DRESDEN. Die Ausschreitungen von Chemnitz rücken – erneut – den Freistaat Sachsen und den dort grassierenden Rechtsextremismus in den Fokus. Der „Sachsen-Monitor“, eine im Auftrag der Landesregierung erhobene Umfrage, hatte bereits 2016 ein weit verbreitetes Misstrauen gegenüber der parlamentarischen Demokratie offengelegt. Zudem wurde deutlich, dass überproportional viele jüngere Menschen in Sachsen sich unkritisch gegenüber dem Nationalsozialismus zeigen. Hat die Schule im Freistaat bei der politischen Bildung versagt? Der Sächsische Lehrerverband weist den Vorwurf zurück – mit einer allerdings fragwürdigen Begründung.

„Schuldzuweisungen gegenüber der schulischen Bildung und den Lehrkräften in Sachsen im Zusammenhang mit den Demonstrationen und Ausschreitungen in Chemnitz sind völlig absurd“, meint Jens Weichelt, Vorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes. „Sächsische Lehrerinnen und Lehrer nehmen ihren Bildungs- und Erziehungsauftrag sehr ernst und setzen ihn vorbildlich um. Das beschränkt sich bei weitem nicht nur auf den Bereich der politischen Bildung.“ Entsprechend falsch sei es, den Schulen eine Mitverantwortung an den politischen Entwicklungen im Freistaat zu unterstellen oder gar Lehrer mit DDR-Biographie als Mitverursacher darzustellen. „Schule ist kein Reparaturbetrieb der Gesellschaft. Bildung findet nicht losgelöst von gesellschaftlichen Entwicklungen statt, sondern greift diese auf. Hier machen es sich einige Leute zu einfach bei der Ursachenanalyse“, meint Weichelt.
Er verweist auf den sogenannten Beutelsbacher Konsens zur politischen Bildung, der seit 1976 in der Bundesrepublik Deutschland Grundsätze für den Politikunterricht festlegt. „Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen“, meint Weichelt. Das „Überwältigungsverbot“ erlaube es nicht, „den Schüler – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der ‚Gewinnung eines selbständigen Urteils‘ zu hindern. Hier genau verläuft nämlich die Grenze zwischen Politischer Bildung und Indoktrination. Indoktrination aber ist unvereinbar mit der Rolle des Lehrers in einer demokratischen Gesellschaft und der – rundum akzeptierten – Zielvorstellung von der Mündigkeit des Schülers.“
Ist eine Demokratie-Erziehung, die Schüler die Regeln des rechtsstaatlichen Miteinanders vermittelt, also Indoktrination? Umgekehrt: Hat die Schule „neutral“ zu sein, wenn extreme Einstellungen wie Fremdenfeindlichkeit von vielen Menschen geteilt werden?
Tatsächlich ist das in Sachsen der Fall. „Auffallend sind das recht geringe Vertrauen in die Funktionsweise der Demokratie und deren Institutionen“, so stellte der „Sachsen-Monitor“ bereits 2016 fest. „Den Parteien, Regierungen und Parlamenten – mit Ausnahme der kommunalen Ebene – vertraut nur eine Minderheit.“ Eine Mehrheit ist hingegen der Meinung, Deutschland brauche eine starke Partei, die die „Volksgemeinschaft“ insgesamt verkörpert. Zudem sehen 46 Prozent die DDR nicht als Unrechtstaat. Und: „Ressentiments gegen Personen aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit sind in Teilen der sächsischen Bevölkerung verbreitet. So ist eine Mehrheit (58 Prozent) der Sachsen der Meinung, dass Deutschland in einem gefährlichen Maß ‚überfremdet‘ sei.“ Je jünger die Befragten sind, desto größer ist die Zustimmungsrate zu radikalen Positionen.
Dass die Schule durchaus einen Erziehungsauftrag hin zur Demokratiefähigkeit seiner jungen Menschen hat, wird nicht nur im sächsischen Schulgesetz deutlich (siehe unten). Auch die sächsische Landesregierung erkannte nach Veröffentlichung des „Sachsen-Monitors“ Handlungsbedarf – die damalige Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) sprach von „erschreckenden Ergebnissen“ und kündigte eine Qualitätsoffensive zur politischen Bildung an. Wohlgemerkt: 27 Jahre nach dem Fall der Mauer.
„Die Demokratieerziehung zu stärken, kann aber nur mit einem integrierten Ansatz erfolgsversprechend sein“, so meinte Kurth seinerzeit. Daher dürften sich die politische Bildung und das Vorleben von demokratischen Werten nicht auf einzelne Unterrichtsfächer beschränken, sondern müssten Aufgabe aller Fächer sein. Die Demokratieerziehung und interkulturelle Bildung an Schulen müsse den gleichen Stellenwert genießen wie die Vermittlung anderer Kernkompetenzen in den Unterrichtsfächern. Mindestens ebenso wichtig wie politische Bildung im Unterricht sei die Frage, wie eine demokratische Kultur an Schulen gepflegt und gelebt werde. „Politische Bildung gelingt immer dann am besten, wenn sie erlebbar und ergreifbar wird“, befand Kurth.
“Etwas umschifft”
Dass es dabei tatsächlich gravierende Versäumnisse in der Nachwendezeit gab, räumte ein Ministerialer auf einer Konferenz des Kultusministeriums in Chemnitz für Schulleiter und Fachlehrer aller Schularten im vergangenen November ein. „Nach der friedlichen Revolution 1989 wurden einige Entscheidungen von dem Bewusstsein bestimmt, wie es vorher war”, sagte Referatsleiter Béla Bélafi einem Bericht der „Freien Presse“ zufolge. Die Experten hätten also vor allem gefürchtet, dass sich eine schulische Indoktrinierung wie in der DDR fortsetzen könnte. Politik und insbesondere die Themen Streitkultur und politischer Diskurs seien dabei „wohl etwas umschifft“ worden.
Allzu viel Hoffnung, dass sich die Situation grundlegend ändern könnte, konnte Kurth aber auch nach dem „Sachsen-Monitor“ nicht wecken. Denn ihr Vorstoß war nicht mit Ressourcen unterlegt. Heißt: Zusätzliche Lehrer, die sich um das Thema hätten kümmern können, gab es nicht. So warnte die Ministerin selbst vor übersteigerten Erwartungen. „Schule allein macht noch keine bessere Gesellschaft. Demokratieerziehung an Schulen kann nur Früchte tragen, wenn sie mit zivilgesellschaftlichen Maßnahmen im Umfeld von Schule einhergehen“, meinte sie. Tatsächlich erscheint fraglich, ob Demokratie-Erziehung „so nebenbei“ gelingen kann, wenn das Land Sachsen sich vorrangig für seine stets guten Ergebnisse in den Kategorien der Länder-Leistungsvergleiche interessiert: Bei PISA liegt Sachsen regelmäßig an der Spitze. bibo / Agentur für Bildungsjournalismus
§ 1 Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule
(1) Die Schule unterrichtet und erzieht junge Menschen auf der Grundlage des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Freistaates Sachsen. Eltern und Schule wirken bei der Verwirklichung des Erziehungs- und Bildungsauftrags partnerschaftlich zusammen.
(…)
(5) Die Schüler sollen insbesondere lernen,
1. selbstständig, eigenverantwortlich und in sozialer Gemeinschaft zu handeln,
(…)
3. eigene Meinungen zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen, diese zu vertreten und den Meinungen und Entscheidungen anderer Verständnis und Achtung entgegenzubringen,
4. allen Menschen vorurteilsfrei zu begegnen, unabhängig von ihrer ethnischen und kulturellen Herkunft, äußeren Erscheinung, ihren religiösen und weltanschaulichen Ansichten und ihrer sexuellen Orientierung sowie für ein diskriminierungsfreies Miteinander einzutreten,
(…)
7. angemessen, selbstbestimmt, kompetent und sozial verantwortlich in einer durch Medien geprägten Welt zu handeln sowie Medien entsprechend für Kommunikation und Information einzusetzen, zu gestalten, für das kreative Lösen von Problemen und das selbstbestimmte Lernen zu nutzen sowie sich mit Medien kritisch auseinander zu setzen und
8. Ursachen und Gefahren der Ideologie des Nationalsozialismus sowie anderer totalitärer und autoritärer Regime zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.
Auch auf der Facebook-Seite von News4teachers wird das Thema diskutiert:
Was wir jetzt brauchen: Eine Bildungs-Offensive gegen die Hass-Kultur!










Die Wortneuschöpfung eines “System Merkel”haben Sie ins Spiel gebracht. Ich habe hier nur versucht mir einen Reim darauf zu machen, was darunter zu verstehen sein könnte.
Die Leitlinien der Politik bestimmt die Bundeskanzlerin, so steht es im Grundgesetz.
Im Moment sieht es nicht so aus, als dass ein Misstrauensvotum eine Chance im Parlament hätte.
Vielleicht erklären Sie uns einmal das Wort “System Merkel” ?
@Ignaz
Sie meinen damit hoffentlich malum, der es erklären soll.
@ysnp
Ja , das hat malum dann auch getan.
@Ignaz Wrobel
Zunächst zu Ihrer Frage “Wo drehe ich mich im Kreis?”: Jeder tut das, der nur hören, lesen oder willig aufsaugen will, was seine Meinung unterstützt und abweichende Gedanken kaum mehr zulässt oder nur noch reflexhaft bestreitet und beschimpft.
Zum „System Merkel“: Es bedeutet nicht nur ein Netzwerk, sondern auch einen Politikstil, der zunehmend auf Kritik stößt. Es wurde schon viel über ihn geschrieben. Z.B. bereits 2012 durch Gertrud Höhler in ihrem Buch “Die Patin”. Bewertungen können Sie bei “amazon” lesen.
Mir persönlich gefällt Ursula Weidenfelds Buch von 2017 noch besser. Titel: „Regierung ohne Volk: Warum unser politisches System nicht mehr funktioniert“ In der SPD-Zeitung „vorwärts“ gibt es darüber eine kurze, m.E. treffende Rezension. Zitat daraus:
„Eine gesunde Demokratie braucht politischen Wettbewerb. Sie braucht Konflikt und offene Debatten sowie ein Volk, das an den politischen Prozessen beteiligt ist. Das macht Ursula Weidenfeld …deutlich. Sie beschreibt, wie Angela Merkel in den zwölf Jahren ihrer Kanzlerschaft unsere Demokratie gelähmt und dem Volk seine Mitbestimmung entzogen hat.“
https://www.vorwaerts.de/rezension/regierung-ohne-volk-angela-merkel-bundestag-bestaetigungsmaschine-macht
Danke für die Antwort.
Ich habe die Quellen in Form von Pressekommentaren gelesen. Frau Ursula Weidenfels Darstellungen erscheint mir den Zeitungskommentaren nach beurteilt aussagekräftiger und überzeugender als die selbst ernannte “Kohl-Beraterin” mit ihrem Buch die Patin, weil sie bereits in der Plauder-Sendung von Markus Lanz 2012 nach dem Erscheinen ihres Buches sich dadurch blamierte, dass sie bei den Befragungen von Herrn Stuckrad-Barre, Herrn Lanz und Herrn Stoiber zugeben musste, nie einen Spitzenpolitiker beraten zu haben.
Ja und auch der letzte SPD-Spitzenkandidat monierte die fehlende Bereitschaft der Kanzlerin wichtige Entscheidungen im Parlament und der Öffentlichkeit kritisch zur Diskussion gestellt zu haben.
Weder der “Euro-Rettungsschirm”,die massive Flüchlingsaufnahme, noch der Atomausstieg wurden im Parlament kritisch beraten. Allerdings waren auch nicht alle heute vertretenen Parteien im Parlament vertreten.
Danke für den Kommentar. Er beschreibt die meiner Meinung nach Hauptursache, weshalb das Volk so politikverdrossen wurde. Vergessen dürfen Sie aber nicht das Versagen der Presse, die ihre Kontrollfunktion der Mainstreammeinung geopfert hat. Statt dessen werden gegenteilige Stimmen niedergebrüllt.
Wer ist denn “die” Presse? Und welche Presse “brüllt” irgendwen nieder?
Eine Hauptursache für die Politikverdrossenheit mancher Menschen ist solch billlige Polemik, die natürlich ohne Belege auskommt und gegen jede vermeintliche oder tatsächliche Elite zielt, die sich angeblich verschworen hat. Ob Politik, Wissenschaft, Wirtschaft oder “die Medien” – alle haben eine geheime Agenda, den bösen “Mainstream” eben (was immer das sein soll – die Vernunft?).
Genau den selben Mist postet jeden Tag aufs Neue ein Donald Trump. In dessen geistiger Liga spielen solche Posts von Ihnen, xxx – Glückwunsch.
Bernd, auch dieser Kommentar ist wieder das von mir angemerkte Gebrülle. Sie gehören zu den am lautesten brüllenden Kommentierenden hier bei n4t, gerade in Bezug auf politische Themen und Ihre sehr radikale Art.
Ich wünsche mir, dass Sie sich auch mal bei rein bildungspolitischen Themen mal blicken lassen würden, um Ihre Sicht auf die Bildungspolitik im Allgemeinen kennen zu lernen.
Sehr geehrter xxx,
wie wir der Taktung Ihrer Leserzuschriften entnehmen können, nutzen Sie News4teachers täglich – und wir gehören auch zu “den Medien”. Wir wüssten gerne, wo wir Ihrer Meinung nach “unsere Kontrollfunktion der Mainstreamingmeinung” opfern.
Wenn Sie damit meinen, dass wir nicht blind rechten Themen und Thesen hinterherlaufen, dann haben Sie recht. Allerdings bedeutet das keineswegs, dass wir “unsere Kontrollfunktion” nicht wahrnehmen – im Gegenteil: Wir sind grundsätzlich kritisch – aber eben auch denjenigen gegenüber, die einfache Lösungen für komplexe Probleme versprechen.
Mit freundlichem Gruß
Die Redaktion
Liebe Redaktion,
Papa 51 hat meine Hauptkritikpunkte sehr gut zusammengefasst. Die asymmetrische Berichterstattung ist eines meiner Hauptärgernisse an der aktuellen (politisch eher linkslastigen) Presse.
Ich verstehe auch nicht, weshalb die Presse die schonungslose Benennung von Tatsachen, der Verzicht auf politische Correctness usw. je nach Ziel bejubelt oder als x-phob geißelt. Man müsste nur Täter und Opfer vertauschen und sich die Reaktion der Presse vorstellen. Die Politik von SPD und Grünen geht in dieselbe Richtung.
Übrigens haben Sie, liebe Redaktion, scheint meine vor etlichen Wochen mal als Verschwörungstheorie gelöschte Analogie der heutigen Zeit mit der der Weimarer Republik nicht so abwegig gewesen zu sein:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/hitlerjunge-salomon-sally-perel-ueber-rechtsruck-in-deutschland-a-1227904.html
Es ist auch bekannt, dass ich nicht an einen Rechtsruck in Deutschland glaube, allerdings schon eine immer stärker werdende Linksflucht. Die heutige AfD sehe ich wenn überhaupt nicht viel weiter rechts als die CSU unter Franz Josef Strauß. Der Linksruck der CDU unter Merkel hat ein Vakuum in der rechten Mitte hinterlassen, in der linken Mitte und weiter links davon tummeln sich alle großen Parteien in einem kaum noch unterscheidbaren Einheitsbrei.
Zitat:”Wir wüssten gerne, wo wir Ihrer Meinung nach ‘unsere Kontrollfunktion der Mainstreamingmeinung’ opfern.”
Meine Meinung dazu, sehr geehrte Redaktion: Ich bemerke von “Wir sind grundsätzlich kritisch” zuweilen wenig. Das betrifft sowohl den Tenor bestimmter Artikel als auch die mehrfach beklagte Doppelmoral oder besser gesagt: den ungleichen Kritikmaßstab, den Sie bei Leserkommentaren und deren Löschung anwenden.
Mir macht das nicht mehr viel aus, weil ich diese Dinge einzuordnen gelernt habe, die überdies zu Ihrem Hausrecht gehören. Sie passen allerdings nicht zu der Aussage “Wir sind grundsätzlich kritisch”.
Nichts desto trotz halte ich mich gern bei n4t auf, um mich über Bildungsfragen zu informieren und manchmal auch auszutauschen, was bei den meisten Themen ungehindert und erfreulich schnell möglich ist.
Wir sind grundsätzlich kritisch, Papa 51, aber wir haben eine Haltung. Und die orientiert sich am Pressekodex des Deutschen Presserates. Dort heißt es zum Beispiel in Ziffer 12:
“Niemand darf wegen seines Geschlechts, einer Behinderung oder seiner Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen, sozialen oder nationalen Gruppe diskriminiert werden.”
Das gilt selbstverständlich auch im Leserforum. Worauf wir sonst noch achten, können Sie hier nachlesen: http://www.presserat.de/pressekodex/pressekodex
@Redaktion: Wo wir schon dabei sind: Ein bestimmter user darf hier immer noch seine hasserfüllten Dinge über mich posten, obwohl ich Sie schon um Hilfe angeschrieben hatte. Sobald ich hier auftauche, geht es los. Er hält mich hier für 2 Personen gleichzeitig und noch für eine dritte in einem anderen Forum, wirft mir Dinge an den Kopf, die die anderen beiden betreffen. Also kann ich hier nichts mehr schreiben. Ich weiß sonst nicht, was ich tun soll. Vielleicht suche ich mal alle Beleidigungen zusammen……
Liebe mississippi,
um mit Oscar Wilde zu sprechen: Nichts ist so aufreizend wie Gelassenheit. So mancher Inhalt fällt auf den Absender zurück – man muss nicht auf jeden Blödsinn reagieren.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Liebe mississippi, lassen Sie sich bitte nicht von Provokationen anderer Schreiber vom verfassen eigener Kommentaren abhalten. Wir brauchen Ihre argumentative Unterstützung.
Danke.
Ich könnte auch Anzeige erstatten. Man kann sicher die Identität aller 4 Beteiligten herausfinden. Nicht, um die anderen beiden zu beschuldigen, sondern damit ich meinen Frieden bekomme.
Ich kann verstehen, was xxx gestern um 22:13 über das “Versagen der Presse, die ihre Kontrollfunktion der Mainstreammeinung geopfert hat”, sagte. Weniger verstehe ich die beiden Antworten darauf.
Ex-BND-Chef Gerhard Schindler hat sich heute zum Auslöser der Debatte um Chemnitz und Herrn Maaßen” sowie die Medienrolle dabei geäußert. Wörtlich sagte er: „Maaßen hat gewagt, am Wahrheitsmonopol einiger Medien zu zweifeln und dafür wird er jetzt abgestraft. Er ist Mittel zum Zweck.“
So sehe ich das auch. Vor allem von den öffentlich rechtlichen Medien (Radio und Fernsehen) sehe ich mich immer mehr manipuliert als informiert.
Hier das Interview mit dem ehemaligen BND-Chef:
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/bild-talk-zum-groko-zoff-geht-es-um-maassen-oder-auch-um-merkel-57291152.bild.html
So, nun haben wir den Salat. Die AfD ist zweitstärkste Partei laut Umfragen in ganz Deutschland. Hat also die politische Bildung in ganz Deutschland versagt? Und die Lehrer und die Schulen?
Auszugu: Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl könnte die AfD dem ARD-Deutschlandtrend zufolge mit 18 Prozent der Stimmen rechnen. Sie wäre damit zweitstärkste Kraft hinter der Union (28 Prozent) und vor der SPD (17 Prozent). In Bayern bleibt die CSU in Umfragen vor der Landtagswahl schwach, die AfD profitiert davon allerdings nicht – stark sind die Grünen.”
https://www.sueddeutsche.de/politik/afd-spd-deutschlandtrend-1.4139195
Das ist das beste Argument den Solidar-Zuschlag zu streichen. Hoch leben die Sachsen…
Es leben in der sächsisch/thüringischen Provinz zu viele chauvinistische, rechtsradikale und nationalistische Schmarotzer des Sozialstaates, die ihre Freizeit mit Aufmärschen in den Zentren suchen um ihre Ablehnung der Demokratie zu dokumentieren. Dieses Problem wurde jahrelang von der sächsischen Regierung negiert und heruntergespielt. Es lässt sich nicht mehr länger leugnen, was in diesen Landstrichen los ist.
Waren Sie jemals dort?
(Ich nicht.)
Glücklicher, der Sie sind, Notarzt da zu fahren bietet tiefe Einblicke in die Seele dieser Leute.
@ Ignaz, Bernd, was nun? Auch in Dortmund waren rechtsradikale Parolen zu hören. Hat die politische Bildung also auch im Westen versagt? Oder warum ist das dort nun wieder alles ganz anders zu bewerten?
Zitat: “Mehr als hundert Rechte sind in zwei Dortmunder Stadtteilen auf die Straße gegangen, es kam zu antisemitischen Parolen.
Videos im Internet zeigen Demonstranten mit Reichsflaggen, die “Wer Deutschland liebt, ist Antisemit” skandieren.”
https://www.welt.de/politik/deutschland/article181622762/Dortmund-Antisemitische-Parolen-bei-Neonazi-Aufmaerschen-in-Dorstfeld-und-Marten.html
@Sofawolf
In Dortmund ist die rechtsextreme Szene seit den 80er Jahren sehr aktiv und stark in der Öffentlichkeit vertreten.
Dort ist es die um Siegfried Borchard, genannt SS-Siggi , bekannte Borussenfront , welche immer wieder durch öffentliche Auftritte auf sich aufmerksam macht.
Es besteht also kein Widerspruch.
Übrigens werden dessen Anhänger mit Bussen und Pkws durch die Republik gefahren, um bei rechtsnationalen Auftritten mit aufzutreten. SS-Siggi bebt seit Jahren von der Sozialhilfe , er war sogar im Stadtrat für die NPD. Ich habe den vor einigen Jahren auf einer Demonstration der AfD in Oelde gesehen. Die wurden dort mit Bussen aus Dortmund hingefahren.
Busse gibt es auch für Linksradikale bzw. Antifa-Gruppen. Die werden oft sogar aus Steuergeldern bezahlt, die nur Linksextremisten bekommen, weil die ja edel und aufopferungsvoll gegen rechts kämpfen und unsere Demokratie schützen.
Was soll diese Busgeschichte, bei der doch inzwischen fast jeder weiß, dass sich alle Extremisten gern verabreden und zum Erreichen ihrer Auftrittsorte ein paar Räder unterm Hintern brauchen?
@bolle
“Busse für Linksradikale werden aus Steuergeldern bezahlt”, behaupten Sie.
Diese freche Behauptung werden Sie nicht belegen können, zumal derartiges in Rechnungsberichten auftauchen würde.
Genau diese Art von infamen Unterstellungen sollen dazu beitragen , das Vertrauen der Bürger in unsere parlamentarische Demokratie , seine Institutionen und die Parteien zu erschüttern.
Belegen könnten Sie sie mit etwas gutem Willen selbst binnen weniger Minuten:
https://bit.ly/1FylxYr
(Die Kurz-URL habe ich selbst generiert. Es handelt sich um eine kleine Anfrage aus dem Thüringer Landtag aus dem Jahr 2015.)
Sie finden darin u.a. genehmigte Gelder für Anhänger der Graswurzelbewegung, die genauso wie deren Zeitschrift Graswurzelrevolution laut wikipedia vom Verfassungsschutz dem linksextremen Spektrum zugeordnet wird.
Auf Wikipedia steht zur Graswurzelbewegung: Der Begriff wurde von Theodor Roosevelt geprägt und diese so gegründet , mit dem Ziel, aus der breiten Bevölkerungsbasis Menschen für die Politik zu interessieren und deren politische Tätigkeit zu gewinnen.
Tätigkeit in basisdemokratischer und konsensorientierter Struktur mit dem Aufbau von sozialen Netzwerken.
Mittel sind der zivile Ungehorsam gegenüber dem “mainstream” Denken der Medien und die Suche nach einem anderen Denken bezüglich des Umgangs mit den natürlichen Rohstoffen.
Wie ordnen Sie denn die Gruppierungen Legida (Jörg Hoyer ), Thürgida( David Kückert ) und Pegida (Lutz Bachmann) ein.
Deren Anführer sind allesamt als rechtsextrem dem Verfassungsschutz bekannt und vorbestraft.
Bitte lenken Sie mir den Personalien Hoyer, Kückert und Bachmann nicht vom Thema ab. Es geht einzig um die Finanzierung linksextremer Gruppierungen durch den Staat.
Bitte lenken Sie mit dem Streifzug durch die Geschichte nicht auch noch davon ab, dass die Graswurzelbewegung als linksextremistische Organisation eingeordnet wurde, die auch vor Sachbeschädigung nicht zurückschreckt. Bezogen auf mein eigenes Hab und Gut habe ich mehr Probleme mit sachbeschädigenden linken, als mit verfassungsfeindliches Liedgut grölenden rechten Idioten, weil die Scheiben meines Auto durch Gesang nicht kaputt gehen, durch Steinwurf hingegen schon. Bei Ihnen, Ignatz, scheint es umgekehrt zu sein.
Fragen Sie einmal den Inhaber des Schalom in Chemnitz, wo ihn die Pflastersteine der Neonazis getroffen haben, sowie sein Restaurant beschädigt wurde.
Das Thema hier lautet : Rechtsextremismus in Sachsen !
Die Namen von Herrn Hoyer/Legida und Kückert/Thügida tauchen in den Verfassungsschutzberichten auf. Beide sind Neonazis und wurden mit ihren Schlägern in Chemnitz und Köthen aktiv,
Herr Wrobel, es geht in diesem Zweig der Kommentare ausschließlich um die Belegung der Finanzierung der Busfahrten linksextremer Gruppierungen durch den Steuerzahler, die Sie selbst gefordert hatten. bolle und ich sind dem nachgekommen, nur scheinen Sie damit nicht umgehen zu können und lenken ab.
Fragen Sie aber bitte mal die Anwohner des Schanzenviertels in Hamburg während des G20-Gipfels. Das wurde von gewaltbereiten Linksextremisten komplett zerlegt. Die wurden allerdings nicht so genannt, weil zu negativ besetzt, sondern Globalisierungsgegner.
Übrigens hat Thüringen mit der Thügeda nichts mit Sachsen zu tun. Damit fällt die Personalie Kückert aus Ihrer Argumentationskette raus.
Sie lenken auf vollkommen anders gelagerte, andere schlimme Ereignisse ab, die in keinem Zusammenhang zum obigem Thema stehen.
Der Artikel behandelt den Rechtsextremismus in Sachsen und eine verfehlte Bildungspolitik an den sächsischen Schulen mit den Auswirkungen der Entstehung derartiger rechtsextremer, antidemokratischer Gruppierungen, die selbstverständlich auch in anderen Bundesländern auftauchen und Demonstrationen organisieren oder bestehenden Demonstrationen ihren Stempel aufdrücken.
Wehe dem, der diese Geister rief und sie nicht mehr los wird.
Jedenfalls begünstigt eine geschürte Verunsicherung der Bevölkerung, dass sich diese Schläger wieder in die Öffentlichkeit trauen.
Meiner Meinung nach sind die linksextremen Gruppen genauso undemokratisch, radikal und gewaltbereit wie die rechtsextremen, sie unterscheiden sich nur durch ihr Feindbild und ihre Akzeptanz im Mainstream voneinander.
Wie dem auch sei halte ich die Schläger für vergleichsweise ungefährlich für den Fortbestand einer Demokratie, weil die in der Regel nur die Parolen nachbrüllen und ihnen vor lauter Testosteron der intellektuelle Durchblick in die nationalsozialistische Ideologie fehlt. Die Hintermenschen, also die, die die Treffen organisieren und nicht öffentlich auftreten, sind die eigentliche Gefahr.
@I. Wrobel
http://www.taz.de/!5020381/
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/linksextreme-werden-von-kommunen-finanziert-f-a-s-exklusiv-15181122.html
https://www.welt.de/regionales/hamburg/article166880676/Zahlt-der-Steuerzahler-fuer-die-Trutzburg-des-Linksextremismus.html
Der erste Artikel ist eine Zeitungsente, mehr nicht. Und es ist genau der Stoff, den rechtsnationale Leute benötigen, um im Parlament und anderswo durch Verschwörungstheorien aufzufallen.
Interessant ist auch, dass andere Zeitungen nicht derartige Meldungen absetzten.
…auch in diesem kontext recht lesenswert:
https://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextreme-gewalt-warum-chemnitz-nicht-der-hambacher-forst-ist/23101702.html
@unverzagte
Danke für den Zeitungsartikel über den “Experten” Jesse und co.
@Ignaz Wrobel gern geschehen: dank auch ihrem hiesigen engagement gegen das selbsternannte expertentum.
@Wrobel
xxx hat Recht! Sie schrieben von Siegfried Borchard, genannt SS-Siggi, “dessen Anhänger mit Bussen und Pkws durch die Republik gefahren werden, um bei rechtsnationalen Auftritten mit aufzutreten.”
Ich antwortete: “Busse gibt es auch für Linksradikale bzw. Antifa-Gruppen. Die werden oft sogar aus Steuergeldern bezahlt,..”
Darauf Sie: “Diese freche Behauptung werden Sie nicht belegen können, ..”
Doch, das konnte ich. Und xxx konnte es ebenfalls. Die angeblich “freche Behauptung” haben wir durch mehrere Links belegt: Linksextreme werden tatsächlich oft mit Steuergeldern unterstützt.
Wollen Sie nicht endlich zugeben, dass Sie wilde Angriffe fahren und andere frecher Lüge bezichtigen, während in Wahrheit Sie es sind, der falsch liegt?
Schließlich werfen Sie xxx vor, vom obigen Thema abzuweichen. Haben nicht Sie mit zwei Kommentaren zum “SS-Siggi” aus Dortmund (und nicht aus Sachsen!) für die Abweichung vom Thema gesorgt?
Sie verhalten sich doppelt unredlich. Vom ersten Ihrer falschen Vorwürfe springen Sie schnell auf den nächsten um vom Misserfolg abzulenken und darauf zu hoffen, beim zweiten Mal liefe es besser.
Falsch, Sofawolf wies auf die Rechtsextremen um SS-Siggi mit deren Umzügen in Dortmund hin, um mir zu demonstrieren, dass auch dort Neonazis auflaufen.
Falsch, Sie, Herr Wrobel, haben den Nebenkriegsschauplatz mit den Bussen durch Ihren Kommentar vom 23. September 2018 um 10:46 eröffnet:
“Übrigens werden dessen Anhänger mit Bussen und Pkws durch die Republik gefahren, um bei rechtsnationalen Auftritten mit aufzutreten.”
Gut , dass Sie sich uns bezüglich der ihrer Beurteilung der rechtsradikalen Schläger, die unsere parlamentarische Grundordnung mit dem Grundgesetz und dem freiheitlichen Staatsgedanken bekämpfen und ablehnen, offenbaren.
Man braucht sich nur deren Reden anzuhören und weiß warum diese mit Teilen der AfD um Herrn Höcke und anderen zusammenarbeiten.
Es ist für mich auch erschreckend, wie ich als nicht parteipolitisch gebundener Mensch von Ihnen derartig angegangen werde, da ich an das bestehende demokratische System glaube, es unterstütze und es für das beste halte, was wir jemals auf deutschem Boden hatten.
Wer mit dem Feuer spielt und Geister ruft, die er anschließend nicht mehr beherrscht, der muss sich nicht wundern, wenn dann irgendwann das ganze Haus brennt.
Mit Brandstiftern der Demokratie lässt man sich weder geistig noch anderswie ein. Ich saufe auch nicht aus dem Klo, wenn mir das Bier in der Kneipe nicht schmeckt, sondern ich rede mit dem Wirt.
Um es deutlich zu machen: Die Schläger halten nicht die Reden, die stehen davor und brüllen die Parolen nach.
Ich glaube übrigens auch an ein demokratisches System, leider nähert sich das aktuelle System immer mehr einem marxistischen System an mit seinem Gleichheitsfanatismus. Mit dem Feuer spielen die etablierten Parteien, nur leider spielt die Bevölkerung immer weniger mit. Sie ruft vielmehr die Feuerwehr, die war das Feuer löscht, jedoch einen Teil der Bevölkerung dadurch loswerden möchte.
Vielleicht sollten Sie sich doch mal argumentativ mit den Brandstiftern der Demokratie oder zumindest den Mitläufern auseinandersetzen. Noch besser wäre es aber, die von den etablierten Parteien gelegten leicht entflammbaren Zünder wegzuräumen. Dann haben die Mitläufer keinen Grund mehr, die Brandstifter interessant zu finden, wenn sie die Zünder loswerden wollen.
Ich hoffe für Sie, dass auch Sie einmal auf die Hilfe eines dieser von Ihnen so abgelehnten Menschen , angewiesen sind. Es wird wohl ein guter arabischer Arzt sein, der Ihnen eine Chance auf eine Verlängerung ihres Lebens zu geben, damit auch Sie sich dem Wahren des Menschlichen nicht weiter verschließen.
Und noch etwas, man missbraucht im Angesicht des gewaltsamen Todes von Mitmenschen, deren Tot nicht für politische Zwecke, gleich welcher politischen Motivation !
Es ist einfach abstoßend , erschreckend und zugleich abstoßend !
Angebracht wären Respekt dem Toten und den Angehörigen gegenüber zu erweisen und schon gar keine hasserfüllten Rachen der Rache, verziert mit Zitaten aus dem für Christen nicht primär relevanten Alten Testament, vermengt mit Hetzzitaten eines Josef Goebbels ! Wie man derartig niedrig hernieder sinken kann entspricht nicht neu-testamentarisch aufgeklärten Denk- und Verhaltensweisen.
Ein Opfer wurde gesucht, um es seiner Bestimmung der Rache gegen die etablierten gesellschaftlichen Strukturen zuzuführen.
Denn das ist das Ziel dieser so von einträchtigen Biedermännern so bezeichneter Chaoten.
Reden der Rache
Ich hoffe, Sie beziehen sich damit auch auf die ganzen Opfer von Messermorden, deren Zahl in Deutschland seit 2015 dramatisch zugenommen hat.
@XXX
Sie haben anscheinend übersteigerte, wahnhafte Vorstellungen von Semiten.
Man, wachen Sie endlich aus dem selbst gewählten Alptraum auf und suchen Sie sich einmal einen Ort der Besinnung, um einen anderen Blick auf die Welt zu bekommen.
@XXX
Was wollen Sie mir hier eigentlich beweisen. Ich werde dafür sorgen, dass möglichst viele Kinder der Migranten ein deutsches Gymnasium erfolgreich besuchen werden, damit Sie des Gegenteils bezüglich derer Fähigkeiten belehrt werden.
Und ich bin froh, dass es hier Lehrer im Forum gibt, die sich engagiert für diese mahnend an die Politik einsetzen und zugleich mit sehr differenzierten Methoden dieses selbe Ziel erfolgreich verfolgen. Denn niemand kann etwas für seine soziale Herkunft oder darf dafür verurteilt werden, aber man kann Brücken zu unserer aufgeschlossenen Gesellschaft bauen. Und das tun Sie nicht.
Ich wollte Ihnen nur auf Ihren eigenen Wunsch beweisen, dass auch linksradikale Gruppierungen Busse von Steuergeldern bezahlt bekommen haben. Mehr nicht. Die Eskalation haben einzig und alleine Sie verursacht.
Bitte bereiten Sie so viele Kinder wie möglich auf das Gymnasium vor, egal ob Migrant oder nicht. Bei den Migranten wächst dadurch im Idealfall eine bildungsnahe Generation insbesondere türkisch-arabischer Migranten heran, die sich nicht mehr auf Familienehre, Religion, Frauendiskriminierung beruft, sondern auf gute Schulbildung und Leistung. Ich gehe mit Ihnen jede Wette ein, dass sich dadurch viele soziale Brennpunkte mit ihren jeweiligen Schwierigkeiten auflösen.
Wieso schreiben Sie hier eigentlich allgemein Migrant und oben speziell arabischer Arzt? Den mir vorgeworfenen Mustern scheinen Sie also auch nicht vollständig entfliehen zu können.
@XXX
Sie arbeiten weiter an dem Muster, den Glauben der Normalbevölkerung an das System der parlamentarischen Demokratie, durch infame Behauptungen weiter zu untergraben.
Es werden nicht willentlich Zahlungen an derartige Organisationen getätigt.
Es ist die AfD, die diese Brandstifter ins Haus holte, wie Teile von dieser um Höcke herum, also auch der selbstgefällige Gauland, um mit diesen informell zusammenzuarbeiten, ein gemeinsames Ziel verfolgend, dem bewährten parlamentarischen System in den aller Wertesten zu treten.
Sehen Sie zu, wie Sie diese Geister , die Sie und andere riefen, wieder unter Kontrolle bekommen, und glauben Sie nicht daran, dass Sie die Bestie beherrschen oder umgarnen können.
“Geister, die Sie riefen”
Heute in der Tagesschau zum Anschlag von Köln:
https://www.tagesschau.de/inland/koeln-geiselnahme-107.html
Zitat daraus: “Seit 2013 ist der Mann 13 Mal straffällig geworden, unter anderem wegen eines Rauschgiftdelikts, Betrugs, Ladendiebstahls und Hausfriedensbruchs. “Die Strafbarkeit führt nicht zu einer Ausreisepflicht, solange jemand als Flüchtling vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anerkannt ist”, teilte die Stadt Köln mit.”
Ich will das nicht weiter kommentieren. Soll doch jeder selbst urteilen.
Ich habe auch ein Beispiel:
Wenn ein Afghane die Hand zum Hitlergruß erhebt und das polizeilich erfasst wird, gilt das als rechtsextreme Straftat.
Quelle: https://twitter.com/PolizeiMuenchen/status/1050778621546254337
Sind wir wieder in der untersten Schublade angekommen, die Herren Volksverhetzer und AfD-Pressesprecher?
Sind Sie als Deutschstämmige pädophil, weil in Freiburg ein Pädophilenring von Deutschstämmigen ausgehoben wurde? Gibt es womöglich gar keine rechtsradikalen Deutschstämmigen? Sind das alles verkleidete Syrer, die bei Pegida und in Chemnnitz herummarschieren?
Mal ernsthaft: Manchmal erwische ich mich bei dem Gedanken, dass ich die von Ihren Kameraden kolportierte Theorie eines “Bevölkerungsaustauschs” in echt gar nicht so schlecht fände – das Ausmaß an Doofheit ließe sich womöglich reduzieren, wenn man ein paar gute “Deals” machen würde. Aber wer will Leute wie Sie schon haben?
Seit der deutschen Wiedervereinigung starben 193 Mitbürger einen gewaltsamen Tod durch Rechtsextremisten. Allerdings wurden gewaltsamen Übergriffe in Teilen als Kapitaldelikte oder Todschlag ohne einen politischen Hintergrund gewertet.
Bei einem Gottesdienst im Rahmen einer Gegendemonstration gegen Nazirockkonzerte wurde in einem thüringischen Ort diese Kreuze auf der angrenzenden Wiese aufgestellt.
Der Ort heißt Ostritz in Ostthüringen. Widerstand leisten in erster Linie normale Bürger. Die Filmdokumentation lief in der ARD unter dem Titel Rechtsrockland. Es ist ein erschreckender Bericht über eine sich entwickelnde Extremistenszene .
wie kann ich hier den islamistischen Anschlag am Berliner Weihnachtsmarkt und die Kölner Silvesternacht unterbringen, ohne als islamophob und als rechtspopulistisch zu gelten? Wahrscheinlich überhaupt nicht, weshalb ich das der Redaktion überlasse. Bernds obiger Kommentar ist ja zulässige Satire, wie dieser Beitrag von mir auch. Na ja, es gibt auch Menschen, die Mario Barth für einen Comedian halten.
Es ist immer das gleiche Szenario. Wird in einem Artikel über echten Rechtsextremismus von realen Nazis berichtet, sucht man das Thema auf die ebenso abscheulichen Taten von Islamisten und Linksradikalen zu richten. Tatsache ist, dass die Neonazi-Szene gut vernetzt ist, seit Jahren immer wieder ihre Nazikonzerte abhält, die als Parteiveranstaltungen getarnt werden und auf denen dann eindeutig strafbare Handlungen begangen werden, wie der Hass auf Juden, Verherrlichung von Gewalt besungen wird, der “deutsche Hitlergruß” provokativ ausgeführt wird, und der Sturz unseres freiheitlichen Rechtsstaats besungen wird.
Dabei sind dann auch mehrfach vorbestrafte Gewalttäter, teilweise wegen Mordes und schwerer Gewalttaten gegen Mitbürger vorbestraft Das alles hat sehr wohl mit einer verfehlten geschichtlichen Bildung zu tun, da diese Straftäter in der wiedervereinigten Bundesrepublik aufgewachsen sind.
Der Filmbericht “Rechtsrockland ” er ARD ist sehr gut aufgearbeitet und sehenswert. Die Zivilgesellschaft normaler Bürger fechtet einen stellvertretenden Kampf für uns alle gegen diesen Mob an Gewalttätern und ewig dummen Glatzköpfen.
Ich habe mich schon mal gefragt, ob man nicht als Gegenleistung für Asyl von den Kandidaten erwarten könnte, sich anständig zu benehmen und die Gesetze zu achten. Wenn sich Gäste bei einer Party schlecht benehmen, pflegt man das eigentlich nicht damit zu entschuldigen zu sagen, der Hausherr hätte sich auch mal schlecht benommen.
Auch die Kirchen mit ihrer christlichen Nächstenliebe und der Weihnachtsgeschichte von Maria und Josef vergessen gerne zu erwähnen, dass Maria und Josef sich offenbar anständig benommen haben und nicht etwa ein paar Hirten umgebracht haben, um sich deren Herden anzueignen. Auch scheinen sie keine Anschläge geplant zu haben. Sonst müsste die Weihnachtsgeschichte neu geschrieben werden.
Und wenn dieser Mensch von dem Kölner Anschlag am Hbf. mit Benzin psychisch so down ist, dass er nicht mehr weiß, was er tut, dann gehört er in eine geschlossene Anstalt. Nicht zur Strafe, sondern um die anderen zu schützen.
Wer sagt denn, dass sich Asylbewerber nicht an Gesetze zu halten brauchen, Herr AfD-Pressesprecher? Hab’ ich noch von niemandem gehört.
Bernd, der deutsche Staat setzt auf ein intrinsisches Unrechtsbewusstsein seiner Einwohner, der arabische Raum auf eine harte Hand bei Polizei, Lehrern usw. So geprägte Menschen freuen sich natürlich, wenn sie sich hierzulande Dinge folgenlos leisten können, für die sie in der Heimat schon längst einen drauf bekommen würden.
Die Kirchen mit ihrer christlichen Nächstenliebe setzen diese Personen zum Vorbild:
– Abraham, der während einer Hungersnot in ein anderes Land zog, wird Stammvater.
– Josef, der nach Ägypten verschleppt wurde, wird im fremden Land Kämmerer des Pharao und hilft bei der anschließenden Hungersnot den Ägyptern und Fremden.
– Mose, der als Mörder flieht … und später das Volk durch die Wüste führt, erhält die Gesetzestafeln, die als 10 Gebote bekannt sind.
– Ruth, die freiwillig in die Fremde geht und Ahnin Davids ist.
– Jesus, der als Säugling nach Ägypten gebracht wird und vor Herodes Soldaten flieht
– den Samariter, der als Fremder im Land Barmherzigkeit zeigt
Und tatsächlich schließt Nächstenliebe das alles ein:
“Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. Ich bin der HERR, euer Gott. ” (3. Mose, also AT)
“ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.” (Mt, also NT)
P.S.: Maria und Josef waren in der Stadt Bethlehem offenbar unbekannt, sonst hätten sie bei Verwandten nächtigen können, aber in der Weihnachtsgeschichte sind sie keine Flüchtlinge. Wenn man sich auf die christliche Tradition berufen möchte, sollte man die Weihnachtsgeschichte vielleicht mal lesen.
Palim: Wer von diesen Vorbild-Leuten, die Sie nennen, hat sich denn schlecht benommen? Welcher dieser “Fremden” hat einen Anschlag auf die “Ungläubigen” geplant oder ausgeführt? Wer von denen hat eine Messerstecherei angefangen? Wer von denen hat durch falsche Angaben über seine Identität betrogen? Die Kirchen reden nur von braven Leuten. Die Leute sind heutzutage aber nicht alle brav. Außerdem halte ich es für fraglich, ob der Papst Ihnen in Sachen Maria und Josef zustimmen würde:
http://de.radiovaticana.va/storico/2013/12/29/papst_%E2%80%9Eauch_jesus%2C_maria_und_josef_waren_flüchtlinge%E2%80%9C/ted-759638
@Cavalieri
Ihr Weltbild ist derart einseitig und negativ besetzt von einem Bild der Moslems, die sich schlecht benehmend, vergewaltigend und gewaltbereit durch deutsche Städte und Dörfer bewegen, Messerstechereien ausführen, falsche Identitäten annehmen und Anschläge auf Einheimische planen.
Die britische Art Rock Gruppe King Crimson hat diese Paranoia mit dem Lied 21. Century Schizoid Man 1969 vertont.
Anscheinend wird das alles jetzt Wirklichkeit.
Wo habe ich oben von Moslems gesprochen? Ich habe von “anständigem Benehmen” gesprochen (das gilt natürlich für alle, In- und Ausländer). Und das ist das falsche Weltbild? Wenn Sie sich nur nicht täuschen mit Ihrem Weltbild, das offenbar nicht einseitig ist.
Was würde denn gegen ein Asyl folgender Art sprechen? Mit dem Antrag stimmt der Antragsteller zu, die deutschen Gesetze zu beachten und im gegenteiligen Fall von erheblichen Verurteilungen (keine Bagatellfälle wie schwarzfahren und so) wieder auszureisen, egal wohin. Das Asyl würde dann widerrufen.
Ich nehme nicht an, dass es viele Widerrufsfälle geben würde. Ich nehme an, die Leute würden sich besser benehmen, weil sie wissen, was ihnen andernfalls droht. Wenn gar nichts droht, gibt’s eben auch keinen Respekt vor den Behörden. Das scheint leider so zu sein. Die Schulkinder praktizieren es doch: Wenn jede Unverschämtheit hingenommen wird, dann werden sie eben noch unverschämter. Was wird denn in Brandbriefen berichtet?
Es ist doch wohl eindeutig, dass Sie hier auf Migranten abheben, und in dem nachfolgenden Kommentar deuten Sie ihr Weltbild wieder an und geben weitere Einblicke in diese von Vorurteilen getragenen Denkweisen.
Wo haben Sie direkten Kontakt zu moslemischen Mitbürgern, außerhalb von Presse- und Fernsehberichten, sowie außerhalb der Seifenblase des Internets, in der Sie sich zu bewegen scheinen.
Wer von diesen Vorbild-Leuten, die Sie nennen, hat sich denn schlecht benommen? viele, Kain, Mose, David und viele mehr
Welcher dieser “Fremden” hat einen Anschlag auf die “Ungläubigen” geplant oder ausgeführt? Mose, David
Wer von denen hat eine Messerstecherei angefangen? erschlagen ist ohne Messer. aber erschlagen und Vorhäute abschneiden ist mit Messer … Petrus zog sein Schwert und hieb das Ohr ab … oder ist Ihnen das als Messer zu groß?
Wer von denen hat durch falsche Angaben über seine Identität betrogen?
Jakob, der sich für Esau ausgibt,
Abraham, der seine Frau als seine Schwester ausgibt, und als vermeintlicher Bruder vom Pharao Geschenke bekommt,
Petrus … bis der Hahn kräht
Im übrigen sehe ich keinen Widerspruch meinerseits zu denen des Papstes – weder was Maria und Josef betrifft, noch hinsichlich seiner Äußerungen zu Flüchtlingen, angesichts dessen, was ich bisher über ihn gelesen habe.
Palim: Fragt sich ob das damals alles illegal war, was die “Vorbild-Leute” da gemacht haben und ob die Kirchen heute meinen, dass man das getrost so wiederholen darf, ohne dass es zu beanstanden ist. Gilt das Alte Testament etwa heute als vorbildlich hinsichtlich der individuellen Handlungen? Soll man sich darauf berufen dürfen? Ich glaube, da ist vieles gegen das Grundgesetz. In dem Link nannte der Papst Maria und Josef Flüchtlinge, und Sie haben gesagt, das seien keine.
@cavalieri
Wissen Sie was? Lesen Sie das doch einfach nach: http://www.die-bibel.de
Da gibt es den Text für alle frei zugänglich.
Da können Sie sich dann selbst ein Bild machen, ob das vielleicht legal war, dass Mose den Ägypter erschlug, David zigtausend Leute umbrachte, Jakob ums Erbe betrog, Laban die falsche Frau verheiratete, Petrus dem Soldaten das Ohr abschlug (zu Ihrer Information – Petrus findet sich im Neuen Testament)…
… und tatsächlich steht auch die Weihnachtsgeschichte in diesem Buch – mehrfach sogar.
Wenn Ihnen das alles zu viel sein sollte, fangen sie mit Matthäus 5 an.
Und wenn Sie noch etwas lesen wollen, empfehle ich im Hinblick auf Religionen und Ressentiments
https://clinical-neuropsychology.de/religion/
Wissen hilft!
Ein klares Ergebnis dafür, dass es offenbar dringend vernünftigen Religionsunterricht in den Schulen braucht, neben vielem anderen.
@Palim
Die Bibel ist ein wahrlich spannendes Buch. Danke für ihre Texthinweise.
Wie sprach noch der Messias :”Wer frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein.”
@Palim
Ausgewählte Verse aus dem Koran, die ein böses Licht auf den Islam werfen, würde man als islamfeindlich bzw. islamophob bezeichnen. Muss man dann nicht auch Leute, die so mit der Heiligen Schrift der Juden verfahren, nämlich dem Alten Testament der Bibel, als antisemitisch bzw. judenfeindlich bezeichnen?
@I. Wrobel
Ihr Jesuszitat, das aus dem für Christen wichtigeren Neuen Testament stammt, gehört zu Recht zu den bekanntesten Aussagen Jesu. Was zählt, ist aber nicht das Herbeten-Können, sondern das Beherzigen-Können.
Diesbezüglich bin ich einigermaßen entsetzt, mit welcher Lust am Diffamieren hier in den Diskussionen immer wieder agiert wird. Zur neutestamentlichen Wahrheit gehört nämlich auch, dass Jesus vehement gegen den Pharisäismus gekämpft hat, also gegen eine Bevormundung und Verurteilung der Menschen durch eine selbsternannte Moralelite, die ständig Steine auf Anderdenkende wirft und sich dabei noch edel, gut und menschlich überlegen vorkommt.
Ja, klar, Beate S. Jesus war AfD-Mitglied und hat Flüchtlingen und anderen Sozialschmarotzern mal so richtig gezeigt, was eine Harke ist. Und Sankt Martin war bei seiner skurrilen Mantelteilung zweifellos betrunken, was die Bibel leider vergessen hat zu erwähnen – sonst hätte er den Bettler natürlich als “Einwanderer ins Sozialsystem” beschimpft und mit Fußtritten davongejagt.
Dass die Kirchen offenbar auch zu der von Ihnen verachteten “Moralelite” gehören, irritiert Sie nicht in Ihrem heiligen Furor? Sind natürlich auch alles keine echten Christen – das sind wohl nur Leute wie Sie. Tatsächlich hatte Jesus ja auch ein paar tröstende Worte für die heutige AfD und ihre Freunde parat: “Selig sind die geistig armen …”
@Beate S.
Wenn man sich die Filmberichte über die Nazikonzerte ansieht, deren Auftritte bei “inszenierten Trauerveranstaltungen” ansieht, welche mich an Beerdigungsszenarien der Hamas ohne Besinnung erinnern, dann noch die gemeinsamen Auftritte des rechten Flügels der AfD um Höcke, Kalbitz und Poggenborg, welche allesamt selbst eine eindeutige politische Vorgeschichte haben, dann wird mir richtig schlecht.
Palim: Wollen Sie damit sagen, unsere Kirchen empfehlen alttestamentarische Sitten, wenn sie sich zur Flüchtlingsfrage äußern? Oder etwa solche, die im Koran beschrieben werden? Ich kann mir das bei den Oberen Bedford-Strohm und Kard. Marx nicht vorstellen, soweit ich von denen was gelesen habe. Speziell der SPD-Genosse Bedford-Strohm vertritt mehr den Zeitgeist seiner politischen Richtung. Ich denke einerseits, dass Fremde vorzugsweise dann freundlich aufgenommen werden, wenn sie sich auch anständig benehmen. Zum anderen aber ist doch klar, dass Auswandern zu alttestamentarischen Zeiten etwas gänzlich anderes war als heute, denn einen organisierten Sozialstaat mit Sozialleistungen usw. gab es früher natürlich nicht. Und etliche Verbrechen wurde brutal geahndet mit der Todesstrafe. Wie wäre man mit zugewanderten Serientätern damals umgesprungen? Milde Bewährungsstrafen wie heute waren, denke ich, unbekannt.
Interessant ist der Link zu den Neuropsychologen, die sich mit Religion befassen. Diese Leute könnten vielleicht auch die Frage entscheiden, ob die Götter nicht doch nur Resultat eines Wunschdenken sind. Es könnte eine (neuro-)psychische Veranlagung des Menschen generell geben, sich einen Gott zu wünschen, auch wenn er einfach nicht existiert. Dessen Eigenschaften werden dann — je nach der umgebenden Gesellschaft — festgelegt und ausgeschmückt. Priester sorgen für ein gewisses geheimnisvolles Flair dabei, das die Leute sozusagen psychologisch beeindrucken soll.
“… dass es offenbar dringend vernünftigen Religionsunterricht in den Schulen braucht, …”
Aber den haben wir doch in der Bundesrepublik spätestens seit 1949. Normale Schüler erhalten in ihrer Schulzeit mehr (christlichen) Religionsunterricht als Physik- und Chemieunterricht zusammen, zertifiziert von den beiden Amtskirchen. Was hat der eigentlich nachhaltig bewirkt?
Selbst Abraham, Mose, David, Jakob, Petrus, Paulus waren nicht ohne Fehl und ohne Tadel und trotzdem sind sie Vorbilder in den Religionen.
Ich wollte Ihnen, cavalieri, damit sagen, dass die in der Bibel genannte Nächstenliebe im AT UND NT erheblich weiter geht, als Sie es sich vorstellen oder gar denken können: Sie ist nicht auf die Herkunft beschränkt, nicht auf Glauben, nicht auf das Verhalten desjenigen, dem man mit Nächstenliebe begegnet UND: Sie verlangt keine Vor- oder Gegenleistung!
Um Ihnen zuzustimmen oder zu widersprechen kommt es darauf an, was Sie unter Nächstenliebe ohne Vor- oder Gegenleistungen verstehen, Palim.
Wenn es um Asyl und Einwanderung geht, erwarte ich von den Zuwanderern und -gewanderten durchaus Integrationswillen und Integrationsanstrengungen, also auch Eigenleistung.
“Nächstenliebe” bedeutet nicht, keinerlei Erwartungen zu haben und alles zu beschönigen oder unter den Teppich zu kehren, was kritikwürdig ist und ein gutes Zusammenleben stört. Dafür müssen sich beide Seiten mit Respekt und Achtung vor dem anderen anstrengen und nicht nur eine.
Jedenfalls habe ich keine Lust, vorbehaltlos Phrasen zur “Nächstenliebe” zu beklatschen. Sowohl bei den Schülern als auch bei Migranten darf es nicht nur Fördern geben; auch handfestes Fordern ist angesagt.
Wer sich vorm Fordern drückt, hat Nächstenliebe falsch verstanden und beweihräuchert lieber die eigene Person als beispiellos gütig und verständnisvoll.
@ Markus erscheint ihnen bedingungslose nächstenliebe derart unmöglich, dass sie allein ihr persönliches verständnis in diesem kontext von richtig und falsch als allgemeingültiges erklären müssen?
Interessant wäre ja mal ein historisches Beispiel, wo ein (christlicher) Staat diese Art bedingungslose Nächstenliebe in Bezug auf alle höhere Quantitäten von Zuwanderern (also nicht die Hugenotten in Preußen) praktiziert hat und damit erfolgreich war. Mir fällt keiner ein.
Das alte Römische Reich war ja in der späteren Zeit auch durchweg christlich, aber die Völkerwanderung ist kein gutes Beispiel, weil die erstens meist unfriedlich ablief (also mit Waffen, Heeren, Kriegen) und weil sie zweitens zur schließlichen Auflösung der alten Strukturen führte:
http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/untergang-des-roemischen-reichs-das-ende-der-alten-ordnung-14024912.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
Merkwürdig finde ich übrigens, dass trotz der Thematisierung von Migration in neueren Bildungsplänen zum Fach Geschichte die alte Völkerwanderung aus der Zeit von 400-500 nicht mehr vorkommt.
unverzagte: Was Sie als Antwort auf Markus formulieren, ist ein Musterbeispiel für die Ablenkung von den eigentlichen Argumenten. Sie wollen nur irgendwie Markus ins Unrecht setzen, so als hätte er unverschämterweise irgendetwas als allgemeingültig behauptet. Hat er gar nicht, er hat gesagt: “Jedenfalls habe ich keine Lust …”. Hat Palim nicht viel eher Allgemeingültiges behauptet (“Nächstenliebe verlangt keine Vor- oder Gegenleistung”) ?
Ich denke, die bedingungslose Nächstenliebe war schon von Jesus nur als Richtschnur für Individuen gedacht (gewissermaßen im Privatleben), aber nicht als Maxime für die Staatsraison eines Staates. Ein Staat muss Verbrechern im Innern und externen Angreifern entgegentreten, sonst schafft er sich ab. Wo war eigentlich die Nächstenliebe bei den Hexenprozessen? Wo die kath. Kirche sich bedroht fühlte, schlug sie gnadenlos (ohne Nächstenliebe) zu. Daher spreche ich den Pfaffen heute auch jede moralische Überlegenheit ab.
@cavalieri, was sie als “paradigmatische antwort” inkl. “irgendwie unrichtigen setzungen” interpretieren ist zunächst mal eine frage. diese bezieht sich weiterhin auf fragwürdige generalisierung eines verständnis von nächstenliebe, vgl. letzten absatz ebd.
palim hat meines wissens nach vielmehr die bibel zitiert.
ihre persönliche erwartung an konsequent praktizierter rein auf privater ebene reduzierter nächstenliebe schreit geradezu nach erhöhung von ethik bzw. religionsunterricht. wie lässt dieser zentrale punkt vieler religionen wie nächstenliebe auf eine private ebene reduzieren? und jesus lässt seine intention ganz sicher nicht am gartenzaun enden, das würde seine mission ad absurdum verklären. übrigens hat glauben oder nicht glauben nichts mit “moralischer überlegenheit” zu tun.
stimmt. die politische Linke hat diese moralische Überlegenheit für sich gepachtet. sie heult allerdings herum, wenn sie das grliefert bekommt, was sie bestellt hat.
@Ignaz Wrobel danke auch für den sehenswerten filmtipp!
https://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Rechtsrockland-nur/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=56608760
Gut ist auch der Filmbeitrag von Arte “Mutig gegen Rechtsrock, eine Kleinstadt wehrt sich (30 min.).
Der Widerstand wird von Bürgern des Ortes Themar geleistet, unterstützt von der Kirche.
Na ja, vielleicht hat Frau Weidel diese Antifa-Mitglieder als gefährliche Linksradikale auch gemeint. Da weiß man wenigstens, wie man von dieser Partei als Normalbürger eingestuft wird. Wer beim rechten völkischen Mob nicht mitläuft ist verdächtig.
ihr letzter Satz gilt erst recht umgekehrt. wer 2015 Kritik am “wir schaffen das” geäußert hat, im Nachhinein gesehen berechtigt, galt als rechtsextremer, islamophober Nazi. Heute übrigens noch immer.
Ja, alles Opfer der Meinungsdiktatur. Wie der arme Seehofer, der ständig gemobbt und geärgert wird wegen seiner asylkritischen Haltung und zur Strafe sogar in die Bundesregierung eintreten musste. Schlimm.
Ich erinnere Sie gerne daran, das die AfD-Demonstration in 11/2015 in Oelde verdunkelt war, da die Händler und die Stadt das Licht ausstellten, etliche Neonazis aus Dortmund angefahren wurden, Hasstiraden über die Zuhörer sich ergossen und Dunkelheit herrschte, während die von den Kirchen und den demokratischen Parteien getragene Hauptgegenveranstaltung hell erleuchtet und von der örtlichen Bevölkerung deutlich besser besucht war.
finde lieder den von Ignaz Wrobel erwähnten Filmbeitrag von Arte “Mutig gegen Rechtsrock, eine Kleinstadt wehrt sich” nicht, ob jemand schlauer recherchiert und den link hier einsetzen mag? besten dank im voraus!
@unverzagte
Ich habe you tube aufgerufen und darunter den Titel des Arte-Beitrags “Mutig gegen Rechtsrock, eine Kleinstadt wehrt sich” eingegeben. Schlimm waren die Kommentare der Rechtsextremisten unter dem Filmbeitrag.
die kommentare muss man ja nich lesen
https://www.youtube.com/watch?v=-szt1snN56k
Die Kommentaren sagen etwas über die Denkweisen dieses Mobs aus, mit dem ich niemals zusammentreffen möchte.
@unverzagte
Wenn Sie mehr über den rechtsnationalen Flügel der AfD um A.Kalbitz, B.Höcke etc.erfahren wollen , sollten Sie sich den in der ARD ausgestrahlten Bericht: “Die Story im Ersten: Am rechten Rand ” , ausgestrahlt am 16.10.18 ansehen.
Das Zitat des Andreas Kalbitz, seines Zeichens Vorsitzender der AfD Landtagsfraktion in Brandenburg, auf dem Kyffhäusertreffen des rechtsnationalen Flügels der AfD ” Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen” ist eine Liedzeile der Neonazi-Band “Hauptkampflinie”. Es bestehen seitens dieser Person in der persönlichen Entwicklung etliche Querverbindungen zur Neonazi-Szene, wie die Mitgliedschaft bei den Republikanern, dem Witikobund der NPD, für den er im Witikobrief schrieb, ebenso wie für die Neue rechte Zeitung “Junge Freiheit”, von 2010-2015 war er Vorsitzender der vom ehemaligen SS-Hauptsturmführers und NPD-Funktionärs Waldemar Schmitt gegründeten rechtsextremen Vereinigung “Kultur und Zeitgeschichte, Archiv der Zeit”.
Der Begriff Ethnozid am deutschen Volk ist auf ihn zurückzuführen.
beeindruckend recherchierte doku “am rechten rand” , empfiehlt sich auch für den politikunterricht in der sek 2, danke an Ignaz Wrobel für den tipp!
https://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Am-rechten-Rand/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=56917974
ARD-Mediathek – Deutschland-Reportage: Mutig gegen Rechtsrock
Über die Suchfunktion hat man es ganz schnell.
Aber vielleicht ist das auch noch ein weiterer Beitrag zu dem Thema.
@unverzagte
Ich stimme Markus und seinem gestrigen Beitrag um 18:26 Uhr zu und kritisiere Ihre Antwort.
Eine „bedingungslose“ Nächstenliebe ist natürlich kontraproduktiv – um nicht zu sagen „menschenverachtend“ –, wenn sie die Eigenkräfte schwinden statt wachsen lässt. Dann ist sie sogar inhuman, egoistisch und selbstgerecht. Jede unnötige Nachsicht und „Bedingungslosigkeit“ macht abhängig von Hilfe und Helfer. Sie führt zu einem Leben ohne Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Nietzsche hat diesen Etikettenschwindel eines bedingungslosen Samaritertums aufs Korn genommen, indem er fragte: „Unsere Nächstenliebe – ist sie nicht ein Drang nach neuem Eigentum?“
Dazu folgendes Zitat: „Zuwendung orientiert sich am anderen, an seinen Entwicklungsschritten, Erwartungen, Möglichkeiten und Grenzen, ist wohlwollend und ermutigend, auf Eigenverantwortung gerichtet. Dagegen tritt Verwöhnung zwar im Gewand der Zuwendung auf, orientiert sich aber an den Bedürfnissen des Verwöhners. Ob nun kontinuierlich Fehlverhalten hingenommen wird, Hürden weggeräumt oder angenehme Gefühlszustände ermöglicht werden, es geht um den eigenen Vorteil, nicht um das Wohl des Kindes“ oder anderen Erwachsenen.
https://www.zeit.de/1998/41/199841.verwoehnen_3_.xml/komplettansicht
Was Sie sagen, Frau Prasuhn, kann ich wieder mal nur dick unterstreichen.
@Ursula Prasuhn
Danke für ihren Beitrag einschließlich des Betrags des ehemaligen Leiters des Sozialamtes Neuss in der “Zeit” von 1998.
Kinder zur Eigenverantwortung zu erziehen, ist ein zeitaufwendiges und schrittweises Unterfangen, welches durch eine unmittelbare Befriedigung spontan geäußerter Wünsche verhindert wird.
Es geht auch um Erwachsene, die wohlbegründete Spielregeln der Gesellschaft ohne Not konsequent missachten und wiederholt kriminell werden (Beispiel: der Attentäter kürzlich vom Hbf. Köln). Das muss Konsequenzen haben, sonst werden diese Spielregeln außer Kraft gesetzt und münden in das Faustrecht des Stärkeren wie bei den Neandertalern. Ein Polizist kann und darf gegenüber einem bewaffneten Verbrecher doch keine bedingungslose Nächstenliebe an den Tag legen. Wenn er ihn niederschießt, schützt er gleichzeitig andere. Daher bleibe ich dabei: Diese bedingungslose Nächstenliebe kann ein Staat nicht praktizieren. Ein Staat soll faire Bedingungen für alle schaffen, die jeder einzelne beachten soll. Das fängt schon in der Schule an, wo man nicht nur fördern, sondern auch fordern muss. Das wird immer gesagt, aber eben auch oft aufgeweicht. Was spricht dagegen, ein anständiges Benehmen zu fordern?
Da dieser Artikel über verfehlte Bildungspolitik in Sachsen handelt, werden Sie doch sicherlich zustimmen, wenn derartige Straftaten, wie das öffentliche Zeigen des “Hitlergrußes”, auch in der abgewandelten Form der 88 für “Heil Hitler”, das öffentliche Tragen und Verwenden nationalsozialistischer Symbole, auch auf öffentlichen Neonazi-Konzerten, sowie das Tragen des “Blood and Honor” und anderer verbotener Abzeichen, sowie Gewalt gegen andere Personen, die Bildung krimineller Vereinigungen, wie der gewaltbereiten Gruppe ” Revolution Chemnitz” und anderer krimineller Vereinigungen unter Strafe stehen.
Was Sie nennen, hat nichts mit der Bildungspolitik speziell in Sachsen zu tun. Was verboten ist, ist verboten. Nur ist Messerstecherei eben auch verboten und vieles andere mehr, wird aber dennoch gemacht. Die Leute richten sich generell weniger nach den Gesetzen und dem, was verboten ist, Das ist das Problem. Sie loten die Grenzen aus, wie unverschämt sie sein können. Ds gilt auch für Rechts- und Linksextreme (bzw. “Autonome”). Es gibt kriminelle Clans, die sich um gar keine Regeln scheren. Das Faustrecht des Stärkeren erobert unsere Straßen.
Im Hinblick auf die obige Diskussion zur Nächstenliebe stellt sich natürlich auch die Frage, ob die auch gegenüber “Rechten” angewendet werden müsste oder nicht (strafbare Taten mal ausgenommen).
Ich bin auch gegen Nazisymbole, aber warum zeigen die Leute die? Wollen sie wirklich eine Nazi-Diktatur oder wollen sie nur grundsätzlichen (und etwas unreifen) Protest gegen alles und jedes ausdrücken und sich stark fühlen? Man kann Symbole verbieten, aber leider nicht die dazugehörige Gesinnung. Und inwieweit die Bildungspolitik die Gesinnung beeinflussen kann, ist eine offene Frage.
Wieder einmal verharmlost der Pressesprecher der rechtsextremen Szene die Taten und Denkweisen von Neonazis, die auf Nazirockkonzerten den Abgesang auf die Demokratie besingen, ihren Hass zelebrieren und durch Symbole und Gesten dieses zum Ausdruck bringen.
Schauen Sie sich doch einmal die verlinkten Berichte von Arte und der ARD an, denn danach wissen Sie , wie diese Menschen orientiert sind, welche Ablehnung diese Neonazis gegen unser demokratisches Staatswesen verinnerlicht haben.
Da werden Nazirockkonzerte mit eindeutigen Inhalten in den Texten als Parteiversammlungen getarnt.
Ich kann auch nicht verstehen, warum da niemand Gülle ausfährt, wenn diese Veranstaltungen nicht unterbunden werden. Schließlich braucht dieser Mob Orte, an denen er seinem Rassenkult und Hass huldigen kann.
ich kann nicht verstehen, dass Sie alle Menschen, fie nicht Ihrer Meinung sind, der von Ihnen genannten Gruppe zuordnen. Wenndas nämlich so wäre, worden diese Rechtsrockfestivals größer als Rock am Ring und Rock im Park zusammen und würden nicht in der tiefsten ostdeutschen Pampa stattfinden.
Gehen die Argumente aus? Wo habe ich alle Menschen mit anderen Meinungen dieser Gruppe zugeordnet ?
Es ging mir um die gesamte Organisationsstruktur mit den Hintermännern der Nazirockkonzerte, über deren Konzerte, Verlage und Militaria-Artikeln sich diese europaweit operierenden Seilschaften finanzieren, Anlaufpunkte haben und Verbindungen knüpfen.
Und natürlich fühlen diese Extremisten sich durch die erfolgreich geschürten Kampagnen in ihrem Selbstbewusstsein bestärkt und demonstrieren ein immer aggressiveres Auftreten in der Öffentlichkeit wie in Köthen, Chemnitz und anderswo dieses Verhalten zu beobachten war. Die Verbindungen zu Teilen des rechten Flügels der AfD haben ihre Ursache in der Vergangenheit von Teilen dieser Mitglieder, wie Höcke und Kalbitz.
Schließlich sitzt jetzt im Bundestag und fast allen Länderparlamenten ein Partei, die offen rassistische Äußerungen in den Parlamenten trägt, deren Führungsspitze das Ziel ausgegeben hat, Tabus gezielt zu brechen, rassistische Äußerungen euphemistisch anders zu benennen und zu beschreiben oder als Widerstand darzustellen, diese ständig aufbauschend zu thematisieren, um so des Volkes Zorn zu schüren.
Herr Wrobel, Sie und Ihre Meinungsgenossen wie Bernd und Unverzagte bezichtigen offen AfD-Nähe oder noch weiter rechts stehende Positionen bei allen Personen, die nicht die stramm linke Nächstenliebe-Wir-schaffen-das-Toleranz-ohne-Gegenleistung-wir-müssen-uns-anpassen-Maxime verfolgen. Offensichtlich lesen Sie keine Zeitung, weil das durchgehend nicht funktioniert, weil die Gastfreundschaft missbraucht wird und die Rückreise trotz abgelehntem Asylantrag nicht durchgesetzt wird.
Sehr viele Flüchtlinge sind überaus dankbar, integrieren sich wunderbar, lernen deutsch, wollen arbeiten usw. Diese sind aber leider nur ähnlich repräsentativ wie Schulen, bei der die Inklusion u.a. dank massivem Personaleinsatz sehr gut gelingt. Ebenso leider werden diese Leuchttürme als repräsentativ von der Presse gefeiert.
Hier stehen mal ein paar ökonomische Gründe für die “politischen Besonderheiten” in Sachsen:
https://www.zeit.de/2018/40/ostdeutschland-chemnitz-toleranz-wirtschaftskraft/komplettansicht
Beispielsweise sank die Bevölkerung in Hoyerswerde seit 1990 von 65.000 auf 33.400. Wundert es irgendwen, dass die Restbevölkerung von der Aussicht, dass der Schwund jetzt vielleicht wieder mit Flüchtlingen aus irgendwo aufgefüllt wird, nicht begeistert ist? Besonders dann, wenn die Leute argwöhnen, die Flüchtlinge würden mehr unterstützt als die Einheimischen? Man hätte auf einen Schlag eine 50:50-Aufteilung und damit automatisch eine Spaltung der Gesellschaft (ohne dass es einer Propaganda bedürfte). Wie also beurteilen wir diese Psychologie, die da mitschwingt?
Erstens bezichtige ich Sie nicht der AfD-Nähe.
Zweitens habe ich die Querverbindungen von Teilen der AfD zur rechtsextremen Szene aufgezeigt.
Und drittens habe ich dargestellt, wie sich die rassistischen Äußerungen in der Öffentlichkeit auf Radikale auswirken, diese ermutigen Dinge zu tun, die nicht rechtens sind .
Und viertens trägt das Verhalten der AfD zur Polarisierung in der Gesellschaft bei.
Die Crux an der ellenlangen Diskussion hier ist nach meiner Beobachtung der aufgeheizte und mit Recht als hysterisch bezeichnete Kampf gegen rechts.
Indem ich das sage und somit meine persönliche Meinung kundtue, ist mir völlig klar, dass in einigen Köpfen sofort die Alarmglocken läuten und meine Person als rechtsverdächtig bekämpft werden muss.
Das hat für mich nichts mehr mit einem respektvollen und konstruktiven Meinungsaustausch zu tun, was hier zum großen Teil stattfindet, sondern nur noch mit dem verbreiteten Hau-Drauf-Verständnis gegenüber Personen, die über den politischen Tellerrand “Kampf gegen rechts” hinausblicken und noch andere, ihnen wichtige Aspekte der politischen Situation und Politik in unserem Land ins Spiel bringen. Weil nicht erwünscht, ist ihre Meinung automatisch verdächtig und beschimpfenswert.
Arme Demokratie, in der nur noch Meinungen als legitim und anerkennenswert gelten, die sich auf einer Einbahnstraße mit aggressiv erlaubtem Fahrstil bewegen.
Hier eine kleine “Gardinenpredigt” zum Thema “Kampf gegen rechts” von Paul Schreyer, einem einer rechtsextremen Gesinnung unverdächtigen Journalisten,
“Man stelle sich vereinfacht vor, alle rechten Hetzer, aber auch alle Gegner einer unbegrenzten Zuwanderung, wären ab sofort stumm und würden sich nicht mehr öffentlich äußern: Welches gesellschaftliche Problem wäre damit gelöst? Was hätte sich an fehlender Demokratie, Ungleichheit, wachsendem Druck auf arme Menschen, aber auch an bestehenden Ressentiments geändert?
Die derzeitige Debatte krankt in weiten Teilen an einem bestenfalls gutgemeinten, zugleich aber verstörend totalitären Denkmuster: Gegner einer unbegrenzten Zuwanderung seien im Kern irrational verängstigte Ausländerfeinde. Diese müssten ihre Rückschrittlichkeit nun endlich überwinden und “dazulernen”, dass Zuwanderer, und zwar völlig egal wie viele, immer eine Bereicherung seien. Wer diesen Lernschritt nicht gehen wolle, der gehöre nicht zur Gesellschaft, mehr noch: dem müsse man am besten den Mund verbieten.”
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Warum-der-Kampf-gegen-rechts-die-Gesellschaft-weiter-spaltet-4183688.html
Jens Meier, ehemaliger Richter in Sachsen, weiß sehr wohl was er sagt und wie Gesagtes beim Wähler ankommt.
Die Bezeichnung des Sohnes Borris Beckers als Halbneger ist schon starker Tobak im Angesicht dessen, das dieser Herr einmal Richter war, und wenn man sich dann noch wieder herauswindet, in dem man einen Mitarbeiter verantwortlich für einen derartigen Tweet macht, so zeugt dieses Verhalten nicht gerade von Charakterstärke.
Im Land Sachsen lief unter Biedenkopf und Tillich wirklich einiges schief in Sachen Bildungspolitik an den Schulen.
Ignaz W.: Und worauf soll das nun eine Antwort zu dem Obigen sein? Wo ist ein Zusammenhang?
Ich kann es auch.
Habe soeben den Artikel gelesen, Cavalieri! Er unterscheidet sich in seiner differenzierten Betrachtungsweise, bei der auch die AfD kritisiert wird, wohltuend von der oberflächlichen Hasskultur gegen rechts.
Danke für den heißen Tipp!
Aus einer kritischen Auseinandersetzung mit öffentlich geäußerten AfD-Hass gegen Minderheiten (alimentierte Messermänner, Burka- und Kopftuchmädchen) ,Farbige ( der Fall Boateng/Gauland oder Beckersohn als Halbneger diffamiert) ,Türken (als Kameltreiber diffamiert die sich in ihre Lehmhütten zu ihren Vielweibern zurückziehen sollen ) kreieren Sie den Begriff der “oberflächlichen Hasskultur gegen Rechts”.
Der Spracherfindungsgeist mit der inversen Bedeutungsumkehr nimmt immer neuere neue Formen an.
Erstens bezichtigte ich Sie nicht der AfD-Nähe.
Zweitens habe ich die Querverbindungen von Teilen der AfD zur rechtsextremen Szene aufgezeigt, die in deren persönlicher Entwicklung eine prägende Rolle spielte.
Und drittens habe ich dargestellt, wie sich die rassistischen Äußerungen in der Öffentlichkeit auf Radikale auswirken, diese ermutigen Dinge zu tun, die nicht rechtens sind.
Und viertens trägt das Verhalten der AfD zur Polarisierung in der Gesellschaft bei.
Fünftens arbeiten große Teile dieser Bewegungspartei an der Diffamierung der demokratisch gewählten Repräsentanten , sowie an Institutionen, der freien Presse und am negativen Image der Journalisten.
Und jetzt will man noch unliebsamen Lehrern ans Revers.
Natürlich “trägt das Verhalten der AfD zur Polarisierung in der Gesellschaft bei”, wenn Sie das partout so negativ formulieren wollen, Herr Wrobel. Gäbe es sie nicht, wäre die vorgeschriebene Einbahnstraße des Denkens, von der “Aufmüpfer” spricht, noch ausgeprägter. Es gäbe gar keine Partei mehr, die von der politischen Doktrin der letzten Jahre abwiche und Merkel-Kritikern zumindest aus Protest eine Wahlmöglichkeit böte.
“Polarisierung in der Gesellschaft” ist vor allem ein Kampfbegriff gegen die AfD und Andersdenkende. Bürger, die viel von Demokratie und Meinungsfreiheit statt Einbahnstraße und Bevormundung halten, sprechen wahrscheinlich lieber von “mehr Meinungsvielfalt” oder “mehr echte Opposition”.
Darf man hier nicht auf Strömungen in der AfD hinweisen, die gegen das System der Demokratie als Ganzes arbeiten, denn schließlich existieren noch andere Oppositionsparteien.Scließlich verlassen immer mehr Liberale die Afd, wie Herr Prof. Lucke, Herr Manthey,Richter/Staatsanwalt/ehem. Fraktionsvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern,Prof Kruse Landesvorsitzender Hamburg der AfD und vi9ele andere sind aus der AfD ausgetreten wegen des Rechtsrucks der AfD und deren Verrohung der Sprache. Gerade im Osten setzt sich der rechte Flügel um Höcke/Kalbitz durch.
Weiter oben schreiben Sie was von “Tabus gezielt zu brechen”.
Manche Tabus gehören aber auch gebrochen. Hier ein Beispiel:
Wenn jemand fundamental den Katholizismus kritisiert, also den ganzen Pomp, die Verlogenheit, den Vatikan, die rigiden Vorschriften für die Lebensführung der Gläubigen, die zweifelhafte Sexualmoral usw., dann werden manche zwar widersprechen, aber niemand wird sagen: “Der hat jetzt alle Katholiken beleidigt, das ist rassistisch.”
Wenn jemand aber in gleicher Weise den (vielleicht auch nur sunnitischen) Islam kritisiert, also die rigiden Vorschriften für die Lebensführung der Gläubigen, die zweifelhafte Qualifikation der Imame, die unklare Haltung zum “Krieg gegen die Ungläubigen”, die fehlende Abgrenzung gegen die Salafisten, die zweifelhafte Sexualmoral usw., dann heißt es sofort: “Der hat jetzt alle Moslems beleidigt, das ist rassistisch.”
Das eine wurde eben zu einem Tabu erklärt und das andere nicht.
Ist das hier Austauschportal für AfD-Strategien, wie man in der Öffentlichkeit durch rhetorische Sprachkünste eigentlich alles rechtfertigen kann ?
@Sabine wenn ihnen polarisierung unpassend erscheint, wie benennen sie die kontinuierliche vermittlung des immerselben feindbildes inkl. eindimensionalen gehetze?
@Sabine
Wer nicht anderes als die Damen und Herren Höcke, Poggenberg, Kalbitz, Gideon,Weidel und Gauland polarisiert durch seine öffentlichen Reden ?
@Wrobel
Klar doch, das dürfen Sie, Herr Wrobel. Das tue ich ja selbst, sowohl bei der AfD als auch bei anderen Parteien. Z.B. kritisiere ich an Frau Merkel, dass unter ihrer “Regentschaft” das demokratische System gelitten hat, indem politische Entscheidungen in Hinterzimmern mit wenigen maßgeblichen Beteiligten ausgehandelt wurden, statt in der Breite des Bundestags diskutiert und entschieden zu werden. Nicht umsonst heißt es immer wieder, die parlamentarischen Gremien seien unter Frau Merkel zu Abnickvereinen verkommen. Und wer in der CDU nicht mitmachte, wurde aufs Abstellgleis geschoben und konnte seine politische Karriere vergessen.
Ich kann nicht behaupten, dass unter Frau Merkel “das System der Demokratie als Ganzes arbeitete”, doch Kritiker hatten schlechte Karten, auch in den öffentlich rechtlichen sowie anderen “Leitmedien”.
@unverzagte at 12:16
Das immer gleiche “Feindbild mit eindimensionalem Gehetze” begegnet mir in allen politischen Lagern und ist auch hier in der Diskussion offensichtlich. Wenn Sie schon den aufputschenden Begriff “Polarisierung” wollen, dann wenden Sie ihn als Anklage doch bitte unter mehr als nur einem Blickwinkel an.
@Sabine mir ist kein lager außerhalb der npd/afd bekannt, welches systematisch das feindbild “migration” konstruiert. schlagen sie bitte einen ihrer ansicht nach passendere begriffsalternative zu diesem prozess der polarisierung vor!
Das ist doch der politische Blickwinkel mit Feindbild, den Sie haben: Die böse AfD und ihre Ablehnung der Merkelschen Einwanderungspolitik unter der Fahne “Asyl”.
Ihr Feindbild sind also die AfD und Menschen, die nicht so gepolt sind wie Sie. Polarisierung gibt es auch bei Ihnen. Schauen Sie sich doch die Kommentare hier an und wie sehr in dieser kleinen Gesellschaft der Diskutanten polarisiert wird. Haben Sie und Ihre Mitstreiter daran etwa keinen Anteil?
Es ist der rechte Flügel dieser Partei, der die Richtung vorgibt, Grenzüberschreitungen vornimmt und den Wettbewerb der sprachlichen Entgleisungen gegen Farbige , wie Noah Becker in Form der Titulierung als “Halbneger” oder gegen den Fußballspieler ” Boateng , neben den man auch nicht wohnen möchte”, vornimmt und bewusst einsetzt.
Dann geht es auch gegen Migranten , hier “alimentierte Messermänner” oder “Kümmeltürken, die sich weit hinter den Bosporus zu ihren Lehmhütten scheren sollen”, oder es geht gegen Frauen mit einem moslemischen Migrationshintergrund , welche als “Burka- und Kopftuchmädchen” oder als “Vielweiber” verunglimpft werden.
Das ist die reinste Hasskultur, die inzwischen ihren Eingang in die Umgangssprache dieser Rassisten gefunden hat, wobei der Begriff noch harmlos ist im Angesicht der täglichen Verfehlungen dieser Leute.
Und so kam es wie es kommen musste, dass eben die Liberalen Parteimitglieder nach und nach diese Partei verlassen, weil der Umgang untereinander und diese Positionen unerträglich werden und eben nicht jeder diese neue Parteilinie bereit ist mitzutragen.
Dieselben fast wortwörtlichen Anklagen gegen die AfD immer wieder zu lesen, nutzt sich ab und bringt nichts an Überzeugungskraft. Die immer gleiche Leier erweckt nur den Eindruck, dass Worte und Argumente ausgehen, während Wut und Hass steigen.
Mir scheint, dass Sie vor einiger Zeit etwas differenzierter, gemäßigter und besonnener schrieben. Bei mir kam das besser an.
Ich gebe lediglich die Tonlage dieser Rechtsaußen-Partei wieder,
die sich pöbelnd und polternd durch Deutschland bewegt und in ihrer Sogwirkung ein Sammelbecken für nationalkonservative und NPD-Leute geworden ist.
Herr Hans-Olaf Henkel hat diese Ansammlung zu Recht als Monster beschrieben, das unkontrollierbar von den falschen Leuten übernommen worden ist.
Sie können von mir nicht ernsthaft erwarten, dass ich diesem verbalen Treiben noch akklamierend Beifall zolle, und ihr Kommentar lässt eher die Vermutung zu, dass man dort nicht gerne in der Öffentlichkeit vor Publikum mit den eigenen Worten konfrontiert und auf dieses Thema reduziert werden möchte.
Das öffentliche Verhalten der Parteirepräsentanten ist in jeder Hinsicht nur noch als solches geplant unanständig zu beschreiben.
Man verweigert sich absolut und unumstößlich der kritischen Selbstreflektion über eigene öffentliche Auftritte, die sich in Form einfacher und billig polemischer Parolen in völkisch-nationalem Tonfall äußern, den man weiter befeuern möchte und benötigt, um die Massen auf die Straße zu führen, da man den Umsturz des demokratischen Staatswesens im Auge hat.
“passendere Begriffsalternative”
Ich schlage dazu eine Abschaffung der PC-Terminologie vor (PC = politically correct). Stattdessen sollte jede(r) sich selbst überlegen dürfen, welche Terminologie die passende ist. Dann würde sich manches bessern, denn allein schon die PC-Terminologie bewirkt eine gewisse Spaltung der Gesellschaft. Denn niemand ist demokratisch dazu legitimiert, diese festzulegen. Die Festlegung erfolgt also durch eine nicht legitimierte Minderheit (offenbar besonders in den öffentlich-rechtlichen Medien mit ihren Lobbyisten-dominierten Rundfunkräten), die damit die anderen ausgrenzen oder disziplinieren möchte. Aber nicht jede(r) macht da mit.
Gut, dann nenne ich Sie jetzt ausdrücklich einen alten Nazi! Ihre ewige Hetze gegen Migranten und die rechtsstaatliche Demokratie in diesem Forum – verbunden mit der Nutzung neonazistischer Codes (“PC”) – entlarvt sie als rechtsradikalen Insider und Schreibtischtäter. Politisch inkorrekt genug?
Oder soll die von Ihnen geforderte Aufhebung der “PC” nur für Leute für Sie gelten – als Freibrief zur Beleidigung von Minderheiten und Andersdenkenden?
Dieses Kompliment gebürt aber erst Recht dem immer wieder aus dem Hintergrund agierenden Mathematiklehrer vom Gymnasium,
der in seiner linkischen Art immer wieder seine frechen und gut getarnten rassistischen Bemerkungen hier ablässt.
Das schreibt Ignaz W. weiter unten:
“Inzwischen wird aber immer deutlicher, dass ihre Sichtweisen auf die Welt von sehr einfachen Klischees getragen werden, und weder Reife noch Erfahrung die Quelle ihrer verbalen Ergüsse sind.”
Könnte man das auch auf Bernd beziehen?
Die Abschaffung der PC würde ja nicht bedeuten, dass der Beleidigungsparagraph abgeschafft wird. Der sieht ohnehin vor, dass (auch rassistische) Beschimpfungen nicht zulässig sind. Es ginge um die Abschaffung des krampfhaften Herumgeschwurbels um unangenehme Wahrheiten. Die Berichterstattung über die berüchtigte Kölner Silvesternacht hat uns die Augen dafür geöffnet (anfangs hieß es doch: “alles in Rahmen des normalen”).
Wer verbietet denn in Deutschland, unangenehme Wahrheiten auszusprechen? Kein Mensch.
Versuchen Sie mal in Russland, Polen oder Ungarn solche systemfeindlichen Posts zu veröffentlichen, die Sie hier tagtäglich gegen die parlamentarische Demokratie und ihre Vertreter heraushauen – wie lange, glauben Sie, würde es dauern, bis Sie die Geheimpolizei vor der Türe stehen hätten?
Die Berichterstattung über die Kölner Silvesternacht war genau das: Berichterstattung – die nach und nach das Geschehen öffentlich machte. Und wer hat für die Berichterstattung gesorgt? Die “Lügenpresse”. Aber seriöse Medien brauchen, anders als die Schlaumeier Ihrer Radikalinski-Partei, schon ein bisschen Zeit, um ein Geschehen zu recherchieren.
Es ist ein offenes Geheimnis, Bernd, dass die Medien für die Berichterstattung von der Kölner Silversternacht nicht aus Gründen der Recherche so zögerlich waren, sondern weil man sich schwer tat mit der Befürchtung, das Ausmaß des Geschehens könne der Willkommenskultur schaden und die Kritiker der Merkelschen Flüchtlingspolitik bestätigen.
Dieser verharmlosende und zögerliche Umgang mit Wahrheiten (nicht nur in Zusammenhang mit Köln) ist Ursache für die Popularität der Begriffe “Lügenpresse” oder “Lückenpresse”.
Viele Bürger trauten der Berichterstattung nicht mehr, ohne dass sie rechtsradikal gewesen wären.
Aber natürlich ist es bequem, diese Leute alle in die Schublade von Rassismus und Fremdenhass zu stecken, statt sich mit ihnen sachlich auseinanderzusetzen und dadurch nicht zu Protestwählern der AfD zu machen.
Soso, ein offenes Geheimnis – also ein Geheimnis, das keins ist.
Welche Medien “taten sich denn schwer”? Und wie äußert sich ein “schwer tun” denn? Berichterstattung gab’s jedenfalls zuhauf.
Wenn Sie allerdings mit “schwer tun” meinen, dass seriöse Medien erst mal recherchieren, bevor sie veröffentlichen – während AfD-Politiker ihre Hetz-Posts schon nach Sekunden raushauen -, dann haben sie wohl Recht.
Seriöse Medien tun sich immer schwer mit einer Berichterstattung, bei der Menschen öffentlich einer Straftat beschuldigt werden. Wer das tut, sollte sich schon auf gesicherte Informationen stützen können – die mitunter aber nicht sofort verfügbar sind. Und es ist auch gut so, dass seriöse Medien sorgfältig arbeiten: Es könnte sonst ja auch Sie mal treffen.
Über eine Formulierung bei Ihnen stolpere ich aber: Glauben Sie ernsthaft, Rassisten und Fremdenhasser ließen sich davon abhalten, die AfD zu wählen, wenn ich mich mit ihnen sachlich auseinandersetze? Worüber denn? Dass Fremdenhass irgendwie ganz ok ist? Also bin ich schuld, wenn Leute die AfD wählen, weil ich sie für dämlich und/oder politisch extrem halte? Sorry – den Schuh ziehe ich mir nicht an: Wer glaubt, “aus Protest” eine in großen Teilen rechtsradkale Partei wählen zu müssen, tut das auf eigene Verantwortung. Und wird dafür irgendwann die Konsequenzen zu spüren bekommen.
Genauso sehe ich das auch, Geli.
@Bernd
Sie fragen: “Glauben Sie ernsthaft, Rassisten und Fremdenhasser ließen sich davon abhalten, die AfD zu wählen, wenn ich mich mit ihnen sachlich auseinandersetze?”
Antwort: Wahrscheinlich nicht. Ihr Irrtum oder besser gesagt Ihre Irrlehre liegt aber in der Verbreitung des Glaubens, die überwältigende Mehrzahl der AfD-Wähler seien Rassisten und Fremdenhasser.
Das bestreite ich und hoffe, dass meine Vermutung nicht stimmt, dass Sie mit dieser Behauptung Ihre aggressiven Attacken hier gegen Meinungsgegner nur rechtfertigen und als Sorge um unsere Demokratie und unsere ausländischen Mitbürger darstellen.
“Versuchen Sie mal in Russland, Polen oder Ungarn solche systemfeindlichen Posts zu veröffentlichen …”
Wenn ich auf die Verhältnisse in anderen Länder, z.B. Türkei hinweise, dann bekomme ich immer entgegengeschleudert, das würde doch nur ablenken und relativieren, und es ginge hier nicht um andere Länder. Dann könnte man ja auch sagen, die AfD sei nicht so nationalistisch wie die regierende AKP des Herrn Erdogan. Und in Saudi-Arabien ist es noch schlimmer.
Ein einzelner Mensch darf in Deutschland seine Meinung sagen, aber schon hier im Forum wird etliches gelöscht (obwohl durchaus der Netiquette entsprechend), und auf Journalisten im ÖR wird doch offensichtlich Druck ausgeübt, sich im PC Sinne zu äußern, sonst bekommen sie eben keine weiteren Aufträge mehr.
Anderes Beispiel von der elektr. Tagesschau: Da ging es um organisierte Kriminalität, und es wurde gemeldet, ein Drittel aller Fälle würde den Drogenhandel betreffen. Aber der folgende Kommentar im Forum, der nur eine harmlose Frage stellte, wurde von der Redaktion nicht freigegeben, offenbar im Sinne von PC:
“Ein Drittel aller Fälle betrifft das Drogengeschäft, erstaunlich viel. Da frage ich mich: Wieviele deutschstämmige (nicht zugewanderte) Rauschgifthändler gibt es wohl noch in Deutschland, und wie hoch mag ihr “Marktanteil” sein?”
Die Zahl der Alkoholabhängigen ist laut Spiegel, Welt und anderer Medien ist seit 2006 um 36 % auf 1,8 Millionen angestiegen. Weitere 1,6 Millionen betreiben einen gefährlichen Alkoholmissbrauch. Besonders ist der Anstieg bei den unter 25. jährigen Männern.
Weitere 7,4 Millionen trinken mehr als die von Experten empfohlene Höchstmenge.
Ich kenne eigentlich keinen Moslem , der Alkohol trinkt. Was bedeutet das in Ihrer Logik ?
Verkaufen Araber illegal Alkohol an Deutsche ?
Muss ich jetzt auch die AfD wählen ?
Wie soll ich mich verhalten ?
Empfiehlt es sich vor dem Besuch einer AfD-Veranstaltung eine Flasche Rotwein zu trinken ?
Fragen über Fragen.
Wissen Sie Cavalieri, Manni sagt immer wo anders muss man viel Geld für Unterhaltung bezahlen, und hier gibt es alles um sonst.
@Bernd
“Political Correctness” (PC) soll ein neonazistischer Code sein, nur damit Sie mal wieder jemanden als Rechtsradikalen verunglimpfen können?
Dann lesen Sie mal hier, in diesen “neonazistischen” Blättern mehr darüber:
https://www.focus.de/finanzen/news/tid-29319/political-correctness-klappe-zu_aid_911015.html
https://www.zeit.de/2017/06/political-correctness-moral-gesellschaft-gleichstellung-korrektheit/komplettansicht
Ich verunglimpfe niemanden. Ich nehme Cavalieri nur beim Wort. Wenn “PC” nicht mehr gelten soll, dann doch wohl für niemanden – also darf auch ich öffentlich äußern, was ich denke. Und nichts anderes habe ich getan.
PS. Für 95 Prozent der Bevölkerung steht das Kürzel “PC” für Personal Computer – nur Rechtsradikale verbinden damit “das System”, das es zu bekämpfen gilt.
Einfach nur noch albern, Bernd. Für jeden politisch denkenden und an politischen Diskussionen teilnehmenden Menschen steht die Abkürzung PC nicht für Personal Computer, sondern für Political Correctness. Das dürfte keiner hier missverstanden und als Geheimcode für Rechtsradikale verstanden haben, außer Ihnen, der so manches unterstellen und missverstehen will.
Lasst Euch nicht verarschen, besonders nicht von mir.
@Cavalieri
Sie geben exakt die neu gewählten und sprachlichen Umgangsformen dieser Menschen-Verführer wieder, die darauf abzielen, die Menschenmassen für sich auf den Straßen zu mobilisieren.
Das sprachliche Niveau soll auf die unterste Ebene hinabgeführt werden, auf der sich die Gegner dann ihre verbalen Schlagabläufe liefern.
In Chemnitz scheint auf den ersten Blick die inszenierte Generalprobe den Hetzern gelungen zu sein. Man konnte dem Rechtsstaat demonstrieren, wozu man im Stande ist, waren die Einsatzkräfte doch in der Zahl als zu niedrig einzuschätzen. Festnahmen wegen des öffentlichen Zeigens verbotener Symbole und Grüße erfolgten nicht.
Alles war zu sehen, sogar entblößte Gesäßhälften, die provokativ der Polizei und der entsetzten Öffentlichkeit feil geboten wurden. Widerlich und abstoßend war diese Ansammlung.
Freilich hat man nachgeholfen, indem fast man alle Gruppierungen aus dem Neonazilager bis hin zum rechten AfD-Flügel gemeinsam an Demonstrationen zusammenführte.
Hilfreich waren, wie bereits erwähnt, die alten Verbindungen , die man ausnutze, um möglichst viele “wütende Bürger” zusammen zu bekommen, um dem “Volkszorn” öffentliche Ausdruck zu verleihen.
Was kommt da sonst noch an Widerwärtigkeit ?
Sie schreiben mehr und mehr wirre, unzusammenhängende Texte, die nichts mit der eigentlichen Diskussion zu tun haben.
@Cavalieri
Meine Texte sind nicht wirr, sondern sie beschreiben die traurige Wirklichkeit, denn man ist sich anscheinend nicht bewusst, dass man alles verlieren kann, wenn man diesen Menschen-Verführern die Macht zu entscheiden, überlässt. Es gibt für alles Lösungen, die am besten von Frauen, ja Sie hören richtig, entschieden werden, denn diese sind, wie Maria Magdalena es bewiesen hat, besser in der Lage Entscheidungen einvernehmlich zu lösen, obwohl wir Männer doch eigentlich Recht haben, aber Weise genug sind, uns diesen Entscheidungen zu fügen.
Irgend wann setzt sich die Vernunft doch durch.
Übrigens “fast” dürfen Sie bitte gerne streichen.
Ich denke, die anderen hier im Forum sollen urteilen. Die lesen ja mit und sind nicht dumm. Ich konstatiere jedenfalls einen gewissen Niedergang in der Diskussionskultur und der Art der Argumentation: “PC statt Logik”. Das könnte typisch auch für die große Politik sein.
Sie versuchen es auch immer wieder.
@cavaleri meinen sie mit ihrer phrase “niedergang einer diskussionskultur” ihre eigenwilligen, abwertenden bewertungen und wie stellen sie sich ein diesbezüglich kluges urteil vor?
Unverzagte, bitte erklären Sie, weshalb durch Quellen belegte Äußerungen abwertend sind, jedoch Ihre rein emotionale Reaktion darauf gegen die Person Cavalieri nicht abwertend ist. Danke.
Auch wenn man die AfD nicht mag, könnte man einen anderen Diskussionsstil pflegen, das demonstrierte dieser Tage sogar der ARD-aktuell-Chefdedakteur:
https://blog.tagesschau.de/2018/10/26/eine-podiumsdiskussion-bei-der-afd/
Sachlich vorgetragene Argumente könnte man sachlich kontern. Ein “Niedergang” liegt immer dann vor, wenn dies nicht mehr möglich ist, sondern wenn mehr und mehr nur noch zu Urteilen über den jeweils anderen (und nicht mehr über die Sache) gegriffen wird. Oben wird mir vorgeworfen: “Das sprachliche Niveau soll auf die unterste Ebene hinabgeführt werden”, und dann ist von den Ereignissen in Chemnitz so die Rede, so als hätte ich eine Verantwortung dafür. Wir könnten ja mal das sprachliche Niveau der obigen Beiträge näher beleuchten.
bevor sie erneut die opferrolle für sich beanspruchen, versachlichen sie doch zuerst einmal ihren argumentationsfreien beitrag vom 23.10 an Ignaz Wrobel “Sie schreiben mehr und mehr wirre, unzusammenhängende Texte, die nichts mit der eigentlichen Diskussion zu tun haben” – spiegelt dies ihr favourisiertes sprachniveau?
Danke für den Link, Cavalieri! Neben dem Artikel sind auch die Kommentare der Leser und TV-Zuschauer sehr interessant.
Unverzagte: Wenn Ihnen zu Cavalieries Kommentar und Blog-Eintrag nicht mehr einfällt als das, dann scheint er ja ins Schwarze getroffen zu haben. Im Übrigen war das eine nüchterne Feststellung von der derzeitigen Art von Ignaz Wrobel, zu kommentieren. Sie gehen aber leider in eine ähnliche Richtung.
@xxx aus der luft gegriffene bewertungen mögen der eigenen emotionalen befindlichkeit gerecht werden, an der sache ansich gehen sie vorbei.
welchen inhaltlichen aspekt liefert also ihr beitrag abgesehen davon, dass wir ganz offensichtlich unterschiedliche definitionen von sachlichkeit haben?
@Cavalieri
Der Satz: “Das sprachliche Niveau soll auf die unterste Ebene hinabgeführt werden,” bezog sich auf den Stil des rechten Flügels der AfD, wovon Sie sich eigentlich nicht angesprochen fühlen dürften, denn Sie argumentieren sehr sachlich, nur dass Sie eben zu Weilen auf andere Themen umschwenken und einen Gegenbezug herstellen, der nicht immer vorhanden ist.
Sie fühlen Sie sich doch nicht diesem äußersten Flügel zugehörig! Dieser Flügel verändert im Moment die öffentlich gesprochene Sprache in Teilen der AfD, und das habe ich auch so kommuniziert.
Ich habe zugegebener Maaßen ein wenig Themen hier auch vermischt, was aber erkennbar war.
Mit dem Bezug der Drogenkonsumenten zum Alkohol wollte ich Ihnen zeigen, dass ein wesentliches gesellschaftliches Problem der Alkoholkonsum als solches nicht betrachtet wird, weil dieser staatlich nicht sanktioniert wird und wohl kaum von Moslems befördert wird. Das war reine Ironie.
Sie warfen mir vor, ich gäbe “exakt die neu gewählten und sprachlichen Umgangsformen dieser Menschen-Verführer wieder…”, und gleich darauf ist von der untersten sprachlichen Ebene die Rede. Wenn ich “sachlich” schreibe, warum reagieren Sie wiederholt derart wütend und unsachlich?
@Ignaz Wrobel, heute 8:16
Mit „oberflächlicher Hasskultur gegen rechts“ meine ich etwas anderes als Sie, nämlich das, was z.B. die Bestseller-Autorin Charlotte Link, die selbst in der Flüchtlingshilfe aktiv ist, bei Markus Lanz über die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel gesagt hat: „Wir haben damals einem großartigen Kontrollverlust zuschauen müssen“, meinte sie. „Man hatte den Eindruck, die Regierung stößt etwas an, und dann läuft es aus dem Ruder und sie verliert die Kontrolle über die Situation. Das finde ich erschreckend.“
Frau Link verurteilte Diskussionen, bei denen die Beteiligten in gut und böse eingeteilt werden. „Wenn man nicht hundertprozentig auf dem totalen Willkommenstrip von Angela Merkel ist, dann ist man irgendwie in der Wahrnehmung sofort schon rechts außen. Und das ist einfach Blödsinn!“
Und sonst haben Sie keine Probleme?
Bitte widerlegen Sie Frau Link inhaltlich, weil Sie ganz offensichtlich nicht ihrer Meinung sind. Wenn Ihnen nur so eine Frage einfällt, dann scheinen Sie kein brauchbares Argument zu haben.
Sie pflegen Ihre Giftpfeile stets aus einer sicher erscheinenden Deckung heraus abzufeuern.
Inzwischen wird aber immer deutlicher, dass ihre Sichtweisen auf die Welt von sehr einfachen Klischees getragen werden, und weder Reife noch Erfahrung die Quelle ihrer verbalen Ergüsse sind.
Ich warte noch auf ein Argument zur Entkräftung von Frau Link. Sie bestätigt meine einfachen Klischees, die immerhin keine kognitive Dissonanz verursachen.
“dass ihre Sichtweisen auf die Welt …”
Ich denke, das ist völlig irrelevant. Es zählen nur die genannten Argumente, nicht aber echte oder vermeintliche Eigenschaften derer, die hier diskutieren.
Das ist doch dummes Zeug. Natürlich kann ich die Flüchtlingspolitik kritisieren – kommt allerdings schon drauf an, wie ich das tue. Wenn ich Flüchtlinge und Migranten pauschal als “Messermänner” und “Kopftuchmädchen” herabwürdige, hat das nichts mit Kritik an der Flüchtlingspolitik zu tun. Dann reden wir über blanken Rassismus.
Und wenn wir sachlich über den Kontrollverlust 2015 reden, den es zeitweilig sicherlich gegeben hat, dann müssen wir auch über damals realistische Alternativen sprechen: Die Herren und Damen Oberschlau – was wäre denn die Alternative dazu gewesen, die Grenzen seinerzeit nicht zu schließen? Wir haben, ausgelöst durch die Implusion einer Weltregion, des Nahen Ostens – woran insbesondere die USA maßgeblich beteiligt waren -, eine Flüchtlingsbewegung biblischen Ausmaßes erlebt (und übrigens mittlerweile auch ganz gut bewältigt). Hätten wir die Leute erschießen sollen? Oder ins Mittelmeer treiben? Was, genau, hätte die AfD denn getan, wenn sie an der Regierung gewesen wäre?
Das möchte ich gerne einmal von all denen wissen, die behaupten, man dürfe die Flüchtlingspolitik nicht kritisieren. Doch darf man. Aber um ernst genommen zu werden, sollte man sich schon mal überlegt haben, welche Möglichkeiten es überhaupt gab – sonst ist es eben nur Blabla.
Dann schlagen Sie doch bitte mal vor, wie es gelingen soll, dass Deutschland die mindestens 100 Millionen Menschen aufnimmt, die sich aus den verschiedensten Gründen in die gelobten Länder des Westens aufmachen.
Was die EU betrifft, hat Deutschland unter Frau Merkel in den letzten Jahren mehr Migranten aufgenommen als alle anderen EU-Staaten zusammen. Und täglich werden weitere Menschen in erheblicher Anzahl aufgenommen, auch wenn so getan wird, als sei heute alles gänzlich anders als 2015.
Ich bin gespannt auf Ihre Lösungsvorschläge zur Aufnahme, Wohnungssituation, Integration, Beschulung der Kinder sowie der analphabetischen Erwachsenen. Auch zu den Kosten sollten Sie etwas sagen und zu den personellen Ressourcen für diesen Kraftakt.
100 Millionen? Wieso nicht gleich eine Milliarde? Ach was, 100 Milliarden.
Und über wen reden wir hier? Über Kriegsflüchtlinge? Über politisch Verfolgte? Über Migranten?
Die allermeisten der hier in den vergangenen 10 Jahren Zugewanderten sind EU-Bürger – und die haben das Recht, sich in Deutschland niederzulassen (Und sind vielfach Akademiker, nicht Analphabeten). Und jetzt raten Sie mal: Woher kommt wohl das Wachstum der vergangenen Jahre in Deutschland? Wer macht die ganze zusätzliche Arbeit? Wer sorgt dafür, dass Ihre Rente sicher ist? Klar können Sie sich politisch dafür einsetzen, Deutschland (wieder) einzumauern – wenn Sie gerne auf dem Niveau von Russland, Polen oder Ungarn leben möchten, bitteschön.
Ich halte dagegen.
Bernd
1) Es geht nicht um die vergangenen 10 Jahre, es geht um die vergangenen 3 Jahre.
2) Laut statistischem Bundesamt ist das durchschnittliche erwirtschaftete Bruttosozialprodukt von Migranten geringer als das durchschnittliche ertwirtschaftete Bruttosozialprodukt von Nichtmigranten.
3) Gleichzeitig steigt auch die Emigration weg aus Deutschland. Das ist natürlich nur für vermögende Menschen möglich.
Das waren immerhin die offiziellen Zahlen von vor einem Jahr:
https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/zahlen-fakten/
“EU-Bürger haben das Recht, sich in Deutschland niederzulassen.”
Das ist ein schönes Beispiel für eine nur scheibchenweise korrekte Information durch unsere hochgepriesenen Medien.
Als diese EU-Freizügigkeit in Kraft trat, da waren die Zeitungen voll von Meldungen wie: “Man kann aber nur zum Arbeiten einwandern, eine Einwanderung in die Sozialsystems ist unmöglich.”
Und schon ein halbes Jahr später gab es Gerichtsurteile, die irgendwelchen Leuten aus Rumänien dennoch Hartz IV zugesprochen haben. So geht das: Man muss in Deutschland einen Gewerbeschein beantragen (etwa für einen Bauchladen oder eine Würstchenbude). Das kann auch pro forma geschehen ohne tatsächliche Tätigkeiten. es gib Leute, die da routiniert “nachhelfen” so wie auch beim Kindergeldbezug für Kinder im Ausland. Dann muss man eine gewisse Schamfrist abwarten (ein paar Monate). Danach kann man das Gewerbe aufgeben und Hartz IV beantragen (vermutlich dann für die ganze Familie). Es gibt offenbar keine Regelung, die nicht irgendwie umgangen werden könnte. Die EU-Juristen in Brüssel hätten das eigentlich sehen können.
Das Bundesamt BAMF stellt nüchtern fest: “Zwischen Mitte 2011 und Anfang 2014 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Staatsangehörigen aus den EU-2 Ländern um 134 %, die Zahl der arbeitslos Gemeldeten um 179 % und die Zahl der SGB-II-Empfänger aus diesen Ländern um 188 % angestiegen. Dabei zeigt sich in relativer Betrachtung, dass die Arbeitslosen- und die Transferleistungs-bezugsquote bei bulgarischen Staatsangehörigen etwa doppelt so hoch ausfällt wie bei rumänischen Staatsangehörigen.”
Quelle: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Forschungsberichte/fb24-rumaenien-bulgarien.pdf;jsessionid=2367C98C575A1B9A0CC53D28CE461143.1_cid368?__blob=publicationFile
Die Briten bekommen gerade zu spüren, welche Konsequenzen es hat, wenn eine nennenswerte Zahl von Bürgern sich von der Fremdenfeindlichkeit der Rechtspopulisten anstecken lässt – in Rekordzeit fährt eine prosperierende Wirtschaft vor die Wand. Hauptsache: Grenzen dicht.
So einfach und undifferenziert lässt sich der Brexit natürlich auch erklären, Bernd. Hauptsache, die Fremdenfeindlichkeit wird mal wieder in den Fokus gerückt und angeprangert.
Doch zu gelis Bitte bzw. Aufforderung an Sie gestern um 21:05 Uhr! Auch ich “bin gespannt auf Ihre Lösungsvorschläge zur Aufnahme, Wohnungssituation, Integration, Beschulung der Kinder sowie der analphabetischen Erwachsenen”, die bereits hier sind und weiter zu uns kommen. Ihre Zahl einzudämmen durch mehr Grenzkontrolle und Abweisung ist für Sie ja nur fremdenfeindlich und rassistisch.
Wann soll ich das denn geäußert haben?
Bernd: Am 24. Oktober um 21:20 Uhr.
Halluzinationen?
Nicht mehr als Sie aus Kommentaren herauszulesen glauben.
@Geli
100 Millionen ? Wie setzt sich diese Anzahl zusammen ?
Syrien hat 18,27 Millionen Einwohner , Lybien 7,2 Millionen Einwohner.
Diese Zahl habe ich mehrfach aus dem öffentlich rechtlichen Fernsehen vernommen.
“stillmann” hat die offiziellen Zahlen von vor einem Jahr, also 2017, aus der UNO angegeben, die bei 70 Millionen lagen.
Ich sehe da keine so große Kluft, auch wenn Bernd meint, ich spinne total und könne ja gleich mal eine Milliarde nennen.
Es geht nicht nur um Nordafrika, sondern um Afrika insgesamt, auch die arabischen Staaten insgesamt (nicht nur Syrien) und auch um etliche bettelarme und bürgerkriegsbedrohte Regionen in Asien.
Danke für Ihre sachliche, statt rhetorisch diffamierende Nachfrage, die hier zunehmend üblich ist.
Ein Bundesminister nannte 100 Millionen allein aus Afrika:
https://orange.handelsblatt.com/artikel/29758
Und die Bevölkerung in Afrika wächst schnell, schneller als überall sonst:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/afrika-die-gruende-fuer-die-flucht-nach-europa-13550996.html
Vor ca. einer Woche lief in Arte ein Beitrag über das Abholzen der Urwälder, wovon auch das Kongobecken betroffen ist.
Die Urbevölkerung, hier das stolze Volk der Pygmäen und andere, werden aus ihren angestammten Gebieten verdrängt, damit Firmen der Zellstoffindustrie dort anschließend angeblich nachhaltig abholzen und wieder Aufforsten mit Monokulturem.
Natürlich löst man mit einem derartigen Verhalten innere Bevölkerungsbewegungen aus und erzeugt zusätzliches Elend mit Prostitution und Armut.