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Der Druck wächst: Gewerkschaften kündigen weitere Warnstreiks in Schulen an – in Berlin sogar mehrtägige

BERLIN. Die Aktionen im Januar waren erst der Anfang: Im Tarifkonflikt beim öffentlichen Dienst der Länder haben die Gewerkschaften neue Warnstreiks angekündigt. Arbeitsniederlegungen soll es in den kommenden Tagen unter anderem in Sachsen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein sowie Baden-Württemberg und Bayern geben, wie die Gewerkschaften Verdi und GEW am Dienstag mitteilten. In Berlin sind für kommende Woche teils sogar mehrtägige Warnstreiks angekündigt.

In der vergangenen Woche streikten in Berlin bereits Erzieher und Sozialpädagogen im Rahmen der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder. Foto: GEW Berlin

In der vorvergangenen Woche streikten in Berlin bereits Erzieher und Sozialpädagogen im Rahmen der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder. Foto: GEW Berlin

Seit der vergangenen Woche gibt es in mehreren Ländern Warnstreiks. Die Gewerkschaften fordern für die Landesbeschäftigten insgesamt sechs Prozent mehr Lohn. Die Länder lehnen das als zu hoch ab. Die dritte und vorerst letzte Verhandlungsrunde soll am 16. Februar wieder in Potsdam beginnen.

Tausende Berliner dürften in der kommenden Woche vor geschlossenen Horten, Kitas, Ämtern oder Hochschul-Lehrsälen stehen. Um im laufenden Tarifkonflikt Druck zu machen, kündigten mehrere Gewerkschaften für kommenden Dienstag und Mittwoch massive Warnstreiks im öffentlichen Dienst an. Zu einem zweitägigen Ausstand aufgerufen sind auch Sozialarbeiter und Erzieher, so dass Eltern für die Betreuung ihres Nachwuchses in Kindergärten oder Schulhorten nach alternativen Lösungen suchen müssen. Auch an Schulen kann es zu Einschränkungen kommen, da angestellte Lehrer sich ebenfalls an den Protesten beteiligen sollen.

Tarifstreit: „Auftakt der Warnstreiks gelungen“ – Gewerkschaften kündigen bundesweit weitere Aktionen in der nächsten Woche an

In Niedersachsen kündigte die Lehrergewerkschaft GEW für den kommenden Donnerstag Warnstreiks an. Betroffen sind Schulen unter anderem in Stadt und Region Hannover, Braunschweig, Wolfsburg sowie Göttingen und Peine.

In Schleswig-Holstein und Sachsen riefen die Gewerkschaften für den morgigen Mittwoch zu weiteren Warnstreiks auf. So sollen in Kiel Beschäftigte des Landes, der Hochschulen und des Universitätsklinikums den ganzen Tag die Arbeit niederlegen. In Dresden ist für 12 Uhr eine Kundgebung vor dem Finanzministerium geplant.

In Baden-Württemberg legten am Dienstag mehrere hundert Beschäftigte unter anderem an den Universitäten in Mannheim, Ulm und Heidelberg zeitweise die Arbeit nieder, wie Verdi-Sprecher Andreas Henke sagte. Zugleich kündigte er für Anfang der kommenden Woche eine Ausweitung der Warnstreiks in Baden-Württemberg an. In Bayern soll es größere Warnstreiks erst zum Valentinstag am 14. Februar geben. dpa

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