Keine Laternenumzüge für viele Kinder in Hamburg

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HAMBURG. Viele Kinder freuen sich, wenn sie mit ihren Laternen im Dunkeln durch die Straßen ziehen und Lieder singen. Wegen der Corona-Pandemie wurden jedoch zahlreiche Umzüge bereits abgesagt.

Jedes Jahr im November ziehen überall in Hamburg Kinder mit ihren selbstgebastelten Laternen und Liedern durch die Straßen. Wegen der Corona-Pandemie werden in diesem Jahr jedoch zahlreiche Laternenumzüge ausfallen. «Unsere Kitas berücksichtigen bestehende Regelungen und Hygienestandards, um die Infektionsgefahr in den Kitas gering zu halten», sagte Katrin Geyer, Sprecherin der Elbkinder-Vereinigung.

Ob und welche Laternenumzüge in Hamburg stattfinden ist vielfach noch unklar. Foto: Rike / pixelio.de

Wichtige Bausteine seien die Betreuung der Kinder in gleichbleibenden Gruppen und die Begrenzung der Besuche von Personen, die nicht zur Kita gehören. «All dies wäre bei einem Laternenumzug im öffentlichen Raum nicht mehr zu gewährleisten, weshalb die Kitas auf die Teilnahme an solchen Veranstaltungen in diesem Herbst verzichten werden», sagte Geyer.

Wenn Kitas im Einzelfall Alternativen wie ein Lichterfest anbieten möchten, dann nur auf dem eigenen Außengelände. Die Elbkinder sind mit 185 Kitas und täglich betreuten rund 31000 Kindern der größte Kita-Träger der Stadt.

Ob es an den Hamburger Grundschulen Laternenumzüge geben wird, steht noch nicht endgültig fest. «Das ist noch in der Klärung», sagte der Sprecher der Hamburger Schulbehörde, Peter Albrecht. Zahlreiche Laternenumzüge, die auf dem offiziellen Portal der Stadt aufgelistet sind, wurden jedoch bereits abgesagt. Lediglich zwei Veranstaltungen in Bergedorf werden noch aufgelistet.

Die beiden christlichen Kirchen in Hamburg geben dazu keine verbindlichen Regelungen. «Das wird sehr unterschiedlich gehandhabt», sagte Manfred Nielen, Sprecher des Erzbistums Hamburg. «Es gibt Gemeinden, die die Umzüge abgesagt haben. Andere halten in kleinerem Rahmen daran fest, das heißt sie bleiben als Kita oder Grundschule unter sich oder machen kleinere Umzüge auf dem Kirchengelände.»

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2 KOMMENTARE

  1. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Frage am 11.11. noch irgendeine Relevanz besitzt. Wenn es so weitergeht wie aktuell, dann sind wir dann im Lockdown.

  2. Ich weiß nicht, warum man hier ausgerechnet Hamburg als Beispiel anführt. In sehr, sehr vielen Orten in NRW sind die Martinsumzüge schon lange abgesagt.

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