Zwei Schulen wegen Handgranaten-Attrappe geräumt

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BÜREN. Aufregung um möglichen Sprengsatz an Schule in Ostwestfalen: Mitten im Unterricht zeigt ein Schüler einem anderen etwas, das wie eine Handgranate aussieht. Diese und eine Schule werden geräumt.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. (Symbolfoto) Foto: NicoLeHe / pixelio.de

Wegen einer täuschend echt aussehenden Handgranaten-Attrappe sind in Büren im Kreis Paderborn am Mittwoch zwei Schulen geräumt worden. Ein Schüler der fünften Klasse der Gesamtschule hatte den vermeintlich gefährlichen Gegenstand unbekannter Herkunft am Mittwochmorgen einem Mitschüler gezeigt – und damit einen Einsatz von Polizei und Sprengstoff-Experten ausgelöst.

Ein Lehrer hatte den Gegenstand ebenfalls gesehen und die Schulleitung informiert, die die Räumung veranlasste. Später wurde auch eine angrenzende Grundschule sicherheitshalber evakuiert. Das Landeskriminalamt (LKA) wurde eingeschaltet, um zu klären, was es mit dem möglicherweise gefährlichen Fund auf sich hat. «Es ist alles so abgelaufen, als ob das ein echter Explosivstoff wäre», sagte ein Polizeisprecher. Die Attrappe sei auch für die Ermittler nicht auf den ersten Blick als solche zu entlarven gewesen. So habe das Expertenteam festgestellt, dass Originalteile verbaut waren.

Mehrere Stunden nach der Räumung hatten die angeforderten Sprengstoffexperten es LKA dann Entwarnung gegeben: «Es handelt sich um eine sehr gut gemachte Attrappe, von der zu keiner Zeit eine Gefahr ausging», twitterte die Polizei. Der Gegenstand sei weder scharf gewesen noch dafür hergerichtet, sprengfähig gemacht zu werden. Woher die Attrappe stammt, war am Mittwoch weiter unklar.

Der Schüler hatte angegeben, sie gefunden zu haben. «Er hat auch niemanden damit bedroht, sondern sie nur gezeigt», sagte der Polizeisprecher. dpa

 

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