Ministerium erlaubt Schülern nun doch Nutzung von Corona-App

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MÜNCHEN. Das bayerische Kultusministerium hat wegen der Corona-Warn-App seine Richtlinien zur Nutzung von Smartphones in der Schule geändert. Nach den neuen Vorgaben dürfen Schüler ihre Handys während der Unterrichtszeit eingeschaltet lassen, um die Corona-App der Bundesregierung auch in dieser Zeit nutzen zu können, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Montag. Die Geräte müssten «jedoch stumm geschaltet sein und während des Unterrichts in der Schultasche verbleiben», heißt es auf der Informationsseite des Ministeriums im Internet.

Handy in der Schülertasche - lässt sich das verbieten?
Smartphones sind in bayerischen Schulen eigentlich verboten. Foto: Lucie Gerhardt / pixelio.de

Damit hat das Ministerium seine bisherige Linie geändert. Vor wenigen Wochen war noch der Regensburger Jugendbeirat mit einer entsprechenden Initiative gescheitert. Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien der Oberpfalz wies das Anliegen entsprechend der Vorgaben aus München mit der Begründung zurück, dass die Nutzung der Warn-App an Schulen nicht erforderlich sei. Denn dort könnten im Unterschied zum öffentlichen Raum Infektionsketten auch ohne die App schnell erkannt und nachverfolgt werden, hieß es damals.

Grundsätzlich war bislang die Nutzung der Handys auf dem Schulgelände den Kindern und Jugendlichen im Freistaat verboten, wenn die Geräte nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden. dpa

Nutzung von Corona-App in bayerischen Schulen bleibt tabu

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