Ex-Nationalspieler David Odonkor: Rassismus ist auch in der Schule ein Problem

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DÜSSELDORF. Schon bei seiner Einschulung habe ihm seine Hautfarbe Probleme bereitet, berichtet der ehemalige Fußball-Nationalspieler David Odonkor. Bis heute habe sich an den Schulen wenig geändert.

Als Kind einer deutschen Mutter und eines ghanaischen Vaters hatte der frühere Fußballprofi David Odonkor schon bei seiner Einschulung Probleme wegen seiner Hautfarbe. Das sagte Odonkor der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Online). Damals habe ihn das schwer getroffen: „Ich wurde von den anderen Kindern geschubst und beleidigt. An eine Situation kann ich mich noch gut erinnern. Einer der älteren Jungen kam zu mir und fragte: ‚Ey du Neger, was willst du?‘ Das habe ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich konnte mich irgendwann nur noch mit Fäusten dagegen wehren“, sagte Odonkor.

Auch der ehemalige Fußball-Nationalspieler David Odonkor berichtet über Rassismus-Erfahrungen in seiner Schulzeit. Foto: Florian K. / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5)

Bis heute habe sich in den Schulen kaum etwas geändert, was er an den Erlebnissen seiner Neffen sehe, „denen geht es gerade genauso wie mir damals“. Er selbst sei seit seiner aktiven Zeit als Fußball-Profi bekannt, Rassismus betreffe ihn persönlich inzwischen weniger. „Da gibt es aber auch andere Beispiele: Als meine Schwester nach einem Haus gesucht hat, wurde ihr die Türe geöffnet, sie wurde angeschaut und die Dame sagte nur: ,Nein, sorry, wir vermieten nicht an Sie.‘ Das ist Rassismus und geht einfach nicht.“ (ots)

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Rassismus ist ein Alltagsphänomen – auch in der Schule. Dort betrifft er Lehrer und Schüler mit Migrationshintergrund gleichermaßen

 

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