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„A13 für alle“: Grundschullehrer fordern Gleichbehandlung – Ministerium lehnt ab

KIEL. Grundschullehrer werden schlechter bezahlt als Lehrer an weiterbildenden Schulen. Die Lehrergewerkschaft GEW will das ändern. Dafür protestierten jetzt Grundschullehrer in Kiel. Das schleswig-holsteinische Kultusministerium erteilte ihnen jedoch eine Abfuhr.

"A 13 für alle": Grundschullehrer-Demo in Kiel. Foto: GEW

„A 13 für alle“: Grundschullehrer-Demo in Kiel. Foto: GEW

Auf ihren Plakaten war unter anderem zu lesen: «Wir haben auch 100% studiert – A13 für alle». Für bessere Bezahlung sind am Dienstagabend nach Gewerkschaftsangaben rund 1.000 Grundschullehrer vor das schleswig-holsteinische Bildungsministerium gezogen. Sie forderten, künftig so vergütet zu werden wie ihre Kollegen an den weiterführenden Schulen.

«Der Gesetzentwurf der Landesregierung ist zutiefst ungerecht», sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Matthias Heidn, bei der Abschlusskundgebung. Durch die Pläne der Koalition aus SPD, Grünen und SSW würden die Grundschullehrer «für die kommenden Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte, bei der Besoldung abhängt». Bildungsstaatssekretär Dirk Loßack lud nach der Kundgebung eine kleine Gewerkschafts-Delegation zu Gesprächen ins Ministerium.

Schleswig-Holstein will künftig alle neuen Lehrer an weiterführenden Schulen gleich bezahlen – unabhängig davon, ob sie an Gymnasien oder an Gemeinschaftsschulen unterrichten. Sie sollen als Einstiegsgehalt A13 bekommen. Die früheren Grund- und Hauptschullehrer, die an diesen Schulen unterrichten, müssen zuvor allerdings Fortbildungen absolvieren. Für die Grundschullehrer soll sich hingegen nichts ändern.

«Wir wollen die Besoldungs-Ungerechtigkeit an weiterführenden Schulen beseitigen», erklärte Loßack auf Anfrage. Das Studium der Grundschullehrer sei genauso fundiert wie das der anderen Lehrkräfte. «Die Einstufung ist also keineswegs eine Geringschätzung der Grundschullehrkräfte, sondern beschreibt, dass sie ein anderes Aufgabenfeld als Lehrkräfte weiterführender Schulen haben.» Gehaltsunterschiede seien «im Landesdienst bei verschiedenen Aufgaben normal».

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hatte bei der Einbringung ihres Gesetzentwurfs in den Landtag im Oktober erklärt, Grundschullehrer würden in allen Bundesländern nach A12 besoldet. Es sei nicht vertretbar, dass in dieser Frage ausgerechnet das finanzschwache nördlichste Bundesland vorpresche. Sie beziffert die Mehrkosten für die Angleichung der Besoldung an den weiterführenden Schulen auf 11 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Vorsorge koste das Reformpaket 30 Millionen Euro. Das Besoldungsgesetz will der Landtag voraussichtlich im Januar verabschieden.

GEW-Landeschef Heidn appellierte an die Ministerin, den Gesetzentwurf zu überdenken. «Es ist höchste Zeit, dass die SPD-geführte Landesregierung das sozialdemokratische Motto „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ im Bildungsbereich umsetzt». Anders zu handeln, sei politisch unglaubwürdig. dpa

Zum Bericht: A13 für (fast) alle: Schleswig-Holstein gleicht Lehrerbesoldung an – Grundschulen bleiben außen vor

81 Kommentare

  1. Fachlich hat man es als Grundschullehrer schon erheblich einfacher. Erheblich! Und das ist sicher schon im Studium so. Wenn man dann mehr Stunden als die Lehrer an weiterführenden Schulen für das gleiche Gehalt geben muss, dann fände ich das gerecht. Die Inklusion, die jetzt für viele dazu kommt, wächst sich ja nach oben hoch, oder? Damit muss dann auch der Real- oder Gymnasiallehrer zurecht kommen.

    Meiner Meinung nach sollte man Grundschullehrer wieder „einfach“ durch eine Fachschulausbildung werden können und nur die weiterführenden Lehrer sollten studieren müssen. Das spräche dann allerdings nicht für ein gleiches Gehalt.

    • Grundschullehrer, 29 Jahre alt

      Aus meiner persönlichen Sicht, sollte die Ausbildung bzw. das Studium nicht der ausschlaggebende Punkt sein.

      Ich habe mein Studium 2013 abgeschlossen und habe in meinem Studium der Anglistik alle Prüfungen identisch gehabt mit denen der der Lehramtsstudenten für weiterführende Schulen. In der Germanistik habe ich zu zwei Drittel die gleichen Prüfungen absolviert. Das restliche Drittel waren vergleichbare Prüfungsleistungen.
      Der wichtigste Unterschied zwischen den Studiengängen zeigt sich in den Allgemeinen Studien. Während Lehramtsstudenten für weiterführende Schulen hier frei wählen könnten, mussten die Grundschulstudenten diese Creditpoints über das erziehungswissenschaftliche Studium streng nach Modulplänen erwerben. Hier taten sich deutliche Unterschiede in den Leistungsnachweisen zwischen den Erziehungswissenschaftlichen und den Allgemeinen Studien auf.

      Nun bleibt unabhängig von der Frage nach Inhalten die Frage nach der Semesteranzahl, die bis zur Neuregelung 2012/2013 (Bezug NRW) eine Differenz von 2 Semestern aufwies zwischen Grund/Haupt/Real/Gesamt und Gymnasium. Über diesen Fakt wurde bis dato auch über die Besoldungsstufe bestimmt. Das dies jedoch mittlerweile angeglichen ist, hat im Besoldungsgesetz nichts verändert.
      Hier sehe ich ganz klar Erklärungsbedarf, da damit die Grundschullehrer nun auch zu den Vollakademikern gehören. Auf der politischen Ebene ist es aber diesbezüglich noch zu keiner Diskussion gekommen.

      Unabhängig von all dem bleibt die Frage nach den systemischen Fragen des alltäglichen Schultätigkeiten, die in größeren Systemen sprich weiterführenden Schulen auf Viel mehr Lehrkräfte verteilt werden können. In den kleineren Systemen der Grundschulen muss die Arbeit auf weniger Lehrkräfte verteilt werden. Wenn man sich die Liste der Aufgabenbereiche anschaut, wird man feststellen, dass die Grundschulen hier deutlich mehr Arbeit abzuarbeiten haben im Vergleich zu anderen größeren Systeme. Wie kann man hier den Ausgleich finden?

      So stellt sich mir die Frage nach der der Arbeit entsprechenen Besoldung, die aber sicherlich nicht zwingend durch starre Besoldungsgruppen beantwortet werden muss. Aktuell sehen die Gesetze aber keine flexibleren Besoldungen vor. So kann eine Lehrkraft der Grundschulen nur innerhalb des Systems für mehr Gerechtigkeit kämpfen. Das Austragen des Konflikts gegen das gesamte Besoldungssystem, so sollte klar sein, ist keine Option.

  2. Das ist doch Unsinn. Es ist auch fachlich keineswegs leichter, Grundschülern die Basisfertigkeiten und das Grundwissen zu vermitteln – um Verständnis zu wecken und so den Grundstock für den späteren Wissenserwerb korrekt legen zu können, muss ich fachlich wissen, wohin die Reise gehen soll. Mathe in der Grundschule ist doch nicht mit dem Auswendiglernen des kleinen Einmaleins erledigt. Das Themenspektrum allein im Sachunterricht ist riesig. Dazu kommt, dass ich pädagogisch viel mehr drauf haben muss als in der weiterführenden Schule. Ich benötige in der Grundschule eine weitaus größere Methodenkompetenz – von der größeren Heterogenität der Klassen mal ganz abgesehen.

    • @ Anna, das ist doch Unsinn. Es ist keineswegs das Gleiche, in einer Grundschulklasse 45 Minuten lang das „A“ schreiben zu üben als in einer höheren Klasse den 2. Weltkrieg oder Goehtes Faust.

      Jedes Lehramt muss auf seine Weise methodisch und fachlich fit sein. So wie Sie argumentieren, müssten dann auch Kindergärtnerinnen wie Lehrer bezahlt werden. Ich hätte auch nichts dagegen. Nur wo fängst das an und wo hört es auf. Und warum bekommt ein Busfahrer dann weniger Gehalt?

      Alle wollen immer nur mehr und keiner sagt. woher es kommen und bei wo ggf. gekürzt werden soll !!!

      • Ups, sorry für die vielen Tippfehler. 😉

      • Sie haben völlig recht. (Studierte) Kindergärtnerinnen müssten auch A13 bekommen. Und sie werden staunen: In anderen Ländern ist das so. In den Niederlanden beispielsweise kommen die Kinder mit 3 in die Schule (nicht in den Kindergarten) und werden dort von Lehrkräften unterrichtet, die den Lehrkräften für die Sekundarstufe gleichgestellt sind. Und siehe da: Die Niederlande liegen bei PISA seit Beginn der Studie mit oben.

      • PS. Anspruchsvolle Pädagogik fängt nicht erst in der Sek I an. Was das mit Busfahren zu tun hat, erschließt sich mir an dieser Stelle nicht.

        • @ Anna, das ist tatsächlich ein bisschen weit hergeholt, es geht aber darum, wonach denn der Wert einer Arbeit überhaupt gemessen werden soll? Wenn alle Lehrer gleich verdienen sollen (weil es ja eigentlich laut Ihnen keine wesentlichen Unterschiede in Ausbildung und Berufspraxis gibt), warum dann nicht alle Pädagogen? Warum dann nicht alle Akademiker? Warum dann nicht einfach alle?

          Womit rechtfertigen Sie denn dann überhaupt noch Unterschiede in der Bezahlung? (Das ist eher eine rhethorische Frage. Habe wenig Lust, das alles auszudiskutieren, wollte nur mal zum Nachdenken anregen.) 😉

          • Man muss ja nicht gleich den Kommunismus beschwören, nur weil Grundschullehrer fodern: Gleicher Lohn für gleich(wertig)e Arbeit.

            Natürlich lassen sich Unterschiede in der Bezahlung rechtfertigen, durch Ausbildungsdauer und -anspruch, aber auch durch Knappheit. Wer in der Wirtschaft einen seltenen, begehrten Beruf hat, verdient eben mehr. Beim Arbeitgeber Staat gilt das Prinzip aber nicht, hier wird nach Lust und Laune bezahlt – bzw. weil’s immer schon so war. Die Folge: Kein Mensch mehr will zum Beispiel Grundschulrektor werden. Auch komisch: Kaum ein Mann studiert mehr auf Grundschullehramt.

            Na, könnte das vielleicht mit den falschen finanziellen Anreizen zusammenhängen?

          • Ich stimme ihnen im Wesentlichen zu, Anna.

            Aber das Problem ist eben auch, das es beim Staat als Arbeitgeber eben auch nicht nur um Gerechtigkeit geht.

            Genau wie der „Freien Wirtschaft“ gilt auch beim Staat als Arbeitgeber prinzipiell das Knappheitsprinzip. Schaffen es pädagogische Mitarbeiter*innen, sich effektiv zu organisieren und durch Streiks zu „verknappen“, also ihre Arbeitskraft nur unter bestimmten Bedinungen anzubieten, können sie höhere Löhne durchsetzen.

            Lehrer*innen kann man relativ gut organisieren, wie immer wieder in Sachsen zu beobachten. Bundesweit wird das durch die verschiedenen Statuus der Lehkräfte schwierig, weil das Beamtenrecht (noch!) Streiks verhindert. Die GEW prozessiert ja glücklicherweise mittlerweile auf europäischer Eben und wird diese deutsche Eigenheit möglichst bald zu Fall bringen. Für Soz-Päds, Erzieher*innen und die Beschäftigten an den Hochschulen geht das nicht so einfach.

            Leider gibt es an den Unis aber auch ein eigenartiges Selbstverständnis, das Gewerkschaften etwas Altbackenes, Proletarisches sind, mit dem man nicht so richtig zu tun haben werden will. Was dabei rauskommt lässt sich wunderbar an den miesen Arbeitsbedingungen an Unis sehen, wenn z. B. Lehrbeauftragte an sozialwissenschaftlichen Fakultäten im Osten zwischen 450 – 600 € Honorar pro regulärem, grundständigen Seminar (13-15 90minütige Veranstaltungen + Korrektur von 20-30 Hausarbeiten + Orgawahnsinn) bekommen oder sich Mitarbeiter*innen an den Insituten mit Arbeitsverträgen von 2-6 Monaten über Wasser halten.

  3. Dann wird man aber als Grundschullehrer noch mehr abgewertet. Wir haben halt andere Anforderungen. Nicht jeder hat „Nerven“ für Erstklässler. Macht mal einen Ausflug. Bekommt ihr von jetzt auf sofort Flüchtlingskinder? Wenn im Gymnasium jemand schlecht ist, dann verlässt er die Schule. In der Grundschule geht das kaum noch. Sind im Gymnasium sogenannte „Schwer Erziehbare“, wenn ja, wie lange? Habt ihr verwahrloste Schüler aus asozialen Familien? Habt ihr dauernd Gespräche mit uneinsichtigen Jugendämtern? Müsst ihr euch kümmern, dass manche Schüler regelmäßig zu essen kriegen? ich glaube kaum.

  4. Wäre das Studium fachlich das gleiche, gäbe es mit Sicherheit viel weniger Grundschullehrer.

    • Stimmt. Besonders, wenn dann nach wie vor Mathematik genauso verpflichtend ist wie heutzutage.

      Aber mal ohne Spaß: Im Studium muss man fachlich über den Tellerrand hinausschauen lernen, d.h. bei Grundschule mindestens bis zum Ende der Sek I, bei Sek I mindestens bis zum Ende der Sek II und bei Sek II mindestens bis noch eine gehörige Ecke über Ende Sek II hinaus. Nur so kann die zu vermittelnden Inhalte fachlich übergreifend einordnen und auf Fragen sehr aufgeweckter Schüler eine vernünftige Antwort geben.

    • So viele gibt es im Moment gar nicht. Unsere Schule hat Minusstunden und im Umkreis sieht es nicht besser aus. Bei uns hilft sogar ein Pensionär mit ein paar Stunden aus.

  5. Das stimmt nicht. Manche arbeiten lieber mit jüngeren Kindern. Mit meinem Abschluss im Hauptfach Deutsch dürfte ich in der Realschule unterrichten, aber ich möchte es gar nicht.

  6. Natürlich nicht. Aber wenn man hinterher für dieselbe herausfordernde Arbeit nur mit kleineren Kindern weniger Geld bekommt, ist es vollkommen legitim und gerechtfertig, die gleiche Bezahlung zu fordern.

    Außerdem: Wofür die unterschiedliche Bezahlung von Lehrkräften sorgt, konnte man an den Unis bewundern. Wesentlich mehr Studis haben gymnasiales Lehramt studiert. Dafür gibt es sicher mehrere Gründe, aber einer dürfte eben auch die höhere Eingruppierung sein, meinen Sie nicht?

    Deshalb fehlen jetzt auch Reallschullehrkräfte und die Gymnasialen sitzen auf der Straße. Obwohl diese Trennung in den Ausbildungen sowieso keinen Sinn macht, aber das ist eine andere Geschichte…

  7. @ Georg, nach dieser Argumentation müssten doch dann aber alle, die mit Kindern arbeiten, das Gleiche verdienen?!? Oder warum ist die Arbeit eines Sozialarbeiters, einer Kindergärtnerin oder einer Erzieherin weniger wert ???

    Und wenn alle A 13 bekommen, wie finanzieren wir das? Höhere Steuern? Oder Kürzung bei den Sozialausgaben?

    • Ja, ich bin ja auch entschieden dafür, das die von Ihnen angesprochenen Berufsgruppen aufgewertet werden und bei gleicher Ausbildungsdauer bzw. Weiterbildungsequivalenten eben auch gleich bezahlt werden. Sozpäds haben auch ein langes und intensives Studium hinter sich.

      Der Grund, dass sie schlechter bezahlt werden, hängt ja nicht damit zusammen, das sie weniger können oder weniger wichtige Arbeit machen. Es hängt mit der fehlenden gewerkschaftlicher Organisation und damit Durchsetzungsfähigkeit der Forderung nach höheren Löhnen gegenüber Trägern und Staat zusammen.

      Und woher das Geld kommen soll? Schließung von Steuerschlupflöchern, bessere Ausstattung der Steuerfahnung, Steuererhöhung für Gruppen mit hohen Einkommen, Erbschaftssteuer. Auf keinen Fall aus dem sozialen Sektor.

      Auf die krasse Ungleichheit in der Verteilung der Einkommen und Vermögen in Deutschland wird alle Nase lang hingewiesen. Das Geld ist da – es ist nur falsch verteilt.

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/oecd-vermoegen-in-deutschland-sind-besonders-ungleich-verteilt-a-1034911.html

      http://www.boeckler.de/53399_53408.htm

  8. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso Gymnasiallehrer hier auf Grundschullehrern herumhacken. In der Zeit, in der ich studiert habe, waren beide Studiengänge weitgehend identisch. Die Gymnasiallehrer hatten für den gleichen „Workload“ allerdings zwei Semester mehr Zeit. Das wurde dann angeglichen und die Unis haben noch ein paar Aufgaben für Gymnasiallehrer gefunden, damit diese auch beschäftigt waren in den letzten zwei Semestern. (Mathematik war eine Ausnahme, hier hatten Gymnasiallehrer ganz andere Vorlesungen als Grundschullehrer, aber man konnte Mathematik umgehen und Deutsch studieren)
    Das Referendariat dauert gleichlang und die Arbeit an sich ist ebenfalls die Gleiche. Im Endeffekt wird eine Sachanalyse erstellt und eine Analyse der Klasse und dann entschieden, wie man den vorhandenen Kindern den Inhalt am Besten beibringen kann. In der Grundschule wird das dann häufiger im Sitzkreis, in der Sek I vielleicht mehr mit Hilfe neuer Medien vermittelt und in der Sek II sucht man sich entsprechende Hilfsmittel, um den Schülern das Lesen schwieriger Texte zu erleichtern. Letztendlich entscheidet jetzt die Methode des Unterrichtens darüber, wieviel man verdient.

    Wie A13 für alle zu finanzieren ist, ist natürlich immer eine wichtige Frage, aber evtl. sollte man doch auf Dauer über eine Angleichung nachdenken und dann kann man es derart finanzieren, dass man A13 von Gehaltserhöhungen abkoppelt und stattdessen als nächsten Schritt die Grundschullehrer mit in A13 aufnimmt, mit eben dem Ziel irgendwann eine gleiche Bezahlung aller zu erreichen. Wir haben auch Geld für nicht-fertig-werdende Flughäfen.

    • In der Zeit (1990er Jahre) in der ich studierte (und in dem Bundesland in dem ich studierte, und in den Fächern die ich studierte), waren die Studiengänge sehr sehr unterschiedlich. Selbst für das Lehramt an Realschulen war der Stoff der Abschlussprüfung der Stoff der, der für das Lehramt an Gymnasien in der Zwischenprüfung abgefragt wurde. Beim Lehramt für Grundschulen wurden gegenüber dem Lehramt an Realschulen weitere Abstriche gemacht. Zitat eines Realschullehrers: Das Studium für Lehramt an Gymnasien hätte ich nie geschafft (er hatte das Lehramt an Gymnasien angefangen zu studieren bis zur Zwischenprüfung).

      • Ja und? – Die Studiengänge von Bauigeln können schon von Uni zu Uni höchst unterschiedlich sein, von Hochschule/Universität zu Hochschulen für angewandte Wissenschaften – aka FH – erst recht. Nur für die Einstellung in den öffentlichen Dienst zählen nicht der Studienort oder die Anzahl der Semester und erst recht nicht die Studieninhalte, es zählt einzig und allein der verliehene akademische Grad. Und die Voraussetung für ein Referendariat ist ein Masterabschluss. Die Voraussetzung für den gehobenen Dienst ist ein Bachelor-Abschluss und der bestandene Vorbereitungsdienst.

        • Ich denke mal, dass es auch bei Bauingenieuren unterschiedliche Bezahlung gibt, dass nicht alle gleich bezahlt werden und dass ein Uni-Abschluss höher gewertet wird als ein FH-Abschluss.

          • Ja, sie werden unterschiedlich bezahlt. Aber bei unterschiedlichen Unternehmen. Innerhaln eines Unternehmens gibt es keine Unterschiede bezüglich des Diplom-Abschlusses. Die Bezahlung bei Angestellten hängt einzig und allein von der Eingruppierung und den Tätigkeitsmerkmalen ab. Für Bauunternehmen als Arbeitgeber ist es vollkommen egal, ob der Mitarbeiter ein FH- oder ein TU-Diplom hat.

            Spätestens seit Bologna haben beide ohnehin ihren Master-Abschluss unabhängig davon, ob sie an einer Hochschule oder ehemaligen Fachhochschule ihren Abschluss erlangt haben. Selbst die abgeschlossene Promotion bringt in der Eingangsvergütung gegenüber einem Master allenfalls 500 EUR mehr.

      • So sehe ich es auch.

      • Sie schreiben es. Ihr Studium hat in den 1990ern stattgefunden. Der aktuelle Studiengang ist, wie meine Vorrednerin erlätuerte, identisch. Ich habe meinen Bachelor of Arts, während dem man sich in keinster Weise auf eine Schulform festlegen musst, mit Auszeichnung bestanden (wie den Master übrigens auch) – besser als viele meine Gymnasialkollegen. Mein Master unterschied sich dann übrigens auch nur in der Länge von dem Master der Sek II-Lehrer. Ich habe in der Anglistik genauso Shakespear gelesen und analysiert und die sprachlichen Konstrukte in Linguistischen Seminaren auseinandergenommen wie die angehenden Sek II Lehrer, die neben mir saßen. Und das in vielen Fällen mit wesentlich besseren Noten… Die Entscheidung, den Master of Education für GHR zu studieren, habe ich aufgrund meiner Freude an der Arbeit in der Grundschule getroffen – mit fachlichen Defiziten oder gar mangelndem Intellekt hat das GAR nichts zu tun. Eine solche Behauptung aufzustellen emfpinde ich als beleidigend – und tatsächlich auch als sehr kurz gedacht, beinahe naiv. Als Beleg für Ihre Aussage dann auch noch einen „bekannten Realschullehrer“ aus den „90er Jahren“ anzuführen spricht für sich.

  9. @ Dina, falls Sie mich meinen, ich bin kein Gymnasiallehrer und ich hacke nicht auf Grundschullehrern herum. Ich habe vor jeder Arbeit jede Menge Achtung. Ich sehe viele Menschen in prekären Beschäftigungssituationen. Da empfinde ich solche Diskussionen als Jammern auf hohem Niveau.

    In meiner Studienzeit hatten Grundschullehrer eine völlig andere Pädagogik als die weiterführenden Lehrämter und deutlich weniger „Scheine“ zu erbringen. Es war auch (bis heute?) so, dass Gymnasiallehrer nicht an Grundschulen arbeiten durften / dürfen, weil sie dafür nicht ausgebildet sind.

    Aber sicherlich findet, wer dafür ist, eben auch Argumente dafür – und wer dagegen ist, auch Argumente dagegen. Und wem die Gegenargumente oder das Nachfragen nicht gefallen, der fühlt „auf sich herumgehackt“. 🙂

  10. A 13 oder A 12 – ist die Frage? Es gibt Menschen, die von ihrem 40-Stunden-Job nicht leben können und sich Geld vom Staat holen müssen, um über die Runden zu kommen (Aufstocker).

    • Ich verstehe die ganze Diskussion überhaupt nicht. Deshalb möchte ich einfach mal die Arbeit an der
      GS, in der Sek. I sowie am Gymn. am Bsp. der „Fachkompetenz“, der „Korrekturen“ und dem „Abitur“ miteinander vergleichen.

      Fachkompetenz

      Während im Gymnasium das Fachlehrerprinzip gilt, können an der GS und noch im Sek. I – Bereich L auch nicht studierte Fächer unterrichten.
      Auf der GS müssen Sie fast so etwas wie ein „Allrounder“ sein.
      Persönlich unterrichtete ich z.B. problemlos in der 5./6. Klasse Mathematik/ Deutsch und in höheren Klassen auch noch weitere Fächer, die ich aber alle nicht studiert hatte.
      Bei aller Bescheidenheit: Mit den Ergebnissen brauchte ich mich nicht vor den Fachleuten zu verstecken.
      NIEMALS hätte ich mir aber zugetraut, in einer 12. Kl. am Gymnasium einen LK in Deutsch oder gar in Mathe zu übernehmen.

      Wie oft wird bspw. Sport in der GS fachfremd erteilt? Auf den ersten Blick klappt das nur deshalb, weil sich jeder halbwegs bewegungsfreudige Mensch die Inhalte selbst aneignen kann.
      Natürlich fehlt es diesen Leuten an der wissenschaftlichen Durchdringung der Inhalte, sie verfügen nicht über die notwendige Methodenvielfalt und oft beschränken sie sich auf wenige Themen.
      Aber gerade an der GS müssten im Sport die qualifiziertesten L arbeiten!!

      An einem Gymn. würden nicht ausgebildete Sportlehrkräfte scheitern. Bereits in der Sekl. I hätten sie erhebliche Probleme.

      Korrekturen

      Über die recht aufwändigen Deutschkorrekuren in der Oberstufe des Gymnasiums sind wir uns hoffentlich einig.
      Während ich einen Klassensatz in der 5. Klasse locker in zwei Tagen korrigierte, braucht die L am Gymnasium dafür deutlich länger.
      Einig sind wir uns vielleicht auch, dass eine Textinterpretation erheblich anspruchsvoller ist als ein Erlebnisaufsatz oder ein Bericht.

      In meiner Schulzeit erstreckten sich Lösungen von Matheaufgaben über mehrere Seiten. Wenn sich die L dann noch bemühte, auch die Lösungswege nachzuvollziehen und zu bepunkten, dauerte die Korrektur einer Arbeit natürlich entsprechend lange.
      Dagegen war mein Zeitaufwand für Mathearbeiten in der Unterstufe recht überschaubar.

      Abitur

      Ich habe mir sagen lassen, dass die Abi-Abnahme extrem zeitaufwändig ist. Gibt es Vergleichbares im Sek .I – Bereich oder gar der GS?
      Glaubt jemand im Forum, dass L ohne Gymnasialbefähigung erfolgreich das Abitur abnehmen können?

      • Glauben Sie wirklich, dass A12 und A13 besoldete Polizeihauptkommissare gänzlich andere Ausbildungen und unterschiedliche Tätigkeiten ausüben würden?

        In allen anderen Bereichen des Öd gibt es die Trennung zwischen gehobenem und höherem Dienst infolge unterschiedlicher Abschlüsse. Früher war der Unterschied der zwischen Fachhochschulstudium und Hochschuö-/Universitätsstudium. Heute ist es der zwischen Bachelor- und Masterabschluss. Kennen Sie eine Lehrkraft, die mit der Eingangsvoraussetzung abgeschlossenes bachelor-Studium und absolvierter Anwärterzeit eine Lehrbefugnis in einem der deutschen Bundesländer hätte?

        Btw die regelstudienzeiten von Bauigeln und Juristen an Universitäten sind auch unterschiedlich. Mit abgeschlossenem ersten und zweiten Staatseyamen steiegen die aber alle zu A13 im Staatsdienst ein.

        • Dort, wo ich studiert habe, haben wir alle das gleiche studiert. Grundschullehrkräfte hatten Mathe, Deutsch und ein weiteres Fach. Lehrer, die an Sek I oder Gymnasium unterrichten wollten hatten keine derartige Vorgabe und hatten zudem ein paar zusätzliche Fächer zur Auswahl (ein paar Fächer gibt es in der Grundschule nicht auch nicht als Sachunterricht getarnt). Außer in Mathematik waren alle Vorlesungen und Seminare gleich und man konnte sich am Ende des Studiums für die Schulform entscheiden, die einem am ehesten lag außer man hatte als Gym-Anwärter nur ein Hauptfach und ein Nebenfach, dann war Grundschule ausgeschlossen. Insofern hatten die GS-Lehrer eigentlich sogar die größeren Auflagen zu erfüllen.

          Alle Lehrämter schlossen mit einem Master ab. Alle brauchten das Zweite Staatsexamen. Sie argumentieren jetzt mit unterschiedlichen Abschlüssen. Die sind bei uns nicht (mehr) vorhanden. Der Untschied liegt rein im Alter und Intellekt der zu Unterrichtenden. Alles unter 11 Jahren ist nur A12 wert, wenn man sie einmal lebend durch die Kinderkrankheiten durchmanövriert hat, muss man schon ordentlich tief in die Tasche greifen und in Gymnasien A13 zahlen, um die Elite zu fördern und vom gemeinen Fußvolk (Realschule, Hauptschule…A12) zu trennen.

      • Könnte denn ein Physik-Sek. II-Fachlehrer mal eben so eine Klasse von Erstklässlern (mit völlig unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen) derart fächerübergreifend fördern, dass sich für jedes Kind eine echte weitere Bildungschance ergibt? Seien wir doch mal ehrlich. Die (schlechtere) Bezahlung der Grundschullehrkräfte baut auf dem Prinzip: Kleine Kinder bespaßen kann jeder = Frauenarbeit = billig.

        Tatsächlich war Grundschulpädagogik bis in die 70er Jahre hinein kein akademisches Fach. Das hat sich seit damals, seinerzeit wurde die erste Professur für Grundschulpädagogik eingerichtet, gewaltig geändert. Und dieser Entwicklung ist eben heute Rechnung zu tragen.

        Was richtig ist, ist die hohe Belastung von Korrekturfachlehrern an weiterführenden Schulen. Aber, erstens, es gibt ja dort auch andere, weniger belastete, die ebenfalls A13 bekommen. Und, zweitens, muss an der Grundschule viel mehr Zeit in die Unterrichtsvorbereitung investiert werden, um der gewaltigen Heterogenität (und damit jedem einzelnen Kind) gerecht werden zu können.

        Wenn es, wie hier im Forum geäußert, egal ist, ob ein Lehrer A12 oder A13 bekommt – nun, dann können die Kollegen, die über Jahrzehnte A13 bekommen haben, ja von ihrem Einkommen mal was abgeben.

        • Können das denn Grundschullehrer? Jedes Kind optimal fördern? Ich glaube dass das kein Lehrer kann, weder an der Grundschule, noch an der Realschule, noch an Gymnasien. Ich bin der Meinung:
          Gleiche Ausbildung gleiches Geld.
          Also sollte man erst mal die Anforderungen in den jeweiligen Studiengängen vereinheitlichen, ohne das fachliche Niveau der Gymnasial-Ausbildung zu verringern.
          Ich bezweifle, dass man in der Grundschule mehr Zeit für die Vorbereitung benötigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine vernünftige Vorbereitung für eine Stunde zur Quantenphysik weniger Vorbereitungszeit benötigt als eine Stunde zur Einführung der schriftlichen Division in der Mathematik.
          Die Heterogenität ist auch an Gymnasien nicht zu verachten, wie dieverse Studien zeigen.
          Zitat einer Grundschullehrerin, die in einer 5ten Klasse am Gymnasium Mathematik unterrichtete: Dass die Schülerleistungen in so kurzer Zeit schon so unterschiedlich sind, hätte sie nie gedacht.

          • Von „optimal“ war zwar nicht die Rede, offenbar gelingt es aber doch ganz gut: Wie IGLU zeigt, liegen die Grundschulen international mit in der Spitze (was sich von den weiterführenden Schulen in Deutschland ja nicht behaupten lässt).

            Aber egal. Wichtiger: Die Quantenphysik – zumindet wie sie in der Schule unterrichtet wird – ändert sich nicht. Heißt: Einmal vorbereitet – Hunderte Male denselben Stiefel unterrichtet.

            In der Grundschule ändern sich die Förderbedingungen aber laufend. Ich muss mich auf jedes Kind neu einstellen, auf eine Spanne also zwischen Kindern mit geistiger Behinderung und sogenannter Hochbegabung. Und das soll weniger anspruchsvoll sein?

          • Wie immer auf die Physiker herumgehackt wird …

            In Prinzip haben Sie recht, dass sich die potenziell schulischen Teile der Quantenphysik aus physikalischer Sicht nicht groß mehr ändern werden. Was sich hingegen sehr wohl ändert, ist der Lehrplan, der zumindest in NRW und dort im Grundkurs mit der Neukonzeption alles auf den Haufen geworfen hat, was man Physiklehrer bislang gewohnt war. Genauso haben die Mathematiker dort durch die verbindliche Einführung des grafikfähigen Taschenrechners ihre zum Teil mehrfach erprobten und immer wieder verbesserten Unterrichtsreihen verloren.

            Die Arbeit eines Grundschul- und Gymnasiallehrers kann man also in dieser Hinsicht nicht miteinander vergleichen.

          • Stimmt. Sek-II-Lehrer scheint mir deutlich leichter zu sein. Wie oft wird denn der Lehrplan so geändert – alle 20 Jahre? Wie oft werden grafikfähige Taschenrechner eingeführt?

            Und: Wie viele Inklusionsschüler mit intellektuellen/geistigen Beeinträchtigungen gibt’s denn so am Gymnasium? Wie viele verhaltensauffällige Schüler, die jeden Unterricht sprengen, sitzen in einem Leistungskurs Mathe? Und wie oft müssen Sek-II-Lehrer mit ihren Schülern über Themen sprechen, die über das Unterrichtsthema weit hinausgehen – Fragen etwa wie: Was ist der Tod? Was ist gut – was ist böse? Und wie oft besuchen Sek-II-Lehrer Eltern zu Hause, weil sie den Eindruck haben, ihr Schüler sei verwahrlost?

            Was mich ehrlich ärgert, ist der Dünkel vieler Kollegen an den weiterführenden Schulen, ihre Arbeit wäre wertvoller. Die im Deutschen übliche Trennung zwischen „Erziehung“ und „Bildung“ gibt es bezeichnenderweise in anderen Sprachen nicht. Im Englischen heißt es „education“ – und das ist ein Job.

          • Genauso wenig wie Sie mit mir möchte ich mit Ihnen tauschen. Themen wie „Was ist Tod?“ werden auch in den weiterführenden Schulen angesprochen, allerdings nicht in meinen Fächern. Im Mathe-LK fragen meine Schüler regelmäßig nach dem warum, jedoch nicht, weil sie die Regel nicht anwenden können (was im Grundkurs regelmäßig passiert), sondern nach dem Hintergrund, dem Beweis der Regel. In Physik ist alles Richtung Teilchenbeschleuniger, Astronomie usw. auch für (interessierte) Schüler faszinierend.

            Wenn ich könnte, würde ich tatsächlich diese Dinge viel ausführlicher machen, der Lehrplan lässt das trotz oder wegen seiner kompetenzorientierten Leere häufig nicht zu.

            Mit verhaltensauffälligen Schülern habe ich eher selten zu tun, leicht autistische Kinder (Typ Asperger) gibt es aber an Gymnasien regelmäßig. Im Alter, in dem sich Kinder für ihre LKs entscheiden müssen, sind die meisten, auch die in 8 und 9 größten Nervbacken, aufgrund der abebbenden Pubertät nicht mehr verhaltensauffällig.

            Bei Ihnen ist es insgesamt mehr erzieherische Arbeit, fachlich ist der Unterrichtsstoff einfach, was auch für die Korrektur gilt, wenngleich in sehr vielen Fächern. An den weiterführenden Schulen ist es eine Spezialisierung auf weniger Fächer, die Erziehungsarbeit in der Sek I darf nicht unterschätzt werden. In der Sek II hält sich der in Grenzen, dafür wird es fachlich deutlich anspruchsvoller. Die Deutschkollegen sitzen schnell 2 Stunden an der Korrektur einer einzigen Deutschklausur, auch Mathe-LK dauert mindestens 45 Minuten.

            Ich schreibe es nochmal: Ihre und meine Arbeit ist nur sehr begrenzt vergleichbar, die unterschiedliche Besoldung ist dabei ein völlig anderes Thema. Unverhältnismäßig finde ich die gleiche Gehaltsgruppe eines Gymnasiallehrers und eines Grundschulrektors (für den Rektor, der eine ungleich höhere Verantwortung trägt).

          • Es kommt aber noch ein anderer Aspekt hinzu, den ich von der Gesamtschule, an der im selben Jahrgang SekI- und SekII-Lehrer arbeiten, verdeutlichen möchte.

            Erstens, die Kollegen mit der Lehrbefähigung GY/BK können auch nur mit Wasser kochen. Ein qualitativer Unterschied in den zu erbringenden Leistungen hinsichtlich des Fachunterrrichtes oder administrativer Tätigkeiten wie Klassenleitung, Konferenzmitarbeit und dergl. mehr ist nicht zu erkennen.

            Zweitens, wenn die Kollegen mit Lehrbefähigung HRGe nach anstrengenden Stunden vor Pubertieren in die nächste Runde müssen, freuen sich die Kollegen, wenn sie zu ihrem Oberstufenunterricht müssen.

            Drittens, auch wenn ie Oberstufenkurse kleiner und die Zahl der Kursarbeiten im Vergleich zur Unter- und Mittelstufe geringer ist, um die Korrekturbelastung beneide ich die Kollegen GY/BK nicht.

            Nur die Einstufung in die Besoldungsgruppen erfolgt nicht nach dem Korrekturaufwand. Die Lehrkräfte GY/BK sollten sich langsam daran gewöhnen, dass die anderen „Studiengänge auf Lehramt“ ebenfalls akademische Studiengänge sind, die mit Master abgeschlossen werden müssen bevor der Vorbereitungsdienst absolviert wird. Die Inhalte im Vorbereitungsdienst für Anwärter und Referendare sind ohnehin identisch.

          • @Anna
            Komisch, Quantenphysik muss nur einmal vorbereitet werden, der Grundschulstoff jedoch x-mal??? An Gymnasien haben wir keine Schüler, auf die man sich einstellen muss???
            Auch am Gymnasium ändern sich die Bedingungen laufend. Im Gegensatz zu Ihnen spreche ich Ihnen nicht ab, sich auf den Unterricht gut vorbereiten zu müssen. Wie oft haben Sie schon ihre Vorbereitung zu einem Thema geändert, wahrscheinlich x-mal. Glauben Sie, dass das Gymnasiallehrer nicht tun?

          • Übrigens, die Pubertät ist ja eine Phase in der Jugendliche ganz einfach zu unterrichten sind.
            Übrigens, im oberen Drittel wie bei IGLU ist Deutschland bei PISA auch.

          • Nirgends in meinen Kommentaren ist davon die Rede, dass die Arbeit von Gymnasiallehrern wertvoller wäre. Ich stelle mich nur dagegen, dass die Arbeit von Grundschullehrern anstrengender oder aufwändiger oder wertvoller sei. In meinen Kommentaren ist nur davon die Rede, dass das Studium für das Lehramt an Gymnasien (unter den angeführten Bedingungen: Zeit, Ort, Fach) wesentlich schwerer ist, als das für die anderen Schularten.
            Siehe auch COACTIV oder TEDS-M-Studie.

          • Ob das Studium schwerer ist, wäre noch zu beweisen. Dass die Fachinhalte andere sind ist sogar nachvollziehbar. „Was wofür“ ist doch die entscheidende Frage. Es geht bei der Eingruppierung von Beamten aber nicht um die Studieninhalte sondern um die formalen Abschlüsse.

            Und Grundschullehrer erfüllen eben die formalen Bedingungen zur Eingruppierung in den höheren Dienst. Wenn Erzieherinnen mit Bachelor-Abschluss und Leitungstätigkeit irgendwann wie Sozialpädagogen die Stufe A11 erreichen, dann ist das eine ordentliche Besoldung.

          • @ Grias Di

            Ich will ja auch gar nicht wirklich sagen, dass Grundschullehrer einen schwierigeren Job haben als Gymnasiallehrer – mir geht es um Gleichbehandlung.

            Und ich wollte aufzeigen, dass jedes Argument pro Höherwertigkeit der gymnasialen Lehrertätigkeit auch umgedreht werden kann.

            Kein Mensch (ich auch nicht) fordert ja ernsthaft, Gymnasiallehrer sollen weniger als Grundschullehrer bekommen. Mehr aber eben auch nicht.

          • Eben: gleiche Ausbildung, gleiche Bezahlung.

          • Widerspruch – es muss aus meiner Sicht gleichwertige und nicht gleiche Ausbildung heißen.

            Wozu sollten Grundschullehrkräfte sich z.B. mit Wissenschaftspropädeutik herumschlagen, auch wenn die lieben Kleinen zur Einschulung T-Shirts tragen mit dem aufdruck „Abi X+12“:)

      • Jeder Mathelehrer am Gymnasium sollte auch fähig sein Ingenieursmathematik in der Universität zu unterrichten.

        • Die rechnerischen Teile ja, auch Differenzialgleichungen und mehrdimensionale Integrale in Kugelkoordinaten o.ä.. Bei den anspruchsvolleren Beweisen, wenn sie denn bei den Ingenieuren überhaupt noch verlangt werden, käme ich schnell an meine Grenzen. Als Hochschuldozent, der dafür bezahlt wird, gehört eine gute fachliche Vorbereitung dazu, die Denkfähigkeit und das Abstraktionsvermögen sollte jeder anständige Mathematiklehrer besitzen. Dasselbe sollte aber für alle Lehrer in den Anfängervorlesungen in ihren Fächern gelten, ggf. reduziert auf „Mathematik für Physiker“, „Latein für Latinumbenötigende“ usw., in den Geisteswissenschaften (Geschichte, Geographie usw.) sowieso.

          • Sphärische Trigonometrie ist wesentlicher Bestandteil der höheren Geodäsie. Also alle, die in ihrem Studiengang sich mit Vermessung befassen müssen – speziell größere Netze – kommen ohne Grundlagen in diesem Bereich nicht weiter. Vermessungsingenieure und Geomatiker müssen die Transformationen von einem Ellipsoid ins andere und die Transformation in die unterschiedlichen Landeskoordinatensysteme beherrschen. Das ist deren tägliches Brot. Nicht umsonst wurde den Vermessungsingenieuren durch den Mangelfacherlass (NRW) aus ihrem Studienfach Mathematik/Informatik und Erdkunde als Erstes StEx für Lehramt GY/BK anerkannt.

          • Hier sind keine Epsilon-Delta-Beweise gefragt. Plausibel machen reicht hier völlig aus, was ja auch in Ordnung ist. Ingenieure müssen rechnen können, nicht beweisen.

          • … weshalb Mathmatik eben als Hilfswissenschaft angesehen wird.

          • Und deshalb sollte eigentlich jeder Gymnasiallehrer die Inhalte der Ingenieursmathematik unterrichten können.

      • @ mehrnachdenken, Ihrem Beitrag vom 26.11., 22:11 stimme ich voll und ganz zu – egal, auf welche Art und Weise das hier wegzureden versucht wird. Ich gönne jedem sein Geld und keiner soll als Aufstocker enden, aber Grundschule und weiterführende Schulen sind schon ein Unterschied. Sie haben das sehr gut beschrieben!!! Alles andere ist (für mich) nur im Eigeninteresse „herbeigeredet“. 🙂

        Wichtiger wäre mir, wenn man mal an den Arbeitsbedingungen was verbessert, was hier und da ja nun auf den Weg kommt. Statt 100 Euro mehr im Monat (ich meine uns alle) lieber mehr Lehrer einstellen und die Klassen deutlich reduzieren und wieder Gelder bereitstellen für eine bessere Ausstattung !!!

  11. Sofawolf, Sie waren gar nicht speziell gemeint, sondern die Diskussion an sich.
    Die Frage ist nicht A12 oder A13, sondern gleiches Gehalt für gleiche Arbeit und Ausbildung. Meiner Meinung nach ist es die gleiche Arbeit. Wenn man unterscheiden möchte, dann müsste man nach Korrekturfächern und nicht-Korrekturfächern unterscheiden und darin dann weiter nach Anzahl der zu korrigierenden Arbeiten/Größe der Klasse (das ändert sich mitunter je nach Stundenplan, wenn ein Sport- und Mathelehrer plötzlich mehr Mathe als Sport gibt oder umgekehrt).
    Mir wäre es auch recht, wenn die Gymnasiallehrer jetzt A12 bekämen. Mich betrifft es nicht. Aber da finden sich dann plötzlich aus allen Reihen unendlich viele Argumente dagegen. Da frage ich mich schon, woran das liegt, dass das Gehalt der Gymnasiallehrer mit allen Mitteln verteidigt wird und das Gehalt der Grundschullehrer mit allen Mitteln klein gehalten wird.

    • Das ist ein reines Tonnage-Problem. Es gibt nämlich mehr Grund-, Hauptschul- und Realschullehrer als Lehrer mit Lehramt GY/BK. Die zusätzliche Absurdität ist doch, dass Sonderpädagogen A13 bekommen, die Lehrkräfte, die den Unterricht in den Inklusionsklassen der SekI führen, aber lediglich A12. Von der Ungleichbehandlung – gerechnet auf Nettoebene – zwischen Tarifbeschäftigten und Beamten gar nicht erst zu reden.

  12. (Ups, Kommentar war an der falschen Stelle gelandet.)

    @ mehrnachdenken, Ihrem Beitrag vom 26.11., 22:11 stimme ich voll und ganz zu – egal, auf welche Art und Weise das hier wegzureden versucht wird. Ich gönne jedem sein Geld und keiner soll als Aufstocker enden, aber Grundschule und weiterführende Schulen sind schon ein Unterschied. Sie haben das sehr gut beschrieben!!! Alles andere ist (für mich) nur im Eigeninteresse „herbeigeredet“. 🙂

    Wichtiger wäre mir, wenn man mal an den Arbeitsbedingungen was verbessert, was hier und da ja nun auf den Weg kommt. Statt 100 Euro mehr im Monat (ich meine uns alle) lieber mehr Lehrer einstellen und die Klassen deutlich reduzieren und wieder Gelder bereitstellen für eine bessere Ausstattung !!!

    • „Alles andere ist (für mich) nur im Eigeninteresse „herbeigeredet.“
      Genau – das betrifft auch die Gymnasialkollegen. 😉
      Es ist immer die Frage, an was man das Gehalt festmacht – an einem vertieften fachwissenschaftlichen Studium, an einem breitgefächerten Studium oder an der Arbeitsbelastung.
      Ich halte das Festmachen eines Gehaltes an einem einseitigen vertieftem fachwissenschaftlichen Studium bei Lehrern bei der aktuellen Arbeitsbelastung und den professionellen Herausforderungen, die der Beruf heutzutage mitbringt mit zusätzlicher Debutatserleichterung für Gymnasiallehrer für überholt. Deswegen bin ich für eine grundsätzliche Gleichbehandlung bei der Gehaltsstufe und einer leistungsabhängigen geprägten Steigerung der Gehaltsstufe für alle Schularten inklusive Grundschule.
      Übrigens gab es einmal eine Zeit, in der viele (Gymnasial) Lehrer in den Parlamenten saßen. Wer weiß, wie „damals“ eine solche Bezahlung, die sich über Jahrzehnte in (West)Deutschland gehalten hat, zustande gekommen ist.

      • das sehe ich (seit Jahren) genau so.
        M.E. sollte die Lehrerbesoldung ähnlich wie die Professorenbesoldung geregelt werden. Also Abkoppelung vom A-System – nennen wir es L-Besoldung (bei Profs vor über 10 Jahren Umstellung von C auf W), Abschaffung des BDA und dafür leistungsabhängige Steigerungen zum (gleichen) Grundgehalt aller (genau wir das Zulagenprinzip bei den Profs: Dekan, Prodekan und Studiendekan bekommen einige Hundert Euro, wer besonderes Engagement in der Lehre zeigt ebenfalls, für Öffentlichkeitsarbeit gibt es etwas, für Absolventen, für Publikationen, für eingeworbene Projekte, …).
        Aber diesen großen Wurf haben sich die, die politische Verantwortung tragen (in den Ländern und in der KMK), nicht getraut. Da ist die Lobby mit den vielen 100 000 Lehrern in D wohl zu stark.
        Aber bei den ca. 30 000 Professoren bundesweit ging es ganz problemlos.

  13. Manche Schulen haben jetzt Smartboards, aber die Kinder bekommen zum Schuljahresbeginn keine neuen, eigenen Lehrbücher mehr, sondern müssen die zerfledderten und vollgekritzelten Bücher ihrer Schuljahres-Vorgänger übernehmen. Wie armselig ist das denn?!? Aber hier geht es manchen nur darum, statt (ich fantasiere, weils ja überall und bei jedem anders ist !!!) 3000 Euro monatlich 3500 brutto zu verdienen.

    • Wenn die Schulen konsequent sind, stellen sie den Verursachern der Zerfledderung die Bücher in Rechnung. So extrem habe ich das noch nicht erlebt, Verschleißspuren am Einband sind hingegen normal und unvermeidlich.

  14. @ xxx, das ist wohl die Sache mit dem Privateigentum (und woran auch die DDR wirtschaftlich „krankte“): Was einem nicht gehört, das ist einem auch nichts wert.

    Ich habe einmal ein innen mehrfach beschriebenes und an einigen Seiten eingerissenes Lehrbuch der Klassenleiterin als der grundsätzlich Zuständigen übergeben mit der „Meinung“, die Eltern müssten dieses Buch neu kaufen für die Schule. Die Klassenleiterin scheute aber vermutlich den Ärger, denn sie hatte die Bücher am Schuljahresbeginn nicht kontrolliert und die Eltern behaupteten, laut ihrem Sohn hätte er das Buch so bekommen. Man entschied, die Einträge soweit möglich auszuradieren und die eingerissenen Stellen zu kleben und „gut is“. Was einem nicht gehört, das ist einem auch nichts wert !

    • Die Klassenleitung ist doch überhaupt nicht zuständig. Wenn überhaupt disziplinarisch.

      Die Schulbücher werden über den Etat des Sachauwandträgers (Kommune) beschafft, in dessen Eigentum sie verbleiben. Die Schule organisiert nur die Ausgabe und das einsammeln am Ende des Schuljahres. Somit ist es erforderlich den Zustand des Buches am Beginn und am Ende einer Periode (Schuljahr) und den Namen des Entleihers zu erfassen. So kann die Ausleihe dokumentiert werden. Hat sich am Ende der Periode der Zusatnd verschlechtert, ist Ersatz zu leisten. Dieser Ersatz geschieht aber nicht auf der Grundlage „neu“ für „alt“. Es muss lediglich der Restwert in ersattet werden. Die Kommune ist für das Eintreiben der Forderung zuständig.

  15. @ danke, dickebank, was Sie immer alles so wissen. 🙂 Aber an Privatschulen läuft manches eben auch anders. Bei uns ist der Klassenleiter dafür zuständig, die Bücher am Schuljahresanfang durchzusehen bzw. sogar die Schüler. Sie vermerken bzw. melden Beschädigungen. Am Schuljahresende müsste der Klassenleiter prüfen, ob das Buch noch in gutem Zustand ist bzw. sich nicht erheblich verschlechtert hat.

    Aber wir sind schon sehr weit weg vom Thema. 🙂 Eigentlich ging es ja darum, dass man lieber in bessere Arbeitsbedingungen mal tüchtig investieren sollte. Vor allem weniger Bürokratie !

  16. Leute, Leute,
    wenn ich ein Haus baue, ist der schwierigste Teil das Fundament, der Anfang. Darauf aufbauen und ausbauen kann dann im Zweifel auch der geneigte Laie. Auf den Anfang kommt es an. Auch in der Bildung. Die Grundschule kann nicht sagen: Wir setzten jetzt mal voraus, dass unsere Schüler für unsere Inhalte funktionieren. Die Grundschulen stellen diese Grundlage erst mühsam her! Die weiterführenden Schulen, v.a. die Gymnasien machen sich hingegen verdammt oft einen extrem schlanken Fuß was Individualisierung, Öffnung von Unterricht, Elternarbeit, Inklusion, Integration, Transition etc. pp. angeht. Nach dem Motto: Ich bin ja Fachlehrer. Ich bin sowas wie ein kleiner Professor. Ich rede nur über mein Fach und alles Weitere ist freiwilliger Service, wenn ich mal gut drauf bin.
    Was ich hier lese, ist schon teilweise lächerlich: Ein Blick in die Statistik (z.B. Klemm 2013) reicht, dann wissen wir: Inklusion ist ein Grundschulthema, Gymnasien nehmen vielleicht mal einen Rollstuhlfahrer und klopfen sich dann auf die Schulter. Euer Lobbyverband sagt das doch auch ganz unverblümt: Was wir machen, ist in Stein gemeißelt und wenn da ein Behinderter mithalten kann, bitteschön, dann darf er vielleicht auch zu uns kommen. Super Inklusion. Der Begriff wird komplett sinnlos, denn er bedeutet PER DEFINITION, dass sich die Schule, der Unterricht ändern muss, um den Schülern gerecht zu werden. Aber diesen Perspektivwechsel bekommt ihr wohl nicht mehr hin, nachdem ihr jahrzehntelang alles aussortiert habt, was für euch nicht funktioniert.
    Erzählt den Mythos der hohen Belastung durch Abitur-Prüfungen und LKs ruhig weiter, aber ich lebe auch auf diesem Planeten, habe zwei Augen und Ohren und einen halbwegs wachen Verstand. Was ich leider viel zu oft sehe, sind Lehrer am Gymnasium, deren „Unterricht“ auch von einer Videokassette geleistet werden könnte. Frontal, fragend-entwickelnd, Tafelanschrieb, Hefteintrag, Hausaufgabe, Ausfrage und dann von vorne. Vermutlich, weil die Inhalte so anspruchsvoll sind, dass für Didaktik keine Zeit bleibt.
    Ich kenne genug Lehrer aller Schulstufen, bin selbst zur Schule gegangen und in meiner Familie ist auch alles vertreten – und da wird dann auch mal ehrlich über die Vor- und Nachteile gesprochen. Fazit: Nirgends ist es entspannter als am Gymnasium. Da kann man auch ein mal im Jahr so eine Prüfung abnehmen.
    So, und nun noch eine Frage: Was für ein Problem haben die Gymnasial-Lehrer eigentlich damit, dass andere gleiches Geld wollen? Es wird echt Zeit, diesen Dünkel mal sein zu lassen. Euer Mythos bröckelt vor sich hin, ihr seid die Dinosauerier der Pädagogik und an eurer Stelle würde ich mal ganz kleine Brötchen backen und den Ball flach halten, sonst fliegt der Schwindel noch schneller auf.
    Humanistische Grüße 😛

    • ist diese herablassend-hämische Art von „Argumentation“ eigentlich typisch humanistisch?? Bei Erasmus von Rotterdam und Thomas More war das noch anders.

    • Milch der frommen Denkungsart

      @Sny:

      Der korrekte Adressat Ihrer minderwertigkeitskomplexbeladenen, blindlings dreinschlagenden und obendrein vor fachlicher Unkenntnis nur so strotzenden Suada ist Ihnen aus der augenfällig geiferverkleisterten Optik geraten:
      es ist dies nämlich nicht der von Ihnen so pauschal durchgeprügelte Gymnasiallehrer, sondern das obengenann- te Kultusministerium, dem Sie diese Logorrhoe hätten widmen sollen !

      Aber um Ihrer verbalen Guillotine noch einen Schleifstein in die Hand zu geben: es muß richtigerweise „per definitionem (!)“ lauten – soviel gymnasiale Arroganz muß dann schon sein dürfen.

      • Meine Oma hat immer gesagt: DER GETROFFENE HUND BELLT!!!
        Und wenn er sich noch so „gequirlt“ – Verzeihung – gewählt, ausdrückt.

  17. Ein Beispiel für fachliche Unkenntnis aus meinem Text bitte. Danke. Ich lerne ja gerne dazu^^.

  18. Übrigens, wegen der Komplexe, die Sie in meinem Text erblicken: Ich bin gar kein Grundschullehrer. Aber vermutlich habe ich trotzdem Komplexe.
    Und woher wollen Sie wissen, wer MEIN Adressat ist?
    Haben Sie außer schlauen Sprüchen und dem großen Latinum auch noch was Inhaltliches beizutragen oder wollten sie nur mal niveauvoll „stimmt ja gar nicht“ sagen? Kommt mir so vor…

  19. Ich habe jetzt viele Kommentare gelesen. Diese Diskussion kommt mir so vor, wie jeder seine persönliche Stellung versucht zu verteidigen.
    Ich selbst maße mir kein Urteil an über einen Lehrer in einer anderen Schulart. Was ich nicht selbst erfahren habe, kann ich nicht beurteilen.
    Es wäre ja auch schwierig, denn ich bin ja für meine Schulart ausgebildet und nicht für die andere. Dass alle Schularten anspruchsvoll sind, zeigt sich auch daran, dass Fortbildungen in allen Schularten immer wieder das Berufsspektrum erweitern. In allen Schularten forschen Unis, sei es fachlich oder pädagogisch und bilden uns mit ihren Erkenntnissen weiter.
    Die Wahl eines Studiums ist – so meine ich – von den eigenen Schwerpunkten geleitet. Ich selbst habe ein Grund- und Hauptschulstudium gewählt, weil ich vor allem Klassenlehrer sein wollte. Wer mehr Freude an einem Fach hat, wird sich eher ein Realschulstudium oder ein Gymnasialstudium aussuchen. Wer Sonderpädagogik studiert, wird ein hohes Interesse an Förderung und am Sozialen mitbringen.
    Wir haben an unserer Schule eine Kooperation mit Real- und Gymnasiallehrern, wo wir gegenseitig hospitieren. Hier erkennen wir beiderseits, dass das Unterrichten des jeweils anderen unter anderen Schwerpunkten stattfindet. Diese Schwerpunkte nehmen sich nichts in den Ansprüchen, doch sind die Ansprüche eben der Schulart geschuldet und nicht miteinander vergleichbar, weil sie aus ganz anderen Ecken kommen.

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