gefährdungs- oder Überlastungsanzeige stellen, nicht für SuS oder andere Kollegen. Hat also nichts mit Haftung für kollabierende SuS zu tun.
Was Sie vermutlich meinen, ist der Schulleitung die hohen Raumtemperaturen anzuzeigen, um auf die Gefahr für kollabierende SuS hinzuweisen. Unsere Raumtemperaturen werden elektronisch erfasst – die SL weiß genau, wie warm es ist, der Schulträger auch. Allerdings können die nichts ändern. Der Bau ist nun mal so wie er ist, die Kommune in der Haushaltssperre, das Land mehr oder weniger pleite.
Ansonsten sind meine Erfahrungen mit Überlastungsanzeigen so, dass ich mich selbst kümmern muss – arbeitgeberseitig kommt da nichts (wie gesagt, ich habe das Spiel mehrfach durch). Bedeutet: bei Überlastung lasse ich mich inzwischen selbstfürsorglich krankschreiben. Und wenn es so heiß ist im Raum, dass ich gesundheitliche Probleme bekomme, melde ich mich ab und gehe zum Arzt.
Ist blöd für die SuS, weil dann mein Unterricht fast komplett ausfällt (die zur Vertretung eingeteilten Kollegen pfeifen auch auf dem letzten Loch, da wird im besten Fall ein anderes Fach unterrichtet – in der Regel aber machen die SuS dann Hausaufgaben oder andere Selbstbeschäftigung. Ich kann’s keinem verdenken). Wenn das Land es jedoch für intelligent hält, Schulen nicht mit einer ausreichenden Vertretungsreserve auszustatten, ist das halt blöd für den Lernzuwachs der SuS.
„Ich kann nur für mich selbst eine Gefährdungs- oder Überlastungsanzeige stellen.“ Das ist falsch.
Gerne hier nachlesen: https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/keinerlei-rueckmeldungen-von-der-bildungsbehoerde
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Eher nein. Erst neulich wurde doch über eine Lehrerin berichtet, der es untersagt wurde, einen privat angeschafften Ventilator im Klassenzimmer zu nutzen“
Krass! Wo wurde dies berichtet?
Hier:
https://www.fr.de/panorama/ventilator-im-klassenzimmer-aufstellen-manchmal-will-ich-kuendigen-lehrerin-darf-keinen-zr-94391024.html
„Die von Ihnen geschilderte Vorgehensweise, wonach Lehrkräfte eigenständig Ventilatoren, insbesondere über Eltern, beschaffen und in den Klassenräumen einsetzen sollen, sehe ich aus arbeitsschutz- und haftungsrechtlicher Sicht sehr kritisch, da es verboten ist.“
Was hat das mit meinem Beispiel zu tun?
Ich schrieb nichts davon, eine Klimaanlage über die Eltern zu beschaffen und mit den Schülern aufzustellen.
„Die Elektroprüfung sei nicht gewährleistet“
Aber kann sie. Die Prüfer bei uns haben Etiketten für geprüfte Geräte und bei unsicheren eine ganz einfache Lösung (schnipschnap)
„Auch eine eigenständige Beschaffung durch Lehrkräfte mit nachträglicher Kostenerstattung ist aus haftungs- und organisationsrechtlicher Sicht problematisch. “
Sie wollte die Rechnung einreichen? Oder wollte sie Gebrauchtgeräte aufstellen?
In jedem Fall nicht das, was ich beabsichtige.
„Wenn eine Lehrkraft mit eigenen Mitteln und Mitteln der Eltern versucht, den Klassenraum von den Temperaturen her erträglich zu machen, scheint die Schule als Arbeitgeber bzw. der Schulträger ihren Pflichten nach angemessenen Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz im Arbeits- und Klassenraum bisher nicht nachgekommen zu sein.“
Stimmt, liebe GEW, darum schlug ich ja auch etwas anderes vor.
„In jedem Fall nicht das, was ich beabsichtige.“
Darf ich fragen, was genau Sie beabsichtigen?
https://www.news4teachers.de/2026/08/ab-30-grad-kein-pruefungsrelevanter-stoff-im-unterricht-mehr-neuer-hitzeplan-empfiehlt-schulen-weitreichende-massnahmen/#comment-829058
… und schon das passende Modell ausgewählt und sämtliche Genehmigungen eingeholt? Wer bezahlt das dann eigentlich? Sie persönlich, die Eltern, der Förderverein oder sammeln sie Spenden mit einem Kuchenbasar?
P.S.: Übrigens steht in Ihrem Link. „Lehrkäfte könnten welche kaufen…“
Da ging/ gehe ich davon aus, dass Sie, wie so oft, die Anderen meinen und selbst erst einmal abwarten. Mit dem mutig voran schreiten, haben Sie es ja nicht so. Erst einmal schauen, sich im Hintergrund halten und abwarten, was passiert. Nur kein Risiko eingehen oder eine eigene Entscheidung treffen.
(Sorry, vielleicht tue ich Ihnen ja Unrecht. Aber die vielen Posts, die ich bisher von Ihnen las, verleiten mich zu diesem Gedanken)
Hey, Sie haben es ja doch gelesen 😀
„Da ging/ gehe ich davon aus, dass Sie, wie so oft, die Anderen meinen und selbst erst einmal abwarten. Mit dem mutig voran schreiten, haben Sie es ja nicht so.“
Doch klar! Schauen Sie mal: Ich verurteile Putins Angriffskrieg auf die Ukraine und das gezielte Töten der ukrainischen Zivilbevölkerung durch Russlands Armee.
Wie siehts bei Ihnen aus? Eben! Dann vielleicht etwas zurückhalten, wenn es um Klimaanlagen geht (augenroll)
„Wer bezahlt das dann eigentlich?“
Wenn Sie diese Frage nach mehrmaligen Klarstellungen noch an mich haben, bitte ich Sie, nochmal meinen Kommentar zu lesen und nicht in Ihren persönlichen Vorbehalten mit Kuchenverkauf und wasauchimmer zu verharren 😉
https://www.news4teachers.de/2026/08/ab-30-grad-kein-pruefungsrelevanter-stoff-im-unterricht-mehr-neuer-hitzeplan-empfiehlt-schulen-weitreichende-massnahmen/#comment-829058
Das weiß jeder Lehrer:
Ohne den aufgeklebten „Kuckuck“ von den Elektroprüfern, die einmal im Jahr (natürlich ohne irgendwelche tatsächlichen Messungen durchzuführen) durch das Schulgebäude sprinten und auf Steuerzahlerkosten (rein juristisch gesehen, in echt kassieren die Kohle und sind weg) „prüfen“, dürfen Sie JURISTISCH GESEHEN nicht mal einen Ventilator oder Wasserkocher (privat) in der Schule betreiben.
Mein Wasserkocher hat den Aufkleber, sonst hätte der Elektriker das Kabel durchgeschnitten 🙂
oder die Ladeadapter für die Dienst-Tablets benutzen.
Analog sind Taschenrechner JURISTISCH auch prüfungssicher, wenn der Prüfungsmodus existiert und eingeschaltet wurde — völlig egal, ob Schüler den während einer Klausur umgehen können oder nicht.
…dürfen sie aber nicht anschließen. Offiziell sind bei uns sogar Ventilatoren untersagt.
Wo kann ich das offiziell nachlesen?
Ein weiteres Problem, welches mMn noch nicht beachtet wurde: Wenn Lehrer private Geräte in ihren Klassenräume benutzen, selbst wenn diese erlaubt/ genehmigt würden, … „spielen“ da die, meist alten, elektrischen Leitungen mit? Oder fliegen dann reihenweise die Sicherungen raus? Erinnere mich nämlich gerade an einen sehr kalten Winter im Studentenwohnheim, Heizung defekt … viele private Heizwert eingeschaltet … und dann sassen wir im Dunkeln. 🙂
* privat gekaufte, elektrische Heizgeräte eingeschaltet …*
sollte es heißen.
Ich erinnere mich als wir Bäume auf dem Schulhof haben wollten.
Nach endlosen Diskussionen hieß es: Ja, aner nur, wenn wir Lehrer diese bereitstellen und pflegen. Wir hatten dann sogar einen Gießplan für die Ferien…
Ohne Worte!
Sowas kenn ich auch! (Heul!)
DuG unterrichten und mit den SuS einstudieren „ich bin ein Baum“, anschließend auf dem Hof drappieren:)
Was ist DuG?
„Darstellung und Gestaltung“ als Wahlpflichtfach.
Danke! Die Abkürzung kannte ich noch nicht.
DuG mal weg?
Ist Darstellung und Gestaltung eher wie WG (Werken und Gestalten) oder wie Darstellendes Spielen/Theater? Oder wie Kunst?
Oder was kann man sich darunter vorstellen?
Was stelle ich dar? Und was gestalte ich? Außer einen Baum.
Bäume müssen gegossen werden? Frechheit!
Sie wollen gar nicht wissen, wie manche Schüler*innen im Schulgarten zur KINDERARBEIT genötigt werden! Und sowas in Deutschland!
„Ab 30 Grad zieht der Plan die Grenze enger…Bei den Unterrichtsanforderungen empfiehlt das Papier ausdrücklich kein prüfungsrelevanter Pflichtstoff“
Super, den SuS sage ich dann dass diese bei der Hitze in der Schule zu bleiben müssen, aber was relevantes machen wir sowieso nicht! Das stößt bestimmt auf rießiges Verständnis…
Nun ja, den Experten ist es zu heiß gewesen. Und da sie nicht morgens in den kühleren Räumen der Westseite zusammenkommen Konten, mussten sie bei über 30°C ihre Vorschläge erarbeiten.
Das erklärt das Ergebnis, entschuldigt es aber nicht.
Empfehlungen der „Experten“ aus den Ministerien haben mittlerweile die Qualität der „Geschichten aus dem Paulanergarten“…
Aber der Biergarten ist wenigstens schattig:)
Und dort gibt es auch die empfohlenen kühle Getränke.
Demnächst: „Experten“ empfehlen im Sommer schulische Exkursionen in den Biergarten. „Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol“ (oder waren das „soziale Medien“?)
Wohl dem, der in Bayern oder Baden-Württemberg wohnt.
Warum? Dort ist es auch nicht kühler.
Siehe unten…
Zumindest in BW trifft das nicht zu.
Stimmt.
Da wurden wohl – nicht zum ersten Mal – zur heißesten Zeit die Abschlussprüfungen an Real- und Mittelschulen geschrieben.
Warum?
In BW fanden in der heftigen Hitze Ende Juni Unterricht und mündliche Abiturprüfungen statt. Die Räume waren gut durchgeglüht.
Ab 30 Grad kein Prüfungsrelevanter Stoff?
Wie realitätsfern ist das denn??? Dann kann man ja gleich frei geben oder der Lehrplan ist nicht ernst zu nehmen. Ich nehme doch nix einfach nur aus Jux und Dollerei durch, nur weil es mir gefällt.
Wie wollen Sie denn dann Köche oder Textilreiniger ausbilden? Fällt dann alles über 30°C weg. Also nur noch lauwarme Speisen und Feinwäsche
Zugleich verweist sie mit einem Satz von Eckart von Hirschhausen auf den baulichen Nachholbedarf: „Jeder Flughafen in Deutschland ist klimatisiert, aber kaum eine Schule.“
Es ist doch noch bitterer – jeder Aldi ist klimatisiert, nur für Schulen reicht es eben nicht…
Prüfungen sollen „in die kühleren Morgenstunden oder in kühle Räume“ verlegt, der Sportunterricht verändert und kühle Räume sowohl für Unterricht als auch für Pausen freigegeben werden.
Es ist ja nicht so, dass Lehrkräfte sich explizit die wärmsten Räume oder Nachmittage für Unterricht und Prüfungen aussuchten. Es ist aber teilweise ein Drama, bei vollen Klausurwochen irgendwas zu schieben…
Vorgesehen sind „regelmäßige gemeinsame Trinkpausen“; ausdrücklich sollen auch „‚Trinkverbote‘ während des Unterrichts“ aufgehoben werden.
Wo gibt es denn bitte noch Trinkverbote im regulären Unterricht?
Bekleidungsregeln für Lehrkräfte können gelockert werden.
Dann kann man ja demnächst in Badehose oder Borat-Outfit vor den Klassen stehen.
Die Kids werden sich freuen….
Bei den Unterrichtsanforderungen empfiehlt das Papier ausdrücklich „kein prüfungsrelevanter Pflichtstoff“; stattdessen sollen pädagogisch sinnvolle Einzel- oder Gruppenbeschäftigungen angeboten werden.
Wie oft machen wir denn Unterricht und behandeln Stoff, den die Kinder und Jugendlichen sowieso nicht brauchen und den man einfach wegkürzen kann? Wie soll man sich da z.B. eine Abitur-Vorbereitung vorstellen?
Vorgesehen ist auch eine „Hitzekarte“, die besonders belastete Gebäudeteile und Außenanlagen erfasst. Kühle Räume und Schattenplätze sollen als Ausweichmöglichkeiten bestimmt werden.
Spannend, wer soll regelmäßig durch die verschiedenen Räume gehen und eine solche Hitzekarte erstellen? Und gehen die Experten davon aus, dass Lehrer und Schüler nicht selbst merken, wenn es unerträglich heiß wird?
Eine mittelgroße Schule hat locker 40 Klassen, eher mehr, dazu verschiedenste Räume für Fachunterricht. Wer versteckt eigentlich die ganzen zusätzlichen, kühlen Räume? Warum weiß keiner davon?
Sportveranstaltungen und Wandertage sollten möglichst nicht für den späten Frühling oder Sommer geplant werden…
Also Wandertage nicht mehr im Frühjahr, sondern im November?
Und Sportturniere machen wir dann im Schnee?
Hinzu kommen Schulungs- und Informationskonzepte für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und Betreuungspersonal.
Wow, wir informieren Lehrkräfte, Schüler und Eltern, dass es heiß ist und dass das nicht gesund ist. Das würde man ja sonst nicht merken.. Aber wenn wir nur genügend Schulungen für die faulen Lehrer machen, dann wird es bestimmt kühler…
Als Warnzeichen für eine Hitzeerkrankung nennt das Papier unter anderem Schlappheit, Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstlosigkeit. Dann gilt: Schatten aufsuchen, kühlen, Wasser geben und gegebenenfalls den Notruf 112 wählen.
Wenn ein Kind anfängt zu zittern, schwitzt und sich erbricht soll man also den Notruf wählen? Oder wenn das Kind bewusstlos ist? Gut, dass das gesagt wird, da kommen Lehrkräfte sonst von selbst drauf…
Dauerhaft lässt sich Hitze in schlecht geschützten Gebäuden allerdings nicht mit Trinkpausen und Stundenplanänderungen bewältigen. Der Musterplan nennt deshalb neben organisatorischen Vorkehrungen strukturelle Maßnahmen
Und genau hier schließt sich der Kreis – jeder Discounter hat eine Klimanlage! Warum machen wir das selbst beim Neubau von Schule noch immer nicht?
Oh, das „Borat Outfit“ bringt mich auf gute Ideen…
Eierbecher mit Hosenträgern:)
Keine Bilder, bitte!!!
Mach doch die Augen zu
Wenn man das konsequent durchzieht, darf man evtl. sogar wegen Unzurechnungsfähigkeit eher in Pension.
Das hört sich an, als gäbe es in Schulen überzählige „kühle Räume“, die man nur eben mal aufschließen und nutzen müsste…
Alles andere ist ebenfalls Quark. Unterricht im Freien, im Schatten, als ob es da bei über 30 Grad kühl wäre und man ordentlichen Unterricht machen könnte.
Überhaupt kein vorgetragener Punkt verändert irgendetwas an der unhaltbaren Situation, dass Kinder und Jugendliche sowie ihre Lehrkräfte verpflichtet sind, unter diesen Bedingungen trotzdem Leistung zu erbringen und sich dabei an einem gesundheitsgefährdenden Ort aufzuhalten zu müssen.
Selbst wenn man die Anforderungen zurückfährt, muss die Situation anscheinend noch jahrelang ausgehalten werden.
Zitate:
„Weniger hitzebelastete Ersatzräume sollen genutzt,…“
„Sportunterricht verändert und kühle Räume sowohl für Unterricht als auch für Pausen freigegeben werden.“
„Kühle Räume und Schattenplätze sollen als Ausweichmöglichkeiten bestimmt werden.“
Glauben die Autoren dieses Plans eigentlich, die Lehrkräfte wären zu blöd, selbst auf die Idee zu kommen, kühlere Alternativräume zu nutzen? Da sieht man, wie wenig diese Leute die reale Situation an Schulen kennen: Es sind im Allgemeinen einfach keine solchen Räume da!!!! Die Mehrheit der Schulen ist schlicht räumlich vollgestopft, alle Räume mit Klassen und Lerngruppen verplant. Es ist nicht so wie in irgendwelchen Verwaltungsgebäuden, wo es Keller, Lagerräume, Sitzungsräume, Personalkantinen usw. gibt, die nicht ständig belegt sind.
Nur mal so zum „Genießen“ zu diesem Thema ein aktueller Blick nach BW, siehe hier, gerne mal nachlesen:
https://www.landtag-bw.de/resource/blob/642882/de81fd1c6f40e5dfdcc3b9b23fecb3e4/18-0148-pdf-data.pdf
Auszüge daraus:
Antworten des KM BW:
Kurz zusammengefasst: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß – Viele Grüße Ihr KM!
Mein Kommentar:
Hohe Außentemperaturen und dann in den Außenbereich wechseln?? Auf den Gehweg vor der Schule vielleicht? Oder mit 30 Klassen gleichzeitig im kleinen Schulhof unter den Baum sitzen?
Unterrichtsverlagerung in kühlere Räume? Die einfach zudem auch noch leer sind? Man zeige mir die in den Schulen – bisher haben die doofen Lehrkräfte sie noch nicht gefunden, vielleicht fehlt die laminierte Handreichung dazu… Oder wir gehen mal mit den Schülern ins klimatisierte Rathaus?
Zurverfügungstellung von Getränken?? Wer bezahlt die, das KM? Der Schulträger? Na Prost!
Die Nicht-Schulpraktiker aus dem KM labern sich was zusammen, was der Realität nicht standhält.
Später:
6. Welche Anforderungen werden bei Neubauten und Sanierungen von Schulen hinsichtlich Klimaanpassung und sommerlichem Wärmeschutz gestellt bzw. inwiefern plant die Landesregierung verbindliche Standards für klimaresiliente Schulgebäude und Schulgelände? 7. Welche Unterstützungsmöglichkeiten stehen innerhalb der Landesförderung für Schulhausbau und Schulsanierung Schulträgern für Maßnahmen des baulichen Hitzeschutzes und der Klimaanpassung zur Verfügung, insbesondere für finanzschwache Kommunen? Die Fragen 6 und 7 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Der Bau und die räumliche Ausstattung von Schulen sind Aufgaben der kommunalen Schulträger, welche diese in eigener Zuständigkeit wahrnehmen. Hierzu gehört auch die Frage der Klimatisierung und des Hitzeschutzes von Schulgebäuden. Eine Einflussnahme des Landes darauf, wie Schulträger diese Aufgaben wahrnehmen, würde einen Eingriff in das kommunale Selbstverwaltungsrecht darstellen und ist deshalb nicht möglich. Das Land Baden-Württemberg fördert bei Vorliegen der Zuwendungsvoraussetzungen Baumaßnahmen zur Schaffung des für den lehrplanmäßigen Unterricht oder den Ganztagsbetrieb von Schulen erforderlichen Raumbedarfs sowie die Sanierung bestehender Schulgebäude. Im Rahmen der Schulbauförderung sind bauliche Maßnahmen zum Hitzeschutz bzw. der Klimatisierung von Schulgebäuden grundsätzlich förderfähig. Möglicherweise kann der Ausgleichstock Baden-Württemberg für finanzschwache Kommunen eine zusätzliche Unterstützung bieten. 8. Welche Prognosen liegen der Landesregierung zur zukünftigen Hitzebelastung von Schulgebäuden in Baden-Württemberg bis 2035 beziehungsweise 2050 vor? Das Land erhebt keine Prognosen zur zukünftigen Hitzebelastung von Schulgebäuden. Dies liegt gegebenenfalls in der Zuständigkeit der Schulträger.
Kurz gesagt: Das geht uns am A… vorbei!
Diese Antwort, die zwar vom neuen Kultusminister in BW dienstlich unterzeichnet ist, aber bezüglich der Problematik des langjährigen Nichtstuns eindeutig der grünen Vorgängerin geschuldet und zuzurechnen ist, zeigt glasklar auf, dass das KM in BW hier keinerlei Handlungsbedarf sieht. „Es liegen keine Daten vor“, weil es seit Jahren keinen im Ministerium interessiert hat.
Wie sieht eigentlich eine siebte oder achte Klasse nach 5 Stunden pädagogisch sinnvoller Einzel- oder Gruppenbeschäftigung bei 30° plus aus? Wie die Lehrkräfte, die von 8-13:00 Gruppen damit erfreut haben?
Welche Schule hat die genannten Maßnahmen noch nicht durchgeführt? Trinkpausen, warme Räume meiden (ja, am Nachmittag, vormittags ist jeder Raum belegt)… Gibt es wirklich Schulleitungen, die bei den Temperaturen Kleidungsfragen diskutieren? Jetzt also Hitzekarte, Hitzekrisenstab, Anbindung an Warnstufen, Durchsagen usw., revolutionär, ausgeführt als das Lieblingsspielzeug aller Ministerien: ein schriftlicher Plan! Endlich, wo wären wir ohne! Ändert zwar nichts an den Gegebenheiten, aber wie schön klingt doch ‚Verantwortlicher für Hitzeschutz‘. Jede Wette, dass es den im Ministerium nicht gibt. Von einer ministeriumsübergreifenden Arbeitsgruppe ‚Hitzeschutz im Erziehungs- und Bildungsbereich‘ wurde jedenfalls m.W. auch noch nicht berichtet. Die könnte sich um Finanzierung, Energiemanagement und Umwelt, Anpassung des Unterrichts u.ä. kümmern, aber das würde ja heißen, nach fünf weiteren Jahren ohne Ergebnis wäre jemand verantwortlich.
Verschwitzt:)
Hier sieht man deutlich das Grundproblem des deutschen Bildungssystems: Es geht nicht ums Lernen, nicht um Kompetenzen, sondern nur um prüfungsrelevanten Stoff und um Klausuren.
„Pädagogisch sinnvolle Einzel- oder Gruppenbeschäftigungen“ müssten Schulalltag sein, nicht nur an Hitzetagen, aber bitte als Einzel- und Gruppenarbeit oder Lernen in Partner- oder Gruppenarbeit und nicht als „Beschäftigung“.
„Trinkverbote aufheben“ – ja was ist das für eine Schule, die Trinkverbote einführen muss. Jedenfalls nicht eine Schule. wie ich sie verstehe.
Grüße aus einem inklusiven Schulsystem, von einem der viele Bildungssysteme Europas kennengelernt hat
Es geht eigentlich um noch viel weniger: ums mit dem dünnen Retuschierfirnis der Sinnhaftigkeit versehene Aufbewahren der Kinder und Jugendlichen.
Die Empfehlungen beruhen nicht auf einem realen Schulalltag. Dort sind diese Dinge alles schon lange angekommen, die Lehrer sind ja (auch wenn das in den Kultusministerien anders gesehen wird) nicht blöd.
Dies tollen Ratschläge beruhen auf einer völlig praxisfremden Leitungsebene, die auch nicht den Hauch einer Ahnung hat, was an den Schulen so passiert oder wie da gearbeitet wird.
Aber aber, im MSB könnten Sie doch bis zu 4 Tagen in der Woche im HO arbeiten. Falschen Arbeitsplatz ausgesucht.
„Hier sieht man deutlich das Grundproblem des deutschen Bildungssystems: Es geht nicht ums Lernen, nicht um Kompetenzen, sondern nur um prüfungsrelevanten Stoff und um Klausuren.“
Das bedingt sich doch: Spätestens in der Oberstufe und Abiturvorbereitung wäre es doch dumm, hauptsächlich Stoff zu behandeln, der nicht prüfungsrelevant ist! Und Kompetenzen erlangt man nicht im Vakuum, sondern immer im Zusammenhang mit Fachinhalten.
Und warum sollen die Schüler dann an heißen Tagen überhaupt zur Schule kommen? Das läuft doch darauf hinaus, dass Schule den Betrieb partiell einstellt und irgendwelche Maßnahmen zum Zeitüberbrücken anbietet. Selbst wenn diese halbwegs sinnvoll gewählt werden, bleibt es Absitzen von Zeit.
Abgesehen davon: Der Artikel bestätigt mal wieder meine Allergie gegen „Expertenratschläge“.
Was glauben diese Leute eigentlich über den Schulalltag?
Räume für Prüfungen sucht man sich nicht aus, man nimmt was möglich ist.
Wer verbietet bei über 28° im Klassenzimmer das Trinken?
Oder Thema Kleiderordnung: Wenn sich die Kleidung noch von Badebekleidung unterscheiden soll, dann ist bei den Schülern die Grenze der Freizügigkeit längst erreicht.
Und wie der Lehrplan erfüllt werden soll, wenn man seine Unterrichtsplanung jetzt nach dem Wetter richten soll, das wüsste ich auch recht gerne. Und ich wüsste von denen auch gerne, welcher Stoff nicht prüfungsrelevant ist. Gut, ich kann da für mich ein bisschen was festlegen, aber spätestens in der Abiprüfung ist alles potentiell prüfungsrelevant, da kann ich jetzt den Schülern kaum sagen „das müsst ihr nicht lernen“.
Es gibt eine einzige Lösung: Klimatisierte Schulen.
„Der Artikel bestätigt mal wieder meine Allergie gegen ‚Expertenratschläge‘.“
Ok, wir sind überzeugt – und fragen demnächst Leute, die garantiert keine Ahnung vom Thema haben, Eisdielenbetreiber zum Beispiel. Werden bestimmt tolle, lesenswerte Beiträge. Wir finden auch, dass Qualifikation überbewertet wird – wer braucht schon Expertise oder gar Wissenschaft?
Also: Zum nächsten Artikel über Lehrkräfte-Arbeitszeit – fragen wir Eltern. (Spaß.)
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Expertenratschläge sind nicht zum ersten Mal wenig alltagstauglich. Viele der hier genannten zähle ich dazu, denn selbst der Wissenschaft sollte aufgefallen sein, dass Schulen nicht über derart viele „kühle“ Räume verfügen, um plötzlich bei großer Hitze alle Klassen darin unterbringen zu können.
Das ist doch, sorry, Mumpitz. Haben Sie schon mal ein größeres Schulgebäude gesehen? Natürlich gibt es dort unterschiedlich stark belastete Räume – ob Süd- oder Nordseite, beschattet oder nicht, neu angebauter Flügel, Altbestand oder Container auf dem Hof.
Das ist so grotesk, dass uns der Mund offensteht: Was soll dieses Herabwürdigen von Expertise, von Menschen, die mit wissenschaftlichem Hintergrund versuchen, Probleme in den Griff zu kriegen – wird hier ernsthaft die Dummheit abgefeiert, Avanti Dilettanti – auf der Seite eines Bildungsmagazins? Sollen wir ernsthaft Oma Schmitz und den Paketboten Friedrich befragen, was sie und er sich so zur Hitze in Klassenräumen denken? Dann zufrieden?
Hanebüchen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das war keine Kritik an Ihrer Berichterstattung. Die meisten mir bekannten Schulen laufen räumlich am Limit, da zaubert man nicht plötzlich „kühle Klassenzimmer“ für alle Klassen aus dem Hut. Wäre das möglich, gäbe es wohl kaum die andauernde Kritik an überhitzten Schulgebäuden mit mangelndem Hitzeschutz.
Also gibt es im Leben nur – perfekte Lösungen oder gar keine Lösungen?
Selbstverständlich müssen Schulen baulich für den Hitzeschutz nachgerüstet werden; das stellt doch niemand in Frage. Bis alle 30.000 Schulen in Deutschland saniert sind, wird aber Zeit vergehen. Da wäre es doch sinnvoll zu schauen, was sich schon vorher punktuell verbessern lässt – oder?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Haben Sie schon mal ein größeres Schulgebäude gesehen? Natürlich gibt es dort unterschiedlich stark belastete Räume – ob Süd- oder Nordseite, beschattet oder nicht, neu angebauter Flügel, Altbestand oder Container auf dem Hof.“
Selbstverständlich. Aber normalerweise sind alle diese Räume regulär belegt. Das bedeutet: Die Möglichkeit, von einem hitzebelasteten Raum in einen anderen zu wechseln, gibt es normalerweise nicht.
Genau dazu soll ja ein Hitzeschutzplan dienen: Die Belegung im Notfall zu prüfen und ggf. nach einem festgelegten Ablauf zu ändern.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Und wenn Sie nun einen Plan zum Schutz bei Hitze aufstellen MÜSSTEN – anstelle sich im Internet zum Nichtstun ausreden zu können – was würden Sie da als eine der ersten Dinge empfehlen?
Sie können sich gerne über die fahrlässige Untätigkeit der aktuellen Bildungspolitik oder die dämlich-gefährliche Ignoranz mancher Parteien bezüglich des Klimas auslassen. Die Arbeitsgruppe hatte einen anderen Auftrag
„Das ist doch, sorry, Mumpitz. Haben Sie schon mal ein größeres Schulgebäude gesehen? Natürlich gibt es dort unterschiedlich stark belastete Räume – ob Süd- oder Nordseite, beschattet oder nicht, neu angebauter Flügel, Altbestand oder Container auf dem Hof.“
Die Hälfte unserer Klassenräume sind im Obergeschoss – da ist es im Sommer unfassbar heiß. Alleine schon deshalb gehe ich mit naturwissenschaftlichen Kursen, wenn ich die Möglichkeit habe, in einen NaWi-Fachraum. Dazu brauche ich doch keine Experten, die mir das vorschlagen.
Aber es gibt eben nur eine Hand voll Fachräume. In die Werkräume oder Kunsträume, die ebenfalls kühler sind, kommt gar nicht erst rein, wenn man kein Fachlehrer ist. Und wir kommen niemals auf > 40 kühle Räume.
Mich irritiert, wenn man in einem Artikel schreibt, die Lehrkräfte sollten einfach in einen [der zahlreichen?] kühlen Räume gehen oder vorgeschlagen wird man solle für bewusstlose Schüler den Notruf wählen.
Das wirkt eben, als wenn die Experten nicht viel Erfahrung von schulischen Bedingungen hätten bzw. sie Lehrkräfte für ziemlich dumm halten. Natürlich ruft das Unmut bei Lehrkräften hervor.
„Dazu brauche ich doch keine Experten, die mir das vorschlagen.“
Ist das denn so unglaublich, dass ein Plan für eine gesamte Schule ggf. mehr Möglichkeiten enthält als das, was eine einzelne Lehrkraft spontan unternehmen kann?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Schon Lenin sagte: “ Du sollst nicht ohne Plan arbeiten!“ 🙂
Sorry, aber: Ja.
Sie sind nur (noch) destruktiv hier unterwegs. Herzliche Grüße Die Redaktion
„Alleine schon deshalb gehe ich mit naturwissenschaftlichen Kursen, wenn ich die Möglichkeit habe, in einen NaWi-Fachraum. Dazu brauche ich doch keine Experten, die mir das vorschlagen.“
Sollten Sie unbedingt Vehrenkamp schreiben, der geht eventuell davon aus, dass es genau so viele Räume wie Klassen und dementsprechend keine Ausweichmöglichkeiten gibt.
Ach, gebe es bloß einen Hitzeschutzplan, in dem er hätte nachlesen können…
Dann ist besagter Kurs für die Dauer des Unterrichts (45-90 Minuten) in einem etwas kühleren Fachraum. Was ist mit dem Rest des Tages?
Und die Schulen sollten diese zur Entlastung der Schüler*innen im Hitzeschutzplan aufnehmen, weil… ?
Aber auch bei den größeren Schulgebäuden verlaufen die Flure zumeist in Nord-Süd-Richtung. D.h. im besten Fall liegen die Klassenräume größtenteils nach Osten und nach Westen ausgerichtet. Der überwiegende Teil der vor langer Zeit geplanten Unterrichtsräume ist nach Osten ausgerichtet, um während der Unterrichtszeit möglichst viel Tageslicht zu haben. Nach Norden ausgerichtet ist häufig der Verwaltungstrakt.
„ Haben Sie schon mal ein größeres Schulgebäude gesehen? Natürlich gibt es dort unterschiedlich stark belastete Räume – ob Süd- oder Nordseite, beschattet oder nicht, neu angebauter Flügel, Altbestand oder Container auf dem Hof.“
Natürlich. Und glauben Sie ernsthaft, die kühlen Räume stünden während Hitzeperioden leer, während der Unterricht in den gemütlichen Räumen mit breiter Südfensterfront stattfindet?
Ich persönlich kenne keine einzige Schule, die genügend Räume hat, um Südräume/extrem heiße Räume nicht trotzdem belegen zu müssen. Im Gegenteil: die meisten Schulen, insbesondere die weiterführenden Schulen, haben extremen Raummangel.
Vehrenkamp hat hier völlig recht: man muss schon ziemlich arrogant sein, um davon auszugehen, dass Schulleitungen Mittel wie Raumwechsel und Co nicht von selbst anwenden würden und sie daher darauf aufmerksam gemacht werden müssen.
Es gibt ein ganz einfaches Mittel außerhalb von Neubau: Klimaanlagen. Genau diese Dinger, die in ministerialen Büros ihren Dienst tun. Ist genauso wie bei Corona: manche sind halt gleicher.
Adressaten des Papiers sind selbstverständlich auch Schulträger und Kultusministerien.
„Man muss schon ziemlich arrogant sein, um davon auszugehen, dass Schulleitungen Mittel wie Raumwechsel und Co nicht von selbst anwenden würden“ – das tun sie oftmals nicht; das wissen wir aus den Zuschriften zu unserer Aktion: https://www.news4teachers.de/2026/07/die-naechste-hitzewelle-rollt-erneuter-aufruf-dokumentieren-sie-die-temperaturen-in-ihren-klassenraeumen-bzw-gruppenraeumen/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Deren Verhalten wird in erster Linie durch den zweiten Wortteil plastisch beschrieben.
Da „Oma Schmitz“ und „Paketbote Friedrich“ mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit (bzw. beim Paketboten sogar zu 100%) mit der realen (Aussen)Welt zu tun haben oder hatten – ausdrückliches „Ja“, was „Hitzeschutz“ betrifft.
Definitiv haben die mehr Ahnung als „Experten“, die in Wortsalat solche absoluten Knaller raushauen wie „Wenn es heiss wird, mehr trinken“ – ach nee! Was sonst? Mehr Salz schlucken?
Und diese „Experten“ stecken sich bei solchen Äusserungen selbst in die Zwickmühle:
– ENTWEDER wissen die nicht, wie es an deutschen Schulen aussieht (es GIBT keine ernsthaft kühlen Räume, oder überhaupt ausreichend Räume)
– ODER die wissen es, aber sagen eben alles AUSSER die für jeden Menschen ohne IQ-Einschränkungen sichtbare easy-Lösung (wörtlich auf Amazon bestellbar): Klimaanlage rein.
Was jeder Netto und ALDI hinbekommt.
Paketbote Friedrich kennt das:
Nicht einmal Horror-Arbeitgeber wie Amazon setzen ihre Fahrer in Autos ohne Klimaanlagen…
Und komme man mir nicht mit dem Wartungsquatsch, als ob das unvorstellbare Kosten wären.
Klimaanlagen (selbst solche für 75m2 oder mehr) sind heutzutage schon praktisch/fast wartungsfrei.
Wir staunen über das Ausmaß an Unverständnis, wenn Lehrkräfte (mal) Unterstützung erfahren: Dieses Papier hilft bei der Argumentation, warum umfassender Hitzeschutz, auch baulicher, an Schulen notwendig ist. Und dafür ist es auch gemacht.
Wörtlich heißt es darin: „Strukturelle, mit Investitionen verbundene Maßnahmen, wie Flächenentsiegelung, Begrünung und Beschattung der Außenanlagen, sowie passive oder auch aktive Kühlung und Lüftung der Räumlichkeiten sind die zweite Säule auf dem Weg zu hitzeresilienten Schulen.“
Wie man daraus einen Angriff auf die hohe Intellektualität des Lehrerberufs, dessen Träger zweifellos ganz allein trinken können, drechseln kann – ist uns ein Rätsel. Es sei denn – es geht darum, politisches Kapital aus wutschäumendem Hass auf vermeintliche Eliten (also jegliche Vernunft) zu schlagen. Was aus der Wissenschaft kommt, muss demnach ja furchtbar sein.
Sorry, durchgeknallt. (Hitzeschlag?)
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Kein Hitzeschlag – unser Haus ist (seit einigen Monaten) nämlich … klimatisiert. 😀
„Definitiv haben die mehr Ahnung als „Experten“, die in Wortsalat solche absoluten Knaller raushauen wie „Wenn es heiss wird, mehr trinken““
Oma und Paketbote würden also NICHT empfehlen, mehr zu trinken? (Ist bei vielen Omas ja tatsächlich ein Problem)
Kann es sein, dass Sie bei Ihrer Wissenschaftsfeindlichkeit etwas an Ihre Grenzen stoßen? 😉
Zudem… Ich bin mir nicht sicher, ob Sie Aufgabenbereich, Ziel und Mittel dieser Leute erfassen (wollen).
Ihnen ist schon klar, dass die Leute, welche die Fluchtwege erstellen, nicht den Lehkräften empfehlen, Löcher in die Wände zu hauen, ja?
„Expertenratschläge sind nicht zum ersten Mal wenig alltagstauglich.“
Kein Wunder, dass die Familienarbeit bei Ihnen so schlecht läuft, wenn Sie sich selbst nicht ernstnehmen…
Ihr Gehabe wäre witzig, wenn es nicht so verbreitet wäre und nicht so furchbaren schaden anrichten würde.
https://www.spiegel.de/ausland/trump-will-weniger-kinderimpfungen-empfehlen-a-ca0e3d9c-1e39-4089-9e03-42977c37588c
Danke, die Familienarbeit läuft soweit gut – aktuell in den Sommerferien sogar etwas ruhiger und mein Urlaub steht auch noch an.
Interessant, welche Bögen Sie inzwischen schlagen, um irgendwo ein Gegenargumentchen zu finden. Von meiner Kritik an teils kuriosen Vorschlägen zum Thema Hitzeschutz kommen Sie auf Impfungen und Trump. Ich befürworte Impfungen im Übrigen – auch schon zu Pandemiezeiten.
Die Frage ist allerdings berechtigt. Wenn für Sie gilt: „Expertenratschläge sind nicht zum ersten Mal wenig alltagstauglich“ – was ist denn dann mit Ihren eigenen Ratschlägen?
Auch Sie treten hier als Experte (für Sozialarbeit) auf.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Auch meine Expertise haben Sie in der Vergangenheit mehr als einmal in Frage gestellt.
Ja, haben wir – weil Sie unser wichtigstes Kriterium für Experten in Ihren Posts nicht erfüllen (Quellentransparenz).
Wer einfach nur etwas behauptet, wird dadurch hier nicht zum Experten. Kann nämlich jeder.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Aber Herr Vehrenkamp sitzt doch quasi an der Quelle. Soweit ich weiß, hat er schon viele Jahre Berufserfahrung und in dieser Zeit sicherlich zig Kinder und deren Familien begleitet und konnte sich in dieser Zeit auch ein recht realistisches Bild machen, im Gegensatz zu manchen Theoretikern.
„Aber Herr Vehrenkamp sitzt doch quasi an der Quelle.“
Er sitzt an seiner Quelle – mit seinem subjektiven Blick, mit seiner subjektiven Wahrnehmung, ohne objektivierbare Belege für seine Behauptungen.
Herr Vehrenkampf vertritt nun zufälligerweise die Meinungen, die Sie teilen. Interessanterweise stellen Sie die Kompetenz von Menschen, deren Meinung Sie nicht teilen, in Frage („Rainer Zufall“) – die sprechen also Ihnen zufolge nicht für den Beruf, deren Berufserfahrung zählt also nicht, und deren Bild ist nicht realistisch.
Merken Sie eigentlich was?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Naja, aber die hohen Zuspruchwerte zu seinen Kommentaren zeigen mMn., dass er wohl vielen hier aus der Seele spricht. Er scheint also doch ganz gut die Dinge einzuschätzen.
Trump hat auch die letzte US-Wahl gewonnen – stimmt es deshalb also, was er so behauptet?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie ängstlich ist das denn?
Schreiben Sie, dass Sie seiner Meinung (ggf. in Teilen) zustimmen. Ist ein anonymes Forum, da müssen Sie sich nicht hinter Mehrheiten verstecken 😉
Apropos „Rainer Zufall“ … ja, ihm spreche ich so ziemlich jede Expertise ab. Seine Kommentare zeugen mMn. nicht von tiefgreifenden wissenschaftlichen und beruflichen/ praktischen Erfahrungen (und ich habe sehr viele seiner Kommentare über lange Zeit gelesen!). Sorry! Vielleicht liegt es aber nur an mir, dass ich so viele seiner Kommentare nicht verstehe. Kann ja sein.
Wie’s halt gerade passt. Mag ich/mag ich nicht.
Und das soll die Grundlage sachlicher Diskussionen sein?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Sie mögen doch auch nicht alle Foristen! Oder halten Sie es mit Erich Mielke: „Ich liebe doch alle, … alle Menschen.“? 🙂
Q. e. d. – „mögen“.
Es geht eben darum nicht. Es geht um die Relevanz von Argumenten. Ein Argument wird nicht dadurch besser, nur weil ich den Absender mag – das nicht auseinanderhalten zu können, ist Teil des Problems.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Starker Einblick in Ihre Denkweise…
Sie können mich übrigens nicht mögen UND Erwartungen an (andere) Forist*innen stellen, deren Aussagen ggf. belegen zu können 😉
„Apropos „Rainer Zufall“ … ja, ihm spreche ich so ziemlich jede Expertise ab.“
Gut. Wenn Sie an einer Stelle nähere Informationen wünschen, fragen Sie nach Quellen 🙂
Aber wenn ich „beruflichen/ praktischen Erfahrungen “ in einem ANONYMEN Forum lese, kann ich schon ahnen, wohin die Reise geht…
Kein Vorwurf meinerseits. Ich würde auch nicht einer fremden Person zustimmen, die zu viele (oder zu wenige?) Smileys benutzt 🙂
Zudem HAT Vehrenkamp seiner Aussage ja nach Praxiserfahrung, die Frage ist, warum dies für Ihn Wissenschaftsfeindlichkeit begründet. Aber er ist ja überall im Lande an tausenden Städten und Schulen unterwegs, da muss man nichts über Soziologie gelernt haben ^^
„Soweit ich weiß, hat er schon viele Jahre Berufserfahrung und in dieser Zeit sicherlich zig Kinder und deren Familien begleitet […]“
Ja, er wertet sie im Internet öffentlich als „faul“ ab.
Oweh, es stellt sich leider heraus, dass Sie Herrn Vehrenkamp hier Falsches andichten. Er hat laut seiner eigenen Aussage nur als simpler Teilnehmer seine Alltagsbeobachtungen angeführt und sieht sich in keinsterweise als Experte in iirgendeinem Bereich 🙁
https://www.news4teachers.de/2026/08/ab-30-grad-kein-pruefungsrelevanter-stoff-im-unterricht-mehr-neuer-hitzeplan-empfiehlt-schulen-weitreichende-massnahmen/#comment-829701
Ich habe mich hier im Kommentarbereich nach meiner Erinnerung nie als Experte aufgeführt, sondern als simpler Teilnehmer, der seine Alltagserfahrungen wiedergibt.
Sie untermauern ihre Meinungen hier immer wieder mit ihren angeblichen Erfahrungen als Sozialarbeiter – und bringen sich damit natürlich als Experte in Stellung.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Dürfen Menschen in diesem Forum nicht über ihre Alltags- und Berufserfahrungen berichten? Welchen Zweck erfüllt dieses Forum denn dann?
Selbstverständlich dürfen sie das. Es ist dann aber zunächst auch nicht mehr – als eben die subjektive Schilderung einer Alltagserfahrung eines einzelnen (!) Menschen.
Dieses Forum soll insbesondere der Diskussion über mögliche Lösungen für die vielfältigen Probleme im Bildungssystem dienen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Können die doch. Vehrenkamp lass sich sogar anonym dafür liken lassen, wenn er seine eigene Clientel pauschal als „faul“ bezeichnet 🙂
Ich werde Sie ab sofort daran erinnern, dass Sie Ihrer eigenen Aussage nach nur ein „simpler Teilnehmer“ sind, der keine Expertise vorweisen kann und will 😉
Aufgrund Ihrer fragwürdigen, wissenschaftsfeindlichen Aussagen sowie die Herabwürdigung Ihrer eigenen Clientel als „faul“, ja.
Wissenschaftslichkeit und Verächtlichmachung von Expert*innen aus „dem Elfenbeinturm“… sorry, wo genau soll ich da einen Unterschied übersehen haben?
Wenn Sie wirkliche Experten fragen würden, würde ich mich ja freuen. Aber weltfremder Blödsinn aus dem Elfenbeinturm hat mit Expertise nicht viel zu tun.
Sie würden über die Zustände in einem Orchester (hoffentlich) auch eher Orchestermusiker fragen und keine Musikwissenschaftler.
Was sind denn „wirkliche Experten“ – ist jemand, der durchs Fenster guckt und das Wetter sieht, ein Experte für den Klimawandel?
„Weltfremder Blödsinn“ – wer entscheidet das denn? Sie?
Und wen frage ich im Orchester: die Pauke oder die Solo-Violine? Oder vielleicht doch besser den oder die Dirigent*in? Übertragen aufs Bildungswesen: die GEW oder den Philologenverband? Lehrer Schmitz oder Lehrer Müller?
Und warum sollen Ihre Schüler Ihnen dann eigentlich noch glauben, wenn Expertise und Wissenschaft nicht zählen? „Weltfremder Blödsinn aus dem Elfenbeinturm“ – kann ja dann auch auf Sie zutreffen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Jeder Profisportler weiß, ob ein Sportwissenschaftler fundiert redet oder nur an der Praxis vorbei.
Jeder Profimusiker weiß, ob ein Musikwissenschaftler sinnvolle Tipps für die Musikpraxis gibt oder ob nur blöd dahergelabert wird. Nennt sich Expertise von Fachleuten und führt zu einer Urteilsfähigkeit im eigenen Fachgebiet, dafür ist man ja Fachmann/Fachfrau.
Auch Lehrer haben Ahnung von ihrem Beruf und können durchaus einschätzen ob sinnvolle Tipps kommen oder nur jemand Binsen als Weisheiten verkauft, die in jedem Lehrerzimmer bekannt, aber in der Praxis nicht weiter hilfreich sind.
Und zudem hat man als Lehrer auch die Erfahrung gemacht das hanebüchener Unsinn kommt wie „Schreiben nach Gehör“ oder irgendwelche neuen Rechenverfahren, die lediglich für Verwirrung gesorgt haben und von uns wieder repariert werden mussten.
Natürlich kann ich beurteilen ob ein „Bildungsexperte“ über die Schulpraxis Sinn oder Unsinn redet. Sonst wäre ich nicht qualifiziert für meinen Beruf.
Und was meine Schüler angeht:
Ich sag denen nicht „Ich bin wissenschaftlich gebildeter Experte, also glaubt was ich sage.“ (Das wär hier Ihre Argumentationsweise), sondern ich erkläre denen inhaltlich die fachlichen Zusammenhänge. Die Schüler können das was ich sage also inhaltlich nachprüfen was einige auch tun. Die Schüler machen also die Erfahrung, dass ich ihnen fachlich keinen Unsinn vorsetze und die Glaubwürdigkeit kommt aus dieser Erfahrung, nicht aus einem argumentum ad auctoritatem.
Meine Schüler machen regelmäßig die Erfahrung dass ich ihnen keinen Unsinn erzähle und ihre (Fach)Fähigkeiten durch meinen Unterricht steigen. Und ich mache regelmäßig die Erfahrung, das Bildungsexperten Unsinn erzählen und die Unterrichtsqualität durch deren Vorschläge eher nicht steigt.
Das ist der Unterschied.
„Jeder Profisportler weiß, ob ein Sportwissenschaftler fundiert redet oder nur an der Praxis vorbei.“ Deshalb agieren erfolgreiche Profisportler bekanntlich stets allein, machen ihre Ernährungspläne nach Gusto, trainieren, wie sie lustig sind, und behandeln sich bei Verletzungen selbst. (Spaß.)
„Ich sag denen nicht ‚Ich bin wissenschaftlich gebildeter Experte, also glaubt was ich sage.‘ (Das wär hier Ihre Argumentationsweise)“ – Sie verwechseln uns mit Telegram oder TikTok. Selbstverständlich legen Experten (die echten – auf die wir unsere Berichterstattung stützen) ihre Quellen offen – so auch im Hitzeschutzplan, um den es hier geht und den Sie sich offensichtlich nicht angeschaut haben. Dem ist nämlich ein ausführliches Quellenverzeichnis samt Autorenverzeichnis angehängt, sodass alle Informationen nachgeprüft werden können. Der Hitzeschutzplan ist fett am Fuß des Beitrags verlinkt.
„Meine Schüler machen regelmäßig die Erfahrung dass ich ihnen keinen Unsinn erzähle“ – dummerweise entzieht sich Wissenschaft der persönlichen Erfahrung, deshalb gibt es überhaupt Wissenschaft (sonst würden Sinneseindrücke ja reichen). Uns scheint: Sie sollten Ihr Verständnis von Wissenschaft mal überprüfen. Gerne hier nachlesen: https://www2.uni-erfurt.de/cms-alt/seminarfach-4703/www.uni-erfurt.de/seminarfach/kurs/1/index.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ein Quellenverzeichnis macht aus Unsinn keinen Sinn. Und als Lehrer macht man nunmal regelmäßig die Erfahrung, dass aus den Bildungswissenschaften realitätsfremdes Zeugs kommt, dass oft mehr stört als hilft.
Erzählen Sie das auch Ihrem Arzt – dass aus der Medizinforschung realitätsfremdes Zeug kommt, dass oft mehr stört als hilft?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Da gibt es doch extra sowohl ein Bundesamt als auch eine europäische Behörde, die die Ergebnisse überprüfen, um realitätsfernes Zeug heraus zu filtern.
In anderen Wissenschaftsbereichen gibt es das nicht.
BfArM – für Eingeweihte.
Der Elfenbeinturm!
Schnell, versteckt Vehrenkamp!
„In anderen Wissenschaftsbereichen gibt es das nicht.“
Welche sollen das sein?
Aber hey, wenn Sie unbedingt die Bildungspolitik verbindlich auf ein eindeutiges, wissenschaftlich evidentes Gerüst stellen wollen… 🙂
Garantiert wird das den Wissenschaftsgegner*innen nicht krachend auf die Füße fallen – schon gar nicht bei Pädagogik, Teilhabe, Inklusion, Demokratiebildung, Frauenrechten, Schüler*innenpartizipation, Chancengleichheit, Religionsfreiheit, Ganztag, Verbot von Exen, Noten, Medienbildung…
Die verlieren schlimmstenfalls sogar den Anschluss und gefährden Ihre Patient*innen, wenn sie sich nicht regelmäßig fortbilden – aber was hat das schon mit Schule gemein ^^
„Ein Quellenverzeichnis macht aus Unsinn keinen Sinn.“
Ne, es macht die Aussagen überprüfbar. Manchen genügt „trust me, bro“ nicht
Und das Schulamt sollte dementsprechend wissen, ob Sie zum Vermitteln von Wissen taugen…
„Ich sag denen nicht „Ich bin wissenschaftlich gebildeter Experte, also glaubt was ich sage.““
Wäre auch ne harte Lüge, da Sie wissenschaftliches Arbeiten nicht verstandnen haben und Ihnen nicht passende Erkenntnisse als böse… ach Quatsch, ich meine „aus dem Elfenbeinturm“ bezeichnen (augenroll)
„Die Schüler können das was ich sage also inhaltlich nachprüfen was einige auch tun.“
Und wenn denen Ihre Aussagen nicht passen, sagen sie, das wäre aus „dem Elfenbeinturm“ und bekommen von Ihnen ne Eins, ja? 😀
„Was sind denn „wirkliche Experten“ – ist jemand, der durchs Fenster guckt und das Wetter sieht, ein Experte für den Klimawandel?“
Nein. Aber er kann auch ohne Expertise viel valider Auskunft darüber geben, ob es gerade regnet als die besten Experten von der Wettervorhersage.
Und weil er die konkreten Probleme und Möglichkeiten der Schule kennt, aus deren Fenster er guckt, kann er auch sehr gut beurteilen, ob die Lösungsvorschläge einer Expertenkommission zum Umgang mit überhitzten Klassenräumen etwas taugen – zumindest für seine Schule. Und wenn er nicht sein ganzes Berufsleben an genau einer Schule war, dann vielleicht auch für zwei, drei andere.
„Und weil er die konkreten Probleme und Möglichkeiten der Schule kennt, aus deren Fenster er guckt, kann er auch sehr gut beurteilen, ob die Lösungsvorschläge einer Expertenkommission zum Umgang mit überhitzten Klassenräumen etwas taugen – zumindest für seine Schule.“
Nichts anderes, als das zu checken, wird gefordert.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Nein. Aber er kann auch ohne Expertise viel valider Auskunft darüber geben, ob es gerade regnet als die besten Experten von der Wettervorhersage.“
Sie können also nichtmal beschreiben, was „richtige“ Exptert*innen seien sollen :/
Aber aus dem Fenster gucken zu können, ist ja schonmal ein Anfang…
Ich verstehe nicht, was Sie meinen. Warum soll ich denn beschreiben, was „richtige“ Experten sind? Mir ging es nicht um „richtig“ oder „falsch“ – das ist m. E. Kindergartenniveau und viel zu undifferenziert. Mir ging es darum, klarzustellen, dass die besten Experten (oder wie wie sie auch immer nennen wollen) für die individuellen und konkreten Probleme und Anforderungen einer Schule die Leute vor Ort sind. Das sollte bei der Fenster-Geschichte eigentlich klar geworden sein.
Ich denke, das mindert nicht die Expertise von Menschen, die sich mit der Problematik im Allgemeinen befassen. Oder sind Sie der Meinung, dass diese beiden Punkte einander ausschließen?
„Warum soll ich denn beschreiben, was „richtige“ Experten sind?“
Ist es das? Sie schreiben ja der Redaktion und nicht den Forist*innen, die über „echte Experten“ schwafeln ^^
„Mir ging es nicht um „richtig“ oder „falsch“ – das ist m. E. Kindergartenniveau und viel zu undifferenziert.“
Hätten Sie wohl einen besseren Vergleich gewählt, als das Wetter vorherzusagen vs. aus dem Fenster gucken :/
Ich verstehe wirklich überhaupt nicht, worauf Sie eigentlich hinauswollen. Kann es sein, dass Ihr letzter Post gar keinen Sinn ergibt? Oder reden wir einfach komplett aneinander vorbei?
Experten – die einen sagen so, die anderen so. Zu jedem Gutachten lässt sich ein Gegengutachten erstellen, das zu vollkommen anderen Erkenntnissen kommt. „Wes Brot ich ess, des Lied ich sind…“
Sorry, das ist sooo doof. Klar – gibt auch Flatearther. Und andere behaupten, der Mond sei aus Käse. Der eine sagt so, der andere so…
Natürlich kann man auch nicht wissen, ob das, was Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht erzählen, stimmt – ob es nicht vielleicht sogar reptiloide Außerirdische sind, die Kinderköpfe verstrahlen wollen. Der eine sagt so, der andere so…
Im Ernst: Wissenschaftsfeindlichkeit ist ein zunehmendes Problem – und das wird mit solchem Quark geschürt. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2024/06/forschungsfeindlichkeit-wenn-die-wut-gegen-wissenschaftler-sich-im-netz-bahn-bricht/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Okay, mit der Wissenschaft ist es wie mit der Politik, sie geht an den meisten bzw. deren Problemen meilenweit vorbei.
Wissenschaftler müssen halt Papiere produzieren, um wahrgenommen zu werden, um Drittmittel zu akquirieren, um ihre Karriere zu befördern.
Dabei bedienen sie sich einer Sprache, die der Mehrheit der Menschen, die sie letztendlich finanzieren, nicht mehr verständlich ist. Und das haben sie mit Politikern, die sich ihrer bedienen, gemein.
Bei den allermeisten Studien sind weniger deren Ergebnisse als die Finanzierungsquellen interessant.
Im übrigen sind eh alle und alles doof – außer Mama:)
„Dabei bedienen sie sich einer Sprache, die der Mehrheit der Menschen, die sie letztendlich finanzieren, nicht mehr verständlich ist.“
Jetzt sind wir langsam wirklich erschüttert: Erwarten Sie ernsthaft Wissenschaft im Stil einer Boulevard-Zeitung, damit sie auch wirklich von jedem verstanden wird? Was soll das für eine Wissenschaft sein, die keine Vorkenntnisse voraussetzt? Ist die Relativitätstheorie Blödsinn – weil die wenigsten sie verstehen?
„Und das haben sie mit Politikern, die sich ihrer bedienen, gemein.“ Was mittlerweile „gemein“ (üblich) ist: Hass auf vermeintliche Eliten zu schüren – Wissenschaftler, Politiker, Künstler, Journalisten. Das ist für politische Rattenfänger á la Trump („I love the poorly educated“) das trübe Gewässer, in dem sie wunderbar fischen können. Lehrkräfte laufen übrigens Gefahr, die nächsten zu sein: auch die gelten manchem schon als Elite.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Es geht um das Vermittlungsproblem. Wenn es die Experten nicht schaffen, ihre Intentionen und Ergebnisse der breiten Masse verständlich zu vermitteln sondern lediglich innerhalb ihrer Community kommunizieren, dann haben sie halt ein Problem. Jeder Lehrkraft würde übrigens genaus das, dass sie ihre Inhalte den SuS nicht verständlich näherbringen kann, zum Verhängnis.
Und btw, ich habe nicht umsonst – und damit meine ich nicht vergeblich – ein wissenschaftliches Studium erfolgreich abgeschlossen. Und nein, das war kein Lehramtsstudium.
„Wenn es die Experten nicht schaffen, ihre Intentionen und Ergebnisse der breiten Masse verständlich zu vermitteln“ – wenn damit Wissenschaftler gemeint sind: Das ist auch nicht ihr Job.
Einstein hat keine Wissenschaftssendung moderiert.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Einstein hat keine Wissenschaftssendung moderiert.“
Nö, aber dafür schafft es z. B. Prof. Harald Lesch sogar mir die Relativitäts-Theorie u. a. physikalische Probleme verständlich zu erklären. Und Physik war wahrlich nicht eines meiner „starken“ Fächer in der Schule. 🙂
Und was sagt uns das jetzt? Herzliche Grüße Die Redaktion
…. dass man auch „Laien“ etwas verständlich machen kann, wenn man es denn möchte und sich entsprechend bemüht, auch komplizierte Dinge verständlich darzustellen. Wer weiß das besser als Lehrer? Das ist ja das tägliche Brot von Lehrern. 🙂
Also ist das wissenschaftlichfeindliche Geschwätz jener im Forum die Schuld deren Lehrkräfte?
Oha, dann sollten wir aber gehörig aussieben, bevor sich dieser Fehler wiederholt 😉
Was Herr Einstein und Herr Lesch wohl zu den Aussagen im Forum über „den Elfenbeinturm“ gesagt hätten, oder zu dem Geschwafel über „echte“ Expert*innen….
Professor Lesch über Lernen in der Zukunft: Bing-Video
Nichts über „den Elfenbeinturm“, nichts über „echte“ Expert*innen, kein Ausweichen in billige Ausreden, dass Einstein sich der Gesellschaft gegenüber hätte besser erklären müssen – wär hätte das erahnt (augenroll)
Um nicht versehentlich etwas in ihrem Bing-Video zu übersehen haben, auf welche Minute beziehen Sie sich? 😉
Wozu dann der ihm nachgesagt Spruch, er wisse nicht was größer sei, die Unendlichkeit des Weltraumes oder die menschliche Dummheit.
So weltfremd war Einstein nun auch nicht, „verkaufen“ konnte der sich schon auch.
Verstehen die Massen deshalb die Relativitätstheorie? Wohl kaum. Herzliche Grüße Die Redaktion
Verstehen die ;Massen die derzeitige Bildungspolitik? 🙂
Interessieren sich die Massen für Bildungspolitik? Herzliche Grüße Die Redaktion
Warum? In aller erster Linie interessieren sich die, die davon direkt betroffen sind. Alle anderen haben daran das gleiche interesse wie an dem Sack Reis, der in China umzukippen droht.
„Warum? In aller erster Linie interessieren sich die, die davon direkt betroffen sind.“
Wenn es darum geht, sich aufzuregen und die Kinder sowie deren Familien pauschal als „faul“ herabzuwürdigen, klappt es doch bereits
…. immerhin alle, die in Schule und Kita beschäftigt sind und viele Eltern und Großeltern. Ich vermute mal, auch die an Hochschulen tätig sind und einige Menschen aus der Wirtschaft auch – wegen ihres „Nachwuchses“.
Vermutlich doch, nur ist sie ihnen aber „relativ“ egal.
„Wozu dann der ihm nachgesagt Spruch, er wisse nicht was größer sei, die Unendlichkeit des Weltraumes oder die menschliche Dummheit.“
Hat er da schon die wissenschaftsfeindlichen Ausgüsse in diesem Forum beschrieben, cool
…und doch hat er oft (und zumindest kolportiert: bis heute) hochkomplexe Zusammenhänge (ob zu Krieg & Frieden, Diktatur & Demokratie, Universum & Mikrokosmos) in höchst einfache Sinnsprüche zusammengefasst.
Die nur nichts mit Wissenschaft zu tun haben. Nicht alles, was Wissenschaftler machen, ist Wissenschaft.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ach, nicht? Was denn dann?
Wenn ein Wissenschaftler frühstückt – dann frühstückt er.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Kann bei Ernährungswissenschaftlern aber auch Teil einer Studie sein. Also keine Verallgemeinerungen. Und der Ertrag der Studie? Evtl. neue Erkenntnis, aber in jedem Fall Stuhlgang. Womit eindeutig nachgewiesen ist, dass bei manchen wissenschaftlichen Arbeiten auch Scheiße herauskommt
Sie können gegen die Sendung mit der Maus hetzen 😉
Stimmt, da haben Sie völlig recht.
Dann gilt für weltfremde Elfenbeinturmratschläge aber das gleiche.
Vielleicht einfach mal konzidieren, dass die Situation in der Nachbarschule – die Sie als einzelne Lehrkraft schon nicht mehr überblicken können – ganz anders sein könnte als die in Ihrer Schule (statt gleich loszubrülllen: Elfenbeinturm…).
Man muss sich ja nicht jeden Schuh gleich anziehen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das gestehe ich gerne ein. Wenn es denn so ist, dass ich die Bedingungen nicht kenne.
Bezogen auf Hitze:
Wie viele Schulen in der gesamten BRD sind klimatisiert?
…
..
.
Ach so, faktisch „keine“ (irgendwo wird es sicher ’nen paar irrelevante Einzelfälle geben, wer sie suchen will wird sie wohl finden)
„Wie viele Schulen in der gesamten BRD sind klimatisiert?“
Dann mal Wasser in den Wein: Geht es wirklich nur um Kühlung – oder auch um Luftqualität in Räumen, die stundenlang mit 30 Menschen und mehr belegt sind (aka CO2-Belastung)? Dann reden wir nämlich nicht mehr (allein) über Klimaanlagen, sondern über Lüftungssysteme.
Die Probleme sind mitunter etwas komplexer, als sie auf den ersten Blick scheinen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich hasse an sich Klimaanlagen, weil ich, egal wie gut die Filter und Temperatureinstellung sind, früher oder später herrlich erkältet bin – für das Großen sind sie aber ein Segen.
„Komplexer“ dürfte sein, dass dafür Strom nötig ist und solarausgerüstete Schulen auch noch nicht die Regel.
Entscheidermäßig müsste halt gesehen werden, dass wir wohl die nächsten Jahre sagen werden: 2026 war der kühlste Sommer (Zitat Meteorologe/Nachrichtensprecher)
Irgendwie wird in diesem Land immer irgendwann dringendst und gleich etwas gebraucht, das wirklich essentiell und lebensnotwendig ist(nicht nur Petras Blümchenterasse, Spritzuschuss und homeoffice)- und aus diversen Gründen von oben abgelehnt, oft nicht aus den wirklichen Gründen. Man müsste zugeben:
ZB für Klimaanlagen und Luftfilter, gerne auch in Kombi braucht es Energie. In den meisten Gemeinden, in den meisten Gebäuden mit Trägerverantwortung wäre zB die Kombi mit Wärmepumpe erst nach Totalsanierung und xyz möglich, also nicht nur energetisch teurer also, Zwischenschritt Klimaanlage. Aber:
Bringt nix, immer nur zu flicken – man sollte doch wenigstens die Augen aufmachen und beim Wichtigsten anfangen. (Klar, wir schwitzen auch, aber die Anzahl der vorerkrankten und älteren Hitzeopfer ist eine Schande)
Oder habe ich das gesamtdeutsche heat-killing-experience-concept ob der Hitze verschwitzt?
Das Wasser nehme ich gerne auf, als großer Fan von „Stay hydrated“:
Absolut richtig, was Sie da schreiben – der frech und gewusst beförderte Verfall schulischer Bauqualität/Aufenthaltsqualität zum Geldeinsparen an Schülern und Lehrern ist also NOCH SCHLIMMER, als der reine Ersteindruck von Hitze (im Sommer) bzw. ekelhaft-feuchtwarmer Scheissluft plus Durchzug (Winter) glauben macht.
Aber die Bildungswissenschaftler überblicken aus ihrem Elfenbeinturm alle deutschen Schulen oder zumindest alle in ihrem BL? Und Prof. Hattie kennt sogar alle Schulen weltweit?
Die meisten Lehrer haben in ihrem Leben schon meist an mehr als einer Schule unterrichtet, kennen die Schulen ihrer Kinder und sprechen auch mal mit Kollegen anderer Schulen.
„Und Prof. Hattie kennt sogar alle Schulen weltweit?“
Ist das jetzt Satire?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Aber zumindest das deutsche Schulsystem scheint Hattie gut zu kennen und nennt es das „ungerechteste“, konnte man sogar hier bei n4t lesen:
Das ungerechteste Schulsystem, das ich kenne“: Warum Prof. Hattie Bildungsreformen in Deutschland für dringend geboten hält – News4teachers
Also liege ich wohl doch nicht so daneben! Oder hat er es nur mit seiner Heimat Neuseeland verglichen? Ich glaube nicht!
„Und Prof. Hattie kennt sogar alle Schulen weltweit?“
Dranbleiben! Sie sind so nah daran zu verstehen, wo Praxis und individuelle Erfahrungen ihre Grenzen erreichen! 😀
Sie übersehen den Grund, warum Einstein angeführt wird: Er ist tot und kann diesen wissenschaftsfeindlichen Ansichten nicht mehr widersprechen
🙂 Herzliche Grüße Die Redaktion
Stimmt, Einstein ist leider tot. aber viele seiner Zitate leben weiter. Z. B. folgendes zum Thema Bildung:
„Durch bloßes logisches Denken vermögen wir keinerlei Wissen über die Erfahrungswelt zu erlangen; alles Wissen über die Wirklichkeit geht von der Erfahrung aus und mündet in ihr.“
Albert Einstein; URL: https://gutezitate.com/autor/albert‐einstein/13 (Stand: 19.05.2018)
Mich würde wirklich interessieren, was er zu unserem Schulsystem und dem Forum hier zu sagen hätte.
Er würde vielleicht erstmal darum bitten, nicht von wildfremden Menschen in Ermangelung echter Argumente stumpf zitiert zu werden 😉
Glückwunsch zum Studium! Mit Perlen wie diesen, dürfte es für Sie knapp gewesen sein: „Bei den allermeisten Studien sind weniger deren Ergebnisse als die Finanzierungsquellen interessant.“ (augenroll)
Ja, ohne den finanziellen background hätte ich ja nicht studieren können. Ich musste sogar wegen der Bezahlung Studienarbeiten und die Diplomarbeit als bezahlte Arbeiten erbringen. Selbst die Praktika habe ich mir sehr gut bezahlen lassen. Als Beflissener gab es ohne Studienabschluss schon mehr Entgelt als im Vorbereitungsdienst:)
„Ich musste sogar wegen der Bezahlung Studienarbeiten und die Diplomarbeit als bezahlte Arbeiten erbringen.“
Natürlich haben Sie das 😉
Waren es Tagebücher? Ich meine, wissenschaftliches Vorgehen (der Elfenbeinturm!) kommt Ihnen ja nicht in die Tüte…
Montaningenieurwissenschaftliche Elfenbeintürme heißen aber Fördertürme.
Wie gesagt, Nichts um das das Bildungssystem Sie vermissen müsste
Die Begriffe „Elite“ und „Star“ werden aus meiner Sicht inflationär und größtenteils sinnentstellen verwandt.
Wenn Wissenschaftler mit Wissenschaftlern und Politiker mit Politikern kommunizieren, ist es verständlich, dass sie dies auf dem entsprechenden Niveau tun. Wenn es aber darum geht, die normalen Bürger von bestimmten Dingen zu überzeugen (Corona-Maßnahmen, Impfungen, Katastrophenschutz … oder auch Wahlprogrammen) wären es, mMn. sinnvoll, sich entsprechend allgemein-verständlich bzw. populärwissenschaftlich auszudrücken, um die Adressaten auch zu erreichen. Unverständliche Aussagen, hohle Phrasen, abgehobene, gebildet klingende Floskeln schrecken so manchen ab und verstärken das Gefühl bei einigen, dass „die da oben“ mit normalen Menschen nichts zu tun haben wollen – eben im Elfenbeinturm residieren, weitab vom Fußvolk.
Das ist es wohl, was dickebank meinte.
„Wenn es aber darum geht, die normalen Bürger von bestimmten Dingen zu überzeugen“ – Wissenschaftler müssen niemanden überzeugen (außer vielleicht andere Wissenschaftler); das ist nicht ihr Job.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Au, da müssten Sie die aber mal erleben, wenn Wissenschaftler Drittmittel einfordern oder versuchen Lobbygruppen vor ihren Karren zu spannen.
Da müssten Sie mal Lehrer erleben, wenn…
Kann man das nicht mal sein lassen, ständig irgendwelchen Quark über andere Menschengruppen ins Internet zu blasen?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Na klar, man kann statt Quark auch Schmand oder Frischkäse nehmen.
Quelle dazu?
Kochbuch
„Au, da müssten Sie die aber mal erleben, wenn Wissenschaftler Drittmittel einfordern oder versuchen Lobbygruppen vor ihren Karren zu spannen.“
Wenn Sie meinen, das in einem Kochbuch gelesen zu haben…
Politiker aber schon und die berufen sich oft auf Wissenschaftler und „Experten“!
Wer wann wo? Gerne benennen, welcher Politiker sich auf Wissenschatler berufen und dabei unverständliches Zeug erklärt hat.
Sorry, das ist das Niveau von „Lehrer sind…“
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Während der Pandemie hat es die Politik nicht besonders gut geschafft, wissenschaftliche Erkenntnisse den Bürgern zu vermitteln. Auch beim „Heizungsgesetz“ von Habeck wurde nicht richtig kommuniziert. Aber Politiker-Sprech ist eben was Besonderes:
Unverständliche Sprache: Darum reden Politiker oft so kompliziert
Ja, die Poliker – ganz schlimm, immer. Vor allem die Grünen. Gähn.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Habe ich explizit „die Grünen: erwähnt? Das gilt so ziemlich durch alle Parteien hinweg, zumindest ist das mein persönlicher Eindruck.
„Während der Pandemie hat es die Politik nicht besonders gut geschafft, wissenschaftliche Erkenntnisse den Bürgern zu vermitteln. Auch beim „Heizungsgesetz“ von Habeck wurde nicht richtig kommuniziert.“
Wie hart Ihr Urteil wohl Politiker*innen trifft, welche offen wissenschaftsfeindlich auftreten…
Dass Sie „Experten“ in Anführungszeichen setzen, anstatt die Politik für deren Kommunikation der/ Haltung zur Wissenschaft kritisieren, lässt doch tief blicken. Wer waren Ihrer Meinung nach denn solche „Experten“? Sagten die etwas, was Ihnen nicht gefiel? 😉
Mit Blick auf Klimaschutz, Artenvielfalt, Impfungen, Vekehr, Wirtschaft usw. habe ich eher den Eindruck, dass die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Politik (vorsätzlich?) nicht gelingt.
Am Ende war es wohl „der Elfenbeinturm“ schuld und nicht die armen Entscheidungsträger*innen.
(Vielleicht haben die sich aber auch wissenschaftlich beraten lassen, wie mit ungebildeten, wissenschaftsfeindlichen Menschen zu reden ist…)
What?
Sorry für die ständigigen Vergleiche mit den USA, aber so funktioniert Wissenschaft nicht 😀
Die Politik KANN sich mehr oder weniger auf wissenschaftliche Grundlagen stützen, muss aber SELBST eine Entscheidung treffen und die Konsequenzen tragen.
Sonst auserbärmlichen sich nacher alle, indiem sie sich über Tagebucheinträge auslassen, anstatt die eigene Entscheidung zu reflektieren.
https://www.spiegel.de/thema/anthony-fauci/
Zum Glück wäre in Deutschland niemand so blöde …
Meiner Meinung nach ist ein Grund für die Politik(er)Verdrossenheit im Land die mangelnde/ schlechte Kommunikation „von oben nach unten“:
Demokratie in der Krise: Die Volksverdrossenheit der Politiker
Da ist etwas dran. Allerdings sind die Ansprüche auch zu hinterfragen: komplexe Themen – sind nunmal komplex.
Also besteht immer ein Zielkonflikt: Sprüche raushauen, die jeder und jede versteht (die dann aber nunmal leider die Realität nicht treffen, siehe Trump) – oder wahrhaftig sein. Und sich den Vorwurf einhandeln, dass das ja wohl keiner kapieren kann (siehe Habeck).
Haben erwachsene und mündige Bürgerinnen und Bürger in einer Demokratie nicht auch eine Holschuld – nämlich sich seriös über die für sie relevanten Probleme und mögliche Lösungen zu informieren? Oder reicht es, vom Sofa aus über Politiker herzuziehen?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ohne Zweifel
Bezogen auf Hitzeschutz sind die Ansprechpartner Träger, Regierung, Eltern.
Der Träger meinte: wir haben einen Riesenstau, Krankenhäuser, Altersheim….hitzemäßig aufzurüsten, Schulen kommen…..dann ( iwo verständlich, ist dort derzeit auch nicht lustig)
Auf die Warteschleife an der Regierung habe ich ja bereits verwiesen.
Nicht wenige Eltern jüngerer SuS meinten – jetzt haben die schon wieder früher aus, wie sollen wir das handeln?
🙂 die beste Idee hatten unsere BS SuS mit häufig klimatisierten Werkshallen: im Sommer Arbeit, im Winter Schule – tja, wo bloß die MehrLuL hernehmen?
Soll heißen: ohne Klimaanlagen keine Chance,
ohne Staatszuschuss für diese > weiterschwitzen……
“ komplexe Themen – sind nunmal komplex.“
Wem erzählen Sie das? Lehrer müssen doch auch alle komplexen Themen auf verschiedenen Niveau-Stufen an ihr Klientel bringen. Da zählt doch auch nur das Endergebnis = alle Schüler möglichst mitnehmen! Keinen zurück lassen!
Das haben die Bürger, da gebe ich Ihnen völlig recht.
Und, lassen Sie mich raten, „seriös“ sind natürlich nur die „richtigen“ Quellen? 🙂
–> Henne/Ei
Ja – und was richtige Quellen sind, verraten wir Ihnen auch gerne: Quellen, die wiederum ihre Quellen, Methoden und Daten transparent machen.
Was ist das hier – ein Schwurbelverein?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich stimme zu.
Und wenn diese Wissenschaftler dann noch (obwohl beruflich gefährlich) OFFEN und in klaren Worten dagegen aufstehen würden, wenn Politiker sie als „paper mills“/Papiersteinbruch missbrauchen (Paradebeispiel Hattie + „Klassengröße egal“-fake), statt den nächsten „institutionalisierten“ Auftrag doch wieder schweigend anzunehmen – dann erledigt sich wissenschaftsfeindliche Haltung ganz von selbst.
Das ist eine hohe Latte – die wird aber von vielen Menschen täglich verlangt und auch oft eingehalten.
Prof. Hattie ist ein neuseeländischer Bildungsforscher, der von deutschen Kultusbehörden keine Aufträge bekommt – und weltweit rezipiert wird. Soll er sich allen Ernstes zu jeder Äußerung über seine Studien in Deutsch-Pusemuckelsdorf zu Wort melden? In Sachen Klassengröße hat er das deutlich getan: https://www.news4teachers.de/2026/07/ist-die-klassengroesse-nicht-entscheidend-was-die-bildungsforschung-ueber-erfolgreichen-unterricht-wirklich-sagt/
Muss man dann allerdings auch mal zur Kenntnis nehmen (statt immer die gleiche Leier von den angeblich ahnungslosen Experten zu spielen).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Und das ist ausdrücklich gut und richtig, dass er das getan hat.
Verkürzt gesagt: Die Politik hat seine Forschung benutzt, um sich an Einzelhäppchen fake-news-artig zu bedienen.
Dass Hattie dies getan hat ist ihm hoch anzurechnen.
Peinlich! Als Nächstes werden Einsteins Zitate sinnentfremdet genutzt, um Wissenschaftler*innen zu diffamieren.
Zum Glück haben im Forum alle ihren Hatti gelesen und verstanden, weshalb es hier definitiv niemals zu immer neuen „Missverständnissen“ kommt ^^
Wenn „die Politiker“ da so falsch aggieren, was halten Sie von Lehrkräften – die wissenschaftliches Arbeiten verstanden haben sollten – die gegen „den Elfenbeinturm“ wettern, sobald ihnen etwas nicht passt? 😉
Doubt-Making bei Morris?
https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/netzdebatte/212941/gekaufte-tatsachen-lobbyismus-in-der-forschung/
Aachener Abgastest?
https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-drittmittel-seuche-wie-unabhaengige-forschung-gesichert-100.html
https://www.deutschlandfunk.de/gekaufte-forschung-gefaehrden-drittmittel-und-an-institute-100.html
Daimler?
https://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/diesel-affaere-daimler-stellt-manager-wegen-tierversuchen-frei-a-1190762.html
Publication Bias?
https://www.medien-doktor.de/blogs/praxisberichte/praxisberichte-4-publikationsbias-oder-die-verheimlichte-forschung/
https://www.arznei-telegramm.com/de/4301/im-blickpunkt-gefaelschte-studien-wo-bleiben-die-rueckrufe-der-veroeffentlichungen
Soll jetzt natürlich nicht heißen, dass das „der Standard“ ist. Aber klar gibt es Lobbyismus, Machtgefüge und Interessen.
Das abzusprechen wäre/ist ja albern …
Das ist Ihnen doch auch ganz klar.
Wie kommen Sie denn darauf, dass es das nicht gäbe?
Im Bildungsbereich holen Politiker ständig mitunter die Hattie-Studien hervor und „interpretieren“ diese falsch … Oder direkter: Stellen sie falsch und unterkomplex dar.
Hier haben wir eine wissenschaftliche Ebene [Hattie und Auswertung], welche durch Politiker teils „zweckentfremdet“ wird.
Das „kleine Klassen nützen nicht viel“ hält sich daher zu stark. Weil man eben Hattie hier falsch auslegt. Und dazu auch die Parameter und Kompromisse nicht berücksichtigt.
Das ist so wie zu sagen: Brot/Nahrung ist nicht der höchste Faktor zum Überleben. Wasser ist wichtiger.
Das ist nicht falsch. Aber der Rückschluss ist nicht: Trinkt nur noch Wasser und esst nichts mehr.
Und so behandeln manche Politiker [und andere Menschen] eben solche Themen und Studien, sowie Daten und Diagramme/Erhebungen usw.
Der mögliche Rückschluss hier wäre:
– „Dumm und unfähig“ [fachlich nicht geeignet]
Oder
– Bewusst und manipulativ [Eignung steht in Frage, jedoch eigenes Interesse/Machtpolitisches Agieren bspw.]
Kann man sich dann aussuchen …
Was für eine alberne Diskussion führen wir hier? Ist das Renitenz?
Wenn Sie mit Krebs ins Krankenhaus müssen – wollen Sie doch wohl nach neuester medizinischer Forschung behandelt werden, oder beharren Sie auf Behandlungemethoden von vor 50 Jahren (man weiß ja nie…)?
Selbstverständlich gibt es Fehlleistungen in der Wissenschaft, es gibt Betrug, es gibt Hochstapelei – und genau dafür gibt es wissenschaftliche Kriterien dafür, wann welches Ergebnis als valide gelten kann. Das, was Sie hier als Links präsentieren – sind Ergebnisse genau solcher Überprüfungen (wenn sie nicht völlig abwegige Geschichten wie die Abgasaffäre berühren, die ja nun wirklich nichts mit Wissenschaft zu tun hat).
Über die Forschung hinaus gibt es Interpretationen von wissenschaftlichen Ergebnissen. Die sind nunmal keine Wissenschaft – sondern eben (subjektive) Schlüsse, die jeder und jede ziehen kann. Konfrontiert mit solchen Interpretationen haben Sie die Möglichkeit, die Plausibiltät dieser Schlussfolgerungen zu beurteilen. Und ihre eigenen draufzusetzen. Das nennt man Diskussion.
Sorry, wir sind es aber wirklich leid, mit Lehrern darüber diskutieren zu müssen, was Wissenschaft ist. Kritisieren Sie Menschen für Fehlaussagen und/oder Ihrer Meinung nach falsche Interpretationen. Aber hören Sie auf, öffentlich Zweifel an der Wissenschaft als Erkenntnisprozess zu schüren.
Die Menschheit hat nämlich keinen anderen – außer religiösen Wahn.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Sie haben Recht, dass die wissenschaft als Erkenntnisprozess die beste Variante ist.
Wo hatte ich dies abgesprochen? Nirgends.
Zur „Selbstkorrektur“ (durch andere) der Wissenschaft haben Sie ebenfalls Recht. Das hatte ich auch nie abgestritten. Wo denn?
Das eine ist die Korrektur. Das andere „der Fehler“. Ohne „Fehler“ keine Korrektur. Einfache Logik und Sache.
Bevor Sie jetzt wieder „einhaken/verdrehen“: Natürlich sind Fehler „normal“ und „menschlich“. Natürlich sind Fehler wichtig für eine Erweiterung der Kenntnisse und als Abgleich.
Die Trennung von Forschung und Interpretation als Argument ist valide. Jedoch ging es ja nicht darum. Es ging darum, dass es „das natürlich gibt“. Ich habe und hatte den Eindruck [evtl. ein „Ich/Problem“], dass Sie das etwas relativieren wollen.
Aber das mag „mein Problem“ [welches hier wohl mehrere haben den Kommentaren nach] sein. Mag auch ein Sender-Problem sein … Dann hätten es evtl. weniger. Müssen „wir beide“ jetzt einfach mal so hinnehmen.
Das zur Abgasaffäre ist jedoch falsch. Automobilkonzerne haben hier Wissenschaftler bezahlt. Und ja … Niemand ist als „ganze Gruppe“ komplett unbestechlich. Ist bei Lehrkräften sicherlich auch nicht anders. Es zeigt jedoch trotzdem auf, dass es solche Fälle gibt. Und diese eben raus kamen. Und wie so oft … Die „Schwarzen-Zahlen“ hat man ja nicht. Das auszublenden ist bestenfalls eine Schutzbehauptung. Mehr auch nicht. Sorry.
Bei „religiösen Wahn“ kommt es drauf an, wie Sie das meinen. Religion als Wissenschaft? Naja, als Bereich von Wissenschaft. Aber nicht als Wissenschaft selbst. Da würde ich zustimmen.
„Religiösen Wahn“ in Bezug auf Kritik und Skepsis? Nope. Das wäre ein Schein-Argument/Strohmann.
Sachliche Kritik an institutionellen Fehlanreizen ist eben kein Angriff auf wissenschaftliche Methoden an sich, sondern sogar absolut notwendig und sinnvoll in dessen Bereich. Die Wissenschaft selbst ist ja – wie Sie richtig sagen/andeuten – darauf mitunter beruhend. Ansonsten gäbe es selten „neuere Ergebnisse“ und „(Selbst-)Korrekturen“.
Auf die „aggressive Autoritätsposition“ können Sie sich schon setzen. Damit kann ich umgehen.
Damit ist folgendes gemeint: „Sorry, wir sind es aber wirklich leid, mit Lehrern darüber diskutieren zu müssen, was Wissenschaft ist.“
Verstehe ich. Alles gut.
Sie sind die Redaktion und begeben sich selbst und bewusst in die Rolle des „Mitkommentierenden“. Dadurch sind Sie eben auf einer anderen Ebene, als ein Moderator, Kommentator oder eine Redaktion selbst.
Wenn Sie das Forum stellen und selbst mitdiskutieren, dann werden Sie damit „umgehen müssen“. Außer Sie dämmen dies komplett ein.
Wäre möglich, wenngleich traurig.
Ein Forum sollte ja eben als Diskurs da sein.
Das man Sachen benennt und nicht „versteckt“ ? Sollte tragbar sein.
Gegen eine Pauschalisierung bin ich ebenfalls. Da gehe ich mit.
Gegen ein „Absprechen“ jedoch auch. Dazu haben wir einfach die Fallbeispiele halt.
Sie haben Recht, dass man nicht direkt auf die Quellen und Fälle als „jetzt Ereignis“ [wie Corona zeitnäher ist] verweisen kann/sollte. Es zeigt jedoch eine Methodik und ein Prozess. Dazu potentielle (und damalige) systemische Schwachstellen auf.
Wenn man nichts „Post-perspektivisch“ ansprechen und beleuchten dürfte … Dann hätten wir ein Problem.
Eben auch so einzuordnen.
Aktueller (und auch Post-Perspektivisch) können wir natürlich in „Studienbereichen“ in Kooperationen und Interesse von Nestle, Coca Cola usw. gehen. Auch kein Problem. Foodwatch und medizinische Fachjournale beleuchten dies ja durchaus.
Hier geht es dann weniger um direkte Fälschung, sondern um moderne Methodik von Studiendesign – eben durch und aufgrund Fördergelder.
Paper Mills wird Ihnen sicherlich auch was sagen … Und ja, einige wurden bereits auch wissenschaftlich „Selbstkorrigiert“. Ändert ja nichts daran, dass diese „mordernen Problembereiche“ eben da sind (und auch faktisch stattfinden).
„Ich habe und hatte den Eindruck [evtl. ein „Ich/Problem“], dass Sie das etwas relativieren wollen.“
Und wir haben den Eindruck, dass Sie widersprechen – um des Widersprechens willen. Was soll diese Debatte? Wir sind selbstverständlich ein wissenschaftsgeleitetes Medium. Darüber diskutieren wir doch nicht ernsthaft… was sollen wir denn sonst sein – ein Zaubereimagazin?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Mögen Sie keinen Widerspruch? Sind Ihnen unkritische Ja-Sager lieber?
Doch, wir mögen Widerspruch. Aber sachlich fundierten.
„Es geht dabei um eine ganz elementare Frage: Welche Art von Diskurs wollen wir führen? Wie wollen wir miteinander diskutieren und argumentieren? Soll das rational erfolgen, auf Grundlage von Fakten und gesichertem Wissen und vermittelt durch den Austausch von rational hinterfragbaren Argumenten? Oder soll es nur noch um Irrationales, Haltungen und Gefühle gehen?“ Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2024/03/gastkommentar-warum-die-epoche-der-aufklaerung-vor-ihrem-ende-stehen-koennte/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wo waren meine Beiträge irrational? Das interessiert mich jetzt tatsächlich „sogar am meisten“.
Sehr gerne darlegen und begründen. Wenn es Ihnen um das im Diskurs geht – die Art des Diskurses. Gerne.
Warum? Weil ich Ihnen den Bezug sehr gerne erklären kann und komplett rational darlegen kann. Interesse?
Was meine Beiträge nicht waren … „emotional“. Auf „Bias-der-Wissenschaft“. Auf „Gruppenzugehörigkeit“. Auf „wegen potentiellen Anecken verniedlicht/nicht geschrieben“.
Ich gehe hier auf Ihre(n) Kommentar(e) ein. Schicke dann Infos oder Kommentare diesbezüglich.
Ich diskutiere und kommentiere häufig Kommentarbezogen.
Und genau das machte ich.
Sehr direkt.
Wo sehen Sie hier den Widerspruch oder das Problem?
Erklären Sie es mir. Ich will hier lernen, wie es dazu kommt.
Ihr verlinkter Kommentar besagt genau dies: Fakten. Klarheit. Benennung.
Kein „Fühli-Fühli“ oder „wir als Gemeinschaft wollen nicht anecken“.
Den Beitrag/Artikel selbst haben Sie aber schon gelesen und verstanden?
Ich „verstehe“ hier den Abgleich von Ihnen nicht. Tatsächlich. Wie kommen Sie darauf?
Mein Beitrag deckt sich (überwiegend) von der Art des Diskurses mit dem von mir Gelesenen dort.
Sehen Sie das anders? Wo konkret?
Wenn man sagen würde „Bla, Sie sind zu unempathisch“. Checke. Oder „bisschen mehr Gefühle in den Beiträgen bitte“. Checke. Alles nur „erlernte Masking-Ebenen“ von mir. Die habe ich hier selten bis kaum.
Aber das? Echt jetzt? Wenn ich hier weitgehend ohne Masking schreibe?
Gleichen Sie es mal ab. Überlegen Sie. Ordnen Sie ein.
Was meinen Sie warum ich (fast) immer „Wall-Of-Texts“ hier schreibe? Warum ich vieles sehr ausführlich erläutere? Warum ich oft meine Sprache „alltagsmäßig“ schreibe und meistens auf speziellere Fachbegriffe verzichte?
Warum ich „ständig (Systeme) kritisiere“?
Also habe ja schon viel gehört, aber dass ich „zu irrational und emotional bin“ … Eher nicht. Kann ich „Spiegeln“ und habe ich „angelernt“. Aber wo hier? Würde mich schon massiv wundern.
Ja 🙂
Glauben Sie mir, es gibt genügend unkritische Ja-Sager im Forum.
Ich warte immer noch auf eine Antwort einer Forist*in, welche sich nicht kritisch zum Töten ukrainischer Zivilist*innen durch Russlands Armee kritisch äußern will – kann – darf 😉
Ach so, ich verstehe. sie erwarten von mir (und anderen ?) leere Worthülsen a la Rainer Zufall:
“ Ich verurteile Putins Angriffskrieg auf die Ukraine und das gezielte Töten der ukrainischen Zivilbevölkerung durch Russlands Armee.“
(Ihre Aussage hier im Forum!)
Frage: Wie vielen konkreten Menschen in der Ukraine und wie vielen ukrainischen Flüchtlingen hier in DE helfen sie mit diesem Lippenbekenntnis? Das klingt ja so schön empathisch und auch so schön billig, es kostet weder Zeit, noch Geld und man muss dafür nicht einmal sein Kämmerchen verlassen. Das lässt sich ganz problemlos aussprechen oder hier ins Forum schreiben.Ganz großes Kino!
Aber damit Sie vielleicht endlich mal Ruhe geben:
Auch ich verurteile Putins Angriffskrieg auf die Ukraine und das gezielte Töten der ukrainischen Zivilbevölkerung durch Russlands Armee.
Sind Sie jetzt zufrieden? (das ging so gar noch schneller als bei Ihnen, dank copy and paste 🙂 )
Ich bin damit nicht zufrieden! Deshalb helfe ich helfe schon seit Beginn dieses Krieges konkreten/ echten Menschen in meiner Umgebung und unterstütze mit Zeit, Kraft und auch Spenden.
Mit „schönen Worten“ kann man Menschen nicht helfen, nur sein eigenes Gewissen beruhigen und sich sooo toll als Menschenfreund fühlen. Naja, wer´s braucht. 🙂
Korrektur. Sie erwarten von mir …
wie vielen …. helfen Sie …
„Und wir haben den Eindruck, dass Sie widersprechen – um des Widersprechens willen. “
Ich habe Ihnen in vielen Punkten zugestimmt.
Andere habe ich halt widersprochen.
Warum? Weil ich das halt als falsch sehe. Ob das tatsächlich zutrifft oder nicht – dazu sind dann Diskurse förderlich zumindest.
Und ja, ich diskutiere gerne. Ich ordne gerne ein. Ich bilde mich gerne fort. Ich „seziere“ gerne. Ich nin gerne mal „sehr direkt“. Ich bekomme da „meinen Dopaminkick“ im Hyperfokus, wenn ich Inkonsistenzen/Widersprüche und „Unlogik“ „sehe“. Sorry, das meine autistische und neurodivergente Ader … Man könnte auch sagen, ein Teil meines „Spezialinteresses“.
Ich will damit nicht, „jemanden auf den Schlips treten“ (normalerweise). Aber bekomme halt meine Trigger in „Unlogisch“ Bereichen. Und wenn ich das schon im Alltag ständig maskiere … Warum hier. Die Plattform bietet sich doch gerade an für Diskurse und Bildung.
„Was soll diese Debatte?“
Mehr „eine Art Prinzip der Richtigstellung“. Ob es richtig ist, bekommt man dann durch Diskurse und Quellen. Nennt man dann Abgleich. Daher beharre ich oft etwas strikt „auf Punkte“/“Themenbezüge (Kommentare)“.
Manche Sachen nehme ich zu „ernst“/“wortwörtlich“ hier. Mag nicht so gewollt sein von manchen… Aber wenn man eben schreibt, dass „Abgasaffäre“ nichts mit „Wissenschaft“ zu tun hat, dann ist das halt ein „Alarm-Trigger“ bei mir, welcher sagt „doch – hier gibt es eine Verknüpfung – die wurden bezahlt – die Wissenschaftliche Arbeit und die Affäre weisen Bezüge auf und das ist faktisch geprüft und gegeben gewesen“. Dann „korrigiere“ ich das. Und ggf. geben Sie dann eben eine Erklärung, warum das anders ist. Dann gibt es einen Abgleich -> Wie konsistent ist das? Und je nachdem „reagiere“ ich dann halt wieder.
Ist nicht böse gemeint. Das „bin halt ich“ – unmaskiert.
Wie gesagt … Masking kostet im Alltag schon genug Energie. Hier will ich einen Ausgleich.
Bestenfalls „fordernd auf Fachebene“.
„Wir sind selbstverständlich ein wissenschaftsgeleitetes Medium. “
Bezweifelte ich ja nie?
Heißt aber nicht, dass man keine Kritik selbst daran haben darf.
Ich bin auch an einer Montessorischule tätig und habe trotzdem meine Kritik – sowohl an Privatschulen, als auch an Montessori.
Ändert nichts daran, dass das Konzept „geeigneter“ ist als vieles an Regelschulen und insb. die Materialien sehr sehr gut und durchdacht sind.
Gibt eben mehr Seiten und Ebenen meistens.
Ich würde bei Montessori [„Ihren Verbandsbereich“] auch kritisieren in ein, zwei Punkten … Spielt nur hier keine Rolle.
„Darüber diskutieren wir doch nicht ernsthaft… was sollen wir denn sonst sein – ein Zaubereimagazin?“
Darüber diskutierten wir ja auch nicht. Keine Ahnung, wo Sie hier die Verbindung auf einmal ziehen?
Sie sind ein Medien, welches sich mit Bildung beschäftigt und Informationen, sowie Meinungs-/Kommentarbereiche zur (öffentlichen) Verfügung stellt.
Dies in weiten Teilen wissenschaftsbegleitet.
Ändert aber nichts daran, dass es „Problembereiche der Wissenschaftlichkeit“ halt gibt.
Und selbstverständlich gibt es halt Lobbyismus und Politikinteressen und Machtgefüge.
Klar. Sieht und sah man ja immer wieder.
Heißt jetzt nicht, dass „wir“ jedoch „bessere Wege“ hätten. Die haben „wir“ nicht.
Probleme benennen, wo Probleme vorhanden.
Auch wenn es „das beste Konzept (aktuell) ist“.
Sie diskutieren aber nicht im luftleeren Raum – sondern in einer Zeit (und in einem Forum), in der/dem Wissenschaftlichkeit in Frage gestellt wird.
Das ist kein intellektueller Spaß – wie sich nicht nur in der Corona-Zeit gezeigt hat. Wissenschaftler fürchten zunehmend um Leib und Leben. Und selbst hier, in einem Forum für Wissensvermittler (= Lehrkräfte) wird allen Ernstes öffentlich in Frage gestellt, ob Expertenwissen irgendwem nützt. Und kaum jemand widerspricht. Als wäre alles egal – richtig/falsch, wahr/gelogen, verifiziert/behauptet. Merken Sie nicht, dass Sie damit am Fundament Ihres Berufsstandes herumhämmern? Wenn Wissenschaftler betrügen – warum dann nicht auch Lehrer?
„Es geht dabei um eine ganz elementare Frage: Welche Art von Diskurs wollen wir führen? Wie wollen wir miteinander diskutieren und argumentieren? Soll das rational erfolgen, auf Grundlage von Fakten und gesichertem Wissen und vermittelt durch den Austausch von rational hinterfragbaren Argumenten? Oder soll es nur noch um Irrationales, Haltungen und Gefühle gehen?“
Am Ende stirbt die Aufklärung. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2024/03/gastkommentar-warum-die-epoche-der-aufklaerung-vor-ihrem-ende-stehen-koennte/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Sie diskutieren aber nicht im luftleeren Raum“
Macht man für gewöhnlich selten/nie.
„sondern in einer Zeit (und in einem Forum), in der/dem Wissenschaftlichkeit in Frage gestellt wird.“
Habe mir nicht alle Beiträge hier durch gelesen, nur manche. Kann aber nochmal „kurz“ Querlesen.
Daher kann ich das, „ob hier“ gar nicht einordnen. Manche evtl., manche nicht – wie in anderen Beiträgen halt auch.
Zur „in einer Zeit …Wissenschaftlichkeit in Frage gestellt wird.“ gehe ich allerdings mit. Mal mehr und mal weniger zurecht.
Daher ist ein Diskurs (und Punkte/Problemfelder ehrlich benennen) ja sinnvoll. Wenn man beispielsweise „Sachen beschwichtigt“, dann erhöht man normalerweise maximal „die Gegenmeinung“. Warum? Weil man hier ggf. Fakten dann weiß und auf den Tisch liegen hat. Das Gegenüber wirft diese runter. Schaut einen an und sagt: Nene, hier lag gar nichts.
Hoffe man versteht …
„Das ist kein intellektueller Spaß “
Ein Diskurs? Oder dieser?
Schließt sich das denn aus?
Also muss ich „Sachen nicht benennen/ignorieren“, nur weil das „die Stimmung anheizen kann“? Dafür setze ich dann auf „Soziale Empathie, statt Richtigkeit einzufordern“? Dann wäre ich wieder beim Masking notgedrungen. Sorry.
Ich verstehe ja die Ansicht, dass man „nicht so energisch sein/wirken“ muss/sollte. Und auch, dass das als „intellektueller Spaß“ von Ihnen mir gegenüber geschrieben/ggf. betrachtet wird .. fair.
Aber sollte ein Bildungsforum und Bildungsdiskurse/Fachdiskurse nicht genau der Bereich sein, wo man dies machen darf und kann?
Mal als Anregung/Überlegung …
Wo denn sonst?
Ich habe halt mitunter … Oh Wunder … Ein Spezialinteresse für Systematik und menschliches Handeln. Und in welchem Bereich ist ein Hyperfokus denn mehr da, als hier? Außer bei Studien, Literatur und anderen Fachbereichsgebieten.
Und die „will“ ich mitunter im Diskurs halt „abgleichen“ und „einordnen“.
Ist das „falsch“?
„Das ist kein intellektueller Spaß – wie sich nicht nur in der Corona-Zeit gezeigt hat.“
Was hat intellektueller Spaß mit Corona-Zeit zu tun? Hier bräuchte ich wiederum eine Erklärung … [Verstehen Sie … Ich will das „verstehen“ – daher hinterfrage ich – alles].
In Corona-Zeiten war meist wenig intellektueller Spaß. Viele checken ja jetzt noch nicht mal, warum der harte Lockdown „medizinisch und krisenmanagementmäßig ‚richtig‘ “ war. Und auch nicht, warum gerade deshalb es zum Dilemma „des hohen Erfolges“ kam.
Und ja, zu kritisieren sind trotzdem „Fehlhandlungen“ [Maskenaffäre, „Einseitigkeit“, …]. Bleibt jedoch dabei, dass der erste Lockdown aus damaliger Datenlage absolut gut und richtig war – evtl. „zu gut“ wie sich rausstellte.
Zu kritisieren ist und bleibt weiterhin, die minimale Handlung und Effektivität daraus -> Digitalisierung? Oft Rückwärtig, statt sinnvoll und effektiv behandelt. Vertan die Chance …
Schulen mit Ressourcen und Präventionsmaßnahmen sinnvoll ausstatten/begegnen? Haha.
Konzeptionelle Pandemiepläne? Ja. Bestimmt. Wo? Wo denn nur … Mit medizinischen Einsatzgebieten und Krisenüberprüfung.
Und das Gleiche/“Ähnliche“ auch hier wieder … Aktionismus, statt Lösung. Klimaanlagen … Wo?
Und ja, das ist keine „nachhaltige Klimalösung“ – das mir auch klar. Aber die Alternativen sind es auch nicht. Ganz im Gegenteil. Es geht auch nicht und „Klimalösung/-entgegnung“. Das wäre ja zumindest emotional gedacht „verständlich“. Es geht schlichtweg primär um: Betreuung/Aufbewahrung, Wirtschaft/Arbeitsfähigkeit der Eltern, wenig Reibung dadurch (gegen sich selbst/Staat), „Handlung und Präsenz – Vorgaukeln“ und „Durchreichen (keine schlechten Ergebnisse/Noten)“ [würde ja dann eine/mehrere Problematik(en) aufzeigen… Also Meiden]. Gehts „um die Kinder“? Wie kommt man denn darauf. Als Notlösung für die obigen Personen [die es tatsächlich gut meinen und genau so wissen, dass Klimaanlagen Zeit, Geld und Einsatz bedeuten … Also Stress und Kampf – sie sind als Primärlösung weder erwünscht, noch würde man dies so haben wollen. Aus bestimmter Sicht – nicht der oben benannten Personen]. Das kann man doch klar benennen und verstehen.
Klar wachsen auch die Klimaanlagen nicht … Klar braucht das Ressourcen, Bürokratie usw.
Aber es ist eine der wahrscheinlich sinnvollsten Lösungen. Punkt.
„Wissenschaftler fürchten zunehmend um Leib und Leben.“
Richtig. Für die Flat-Earthler kann ich allerdings auch nichts. Die nehmen nämlich von Jahr zu Jahr als Tendenz [bspw. USA] zu.
Durch Sachen wie Epstein und co. hat man ihnen ja auch genug Zündstoff wieder mal gegeben.
Corona zuvor zusätzlich … Hier denkt/dachte man einfach nicht genug mit. Aber wurde ja auch nur bedingt aufgearbeitet und Transparenz gezeigt. Zum Teil leider ein hausgemachtes Problem.
Ebenfalls die Diskurse um Gendern usw. – halt vieles Sachen, wo man viele nicht mehr „abholt“, auch wenn diese früher aufgeschlossener waren. [Mit früher mein ich jetzt nicht 70er … Sondern der Peak wurde „eben“ „Overcapped“.]
Das checkt man dann wohl auch nicht … Und will man nicht verstehen. Aber so ist eben der Wirkmechanismus.
Soll man das „verschweigen“ oder „ignorieren“ oder „nicht thematisieren“? Dann bleibt er ja trotzdem …
„Und selbst hier, in einem Forum für Wissensvermittler (= Lehrkräfte) wird allen Ernstes in Frage gestellt, ob Expertenwissen irgendwem nützt.“
In der Entwicklungspädagogik und Traumapädagogik, sowie Bereich der Entwicklungsstörung würde man jetzt sagen: Jedes Handeln hat so seine Bedeutung und „Sinn“. „Ich sehe dein Verhalten als Zeichen deiner Geschichte.“
„Erfahrungen machen uns.“
Denkt man dies weiter, dann spiegelt es uns eben doch ein gesellschaftliches Problem wieder: Die Erfahrungen vieler sind in Bezug auf Transparenz und Ehrlichkeit (inzwischen) nicht unbedingt „blind“.
Was zum einen gut ist, da Skepsis und Sachen kritisieren und hinterfragen jemanden weiter bringt. Persönlich und (je nach Gesellschaft – gesellschaftlich).
Zum anderen schlecht, da zu viel Skepsis und hinterfragen auch an einen Bereich gelangen kann, wo man niemanden und nichts mehr traut. Dann begibt man sich ggf. in eine Sackgasse. Weil irgendwo muss man Erkenntnisse bekommen und Evaluieren (können). Ansonsten sitzt man ja fest.
Sie sprechen und denken hier an zweiten Fall/Bereich.
Aber sollte nicht der erste Bereich diesbezüglich schon Warnung sein?
Warum lernt man nicht draus? Auch politisch und kommunikativ? Aber auch durch Handlung und Transparenz?
Klar verlieren viele Vertrauen, wenn man immer wieder vermeintliche Experten bekommt, welche jahrlang angepriesen wurden. Man sich mit ihnen beschäftigte und beschäftigt und sich im Nachgang „öfter“ herausstellt, dass diese doch … Schwierig waren.
Winterhoff beispielsweise.
Auch Experten, welche im Bildungsbereich so ihre Thesen hatten, wofür sie sich bis heute noch nicht so wirklich ehrlich und gerade machten. Und ständig weiter als Experten angeführt werden … Denke jeder mit etwas Verstand und Wissen fallen jetzt Namen ein … Ohne diese hier nennen zu wollen und zu müssen.
„Als wäre alles egal – richtig/falsch, wahr/gelogen, verifiziert/behauptet.“
Das ist mir ja eben nicht egal, daher beharre ich ja so stark auf sowas und setze mich halt mit Themen auseinander.
Jedoch „lässt man sich ungern veräppeln“.
„Merken Sie nicht, dass Sie damit am Fundament Ihres Berufsstandes herumhämmern? Wenn Wissenschaftler betrügen – warum dann nicht auch Lehrer?“
Warum tue ich das? Wie denn? Ich bin nicht „mein ganzer Berufsstand“. Wenn es Missstände gibt, gibt es sie. Wenn ich davon Teil bin – dann ist das so und hoffentlich könnte ich das ändern oder halt dann nicht. Kommt eben auf den Missstand an.
Also wenn man sagt „Beamtentum hat Privilegien!“ Dann: Ja. Das ist faktisch gesehen so.
Wenn man sagt: „Privatschulen haben einen Sonderstatus!“ Dann: Ja. Auch das ist faktisch gesehen so.
Ich arbeite im Bereich von Privatschule(n). Also bin ich hier „Teil dieses Missstandes“. Das ist jedoch strukturell, systemisch und systematisch durch und von dem Staat mitunter getragen.
Also:
– Individuelle Ebene: Ich kündige.
– Systemische Ebene: Staat/Privatschulsektor.
Was soll ich denn machen? Ich kann nicht „Systeme retten“ – ich kann sie auf Konsistenz, Konsequenz und Logik prüfen. Und schauen/überlegen, was sinnvoll wäre. Das wars dann aber auch. Das ist mein Spezialinteresse mitunter.
Und daher benenne und kritisiere ich diese Ebenen.
Das kein „böse gemeint“ von mir.
Und wenn das jemanden „anpisst“? Sorry. Facts don’t care about feelings.
Geht man eben in den Diskurs oder eben nicht.
Also was ist wenn Wissenschaftler „betrügen“? Dann verstehe ich, dass das die Wenigsten sein werden. Das ist wie bei Doktorarbeiten … Die meisten Arbeiten sind „Valide“ (im Bereich der Zumutbarkeit/Erwartung). Und manche sind halt … Von der Leier bis zum guten Berg. Sie verstehen? [Wortspielchen …]
Das kann ich doch einordnen.
Gibt es „Betrügereien“? Ja.
Gibt es Lehrkräfte, welche „sich durchschummeln“ (wie auch immer)? Ja.
Sorry, bin weder naiv noch muss ich mich mit als/mit „ich bin die Berufsgruppe als Ganzes“ definieren. Das sollte keiner und keine. Wir sind alles Individuen mit Bereichsebenen/Zugehörigkeiten. Das war’s dann aber schon.
Ansonsten kommen wir auch schnell in Sachen wie „moralische Deckung bei Fehlständen durch Gruppierungszugehörigkeit“. Ne danke.
Daher: Gibt es Lehrkräfte, welche auch „mal Schmarrn“ beibringen? Ja. Definitiv. Sorry. Was soll ich sagen … Doch. Gibt es. Meistens nicht aus Absicht. Logisch. Aber passiert halt.
Gibt es Lehrkräfte, welche Machtpositionen ausnutzen? Gegenüber SuS? Ja.
Gegenüber KuK als SL? Ja. Selbst erlebt.
Gibt es.
Ist es „überall so“? Ne.
Kann man doch besprechen, diskutieren und einordnen.
Eben jetzt Ihren verlinkten Artikel gelesen [an dieser Stelle erst]:
Ja, das meine ich ja. Es geht um Fakten. Und wenn man sagt, dass die obigen Beispiele nichts mit Wissenschaft zu tun haben [hatten], dann ist das halt faktisch falsch. Sorry.
Ich muss das auch nicht „aus sozialen/emotionalen“ Gründen dann „ignorieren“. Oder um „Reibung zu vermeiden“.
Im Artikel selbst steht es ja … Eventuell sollte man mehr darauf verzichten und klarer werden/sein.
Was natürlich ein Problem ist:
– Grundlose Kritik
– Verschwörungseifer
– Absolute Skepsis
– Absolutes Misstrauen
– Generelle Blockade gegenüber XY
Wissenschaft ist der sinnvollste und beste Weg zur Wissenevaluierung und Abgleich. Dazu zur Erkenntnisgewinnung.
Das heißt aber nicht, dass man es blind vertrauen muss oder sollte.
Ganz im Gegenteil. Gute Wissenschaft besteht mitunter daraus, dass so konsistent und „lückenlos“ ist, wie realistisch „erwartet“ [von Außen] oder „machbar“. Mit unseren heutigen Methoden und Kenntnissen.
Wenn man jetzt jedoch bei einigen Sachen Missstände [und die gibt es faktisch] benennt, dann sollte (und darf) man meiner Meinung nach nicht in die emotional moralische Rolle gestellt werden.
Dazu bin ich auch nur bedingt zugänglich. Sorry. Man bekommt mich „emotional“ („Sauer“/“angepisst“) mehr mit „Falschbehauptungen“, „Lügen“, „Anschuldigungen“ [Trigger als Inkonsistenz/Unlogik/Systemfehler/Missstand/Ungerechtigkeit], als mit „moralische Verantwortung wegen XY“.
Daher sehe ich „meine Aufgabe“ weder als „ich verunglimpfe meinen Stand nicht“ [das mir egal, solange es berechtigt ist …], noch als „ich muss jeden unbedingt überzeugen, dass wir/ich …“ [Das mir egal, so lange man nichts „falsches“ behauptet“].
Also ja … Es geht mir oft um die Art und Weise. Die Sachlagen. Den Umgang [Emotional vs. Sachlogisch]. Die Richtigkeit. Den Diskurs.
Ist echt nicht böse gemeint.
Ich muss „keinen Stand retten“.
Ich weiß, wie ich auf andere oft wirke. Wir ich an meiner Schule ankommen. Wie ich arbeite. Das reicht mir als Abgleich und Zufriedenheit.
Da brauch ich mich nicht als „Wir Lehrer“ als Individuum betreffend „fühlen“. Als Abgleich ja. Als Gruppe. Ja. Als „ich bin das“? Nein.
Und in einem Bildungsforum habe ich eben die Hoffnung und Erwartung, dass hier jeder selbst mitdenken oder nachfragen kann.
Pauschalurteile wird man hier nicht durch Logik abstellen. Ist dann so.
Bestenfalls begegnen. Aber halt auch nur „mit Fakten benennen“ und zwar auch in unangenehme Bereiche wie der Links. Sorry.
Die Aufklärung stirbt nicht, sie ist tot, wenn man alles glaubt, was „Experten“ sagen. Diskurs findet auch nicht an Orten statt, an denen fröhlich zensiert wird.
Das Manifest des Querulantentums! Natürlich verlangt niemand, qualifizierten Menschen zu glauben – allerdings sollte eine Gegenargumentation schon auf demselben sachlichen und fachlichen Niveau stattfinden. „Ich behaupte das Gegenteil, ätschi“ – erfüllt dieses Kritierum nicht.
Zensiert wird in China und Russland. Hier können Sie öffentlich und sogar anonym behaupten, dass „fröhlich zensiert“ wird, ohne dass dies Konsequenzen hätte. Was Sie allerdings widerlegt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Klar können wir fachlich darüber sprechen, warum die Klimaanlagen nicht „namentlich“ benannt wurden.
Wir können auch gerne über Nachteile von Klimaanlagen sprechen. Die gibt es. Logisch.
Wie können auch darüber sprechen, warum die Expertinnen zwar wissen [„unterstelle ich einfach mal, da sie Experten sind], dass Klimaanlagen hier eine (kurzfristige/mittelfristige) Lösung zwar sind – man das Fass jedoch weder aufmachen will, noch laut Empfehlungspaper auch aufmacht.
Ist ja alles legitim und kein Problem. Das spricht denen auch keinen „Expertenstatus“ ab. Zeigt nur so mancher Methodik. Und das ist dann auch schon die Kritik hinter der Systematik.
Ich persönlich habe „nichts gegen die“ Experten. Ich persönlich spreche ihnen auch kein Wissen ab – das werden sie haben.
Ich persönlich kritisiere hier die Art und Weise und die Systematik.
Punkt:
Wenn man eine KLUG hier bspw. beteiligt hat, dann hat man Experten dabei. Aber man hat selbstverständlich auch „(eigen) Interessen“ dabei. Das kann bewusst und unbewusst basierend sein. Ist bei Studien oft nicht anders als Bias. Beispielsweise weit verbreitet im Bereich der Psychologie.
Daher muss man natürlich hinterfragen „wer“ und „warum“.
Und die KLUG sind Experten. Aber sie haben auch Interessen. Logisch.
Und auch wenn einige/die Faktoren absolut richtig und sinnvoll für eine nachhaltige Entwicklung wären … Muss man doch auf Realisierbarkeit auch achten. Also auf Umsetzungsmöglichkeit und -wahrscheinlichkeit.
Alles andere ist ja Irrsinn.
Die Ziele sind ja „schön“. Also im Bereich der Sanierung. Aber es gibt eben die Sanierungs(absicht) erst gar nicht oder nur stark begrenzt.
Damit muss ich doch als Gremium umgehen.
Alles andere ist dann mehr „ja, stimmt“, aber „Ideologie und Utopie“.
Wie bei vielen Themen halt.
Also ja: Die Experten haben recht, benennen jedoch die akute Lösungsmöglichkeit nicht im Paper direkt.
Und das kann man durchaus kritisieren finde ich.
Müssen sie das nennen? Naja … Würde es ehrlicher machen – denke ich?
Klar … Gibt dann Konflikte. Man eckt an. Man wird ggf. nicht mehr gefragt/beauftragt. Man macht sich ggf. keine Freunde (und Freude) damit. Alles nachvollziehbar. So spielt die Welt oft.
Kritisieren? Sachlich und fachlich? Gerne können wir den Diskurs eingehen. Die Experten könn(t)en ja auch hier Stellung beziehen, warum sie Klimaanlagen nicht explizit thematisieren.
„In der Runde?“ Hatten sie das definitiv. Das sind Experten.
Also … Raus damit. Gibt sicherlich sehr gute Begründungen, welche nicht sezierbar sind und konsistent.
Bekomme ja jetzt schon Dopaminschub … Jetzt hat noch nichtmal ein Experte drauf geantwortet.
Bin offen. Ich bin hier.
Ihre Hausärztin wird bestimmt beeindruckt sein, was Sie alles in der Apothekenumschau gelernt haben und wird ihre Expertise gleich mit der Ihren anwägen.
Aber halten Sie sich doch ein wenig zurück, wenn es Kinder (anderer) betrifft 😉
„Und so behandeln manche Politiker [und andere Menschen] eben solche Themen und Studien, sowie Daten und Diagramme/Erhebungen usw.“
Sie haben „Forist*innen“ falsch geschrieben 😉
Die gehören ebenfalls zu „und [manche] andere Menschen“.
Recte quidem
Und um allgemeinverständlich zu sein, vollkommen richtig erfasst, was und wie ich es gemeint habe.
Da haben wohl die Lehrkäfte versagt, den Schüler*innen solche Zusammenhänge zu erklären bzw. die Kinder zu ermächtigen, populistischen Müll selbst zu überprüfen, anstatt im Internet nach einem Video mit der eigenen Meinung zu durchforsten 🙁
Wie schlecht da manche Lehrkräfte wohl heute arbeiten (würden), wenn sie das alles nicht gelernt, aber selbst den Weckruf nicht gehört haben und nun allen anderen die Schuld geben: den Kindern, den Familien, „dem Elfenbeinturm“ – aber bloß nicht die eigene Vermittlerrolle kritisch hinterfragen und wissenschaftlich zu arbeiten beginnen wollen 🙁
„Bei den allermeisten Studien sind weniger deren Ergebnisse als die Finanzierungsquellen interessant.“
Quelle dazu? (gähn)
Aber hey, ich stimme Ihnen voll zu, dass es mehr und bessere Wissenschaftskommunikatoren benötigt, also RICHTIGE, die wissen, wie Wissenschaft funktioniert, anstelle vom „Elfenbeinturm“ und „Elite“ zu schwafeln ^^
Experten für wenig alltagstaugliche Ratschläge zu kritisieren, ist doch nicht gleichbedeutend mit Wissenschaftsfeindlichkeit. Die Idee, keine prüfungsrelevanten Inhalte mehr an heißen Tagen durchzukauen, wurde von Praktikern hier im Kommentarbereich schon als hanebüchen deklariert. Warum sollen Schüler denn in die überhitzte Schule kommen, wenn sowieso nichts Wichtiges gemacht wird? Und wohin verlegt man die Prüfungen, wenn man gegen Schuljahresende und kurz vor Notenschluss in einer andauernden Hitzewelle unterrichten muss? So gut ich es finde, dass das Thema breit diskutiert wird, so ist es doch ein Eiertanz, um nicht in Klimaanlagen investieren zu müssen. Mit klimatisierten Klassenzimmern wären (fast) ALLE Hitzeprobleme auf einen Schlag gelöst. Stattdessen sollen halbgare Ratschläge befolgt werden, um die Hitze etwas erträglicher zu machen.
„Warum sollen Schüler denn in die überhitzte Schule kommen, wenn sowieso nichts Wichtiges gemacht wird?“
Was tun sie denn in den Wochen vor den Ferien, nachdem Zeugnisse geschrieben wurden? Interessant ist auch die Wahrnehmung: Wichtig ist nur, was abgeprüft wird – unser Verständnis von Bildung ist ein anderes.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Filme gucken, was sonst? Am liebstem im Kino, denn da ist kühl:)
Entschuldigung, aber das ist „Whataboutism“.
Über das Verständnis von Bildung können wir uns gerne austauschen, dies ist aber eine komplett andere Baustelle und beantwortet nicht meine Frage nach der Umsetzbarkeit von Prüfungsverschiebungen während andauernder Hitzewellen, denn soweit mir bekannt, müssen Lehrkräfte bis zu einem gewissen Stichtag Noten gemacht und in Hauptfächern eine gewisse Anzahl an Klassenarbeiten geschrieben haben.
Wer sagt denn, dass sich die Empfehlung allein an Lehrkräfte richtet?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„ Was tun sie denn in den Wochen vor den Ferien, nachdem Zeugnisse geschrieben wurden?“
Typischerweise:
Unterricht, Projektwoche, Klassenfahrt, Praktikum und eben tatsächlich immer wieder: Unterricht.
Beschwerden gibt es (aus meiner Sicht zu Recht), wenn lediglich Betreuung (Film gucken etc.) stattfindet.
„ Wichtig ist nur, was abgeprüft wird – unser Verständnis von Bildung ist ein anderes“
Da sind wir ganz einer Meinung. Solange es aber verbindliche Rahmenlehrpläne zu erfüllen gilt und zentrale Prüfungen stattfinden, kann ich zumindest in Mathe keine Inhalte (nix, nada, nothing) wegfallen lassen: da ist alles abiturrelevant, und in der Sek1 kann ich ebenfalls nichts weglassen, da der Stoff in einem Schuljahr die Basis für die Inhalte im Folgejahr ist.
Bedeutet: Vorschläge der Art „nicht prüfungsrelevanten Stoff weglassen“ sind nicht praxistauglich, da sie mit verbindlichen Vorschriften wie der Einhaltung des Rahmenlehrplans und den Anforderungen in zentralen Prüfungen kollidieren. Und das sollten Experten im Bereich der Schule wissen – anderenfalls sind sie keine solchen.
Wer sagt denn, dass die Empfehlung sich an Sie als Lehrkraft richtet – und nicht an die Politik, die die Lehrpläne zu verantworten hat?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Die Empfehlungen richten sich an unterschiedliche Verantwortliche: was den Bau bzw. das Schulgebäude betrifft – den Schulträger, was Handeln in Schule betrifft – die Schulleitungen und die Lehrkräfte.
Ich sehe tatsächlich nicht, wo Kultusministerien angesprochen und/oder direkt adressiert werden.
Die Rahmenplan/Bildungsinhaltediskussion ist eine, die unabhängig vom Hitzeschutz zu führen ist. Das Zentralabi wurde aus Gründen der Vergleichbarkeit eingeführt – wäre jetzt irgendwie kontraproduktiv, wenn in NRW-Nord ein anderes Abi geschrieben wird als in NRW-Süd wegen „Wetter“.
„Ich sehe tatsächlich nicht, wo Kultusministerien angesprochen und/oder direkt adressiert werden.“
Es wird überhaupt niemand direkt addressiert – es werden Maßnahmen aus Sicht betroffener Menschen empfohlen. Und logischerweise ist die Ebene damit angesprochen, die für die Umsetzung veranwortlich ist.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ah, hier steht es. Kann man oben missverstehen. Sorry. Klang nach einer individuellen Ebene [so wurde es von Ihnen jedoch auch geschrieben … O.o]. Sie sprachen ja direkt an „was tun SIE …“.
Wie in DO und GE werden die gleichen Aufgaben bei zentralen Prüfungen gestellt?
Die „leeren“ Wochen zwischen Zeugniskonferenzen und Schuljahresende gibt es, zumindest an Gymnasien, nicht im Plural, sondern im Singular. Üblicherweise ist das max. eine Woche, in der dann auch Bücherabgabe, Ausflüge, Projekttage und Ähnliches liegen.
Dann sind wir uns ausnahmsweise mal einig – ich mache (bis auf die allerletzte Stunde vor den Sommerferien) natürlich Unterricht oder allgemeinbildende Projekte mit den SuS, die das wollen.
Ich persönlich HOFFE sogar (und fordere SuS explizit dazu auf), nicht alles zu glauben, was der Lehrer (in dem Fall: ich) sagt.
Sondern sich eigene Meinungen zu bilden.
Es geht hier aber nicht um Meinungen – es geht um Tatsachenbehauptungen, um Fakten.
Es ist keine Meinung zu behaupten, die Erde sei eine Scheibe – es ist schlicht falsch.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ist richtig und von 447 falsch ausgedrückt.
Richtiger wäre: Die SuS sollten nicht grundlegend alles glauben, was ich ihnen sage. Sie sollten hinterfragen und bei anderer Meinung [oder „Datenlage im Gedächtnis“] selbst recherchieren und ggf. in den Diskurs (auch und insb. gerne mit mir dann) gehen.
Dann haben wir die gesunde Skepsis, den Wissensabgleich und -zugewinn und den Diskurs als Abgleich der „Positionen“. Das ist Effizienz in Reinform. Dazu tatsächlich sinnvolle Kompetenzanwendung.
Richtig, stimme zu.
Ich glaube, Sie haben nicht ganz verstanden, wie Wissenschaft funktioniert ^^
In einigen Fällen als „l’art pour l’art“.
Jetzt weiß ich, dass Sie es nicht verstanden haben.
Schade, aber erfreulicherweise sind Sie ja im Ruhestand
„Was sind denn „wirkliche Experten“…“
Wikipedia antwortet z. B. so:
„Rechtsfragen
Die Bezeichnung „Experte“ ist rechtlich nicht geschützt. Der verwandte Begriff Sachverständiger ist dagegen ein Rechtsbegriff, mit dem „öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen“ gibt es eine gesetzlich geschützte Bezeichnung; eine vergleichbare öffentliche Anerkennung eines „Experten“ besteht nicht. Daher kann eine objektive Qualität der so bezeichneten oder selbst ernannten Experten aus der Bezeichnung nicht abgeleitet werden….“
Weshalb es – wie auch für seriösen Journalismus – Kriterien gibt, anhand derer echte Experten zu erkennen sind: Quellentransparenz – vor allem. Qualifikation ist aber auch nicht schlecht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Zählt langjährige, einschlägige Berufserfahrung auch als Qualifikation?
Kommt darauf an, wofür. Herzliche Grüße Die Redaktion
Na z. B. von Lehrern und Erziehern zu Themen rund um Schule und Kita. Oder von Sozialarbeitern zum Thema Schule, Familien, Erziehung…
„Na z. B. von Lehrern und Erziehern zu Themen rund um Schule und Kita.“
Lehrer sind Fachmenschen für Unterricht – Schule ist aber mehr als Unterricht. Wer Lehrer ist, kann noch keine Schule leiten – und wer eine Schule leitet, kann deshalb kein ganzes Schulsystem führen. Und wer ein Schulsystem führen kann – ist deshalb kein Bildungsforscher.
Sozialarbeiter zum Thema Erziehung? Wieso? Ist ein Polizist dann auch Richter? Und ein Bäcker auch Koch?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Und deshalb werden Lehrkräfte auch Schulleitung. ..
Nach einer Qualifikation, oder? Herzliche Grüße Die Redaktion
Muss nicht sein… Mitunter erfolgt die Qualifizierung Jahre später oder nie. Ecosian Sie mal: „ kommissarische Schulleitung“. Ich kenne kommissarische SchulleiterInnen, die seit vier, fünf Jahren ihren Job tun.
In der Bildung ist vieles anders als in der Wirtschaft, und insbesondere, was Führungspositionen betrifft. Und das zieht sich bis ganz nach oben…
… und wer ein Schulsystem führt, muss keine Ahnung von Schule haben. Siehe Bildungsminister
Wäre dann der Weg zum Bildungsministerium nicht logischerweise:
Lehrkraft – X Dienstjahre – Schulleitung X Jahre – Bildungsminister?
Ich frage ja nur …
Bei SL wird ja auch „die Dienstjahre als Lehrkraft“ als Argument der „140-150 Stunden Fobi/Qualifikation“ [Bayern] benannt und begründet.
Warum setzt man diesen „Standard“ denn nicht einfach mal fort?
Komisch irgendwie.
Hoffentlich anonym in ein Internetforum geworfen, wer will da noch Belege? 😀
„Wenn Sie wirkliche Experten fragen würden, würde ich mich ja freuen. Aber weltfremder Blödsinn aus dem Elfenbeinturm hat mit Expertise nicht viel zu tun.“
Oh wow, steht Ihnen da eine Ihnen unangenehme Überraschung bevor ^^
Aber meinen Sie, Schüler*innen wären bei Menschen gut aufgehoben, welche nach Tagesform und Zustimmung des Bauchgefühls zu entscheiden glauben, was Wissenschaft ist?
Wenn Sie Ihrem SuS das Lernen ermöglichen wollen, könnte Ihr Ausscheiden aus dem Lehrberuf große Chancen bieten…
Welche „wirklichen Experten“ hätten Sie da gefragt?
Zunächst einmal: Der Masterplan macht einige Vorschläge, die sinnvoll sind, wenn man ohne bauliche Veränderungen das Beste aus der Situation machen möchte.
Ich denke, was manchen Forenten ärgert, sind zwei Dinge:
1. dass der Eindruck entstehen könnte, bei diesem Masterplan handle es sich um ein Feigenblatt und es ginge eher darum, den gegebenen Rahmen der Möglichkeiten beizubehalten und die Lehrkräfte nur zu befähigen, diese Probleme besser zu managen. Dieser Eindruck ist sicherlich falsch, aber dass er entsteht, liegt daran, dass man dieses Schema als Lehrkraft von anderen Themen nur zu gut kennt.
2. dass man sich etwas verschaukelt fühlen könnte, wenn ein Expertengremium zusammentritt und mit vereinter intellektueller Kraft auf Lösungen kommt, die vermutlich in den meisten Schulen bereits seit Jahren gang und gäbe sind. Bei Geistesblitzen wie „Wenn ein Raum zu heiß ist, besser in einen kühleren wechseln.“ kann man sich schon fragen, was für ein Bild die Autoren von den Schulen haben. Als ob noch niemand auf diese Idee gekommen wäre. Als ob irgendein Lehrer oder Schulleiter das verhindern wollte. Und als ob es Schulen gäbe, die freie Räume im Erdgeschoss hätten, die sie normalerweise nicht benötigen und für heiße Tage als Klassenräume nutzen könnten.
Allerdings wäre die passendere Adresse für Ärger und Frustration eher die Bildungspolitik und die Kommunen, die sich auch in dieser Frage mal wieder gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben.
Ich für meinen Teil fasse den Masterplan einfach als eine Dokumentation des Desiderats echter baulicher Lösungen auf.
In diesem Zusammenhang finde ich übrigens den news4teachers-Aufruf zur Dokumentation der Temperaturen in den Klassenräumen nur richtig. Damit können die Experten vor Ort zumindest eine Datengrundlage beisteuern.
„Dass der Eindruck entstehen könnte, bei diesem Masterplan handle es sich um ein Feigenblatt“ – dieses Totschlagargument lesen wir hier bei allen Maßnahmen, die vorgeschlagen werden, um Situationen zu verbessern (egal, worum es geht). Das Warten auf Wunderlösungen ist aber nicht konstruktiv. Die wird es so schnell nicht geben, nie.
„Als ob irgendein Lehrer oder Schulleiter das verhindern wollte.“ Es geht nicht ums Verhindern – es geht ums Planen, um die Vorbereitung. Existiert an Ihrer Schule ein Hitzeschutzplan, der alle gegebenen Möglichkeiten für den Ernstfall beinhaltet? Jede Wette: Nein.
Wer sagt außerdem, dass sich die Vorlage (nur) an Lehrkräfte richtet? Er richtet sich auch an die Politik, kommunal wie landesweit, entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie bereits gesagt: Ich halte es nicht für ein Feigenblatt, das Papier fordert ja ausdrücklich geeignete bauliche Maßnahmen. Ich versuche nur den Ärger zu erklären, den es offenbar verursacht.
Übrigens gibt es an meiner Schule tatsächlich keinen Hitzeschutzplan. Es gab eine Arbeitsgruppe, die sich Gedanken in diese Richtung gemacht hat. Die haben das Ganze aber abgebrochen. Begründung: Unsere Handlungsspielräume sind derart begrenzt, dass es zur effektiven Verbesserung nur die Möglichkeiten gibt, die wir ohnehin schon nutzen – ganz ohne Hitzeschutzplan. Die im Artikel benannten Vorschläge wurden bei diesen Überlegungen allesamt berücksichtigt. Es gibt außerdem noch ein paar wenige Möglichkeiten die genutzt werden, weil sie etwas bringen, aber in einem Hitzeschutzplan gar nicht auftauchen dürfen. Das sind Dinge, bei denen ein vernünftiger Schulleiter sagt: „Wenn Sie mich fragen, ob sie das dürfen, muss ich „Nein“ sagen. Vielleicht fragen Sie besser nicht.“
Und natürlich muss man das Problem von beiden Seiten angehen: Klimaanlagen fordern und gleichzeitig aus der Situation, in der man ist, das beste machen. Aber ich denke, das zweite passiert in den meisten Fällen bereits.
Aber auch um das nochmal zu wiederholen: Ich glaube, die Autoren des Plans sind für den Ärger eigentlich die falsche Adresse. Die machen nur Vorschläge, von denen die Schulen sich bei Bedarf auswählen können, was für sie passt und verwerfen, was nicht passt. Das ist sicherlich nicht der große Wurf, aber falsch ist es deshalb trotzdem nicht. Und wenn es an ein paar Schulen ein bisschen was verbessert, war es für was gut.
„Ich halte es nicht für ein Feigenblatt, das Papier fordert ja ausdrücklich geeignete bauliche Maßnahmen. Ich versuche nur den Ärger zu erklären, den es offenbar verursacht.“
Könnte es sein, dass dieser Ärger geschürt wird – von Leuten, die ein politisches Interesse daran haben, jegliche Vernunft aus dem öffentlichen Diskurs zu vertreiben?
Wir staunen allerdings über die Bereitschaft mancher, sich völlig ihrer Wut (worüber auch immer) hinzugeben. Offenbar hat keiner von denen, die hier über das Papier pesten, auch mal nur hineingeschaut (obwohl wir es fett verlinkt haben).
„… aus der Situation, in der man ist, das beste machen. Aber ich denke, das passiert in den meisten Fällen bereits.“ Wir glauben nicht, wie uns die Zusendungen zu unserer Aktion zeigen: https://www.news4teachers.de/2026/07/die-naechste-hitzewelle-rollt-erneuter-aufruf-dokumentieren-sie-die-temperaturen-in-ihren-klassenraeumen-bzw-gruppenraeumen/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
….aus der Situation das beste machen…..
> Sollen Lehrkräfte dann auch den Gesundheitszustand jedes hitzeleidenden Schülers richtig einschätzen, so wie es gewünscht ist (und die Trinkwassemenge kontrollieren) ?
* “ Bei starker Wärmebelastung soll Wasser ständig verfügbar sein; etwa alle 20 Minuten sind rund 150 Milliliter vorgesehen. Die körperliche Belastung soll reduziert oder Bewegung in den Schatten verlegt werden. Bei Hitze in Verbindung mit einer akuten oder chronischen Erkrankung soll kein Sport stattfinden. Als Warnzeichen für eine Hitzeerkrankung nennt das Papier unter anderem Schlappheit, Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstlosigkeit. Dann gilt: Schatten aufsuchen, kühlen, Wasser geben und gegebenenfalls den Notruf 112 wählen.“ […]
Die vorgehende Diskussion über Expertise ist mMn ungeeignet/ unpassend; es geht um Hilflosigkeit auf mittlerer Ebene, weil die obere Ebene genau weiß, dass sich die Gemeinden/Träger Renovierung , Einbau von Klimaanlagen, Gründächer, Flächenbegrünung…
nicht leisten können, aber bei knappen Staatsfinanzen lieber medien/publicityförderlich nach Dauerkranklehrern forschen als den Haushalt realistischer zu gestalten.
Über LuL lästern kann man auch schwitzend.
„Wir staunen allerdings über die Bereitschaft mancher, sich völlig ihrer Wut (worüber auch immer) hinzugeben.“
Ich nicht. Ich habe mich auch erstmal sehr geärgert, bevor ich es dann nochmal in Ruhe gelesen habe.
Ich glaube einfach, viele Kollegen haben schon viele Dokumente gelesen, die ähnlich klangen und nichts anderes waren als Feigenblätter und billiger Aktionismus, damit irgendein Minister vor Kameras treten und sagen konnte, er habe etwas unternommen. Sprechen Sie gern mal Lehrer Ihres Vertrauens außerhalb des Forums an und fragen Sie sie, ob es nicht möglich wäre, dass man deshalb in dieser Hinsicht einfach verdammt leicht zu triggern ist und das vorliegende Dokument fälschlicherweise in dieselbe Schublade packt.
„Wir glauben nicht, wie uns die Zusendungen zu unserer Aktion zeigen:…“
Gut, die Zusendungen zu ihrer Aktion kenne ich nicht. Aber wie gesagt: Wenn es Schulen gibt, denen es weiterhilft: Super!
Welche Instanzen können denn welche Empfehlungen wirklich abdecken – und wie?
Dazu: Wie sinnvoll ist es?
Und dann: Warum werden Klimaanlagen nicht aufgelistet, nicht thematisiert und somit nicht erwähnt?
Abseits des Vorschlags/Ziels:
„Klimatisierungs- und Lüftungskonzept der Innenräume (wenn möglich umweltverträglich)“
Wobei „wenn möglich umweltverträglich“ dann doch wieder recht deutlich gegen Klimaanlagen mal sprechen.
Also sind wir eher in Bereichen von KWL, Sonnenschutz und Dachbegrünung, Geothermie/Geothermische Kühlung, Bauteilaktivierung/Betonkerntemperierung, Nachtauskühlung usw.
Oder man könnte auch zynisch sein: Fahrt abends in die Schule und macht die Fenster auf. Bei Regen aber bitte schließen … Gute Nacht.
Wie lange dauert das? Wie realistisch und realisierbar ist das?
Sind ja alles wirklich durchaus sinnvolle und richtige Forderungen/Punkte.
Aber „akute“ Lösung? Neben
– „macht mal ihr bitte“
– „Fortbildung/Aufklärung“
– Belastungsfaktoren
– Entscheidet IHR
– „No-Brainer [Wasser trinken? Echt?]
Und ja … Auch No-Brainer gehören selbstverständlich dazu.
So wie halt mMn auch die Benennung und Anwendung/Einbeziehung von Klimaanlagen – wo sinnvoll und machbar.
Diesen Punkt rauszunehmen … Naja. Ist kritisierbar.
Und natürlich liest sich das (wieder mal) wie Aktionismus.
Gut gemeinter Aktionismus der Beteiligten. Definitiv.
Bleibt allerdings bei Verlagerung von systemischen Handeln und Agieren auf das Individuum/die Schule.
Was auch ein wichtiger und richtiger Punkt ist … Aber eben keine Lösung.
Jetzt hat man hier ein „Konzept“:
– Aktionismus und Belastung [eines Mangelsystems] als kurz- bis mittelfristige Begegnung
– Forderung auf mittel- bis langfristiges Agieren.
Da stellt sich nun einmal die Frage des „was als ’systemische Übergangslösung‘ „?
Was als akute systemische Entlastung?
Und die fehlt. Das wären nämlich tatsächlich Klimaanlagen.
Also ist der Rat gut gemeint und sinnvoll. Aber die „Zwischeninstanz“ hat man halt nicht abgedeckt.
So kommt „der Staat“ als Gegenspieler … Will Kosten sparen.
Und schaut sich mal den Bereich des kurzfristigen Agierens an.
„Klappt das einigermaßen“? Dann passt.
Sanierungen? Wozu? Die können schon damit umgehen.
Wie halt mit allen Belastungsfaktoren und Forderungen.
Hier hat man halt jetzt (leider) die Zwischeninstanz der Experten drin. Aber wie oft juckt denn sowas politisches Agieren.
Und dann sind wir auch schon bei dem Problemfeld des Handelns und Förderns.
Aber ja … Bin ja sehr offen dafür, wenn man jetzt – nach dem Paper – anfängt mit Sanierungen. Und dann kann man gleich die „versprochenen“ Toiletten mit sanieren und die „Regen“Dächer. Eventuell nimmt man auch gleich noch ggf. den Schimmel stellenweise mit.
Bin ja mal gespannt.
Als Denkanreiz: Warum sollte man immer „in Vorleistung“ gehen? Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt. Sowohl Sanierungsstau. Als Mangelbereiche. Als auch „Geld“. Als auch „holt uns auf“. Als auch Verschiebungspolitik. Als auch Klimakrise/-katastrophe. Als auch „es wird wärmer“ – schwer sich zu konzentrieren in der Schule [war ja bei mir schon so als Schüler …].
Ebenfalls sowas wie „Eltern arbeiten – viele“. Und „Schulpflicht“.
Also … Man hatte ja durchaus bisschen Vorlauf, um zu handeln.
Man könnte auch JETZT mal anfangen … Sanierungen. Neubauten als modernisierter Standard. Klimaanlagen, wo nötig. Usw.
Bin wirklich gespannt …
*Luften geht, indem man Fenster öffnet* [Coronaweisheit, Handreichenstil]
*Man kann auch abends Fenster aufmachen, damit kalte Luft reinkommt* [Mein Guess als neue Handreiche]
In Coronazeiten kam man überwiegend von „CO2 und Co.“ Geräten vorbei. Jeden Sommer von Klimaanlagen. Warum sollte man jetzt auf einmal das Vertrauen an den AG/Staat/Politiker schenken? Erstmal beweisen, dass man dieses verdient (hat).
Rest funktioniert eben nicht mehr bei allen …
„„Wir staunen allerdings über die Bereitschaft mancher, sich völlig ihrer Wut (worüber auch immer) hinzugeben.““
Das erstaunt mich absolut nicht. Warum? Weil die Tendenzen und das (Nicht)Handeln in vielen Bereichen eben dies als „Prognose“ zulässt. Ist mitunter selbst geschuldet. [Nicht von Ihnen als Redaktion – ganz im Gegenteil, aber vom Staat/AG/Politik]
Was mich schon erstaunt – Wen das noch ernsthaft wundert.
Was hier wirklich das Problem ist … Die Punkte des Papers sind ja richtig. Die Ziele sind gut.
Die fehlende „akute systemische Lösung“ ist weiterhin zu kritisieren meiner Ansicht nach.
Ist aber verständlich, wenn man „drauf hofft, dass es die langfristigen Punkte geben wird“. Pokern mit „Tricksern“… Gewagt.
Und dazu bedenkt, dass auch Klimaanlagen halt teuer sind und man überlegt, dass dadurch dann ggf. keine Langfristigen Ziele erfüllt werden würden [„Angst“, vor Stillstand/Verlust eigener Ziele – daher Kompromiss].
Ebenfalls halt, dass man eigentlich ja gegen Klimaanlagen „als Vertreter“/Klimaexperten ist.
Also logisch und nachvollziehbar, dass das Paper so aussieht. Bleibt jedoch weiter dabei: Deshalb kritisch zu sehen, weil das nachvollziehbar ist – auch in anderen Punkten eben …
Aber Klimaanlagen werden doch explizit gefordert:
„Zugleich verweist sie mit einem Satz von Eckart von Hirschhausen auf den baulichen Nachholbedarf: „Jeder Flughafen in Deutschland ist klimatisiert, aber kaum eine Schule.“
Okay, ich glaube ich verstehe, was Sie meinen: zwar ist auf Seite 1 bereits von „aktiver Kühlung“ die Rede, es verwundert aber schon, dass auf Seite 7 im Kasten „Strukturelle Maßnahmen“ nur noch von einem „Klimatisierungs- und Lüftungskonzept“ die Rede ist, ebenso wie von einem „Begrünungskonzept“. Hat jemand eine Erklärung dafür, dass hier nur Konzepte, aber nicht mehr konkret Hardware gefordert wird?
Man kann natürlich sagen, dass der Satz „Strukturelle Maßnahmen verändern Gebäude und Außenanlagen dauerhaft“ das dann automatisch so definiert. Aber irgendwie klingt „Konzept“ halt doch eher nach einem Theoretischen Konstrukt als nach einer physischen baulichen Maßnahme.
Absolut richtig. Sie haben es erkannt.
Es wird im Kommentar zwar von den Experten als „Opener“ genutzt. Also Klimatisierung an Flughäfen. Das sind im Prinzip große RLT-Anlagen. Heißt herunter gebrochen und vereinfacht … Im Sommer kühl und im Winter warm.
Wenn man von „Jeder Flughafen in Deutschland ist klimatisiert, aber kaum eine Schule.“ als Experte spricht, dann sind somit RLT-Anlagen auch gemeint (normalerweise/relativ eindeutig eigentlich).
Also nutzt man den Vergleich und die Begründung, schafft (oder will besser nicht…) es aber nicht dies dann als Transfer auch namentlich zu benennen? Und zwar im Bereich von „Zimmer/Räumen“ als „Klimaanlagen“, statt „Hallen“ eben als „RLT-Anlagen“?
Wirklich?
Man kann ja auch „einfach in Büros“ mal schauen … Auch dort gibt es durchaus die Anwendung und Nutzung …
Bei „Klimatisierungs- und Lüftungskonzept“ haben Sie allerdings „(wenn möglich umweltverträglich)“ vergessen …
Das ist und wäre (als Interpretation …) allerdings sehr wichtig.
Warum?
„Umweltfreundlich“ würde per se mal Klimaanlagen ausschließen.
„Umweltverträglich“ würde dies nicht per se. Weil man Klimaanlagen (und v. A. RLT-Anlagen) durchaus so hinbekommt, dass sie als „umweltverträglich“ gelten. Man nimmt als Experten(gruppe) also diesen Faktor nicht direkt raus. Man hält ihn mal offen und schaut.
Wäre „strategisch“ tatsächlich in vielen Bereichen sehr gut sowas.
Aber es lässt eben den Spielraum in beide Richtungen offen.
Mit einer direkten Benennung von „Klimaanlagen“ wäre dies als Option [und Vorschlag/Rat] jedoch sehr eindeutig und direkt. Es nennt also eine „Zwischenlösung“ dann konkret und klar.
Das „wenn möglich“ ist „gut“, da man auch hier wieder Spielraum frei gibt … Wer definiert und „sagt“ denn, wann/wenn und wann/wenn es nicht möglich ist … Wie begründet man das.
Also beispielsweise bei (keinem) Denkmalschutz? Beispielsweise in Räumen ohne Fenster?
Oder auch in andere Richtung: „Wenn nicht genug andere Geräte/Optionen usw. da wären/zeitnah eingebaut/realisiert werden können“ – ist das dann „nicht möglich“ und dann greift der Fall?
Also es gibt (theoretischen) Spielraum in verschiedene Richtungen und Bezüge.
Zu „Klimatisierungs- und Lüftungskonzept“ noch generell … Damit sind mit Nichten immer Klimaanlagen gemeint.
Das kann von „Fenster auf“, „Fenster und Türe auf“, „Fenster am Abend auf“ [„bestenfalls automatisierte Nachtauskühling“ … Keiner hat Bock Abends zur Schule zu fahren …] über „Sonnenschutz/Jalousien und/oder Fassadengestaltung“, „Erdwärmetauscher“, „Lüftungsanlagen“ bis hin zu „Klimaanlagen“ halt alles sein …
Die Formulierung würde bspw. je nach Bezug komplett anders wirken (können) in der Praxis:
Bei neuen modernen Passivhäusern würde man eben primär keine Klimaanlage nutzen, sondern mehr auf Lüftung und Beschattung setzen.
Bei Flughäfen und großen „Glasgebäuden“ würde man bspw. (eher) auf RLT-Anlagen, Lüftung und Passivmaßnahmen wohl gehen.
So … Jetzt ist die Anregung und die Frage:
– Was ist konkret bei Schulen jetzt gemeint?
– Warum benennt man das nicht auch konkret [als Teilaufzählung der Möglichkeiten/Optionen/Planung]?
Dazu: Welchen Transfer kann man jetzt ableiten? Wie könnte/sollte man denn bei Schulen hier handeln? Kurzfristig, mittelfristig und langfristig.
Und ja … Kommt natürlich auch auf die Schule an Standort, Gebäude usw. usf.
Aber mal grundlegend … Könnten Klimaanlagen denn nicht zumindest „entgegenwirken“ [also als Übergangskonzept, strukturelle Handlung, systemische Akutlösung]? Wie in anderen Büros, Gebäude und Räume denn auch …
„Ich glaube einfach, viele Kollegen haben schon viele Dokumente gelesen, die ähnlich klangen und nichts anderes waren als Feigenblätter und billiger Aktionismus, damit irgendein Minister vor Kameras treten und sagen konnte, er habe etwas unternommen“
Der Höhepunkt für mich immer noch:
„Anleitungen zum richtigen Lüften“ während Corona, da man zu geizig war, in Luftfilter zu investieren…
Wie wäre es, statt „Experten“, die meist nie vor Ort sind, sondern im gut gekühlten Büro am Schreibtisch vor sich hin denken, einfach die Praktiker zu fragen, die täglich an den Schulen präsent sind und dort arbeiten? Das ist doch im Bereich Bildungspolitik häufig das Problem, dass gutbezahlte Theoretiker ihren wichtigtuerischen Senf von sich geben und schlichtweg keine Ahnung vom echten Leben mit Schülerinnen und Schülern haben. Beispielhaft gezeigt durch den „Rat“, doch den Unterricht in „kühlere Räume“ zu verlegen, die es in 99% der Schulen eben nicht gibt, weil alle verfügbaren Räume belegt sind.
„Einfach die Praktiker fragen“ – ok, welche? Die von der GEW oder vom Philologenverband? Grundschullehrkräfte oder Berufsschullehrkräfte? MINT-Lehrkräfte oder Schulleitungen? Womöglich gar Schulträger?
Sind Lehrkräfte auch medizinische Kapazitäten – und Expert*innen für Bauliches? Also eigentlich für alles? Das Problem zeigt sich allerdings schon in diesem Forum: zwei Lehrkräfte – drei Meinungen.
„Beispielhaft gezeigt durch den ‚Rat‘, doch den Unterricht in ‚kühlere Räume‘ zu verlegen, die es in 99% der Schulen eben nicht gibt, weil alle verfügbaren Räume belegt sind.“ Natürlich kann der Rat sinnvoll sein – und etwa Abschlussprüfungen in Hitzeperioden nicht ausgerechnet im heißesten Gebäudeteil stattfinden zu lassen. Also ggf. die Belegung zu ändern.
Meine Güte – selbst wenn Sie persönlich der Rat nicht betrifft: Es gibt über 30.000 Schulen in Deutschland; und Sie kennen garantiert nicht alle. Also ruhig mal durchatmen. Entstanden ist der Hitzeschutzplan übrigens „aus einer Initiative von Lehrkräften selbst“, wie eine der Autorinnen berichtet: https://deutsches-schulportal.de/schule-im-umfeld/es-braucht-mehr-bewusstsein-fuer-den-hitzeschutz-an-schulen/
Das sind doch die geforderten Praktiker – oder sind das dann die falschen?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„ Sind Lehrkräfte auch medizinische Kapazitäten – und Expert*innen für Bauliches? Also eigentlich für alles?“
Aber natürlich! Wir müssen einschätzen können, ob ein RTW gerufen werden muss, das vermoderte Fenster noch hält oder der Schimmel gesundheitsschädlich ist. Gleichzeitig sind wir Diagnostiker, Psychologen, Therapeuten, Reiseveranstalter und so manches, was grad gesellschaftlich geradegebogen werden soll.
Zumindest wenn’s danach geht, was wir alles so von außen (da zähle ich ausdrücklich auch die Bildungsministerien dazu) aufgedrückt bekommen oder übernehmen sollen.
Ich allerdings wäre gern einfach nur Lehrer.
Warum zieht unser Magazin allmonatlich mehr als 1,5 Millionen Leserinnen und Leser an – wenn Lehrkräfte, unsere Hauptzielgruppe, doch eh‘ schon alles wissen und können und Experten alle doof sind und in Anführungsstriche gehören?
Womöglich denken ja doch nicht alle Lehrerinnen und Lehrer so.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ist eine „Berufskrankheit“. Und Mika BB benannte (und erklärte) sie nur.
Auch hier … Don’t hate the player – hate the system.
Wenn man ständig „alles können soll/muss“ und dies so auch gesellschaftlich und vom AG ständig so eingefordert wird … Dann braucht man sich doch nicht zu wundern.
Egal wie sehr das tatsächlich zutreffen mag.
Zugleich wird einem durchaus auch gerne mal als Lehrer ja „Kompetenzen und Wissen“ abgesprochen. Obwohl man ggf. in den Bereich(en) zusätzlich eine Ausbildung oder Studium hat(te). Und das „ohne jemanden zu kennen“. Top.
Und damit muss man halt irgendwie umgehen (können).
Ist ja nicht böse gemeint. „Erfahrungen machen jemanden“.
Man macht Erfahrungen … Aber auch Erfahrungen machen jemanden. Das gilt halt nicht nur im Bereich von Schulpsychologie und perspektivisches Denken diesbezüglich.
Kann man mal drüber nachdenken … Warum „Lehrkräfte so sind“. Zeigt vielleicht auch einen Problembereich auf … Mitunter einen „Erwartungswert“ (jenseits von gut und böse).
Sind es 1, 5 Millionen Leser:innen oder 1,5 Millionen Klicks? Oder 1,5 Millionen Geräte, von denen aus News4teachers aufgerufen wird?
1,5 Millionen Mal im Monat wird News4teachers von jeweils einem Menschen besucht. Herzliche Grüße Die Redaktion
„Das ist doch im Bereich Bildungspolitik häufig das Problem, dass gutbezahlte Theoretiker ihren wichtigtuerischen Senf von sich geben und schlichtweg keine Ahnung vom echten Leben mit Schülerinnen und Schülern haben.“
Nene, „die Praktiker“ fordern ebenfallls lautstark das Verschleppen und Nichtstun und reden Ihren fiktiven Feindbildern sogar nach dem Mund 😀
Nur dass die Praktiker das auch tatsächlich „ausbaden“ müssen.
Das ja schon ein gewaltiger Unterschied?
Jemand bestimmt für einen …
Man bestimmt für andere …
Man bestimmt für sich selbst …
Erkennen Sie die „Ebenen“ hier?
Top.
Also die einen verschleppen die Lösungen der/für die anderen, weil sie eben nicht handeln und selbst nicht betroffen sind.
Die anderen sind betroffen und wollen halt gute Rahmenbedingungen und Ressourcen.
Checken Sie?
Paar müssen halt mit dem „Ist-Zustand“ täglich umgehen. Andere halt nicht. Welche Position ist erstmal „einfacher“ für Verschiebungen und „Aussitzen“?
Na, kommen Sie darauf?
„Nur dass die Praktiker das auch tatsächlich „ausbaden“ müssen.“
Ganz schön blöd, wenn die dann den Politiker*innen nach dem Mund reden, die für die Situation veranwortlich sind :/
Das ist richtig.
„Das läuft doch darauf hinaus, dass Schule den Betrieb partiell einstellt und irgendwelche Maßnahmen zum Zeitüberbrücken anbietet.“
Ist halt der Unterschied zwischen Leuten, die versuchen, verfügbare Ressourcen bestmöglich auszuschöpfen und Privatpersonen, die im Internet der Bildungspolitik nach dem Mund reden nichts zu verbessern :/
„Es gibt eine einzige Lösung: Klimatisierte Schulen.“
Volle Zustimmung! Die Menschen im Artikel oben würden dem auch nicht widersprechen
Wie oft finden sich Sätze wie: „Klimaanlagen einzubauen löst alle diese Probleme abseits von wenigen Sonderfällen?“
„Baut Klimaanlagen ein.“ ist (ausnahmsweise) tatsächlich eine sehr einfache, populistische Lösung, die TATSÄCHLICH FUNKTIONIEREN würde.
Problem —> ausgefirschte, massenskalierbare Lösung ist (wortwörtlich) bei Amazon bestellbar.
Wozu drölfzig Seiten Vernebelung drum rum?
—> um von der simplen Realität abzulenken: Die (im Vergleich) „paar Kröten“ sind Schulen der Politik EINFACH NICHT WERT.
Ganz wortwörtlich: Nicht. Wert.
Klimaanlagen werden explizit gefordert:
„Zugleich verweist sie mit einem Satz von Eckart von Hirschhausen auf den baulichen Nachholbedarf: „Jeder Flughafen in Deutschland ist klimatisiert, aber kaum eine Schule.“
Gut so.
Meinen Sie nicht: „Achso!“?
Oder wo sahen Sie sich da bestätigt: „Wozu drölfzig Seiten Vernebelung drum rum“?
„Baut Klimaanlagen ein.“ ist (ausnahmsweise) tatsächlich eine sehr einfache, populistische Lösung, die TATSÄCHLICH FUNKTIONIEREN würde.“
???
Ja, wenn man jahrzehntelange Forschung missachtet, die Solarindustrie in Deutschland zu Grabe trägt, Grenzen bei CO2-Emmission aufweicht – auf EU-Ebene, bei den Bundesministerien sowie Industriezweigen – junge Klimaschützer*innen ignoriert, ältere kriminalisiert (ich habe so Angst vor der „neuen RAF“), Hitzetote totschweigt, Klimakosten unterschlägt, Hauptverursacher*innen schont und sämtliche, niedrig auf ein Minimum angesetzte, Klimaziele drangibt… Ja, „einfach“
Aber keine Sorge, den Verantwortlichen werden schon Gründe einfallen, nichts zu tun, die hier im Forum dann treu wiedergekäut werden 😉
Das stimmt. Die Menschen im Artikel oben wissen das.
Sie wissen auch, dass Klimaanlagen hier eine große direkte Effizienz hätten.
Warum wird das (trotzdem) genau „0 Mal“. Ja, ganze 0 Mal genannt/erwähnt im „Paper“?
Man kann es lediglich hier rein interpretieren und zugleich – wenn „möglich“ – wieder (logischerweise) ausschließen:
„Klimatsierungs- und Lüftungskonzept der Innenräume (wenn möglich umweltverträglich)“
Und warum ist das mitunter so?
Weil man Lösungen gerne hätte, welche:
– Wenig kosten [Interesse Kommunen/Staat/Land]
– Umweltfreundlich sind [Interesse KLUG]
– Weniger Folgewirkungen haben könnten [Ärzteperspektive, Kompromiss]
Dass Klimaanlagen nicht, „die nachhaltig beste Lösung“ sind … Ja. Stimmt.
Dass es nachhaltige und sinnvolle Wege gäbe … Ja. Stimmt auch.
Dass Klimaanlagen zur Überbrückung und „Symptomlösung“ (kurzfristig) absolut sinnvoll und tragend sind? Das wird leider (bewusst?!) nicht benannt, wenngleich gewusst.
Jetzt kann man natürlich sagen: Zu teuer für einen „kurzfristigen Übergang“. Dann muss man jedoch sagen … So ein Übergang ist nie kurzfristig. Das ein Langzeitziel. Mitunter ohne wirkliche Umsetzung im Bereich von Sanierung. Warum? Naja, viele Kommunen haben halt die Gelder gar nicht. Bausache … Kommune primär. Doof.
Haben sie auch nicht für Klimaanlagen? Ja. Dilemma.
Dazu hätte man schon früher damit anfangen sollen und können. Der Sanierungsstau ist ja schon Jahrzehnte. Die Prognosen ebenfalls. Das Wissen war und ist da.
Die Handlung fehlte, fehlte und wird weiterhin mindestens verzögert oder bleibt aus.
Daher sind die Punkte erstmal mehr „guter Wille“ [der ExpertInnen] und bis zur Umsetzung/Handlung mehr/reiner Schein …
– Die „kostenlosen Lösungen“ sollen „wir“ mal angehen und machen … Forderung. [Belastung Schule mal wieder ohne Entlastung … Toll, und so neu …]
– Die sanitären Sachen … Naja, da können „wir“ [Staat/Kommunen/Politik] leider wenig machen. Zu teuer. Zu lange. Denkmalschutz. Muss man erst nochmal rechnen. Angebote müssten eingeholt werden. Ah, die Bauarbeiter sind überlastet. Die Zuständigkeiten … Die müssen nochmal geprüft werden. Und sowieso Sommer ist ja fast schon um.
Mal im Ernst … Wen will man denn noch verarschen?
Absolut klar ist, dass das unzumutbar ist. Ebenfalls klar ist, dass wir über eine Überbrückung/Klimaanlagen aktuell und künftig halt kaum bis nicht „sinnvoll“ hinauskommen (werden).
Aber Aussitzpolitik wird hier wieder demonstriert. Aktionismus und Belastung anderer.
Daher nutzen andere AG und Unternehmen (und Staatsinstitute) ja die Möglichkeit von Klimaanlagen … Weil es eben funktioniert.
Und wenn das dann „Entscheidungsträger“ sind, welche diese ggf. nutzen … Und anderen verwehren … Dann zeigt das eben schon so ein Problembereich auf.
Dass es der KLUG um „Nachhaltigkeit“ geht? Ja. Verständlich. Guter Wille. [Gut gedacht – nicht gut gemacht. Kurzum: Naiv]
Weil hier eben der Kostenfaktor entgegen steht … Man hofft auf tatsächlich sinnvolle Nachhaltigkeit. Die Wahrscheinlichkeit? Sehr gering.
Aber die Kids sind „jetzt“ in der Schule. Das Problem ist „akut“ und bleibt „akut“, bis man handelt. Ganz einfach.
Als Kompromiss [Anruf bei zu hoher Hitze und Folgewirkung] des Kompromisses der Ärzte/Mediziner [Klimaanlagen als potentieller Belastungssfaktor der Gesundheit] wurde hier schon geschrieben: Sofort Notdienst bei Anzeichen rufen. Und das wirklich bei „kleinen Anzeichen“. Die Verantwortung nehmen diese dann „als Verband“. Die will ich gar nicht. Die wird einem hier aufgelastet [(unnötige) Belastung]. Und rechtssicher und sinnvoll ist dieser Weg sowieso. Genauso ratsam. Geliefert wie bestellt.
Daher: Pech.
Seien wir doch einfach ehrlich und direkt. Und vor allem nicht so naiv … Hier zumindest.
„Das stimmt.“
Danke 🙂
Also wenn dann die Raumtemperatur unter 19°C im Winterfeld, kann der fehlende Stoff doch nachgeholt werden
… im Winter fällt …
Jetzt mal die Regelungen für Schüler bei Hitze beiseite gelassen: Wie sieht es mit dem Arbeitsschutz für die Lehrkräfte aus? Darüber spricht niemand. Vielleicht müsste auch die Lehrerschaft den Druck in ihrer Rolle als Arbeitnehmer erhöhen, um die Verantwortlichen für mehr Hitzeschutz/Klimatisierung in die Pflicht zu nehmen.
Waren Sie nicht einer derjenigen kommentierenden Leser, die es zu Corona-Zeiten nicht so sehr mit dem Arbeitsschutz von Lehrkräften hatten – umgedacht?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wir können jetzt natürlich Äpfel mit Birnen vergleichen. Einige der Corona-Maßnahmen wurden im Nachgang als übertrieben dargestellt, insbesondere für Schulen. Und nun?
Dargestellt wird viel – insbesondere von „Bild“ und anderen Dulli-Medien.
Wissenschaftlich kritisiert wird (zu Recht), dass in Schulen kein ausreichender Infektionsschutz (Stichwort: Arbeitsschutz) installiert wurde, um einen weitgehend sicheren Schulbetrieb zu ermöglichen und Schulschließungen zu verhindern. Das wäre technisch möglich gewesen und hätte pro Schüler etwa 150 Euro gekostet. War zu teuer. In populistischer Primitiv-Argumentation wird dann daraus: Schulen hätten folgenlos und ohne weiteres offen bleiben können. Fakt ist: Das hätte zig Tausende weitere Menschenleben gefordert, womöglich auch das von Lehrkräften.
Was hat das mit Äpfeln und Birnen zu tun, wenn wir feststellen, dass Arbeitsschutz für Lehrerinnen und Lehrern doch offenbar von Ihnen (und natürlich auch anderen) politisch instrumentalisiert wird? Wie’s gerade passt…
Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2025/03/fuenf-jahre-corona-warum-das-maerchen-die-schulen-sind-keine-treiber-der-pandemie-so-fatal-ist-eine-analyse/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Habs grad nochmal gelesen – ein Artikel mit großteils ziemlich guten Beiträgen ( quellenfundiert mit Foristen, die wirklich aufeinander eingingen- 😉 meist.
Eigentlich ist die Hitzeproblematik doch einfacher zu lösen sein als gefährliche Viruserkrankungen.
„Man“ da oben wird wohl weiter auf einen “ Jahrhundertesommer “ hoffen: nächstes Jahr wird alles anders. Diesem Land ist das Tun/Ändern in Bez auf Schule in jeder Hinsicht verloren gegangen – kostet ja Geld.
Bei uns wird langsam das Trinkwasser knapp, aber der Rasen wird heimlich weiter gesprenkelt.
So ungefähr ist es auch beim Hitzeschutz für Schulen. Klimaanlagen für „Amts/Entscheiderebene müssen sein“, Normalos müssen sich halt selbst helfen ( Attesteflut)
A propos, weil Sie schrieben – im kleinen hilft auch – in unserem teils Glaskuppel!60erjahreparadies ist jeder qum klassenmäßig ausgereizt. Unser Plan heißt also durchhalten und in Dauerschleife an der Regierung anzurufen, um z.B. wenigstens Stundenverkürzung zu erreichen.
Wie wir in Coronazeiten leidvoll lernen mussten, zählen Schulen für die KuMi nicht als Arbeitsstätten, deshalb gilt auch nicht die Arbeitsstättenschutzverordnung…
Das Problem ist halt, dass die Arbeitsstättenverordnung den AG in die Pflicht nimmt. Da das Gebäude in der Hand der Kommunen liegt, passiert halt nichts. Na ja bis auf den Schwarzen Peter hin und her zu schieben.
solange bis das nächste Thema kommt. Z.B. teile unsere Fenster die ganzjährig nicht geschlossen werden können und die Heizung am WE nicht läuft. Super im Winter, Montag morgens in den ersten Stunden.
„Jetzt mal die Regelungen für Schüler bei Hitze beiseite gelassen: Wie sieht es mit dem Arbeitsschutz für die Lehrkräfte aus? Darüber spricht niemand.“
Sie sprechen sich für die Schüler*innen aus? 😀
Um mal wieder den zurecht viel zitierten Aldi mit Klimaanlage zu zitieren:
Aldi befindet sich häufig in einem einfachen Flachbau mit wenig Abschattung und einem flimmernd heißen Parkplatz davor. Nehmen wir an, die Firmenleitung hätte aufgrund der unzähligen Aldifilialen in einfachen Hallen beschlossen, dass der Einbau von Klimaanlagen einen extrem hohen finanziellen und baulichen Aufwand bedeutet und deshalb unterlassen wird. Die drei möglicherweise heißen Monate im Jahr seien schließlich auch ohne Klimaanlage machbar.
Aldi könnte Kunden auffordern, in den frühen Morgenstunden einkaufen zu gehen, bereits im Laden per Ausnahmeregel schon eine Wasserflasche zu öffnen und zu trinken, in leichter Kleidung den Laden zu betreten und den Einkauf zügig zu erledigen. Schokoladen, frisches Obst und ähnliche rasch verderbliche Lebensmittel wären in dieser Zeit wegen Hitze nicht im Angebot.
Stattdessen hat Aldi Klimaanlagen eingebaut. Das schont neben den Kunden auch viele Produkte. Es gibt Menschen, die an heißen Tagen extra lange oder mehrmals zu Aldi gehen und dabei mehr einkaufen als ursprünglich geplant.
Wenn die derzeitige Regierung doch nur die Chance begreifen würde, die flächendeckende Klimaanlagen für Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen haben würden! Bei kühleren Temperaturen geht es nicht nur den Schokoladen im Regal besser, sondern auch den Menschen. Menschen, denen es gut geht, werden weniger krank oder schneller gesund und bleiben länger aktiv. Genau das möchte die Regierung: gesunde, arbeitsfähige, den Sozialstaat nicht belastende Menschen.
Wenn Schulen und Kitas Orte wären, an denen sich alle wohlfühlen könnten, würden Menschen freiwillig dort Leistung und Entwicklung erbringen, die Ressource der Zukunft! Dann müssten nicht prüfungsrelevante Themen in den heißen Wochen zurückgestellt werden, sie würden an einem angenehmen Ort neben der Kühlung eher freiwillig aufgenommen wie die vielen hübschen Artikel bei Aldi, die einem erst auffallen, wenn man ausgiebig dort Bummeln geht, statt draußen in der Hitze zu schmoren. Gerade diejenigen, also die meisten, die zu Hause noch keine Klimaanlage haben, würden in den angenehmen Temperaturen in der klimatisierten Schule aufatmen, gerne ein bisschen länger bleiben und so auch mehr statt weniger lernen.
Ich halte Klimaanlagen mittlerweile für einen Wirtschaftsfaktor und von daher für ein must have für unsere Regierung, die ausschließlich in wirtschaftlichem Profit denkt und handelt.
„ Ich halte Klimaanlagen mittlerweile für einen Wirtschaftsfaktor und von daher für ein must have für unsere Regierung, die ausschließlich in wirtschaftlichem Profit denkt und handelt.“
Sieht die Regierung vermutlich auch so – deshalb gibt es zumindest in den Ministerialbüros auch ne vernünftige Klimatisierung. Temperaturen unter 15 bzw. über 24 Grad Celsius dürften dort innerhalb der Büroarbeitszeiten nie herrschen.
Ich meinte natürlich, für die Regierung hinsichtlich Schulen und aller aufgezählten Einrichtungen. Da habe ich wohl die Pointe versemmelt.
Mir fällt da gerade was ganz frappierendes auf:
Klimatisierte Schulen würden für Schulpräsenz und Leistungsfähigkeit der Schüler wahrscheinlich mehr bewirken als die x-te mit viel moralischer Heissluft aufgeblasene „““Reform“““!
Absolut!
Ich habe in letzter Zeit einige Menschen mit klimatisiertem Arbeitsplatz sagen gehört, dass sie freiwillig länger bleiben und Rückstände aufarbeiten, auf die nie jemand Lust hat. Das sei besser als die Hitze zu Hause.