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Lehrereinstellung: Dorgerloh zufrieden mit Bewerberzahlen

MAGDEBURG. Sachsen-Anhalt hat zum neuen Schuljahr insgesamt 370 neue Lehrerstellen ausgeschrieben. Eine Woche vor Beginn des Unterrichts im neuen Schuljahr zeigt sich Kultusminister Stefan Dorgerloh zuversichtlich, alle Stellen besetzen zu können. Unklar bleibt aber noch, wie es um die Lehrer für die geplanten Sprachklassen steht.

Sachsen-Anhalt will in diesem Schuljahr so viele Lehrer neu einstellen wie noch nie seit 1990 und ist dabei auf einem guten Weg. Von den insgesamt 370 ausgeschriebenen Lehrerstellen seien bis zum Sommer 346 besetzt worden, teilte das Kultusministerium mit. Auf die nochmalige Ausschreibung der 24 verbliebenen offenen Stellen hätten sich 66 Lehrer beworben. An den 100 Stellen der regionalen Vertretungsreserve, die das Kabinett erst am 10. Juni beschlossen hatte, hätten 148 Pädagogen ihr Interesse bekundet. Diese Lehrer sollen jeweils an verschiedenen Schulen unterrichten.

Stephan Dorgerloh

Kultusminister Stefan Dorgerloh geht davon aus, das Sachsen-Anhalt auch 2017 eine Vielzahl von Lehrern einstellen wird. Foto: Kultusministerium Sachsen-Anhalt

«Es ist ein gutes Zeichen, dass unsere Ausschreibungen auf so positive Resonanz gestoßen sind und wir bislang so viele junge Lehrkräfte einstellen konnten», sagte Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD).

Noch keine Angaben machte das Ministerium zu den geplanten Sprachklassen für Schüler mit Migrationshintergrund wie Flüchtlingskinder. Dafür sind rund 100 befristete Beschäftigungen vorgesehen. Alles in allem will Sachsen-Anhalt in diesem Jahr 570 Lehrkräfte neu einstellen.

Hintergrund ist, dass zwischen 2017 und 2022 ein Drittel der heutigen Lehrer in den Ruhestand geht. Dorgerloh hatte angekündigt, dass ab 2017 noch mehr Neueinstellungen als derzeit nötig sein werden.

Aktuell liefen die Besetzungsverfahren noch, hieß es. Deshalb sei noch nicht zu sagen, welche Stellen zum neuen Schuljahr nicht besetzt werden könnten. Alle Vakanzen würden in der kommenden Woche noch einmal ausgeschrieben.

Laut Ministerium lässt sich noch nicht feststellen, in welchen Fächern oder Regionen sich Lücken abzeichnen. Schließlich gebe es weitere Personalmaßnahmen wie Abordnungen oder Versetzungen mit dem Ziel, die Unterrichtsversorgung sicherzustellen. (Dörthe Hein, dpa)

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