Mögliche Absage der Prüfungen für Abitur und Mittleren Abschluss: Nordrhein-Westfalen will darüber bis Freitag entscheiden

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Eilmeldung: KMK einig: Prüfungen fürs Abitur und für den Mittleren Abschluss sollen trotz Corona stattfinden – auch in Schleswig-Holstein

DÜSSELDORF. Die Schulen sind geschlossen und die Schüler lernen zu Hause. Was ist mit den Abschlussprüfungen – finden die statt? Nach dem „Nein“ aus Schleswig-Holstein will NRW darüber bis Freitag entscheiden und gemeinsam mit möglichst vielen Bundesländern vorgehen. An diesem Mittwoch ist eine Schaltkonferenz der Kultusministerkonferenz geplant. Berlins Bildungsenatorin Sandra Scheeres (SPD) erklärte, es sei sehr gut möglich, dass die Länder in diesem Jahr einen „alternativen Weg“ zum Abitur verabreden müssten. Der VBE mahnt ein einheitliches Vorgehen an.

Will bis Freitag eine Entscheidung treffen, die bundesweit Strahlkraft haben dürfte: NRW-Schulmniisterin Yvonne Gebauer. Foto: MSB/ Susanne Klömpges

Die Kultusminister der Bundesländer wollen an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen bei den anstehenden Schulabschlussprüfungen in der Corona-Krise beraten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war für den Mittag eine Schaltkonferenz geplant, bei der es um das Durcheinander bei diesem Thema gehen sollte. Während Hessen und Rheinland-Pfalz weiter Abiturprüfungen stattfinden lassen, haben andere Länder das Abi und andere Abschlussprüfungen verschoben. Schleswig-Holstein will die Prüfungen sogar ganz ausfallen lassen.

„Abiturienten haben ein Recht auf faire Bedingungen“

Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen macht sich in der Kultusministerkonferenz für ein Abitur mit Prüfungen trotz der gegenwärtigen Schulschließungen in der Corona-Krise stark. «Es ist unser Ziel, auf der Grundlage von Prüfungen zu einem Abitur zu kommen», sagte der Staatssekretär im NRW-Schulministerium, Mathias Richter, am Mittwoch in Düsseldorf. Man befinde sich derzeit in intensiven Beratungen mit den anderen Bundesländern über das weitere Vorgehen beim Abitur.

«Nordrhein-Westfalen ist auf verschiedene Szenarien vorbereitet und wird in dieser Woche noch einen Vorstoß unternehmen, mit möglichst vielen Ländern einen gemeinsamen Weg einzuschlagen», hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) zuvor erklärt. «Sollte dies nicht möglich sein, wird Nordrhein-Westfalen unabhängig davon seine Entscheidungen treffen und diese am Freitag vorstellen», heißt es in einer Erklärung Gebauers vom Dienstagabend.

Die bundesweite Einstellung des Unterrichts in allen Schulen infolge der Coronavirus-Ausbreitung sei unvermeidlich gewesen und stelle eine absolute Ausnahmesituation dar, erklärte Gebauer. Dies erfordere ein besonnenes und abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten hätten mit Blick auf ihren Schulabschluss ein Recht auf faire Bedingungen und transparente Entscheidungen. Sie betonte: «Ich kann den Wunsch nach einer raschen Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Aber: Es braucht jetzt nicht die schnellstmögliche, sondern die bestmögliche Entscheidung.»

Bei den Planungen würden selbstverständlich auch alle weiteren Abschlussprüfungen berücksichtigt, wie die etwa 60.000 dezentral organisierten Abitur-, FHR- und Berufsabschlussprüfungen nach Landesrecht an den Berufskollegs und die Zentralen Abschlussprüfungen der Klasse 10, hieß es ergänzend aus dem NRW-Schulministerium.

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Scheeres: Abitur-Verschiebung geht in vier Bundesländern nicht

Laut Berlins Bildungssenatorin Scheeres konnten sich Bundesländer mit spätem Start der Sommerferien mit einer Verschiebung zunächst etwas Zeit erkaufen. «Diese Option haben die vier Länder, deren Ferien im Juni schon beginnen, nicht», sagte sie. «Auch bei uns beginnen die Sommerferien planmäßig Ende Juni, für eine Verschiebung der Prüfungen fehlt damit der zeitliche Spielraum.» Berlin bereite sich sicherheitshalber zwar auch auf eine unverhofft positive Entwicklung der Lage vor, die reguläre Prüfungen an den ursprünglich geplanten Terminen erlauben würde – aber eben auch auf eine Absage.

Scheeres: «Denkbar ist zum Beispiel die An- und Hochrechnung bisheriger Leistungen in den Abifächern, eventuell mit einer zusätzlichen Gewichtung von Noten aus Prüfungssituationen.» Zu beachten sei in jedem Fall: «Eine gerechte Lösung benötigen auch diejenigen, die durchzufallen drohen und ihr Abi nun nicht mehr durch gute Prüfungen retten könnten.»

VBE: Akzeptanz des Bildungsförderalismus steht auf dem Spiel

„Ein bundeseinheitliches Vorgehen ist mit Blick auf die anstehenden Abschlussprüfungen an Schulen unerlässlich“, betont der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann. „Vorrangig ist nicht, welche Regelungen man trifft, um Abschlüsse zu vergeben, sondern vielmehr, dass es bundeseinheitliche und nachvollziehbare Regelungen gibt.“

Beckmann sieht damit sogar den Bildungsföderalismus auf dem Prüfstand“. Wörtlich: „Es wird sich zeigen, ob die 16 Länder in der Lage sind, Regelungen zu treffen, die weitere Bildungsungerechtigkeiten vermeiden. Sollten die Menschen das Gefühl haben, dass durch unterschiedliche Vorgehensweisen in den Ländern bei der Vergabe von Abschlussprüfungen und des Abiturs Fairness und Chancengleichheit zusätzlich angegriffen werden, wird dies neue Diskussionen um die Richtigkeit des Bildungsföderalismus entfachen. 16 Alleingänge, aus denen uneinheitliche Voraussetzungen für die Schülerinnen und Schüler in Deutschland entstehen, um das Abitur, den mittleren Abschluss oder berufliche Abschlüsse zu erreichen, wird niemand verstehen.“

Elternverbände fordern Klarheit für die Abschlussprüfungen

Die Elternverbände in Nordrhein-Westfalen hatten zuvor Klarheit für die Abi- und Abschlussprüfungen ihrer Kinder gefordert. Die Landeselternschaft der Gymnasien NRW eta zeigte sich «befremdet und enttäuscht», dass die Bundesländer sich bisher nicht auf ein abgestimmtes Verhalten hätten einigen konnten. Sie kritisierte, dass mehrere Bundesländer mit einer Verschiebung des Abiturs vorgeprescht seien. «Wir sorgen uns daher um die Qualität und Integrität der Abiturprüfungen in diesen besonderen Zeiten», hieß es.

Formulierungen wie «Not-Abitur» oder «Kurz-Abitur» erweckten den Eindruck, dass der aktuelle Abiturjahrgang eine Prüfung ablegt, die gegenüber den Vorjahren minderwertig sei. Das müsse unbedingt vermieden werden. dpa

Letzte Prüfungen in Rheinland-Pfalz

MAINZ. An den – eigentlich geschlossenen – Schulen in Rheinland-Pfalz stehen am (heutigen) Mittwoch die letzten regulären Abiturprüfungen an. Trotz der vielfältigen Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie kam es der Landesregierung zufolge bei den mündlichen Prüfungen in dieser und der vergangenen Woche zu keinen Problemen.

Das Bildungsministerium in Mainz sprach von einem sehr guten Verlauf: «Unsere Schulen, die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler haben schnell und flexibel reagiert und unter besonderen Bedingungen die Abiturprüfungen stattfinden lassen.»

Abifeiern finden nicht statt

Ausgelassene Abiturfeiern wie in den Vorjahren sind jedoch wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen untersagt. Bund und Länder hatten sich am Wochenende darauf verständigt, dass für zunächst zwei Wochen Ansammlungen von mehr als zwei Menschen im privaten und im öffentlichen Raum grundsätzlich verboten sind. Ausnahmen gelten für Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Kultusminister sorgen in der Coronakrise für Abi-Chaos: Schleswig-Holstein sagt die Prüfungen ab – Hessen schreibt

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29 KOMMENTARE

  1. Hier muss man genau abwägen, welche Berechnungsmethode gewählt wird. Ich lese häufig (Philologen-Verbandschefin, in der Schülerpetition Hamburg, in online Foren und facebook Diskussionen), dass ein Durchschnitt der bisherigen Noten (ob alle Fächer, ob die vier Abiturfächer) eine Möglichkeit wäre.
    Mit diesem Ansatz würde aber die Entwicklung der Schüler in Q1 und Q2 außen vor gelassen. Die meisten bleiben eben nicht stabil in ihren Noten, sondern zeigen über den Verlauf der Q-Jahre eine Tendenz zur Notenverbesserung, so dass auch im Abitur die Noten im Mittel leicht höher liegen als die Vornoten. Dies ist nicht thematisch gebunden (dann würde es sich über alle Schüler wieder heraus“mitteln“), sondern auf die zunehmend strukturiertere Lernweise und die hinzugewonnenen analytischen und interpretativen Fähigkeiten der Schüler zurückzuführen. Diese Chance der Verbesserung würde den Schülern mit einem einfachen Durchschnitt aus Q1 und Q2 genommen, stattdessen die schulische Lernentwicklung der Schüler ignoriert.

  2. Es soll vermieden werden, dass die diesjährigen Abiturienten aufgrund der Umstände diskreditiert werden. Wie kann man dann über einen Abschluss ohne Abschlussprüfung nachdenken?
    Und warum kann man keine Ferien verschieben?
    Diese ganze Situation ist doch für alle sehr einschneidend. Aber den normalen Schulverlauf aufgrund von „feststehenden“ Ferien“ umwerfen? Halte ich für falsch.

    • Ganz einfach – Weil dieser Abschluss nunmal nur zu einem kleinen Teil aus der Abschlussprüfung besteht und weil Gesundheit vor allem kommt, ja auch vor einer im Vergleich zu den anderen Einschnitten im gesellschaftlichen Bereich völlig unwichtigen Schulprüfung.

      Und Ferien mal eben verschieben geht auch nicht ohne Weiteres, da hängt noch ganz viel Anderes dran. Mir erschließt sich die Diskussion nicht so ganz? Wer schickt denn seine Kinder jetzt in „größere Veranstaltungen“ in die Prüfungen ohne mit der Wimper zu zucken? Was ist das große Problem? Leistungen wurden doch über die Q-Phase erbracht. Es gibt doch nichts geschenkt. Wer hat hier wieder Angst, man würde ihm/ihr etwas wegnehmen oder, dass bestimmte Schüler jetzt „besser“ oder „schlechter“ gestellt würden???

  3. Man sitzt 10 Stunden am Rechner und unterstützt alle bis zum Umfallen. Dann kommen zwei Schüler und das Domino des Imfallens dauert keine 10 Stunden. In BW beginnen die Ferien erst Ende Juli. Ich stelle die Arbeit jetzt ein. Ich lasse mich nicht länger verarschrn.

  4. Diese beiden Schüler, die diese dämliche Petition gestartet haben, haben wohl nur an sich selbst gedacht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das einfach gute SchülerInnen sind mit guten Noten, weshalb ihr sogenanntes „Durschnittsabitur“ ebenfalls einen guten Durchschnitt hätte. Daher halten sie es wohl für nicht nötig, Prüfungen zu schreiben.

    NIEMAND kann mir erzählen, dass die Pandemie einem „das Lernen erschwert“ oder es zu riskant sei: 1. Wenn man ein wirklich gutes Abiturzeugnis will, wird man es natürlich schaffen, zuhause am Schreibtisch zu hocken und einfach mal zu LERNEN, ohne sich irgendwie ablenken zu lassen, schon gar nicht vor so einem Virus (das für jüngere Menschen ohnehin harmlos ist). 2. Um das Virus möglichst einzudämmen, ist es keine Lösung, die Prüfungen abzusagen, nein. Man kann hygienische Sicherheitsmaßnahmen treffen, z.B. dass nur eine bestimmte Anzahl von Abiturienten in einem Raum die Prüfungen schreiben darf oder jeder seine eigenen Stifte etc. verwendet (das waren jetzt nur zwei von VIELEN Beispielen!).

    All diese Leute, die diese Petition da unterschrieben haben, finden es entweder einfach nur herrlich, kein Abitur zu schreiben, da sie wahrscheinlich keinen Bock auf’s Lernen haben (wobei gerade JETZT der perfekte Zeitpunkt ist, um zu lernen) oder aus Angst vor den Prüfungen und ganz sicher nicht aus Angst vor der Pandemie!

    Es gibt angehende Abiturienten, die möglicherweise ihr Bestes in den Prüfungen geben wollten, die vielleicht schon Monate zuvor angefangen haben, zu lernen – und das soll umsonst gewesen sein? 12 Jahre Schule soll umsonst gewesen sein? Gymnasien bereiten SchülerInnen explizit auf das Abitur vor, auch das soll alles umsonst gewesen sein? TOTALER SCHWACHSINN. Mir tun jetzt schon diejenigen Leid, die gerade aufgrund ihres „Durchschnittsabiturs“ leiden werden, weil ihre Noten schlichtweg nicht gut waren in den letzten vier Halbjahren.

    Ich kann nur darum beten, dass die Bildungsministerien das Ganze sorgfältig überdenken und auf KEINEN Fall auf so eine dämliche Petition von irgendwelchen Schülern aus Hamburg reinfallen!

    • NIEMAND kann mir erzählen, dass die Pandemie einem „das Lernen erschwert“….WER SAGT DAS, KÖNNEN SIE DAS BEURTEILEN, DASS ES NICHT VLT AUCH JUGENDLICHE GIBT, DIE SICH UM IHRE FAMILIE UND GROSSELTERN SORGEN ODER JETZT KÜMMERN MÜSSEN?

      oder es zu riskant sei: 1. Wenn man ein wirklich gutes Abiturzeugnis will, wird man es natürlich schaffen, zuhause am Schreibtisch zu hocken und einfach mal zu LERNEN, ohne sich irgendwie ablenken zu lassen, schon gar nicht vor so einem Virus (das für jüngere Menschen ohnehin harmlos ist)…..WOHER NEHMEN SIE DIESE GEWISSHEIT?

      FÜR MICH SIND IHRE AUSSAGEN WIRKLICH NICHT NACHVOLLZIEHBAR UND SEHR UNÜBERLEGT

      • Vielleicht aus der eigenen Erfahrung dieser Person, da sie auch zum Abitur Jahrgang 19/20 gehört?
        Ich bin auch der Meinung, da man im Moment eh nicht viel Machen kann, dass dies eine hervorragende Lernvorbereitungszeit darstellt! Ich habe auch eine Oma, die bereits über 80 und Risikofall ist und einen Vater, der an einer Vorerkrankung leidet. Aber ich muss diese Personen eher meiden als ihre Nähe zu suchen und kann mich mit lernen wunderbar ablenken. Schule fällt weg, soziale Kontakte müssen gemieden werden und dein Zimmer ist der Ort an dem man sich am besten aufhalten sollte. Man hat also die Wahl zwischen Netflix and chill und TheSimpleClub and learn.
        Die Familie für die man eh nicht viel tun kann, außer ihr fern zu bleiben, ist also eine eher schlechte Ausrede zu Corona Zeiten!
        Vor allem wenn überall in den Sozialen Medien nur von gähnender Langeweile gesprochen wird…

    • Und was ist mit den 100.000 anderen die diese Petition unterzeichnet haben? Ja richtig! Es sind nicht nur 2 Schüler aus Hamburg; es sind über 100.000 andere, die derselben Meinung sind. Unsere Klasse hat zum Beispiel in manchen Fächern noch nicht mal den kompletten Unterrichtsstoff behandelt (und nein, wir haben nicht getrödelt!) Internetplattformen brechen zusammen, weil sie überlastet sind. Es gibt genügend Schüler, die sich unzureichend auf die Prüfungen vorbereitet fühlen. – Es sollte eine Lösung her und zwar pronto. Eine Verschiebung von 3 Wochen gibt zwar mehr Zeit zum Lernen, nützt aber ohne Unterricht mit Lehrern auch wenig!

    • Das ist vernünftig!
      Die beste Zeit zum Lernen ist niemals besser gewesen als jetzt!
      Ich selber habe einen Realschulabschluss, aber dennoch bekomme ich es sehr gut mit, da mein Sohn jetzt in der Situation drin steckt. So viel Zeit zum Lernen, wie die Prüflinge jetzt haben, gab es in meiner Zeit und meiner Ausbildung nicht! Deshalb sollten die jungen Leute mehr Verantwortung übernehmen und sich nicht aus solchen Situationen herauswinden und in dieser Zeit der ungewöhnlichen Situation beweisen, daß sie in der Lage sind, solche besondere Herausforderung zu lösen, anders als es bisher alle Abiturienten geschafft haben.
      Man bedenke nur die Zeit nach dem Krieg, wie damals die Situation war, und da gab es auch keinen Ausfall von Prüfungen. Trotz schwerer Verhältnisse von damals sind junge Menschen, die besondere Lösungen gefunden haben und auch gestärkt aus der schweren Nachkriegszeit hervorgegangen!
      Unsere Zeit ist mit der Zeit von damals nicht zu vergleichen!
      Es sollen alle junge Abiturienten sich dieser Aufgabe stellen und die Prüfungen durchziehen und nicht vor der Herausforderung weglaufen, auch wenn diese Situation anders ist als in den Vorjahren!
      Wo ein Wille, da ist auch ein Weg!

    • Wieso sollen 12 Jahre umsonst gewesen sein? Du hast dein Abitur gekriegt und viel gelernt, deine analytischen und interpretatorischen Fähigkeiten weiterentwickelt. Außerdem bedenke bitte, dass es immer noch Abweichungsprüfungen gibt. Schlechte Schüler schaffen nach dem jetzigen System rein rechnerisch keine große Verbesserung, wenn sie im ersten Block schon wenig Punkte gesammelt haben. Also höre bitte auf zu hetzen und sieh die Vorteile, die so eine Lösung haben kann. Viele Schulen sind ja auch z.B. gar nicht mit dem Stoff durchgekommen aufgrund der verkürzten Unterrichtszeit.

    • Das muss ich leider verneinen. Ich habe 2 Eltern Ü60 zuhause und einen Bruder, der schon mehrere Chemotherapien hinter sich hat. Sobald es um Einkaufen geht oder sonstige Sachen, die außerhalb stattfinden müssen (Gassigänge mit den Hunden, Hilfe auch für ältere Menschen,Arztbesuche, etc.) sehe ich mich verpflichtet meine Familie zu versorgen. Hinzu kommt, dass wir 3 Wochen vor regulärem Ende von jetzt auf gleich ins kalte Wasser geworfen wurden und uns vor allem im Bio Leistungskurs extrem viel Stoff noch ALLEINE erarbeiten mussten. Normaler Austausch innerhalb einer Lerngruppe wird nur via. Skype ermöglicht und dies besitzt nur die Hälfte der Gruppe. Somit ist die Vorbereitung extrem beeinträchtigt. Darüber hinaus muss gewährleistet werden, dass man während der Klausur auf die Toilette darf. Wenn zu diesem Zeitpunkt minimum 20 SchülerInnen in der Prüfung sitzen, kann man nicht mehr beruhigt das Klo benutzen. Von den Leuten, die aus irgendwelchen Gründen auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, ganz zu schweigen. Auch bei Nachfragen während der Klausur. Soll ich den Lehrer zu mir rufen und meine Frage aus 2m Sicherheitsabstand ihm ins Gesicht schreien, damit auch wirklich jeder Schüler in der Prüfung meine Frage kennt ? Ich gehe mal davon aus, dass sie nicht direkt von der Situation betroffen sind und deswegen leicht reden haben. Ich weiß natürlich nicht, welche primäre Intention hinter der Petition steckt, da ich nicht in direkten Kontakt stehe mit den beiden Gründern. Ich komme aus NRW ( dem Bundesland mit den meisten Infizierten nur mal so nebenbei), jedoch kann ich ihren Gedankengang nur unterstützen und finde solche Kritik doch sehr unüberlegt…. wünsche Ihnen dennoch alles Gute.

  5. Als Arzt halte ich die geplante Durchführung von Abiturprüfungen angsichtst der aktuellen Situation für nicht realisierbar, da wahrscheinlich die Beschränkungen für das öffentlichen Lebens länger anhalten, als bis zum Ende der Prüfungen und sicherlich keine entscheidenden Therapie- und Präventionsmaßnahmen bis dahin zur Verfügung stehen werden. Über die Durchführung von Abiturprüfungen sollten deshalb Epidemiologen, Virologen und die Verantwortlichen aus den Gesundheitsministerien entscheiden. Die Kultusministerkonferenz soll über Lösungen nachdenken, wie das Abitur ohne Präsenzprüfungen anerkennbar ist, da die Abituriten/innen sich jetzt schon für einzuschlagende Ausbildungswege bewerben müssen, sodass eine Verschiebung für diesen Jahrgang nicht zu verantworten wäre. Angsichts der drastischen, aber unverzichtbaren Maßnahmen, die weltweit gegen die Pandemie ergriffen werden, sollte dringend überlegt werden, ob es angemessen ist, auf Abschlussprüfungen zu bestehen.

  6. An unserer Schule müssen jedes Jahr etwa 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler in die mündlichen Nachprüfungen, weil sie in den Abiturprüfungen um 4 Notenpunkte von ihre Vornote nach unten abweichen. Die Validität, die die zentralen Abiturprüfungen intendieren, wäre mit dem Wegfall der Abiturprüfungen nicht mehr gegeben. Somit würden die Schülerinnen und Schüler einen Schulabschluss mit einer Durchschnittsnote erlangen, die sie ohne Abschlussprüfung bekommen haben und die sie dazu berechtigt, an einer Universität ein Studienfach mit Numerus Clausus zu studieren. Damit wären sie möglicherweise im Vorteil zu den Personen, die in den Vorjahren Abitur gemacht haben und die aufgrund einer schlechteren Durchschnittsnote noch immer auf einen Studienzugang warten, weil sie den Numerus Clausus nicht erfüllen. Das hielte ich für absolut ungerecht.

    • Wenn 60% in die Nachprüfung müssen, läuft an Ihrer Schule etwas falsch, weil dann das verlangte Niveau gemessen am Abitur selbst viel zu niedrig ist. Den Schuh muss sich aber die Schulleitung anziehen, nicht die Schüler.

  7. Wir in Hessen sind gerade mittendrin und jetzt soll das doch auf einmal einheitlich abgesagt werden?! Ich sehe das nicht ein. Ich habe schon 2 Abiturprüfungen hinter mir und musste dafür verdammt viel Lernen und die anderen können sich da jetzt rausschmuggeln?
    Man hätte sich früher einigen sollen. Vor jeder meiner Abiturprüfung stand ein Tag davor JEDESMAL alles auf der Kippe, weil Konferenzen oder Petitionen stattgefunden haben. Wie soll ich mich denn da aufs Lernen konzentrieren?! Jetzt am Freitag wäre meine letzte Prüfung und jetzt steht schon wieder alles auf der Kippe. Ich halte es echt nicht mehr aus! Ich hoffe heute wird klar entschieden, ob die Prüfungen jetzt bundesweit stattfinden oder nicht !

  8. Ich finde es schrecklich, dass man immer noch keine Einigung gefunden hat, obwohl die ersten Prüfungen schon laufen! Ich habe meine ersten zwei Prüfungen schon abgelegt und bin somit schon fast am Ende-und jetzt soll alles abgesagt werden, nur weil zwei Schüler, in der Hoffnung das sie das Abitur umgehen können, eine Petition gestartet haben?? Wenn das Abitur landesweit abgesagt wird, wird es trotzdem keine einheitliche Lösung sein, denn einige haben schon, wie gesagt, Prüfungen abgelegt!

    Das allerschlimmste ist, das diese Konferenzen IMMER ein Tag vor einer Prüfung stattfinden und somit uns Schüler (in Hessen zumindest) extrem verunsichern und verwirren! Das ist eine unzumutbare psychische Belastung, welche sich dann auch auf die schriftliche Leistung überträgt!

  9. Ich bin dieses Jahr Abiturienten in NRW und in den letzten zwei Jahren, haben sich meine Noten konstant verbessert.
    Durch die Abiturprüfung erhoffe ich einen Noten Durchschnitt von 1,9 zu erlangen, was ich bei dem jetzt vorgeschlagenen Durchschnittsabitur und meinen bisherigen Noten, nicht erreichen kann.
    Die gerade diskutierten alternativen Verfahren zur Ermittlung der Abiturnoten ignorieren dies komplett, und verbauen so Tausenden Abiturienten die Chance auf eine bessere Durchschnittsnote durch die Abiturprüfungen.

  10. Ich finde einfach keine Worte mehr. Als Biologe kann ich nur sagen: Dann sterbt doch für eure Prüfungen. Es heißt nicht umsonst „tot, aber glücklich“. Leute stehen vor dem finanziellen Ruin, die Gesellschaft steht unter einem, wenn nicht dem größten, Stresstest ever. Vielleicht gibt es gar keine Arbeitsplätze mehr für euch in eurem Wunschunternehmen demnächst.

    Die Lehrer (auch zu einem großen Teil ältere) sollen ggf. zig kontaminierte Arbeiten durchsehen. Is doch alles egal, Hauptsache ich bekomm EVENTUELL (es geht ja irgendwie niemand davon aus durchzufallen) 0,1 besser in der Gesamtnote. Wie war das noch? In der Krise ist Solidarität von allen gefordert!

    • Nachtrag: Bin gespannt auf das Geschrei, sollte es, Gott bewahre, auch nur einen einzigen verstorbenen Abiturienten aufgrund der Durchführung des regulären Prüfungsgeschehens geben.

  11. Ich kann nur Th Schultz Recht geben:
    „Leute stehen vor dem finanziellen Ruin, die Gesellschaft steht unter einem, wenn nicht dem größten, Stresstest ever. “
    Zu Annika: Wenn das Abi eine Reifeprüfung wie früher wäre, würdest Du durchfallen, egal wie glänzend Deine tollen Noten waren. Gibt es doch wohl nicht! Lernst Du für Examina oder auch mal für Dich selber? Das Wissen nimmt Dir niemand!
    Wegen zwei Klausuren willst Du Leben anderer aufs Spiel setzen.
    Stichwort Konduktor*innen, Virusverteilung… hat was mit Exponentialrechnung zu tun.

  12. Ich bin dieses Jahr Abiturient und unterstütze nicht diese Petition die gerade herumgeht, auch wenn es die meisten in meinem Jahrgang tun.
    Ich habe 13. Jahre lang mich auf das Abitur vorbereitet und die letzten 2 Jahre damit gerechnet jetzt in den Letzten Prüfungen nochmal alles zu geben.
    Die meisten in meiner Stufe mit denen ich geredet habe, wollen die Abiturprüfung nicht schreiben, weil sie schon mit ihrem Schnitt zufrieden sind, nicht mehr lernen wollen oder lieber Arbeiten würden. Ich gebe zu dass es wenig aussagekräftig ist, dass paar Leute in meinem Umkreis diese Meinung haben, aber ich glaube dass viele genau diese Einstellungen haben.
    Ich glaube man könnte es von der Logistik hinbekommen, dass man die Abiturprüfung schreiben könnte, zB so:
    In jedem Raum sitzen 5-8 Schüler.
    Die Tische kann man vorher desinfizieren und Klausurbögen werden von Lehrern nur in Handschuhen angefasst. In jedem Raum wären Lehrer, dann hätten sie auch Arbeit in dieser Zeit. Bestimmt gäbe es noch mehr Möglichkeiten…
    Die Lösungsansätze, die in der Petition beschrieben werden sind sehr vage formuliert:
    „Wer unzufrieden mit seinem Schnitt ist, kann ja eine mündliche Prüfung über ein Videotelefonat ablegen.“

    Wie irrsinnig ist das? Es hat nicht mit Gerechtigkeit zu tun, wenn alle selbst entscheiden könnten ob sie eine Prüfung ablegen oder nicht. Regelungen und Lösungen müssen für alle gelten.

  13. Ich als Lehrerin an einem Gymnasium mit immerhin 14 Jahren Erfahrung kann vielen Vorrednern nur zustimmen: Die Abiturprüfungen sind natürlich ein Korrektiv. Sie werden zentral gestellt, teils fremd co-korrigiert und an Bildungsstandards gemessen. Diese Bildungsstandards sind auch Basis jeder Prüfung davor, so weit so richtig. Jedoch muss man nur einmal in die Lehrpläne und Abiturverfügungen eines jeden Faches schauen: Die Prüfungen bis zum Abitur erfüllen nie dieselben Bedingungen wie die letztlichen Abiturprüfungen. Selbst die Vorklausuren werden nur unter Abiturbedingungen (Zeit, eingeschränkte Auswahlmöglichkeit, jedoch zuvor bekannte Themen, da ein Bezug zum letzten Halbjahr bestehen MUSS) geschrieben und entsprechen ihnen nicht völlig.

    Zur Sache (die Forderungen):
    Der Vorschlag der Landes-SV NRW ist Unsinn und das muss jeder, der sich, aus welcher Perspektive auch immer, damit beschäftigt auch einräumen: Wahlmöglichkeit – „Nö, mir gefällt die Note nicht, ich schreibe mal.“ „Puh Glück gehabt. Ein paar mal in Klausuren mit nem blauen Auge davon gekommen, besseres Abitur kann man nicht geschenkt bekommen.“ Schwachsinn und keiner anderen Schülergeneration vermittelbar. Dann sollte man doch am besten pauschal für 2020 Abiturienten 0,4 Notenpunkte abziehen. Genauso Schwachsinn…

    Nun mal zu den sachlicheren Themen:
    1. Gefährdung. Ich bin Lehrerin und würde mir größte Mühe bei der Einhaltung sämtlicher Hygiene-Richtlinien geben. Das tun wir – allein aus Eigeninteresse – auch jetzt schon bei der Betreuung der Kinder, die noch jeden Tag (und es ist mittlerweile jeder Tag) zur Schule kommen. Ich halte es für durchaus möglich. Die allermeisten Gymnasien haben 30+ Räume. Ein normaler Schulbetrieb steht ja nicht mit dem Abitur in Zusammenhang – der wird bis zum Sommer m.M.n. sicher nicht mehr stattfinden. Dazu kommen mind. 50 LuL – 20 davon ziehen wir mal ab. Ein durchschnittlicher Abiturjahrgang hat 80 – 120 SuS. Die behaupteten Zahlen (100 Leute gleichzeitig in der Aula, 300 Abiturienten in einem Jahrgang etc.) sind einfach Quatsch. Aus einem Jahrgang schreiben nie alle an einem Tag eine Klausur. Es ist also prima möglich mit 3 SuS in einem Raum zu schreiben. Mehr als 2 m Abstand inklusive. Und ob alle bis Sonntag immer brav zu Hause saßen und vormittags Oma und abends die Geschwister betreut haben, wage ich zu bezweifeln.

    2. Die Lernzeit: Es fehlen drei Wochen. Eine Woche davon ist an 99% der Schulen die sog. Mottowoche. Die Noten werden meist schon in der Woche davor eingetragen damit die Vorbereitung der Zulassung funktioniert. (Am Ende bleiben also ca. 8-10 Schultage) Darüber hinaus kann ein L auch mal krankheitsbedingt ausfallen. Da sind die Netto maximal zwei Wochen die geblieben wären sicher zu verkraften und ganz leicht durch die diversen Online-Angebote aufzufangen. Die Ministerin musst die KuK eher bremsen, nicht zu viel zur Verfügung zu stellen.

    3. Die Vergleichbarkeit. Siehe oben. Zentrale Prüfungen sind ein Korrektiv. Die L kennen nach Jahren „ihre Pappenheimer“, verzeihen einen Fehler eher, weil „er das schon immer so gemacht hat (Bsp. Handschrift, Flüchtigkeitsfehler, etc.) oder wissen um die schwere Zeit, die er gerade hat… Die Reihe ist lang. Und es ist gut, dass auch solche menschlichen Komponenten und sog. soziale Kriterien nie ganz aus der Bewertung herauszunehmen sind. Aber in der Abiturprüfung kann das auch einmal ohne gehen und daher kommt es eben oft zu Abweichungen. Und das ist auch ok. Hier können die SuS sich einfach in der Nachprüfung beweisen und das tun die meisten auch. Aber eben nicht alle. Und dieses Jahr würden eben alle durchkommen. Auch die, die es nicht verdient haben. Das ist ungerecht und unnötig.

  14. Ich bin Schülerin der 12 Klasse und schreibe dieses Jahr Abitur. Aufgrund von der Corona-Krise bestehen jedoch zahlreiche Probleme.
    Ein der mich und viele andere ausländische Schüler in den Grenzstädten betrifft ist die geschlossene Grenze. Die neue Regelung sagt, dass die Ausländer ab dem 10.04 nicht mehr durch die Grenze ohne Quarantäne rüber dürfen. Unsere Lehrer versuchen für die polnische Abiturienten eine Unterkunft bei anderen Schüler zu finden. Was jedoch aufgrund der Angst vor Ansteckung schwierig ist. Da es noch keine Termine für mündliche Prüfungen gibt wissen wir nicht mal wie lange wir im Ausland bleiben werden müssen und auch ob wir nach der Rückfahrt keine Quarantänepflicht haben. Die Unterkunft in Deutschland für 4-5 Wochen ist natürlich auch mit Kosten verbunden die kein anderer übernimmt.

    Dazu gehören auch andere Probleme, z.B., dass wir haben noch nicht alle Klausuren geschrieben haben, und deswegen kennen wir immer noch nicht die Endjahresnoten in einigen Fächern. Die Vorbereitung zum Abitur erfolgt natürlich auch nicht so wie wir es uns Vorgestellt haben. Online-unterricht hilft dabei auch nicht wirklich. Die Lehrer schreiben uns nur das wir das gesamte Material selbständig erarbeiten sollen. Im besten Fall schicken sie Abituraufgaben mit Lehrerlösung, die uns auch oft nicht weiter bringt. Ich, wie viele andere Schüler haben auch eine Vorbereitung mit Hilfe von Nachhilfelehrer geplant. Diese haben den Unterricht jedoch abgesagt. In unserer Schule fanden für viele Fächer wie zum Beispiel Mathe gar keine Vorbereitung für Leistungskurs-Prüfungen statt. Diese Themen wurden auch nie vorher im Unterricht behandelt. Außerdem erfolgen nach der Abiturplanänderung die Prüfungen knapp nacheinander und nicht mit einer Woche Abstand, wie es eigentlich sein sollte. Allein das bereitet schon enorm viel Stress, dazu kommt aber noch die Ansteckungsgefahr. Einige Länder wie zum Beispiel Frankreich haben bereits angekündigt dass sie keine Sicherheitsgarantie bei der Durchführung von Abitur geben können, und es deswegen nicht stattfinden wird. Bei der Prüfung könnten die Lehrer vllt einigermaßen aufpassen, jedoch nicht bei der Hin- und Rückfahrt mit öffentlichem Verkehr.

    Deswegen finde ich, dass das Durschnittsabitur die sicherste und einfachste Lösung wäre. Es ist mir klar dass diese vllt nicht ganz für die vorherigen Jahrgänge gerecht ist jedoch haben wir auch nicht die Chance in normalen Bedingungen unsere Prüfungen zu schreiben.

  15. Ich bin Schülerin und dieses Jahr Abiturientin. Es gibt viele die für das „Kurz-Abi“ sind und viele gegen ein ausfallen der Prüfungen. Ich fände eine Art Kompromiss aus beidem eigentlich am bestem.

    Warum lässt man die Prüfungen nicht freiwillig stattfinden? Jeder der seinen Schnitt noch verbessern will soll meinetwegen schreiben und die die nicht schreiben ihr Durchschnittsabi annehmen. Viele regen sich auf, dass das ja unfair wäre gegenüber den vorherigen Jahrgängen. Um ehrlich zu sein glaube ich das die bloß neidisch sind.

    Alle Kritiker des kurz Abis sagen das momentan die Zeit zum lernen das beste ist. Für mich persönlich 0% verständlich. Ich bin noch demotivierter produktiv zu werden in jeglicher Hinsicht, weil einfach der Ausgleich fehlt. Jeden Tag zu Hause zu sitzen macht depri und die Eltern die man jeden Tag sieht gehen einem irgendwann einfach nur auf die nerven. Du kannst deine Freunde nicht treffen um zusammen zu lernen oder generell mal etwas vom Abistress wegzukommen. Die fehlende Mottowoche und der vermutlich ausfallende Abiball deprimieren zusätzlich. Prüfungen ablegen obwohl mein Abschluss eh nicht so stattfinden kann wie geplant? Darüber kann ich mir momentan keine Gedanken machen. Genauso lenkt mich die restliche Planung des Jahres ab. Viele aus meinem Jahrgang fangen nicht direkt an zu studieren oder eine starten eine Ausbildung. Viele wollten reisen, ein FSJ machen usw. das steht momentan auch alles auf der Kippe und somit mache ich mir mehr Gedanken um das nächste Jahr meines Lebens anstatt diese dämlichen Prüfungen die eh nur 1/4 der Note ausmachen. Die Zeit nach dem Abi ist der einzige Zeitpunkt den man nutzen kann für solche Freiheiten und das wird voraussichtlich alles wegfallen da sich das Coronavirus über mind. Das Jahr 2020 strecken wird und das macht mich traurig. Und da finde ich es nur fair wenn wir zumindest selbst entscheiden dürfen ob wir schreiben oder nicht. Vermutlich kann ich ein Jahr meines Lebens wegwerfen weil der Corona Virus mich in diesem Jahr nicht machen lässt was ich gerne möchte und ich weiss ehrlich gesagt nicht ob ich mir die Zeit die ich nach dem Abi geplant habe nochmal irgendwo reinsetzen kann. Den Luxus kann ich mir nicht leisten.

    An alle Kritiker: Darüber mache ich mir Gedanken und ich kann nicht verstehen warum man nicht darüber nachdenkt die Prüfungen freiwillig zu machen. Für mich persönlich werden die Abiprüfungen nicht viel ändern. Ich habe seid 2 Jahren konstante Noten in allen Abifächern, in allen Klausuren, den Halbjahren und den Vorabiklausuren und habe höchstens mal + oder – unterschied gehabt. Das Abitur wird mir keinen besseren aber auch keinen schlechteren Schnitt beschehren und um ehrlich zu sein kann ich dann auch drauf verzichten und überlege mir jetzt lieber einen Notfallplan für die 1,5 Jahre frei nach dem Abi

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