Behörde nimmt Corona-Stichproben an vier Schulen – und wird überall fündig

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BREMEN. Bei Reihentests an vier Bremer Schulen sind an allen Corona-Infektionen entdeckt worden. Insgesamt waren zwölf von 1359 Proben positiv, wie das Bildungsressort am Montag mitteilte. Das ist eine Quote von knapp einem Prozent. Betroffen waren Schülerinnen und Schüler, beim Personal wurden keine Ansteckungen festgestellt.

Gibt es mittlerweile Corona-Infektionen an jeder Schule? Foto: Shutterstock

Mit den freiwilligen und stichprobenartigen Tests für Schüler, Lehrkräfte und pädagogisches Personal wollte sich das Bildungsressort einen besseren Überblick über das Infektionsgeschehen verschaffen. Getestet wurde an zwei Grundschulen, einer Oberschule und an einem Gymnasium. An der einen Grundschule wurden unter 202 Proben zwei Corona-Infektionen entdeckt, an der anderen Grundschule gab es bei 140 Tests ein positives Ergebnis. An der beteiligten Oberschule wurden nach 404 Proben drei Infektionen erkannt, an dem Gymnasium förderten 613 Corona-Tests sechs positive Ergebnisse zutage. dpa

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20 KOMMENTARE

  1. Wenn man das mal unwissenschaftlich verallgemeinert, bedeutet das konkret, jede Lehrkraft hat an jedem normalen Arbeitstag eine sehr gute „Chance“, mindestens einem infizierten Kind zu begegnen bzw. ein sehr lange Zeit gemeinsam mit diesem Kind in ein- und demselben Raum zu verbringen. Ach du Sch…!

    • Wenn man das wissenschaftlich verallgemeinert, dann haben die Deppen icht richtig getestet, denn die Lehrer stecken die Schüler an und nicht umgekehrt und da fragt man sich, wo die Schulleitungen die Superspreederkollegen während der Testung versteckt haben. Für mich riecht das nach einem Skandal unbeschreiblichen Ausmaßes.

  2. Und das waren freiwillige Tests.
    Wer am Wochenende vorher vorschriftswidrig Party gemacht hat, wird sich kaum freiwillig melden bzw. sein Kind dazu anmelden. Denn dann kämen vielleicht unangenehme Nachfragen…

  3. 1%.. krass! Komplett unentdeckt! Direkt neben anderen Schülern und lediglich gelegentlich das Fenster auf.

    Liebe Kultusminister bitte setzt euch doch auch einmal diesem Risiko aus!

    Aber, liebe Kultusminister, wie kann es sein, dass da keine Lehrer positiv getestet wurden? Es sind doch die Lehrer, die angeblich die Schüler anstecken? Stimmt wohl nicht. Dieses ganze verlogene Gerede fällt jetzt auf die Füße.

  4. Und wir (7 Schüler, 5 Erwachsene) sitzen von 8 -15 Uhr ohne Abstand und ohne Maske in einem ca 30 m2 kleinen Klassenraum.
    Ich trage seit letzter Woche als Einzige auch im Klassenraum eine Maske.

    Frau Hubig, Frau Dreyer???? Übernehmen Sie Verantwortung? Was ist, wenn ich oder mein vorerkrankter Mann sich infizieren und evtl. Eine
    schwierigen Verlauf haben ? Wer haftet?

    Antwort habe ich von Frau Dreyer noch nicht erhalten.

  5. Angesichts dessen, dass Daten und Studiendesign dazu bisher nicht veröffentlicht wurden, lassen die Zahlen leider keinerlei Aussage über das infektionsgeschehen an Bremer Schulen zu. Die Zahlen könnten ggf. noch „viel spaßiger“ aussehen.
    Denn:
    Soweit ich den Medien entnehmen konnte, laufen in Bremen seit dem Sommer (!) Reihentestungen. Diese wurden von der Schulbehörde Bremen beim BIPS in Auftrag gegeben [1,2].
    Daraus könnten eventuell die nun vorgestellten Zahlen stammen… ich weiß es aber leider nicht.
    Weiß die @Redaktion eventuell mehr dazu? Vielleicht lohnt eine Anfrage bei der Pressestelle und/ oder beim Herrn Zeeb vom Bips.

    Quellen
    1.
    https://www.google.com/amp/s/www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-bremen-weitet-coronatests-aus-_arid,1925041_type,amp.html)

    2.
    https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.340786.de&asl=

    • Heute morgen gelesen… so ist zu mindest der Zeitraum klar.
      „ Es wurde in der vergangenen Woche getestet. Die Mitschüler*innen (und Lehrkräfte) der Klassen/Real-Kohorten sind nun in Quarantäne. Nach fünf Tagen gibt es für Schüler*innen den Schnelltest. Lehrkräfte können sich ebenfalls testen lassen.“ [bremen Senat Presse, Twitter, 7.12]

      Aufgrund dessen wurden 320 Schüler in die Quarantäne geschickt und diese konnten nach 5 Tagen einen Schnelltest machen. Leider ist bisher nicht kommuniziert wieviele einen Schnelltest gemacht haben und wieviele davon positiv waren. Allerdings sind die Schnelltests ja auch recht fragwürdig. Sie weisen nur eine hohe Viruslast nach. Mit welcher Viruslast man allerdings andere Menschen ansteckt ist ja sehr variabel bzw noch gar nicht soneichrig geklärt.

  6. Und das ist ja nur der aktuelle Stand

    Ich habe jetzt nicht geguckt, wir hoch der R-Faktor ist, doch allein bei 1 und denen, die noch etwas bis zur Erkrankung brauchen und munter weiter spreaden…. wir die Zahl noch ansteigen – außerhalb der Schule, versteht sich.

    Ist jemand aus den Kohorten in Quarantäne? Irgendwelche Verbreitungsverhinderungsmaßnahmen?

    Habe ich richtig gelessen: Es wurde an zwei Grundschulen getestet? Und an beiden fündig geworden? Na, ob die wohl richtig getestet haben? Ganz besonders um maskenlose Abstandsregelnnichteinhaltmüsser weil alle Nichtspreader sind kann das ja nur rausgeschmissenes Geld sein…. Quatsch aus

    Und liebe KuMis – Bitte endlich auch bei euch – Quatsch aus, Ernst und Verantwortung an! Unser aller Gesundheit liegt in Ihren Händen!
    (Mir wird schlecht)

  7. Wie erwartet zeigt sich zudem, dass die Grundschüler ebenso betroffen sind wie alle anderen.

    Wenn also irgendwo Maßnahmen erst ab Klasse 8 eingeführt werden, dann erwischt man einen großen Teil des Problems gar nicht erst.

    Es gibt nur einen Weg, aber das werden die KM nicht hören wollen. Wenn man sich anschaut, wie sehr in den Ländern, die die Schulen komplett zugemacht haben, die Zahlen gesunken sind, dann fragt man sich wirklich, warum das immer noch ignoriert wird.

    Man hätte sich das ganze Experiment auch komplett sparen können und hätte damit vermutlich Tausende von Leben gerettet, denn das, was sich jetzt immer mehr zeigt, hat Herr Drosten schon im Frühjahr herausgefunden.

  8. Zitat:
    „Betroffen waren Schülerinnen und Schüler, beim Personal wurden keine Ansteckungen festgestellt.“
    Wo sind jetzt all diejenigen, die immer behauptet haben, Kinder könnten niemanden anstecken. Wenn dann würden sich die Kinder beim Personal anstecken?

  9. Das erinnert mich an den Sommer und die Testung der Reiserückkehrer. Unter den Tests der Rückkehrer waren knapp 1% Positive und da hieß es, dass diese Gruppe weiterhin dringend getestet werden müsse ((auf die Frage hin, ob es denn nicht im Moment mal dringender nötig wäre, dass alle Mitarbeiter in Pflegeheimen vorsorglich getestet werden könnten)).
    Achso: Und wenn diese Tests mit den Schnelltests gemacht wurden, dann müsste man die Zahl der Positivtestungen noch um 10% erhöhen, weil die Tests nicht so schnell anschlagen wie die PCRs- also statt 1% dann 1,1%

  10. Seit Monaten versuchen Eltern bundesweit sich bei Politiker*innen Gehör zu verschaffen,

    um die Schulsituation in der Pandemie zu verbessern und sicherer zu machen.

    Wir haben deshalb eine Online-Petition geschaltet,

    die aber dringend weiterer Verbreitungswege als der Presseverteiler der Elternverbände bedarf.

    Können Sie/ könnt ihr uns weiterhelfen?

    Wir schaffen es nicht ohne euch! Jedes Kind/jede*r Jugendliche kann unterschreiben – nicht nur Erwachsene!

    https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

    Danke, herzliche Grüße

  11. Dass im Moment ca. 1 % der Leute unbemerkt positiv sind, überrascht mich nicht. Das deckt sich doch mit ähnlichen Ergebnissen überall in Europa, wo Massentests gemacht werden.
    Wenn täglich im Schnitt 300 Menschen an Corona sterben und 1 % der Bevölkerung infiziert sind und die Infektion normalerweise ca. 1 Woche lang nachweisbar ist, ergibt sich eine Sterblichkeit von ca. 0,25 %. Das wiederum passt gut zu den Metastudien, die sich weltweit mit der Infektionssterblichkeit befasst habe. Für mich passt das von den Zahlen her alles zusammen:
    Heißt aber auch: Im Moment steigt die Durchseuchung der Bevölkerung grob um 1% pro Woche. Zusammen mit der Frühjahrswelle dürften dann Ende des Winters 20 Prozent der Bevölkerung immun sein. Da könnte dann schon bald auch ohne Impfungen ein Effekt eintreten, weil aus einer Reproduktionszahl von z.B. 1 durch leichte Maßnahmen dann 0,8 wird und die Pandemie ausläuft. Ausgehend von R0 mit 3,5 benötigt man natürlich eine viel höhere Immunisierung der Bevölkerung, wenn man komplett auf Maßnahmen verzichten will. Dieses Delta wird dann hoffentlich bis zum Sommer durch Impfungen geschlossen.

    Aktuell bedeutet es aber auch, dass natürlich an jeder Schule mit 500 Schüler permanent ca. 5 unerkannte Fälle rumlaufen.

  12. Knapp 1% finde ich recht wenig, und die offensichtlich nicht mal Lehrer oder andere groß angesteckt. Das deckt sich auch mit unzähligen Erfahrungen im privaten Bereich in den letzten Monaten, wo bei vielen Familien nur eine einzige Person erkrankt ist, und das obwohl alle gemeinsam essen, schlafen oder gemeinsam lange Autofahrten gemacht haben. Scheint nicht ansteckender als andere saisonale Krankheiten zu sein, nur unberechenbarer im Verlauf.

  13. Die Kinder wurden positiv getestet, ja. Heißt aber nicht dass sie auch andere anstecken konnten. Wenn hier über die Ansteckung philosophiert und dramatisiert wird, müsste man schon wissen, ob die Kinder in derselben Klasse waren oder wie sie sich verteilt haben. Lehrer wurden offensichtlich nicht angesteckt. Ansonsten wäre das anders zu deuten…

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