Thüringen: Religionsunterricht nicht mehr flächendeckend möglich

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ERFURT. Den christlichen Kirchen fällt es wegen der sinkenden Schülerzahlen schwerer, thüringenweit Religionsunterricht anzubieten. Besonders problematisch sei die Situation an Berufsschulen, berichtete „MDR Thüringen“. Zahlen des Bildungsministeriums zufolge besuchten nur noch vier Prozent der Berufsschüler den Religionsunterricht. An den Thüringer Grundschulen seien es noch rund 35 Prozent.

Der Leiter der Schulabteilung im Bistum Erfurt, Martin Fahnroth, sagte dem Sender, besonders in Regelschulen in Ost- und Südthüringen sei es schwierig, den katholischen Religionsunterricht anzubieten. Die Stunden seien vielerorts auf den Nachmittag oder gar den Samstag gelegt worden, um Schüler aus mehreren Schulen gemeinsam unterrichten zu können.

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Das Problemgebiet der evangelischen Kirche ist Nordthüringen. Es gebe rechnerisch genügend Lehrer, ein Lehrer könne jedoch nicht an beliebig vielen Schulen eingesetzt werden, sagte der zuständige Referatsleiter im Landeskirchenamt, Klaus Ziller. dpa

(26.5.2012)

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1 KOMMENTAR

  1. Warum wird der wahre Grund verschwiegen: Das TMBWK verhindert in zunehmendem Maße, dass kirchliche Lehrkräfte im RU eingesetzt werden. Da reicht es natürlich vorn und hinten nicht. Nicht die Kirchen sind hier in der Pflicht, sondern der Freistaat.

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