Landeselternbeirat fordert Ende der Kooperation mit Ditib beim islamischen Religionsunterricht

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Der Landeselternbeirat von Hessen fordert ein Ende der Zusammenarbeit mit dem Moscheeverband Ditib beim islamischen Religionsunterricht. Man habe Bedenken, ob die ergriffenen und beabsichtigten Schritte ausreichten, um Schulen gegen die Einflussnahme der türkischen Regierung abzuschirmen, sagte Tanja Pfenning, Geschäftsführerin des Landeselternbeirats in Wiesbaden.

Das ist die DITIB-Zentralmoschee in Köln. Foto: Bjarke Liboriussen / flickr / CC BY 2.0)

Man habe sich intensiv mit Gutachten zur Zusammenarbeit mit Ditib befasst. Dabei seien bisher keine Versuche der Einflussnahme seitens des Moscheeverbands auf den islamischen Religionsunterricht oder auf Lehrer bekannt. Man könne allerdings nicht die Augen vor Entwicklungen in anderen Bereichen verschließen. Der Landeselternbeirat spricht sich daher für die Suche nach einem anderen Kooperationspartner für islamischen Religionsunterricht aus.

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Landeskultusminister Alexander Lorz (CDU) hatte im Dezember angekündigt, die Zusammenarbeit mit Ditib auf den Prüfstand zu stellen. Gerade vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung und wegen der institutionellen Verbindung mit der türkischen Religionsbehörde Diyanet gebe es eine abstrakte Gefährdung. Seit dem Schuljahr 2013/2014 gibt es islamischen Religionsunterricht in Hessen. dpa

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