BERLIN. Fake News sind ein global auftretendes Phänomen, das längst auch deutsche Klassenzimmer erreicht hat. Wie aber sollen Lehrkräfte in der vielfältigen Medienlandschaft Schüler und Schülerinnen den notwendigen Aufbau kritisch-reflektiver Kompetenzen ermöglichen? Am 12. März 2019 um 20 Uhr gibt es online die Möglichkeit, sich zu diesem Thema mit Experten auszutauschen.
In der etwa 1,5-stündigen Online-Experten-Talk, zu dem der Gastgeber “itslearning” lädt, teilen ein Unterrichtspraktiker, ein Wissenschafts-Didaktiker und ein Bildungsjournalist ihre Expertise und laden alle Interessierten zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch ein. Hier die Gäste im Überblick:
Axel Krommer ist Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist der Meinung: „Wenn man den Begriff ‘Fake News’ sauber definiert und erkenntnistheoretisch beleuchtet, wird klar, dass es sich keineswegs um ein neues Phänomen handelt und dass die am wenigsten spannende Frage darin besteht, den Wahrheitsgehalt von Nachrichten, Meldungen etc. zu überprüfen.“
Christian Füller, Bildungsjournalist und Autor, sagt: „Fake News durchschauen zu können gehört heute zum ABC jeder Schülerin jedes Schülers. Weder Lehrer und Lehrerinnen noch so genannte Medienpädagogen oder -pädagoginnen haben das drauf. Dazu braucht es Journalisten und Journalistinnen, Profis, die wissen, dass man Fake nicht durch Fakten, sondern durch Verfahren begegnet.“
Mario Varvarikis ist Englisch- und Deutschlehrer an der Oberschule Habenhausen in Bremen und fragt: „In einer Welt zwischen Instagram, Twitter und Facebook – Wie können Schüler und Schülerinnen objektive Informationen von sogenannten Fake News unterscheiden?“
Die Diskussion hat bereits auf Twitter unter dem Hashtag #itstalk6 begonnen und jeder kann dort in die Vordiskussion einsteigen. Im Experten-Talk haben alle Teilnehmenden dann die Möglichkeit, sich mit Ihren Fragen und Erfahrungen live einzubringen.
Der #itstalk6 ist der sechste Online-Experten Talk einer Reihe von Themen, die für Schule und Unterricht in der digitalen Welt von Bedeutung sind.
Termin: Dienstag, 12. März um 20 Uhr
Die Anmeldung ist kostenfrei unter diesem Link möglich:
https://itslearning.com/de/itstalk6-fake-news-schule-unterricht/
Wer an dem Termin nicht teilnehmen kann, erhält die Aufzeichnung im Nachgang per E-Mail zugesendet.
Über itslearning
Die itslearning GmbH mit Sitz in Berlin ist eine Tochtergesellschaft der norwegischen itslearning AS, Bergen. Das Unternehmen bietet ein weltweit genutztes Lernmanagementsystem für Schulen an. Mehr Infos: https://itslearning.com
„Fake News“ sind relativ plumpe Versuche der Meinungsmanipulation. Viel raffinierter und nachhaltiger ist das „Framing“, das zunehmend beklagt und kritisiert wird.
Zitat: „Der Framing-Effekt kennzeichnet die Auswirkung der Darstellungsweise eines Gegenstands oder Themas, die in der Regel einen großen Einfluss auf Entscheidungen und Urteile ausüben… denn eine Information kann ganz unterschiedlich formuliert werden und dadurch ganz verschiedene Reaktionen hervorrufen…Klassisches Beispiel ist das halbvolle Glas – je nachdem, ob es als „halbvoll“ oder „halbleer“ präsentiert wird, wird es als Gewinn oder Verlust bewertet. Ein weiteres Beispiel: 75-prozentiges Magerfleisch wird eher gekauft als Fleisch mit 25 Prozent Fettanteil.“
Kaum ein Medium verzichtet auf Framing, um mit äußerlich objektiven Nachrichten auch subjektiv Inneres zu bewegen und erwünschte Meinung einzupflanzen, ohne sich der Anklage von „Fake News“ auszusetzen.
https://lexikon.stangl.eu/3502/framing-effekt/
Aktivist – Terrorist
Heterogenität – Diversität
Generell alles, was aufgrund von politischer Korrektheit umbenannt wird, ist im Endeffekt Framing.