Dreyer lässt an alle Schüler eine Schutzmaske verteilen – und Desinfektionsmittel an die Schulen

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MAINZ. Mit umfangreichen Hygienevorkehrungen soll das Risiko von Corona-Infektionen in den rheinland-pfälzischen Schulen so weit wie möglich gebannt werden. Die Landesregierung und Vertreter der Kommunen stellten am Dienstag einen Hygieneplan für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs vor. Das Land will allen Schülerinnen und Schülern eine mehrfach verwendbare Mund-Nasen-Maske zur Verfügung stellen.

"Ich habe Hochachtung vor der Leistung der Pädagoginnen und Pädagogen in unserem Land": Malu Dreyer, MInisterpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Foto: Land Rheinland-Pfalz
Hat einen (Hygiene-)Plan: Rheinland-Pfalz‘ Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Foto: Land Rheinland-Pfalz

Die Schulen sind seit dem 16. März geschlossen, um der Ausbreitung der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. Der Präsenzunterricht wird Ende April und Anfang Mai in zwei Phasen wiederaufgenommen, für rund 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen.

«Das ist ein wichtiger Beitrag für mehr Hygienesicherheit in der Schule», erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Dienstag in Mainz. Dies entspreche der dringenden Empfehlung, eine solche Alltagsmaske in Situationen zu tragen, in denen der Mindestabstand nicht zu jeder Zeit sichergestellt werden könne. Bei einem für eine Tröpfcheninfektion mit dem Virus möglichen Abstand können einfache Stoffmasken dem Schutz des Gegenübers dienen. Dreyer nannte dabei als Motto: «Ich schütze Dich, Du schützt mich!»

Startpaket zur Unterstützung der Hygiene zum Schulstart

Die meist kommunalen Schulträger sollen auch ein Startpaket zur Unterstützung der Hygiene zum Schulstart erhalten. Dazu gehören nach Angaben der Landesregierung 70.000 Liter Desinfektionsmittel und 430.000 Stück einfache Mund-Nasen-Masken, falls Kinder und Jugendliche ihre Masken mitzubringen vergessen. Für beide Maßnahmen zusammen will die Landesregierung 2,5 Millionen Euro bereitstellen. Die Verteilung von Masken und Desinfektionsmitteln an die Schulträger soll über das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung erfolgen.

Der Hygieneplan für die Schulen soll unter anderem den Abstand zwischen den Pulten, regelmäßiges Lüften sowie Vorkehrungen für die Sanitäranlagen regeln. «Gemeinsam haben wir Maßnahmen abgesprochen, die dafür sorgen, dass die Kinder und Jugendlichen die Schulen besuchen können, ohne größeren Infektionsrisiken ausgesetzt zu sein», erklärte der Vorsitzende des Landkreistages Rheinland-Pfalz, Landrat Günther Schartz (CDU). Das Lehrpersonal werde die Einhaltung der Hygiene im Schulbetrieb als Teil des pädagogischen Auftrags überwachen.

Schulaufsicht berät die Schulen rund um die Öffnung

«Die Regeln im Umgang mit dem Corona-Virus müssen eingehalten werden, das gilt insbesondere für die Regel, Abstand zu halten», erklärte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Die Schulaufsicht berate die Schulen bei allen Fragen rund um die Öffnung.

In der Öffnungsphase 1 zum 27. April starten nach Angaben des Bildungsministeriums rund 35.000 Jugendliche – zumeist Berufsschüler, die vor einer Prüfung stehen, und Abiturienten der Gymnasien mit achtjähriger Schulzeit (G8). In der Öffnungsphase 2 ab 4. Mai folgen rund 130.000 Schülerinnen und Schüler, darunter 34 000 in den vierten Grundschulklassen, 26 000 an den Realschulen plus, 18.500 in Integrierten Gesamtschulen und 40.000 an Gymnasien. Bei den weiterführenden Schulen sind dies im Wesentlichen die Jugendlichen ab der 9., 10. oder 11. Klasse. dpa

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Versinkt der Schulstart in NRW im Chaos? Gebauer bietet Schulen an, Hygiene-Artikel für sie zu bestellen – zwei Tage vor Unterrichtsbeginn für 250.000 Schüler

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