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In Brandenburg sind 700 Lehrerstellen frei – Münch lässt bundesweit werben

POTSDAM. In den neuen Bundesländern herrscht eklatanter Lehrermangel – auch in Brandenburg. Bildungsministerin Münch will daher nun bundesweit nach jungen Pädagogen suchen, vor allem im Süden und Westen der Republik.

Kultusministerin, Ärztin, Mutter von sieben Kindern: Martina Münch (SPD).

Kultusministerin, Ärztin, Mutter von sieben Kindern: Martina Münch (SPD).

Mit einer bundesweiten Kampagne sucht Brandenburg für das kommende Schuljahr mehrere hundert junge Lehrkräfte für Grund- und Oberschulen. «Benötigt werden 700 Lehrerinnen und Lehrer für die Fächer Deutsch, Mathematik, Kunst, Musik, Englisch, Sport und Sachkunde», sagte Bildungsministerin Martina Münch (SPD) in Potsdam.

Hinzu kommen 150 Sonderpädagogen und 100 Gymnasiallehrer. Erst ein Drittel des Bedarfs sei bislang gedeckt, erläuterte die Ministerin. Daher sollen mit Anzeigen in überregionalen Zeitungen junge Lehrer ins Land gelockt werden. Unter anderem aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, die über ihren Bedarf ausbilden.

In den vergangenen Jahren waren jedes Jahr nur 400 bis 500 Neueinstellungen nötig. Doch in diesem Jahr gehen bis zu 600 Pädagogen in den Ruhestand. Zudem müssen 400 weitere Lehrkräfte eingestellt werden, weil die Wochenarbeitszeit der Lehrer ab dem kommenden Schuljahr um eine Stunde gekürzt wird. Für diese Rekordzahl an Neueinstellungen gibt es in Brandenburg nicht genug geeigneten Nachwuchs.

Um möglichst viele junge Lehrer ins Land zu holen, hat das Ministerium das Verfahren vereinfacht. «Man muss sich nicht mehr an das jeweilige Schulamt wenden, sondern kann sich gleich über ein Portal auf der Webseite unseres Ministeriums bewerben», sagte Münch. Mit einer Hotline können sich Interessierte auch über den Wohnungsmarkt oder Kita-Plätze informieren. Wenn die Voraussetzungen vorliegen, werden die Nachwuchskräfte verbeamtet – für Brandenburg ein Standortvorteil gegenüber den benachbarten Bundesländern, die ebenfalls händeringend Lehrer suchen, aber keine Verbeamtung bieten. dpa

 

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