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700 Grippefälle – jetzt schon zwei Schulen in Sachsen wegen Grippe geschlossen

Seit Beginn der Grippesaison im November 2014 wurden in Sachsen fast 700 Erkrankungen gemeldet. Über die Hälfte davon registrierten die Behörden in der vergangenen Woche, wie die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) am Donnerstag in Dresden berichtete. Jeder zweite Betroffene war unter 15 Jahre alt, acht Prozent der Patienten mussten ins Krankenhaus. Das Niveau der Erkältungskrankheiten sei erhöht, sagte eine Sprecherin. Landesweit häuften sich grippale Infekte in Kitas, Schulen und Seniorenheimen. «Wir sind angekommen in der Grippewelle», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Ein Grippe-Virus unter dem Elektronenmikroskop. Foto: United States Department of Health and Human Services / Wikimedia Commons

Ein Grippe-Virus unter dem Elektronenmikroskop. Foto: United States Department of Health and Human Services / Wikimedia Commons

Zwei Gymnasien stellten zum Schutz vor weiterer Ansteckung den Unterricht bis Ende der Woche ein. Am Chemnitzer Gymnasium Einsiedel gibt es seit Tagen keinen Unterricht, auch an der Semper-Oberschule Dresden wurde der Unterricht für zwei Tage ausgesetzt. Dort waren jeweils ein Drittel der Schüler und jeder zweite Lehrer erkrankt. Ab Montag soll wieder normal unterrichtet werden. In einem Leipziger Seniorenheim erfaßte die Grippe 36 der Bewohner und Mitarbeiter.

In der Saison 2013/2014 hatte es mit 41 Fällen im Freistaat nur wenige Infektionen gegeben – ein Bruchteil der üblichen Menge. Von Oktober 2012 bis April 2013 waren indes mehr als 10 000 Menschen an Influenza erkrankt und 22 der Infektionen tödlich verlaufen. Bis auf zwei waren alle Opfer ungeimpft. dpa

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