Gegen Lehrermangel: Verband fordert Beamtenstatus für Lehrkräfte

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BERLIN. Der Deutsche Philologenverband sieht angesichts des sich abzeichnenden Lehrermangels keine Alternative zur Verbeamtung von Lehrkräften. Dies sei der «einzig erfolgversprechende und zukunftsweisende Weg», sagte Vorstandsmitglied Andreas Bartsch. Nur so könnten auch Arbeitskämpfe vermieden werden, die den staatlichen Bildungsauftrag gefährdeten.

Bundesländer, die angesichts des Lehrermangels ihren Lehrkräften weiter die Verbeamtung vorenthalten, «gefährden die zukünftige Qualität ihres Bildungsstandorts!», warnte Bartsch an die Adresse von Berlin und Sachsen.  Allerdings sei dort «eine neue Nachdenklichkeit» erkennbar, während Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern bereits angekündigt hätten, eine Verbeamtung ihrer jungen Lehrer zu prüfen und zu forcieren. In Sachsen werden bisher nur Schulleiter und deren Stellvertreter verbeamtet. Angesichts des Lehrermangels und einem bundesweiten Wettbewerb um junge Lehrer werde aber «sehr wohl darüber nachgedacht, inwieweit man Anreize schaffen kann», sagte der Sprecher des Kultusministeriums. Dies könne ein Aspekt sein, um Wettbewerbsnachteile abzubauen. dpa
(14.8.2012)

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