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Kretschmann und Eisenmann präsentieren eine neue Oberstufe, die besser aufs Studium vorbereiten soll – und bekommen (wow!) Beifall von allen Seiten

STUTTGART. Die Balance ist schwierig: tiefes Wissen vermitteln und gleichzeitig die Allgemeinbildung stärken. Dieser Anforderung meint Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann mit dem neuen Oberstufenkonzept gerecht worden zu sein. Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) findet das auch. Tatsächlich kommt Beifall von allen Seiten.

Beerdigen offenbar die Abbaupläne bei den Lehrerstellen: Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Stellten die Oberstufenreform vor: Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

Die geplante Reform der Oberstufe soll Gymnasiasten in Baden-Württemberg vertieftes Lernen ermöglichen – und sie damit besser auf ein Studium oder eine berufliche Ausbildung vorbereiten. Die Neuerung werde zur Sicherung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg beitragen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in Stuttgart.

Das vom Ministerrat am Dienstag gebilligte Konzept unterscheidet zwischen Leistungs- und Basisfächern: Statt wie bislang fünf vierstündige Kurse belegen die Schüler künftig drei fünfstündige Kurse. In diesen drei Leistungsfächern werden sie im Abitur schriftlich geprüft. Hinzu kommen zwei mündliche Prüfungen statt wie bislang eine. Vorwiegend Lob kam von der GEW, den Arbeitgebern und der oppsitionellen Landtags-FDP. Auch der Philologenverband hat Zustimmung erkennen lassen.

Philologen begrüßen geplante Oberstufenreform – guter Kompromiss zwischen vertiefter und breiter Bildung

Die geplanten Neuregelungen gelten erstmals für Schüler, die im Jahr 2019 in die Kursstufe eintreten. Diese umfasst im achtjährigen Gymnasium die Klasse 11 und 12 und im neunjährigen Gymnasium die Klassen 12 bis 13. Im Land gibt es 378 öffentliche allgemein bildende Gymnasien mit knapp 270 000 Schülern. Deren wöchentliches Unterrichtspensum in der Kursstufe wird sich nicht ändern.

Anlass für die Neuerung ist ein Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK), ab 2019 nur noch maximal vier Fächer mit erhöhtem Anforderungsniveau zu erlauben. Ziel war, die Anforderungen in den Bundesländern anzugleichen und den Schülern mehr individuelle Schwerpunkte zu ermöglichen – bei gleichzeitigem Erhalt breiter Allgemeinbildung. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) leitet derzeit die KMK. Sie sprach sich gegen ein Zentralabitur aus.

Im Detail sieht die Reform vor, dass zwei Leistungsfächer aus Deutsch, Mathematik, Fremdsprache oder Naturwissenschaft gewählt werden; das dritte Leistungsfach können die Schüler sich frei aussuchen. Zu den neuen dreistündigen Basisfächern gehören Deutsch, Mathe, Fremdsprache und eine Naturwissenschaft. Unabhängig vom Anforderungsniveau müssen die Oberstufenschüler entweder zwei Fremdsprachen und eine Naturwissenschaft oder zwei Naturwissenschaften und eine Fremdsprache belegen. dpa

5 Kommentare

  1. Nach dem Beitrag hier sieht das neue baden-w. Konzept ziemlich genau wie die rheinland-pfälzische MSS aus. Die Schwaben lernen von den Pfälzern – gab’s das schon mal??

  2. 3 fünfstündige Kurse und darin 3 schriftliche Abiprüfungen hatte ich auch und ich habe 1983 im Saarland Abitur gemacht…. Tss….?

  3. Klingt plausibel, so lange die Lehrpläne der Leistungsfächer auch um mindestens 25% Inhalt aufgestockt werden (eher mehr, weil es ja Wahlkurse sind), und im Basisfach höchstens 25% gekürzt wird.

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