Start Nachrichten Handyverbot an Schulen: Philologen fordern (auch) smartphonefreie Pausen 

Handyverbot an Schulen: Philologen fordern (auch) smartphonefreie Pausen 

0
Anzeige

MAINZ. Der Philologenverband Rheinland-Pfalz unterstützt das von Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) angekündigte Verbot der privaten Smartphone-Nutzung während der Unterrichtszeit bis einschließlich Klasse zehn – fordert allerdings eine weitergehende Regelung. Private Handys sollten während der gesamten Schulzeit einschließlich der Pausen und Ganztagsangebote ausgeschaltet und nicht sichtbar verwahrt werden. Zugleich müsse Medienbildung systematisch ausgebaut werden.

Wenn schon, denn schon. Illustration: Shutterstock

Damit widerspricht der Verband der Kritik der Landesschüler*innenvertretung (LSV) an dem geplanten Verbot. Medienpädagogische Konzepte allein reichten nicht aus, erklärt die Landesvorsitzende Cornelia Schwartz. „Niemand würde ernsthaft vorschlagen, in der Schule lediglich über Alkohol oder Nikotin aufzuklären – Alkohol und Nikotin sind in der Schule verboten, und gleichzeitig leisten wir zusätzlich Präventionsarbeit. Warum sollten wir das bei Smartphones, deren Suchtpotenzial und negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit wissenschaftlich belegt sind, anders halten?“

Der Philologenverband versteht Einschränkungen und Medienbildung deshalb ausdrücklich als zwei Seiten eines Konzepts. „Ein Verbot wenigstens während der Schulzeit ist keine Beschneidung demokratischer Rechte, sondern eine notwendige Schutzmaßnahme für die Gesundheit und den Lernerfolg unserer Schülerinnen und Schüler“, sagt Schwartz.

PhoneLocker, verschließbare Smartphone-Tasche

Als Beispiel verweist der Verband auf ein Experiment an der IGS Thaleischweiler-Fröschen. Rund 100 Jugendliche verzichteten dort für die ARD-Dokumentation „Schule ohne Smartphone – Das Experiment mit Tobi Krell“ drei Wochen lang vollständig auf ihre Handys – auch außerhalb der Schulzeit.

Parallel zu einem Nutzungsverbot fordert der Philologenverband eine altersgerechte Medienbildung in allen Jahrgangsstufen sowie entsprechende Angebote für Eltern bereits ab der Kita. Die Landesregierung solle das angekündigte Smartphone-Verbot ab Februar 2027 konsequent umsetzen und Schulen zugleich dabei unterstützen, eine geeignete und rechtssichere Infrastruktur zur Aufbewahrung der Geräte einzurichten. News4teachers

Praxistipp: Wie können Schulen ein Handy-Verbot stressfrei umsetzen? So einfach…

Anzeige

Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare