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Kultusministerium bescheinigt Lehrern hohes Fortbildungsinteresse im Bereich Medienkompetenz

HANNOVER. Den Klischee-Lehrer, der die Nutzung elektronischer Medien grundsätzlich ablehnt und maximal bereit ist, seine Schüler mit kopierten Arbeitsblättern zu beglücken, gibt es schon längst nicht mehr. Fortbildungen im Bereich moderner Medien stoßen unter Kollegen auf bemerkenswert große Resonanz wie jetzt Zahlen des niedersächsischen Kultusministeriums belegen.

Lehrer in Niedersachsen haben großes Interesse an Fortbildungen im Bereich Medienkompetenz. Mehr als 20.400 Lehrer haben nach Angaben des Kultusministeriums im vergangenen Jahr entsprechende Angebote wahrgenommen. Dazu gehörten Themen wie das Arbeiten mit Tablets und Smartphones, der Einsatz von sozialen Medien und interaktiven Tafeln oder auch Datenschutz und Persönlichkeitsrechte. Ein eigenes Schulfach Medienkompetenz lehnt das Kultusministerium aber ab. Ein neues Fach würde zu Lasten anderer Fächer gehen, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Von der Fortbildungsbereitschaft der Lehrer in Sachen moderne Medien könnten sich manche Unternehmen eine Scheibe abschneiden. Foto: Universität Salzburg (PR) / flickr (CC BY 2.0)

Von der Fortbildungsbereitschaft der Lehrer in Sachen moderne Medien könnten sich manche Unternehmen eine Scheibe abschneiden. Foto: Universität Salzburg (PR) / flickr (CC BY 2.0)

Medienkompetenz solle stattdessen in allen Fächern eine Rolle spielen. Ähnlich sieht das die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW). «Wenn man es ernst nimmt, muss es wirklich integriert sein», sagte Eberhard Brandt, GEW-Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen. Medienkunde müsse ein verbindlicher Bestandteil des Lehrplans der einzelnen Fächer sein. Schüler müssten lernen, wie soziale Medien funktionieren, wie man Quellen richtig einschätzt und falsche Nachrichten erkennt. (dpa)

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