Wissenschaftler: Islam-Unterricht gegen Salafismus

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MÜNSTER. Ein guter Islam-Unterricht an den Schulen ist für den Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide ein wichtiger Beitrag, um Jugendliche von extremistischen Strömungen fernzuhalten. „Gerade viele junge Muslime identifizieren sich stark mit ihrem Glauben, wissen aber wenig über ihn“, sagte der Münsteraner Professor der „Rheinischen Post“. Daher sei es wichtig, jungen Menschen ein Bild vom Islam zu vermitteln, „das mit sinnvollem Gehalt gefüllt ist. Ansonsten werden sie schnell von salafistischen Milieus rekrutiert.“

Die heilige Schrift des Islam, der Koran, wird von Salafisten zur Anwerbung junger Menschen verteilt; Foto: Suzanne Chapman / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)
Die heilige Schrift des Islam, der Koran, wird von Salafisten zur Anwerbung junger Menschen verteilt. Foto: Suzanne Chapman / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Salfisten gingen mit einer sehr simplen, überzeugenden Botschaft auf junge Muslime zu. „Sozialen Verlierern wird vermittelt: Mit Gott auf eurer Seite seid ihr die wahren Gewinner und alle anderen werden ewig verdammt. Das gibt ein Gefühl von Macht und Selbstwertgefühl“, sagte Khorchide. Deshalb sei es wichtig, diesem Angebot einen „humanistischen Islam“ gegenüberzustellen, „der demokratische Werte als Selbstverständlichkeit trägt“. dpa

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2 KOMMENTARE

  1. Jetzt müsste man noch hinkriegen, dass die deutschen Muslime und ihre Verbände Khorchide akzeptieren und seiner Theologie folgen. Aber wie?

    • Stattdessen erhielt er Morddrohungen und war zeitweise unter Polizeischutz, siehe den Wikipedia-Artikel über Khorchide. Ist das nicht seltsam, dass ein islamischer Theologe in Deutschland Polizeischutz bekommen muss? Dabei ging eine grundsätzliche Missbilligung von den Islam-Verbänden aus, nichts deutet darauf hin, dass Khorchide von Rechtsextremisten bedroht wurde. Dasselbe gilt für Frau Ates, nachdem sie ihre neue Moschee in Berlin gegründet hatte.

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