Erfurt: Gedenken an Schulamoklauf vor 11 Jahren

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ERFURT.Das Motiv ist bis heute unklar, der Amokläufer tot: Die Katastrophe, die sich am 26. April 2002 in Erfurt ereignete, war der erste Amoklauf dieser Dimension an einer deutschen Schule, dem 2009 der von Winnenden folgte.

Mit einem stillen Gedenken haben am Freitag das Gutenberg-Gymnasium und die Stadt Erfurt an den Amoklauf mit 17 Toten vor elf Jahren an der Schule erinnert. «Lasst uns schweigen miteinander im Andenken an die Toten des 26. April 2002», sagte Schulleiterin Christiane Alt um 11.00 Uhr, genau zu dieser Zeit fielen am Tattag die ersten Schüsse. Zu Beethovens Klaviersonate «Pathetique» legten Schüler und Angehörige Blumen nieder und ließen nacheinander 16 weiße Luftballons steigen. Knapp 200 Schüler aus den heutigen Klassen säumten den kleinen Platz neben dem Haupteingang, als während der halbstündigen Zeremonie ohne Reden immer wieder Menschen Blumen vor der Tafel mit den Namen der Opfer niederlegten.

Das Erfurter Gymnasium wenige Tage nach dem Schulmassaker (Foto: ASK/Wikimedia CC BY-SA 3.0)
Das Erfurter Gymnasium wenige Tage nach dem Schulmassaker im Jahr 2002 (Foto: ASK/Wikimedia CC BY-SA 3.0)

Am 26. April 2002 hatte ein 19 Jahre alter ehemaliger Schüler des Gymnasiums bei seinem Amoklauf durch die ganze Schule innerhalb von zehn Minuten 16 Menschen erschossen. Getötet wurden zwölf Lehrer, zwei Schüler, die Schulsekretärin und ein Polizist. Der 19-Jährige, der ein halbes Jahr zuvor wegen gefälschter Atteste von der Schule gedrängt worden war, erschoss sich danach in dem Gymnasium. Ein klares Motiv ließ sich nicht finden. Ermittler sprachen später vor allem von Rache am «Feindbild» Lehrer.  dpa

 

 

 

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