Infektiologe: Weitere Schulschließungen hätten Familien überfordert

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DRESDEN. Der Dresdner Infektiologe Prof. Reinhard Berner hat angesichts niedriger Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen vor verfrühter Euphorie gewarnt. Es möge keiner glauben, dass die Pandemie vorbei sei oder kein Problem mehr für die Gesellschaft wäre, erklärte der Experte vom Dresdner Uniklinikum am Freitag in Dresden. «Wir stehen am Anfang.» Dennoch sei nach acht Wochen der Schließung von Kitas und Schulen eine Grenze der Belastbarkeit erreicht – von Kindern und Familien.

In vielen Familien liegen die Nerven blank. Foto: Shutterstock

Das Modell der strikt voneinander getrennten Gruppen, an dem der Mediziner mitarbeitete, sei eine Möglichkeit, Kitas und Grundschulen zu öffnen. «Und zu sehen, ob das Konzept erfolgreich umsetzbar ist.» Die Maßnahmen mit den größeren, aber voneinander getrennten Gruppen seien längerfristig angelegt, betonte Berner. «Die Pandemie wird uns Wochen, Monate, vielleicht Jahre begleiten.» Da brauche es Konzepte, die es erlaubten, Gesellschaft – und die Kinder dieser Gesellschaft – im Blick zu behalten. dpa

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