Umsiedlung ist schwierig: Geschützte Fledermäuse behindern Schulsanierung

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HAMBURG. Mehr als 250 Mückenfledermäuse behindern die Sanierung der Lessing-Stadtteilschule Marmstorf in Hamburg. Wie die Umweltbehörde bestätigte, wurden die geschützten Tiere vor einem Jahr bei beginnenden Sanierungsarbeiten entdeckt. Die Kolonie sei das größte registrierte Quartier von Mückenfledermäusen in Hamburg.

Die Pipistrellus pygmaeus ist eine geschützte Art. Foto: Evgeniy Yakhontov / Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0

Wie ein Sprecher mitteilte, sucht die Behörde nun nach Möglichkeiten, die Sanierung im Einklang mit dem gesetzlichen Tierschutz umzusetzen. Die Umsiedlung der Kolonie sei sehr schwierig. Stattdessen hoffe man, dass die Tiere das zurzeit ungenutzte Schulgebäude nur im Sommer bewohnen und die Sanierung in der kühlen Jahreszeit fortgesetzt werden kann.

Laut Holger Reimers vom Naturschutzbund (Nabu) Hamburg sind Mückenfledermäuse etwa so groß wie eine Streichholzschachtel und zwischen vier bis sieben Gramm schwer. Sie seien erst seit Anfang der 2000er Jahre eine eigenständige Art. Bei Problemen oder Fragen zu Fledermäusen stehe das Nottelefon des Nabu rund um die Uhr zur Verfügung. dpa

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