Corona-Probleme an 16 Schulen in Schleswig-Holstein

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KIEL. Das Coronavirus wird an immer mehr Schulen in Schleswig-Holstein zum Problem: Wenige Tage nach dem Start des neuen Schuljahres gibt es bereits 16 Infizierte oder Verdachtsfälle. Das hat Folgen.

Das Coronavirus wird in immer mehr Schulen zum Problem. Illustration: Shutterstock

An 16 Schulen in Schleswig-Holstein gibt es Corona-Infizierte oder Corona-Verdachtsfälle. Das teilte das Bildungsministerium am Donnerstag in Kiel mit. Fünf Schulen seien am Donnerstag neu hinzugekommen, elf Schulen seien bereits vorher betroffen gewesen, sagte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage. Schüler einzelner Jahrgangsstufen seien in Quarantäne, bis die jeweiligen Corona-Testergebnisse vorlägen. Es gehe dabei meist nur um ein paar Tage. Komplette Schulschließungen wegen Corona gebe es in Schleswig-Holstein aktuell nicht.

Jahrgangsstufen wurden nach Hause geschickt

Die am Donnerstag neu hinzugekommen Schulen befinden sich in Kiel und den Kreisen Dithmarschen, Steinburg, Schleswig-Flensburg und Segeberg. Die anderen elf Schulen liegen in Lübeck und Kiel sowie den Kreisen Dithmarschen, Schleswig-Flensburg, Segeberg und Rendsburg-Eckernförde.

In Kiel ist nach einzelnen Corona-Fällen in drei Schulen jeweils eine Jahrgangsstufe vorerst geschlossen. In den drei Schulen sei jeweils ein Kind positiv auf das Virus getestet worden, woraufhin als Schutzmaßnahme die Jahrgangsstufen nach Hause geschickt worden seien. Die Kinder der Jahrgangsstufen seien in häuslicher Quarantäne, bis alle ihre Testergebnisse vorlägen, sagte die Ministeriumssprecherin. In Kiel waren fast 250 Schüler betroffen.

Eine Schule musste schon vor dem Start schließen

Die wegen der Corona-Infektion einer Lehrerin geschlossene Grundschule in Rantrum bei Husum hatte am Mittwoch wieder geöffnet. Die Schule war bisher die einzige von 792 Schulen in Schleswig-Holstein, die wegen eines Corona-Falles noch vor dem Schulstart in dieser Woche hatte geschlossen werden müssen. dpa

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1 KOMMENTAR

  1. Die Schule in Rantrum hat einen hohen symbolischen Stellenwert für Frau Prien, Stichwort: Regelbetrieb (a.k.a. „läuft alles prima, wenn wir gaaaanz fest dran glauben“).
    Das erklärt, warum dort offenbar Vertretungslehrer von anderen Schulen den Schulstart über die Bühne bringen mussten. Stelle ich mir pädagogisch nicht besonders sinnvoll vor. Aber darum geht es ja nicht. The show must go on.

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