Betriebe ringen um Auszubildende – Flüchtlinge sorgen für Entlastung

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Kurz vor Ferienstart suchen in Niedersachsen noch 23.996 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, zugleich sind 27.455 Stellen frei.

Ein unbegleiteter Flüchtlinge unter 18 Jahren bekommt einen Vormund gestellt, der das Interesse des Jugendlichen vertreten soll. Foto: pixabay
Es gibt viele ambitionierte, junge Menschen – egal, welcher Herkunft sie sind.  Foto: pixabay                                                                               

«Die schrumpfenden Schüler-Jahrgänge sorgen rechnerisch für weniger Konkurrenz», sagte die Niedersachsenchefin der Arbeitsagentur, Bärbel Höltzen-Schoh. «Für einige Betriebe spitzt sich die Lage indes zu: Sie haben es deutlich schwerer, geeigneten Nachwuchs zu finden.» Für Fachrichtungen wie Mechatronik oder den kaufmännischen Bereich gebe es viele Interessenten, während etwa in der Lebensmittelindustrie oder im Hotel- und Gaststätten-Gewerbe Stellen nicht besetzt werden könnten.

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Für Entlastung auf dem Ausbildungsmarkt sorgten Flüchtlinge, so die Arbeitsagentur. Bis Mai meldeten sich 3.626 Flüchtlinge als Bewerber, über 50 Prozent mehr als vor einem Jahr. «Ohne die zugewanderten jungen Leute wäre der Bewerberrückgang erheblich größer ausgefallen», sagte Höltzen-Schoh. Dank diverser Fördermöglichkeiten gelinge es besser, Flüchtlinge fit für den Ausbildungsmarkt zu machen. Dazu gehöre ein Projekt, bei dem Flüchtlinge in Berufsschulen unter anderem in Deutsch unterrichtet werden und auch Praxisphasen in Betrieben haben. Die Hälfte der Teilnehmer habe danach eine Ausbildung begonnen. dpa

Meidinger für Wertekunde – aber nicht nur für Flüchtlinge

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