Start Nachrichten Junglehrer warten auf ihr Gehalt: VBE kritisiert Zahlungsprobleme zum Berufseinstieg 

Junglehrer warten auf ihr Gehalt: VBE kritisiert Zahlungsprobleme zum Berufseinstieg 

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DÜSSELDORF. Sie stehen bereits vor ihren Klassen, übernehmen Verantwortung und leisten ihren regulären Dienst – doch auf ihr volles Gehalt müssen manche neu eingestellte Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen warten. Besonders für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger kann das zum finanziellen Problem werden. Der Junge VBE NRW kritisiert die verzögerten Zahlungen und fordert verlässliche Abschlagszahlungen auch für tarifbeschäftigte Lehrkräfte. Zugleich sieht der Verband Schulen und Ausbildungszentren in der Pflicht, Betroffene frühzeitig über ihre Möglichkeiten zu informieren.

Bitte warten… (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Nach Angaben des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) NRW erhalten neu eingestellte Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen teilweise nicht rechtzeitig ihre regulären Bezüge. Betroffen seien insbesondere Lehrkräfte, die gerade ihren Vorbereitungsdienst abgeschlossen haben und nun ihre erste Stelle antreten. Das für die Auszahlung zuständige Landesamt für Besoldung und Versorgung (LBV) verweise auf notwendige Meldungen und Unterlagen, die für die Bearbeitung vorliegen müssten.

Der Junge VBE NRW hält die Situation für nicht hinnehmbar. „Junge Lehrkräfte übernehmen vom ersten Schultag an Verantwortung, bereiten Unterricht vor und begleiten ihre Schülerinnen und Schüler. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass sie dafür pünktlich und vollständig bezahlt werden“, erklärt Landessprecher Daniel Weber.

Besonders problematisch seien die Verzögerungen, weil der Übergang vom Vorbereitungsdienst in den Schuldienst häufig mit erheblichen Ausgaben verbunden sei. Viele junge Lehrkräfte müssten für ihre erste Stelle umziehen, eine Mietkaution hinterlegen oder ihre Wohnung einrichten. Hinzu kämen Fahrtkosten und andere laufende Verpflichtungen. Gerade nach dem Referendariat seien finanzielle Rücklagen keineswegs selbstverständlich.

„Gerade zum Berufseinstieg ist die finanzielle Belastung groß: Umzug, Mietkaution, Fahrtkosten und die Einrichtung der ersten eigenen Wohnung lassen sich nicht aufschieben. Der Hinweis, sich dafür rechtzeitig Rücklagen anzulegen, geht an der Lebensrealität vieler Menschen vorbei, die gerade ihren Vorbereitungsdienst abgeschlossen haben. Junge Lehrkräfte dürfen nicht gezwungen sein, den eigenen Berufseinstieg über Ersparnisse oder familiäre Unterstützung zu finanzieren“, so Weber.

Dabei bestehen nach Angaben des Verbandes Unterschiede zwischen verbeamteten und tarifbeschäftigten Lehrkräften. Für Beamtinnen und Beamte seien in der Regel bereits in der ersten Woche Abschlagszahlungen möglich, während angestellte Lehrkräfte länger warten müssten. Solche Vorschüsse könnten finanzielle Engpässe überbrücken, müssten aber rechtzeitig und zuverlässig ausgezahlt werden. Eine spätere Nachzahlung löse das unmittelbare Problem nicht, wenn Miete und andere Rechnungen bereits fällig seien.

Neben einer verlässlichen Auszahlung fordert der Junge VBE deshalb eine bessere Information der angehenden Lehrkräfte. Schulleitungen und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) sollten frühzeitig darüber aufklären, welche Möglichkeiten für Abschlagszahlungen bestehen und welche Schritte dafür notwendig sind.

„Wir wünschen uns außerdem, dass die Schulleitungen und die Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) angehende Lehrkräfte frühzeitig über die Möglichkeit von Abschlagszahlungen und die dafür notwendigen Schritte informieren. Alle Betroffenen müssen wissen, an wen sie sich wenden können, damit niemand aus Unkenntnis ohne Zahlung bleibt und laufende Kosten aus eigener Tasche überbrücken muss“, erklärt Weber. News4teachers

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