SCHWERIN. Die Wutrede einer Abiturientin bei der Zeugnisvergabe hat bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Mittlerweile rückt der Anlass der Empörung in den Fokus: Am Robert-Stock-Gymnasium in Hagenow sind 18 von 51 zur Abiturprüfung zugelassenen Schülerinnen und Schülern durch das Abitur gefallen, eine außergewöhnlich hohe Quote. Das Staatliche Schulamt Schwerin hat deshalb eine umfassende Prüfung angekündigt. Die Schulaufsicht weist allerdings schon den Eindruck zurück, Unterrichtsausfälle oder Lehrkräftemangel hätten die Abiturleistungen beeinträchtigt.

Nach der ungewöhnlich hohen Durchfallquote beim Abitur am Robert-Stock-Gymnasium in Hagenow schaltet sich nun das Staatliche Schulamt Schwerin ein. Wie das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern bestätigte, bestanden 18 der 51 zur Abiturprüfung zugelassenen Schülerinnen und Schüler die Prüfungen nicht. Das entspricht rund 35 Prozent. Eine weitere Person war bereits nicht zur Abiturprüfung zugelassen worden.
Die Ursachen würden derzeit „umfassend analysiert“, teilte das Schulamt mit. Die Ergebnisse sollen in den zuständigen Fachkonferenzen ausgewertet werden und zusammen mit einer schulinternen sowie einer externen Evaluation in die bereits laufende Analyse einfließen.
Damit rückt zunehmend die Schule selbst in den Mittelpunkt der Debatte. Ausgelöst worden war diese durch die viel beachtete Abschlussrede einer Abiturientin, deren Mitschnitt sich in den sozialen Netzwerken millionenfach verbreitete. Darin kritisierte sie nicht nur die hohe Zahl der nicht bestandenen Abiturprüfungen, sondern erhob auch schwere Vorwürfe gegen Teile des Lehrerkollegiums. Ihre Rede endete mit der inzwischen vielfach zitierten Beschimpfung: „An die, die unserem Jahrgang die Durchfallquote gönnen – ganz ehrlich: Fickt euch einfach nur alle!“
In einem späteren Gespräch mit dem Nordkurier erklärte die ehemalige Schülerin, sie würde diese Formulierung heute nicht mehr wählen. An ihrer inhaltlichen Kritik halte sie jedoch fest. Sie betonte, sie habe nicht die gesamte Schule diskreditieren wollen, sondern auf aus ihrer Sicht problematische Strukturen aufmerksam machen wollen.
Besonders auffällig seien nach ihrer Darstellung die Ergebnisse der Mathematikprüfungen gewesen. Zudem halte sie es für klärungsbedürftig, dass „ein Lehrer des Leistungskurses Deutsch nur bei drei Schülern an der Prüfung teilgenommen habe“. Ob daraus tatsächlich Konsequenzen für die Bewertung entstanden seien, wolle sie ausdrücklich nicht behaupten – sie halte es aber für richtig, mögliche Zusammenhänge überprüfen zu lassen. Sie und ihre Eltern haben inzwischen Einsicht in ihre Prüfungsunterlagen beantragt.
Das Schulamt äußerte sich zu diesen Vorwürfen bislang nicht im Detail. Allerdings widersprach es dem Eindruck, dass die ungewöhnlich hohe Durchfallquote auf personelle Probleme zurückzuführen sein könnte. Im Abiturjahrgang habe es in den Fächern Mathematik, Deutsch und Geschichte keine Lehrkräftewechsel gegeben. Kurz- und langfristige Krankheitsausfälle seien durch organisatorische und personelle Maßnahmen aufgefangen worden. Die Unterrichtsversorgung sei sichergestellt gewesen. Die Schule selbst hat sich bislang nicht zu den Ereignissen geäußert.
„Sind wir wirklich alle zu blöd gewesen? Haben wir nicht gelernt? Oder liegt es vielleicht an anderen Dingen?“
Wie außergewöhnlich die Hagenower Ergebnisse sind, zeigt der Vergleich mit den landesweiten Zahlen. Für den aktuellen Abiturjahrgang liegen diese zwar noch nicht vor; sie sollen nach Angaben des Bildungsministeriums erst im November veröffentlicht werden. Im vergangenen Jahr scheiterten jedoch lediglich 8,3 Prozent der Prüflinge in Mecklenburg-Vorpommern am Abitur, im Jahr davor 7,4 Prozent. Auch bundesweit bewegen sich die Durchfallquoten nach Angaben der Kultusministerkonferenz regelmäßig im einstelligen Prozentbereich.
„Sind wir wirklich alle zu blöd gewesen? Haben wir nicht gelernt? Oder liegt es vielleicht an anderen Dingen?“, so hatte die 18-Jährige in ihrer Rede gefragt und unter anderem von „ständigem Lehrerwechsel“ sowie „zwei Jahren kein vernünftiger Matheunterricht“ gesprochen (News4teachers berichtete). Sie kritisierte zudem, dass viele Lehrkräfte seit Jahren „die gleichen Arbeitsblätter und exakt die gleichen Unterrichtsinhalte“ verwendeten, obwohl sich Prüfungen und Erwartungshorizonte veränderten. Zugleich betonte sie ausdrücklich, sie wolle „natürlich auch nicht alles schlecht darstellen“, und dankte mehreren Lehrkräften persönlich für ihre Unterstützung. News4teachers / mit Material der dpa
„Sind wir wirklich alle zu blöd?“ Brandrede bei Abi-Feier erschüttert Gymnasium










Dann hat die rede ja ihren Zweck erfüllt. Ist doch schön, dass die aufsicht ihrer Aufgabe nachkommt, und das ganz ohne öffentlichen Druck:)
Die Daten müssen die doch schon vor der Entlassfeier gehabt haben, dafür sind die Meldepflichten für Schulen zu kurz.
Die Gründe für Probleme müssen natürlich immer schön external verortet werden. Sie hält man das eigene Selbstbewusstsein und den eigenen Stolz hoch. Kennen glaube ich, alle Lehrer, nach jeder Klassenarbeit oder Prüfung, wenn die Schüler auf einmal dem Lehrer die Schuld für ihr eigenes Versagen (und genau so darf man das ruhig auch mal nennen) geben.
Dass die Dame aber, eine Rede mit diesem Ende hält, vermutlich, weil sie selbst durchgefallen ist, spricht ihr einiges an Reife ab, und man kann sich schon fragen, ob es nicht durchaus auch Sinn ergibt, ihr kein besonderes Reifezeugnis zu erteilen.
Bei uns im Bundesland werden regelmäßig online Petitionen gestartet, dass das Matheabitur viel zu schwer gewesen wäre. Zum Teil schon vor dem Prüfungstermin.
Mathe ist ja auch ein Riesenarschloch
Wissen bis auf Mathe-Pauker eigentlich alle.
Wenn niemand das Matheabitur als zu schwer empfindet, ist es viel zu leicht. Es muss nicht jeder ein Abitur bekommen.
Ich bin kein Gymnasiallehrer, aber eigentlich müssten diese Leute bereits vorher aussortiert werden. Zumindest an meiner Schulform ist es tatsächlich z.T. so, dass mittlerweile, je nach Lehrer, die Klassenarbeiten im Vorhinein nicht mehr den Ansprüchen der Abschlussprüfungen genügen und dann diverse Leute hinterher in Abweichungsprüfungen müssen.
Wie gesagt, je nach Lehrer. Das Problematische dabei ist: Vor den Abschlussprüfungen erschwert die Politik mit ihren Regeln jede schlechte Note und forciert damit genau das. Da sind dann halt Leute in den Abschlussprüfungen, die dort so, wie sie vorbereitet sind, weil es immer so klappte, nicht hingehören.
Die Abschlussprüfungen am Ende der 10 in NRW sind darüber hinaus so einfach, dass eine gute Note keine Aussagekraft über die Chancen in der Oberstufe mehr hat. Vielmehr kommt es oft genug vor, dass die Qualifikation nur aufgrund der Note in der Zentralen Prüfung (und den ganzen Rundungen mit der Vornote) zustande kommt.
Das ist bitter zu hören, weil die Abschlussprüfungen am Ende der 10 in NRW, für die meisten Schüler ein absolutes Drama ist. Für die Schüler, die auf diese Schulen gehen (also nicht die ZP10 am Gymnasium), ein echte Herausforderung. Gefühlt wird die Abschlussprüfung jedes Jahr einfacher (bis auf den taschenrechnerfreien Teil), trotzdem sind die Ergebnisse extrem übel jedes Jahr. Zeigt aber im Grunde auch schon die Lernstandserhebung in Klasse 8, die von Schülern und Eltern überhaupt nicht ernst genommen wird.
Deshalb ja auch das „l“ – also Absch“l“uss- und nicht Abschussprüfung a la Hagenow
Das Problem mit den unrealistischen Noten liegt in vielen Bundesländern daran, dass die Kollegen Klausuren zu positiv bewerten, weil sie sonst sämtliche Klausuren wiederholen müssten. Das schafft einfach kein Mensch. Wenn dann die Jahrgangsstufe noch so klein ist, kommt sicher noch hinzu, dass Druck entsteht, möglichst wenig Schüler zu verlieren.
Wieso muss man die wiederholen? Die können doch auch einfach genehmigt werden.
Ganz so einfach ist es nicht. In RLP ist es so, dass bei einem zu schlechten Ergebnis einer Prüfung die Schulleitung sowohl Lehrer als auch ein paar SuS anhören muss, um zu entscheiden, ob die Prüfung wiederholt wird. Wenn alle Lehrer realistische Noten gäben, hätte die SL dadurch dauernd Gespräche. Das schaffen die aber (verständlicherweise) schon rein zeitlich nicht. Deshalb lassen sie durchblicken, dass Prüfungen wiederholt werden müssen, wenn sie zu oft schlecht ausfallen. Also frisieren die Lehrer die Noten, damit das nicht passiert, weil die wiederum das ständige Wiederholen von Prüfungen nicht schaffen.
Bestellte Lieferungen werden ausgeliefert.
Wer die Katze scheut, den schockt die Drone, schockiert ist niemand der es durchblickt.
Jeder Lehrer weiterführender Schulen (ja, auch an den meisten Gyms, bis auf ein paar gallische Dörfer) weiß genau, welche Erwartungshaltung herrscht – frei nach einem sehr unbeliebten Politiker: „Es muss oberstufenmässig aussehen, aber wir müssen alle Abiture verteilen!“ – das ist das Motto, von oben forciert.
Wer sich nicht dran hält wird pikiert, drangsaliert, geschnitten, in Abrede gestellt usw. usf. Das Vokabular dazu kennen wir alle.
Setzt man diesen systemischen indirekten Druck (und auch entsprechende indirekte Belohnungen, nicht zu vergessen!) an, was „man“ durchaus tun kann … bekommt man eben (und zwar nach dem Prinzip „je mehr – desto mehr“) entsprechende Ergebnisse.
Ich war lange genug als Kreuzritt…ähhh, Don Qui-schote im Auftrag des Herren „Bildung“ unterwegs, nun reite ich der Erntephase entgegen, denn keine Herrin ist so edel und gut wie die wunderschönen Drillinge Frieden, Freizeit und Profit.
Da sich die Wirklichkeit aber selbst im Schulsystem nicht komplett unbegrenzt ausblenden lässt, entstehen dadurch im späteren Systemverlauf „Reibungsverluste“, der Druck bahnt sich seinen Weg und irgendwo in der Kausalkette entlädt sich dann die Energie gelegentlich an einer (Soll)Bruchstelle.
Kann und wird übertüncht werden, der Zug rollt weiter Richtung „Bildungsinitiative-Schland-2035“.
Ich sitze im richtigen Abteil. Der Schaffner kann mich gerne wecken, wenn Lernen, echtes Wissen und Bildung wieder gefragt sein sollten.
Bis dahin gilt: „Deus vult“ – es ist so gewollt. Bestellt – geliefert.
Alle 16 Petitionen für 2026 wurden im März 2025 gestartet. Wenn man allen, die da unterschrieben haben, das Abi aberkennen würde, wären wir einen Schritt weiter.
Peinlich ist aber auch, wenn Lehrkräfte reflexhaft alle Schuld von sich weisen.
Lehrkräfte und Schulleitungen sind keine Supermenschen, die nie Fehler machen. Oft liegen die Fehler auch auf höherer Ebene.
Dass eine Durchfallquote von 30 Prozent jetzt untersucht wird, sollte selbstverständlich sein.
Nö, ist nicht peinlich 😉
… weil Steißbeintrommlern nix peinlich ist …
Wenn ein ganzer Kurs oder eine ganze Klasse eine Prüfung so vergeigt, dann hat die Lehrkraft offensichtlich keinen guten Job gemacht.
Als jemand, der Kindern was beibringen soll, sollte man sich bei dem Schnitt durchaus hinterfragen. 🙂
Kommt drauf an.
Ich kann Ihnen genug Kurse nennen, die durch die Bank weg durch JEDE Klassenarbeit in Hauptfächern fliegen müssten.
Genauso gibt es natürlich viele Kurse, wo ihr Diktum zutreffend wäre.
Insofern gebe ich ihr “ 🙂 “ gerne zurück: Läuft.
Bei der Häufung – um nicht zu sagen massiven Häufung – von über 30% dürften die Ursachen für 13 Nichtbesteher mit großer Wahrscheinlichkeit nicht monokausal sein. Da kann es nicht Schaden, dass die Aufsicht die Angelegenheit prüft. Und damit meine ich nicht einzelne Formulierungen der Abirede.
Den 13 Abiturient*innen empfehle ich erst einmal von der Möglichkeit, Einspruch zu erheben, Gebrauch zu machen und sich einen Rechtsbeistand mit Schwerpunkt Schulrecht zu suchen. Dem Rechtsbeistand kann die Schulaufsicht nämlich nicht die Einsicht in alle Akten einschließlich der des Zentralen Abiturausschusses und der Fachprüfungsausschüsse zu nehmen.
Schule ist Teil der Verwaltung und hat Dokumentationspflichten, die Protokolle einschließt. Würde mich nicht wundern, wenn der Verwaltungsakt des Nichtbestehens an formalen Kriterien scheitert. Dafür arbeiten zu viele schulische Gremien nicht ausreichend justiziabel aka schlampig. Und diesem Umstand würde die Aufsicht gerne abhelfen, weshalb der Rechtsbeistand nicht schaden kann.
„Würde mich nicht wundern, wenn der Verwaltungsakt des Nichtbestehens an formalen Kriterien scheitert„
Was wären die Folgen, wenn tatsächlich formale Fehler bei der Durchführung / Bewertung der Abschlussprüfungen nachgewiesen würden?
Wiederholung
Wann?
Fehlerhafter, begünstigender oder fehlerhafter, nicht begünstigender Verwaltungsakt – das sind die zur Verfügung stehenden Alternativen.
Punkt 1:
Es gibt Mängel beim Zustandekommen des Verwaltungsaktes, in letzter Konsequenz haben die aber keine Auswirkung, dem Betroffenen wird trotz des fehlers der Verwaltung ein Vorteil eingeräumt. Die Verwaltung hat in diesem Fall keine Handhabe, den Bescheid zurück zu nehmen oder zu korrigieren.
Kurzum: Der „Status ante quo“ erreicht. Die Prüfung kann neu angesetzt werden und gilt somit als „erster Schuss“. D.h. wiederum auch, dass beim neuerlichen Nichtbestehen die Möglichkeit der Nachprüfung besteht.
Punkt 2:
Die Mängel beim Zustandekommen des Aktes sind weniger gravierend, so dass die Fehlerhaftigkeit keine Auswirkungen auf den Bestand hat.
Kurzum: Durchgefallen, alles beim Alten.
Nützt also den Betroffenen eher wenig, die eh nicht vorhaben zu wiederholen.
Würde dann vermutlich nur den SuS etwas nützen, die davon ausgehen auch beim zweiten Versuch zu scheitern und sich die Chance auf einen dritten Versuch erhalten wollten.
Die sind doch ursprünglich angetreten, um das Abi zu bestehen und die AHR zu erlangen. Warum sollte sich daran etwas geändert haben? Ich verstehe die Aussage, nicht wiederholen zu wollen, als „nicht an der Schule unter den gegebenen Umständen wiederholen zu wollen“. Deshalb habe ich ja angeraten, die Umstände unter Mithilfe eines Rechtsbeistandes untersuchen zu lassen.
„Warum sollte sich daran etwas geändert haben?“
Das müssen Sie wohl besser die Betroffenen fragen, die nicht wiederholen wollen, sondern sich anderweitig orientieren und z.B. eine duale Berufsausbildung beginnen.
Komisch, dass Beamte – genauer verbeamtete Lehrkräfte, die sich regelmäßig auf ihre hoheitlichen Aufgaben berufen – das VerwVerfG. Und die VerwVerfO bezüglich der Gültigkeit von Verwaltungsbescheiden nicht zu kennen scheinen. Warum muss ich als ehemalige, angestellte Lehrkraft über dieses Wissen verfügen. Und das ohne KI und Netzrecherche?
Weil gerade bei Lehrern gezielt eine Arbeitskultur der rechtlichen Unmündigkeit verbreitet wird.
95% der Kollegen agieren aus unreflektierter lokaler Schultradition.
Das ist auch so gewollt (richtige Schulung dazu erst ab Schulleitungsebene).
Man muss sich selbst kundig machen.
Stichwort: Selbstständiges Lernen
Überraschung! 🙁
Nicht für mich.
Beim Selbststudium der rechtlichen Bedingungen könnten viele Kollegen vieles lernen, dass Dezernat & Schulleitungen lieber mal ganz tief verbuddeln wollen…Stichworte: „das ist hier aber so“, „Sie müssen“, „Anspruch drauf“ oder (am besten:) „ist hier so“.
Nachtrag:
Das gehört in Hessen zu den Dienstpflichten: Sich selbst kundig zu machen! Da kann man sich nicht rausreden, von wegen „das hab ich nicht gewusst!“ Da haste die Karte mit dem großen A vorne drauf…
Und ich dachte schon der Grund ist im Vorbereitungsdienst für Lehrkräfte zu verorten, der anders als Vorbereitungsdienste bei anderen Behörden die rechtlichen Thematiken weitestgehend ausklammert. Ich habe vollstes Verständnis für den Vorschlag, Lehrkräfte außer Funktionsstellen nur noch gem. TV-L anzustellen. Das heißt aber auch, Wegfall des 2. StEx für Lehrkräfte. – Außer es wird beabsichtigt Lehrkräften ein öffentliches Amt zu übertragen, so wie Notaren, RA, ÖbVI und dergleichen Berufsgruppen mehr.
Natürlich ist schon der Vorbereitungsdienst so strukturiert, dass alle für die individuelle Lehrkraft wesentlichen Punkte (besonders SchulrechtsPRAXIS) ausgeklammert werden.
Wer über „leuchtende Kinderaugen“ und „ist doch nur mal 5 Minuten“ gesteuert werden soll, dem bringt man doch nicht die WIRKLICHE Mechanik bei…wären die ja schön doof. 😀
Tja, scheint bei mir aber nicht so ganz geklappt zu haben. Immer terz mit Quereinsteigern, so ne Scheixxe auch!
Strom, tote Fische, schwimmen, nur.
Wie, Sie töten die Fische mit Strom? Sind Sie ggf. auch Dynamitfischer?
Wenn der betreffende Spruch stimmen würde, wären katadrome Fischarten längst ausgestorben.
Vom Mittelgebirgsbach zur Saragossasee, das meint doch u.a. Katakomben, oder?
Katadrom- automatische Korrektur, grrrh.
Nein. Katakomben haben eigentlich nichts mit Wanderfischen zu tun.
Weiß ich, nur die Autokorrektur vom Handy nicht.
Richtig, und nicht zu vergessen, dass wertvolle Fortbildungszeit in den meisten Kollegien mit absolut unsinnigen und schlecht gemachten Fortbildungen vergeigt wird, anstatt auch mal die Dinge an solchen Fortbildungen zu machen, die Hand und Fuss haben.
Gefragt ist dann eher die Fortbildung, gehalten von einem ehemaligen Lehrer, der in seinem Job nicht klar kam und sich jetzt berufen fühlt, andere fortzubilden, bei der sich die Kollegen dann in einer Gruppenarbeit zum Heinz machen müssen und ertragen müssen, dass nur sie am Versagen des Bildung schuld sind.
Warum sollten solche Lehrer ihre Leidenschaft aufgeben und nicht mehr unterrichten?
Was sind den formale Fehler bei der Bewertung bei einer Mathmatik AP?
Bei uns gibt es immer einen Zweitkorrektor, der sich das ganze auch nochmal anschaut. Wenn der vernünftig arbeitet, sollte die Bewertung eigentlich kein Thema sein.
Eine Wiederholung des Abi heißt ja nicht, dass die aufgrund von Formfehlern durchgefallenen SuS dann auf einmal den Unterrichtsstoff können.
Wenn „das Können bei Prüfung“ schon nicht da war, sieht es ein paar Monate später zumeist nicht besser aus. Oder glaubt jemand, dass sich die Betroffenen jetzt schon auf eine mögliche Nachprüfung vorbereiten.
Die formalen fehler treten doch nicht bei der schriftlichen Prüfung und deren Korrekturen durch Erst- und Zweitkorrektor auf. Die mündliche Abweichungsprüfung und das dazu gehörige Protokoll sind das Einfallstor für Einsprüche.
Ich stimme Ihnen voll zu. Ich frage mich auch: selbst wenn in diesem Jahrgang wirklich die gesamte Schuld bei unwilligen Schülerinnen und Schülern liegt (und ich bezweifle das) wie schafft es eine Schule, eine so negative Einstellung zu Leistung und Lernen zu kultivieren? Gab es in den vorhergehenden Jahrgängen ähnlich Desaströses? Wie waren die Vornoten? Wie haben es diese Schüler/innen bis hin zur Zulassung zum Abitur geschafft? Haben die vorherigen Leistungsüberprüfungen und die Notengebung den Erfordernissen entsprochen? Fragen über Fragen
Was soll eine Rede bewirken??? Exzellent erreicht!
Besagter Satz: Sprache verändert sich – erinnert an Goethes Götz. Chapeau!
„Und sagt ihro Majestät, sie könne mich im Arsche lecken!“
Wichtig das „i“, wird beim Zitieren fälschlicherweise meist durch ein „a“ ersetzt.
„Im Abiturjahrgang habe es in den Fächern Mathematik, Deutsch und Geschichte keine Lehrkräftewechsel gegeben.“
Es ist natürlich schön zu wissen, dass in diesen drei Fächern keine Lehrerwechsel stattgefunden haben:
Wir sollen das doch jetzt nicht etwa so verstehen, dass in den anderen Fächern – wie vielen eigentlich? – jeweils mindestens ein Lehrerwechsel…? Oder?
Hallo? Hallo, ist dort das Schulamt? Ich hätte da noch eine Frage…
„Die Unterrichtsversorgung sei sichergestellt gewesen.“
Teilweise anscheinend durch die „Digitale Landesschule“ – wenn ich das richtig verstanden habe, ist das eine Art Fernunterricht für mehrere Lerngruppen gleichzeitig, mit Videokonferenzen und Online-Lernmaterialien – so eine Art weiterentwickelter Distanzunterricht auf Basis des in der Corona-Zeit erreichten.
Lässt sich problemlos googeln
Wünschen sich hier ja einige, die gerne 2-3 Homeoffice Tage anstatt Schule hätten.
Peti, Tanya, Realistin, Hasi und Schnucki sind wohl auf der Terrasse versackt…
„Die Schulaufsicht weist allerdings schon den Eindruck zurück, Unterrichtsausfälle oder Lehrkräftemangel hätten die Abiturleistungen beeinträchtigt.“
Schon klar. Bevor die Untersuchung überhaupt angefangen hat, weist die Behörde jede Schuld von sich. Im Umkehrschluss heißt das, dass die Schuldigen schon feststehen. Sündenböcke, wie immer.
Andere Behörden (Polizei, Bundeswehr, …) nehmen ihre Beschäftigten in Schutz, aber so ein Vorgehen kann man von Schulbehörden ja nicht erwarten.
Gen Z: Haltet euch fern!!!
Wie schön, dass die Schulaufsicht prüft, dass das katastrophale Abschneiden mit rechten Dingen geschah und alle Verantwortlichen sich abgesichert haben – wer interessiert sich da überhaupt noch für die Betroffenen?
Prioritäten und so -___-
Genau:
Priorität 1: Die Behörde sichert sich selbst ab.
Ich schrieb ja nicht umsonst, dass die SuS sich am besten der Hilfe eines Rechtsbeistandes versichern sollten. Sie müssen sich ohnehin mit dem Rechtsdezernat der Schulaufsicht auseinandersetzen, das Rückendeckung durch das Ministerium hat..
Dass das Ministerium behauptet, alles sei gut, ist nicht wunderlich. Jeder weiß, dass die Ministerien gerne die Zahlen schönen.
So eine hohe Durchfallquote liegt auf keinen Fall an den Schülerinnen und Schülern.
Aber sein wir mal ehrlich, so wie das Bildungsministerium (auch in MV) die Lehrkräfte behandelt, ist es absolut verständlich, wenn „nur“ das bare Minimum gemacht wird. Sollte dem so sein. Dauerhafte Überlastung des Personals und immer gerne Lehrkräftebashing, da würde ich es nicht verwunderlich finden, wenn die Leistung nachlässt. Ich würde es sogar befürworten. Die Chefetage darf ruhig die Ergebnisse erhalten, die sie selbst hervorbringt.
„Dauerhafte Überlastung des Personals und immer gerne Lehrkräftebashing, da würde ich es nicht verwunderlich finden, wenn die Leistung nachlässt. Ich würde es sogar befürworten. Die Chefetage darf ruhig die Ergebnisse erhalten, die sie selbst hervorbringt.“
Wenn die Lehrkräfte korrekt gearbeitet haben und die Schulleitung ihren Pflichten nachgekommen ist, gibt es nichts zu verbergen oder zu befürchten. Wenn nicht, folgen Konsequenzen, die ohne das Licht der Öffentlichkeit vermutlich nicht folgen würden.
Die Frage ist, was in den Protokollen steht.
Nicht, was wirklich geschah.
Der häufigste Grund für erfolgreiche Widersprüche ist nicht fehlerhaftes Verhalten, sondern irgendein formaler Fehler. Folge: ‚Konsequenzen‘ trotz korrekter Arbeit.
Freut mich für den Jahrgang.
Allerdings wird hier wenig Erkenntnis gewonnen werden. Eine Krähe … usw.
Eher unwahrscheinlich, dass sich die Aufsicht hinter die Lehrkräfte stellt. Scheint in der Form nicht zwingend vorgeschrieben zu sein.
Es gehen zu viele aufs Gymnasium, die dort erst gar nicht zugelassen werden dürften. Es sollte unabhängig von der Empfehlung grundsätzlich eine Aufnahmeprüfung vor Eintritt am Gymnasium stattfinden. Die Folge, die Anforderungen werden von Jahr zu Jahr niedriger. Der Bildungsstand der heutigen Gymnasiasten entspricht Mittelschule 1970.
Nee, nee, nee – die Schüler von 1970 wusste doch nichts von Informatik und Digitalisierung. Da war noch alles analog.
Ähm, Moment mal … Mitte der 70er lernten wir schon binäre Zahlen und im UTP- Unterricht arbeiteten wir mit Lochstreifen, bzw. Lochkarten. Mitschüler studierten Ender derv70er schon EDV….. Da trügt mich sicher meine Erinnerung – Geschichtsverjlärung oder beginnende Altersdemenz?