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Inventar der Odenwaldschule wird versteigert

HEPPENHEIM. Die Befürworter einer neuen Odenwaldschule haben nach der Ablehnung durch die Behörden noch nicht aufgegeben. Doch am alten Standort beginnt mit der Versteigerung von Möbeln und Maschinen die materielle Auflösung der Schule. Auch da Gebäude steht zum Verkauf an.

Das Inventar der nach einem Missbrauchsskandal insolventen Odenwaldschule in Südhessen kommt unter den Hammer. Möbel und Maschinen werden online unter www.industrierat.de zur Versteigerung angeboten, wie die Insolvenzverwalterin am Donnerstag mitteilte. Damit sollen Forderungen von Gläubigern erfüllt werden. Angeboten wird die Ausstattung der Schulräume wie Tische, Stühle und Wandtafeln sowie die Maschinen aus den Holz- und Metall-Werkstätten.

Alles muss raus. Das Inventar soll versteigert werden und auch das denkmalgeschützte Gebäude der Odenwaldschule steht nach Angaben der Insolvenzverwalterin zur Vermarktung an. Foto: Armin Kübelbeck / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Alles muss raus. Das Inventar soll versteigert werden und auch das denkmalgeschützte Gebäude der Odenwaldschule steht nach Angaben der Insolvenzverwalterin zur Vermarktung an. Foto: Armin Kübelbeck / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Die Auktion dauert drei Wochen und startet am Freitag (10. Juni). Vor dem Ende sind am 28. und 29. Juni auf dem Gelände der ehemaligen Schule zwei Besichtigungstermine geplant.

An der Reformschule im Heppenheimer Stadtteil Ober-Hambach waren 2010 lange zurückliegende sexuelle Übergriffe bekannt geworden. Lehrer hatten systematisch Schüler missbraucht. Ein Abschlussbericht nennt mindestens 132 Opfer, ausgegangen wird aber von bis zu 500.

Vor allem die Zahl der zahlenden Internatsschüler ging daraufhin zurück. Es gab finanzielle Probleme. Die Schule meldete schließlich Insolvenz an. Für die Immobilien gibt es nach Angaben der Insolvenzverwalterin Interessenten. (dpa)

zum Bericht: Befürworter einer neuen Odenwaldschule wehren sich gegen das Aus – und warten jetzt auf einen Gerichtstermin

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