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Schule der Zukunft: „Unterricht ist anspruchsvoll, daher braucht man ein Team, um ihn richtig gut zu machen“

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HEIDELBERG. Die Konzepte für bessere Schulen sind ausgearbeitet, viele Elemente werden seit Jahren erprobt, einzelne Schulen zeigen, dass sie funktionieren können. Dennoch bleibt der Wandel im System langsam und punktuell. Ein aktuelles Doppelinterview mit der Bildungsforscherin Prof. Miriam Vock und dem Schulleiter Volker Franken in Spektrum der Wissenschaft richtet den Blick auf genau diese Umsetzungslücke. Beide beschreiben aus unterschiedlichen Perspektiven, unter welchen Bedingungen Schulentwicklung gelingt – und wo sie im Alltag an Grenzen stößt. Im Zentrum steht dabei eine Frage, die über einzelne Projekte hinausweist: „Wie bringen wir solche Ansätze in die Fläche?“

Gemeinsamkeit macht stark (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Miriam Vock ist Professorin für Empirische Unterrichts- und Interventionsforschung an der Universität Potsdam und seit Jahren in großen Forschungsverbünden zur Schulentwicklung tätig. Volker Franken leitet die Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck, die 2025 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde.

Beide äußern sich ausführlich vor dem Hintergrund des Projekts „Schule neu denken“, in dem 17 Bildungsforscherinnen und -forscher auf die Bitte von Spektrum der Wissenschaft hin ein umfassendes Zukunftsbild von Schule entworfen haben (News4teachers berichtete). Beschrieben wird darin eine Schule, die als „lernende Organisation“ arbeitet, Kooperation stärkt, Daten systematisch nutzt und individuelle Förderung ausbaut. Auch neue Formen der Lehrkräftebildung, multiprofessionelle Teams und veränderte Arbeitszeitmodelle gehören zu den zentralen Elementen.

Vock bewertet dieses Bild grundsätzlich positiv. „Das ist ein sehr gelungener, umfassender Blick auf gute Schule. Alle wichtigen Punkte werden behandelt“, sagt sie. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass vieles davon bereits existiert: „Die Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises verkörpern bereits vieles davon, zumindest in ihrer Gesamtheit. Man kann sich die Schule der Zukunft in verschiedenen Ausschnitten also bereits heute anschauen.“

„Wir arbeiten an unserer Schule noch mit iPads, die wir vor sieben, acht Jahren angeschafft haben und sich zum Teil nicht mehr updaten lassen“

Franken erkennt ebenfalls zentrale Elemente wieder, setzt aber einen anderen Akzent. „Was mir fehlt, ist der Gedanke, Ungleiches ungleich zu behandeln, nämlich Schulen in herausfordernden Lagen auch mit mehr Mitteln auszustatten – ein zentraler Hebel für mehr Bildungsgerechtigkeit.“ Er beschreibt die Situation aus dem Schulalltag heraus: „Wir arbeiten an unserer Schule noch mit iPads, die wir vor sieben, acht Jahren angeschafft haben und sich zum Teil nicht mehr updaten lassen. Auch gibt es keine Mittel für Verwaltung und Support. Das müssen unsere Lehrerinnen und Lehrer alles nebenbei stemmen.“

Dass sich Schule dennoch verändern lässt, zeigt er am eigenen Beispiel. „Nein, einige Dinge sind sehr gut umsetzbar“, sagt Franken. Er verweist auf Spielräume im Ganztag, etwa wenn Lehrkräfte gemeinsam unterrichten oder zusätzliche Angebote entwickeln, die auf das Deputat angerechnet werden. Gleichzeitig schildert er enge Vorgaben: „Die Ministerialbürokratie will, dass bestimmte Dinge an jeder Schule identisch laufen.“ Und weiter: „Es wird viel zu viel geregelt, reguliert und kontrolliert.“

Vock beschreibt ähnliche Erfahrungen aus der Forschungsperspektive. „Ressourcen sind wichtig – und sie sind teils echt zu knapp. Wenn in Turnhallen die Matten schimmeln oder kein Geld für Schulpsychologen und Sozialarbeiterinnen da ist, dann ist das ein Problem.“ Zugleich verweist sie auf Handlungsspielräume: „Die vielen Bewerbungen für den Deutschen Schulpreis zeigen, dass an ganz unterschiedlichen Schulen in ganz unterschiedlichen Umgebungen ganz viel möglich ist.“

Eine zentrale Rolle spielt für sie die Schulleitung: „Oft ist es die Schulleitung mit einem schlagkräftigen Team, das mutig, kreativ und gut organisiert Dinge voranbringt, das weitere Kollegium überzeugt und es irgendwie auch schafft, Mittel zu organisieren.“ Dabei geraten Schulleitungen allerdings immer wieder in Konflikt mit bestehenden Vorgaben. „Manches ist so stark reguliert, dass Schulleitungen Regeln und Gesetze bewusst ignorieren müssen, um innovativ sein zu können.“ Vock formuliert eine Erwartung an die Schulaufsicht: Sie müsse Schulleitungen stärker darin unterstützen, „Schule weiterzuentwickeln und kreativ zu sein“.

Wie sich Schulentwicklung konkret gestaltet, beschreibt Franken anhand seiner Schule. Ein zentrales Element ist dort das Fach „Freies Lernen“. „In unsere 5. Klasse kommen Kinder aus 37 verschiedenen Grundschulen, und zwar mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen“, sagt er. Ziel sei es, zunächst Grundlagen zu schaffen: „Sie müssen erstmal lernen, wie man selbstständig und selbstreguliert lernt.“ Das Konzept ist langfristig angelegt. „Das Konzept ist über Jahre gewachsen. Der Weg war verschlungen, anstrengend und führte auch in Sackgassen.“

Im Unterricht selbst arbeiten die Schülerinnen und Schüler dann projektorientiert. „Zu Beginn jeder Stunde setzt sich jeder Schüler ein persönliches Ziel, das er am Ende reflektiert: Habe ich es erreicht, was hat mich abgelenkt, wo hatte ich Probleme?“  Die Themen entwickeln sich mit dem Alter: „Die Themen wachsen mit – von Kleidung in Klassenstufe 6 über Nahrungsmittel in Klasse 7 bis hin zu frei gewählten eigenen Vorhaben in Klasse 8.“

„„Im Kleinen funktioniert es – an anderen Schulen hospitieren, gute Beispiele sehen, sich inspirieren lassen“

Für Vock entspricht dieser Ansatz veränderten Anforderungen an Lernen. „Wissen bleibt wichtig, aber es verschiebt sich aktuell viel, auch durch die rasante Entwicklung von KI.“ Lehrkräfte seien weiterhin auch Wissensvermittler, „aber ihre Rolle wandelt sich“. Wichtig sei, „Freiräume zu schaffen, in denen Schüler selbst lernen, Informationen zu beschaffen, ihren Lernprozess zu strukturieren und zu reflektieren“. Dabei betont sie, dass Selbstständigkeit nicht vorausgesetzt werden kann: „Wichtig ist aber, die Schüler nicht mit Freiheit zu überfordern, sondern sie Schritt für Schritt an diese Selbstständigkeit heranzuführen.“

Ein weiterer Schwerpunkt des Interviews liegt auf der Zusammenarbeit im Kollegium. Vock beschreibt die Methode der „Lesson Study“: „Die Grundidee lautet: Unterricht ist anspruchsvoll, daher braucht man ein Team, um ihn richtig gut zu machen.“ Lehrkräfte planen gemeinsam Unterricht, beobachten gezielt einzelne Schülerinnen und Schüler und werten anschließend aus. „Es geht nicht um die perfekte Stunde, sondern darum, Unterricht gemeinsam zu gestalten.“ Solche Formen der Kooperation seien bislang nicht selbstverständlich: „Das ist in der Tat für viele Lehrkräfte ungewöhnlich, insbesondere an weiterführenden Schulen.“

Zeitfragen spielen dabei eine zentrale Rolle. „Alles Neue kostet Zeit“, sagt Vock. Im Deputatsmodell werde zusätzliche Arbeit oft als Belastung erlebt. Sie verweist auf internationale Beispiele: „Dort gibt es zwei feste Nachmittage Präsenzzeit für sämtliche Lehrkräfte. Ohne Unterricht, aber alle sind vor Ort, bereiten vor, korrigieren, sprechen miteinander, entwickeln etwas gemeinsam.“

Franken beschreibt, wie sich Arbeitsstrukturen auch innerhalb einer Schule verändern können. „Bei uns hat inzwischen jede Lehrkraft eine zusätzliche Aufgabe übernommen“, sagt er. „Das war am Anfang ein harter Kampf, heute gehört es einfach dazu.“ Diese zusätzlichen Aufgaben reichten von internationalen Projekten bis zu Förderangeboten. „Menschen tun sich zusammen, weil sie ähnliche Interessen haben – ob Auslandsprojekte in Sambia, Argentinien oder Spanien, ob Sprachförderung, bewegte Pause oder Fußball-AG.“

Auch die politische Ebene wird konkret angesprochen. Franken verweist auf aktuelle Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen: „Alle Schulen müssen ab Schuljahr 2026/27 datenbasiert arbeiten: Der einzelnen Schule werden landesweit erhobene Daten zur Verfügung gestellt, damit diese konkret damit weiterarbeiten kann.“ Hinzu kämen Schülerfeedback und neue Lernstandserhebungen. Vock bewertet diesen Ansatz positiv: „Das ist ein großer Hebel. Ich finde es auch sehr sinnvoll, dass die Länder Datenbasierung jetzt auf mehreren Ebenen stärker in den Blick nehmen.“ Entscheidend sei, dass Schulen lernen, mit diesen Daten zu arbeiten.

Die Frage, wie erfolgreiche Ansätze verbreitet werden können, bleibt für beide zentral. „Im Kleinen funktioniert es – an anderen Schulen hospitieren, gute Beispiele sehen, sich inspirieren lassen“, sagt Vock. „Aber über den Tellerrand schauen dann eben doch nur wenige, und eigentlich wollen wir ja alle Schulen in Deutschland erreichen.“ Das sei allerdings ein langwieriger Prozess. News4teachers

Hier geht es zum vollständigen Doppelinterview in Spektrum der Wissenschaft

Im März hat News4teachers der “Schule der Zukunft” einen ganzen Themenmonat gewidmet – hier geht es hin

Deeper Learning: Warum es in der Schule der Zukunft auf ein solides Fundament aus fachlichen Grundlagen ankommt

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Tanya
1 Monat zuvor

Schule der Zukunft muss erstmal das seit Jahren stagnierende Konzept aufbrechen. Jeden Tag 7-8 Stunden, alle in einem Raum und eine Person vorne ist nicht mehr zeitgemäß.
Wir sehen das auch in der Firma meiner Frau, dort wird nur noch 3 Tage vor Ort gearbeitet und kommuniziert, der Rest findet im Homeoffice oder Eigenverantwortlich oder woanders statt. Also kommen wir eher in die Richtung 2/4 Im Raum, 1/4 Homeoffice / Digitaluntericht und 1/4 EVL. Grundsätzlich müssen wir die Arbeitsbedingungen der Kollegen verbessern: 4 Tage Woche anbieten, Gleitzeit, mehr Urlaubstage, 35 Std. Woche, Bildungsurlaub und Prämiendirektzahlungen. 🙂 🙂

Fischi
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Endlich mal einer, der den Mund aufmacht. Wenn sich da in Schule nicht was verbessert, finden wir kein Personal mehr. Ganz einfach, Leute. Die Jugend liebt Homeffice und flexible Arbeitsweisen. Im Kollegium machen wir sehr gute Erfahrung mit dem Angebot einer 4 Tage Woche! Das ist definitiv verständlich

Annu S
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

spart dann die Pendelkosten 🙂
Wir haben bei DB alle online, schon mal große Erleichterung und auch so Elternabende.
Mit der Oberstufe haben wir auch schon oft Videounterricht erprobt und zuletzt mit Sek 1 Distanzunterricht durchgeübt.

Götz
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Ich würde/werde (?) die Prämie auch indirekt nehmen!

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

Glückwunsch, da ist der lästige Schülerkontakt schon bei 50%, aber da geht noch was! Wie wäre es mit mehr außerschulischen Lernorten, betreut von externen Experten (man könnte es auch einfach Lernwoche Bauernhof nennen)? Vielleicht noch ein Projekt Pädagogik, der Oberstufenkurs unterrichtet zwei Wochen die Kleinen? Soziales Lernen à la Lord of the flies?

Küstenfuchs
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Es sind hier immer die gleichen faulen Säcke, die sich über Schülerkontakte beschweren und absurderweise Homeoffice für Lehrer fordern. Eine Bäckereifachverkäuferin kann auch kein Homeoffice machen, wer das will, muss in einem anderen Beruf arbeiten. So einfach ist das!

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

„Schule der Zukunft muss erstmal das seit Jahren stagnierende Konzept aufbrechen.“
Da bin ich ganz Ihrer Meinung – nur liegt die Stagnation, die ich täglich sehe, nicht im Konzept, sondern in der schwindenden Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit, die uns im nicht nur im Unterricht von Schülerseite aus entgegenschwappt.
Ihre Forderungen in Endlosschleife symbolisieren das ziemlich gut: weniger Präsenz, weniger Anspruch, mehr Komfort. Ist das auch die Vision bestimmter Exemplare der neuen Lehrergeneration, die schon beim Gedanken an Präsenz und Verbindlichkeit Schnappatmung bekommen???? Ich hoffe nicht!

„Vier‑Tage‑Woche, Digitalunterricht, Homeoffice für Schüler, Bildungsurlaub für alle…
Sie beschreiben exakt das Gegenteil von dem, was Schule braucht — aber immerhin konsequent im Trend der allgemeinen Verflachung.
Schüler haben jetzt schon mehr Bildschirmzeit als Schlaf, und Bildungsurlaub klingt in unserem zunehmend unterbelichteten System eher nach Satire als nach Reform.

Wenn Ihnen Schule wie die Firma Ihrer Frau vorschwebt — drei Tage irgendwo rumhocken, ein bisschen Eigenverantwortung murmeln und ansonsten remote verschwinden — dann wäre der logischste Schritt:
Steigen Sie doch endlich dort ein – vielleicht empfängt man Sie als Einsteiger sogar mit einer Prämiendirektsonderzahlung.
Berichten Sie uns gern davon!

Bienchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

aber wir müssen doch alle digitaler werden und ich habe neulich gelesen, Gen Z will lieber Homeoffice statt Geld. Also müssen wir schon irgendwas anbieten.
1 Homeofficetag und 4 Tage Woche ist eine gute Idee.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  Bienchen

Wer ist denn Ihrer Ansicht nach “Wir”?

Bienchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Tanja, ihre Ehefrau scheint es gut getroffen zu haben. da werde ich glatt neidisch!!!

La Ciffe
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Na, mit mehr Homeoffice spielt man den Ball zurück an die SuS und Erziehungsberechtigten. Damit gewinnen sie, die Lehrkräfte, die Souveränität zurück, die ihnen zusteht. Die Verpflichtung sich vor einer nicht lernbereiten Schülerschaft abzuzappeln würde ein Stück weit wegfallen. Das ist gut.

Der Artikel bringt doch beispielhaft die Orientierungslosigkeit in Sachen Bildungsziele zum Ausdruck. Ich sag mal, wer ernsthaft lernen will nutzt natürlich die technischen Möglichkeiten, statt sich Tag für Tag den Wahnsinn einer lernfeindlichen Umgebung auszusetzen. Die Lautstärke allein.
So und nun ? Wird das Geschrei wieder groß, weil angeblich dadurch irgendwer benachteiligt wäre.

Alese20
1 Monat zuvor
Antwortet  La Ciffe

“wer ernsthaft lernen will nutzt natürlich die technischen Möglichkeiten, statt sich Tag für Tag den Wahnsinn einer lernfeindlichen Umgebung auszusetzen. Die Lautstärke allein.” – nur Schade, dass SuS gar keine Wahl haben…

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  La Ciffe

Die Mehrheit der Schüler*innenschaft ist lernbereit! Das mal vorweg.
Ziel sollte nicht sein, die Lehrkräfte zu schonen, sondern die Ursachen für die miesen Bedingungen an Schulen zu beheben. Davon hätten nämlich alle etwas.
Auch Ihnen scheinen die S*S irgendwie eher egal zu sein.

La Ciffe
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Gut, jüngere SuS fehlt noch die Erfahrung, da ist Homeoffice keine Option.

Aber von den Älteren, wer ist denn schon lernbereit 6 Stunden am Tag, für alle dargebotenen Inhalte? Das ist mindestens ineffizient und geht an die Nerven. Nichts ist schlecht daran effizient zu lernen, Nervenschäden können sich die Kids später noch genug im Berufsleben abholen. Wenn Ressourcen schonen doch so wichtig ist, dann doch mal bei den eigenen anfangen.

„Es wird viel zu viel geregelt, reguliert und kontrolliert.“ steht im Artikel. Das ist eine wesentliche Ursache der miesen Bedingungen.

“Auch Ihnen scheinen die S*S irgendwie eher egal zu sein.”
Gesunde Beziehungen beruhen auf Gegenseitigkeit.

Ich sehe auch das verhaltensauffällige Kinder oft überhaupt nicht verstehen können, warum sie sich so auffällig verhalten. Denn da fehlt es eben an der Lernbereitschaft, und wenn das festgestellt wird, müsste delegiert werden. Erst die psychosozialen Themen behandeln und wenn das Kind dann wieder in der Lage ist, kann es auch lernen.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  La Ciffe

“„Es wird viel zu viel geregelt, reguliert und kontrolliert.“ steht im Artikel. Das ist eine wesentliche Ursache der miesen Bedingungen.”
Das sehe ich etwas anders. In SH haben wir recht viel Spielraum. Und in einigen Bereichen wünschen wir uns mehr Regulierung von oben, z.B. was den Umgang mit digitalen Endgeräten und KI angeht (da herrscht gerade so etwas wie Wilder Westen) oder die Tatsache, dass jede Schule ihr eigenes Prävention-Konzept erstellen muss (Als hätten die Schule alle total unterschiedlich Probleme!).

Was Ihre Ausführungen zum Lernen an einem Schultag angeht, möchte ich darauf hinweisen, dass Schule auch aufs Berufsleben vorbereiten soll. Und wenn schon während der Schulzeit alle immer nur lernen, wann sie Lust haben, weil das ja nicht so nervig ist, dann geht es mit uns noch schneller bergab, als es das gerade sowieso schon tut.
Kinder und Heranwachsende wie Schneeflöckchen zu behandeln, ist Teil des Problems, nicht die Lösung der derzeitigen Probleme in Schulen.

La Ciffe
1 Monat zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Gerade die Vorbereitung aufs Berufsleben ist doch ein Argument fürs Homeoffice, um den Kindern die Möglichkeit zu geben ihren eigenen Intressen nachzugehen.
Digitale Endgeräte und KI werden Wilder Westen bleiben. Bis der Gesetzgeber und die Behörden da was geregelt haben ist viel Zeit ins Land gegangen und die Regulierung taugt nichts mehr. Auch das ein Argument fürs Homeoffice. Dort können die Kinder bzw. deren Eltern sich selbst um ihre Geräte und Software kümmern.

Ich arbeite im sozialen Bereich (privater Träger), weil ich Freude an meiner Arbeit habe. Das Problem mit den Schneeflöckchen-Behandlung sehe ich auch, vielleicht auch Ausdruck eines genormten und ineffizienten Ablaufs, gleich einem Naturgesetz an dem sich nichts ändern lässt.

Bienchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Tanya

ok, find ich gut. Konkret, wann kommt der Tankrabatt und die 1000 Euro Prämie für Lehrer?
Ja, 4 Tage Woche ist auch gut. Digitalunterricht ist auch gut und wichtig.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Bienchen

Der Tankrabatt wandert zu einem guten Teil in den Gewinnen der Benzinfirmen, die 1000€ Prämie wird es nicht geben — alles andere würde mich überraschen.

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Zumindest für den Bund hat Herr Spahn schon verkündet, dass es die 1000 € nicht geben wird. Wird in den Ländern nicht anders sein.

Illuminator
1 Monat zuvor
Antwortet  Bienchen

Gut und wichtig für wen? Der Studienage nach aber nicht für die meisten Schüler.
Also scheint es hier um Selbstoptimierung zu Lasten der Schüler zu gehen. Wer den Kontakt mit Schülern so minimieren will, dürfte sich gut durch eine KI ersetzen lassen – und hätte dann sogar dauerhaftes Homeoffice.

Katze
1 Monat zuvor

„Unterricht ist anspruchsvoll, daher braucht man ein Team, um ihn richtig gut zu machen.“
Natürlich. Unterricht war tatsächlich mal anspruchsvoll — damals, als inhaltliche Tiefe wichtiger war als pädagogische Selbstbespiegelung. Und unser Physik‑, Mathe‑ und Chemieunterricht funktionierte mit genau einer fachlich ausgebildeten Lehrkraft, die sich mit den fachlichen Ansprüchen identifizierte und an ihren Lehrauftrag glaubte.
Heute: „Team‑Lernbegleitung“. Fachlichkeit? Ein Team macht’s schon. Irgendwie.
„Wir arbeiten an unserer Schule noch mit iPads, die wir vor sieben, acht Jahren angeschafft haben und sich zum Teil nicht mehr updaten lassen.“
Ja. Tragisch. Wirklich.
Viele meiner angestaubten Oldschool‑KuK arbeiten derweil wieder mit MINT‑Fachbüchern, Wissensspeichern und Schüler‑Duden aus den späten 90ern und frühen 2000ern, die wir uns damals als komplette Klassensätze gesichert haben — und die funktionieren bis heute.
Ohne Akku. Ohne Update. Ohne pädagogisches Lamento. Nur Wissen.
Dann wieder der didaktische Zukunftsballon:
Projektorientierter Unterricht, persönliche Ziele pro Stunde, am Ende reflektieren. Supi!
Das würde aber eine intrinsisch motivierte Schülerschaft voraussetzen.
Die ist nicht vorhanden.
Also reflektieren sie zuverlässig:
„Ich war abgelenkt.“
„Ich hatte Kopfschmerzen.“
„Mein iPad ging nicht.“
Ein pädagogisches Ritual mit der Spannung eines Wetterberichts.
Und die Themen „wachsen mit“:
“Kleidung in Klasse 6, Nahrungsmittel in Klasse 7, frei gewählte Vorhaben in Klasse 8.”
Ja, dieses „Wachstum“ spüren wir.
Vor allem, wenn das frei gewählte Vorhaben lautet:
„Ich mache heute mal gar nichts.“
Oder: „Ich recherchiere was, aber ich sag nicht was.“
Oder: „Mein Projekt ist Gaming.“
Die Zukunft ist eben flexibel — besonders nach unten.

Mein erneutes Fazit zur Schule des neuen Normal und zur Schule der Zukunft:
Die Vision ist groß, die Realität sitzt hinten links, kaut am Hoodie‑Ärmel und möchte wissen, ob das Projekt auch ohne Arbeit eine Eins gibt.

Bienchen
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

mehr mit smartpads arbeiten und üben. Z.B. an einem Tag pro Woche so a la Homeoffice.

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Alle haben ipads, sie funktionieren sogar, Smartboard gibt es auch, großartig. Reagenzgläser, das ist etwas eng, Verbrauchsbudget gerade um 50% gekürzt, danke Gemeinde, wer braucht schon irgendwelche Säuren im Unterricht. Neue Bücher, differenziert und mit vielen bunten Bildern und QR-Codes, gerne doch.
Aber: was war noch einmal die Kompetenz, die durch Suche in bunten Bildchen oder vorlesen von KI-Antworten vermittelt wird? Richtig, wir haben gelernt, dass man alles nachsehen lassen kann, sehr kompetent, wozu Chemieunterricht? Tja, auf dem Niveau eine berechtigte Frage.
Unser beliebtestes Chemiebuch ist 30 Jahre alt: zusammenhängende Texte, wenig Fotos, dafür Skizzen und Schemata. Chemie ist abstrakt, ist es so ein Wunder, dass Verzicht auf jede Abstraktion und viele Bilder und Filmchen nur die Showerwartung füttern? Dass vielleicht 5% das Ziel Verallgemeinerung und Abstraktion verstehen, kein Problem haben bis auf völlige Unterforderung? Die anderen 95%, nun ja, ohne dieses Uraltmaterial können sie ihr ‘Wissen’ auf genau einen Fall anwenden, nämlich das gerade besprochene Experiment. Sie haben keine Chance, das Fach wirklich kennenzulernen.

Illuminator
1 Monat zuvor
Antwortet  Katze

Es würde schon reichen, wenn einige Lehrkräfte, die hier gerne und viele Ansprüche an andere stellen, ihre Energie in einen motivierenden Unterricht stecken würden. Qualität basiert nämlich nicht auf Qual.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Illuminator

Ach, schon wieder beehrt mich der Illuminator, der offenbar immer noch mit seiner 15‑Watt‑Funzel durchs pädagogische Dunkel tapst.
Sie scheinen ja erstaunlich präzise beurteilen zu können, wie viel Energie Lehrkräfte angeblich in ihren Unterricht stecken und vor allem, wie wenig sie Ihrer Meinung nach motivieren. Eine beeindruckende Leistung, wenn man bedenkt, dass Hellseherei bislang weder im Referendariat noch in der Erwachsenenbildung gelehrt wird.
Vielleicht stammen diese außergewöhnlichen Fähigkeiten ja aus jenen tiefen MINT‑Traumata, die Sie offenbar in Ihrer Schulzeit gesammelt haben müssen. Wer hat Sie denn so nachhaltig gequält, dass Sie heute aus Forenbeiträgen ganze Unterrichtsbiografien und Motivationsprofile rekonstruieren können?
Also bitte, erleuchten Sie mich:
Wie genau gelangt man zu dieser bemerkenswerten Fähigkeit, die Unterrichtsqualität und Motivationskraft wildfremder Menschen aus ein paar Zeilen Text herauszulesen?
Ist das eine besondere Form der Erleuchtung – oder basiert sie, wie so vieles im Esoterikbereich, am Ende doch auf einer gewissen… Qual?

447
1 Monat zuvor

Das ist ein sehr kluger Satz.

Ich fange dann an,mit meiner Doppelbesetzung zusammen Teamarbeit zu machen, wenn diese sich regelmässig in mehr als 51% meiner Stunden real manifestiert hat.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Also Doppelbesetzung in 65er Klassen? Am besten noch in zwei nicht zwingend nebeneinander liegenden Räumen, weil 65 Kinder in einen Raum nicht passen?

dickebank
1 Monat zuvor

Ihr sollt nicht zu zweit im team arbeiten sondern die arbeit für zwei machen! – Seid ihr denn alle bekloppt, dass ihr die hübschen Formulierungen eurer Vorgesetzten immer noch nicht decodieren könnt:)

447
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Kein Problem, diese Drohne steht bereit – mit jeder Verdoppelung halbiert sich halt die Qualität.

‘Schland 2035 löst das!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  447

Sag ich doch, die Verdoppelung des Arbeitpensums bringt eine Steigerung der Unterrichtsqualität um 100% bei gleichzeitiger Halbierung der Vergütung. Letzteres ist dann logischerweise eben keine Verbesserung.
Aber das Gute ist doch, dass weniger Freizeit die Möglichkeit Geld auszugeben beschränkt.

447
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Hier bietet sich das Zusatzmodul “Pseudo-BWL für Privatamateure” an, sofern man es rechtzeitig installiert hat und nicht zu viel Tagesschau geguckt hat und/oder den bezahlten Astrolo…äh, Faktencheckerstatistiken glaubt, die uns zeigen wie brilliant alles läuft:

Stunden- und Gehaltsreduktion mit nicht abweisbarer Begründung bis zum untersten Limit, Hauptsache PKV und Minimalpension.

Sprich:
Bei “race to the bottom” optimiert man halt nach unten und geht …”Hobbies”… nach.

Wichtig: Niemals Rechnungen für Bestellungen zahlen, die man nicht aufgegeben hat.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor

“Was mir fehlt, ist der Gedanke, Ungleiches ungleich zu behandeln, nämlich Schulen in herausfordernden Lagen auch mit mehr Mitteln auszustatten – ein zentraler Hebel für mehr Bildungsgerechtigkeit.”
Zustimmung, aber da kommen jedes Mal jahrzehntealten “Missveratändnissen”, es solle nicht ermächtigt werden, sondern umverdiente Abschlüsse geschenkt -__-

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Oder eben, weil man versteht, dass das oft abhängig von der Kommune ist?

Ihre Kommune/Stadt hat bspw. viel Geld und gilt als “Goldstandard”. Es wird “bei Ihnen” ebenfalls recht gut für Kommunalpolitik in Bildung investiert. Mitunter, weil Sie in/an einem starken Industriestandort eben Ihre Örtlichkeit haben.

Das ist nicht zu verwechseln mit den Bedingungen an/in sozial schwachen Gebieten.
Und wer meidet diese? Ah. Reiche Leute.
Und wer wohnt dort oft? Oh.
Und daher baut man einen “Zirkel” hier politisch auf. Das ist auch bekannt. Logisch.
Aber was willste machen … Zuständigkeiten und so.
Und dann hat halt der Bund wieder kein Geld irgendwie. Und die Kommune sowieso nicht. Die Kommune beantragt Gelder. Bekommt eben nichts. Verweist darauf hin. Und Zirkelschluss.
Die reichere Kommune? Ah. Die hat die Gelder. Toll.

Tun Sie doch nicht so verwundert? So naiv kann man doch gar nicht sein.
Oder waren Sie bisher nur “in Ihrem Ort”? Als Einzelinklusion? Mit 5 I-Kindern als Zuständigkeit an Regelschulen “implementiert” mit 2-4 Deputatsstunde je Kind als Förderrahmen [Was trotzdem zu wenig ist … Aber im Vergleich wirklich ein starkes Privileg ist – Glückwunsch an dieser Stelle nochmal].

Ich habe meine Privilegien Ihnen ja schon mehrfach geschrieben. Erzählen Sie doch mal von Ihren Privilegien. Können ja sehr gerne “meine Vermutung” bestätigen oder Ihre “tatsächlichen” Bedingungen schreiben. Gerne so verändert, dass man Sie “nicht doxxt”. Habe ich ja auch gemacht.
Aber wir brauchen uns doch nichts vorzumachen … Ihre Rahmenbedingungen sind vergleichsweise schon sehr … Gut. Habe mich da etwas erkundigt.

Wollen Sie die mal “auch für andere Schulen” fordern?
Oder sind Sie mit Ihren Rahmenbedingungen gar nicht so zufrieden? Dann sieht es aber für Inklusion an anderen Orten ganz bitter aus … Müssten Sie sich auch eingestehen?
Weil mehr wird es nicht geben … Sie sind schon “an der Spitze”. Gerne erstmal “diese teilen”. Und wenn alle auf den Niveau sind, dann wäre das schonmal ein guter Schritt.
Und dann gerne “noch besser und mehr”.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

“Oder eben, weil man versteht, dass das oft abhängig von der Kommune ist?”
Eines reichen Landes wie Deutschland völlig unwürdig, finde ich.

Bla
29 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Jap, sehe ich auch so.

Lera
1 Monat zuvor

Einer hält den Spaten und zwei schauen ihm beim Halten zu.

Walter Hasenbrot
1 Monat zuvor

An keiner Stelle im Artikel habe ich gelesen, dass sich die Lernleistung der Schülerinnen und Schüler in der “Schule der Zukunft” verbessert hat.

Ist das in der Schule von morgen gar nicht mehr nötig, weil wissen wegen KI dann ohnehin nicht mehr gebraucht wird?

Sind die ganzen Maßnahmen, die im Text genannt werden Selbstzweck?

Im Lead des Artikels steht ja auch nur, dass die Maßnahmen “funktionieren können”, nirgendwo steht, dass sie empirisch gemessen von Vorteil sind.

Die Balkon
1 Monat zuvor

Die Kommentare der Tanyas und Fischis und Bienchen wecken in mir den Wunsch nach einer Männerquote.

HarneEinrichson
1 Monat zuvor
Antwortet  Die Balkon

Dann schreibt am Ende halt Hasi

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Die Balkon

Nenene, so leicht kommt ihr nicht davon.

Auch Männer sind lernfähig und machen jetzt erstmal schön wirk-life-balance, Familienzeit usw.

Die boss-queens slayen das schon.

StefanH
1 Monat zuvor

Mir erschließt sich nicht, warum ein “Team” per se besser sein soll. Analog die Digitalisierung. Auch diese Nacht von sich aus selbst keinen besseren Unterricht. Oder schafft automatisch Entlastung.

DerechteNorden
1 Monat zuvor
Antwortet  StefanH

Da wir an meiner Schule immer zu zweit eine Klasse leiten und uns eine feste schulpädagogische Begleitung zugeordnet ist, finde ich es schon nachvollziehbar, Teams zu fordern. Ich bin sehr dankbar für diese Art der Zusammenarbeit.
Ob der Unterricht besser wird, weiß ich allerdings nicht. Die Schulpädagog*innen halten uns den Rücken frei, wenn es um schwieriges Sozialverhalten geht, das auch den Unterricht beeinträchtigt.
Vieles im Artikel Geschilderte klingt für mich aber nach Mehrarbeit. “Das gehört einfach dazu”. Aha, wie “schön”! So sollte es aber eben gerade nicht sein.
“Lehrkräfte planen gemeinsam Unterricht, beobachten gezielt einzelne Schülerinnen und Schüler und werten anschließend aus.” Ähem, wann soll das denn genau passieren? Kriegen alle Lehrkräfte, die das mitmachen, dann zwei Stunden pro Woche gutgeschrieben? Wie geht das mit dem Lehrkräftemangel zusammen? …



Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  StefanH

Schulbesuche des Sparens gibt es zu Hauf.

Wie wäre es mit anderen Schulversuchen:

  • Lehrkraft und pädagogische Assistentin in konsequenter Doppelbesetzung je Klasse,
  • Förderschulkolleg:in mindestens für die Hälfte der Stunden,
  • Stunden wie in Vollzeit für SL
  • Vollzeit-Sekretärin,
  • Vollzeit-Hausmeister,
  • System-Admin,
  • Budget für Beratung oder Supervision,
  • Budget für Therapie im Schulalltag (mindestens Logo, Ergo, Physio)
mama51
1 Monat zuvor

Unterricht ist anspruchsvoll, daher braucht man ein Team, um ihn richtig gut zu machen.“ Lehrkräfte planen gemeinsam Unterricht, beobachten gezielt einzelne Schülerinnen und Schüler und werten anschließend aus. „Es geht nicht um die perfekte Stunde, sondern darum, Unterricht gemeinsam zu gestalten.“

Fein!
Teamarbeit im Jahrgang 4 – Beschreibung
 
Alle da (3 Klassenlehrerinnen)
Alle Materialien zur UV vorhanden + iPads + Laptops + Smartboard + …

Ausgangssituation:

  • Klasse a) = sehr leistungsstark, trotz 4x LRS + 6x DAZ + 1x Autist

Kaum Verhaltensauffällige, nicht mehr als „normal“, wie auch immer man das definiert.
Leistungen meist zwischen Note 1 bis (sehr selten) Note 4
Keine Fünfen oder Sechsen…
Die Lerngruppe kommt im Lehrstoff idR sehr flott voran
Warum? Keine Ahnung: Ich wars nicht!
 
<ul><li>Klasse b) = leistungsmäßig ohne Mittelfeld, ebenfalls mit mehreren</li></ul> LRS, DAZ, 1x GE und 1x ADHS – Kindern bereichert, Notenspektrum: nur 1 + 2 (selten
mal eine 3) und dann 5 +6
Das Lerntempo durchschnittlich zu erreichen ist schon schwierig!
 
<ul><li>Klasse c) = Leistungstand ist unterirdisch. Auch mehrmals LRS + </li></ul>DAZ, 1x ADHS, 1x ADS (ohne „H“), 1x Autist, dazu 2 „Kasperle“ ohne Diagnose…
Die Notenskala reicht meistens (im besten Fall und sehr selten) von 2- bis 6…
 
In allen Klassen gibt es tüchtige Schulassistenzen, Gott Lob!
 
Und nun?
Eine halbwegs „einheitliche“ UV für alle ist kaum möglich. Allerdings: Themen werden festgelegt. Klassenarbeiten + Tests, soweit möglich, geplant.
Und das war
s dann auch schon! (Jedenfalls für mich.)
Die gefühlt 10 verschiedenen Arbeitsblätter in 10 Schwierigkeiten, die benötigt werden, muss jede von uns individuell auf die einzelnen Kinder…

  • Klasse a) braucht fast nichts (stelle ich mir besser selbst und alleine zusammen, geht schneller!)
  • Die Klassen b) + c) haben großen Bedarf, aber den Kolleginnen ist schwer zu helfen, weil jede meint, dass IHRE jeweiligen Kinder diese oder jene Aufgabe entweder gar nicht schaffen oder unterfordert seien. Dann werden Arbeitsblätter umgemodelt, angepasst, Anforderungen gestrichen oder ergänzt, …

Danach wird noch kopiert und sortiert und gejammert und gestöhnt. (Kann ich ja verstehen!)
Bis das alles fertig ist sind locker 3 -4 Stunden herum. Jede Woche!
 
So!
Nach 3 Monaten war ich es leid! Und bin seitdem nach der Grobplanung gegangen. Meine Arbeitsblätter habe ich ihnen per Mail geschickt, damit konnten sie dann machen wie sie es wollten. Nehmen oder in die Tonne!  
Meine Erfahrungstipps zu Methodik allgemein und dem Umgang mit „schwierigen Kindern“ wollten die sehr jungen Damen nicht hören, um später erstaunt festzustellen, dass „die Alte es doch gewusst hat“! Sei`s drum!
Mit der Zusammenarbeit im Jahrgangsteam „habe ich jedenfalls fertig“! Ich bin da raus!
 
So viel zum Thema “Schule der Zukunft” und gemeinsam den Unterricht gestalten…
 
 

Alex
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Wir haben uns angewöhnt, unsere grobe Wochenplanung per cloud im Team zu teilen. Jeder trägt das Fach/die Fächer ein, für das man zuständig ist und kopiert ggf. AB für die von den Kollegen angegebene Schülerzahl. Diff. nach unten/oben macht jeder selbst. Das System spart massig Zeit, da das sonst unvermeidliche Drumherumgelaber der vor-Ort-Treffen wegfällt.

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1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Brutale Wahrheit:
Teamarbeit bringt nur was, wenn ALLE im Team a) was draufhaben.
b) oder in unterschiedlichen Bereichen deutlich überdurchschnittlich stark sind

Ein oder zwei faule Eier/Minderleister dabei – schon verkehrt sich der vermeintliche Vorteil in sein absolutes Gegenteil, denn:

Die ZeitERSPARNIS durch das Arbeitsergebnis muss höher liegen als der ZeitAUFWAND für das ganze Teamgehampel, Moderieren usw.!

Das ist aber böses Falschdenk und nicht bildungswissenschaftsgecheckt, jeder gute Pädagoge ist daher verpflichtet, diesen Beitrag sofort zu vergessen!

schuidirndl
1 Monat zuvor

“Einige Dinge sind sehr gut umsetzbar.” Häh? Häh? “Spielräume im Ganztag, wenn Lehrkräfte GEMEINSAM unterrichten” Was bitte? “Zusätzliche Angebote, die AUF DAS DEPUTAT ANGERECHNET werden” WTF??? Nie gehört von so nem Kram. Schön wärs ja.

RSDWeng
1 Monat zuvor

Ich glaube nicht an das Gerede von Teams.
Gebraucht werden:
1. Lehrerinnen und Lehrer, keinesfalls Lernbegleiter oder Moderatoren.
2. Keine neuen Säue, die schon bei der Geburt auf schwachen Klauen stehen, die aber unablässig durch das pädagogische Dorf getrieben werden.
3. Lehrerinnen und Lehrer, die keine Scheu haben, unbequeme Entscheidungen zu treffen, und nicht bei Elternbeschwerden oder vor der Schulleitung oder der Schulaufsicht einknicken.
4. Schulleitungen und Schulaufsichten, die hinter ihren Lehrerinnen und Lehrer stehen, ihnen den Rücken stärken und sich nicht als pädagogische Angsthasen erweisen.