MDR-Befragung: Große Mehrheit für Normalbetrieb an Schulen

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LEIPZIG. Nach den Sommerferien soll in den Schulen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wieder der Regelbetrieb starten – laut einer Umfrage des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) mit großer Zustimmung der Bevölkerung. 76 Prozent der Befragten befürworten die vollständige Schulöffnung uneingeschränkt oder dann, wenn die Infizierten-Zahlen nicht wieder ansteigen, wie der Sender unter Verweis auf seine Online-Befragung am Dienstag mitteilte. Weitere 18 Prozent halten eine vollständige Schulöffnung für richtig, wenn die Infizierten-Zahlen weiterhin kontinuierlich sinken. Gegen eine vollständige Öffnung sprachen sich vier Prozent aus.

Nach den Sommerferien soll der Normalbetrieb in den Schulen wieder beginnen. Das stößt bei einem Großteil der Bevölkerung auf Zustimmung. Foto: shutterstock/Syda Productions

An der Online-Umfrage beteiligten sich nach MDR-Angaben etwa 15.000 Menschen aus den drei Bundesländern. Für die Teilnahme muss man sich registrieren, derzeit haben dies nach Angaben des Senders mehr als 29.000 Menschen getan.

Normalbetrieb nach den Sommerferien angekündigt

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hatte am Montag angekündigt, dass die Schulen im Freistaat nach den Sommerferien wieder im Normalbetrieb beginnen. Das sei aber nur möglich, wenn man weiter vorsichtig mit dem Virus umgehe. In Thüringen ist der Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen ebenfalls nach den Sommerferien vorgesehen. Zumindest wenn es das Infektionsgeschehen zulasse, betonte ein Sprecher der Bildungsministeriums am Dienstag.

Auch in Sachsen-Anhalt soll es von Ende August an wieder regulären Unterricht an den Schulen geben, kündigte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) an. Die Schulen seien allerdings gehalten, bei neuen Corona-Ausbrüchen kurzfristig wieder Unterricht auf Distanz anzubieten. dpa

Bildungsminister Tullner im Interview: „Digitalisierung nicht nur ein Notanker in Corona-Zeiten“

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10 KOMMENTARE

    • …..umso sachdienlicher und investigativer erweisen sich ihre stets sachlichen Beiträge zum Thema der Zeit, oder eben auch nicht, je nachdem, wem diese endloslangen Zeilenstränge neue Impulse geben könnten, um wieder wutentbrand lospoltern zu können.

      • Avl: endlich habe ich einen Follower! …und dann noch einen solch kompetenten.
        Sie kennen sich ja aus! Wie eine repräsentative Befragung aussähe und was diese von einer sporadischen Online Umfrage unterscheidet, wissen Sie als Top Mediziner, ja selbst am besten.
        Das hochwertige Fernsehprogramm dieses Senders könnten Sie doch mal mit ihren Beiträgen bereichern.
        Die freuen sich bestimmt über Zuwachs im Kompetenzteam.

  1. Alle Schulen aufmachen und sich dann gegen Ausreisebeschränkungen aussprechen, falls es zu vermehrten Infektionen kommt.
    Rücksichtslos!

    • Nee, clever. Wenn in den Schulen sich das Virus ausbreitet wird der Hotspot abgesperrt. Die Schule ist eben der lokale Raum, der abgesperrt werden muss, so dass keine Ausreisen in heimatliche Gefilde mehr stattfinden können. Im Gegensatz zum Beginn der Kontaktbeschränkungen werden die SuS nicht nach Hause verbannt sondern in der Schule festgesetzt. Bauzaun entlang der Schulhofgrenzen und gut ist. Erziehung und Betreuung müssen dann nicht mehr von überlasteten Erziehungsberechtigten übernommen werden, der Aufwand für digitalen Unterricht fällt weg, da die lieben Kleinen ja 24/7 in der Schule sind.

      • Super Idee, dickebank!
        Wäre es dann möglich, die Kinder und Jugendlichen alleine in der Schule zu kasernieren? Dann könnte man auch noch soziologische Studien anschließen und würde vlt sehen, dass ein „Herr der Fliegen“-Szenario Realität wird. Ein spannendes Experiment dieser Tage mehr.

        • Das Experimentierfeld kann sogar beliebig erweitert werden.
          Interessant ist doch die Frage, ob sich die Zahl der höherwertigen Bildungsabschlüsse erhöht, wenn die Schülerschaft während ihres nächtlichen Schlafes unterrichtet wird, anstelle der heutigen Situation, in der Teile der Schülerschaft im Unterricht schlafen.

      • Prima Plan!
        Die Verpflegung übernehmen dann unausgelastete Hotels oder Jugendherbergen oder wolltest du ein paar Salatköpfe über den Bauzaun werfen lassen?

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