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Mehr Lernerfolg? Neue Bildungsministerin: Es liegt nicht (nur) an der Klassengröße

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MAINZ. Kleinere Klassen gelten vielen Lehrkräften als wichtiger Schlüssel für besseren Unterricht. Die neue rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) setzt dagegen einen anderen Akzent. Entscheidend für den Lernerfolg seien nicht allein die Zahl der Schülerinnen und Schüler, sondern vor allem gut ausgebildete Lehrkräfte. Gerade in heterogenen Klassen komme es darauf an, Unterricht stärker zu individualisieren – dabei könne auch die Digitalisierung helfen.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU). Foto: Michael Lucan – Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Für die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig, seit Mai im Amt, ist die Größe von Schulklassen nur ein Kriterium für Lernerfolg. «Manchmal liegt es nicht an der Größe der Klasse», sagte die CDU-Politikerin im Gespräch in Mainz. Eine gut ausgebildete Lehrkraft könne durchaus auch mit 30 Kindern gut arbeiten. Aber: «Je heterogener die Klassen sind, desto schwieriger wird das».

Bei heterogenen Klassen könne Digitalisierung helfen, sagte die Ministerin weiter. Mit ihrer Hilfe könnten etwa im Mathematik-Unterricht schwächeren Schülerinnen und Schülern passende Übungsaufgaben gegeben werden, den richtig Guten etwas Forderndes und Entsprechendes für Schüler in der Mitte – «also eine gewisse Binnendifferenzierung», sagte Eiling-Hütig.

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Frage nach Henne oder Ei

Es müsse immer geschaut werden, ob es eine Frage der Quantität oder Qualität sei. «Die Frage, wieso wir nicht mehr so viele kleine Forscher aus der Schule bekommen, ist die Frage nach Henne oder Ei», sagte Eiling-Hütig. «Wenn ich super vorbereitete, super ausgebildete, super motivierte Lehrkräfte an der Universität generiere und die in die Schulen schicke, dann schaffe ich es auch, dass ich super motivierte, super fähige Schülerinnen und Schüler aus der Schule herauskriege.»

Ihr langfristiges Ziel sei es, sagen zu können, dass die Universitäten in Rheinland-Pfalz nicht nur bei bestimmten Fächern und beim Werben um Drittmittel an Exzellenz dächten, sondern auch bei der Lehrkräfteausbildung, sagte die Ministerin. Es gehe darum, Schülerinnen und Schüler für das Leben zu wappnen. News4teachers / mit Material der dpa

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32 Kommentare
JoFranc
1 Monat zuvor

Ja fein. Das heißt im Umkehrschluss also mal wieder: Wenn es in einer Klasse mit 30 Schülern Probleme gibt, ist die Lehrkraft zu schlecht.

Meine Erfahrung: Wenn man Schüler, Lehrer und Eltern in einem Raum hat, ist es ja ziemlich schwierig, zu irgendeinem Thema irgendeinen gemeinsamen Nenner zu finden.

Wenn man aber erreichen möchte, dass alle gemeinsam herzlich lachen, stellt man sich einfach hin und sagt mit todernstem Gesicht: „Die Klassengröße hat keinen Einfluss auf die Unterrichtsqualität.“

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  JoFranc

„Wenn es in einer Klasse mit 30 Schülern Probleme gibt, ist die Lehrkraft zu schlecht.

fehlt noch das „ausgebildet„.

Schlecht ausgebildet“ kann aber vermutlich laut Bildungswissenschaft gar nicht sein, da Lehrkräfte m.W. ja an Universitäten von Wissenschaftlern ausgebiildet werden.

Senki
1 Monat zuvor
Antwortet  JoFranc

Nach über 20 Dienstjahren empfindet man Derartiges nur noch als Schlag in die Magengrube
..
..

Maybe
1 Monat zuvor
Antwortet  Senki

Nach über 40 denk ich mir: Die Dame nachsitzen lassen wird nicht reichen. Zum Eigen- Schulversuch einladen und den roten Mottenfiffi
(roter Teppich) verstecken, …… alles Nonsense.
Wenn ich die Gemeinplätze “ «also eine gewisse Binnendifferenzierung……Je heterogener die Klassen sind, desto schwieriger wird das……. gipfelnd in: eine Frage der Quantität oder Qualität“ 🙂 jaja Lehrerchen komm tanz mit mir…..bloß höre – arme RLer-Kollegen.

Tausendmal gehört – tausendmal ist nichts passiert

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

„Manchmal liegt es nicht an der Größe der Klasse“
Stimmt, möchte die Ministerin AN ALLEN ANDEREN STELLSCHRAUBEN NACHBESSERN?

Kann mich nicht mehr daran erinnern, wo Hattie sagte: „Macht irgendwas mit Digitalisierung und KI, dann wird das schon!“ (augenroll)

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich interpretiere die Aussage anders:

Wenn es nicht (nur) an der Klassengröße liegt, braucht man die Klassengröße nicht zu verringern, vergrößern geht notfalls auch noch, und alles andere liegt in der Verantwortung der Lehrer. Das Land ist fein raus.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, ist Non-Sense von der Dame.
Wie kann man sich nur so schnell vermeintlich disqualifizieren für solchen Posten … Wahnsinn. Die legt sich ja voll ins Zeug.

Manchmal ist Wasser auch ganz schön heiß. Aber manchmal hilft kaltes Wasser auch. Je nach Anwendung kann man sich verbrennen oder Verbrennungen mildern. Boooom – das ist so eine ähnliche Erkenntnis …

Manchmal ist eine Klimaanlage in den KM-Zimmern auch nicht kalt … Meistens sogar, wenn sie aus ist.

Mal im Ernst … Was soll denn so ein Scheiß von „der Dame“?
Fühlt man sich nur noch veräppelt.

Manchmal sind 50 Euro auch schlecht … Beispielsweise, wenn man sie jemanden schuldet.
Manchmal sind sie aber auch gut .. wenn man sie hat und Hunger hat und ein Laden daneben offen hat.
Aber manchmal hat man die 50 Euro irgendwie auch gar nicht.
Und manchmal wären 100 Euro auch besser …

Checke echt nicht, wo sie da hin will mit der Aussage …

Ja, Klassenteiler sind schon manchmal gut – aber ab und an klappt das auch so. What the … Ist das.

Manchmal ist es schon gut, wenn man nicht vor ein Auto rennt. Aber manche Menschen überleben das ja auch. Oder wie ist da der Transfer als Logik.

Die sollen halt generell mal Grundrahmenbedingungen ändern. Die Klassenstärken (Anzahl SuS/Klasse) ist dazu eines der sinnvollsten und effizientesten Mittel. Ist auch absolut logisch und nicht streitbar … Außer man ist verrückt oder unehrlich.

Manchmal sind ja 5 Finger an einer Hand auch besser als nur 3 Finger an einer Hand. Aber manche können mit 3 Finger an einer Hand schon manche Sachen besser machen als die Mehrzahl der Menschen mit 5 Finger an der Hand …
Ich meine … Diese Frau ist im Bildungssektor ganz weit oben… Wie geht das?

Manchmal liegt der Tod nicht nur am Alter, sondern auch an den vielen Krankheiten im Alter …
Manchmal liegt es aber auch an anderen Faktoren wie Umwelt oder „Menschen“.
Also das Sterben ist auch nicht Monokausal … Boooom, krasse Erkenntnis.

Meine Behauptung/These: Nahezu KEINE Lehrkraft sagt: Doch, NUR die Klassenstärke ist das EINZIGE Kriterium für Unterrichtsqualität.

Habe ich noch nieeee gehört. Wirklich … Weder in Gesprächen, an Schulen, an der Uni, noch sonst wo. Nie.
Wie kommt man denn auf so eine „Aussage“ dann?

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Auf so eine Aussage kommt man ganz schnell, wenn man den Klassenteiler hochsetzen will, um entweder weniger Lehrkräfte beschäftigen zu müssen oder um einen Mangel an Lehrkräften zu vertuschen.

Bla
30 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ja das mir schon klar worauf das beruht.

Aber wer sollte diese Frau denn ernst nehmen? Politisch (mit)verantwortliche für Bildung.
Und bringt solche Aussage.
Damit schießt man sich fachlich halt komplett in das Aus.

Aber gut … Nicht umsonst stehen bildungspolitische Ämter ja für „bis zur besseren politischen Stelle“ oft da oder Restpostenstellen … Scheint dann zumindest mal auch so zu wirken an dieser Stelle.

„Bedienstete“ wird man so eher kaum „abholen“. Die lachen da maximal nur oder weinen.

Rainer Zufall
30 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Die sollen halt generell mal Grundrahmenbedingungen ändern. Die Klassenstärken (Anzahl SuS/Klasse) ist dazu eines der sinnvollsten und effizientesten Mittel. Ist auch absolut logisch und nicht streitbar … Außer man ist verrückt oder unehrlich.“
Sage Ihnen ganz ehrlich ( 😉 ), dass ich da nicht genug Einblick in die Forschung habe. Wenn die Anzahl der Unterrichtsstunden, Teamteaching, Lehrkräftemangel, Sozialtraining, Bewegungs- und Ganztagsangebote, Früh- und Sprachförderung, Lernumgebungen und Rahmenbedingung, etc. einen größeren Einfluss ausüben können, dürfen die Landesregierungen hier gerne ansetzen, wenn das Ziel darin besteht eine große, gut funktionierende, selbstregulierte Klasse führen zu können :/

Bla
30 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Haha, meinen „Schreibtic/Formulierungstic“ (hier) mit dem „ehrlich“ gemimt … Nicht schlecht. Fand ich witzig. Vielleicht sehe ich auch noch „schlichtweg“ (und meine „Verklammerungen“ – sowie Gedankenstrich und “ „). Gut. Gut.

Jap, klar kann man auch an anderen Faktoren schrauben. Das ist richtig.

Ich stelle das immer als „Regler“ so bisschen dar. Und als „Belastung/Entlastung“.
Dabei ist wichtig, dass man „Belastung“ nicht als „lästig“ missversteht von mir. Es geht rein um „die Energie/den Aufwand“.

Hat man eine große Klasse, hat man potentiell eben mehr Belastungsfaktoren.
Klar gibt es Klassen mit 15 SuS, welche deutlich „belastender“ sind als Klassen mit 30 SuS.
Wenn zu den 15 „belastenden“ SuS jedoch noch einfach 15 dazu kommen, dann sieht das wieder anders aus.

Man hat eine Grundbelastung – wie Korrekturen, Notenbildung, Gespräche usw. die generell eben anfallen. Je mehr SuS, desto mehr normalerweise (im Vergleich zu -XY SuS aus diesen Kindern).
Dazu kommen dann die individuellen Belastungsfaktoren. Beispielsweise das Schriftbild des/der Einzelnen.
Sehr schöne Schrift? Meistens schneller korrigierbar.

Jetzt kann man statt dem „Klassenstärke“-Regler natürlich auch einen anderen Regler zur Entlastung nutzen. Beispielsweise „Anzahl Fachkräfteregler“. Dann wäre hier die Entlastung, dass man als Grundbasis die Korrektur teilt als Beispiel. Dazu auch Gespräche gemeinsam führt oder halt getrennt.
Ebenfalls Vorbereitungen.
Dann kann man mit „hoher Klassenstärke“ dementsprechend besser umgehen.

Das Ding bei der Klassenstärke ist – wie bei Hattie auslesbar / oft falsch interpretiert – nicht der Faktor „Klassenstärke“ an und für sich als Primärfaktor selbst, sondern die Sekundärfaktoren dazu. Also die Kausalwirkung.
Weniger SuS – weniger Korrekturen
Weniger SuS – mehr Platz
Weniger SuS – mehr Zeit / SuS
Und daher ist das ein Primärfaktor, welcher auf andere immensen Einfluss hat.
Das muss man erstmal immer im Vergleich „15 SuS mit Profil XY“ vs. „DIESE 15 SuS mit Profil XY + 10 weitere SuS mit Profil YX dazu“ sehen. Dann hat man einen Vergleich auf Basis der „nur dieser Rahmen“ unterscheidet sich.

Dann kann man Vergleichsweise natürlich ZUSÄTZLICH andere Variablen betrachten: „15 SuS mit Profil XY“ vs. „25 SuS mit Profil YX“. Dann bekommt man wiederum andere Ergebnisse raus.

Beides ist sinnvoll und wichtig. Beides sollte man hierbei bedenken.

Ansonsten stimme ich der Aussage:
„wenn das Ziel darin besteht eine große, gut funktionierende, selbstregulierte Klasse führen zu können :/“
Komplett zu.

Wenn der Belastungsfaktor genau das her gibt, dann ist das gar kein Problem.
30 SuS in einer Klasse, wo man dann einzelne SuS beispielsweise in einem Setting von Freier Arbeit gezielter fördert – das wäre so eine Entlastung.
Oder eben doppelte Fachkräfte.
Oder einen Raum mit Fachpersonal, wo man SuS mit ADHS bei akuten Bewegungsdrang hinschicken kann und diese sich bisschen „auspowern“ können.
All das sind Faktoren, welche entlasten, wenn richtig eingesetzt.
Stilleraum für SuS mit A-S-S? Ja, auch das. Einen Meltdown zu verhindern entlastet enorm.

Kann man auch über Klassenstärke halt etwas entgegnen … Je weniger SuS im Raum und je ruhiger, dazu je regulierter die Lernumgebung [keine Wahrnehmungsüberforderung durch „Überangebot“ der Umgebung] helfen halt auch bei A-S-S häufig. Das reguliert man durch kleinere Klassen meist automatisch.

Frederik März- in Altersteilzeitregelung
1 Monat zuvor

Was bin ich froh…
Auf derlei dummes Zeug gehe ich inhaltlich gar nicht ein. Mehr aus den bestehenden Ressourcen- sprich Personen- herauszupressen- schließlich ist Sparen angesagt und der Markt leer- und dabei „stärker führen und lenken“. Bisher bekommt man als Dienstuntertan die Informationen nur über die Presse- Handyverbot, ’neue‘ Ideen fürs kommende Schuljahr. Aber so kennt man es ja.
Was bin ich froh….

dickebank
1 Monat zuvor

Kleinere Klassen heißt ja nicht weniger SuS sondern nur weniger Quadratmeter, um gestiegene Baukosten gegenfinanzieren zu können. Dass Politiker auch immer vom gemeinen Plebs so missverstanden werden.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Dachte ich mir auch irgendwie …
Schon schräg, dass man auf diesen Gedanken kommt bei dem Thema. Wenn’s nicht so traurig wäre, dass man drauf kommt …

Hans Malz
30 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Man könnte ja auch in kleinere Klassen mehr Schüler packen. Dann ist die Kommunikation untereinander doch einfacher.

dickebank
30 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Wenn man die Tische weglassen würde, könnte man mehr Stühle dazu stellen. Warum bitte, haben SuS im Klassenraum mehr Arbeitsfläche als Lehrkräfte im Lehrkräfteaufbewahrungsraum.

Hans Malz
29 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Genau, so wird ein Schuh draus. Alles gute Vorschläge für das Bildungsministerium.

Abgrenzung
1 Monat zuvor

„Gerade in heterogenen Klassen komme es darauf an, Unterricht stärker zu individualisieren“

Achso, den Unterricht kann eine einzelne Lehrkraft natürlich in großen Klassen vieel leichter individualisieren als in kleinen Klassen. Je mehr Kinder in der Klasse, desto mehr Zeit hat die Lehrkraft für das einzelne Kind und desto besser kann sie auf das einzelne Kind auch individuell eingehen? Interessant!

dickebank
30 Tage zuvor
Antwortet  Abgrenzung

Die Lehrkräfte sind doch individuell, also trägt das Fachleherprinzip doch zur Individualisierung bei.

hyperbel
1 Monat zuvor

Ich verstehe nie, warum Nichtlehrer:innen so oft denken, dass Binnendifferenzierung in Mathematik im Stellen verschiedener Aufgaben besteht bzw. dass es ausreicht, solche zu erteilen.
Auf welchem Wege sollen dann solche Aufgaben besprochen werden?
Nach meiner Erfahrung ist es sowohl für die Stärkeren als auch die Schwächeren absolut notwendig, zumindest teilweise Lösungen/Wege ausführlich zu besprechen.
Aber genau das ist in heterogenen Gruppen meist nicht möglich.

Unfassbar
1 Monat zuvor

Eine gut ausgebildete Lehrkraft könne durchaus auch mit 30 Kindern gut arbeiten. Aber: «Je heterogener die Klassen sind, desto schwieriger wird das».

Ersetzt man Heterogenität durch (fehlende) Motivation, kommen wir der Sache näher. Bei der hilft die für Lehrer in der Vorbereitung sehr zeitaufwendige Binnendifferenzierung nur noch wenig. Leider.

Emma
1 Monat zuvor

Bei heterogenen Klassen könne Digitalisierung helfen, sagte die Ministerin weiter. Mit ihrer Hilfe könnten etwa im Mathematik-Unterricht schwächeren Schülerinnen und Schülern passende Übungsaufgaben gegeben werden, den richtig Guten etwas Forderndes und Entsprechendes für Schüler in der Mitte.

Boah, diese Naivität ist kaum zu ertragen. Ich gebe Schülern Aufgaben und sie arbeiten von allein. Wenn das so einfach wäre …

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Emma

Eben. Und je schwächer desto schwieriger ist es, sie ans selbstständige Arbeiten zu bringen. Dummerweise setzt Binnendifferenzierung Selbstständigkeit voraus.

blau
1 Monat zuvor

Hmm ich bin gegen Individualisierung im Sinne von jeder arbeitet an einer anderen Aufgabe. Ich halte es lieber wie Doug Lemov. Alle müssen mitmachen. Der Lehrer vermittelt zwischen Schüler und Lerngegenstand.
In der Grundschule meiner Kinder sehe ich, wie das selbständig Lernen regelmäßig schlechte Ergebnisse erzeugt, weil die Kinder nicht angeleitet werden. Kein Lehrer kann 25 bis 30 verschiedenen Themen gleichzeitig erklären. Einführung gemeinsam, üben auf verschiedenen Niveaus sobald sichergestellt ist, dass verstanden wurde. Kleingruppenförderung für diejenigen, die noch Hilfe brauchen. Das ist mein Weg.

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  blau

Einführung gemeinsam, üben auf verschiedenen Niveaus sobald sichergestellt ist, dass verstanden wurde. Kleingruppenförderung für diejenigen, die noch Hilfe brauchen. Das ist mein Weg.

Meiner auch! Und das seit 30 Jahren! Erfolgreich!

Marc
1 Monat zuvor

Moin,
Also mal als Quereinstiegslehrer, der als Internatslehrer (max 20 Klassengröße) und jetzt IGS (biszu 32) unterrichtet, mit oder ohne Digitalisierung (bin selbst Dipl Ing Informatik) … es liegt sowas von an der Größe der Lerngruppe. Ich verzichte lieber auf alle Digitalisierung und hab dafür nur 15 SuS, als alle Digitalisierung der Welt aber mit 30 SuS.
Für mich ist alles andere nur der billige Versuch sich aus der Verantwort rauszukaufen.

Micky
1 Monat zuvor
Antwortet  Marc

rauszuquatschen – gekauft wird eher nichts

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Marc

15 oder 30 sind wirklich ein Unterschied. Bei kleineren Klassen redet das Land eher über den Unterschied zwischen 26 und 22. der fällt kaum ins Gewicht.

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  Marc

Für mich ist alles andere nur der billige Versuch sich aus der Verantwort rauszukaufen.“

Willkommen in der Realität des Lehrerberufs!

Passen Sie aber auf, dass Sie nicht demnächst von Ihren Ex-Kollegen in der „freien Wirtschaft“ als „jammernder“, „nicht belastbarer“ „Underperformer“ angesehen werden…

Muxi
1 Monat zuvor

Ich wusste garnicht, dass eine gute Ausbildung für den Lehrerberuf wichtig ist. Ich dachte immer, das mehrjährige Studium und 2 Jahre Referendariat wären nur zum Ärgern da.

Aber Spott beiseite, ich kann solche Binsen wie «Je heterogener die Klassen sind, desto schwieriger wird das» nicht mehr hören, zumindest nicht von Politikern.

Wir Lehrer der Regelschulen sind normal ausgebildete Lehrer. Wir haben viel Ahnung von unserem Fach und haben einiges an Ahnung wie man normale Kindern (oder Jugendliche) bilden kann.
Wir haben aber keine sonderpädagogische Ausbildung. Dazu hat mir der Freistaat Bayern nichts angeboten, nichtmal ein einziges Seminar über Lernschwierigkeiten konnte ich im Studium besuchen. Das System Schule ist von seiner ganzen Struktur her auf Leistung und Aussortieren her ausgerichtet. Auch wenn das Aussortieren inzwischen sehr lückenhaft durchgezogen wird, das System ist nach wie vor darauf hin ausgerichtet.
Trotzdem schickt uns eine unfähige Politik Schüler mit sonderpädagogischem Betreuungsbedarf in unseren Unterricht. Ohne dafür mehr Zeit zu geben, ohne ernstzunehmende Begleitung durch Fachpersonal, ohne ernstzunehmende Fortbildung im Bereich Sonderpädagogik.

Hans Malz
30 Tage zuvor

„Entscheidend für den Lernerfolg seien nicht allein die Zahl der Schülerinnen und Schüler, sondern vor allem gut ausgebildete Lehrkräfte. Gerade in heterogenen Klassen komme es darauf an, Unterricht stärker zu individualisieren – dabei könne auch die Digitalisierung helfen.“

Fachkräfte aus dem Ministerium … selten schon im Teaser soviel substanzloses Gelaber gelesen.

dickebank
29 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Pförtner und reinigungskräfte – oder gibt es dort neben den Juristen weitere Fachkräfte?