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Schüler angeleint? Vorwurf gegen Lehrerin ruft Staatsanwalt auf den Plan

GÖTTINGEN. Seit Oktober ermittelt die niedersächsische Landesschulbehörde gegen eine Gesamtschullehrerin, die als Disziplinarmaßnahme einen Schüler an die Leine gelegt haben soll. Nun droht der Pädagogin möglicherweise sogar ein Strafverfahren.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen prüfe, ob es sich um Nötigung handele, sagte Sprecher Andreas Buick. Bei einer Klassenfahrt soll die Pädagogin den angeblich renitenten Schüler mit einem Eselstrick über das Gelände eines Schulbauernhofs geführt haben. Die Landesschulbehörde ermittelt nach dem Vorfall vom Herbst bereits gegen die Lehrerin. Da im Laufe der Nachforschungen weitere Beschwerden aufkamen, sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Mit welchen disziplinarischen Folgen die Frau zu rechnen hat, ist offen. (dpa)

(24.01.2013)

5 Kommentare

  1. Niemand weiß von uns, was da tatsächlich passiert ist. Ich könnte von zahlreichen Fälle berichten, die zu Sensationen hochgepuscht wurden und am Ende wie ein Kartenhaus zusammenfielen.
    Hier wird nur spekuliert und im Trüben gefischt. Warum beteiligt sich die Redaktion eigentlich an diesen Kampagnen? Die Antwort meine ich bereits zu kennen: Es besteht ein öffentliches Interesse daran. Also für mich wird da garantiert nicht gesprochen.
    Über den Fall sollte und muss sogar berichtet werden, nachdem ordentlich recherchiert und aufgeklärt worden ist. Ich lege aber großen Wert auf die Reihenfolge der Aktivitäten. Ich wehre mich deshalb so vehement gegen diese Form der Berichterstattung, weil die betreffende Person dadurch bereits öffentlich vorverurteilt und damit für immer beschädigt ist. In diesen Bereichen heißt es ganz einfach, sich aus Rücksicht auf einen Menschen zurückzuhalten.
    Erinnern wir uns noch an die Sensationsmeldung über die allein in einem Freizeitpark zurückgelassenen Schüler?
    Was ist aus dem Fall geworden? Warum werden wir nicht darüber informiert, wie die Geschichte ausgegangen ist? Ich bin ein Teil der Öffentlichkeit und habe demzufolge ein legitimes Interesse daran.

    • hilarus@t-online.de

      „mehrnachdenken“, ich gebe Ihnen völlig recht! Gerade ist meine Frau Opfer einer solchen Attacke geworden. Ich sammle seither Fälle, bei denen ungerechtfertigte Anschuldigungen gegen Lehrer erhoben wurden, egal, ob sie später zu einem Prozess führten oder nicht. Wenn Sie Material für mich haben, setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung. Das kann so einfach nicht weitergehen!

      • Dies sind nur die spektakulärsten Fälle, die es in die Presse geschafft haben. Für noch gravierender in ihrer Auswirkung halte ich die vielen „kleinen“ Fälle von Anschuldigungen, denen Lehrer täglich ausgesetzt sind.
        Sie sollen einschüchtern und gefügig machen für Wünsche bzw. Forderungen von verschiedenster Seite. Sie tun es auch, denn wer will oder kann schon ständig mit Querelen und gestörter Nachtruhe leben?

        • hilarus@t-online.de

          Nein, nein, da irren Sie sich. Eine Schulaufsichtsberhörde hat mir bestätigt, daß 80 – 90 Prozent aller Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt werden. Ob gegen Auflage oder Strafbefehl oder einfach so, konnte man mir nicht sagen.
          Und sowas, wie Sie es anführen, gibt es erst recht nicht. Es beschwert sich ja niemand. Alles wird gut – und die Erde ist eine Scheibe.

      • @hilarus …
        Was aus der Geschichte geworden ist, will oder kann uns die Redaktion nicht mitteilen.

        http://www.news4teachers.de/2013/10/elternfuror-medienhatz-wie-ein-lehrer-niedergemacht-wird/#comment-10961

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