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Universität Dortmund schafft nach Religionsärger «Raum der Stille» ab

Nach Ärger um die Nutzung eines Raumes für Gebete und Meditation hat die Technische Universität Dortmund ihren «Raum der Stille» geschlossen. In einem Offenen Brief auf der Universitätshomepage machte das Rektorat jetzt darauf aufmerksam, dass der Raum nicht von Muslimen für eigene Zwecke umfunktioniert werden könne. Deshalb werde er geschlossen und künftig für Lehre und Forschung oder als Babyraum genutzt, kündigte das Rektorat in dem Brief an, der sich auf den Protest einiger muslimischer Studenten bezog.

Besucher des Raumes hatten sich darüber beklagt, dass ein Großteil abgetrennt und mit Gebetsteppichen und Koran versehen worden sei. Weibliche Besucher seien am Eingang von männlichen muslimischen Nutzern darauf hingewiesen worden, dass sie nur Zugang zu dem kleineren Teil des Raumes hätten. «Das ist ein Verstoß gegen das Gebot der Gleichbehandlung von Mann und Frau», sagte Uni-Sprecherin Eva Prost am Freitag. Zuvor hatten die «Ruhr Nachrichten» berichtet.

Vor diesem neuerlichen Ärger hatten Muslime schon vor wenigen Jahren Frauen mit Flugblättern in dem Raum darauf hingewiesen, dass sie Kopftücher tragen und auf Parfüm verzichten müssten.

Das Rektorat verbat sich in dem Schreiben an die Kritiker der Raumschließung Vorwürfe der Diskriminierung und des antiislamischen Rassismus. «Ihre Anmerkungen zur Bedeutung der Integration greifen wir gerne auf und erlauben uns zu ergänzen, dass hierzu die Kenntnis und Akzeptanz der in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze gehört, an die wir alle gebunden sind. Gleichberechtigung von Mann und Frau ist dabei ein unantastbarer Kernbereich», heißt es im Schreiben. dpa

5 Kommentare

  1. und es gab keine andere Möglichkeit, den Moslem-Fundis zu begegnen? Jetzt darf keiner mehr Stille halten, auch die Buddhisten, Orthodoxen und stillebedürftigen Agnostiker nicht.

  2. Gut, dass etwas geschehen ist.
    Als Außenstehender wundert mich, dass man das Treiben überhaupt ein paar Jahre lang zugelassen hat. Der Raum sollte für alle Stillesuchende da sein, wie ich verstanden habe. Was diese Gruppe ausgeübt hat, war Intoleranz/Diskriminierung anderer und vor allem frauenfeindlich. Was mich besonders zum Nachdenken bringt, ist, dass so etwas an einer Uni passiert. Wenn vor vielen Jahren an einer Uni „Hare Krishna“ oder eine andere Gruppe so einen Raum „übernommen“ hätte, wäre sofort eingeschritten worden.
    Dieselbe Frage wie Pälzer stelle ich mir allerdings auch, denn bei dieser Lösung gibt es auch noch andere Verlierer, die nichts dafür können.

    • Jupp, mir gehts genauso, obwohl ich das mit dem „vor Jahren wäre eingeschritten worden“ aus meinem Bauchgefühl heraus nicht unbedingt nachvollziehbar finde.

      Und die Lösung der Schließung finde ich auch ziemlich missglückt.

    • Ich vermute, dass ein dermaßen entschlossen besitzergreifendes Vorgehen wie bei den muslimischen Radikalen allen anderen unvorstellbar war und man es anfangs nicht glauben mochte bzw. nicht wusste, was man denn tun sollte. (Anm. das gab’s in der deutschen Geschichte ja auch schon mal …) Oder haben einfach nur die Muslime den Raum genutzt?

  3. Ein typisches Beispiel für falsche Toleranz gegen über Muslimen.
    Thilo Sarrazin beschreibt in seinem Buch der „Neue Tugend-Terror, Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland“ ausführlich wie sich in einer Gesellschaft Tabu Themen entstehen.
    Durch die Übergriffe in mehrere Städten an Silvester werden Themen die lange ein Tabu waren wieder gesellschaftsfähig und können diskutiert werden. Hätte Herr Mannke seine Bedenken über das Verhalten junger Muslime jetzt erst veröffentlicht und nicht im November hätte man ihm nicht zum Rücktritt aufgefördert.

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