Klartext einer Lehrerin: Das Schulsystem kollabiert jeden Moment! Wir sind ausgebrannt!

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DÜSSELDORF. Einer Lehrerin – und Leserin von News4teachers – ist der Kragen geplatzt. In einem langen, emotionalen Post erklärt die Pädagogin, wie sie seit Monaten ihren Schulalltag erlebt und warum sie so wütend auf ihre Dienstherrin ist (konkret: die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann, CDU). Der Beitrag, den die Autorin im Leserforum von News4teachers veröffentlich hat, erfuhr viele zustimmende Reaktionen von Leserinnen und Lesern. Wir meinen, dass der Text eine breitere Öffentlichkeit verdient hat – und veröffentlichen ihn deshalb als Gastbeitrag hier noch einmal. 

Es reicht! Illustration: Shutterstock

Magistra Furiosa 15. Dezember 2020 um 23:08 Edit

Eisenmann will’s wissen? Magistra Furiosa antwortet gern!

SCHULE IST OFFEN

„Das Wochenende war angespannnt. Seit Monaten beobachten wir Lehreinnen und Lehrer die Corona-Infektions-Lage und hören ein ums andere Mal das Abschwächen dieser, deren Zuspitzung von namhaften Wissenschaftlern prognostiziert wurde, durch Frau Eisenmann und Frau Gebauer aus NRW.

Wir schauen zurück in den Sommer: Erst sollte ab einer Inzidenz von 50 gehandelt werden – darüber lachen wir noch immer. Die Zahlen stiegen an, vom „regionalen Lockdown“ nirgendwo eine Spur. Stattdessen die Gebetsmühle: die Schulen müssen offen bleiben (als wäre Präsenz das einzige Mittel für Bildungsgerechtigkeit! Das ist es dann, wenn die Ministerien keine Alternativen zulassen, sonst nicht!).

DEHNBARKEIT DER GRENZEN – WERTE? VERGISS ES!

Wir sind nun im Dezember 2020 bei der Ausdehnung der Grenzwerte auf 300 angelangt. Wir kriechen schon seit dem Sommer auf dem Zahnfleisch, als wir versucht haben, den Stoff doppelt vorzubereiten – für die Präsenz und den eventuellen Lockdown. Wir haben, im Gegensatz zum Kultusministerium, vorgearbeitet und etwaige Szenarien erprobt. Wir sind gut aufgestellt an unserer Schule, haben 100 Leihrechner (für Kinder aus bildungsfernen Schichten, von denen VIER abgerufen wurden!). Wir haben seit dem 6.3.2020, an dem wir das erste Wochenende als Kollegium quasi wach am Stück waren, unsere Schule digital abgebildet und liefern seit diesem Schuljahr parallel für zuhause bleibende Kinder in der Lernplattform Moodle nach jeder Stunde, was in Präsenz gearbeitet wurde – natürlich an das Medium angepasst.

Das flächendeckende Hybridunterrichten, das uns Angst, Sorge und nicht zuletzt auch gesellschaftlich Infektionsdruck genommen hätte, wurde in Baden-Württemberg vernachlässigt, Tablets, die Anfang Juli (!) an anderen Schulen bestellt wurden, kamen in der ersten Dezemberwoche und sind noch nicht eingerichtet. Wie auch? Die Kolleginnen und Kollegen bekommen nicht mal etwas dafür. Auch sie „krebsen“ am zeitlichen und nervlichen Limit.

Es ist die Anspannung mit Händen zu greifen. Ich selbst kann langsam nicht mehr. Der Spagat mit zwei Kindern, zwei Schulen, an denen ich unterrichte – also insgesamt vier Schulen mit den jeweiligen Regeln, Befindlichkeiten, etc. – und einer Mutter, um die ich mich sorge, sprengt mich langsam psychisch. Meine Tante hat den zweiten Stent bekommen, sie ist alleinstehend, genauso wie mein 80-jähriger Onkel.
Wir verlieren nicht nur numerische Werte.

WIR SIND IM KRIEG

Während die Bundesregierung seit Wochen erklärt, jede/r, der/die kann, solle ins Homeoffice, müssen wir Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, an der vordersten Front stehen. Vor uns die feindliche Linie an potentiellen Aerosolspreadern, die auch nur deswegen da sind, weil es der Anstand gebietet oder die Pflicht einfordert – unsere Schülerinnen und Schüler, die genau so wie wir einfach nur seit Monaten leiden und dem Druck ebenfalls nicht mehr lange stand halten, der sich deswegen aufbaut, weil wir ja aus dem ersten Lockdown gelernt haben: es kann jeden Moment kollabieren, das System, deswegen müssen wir juristisch valide Noten generieren. Damit wir nicht vors Strafgericht gezogen werden. Das militärische Vokabular ist bewusst gewählt. Wir alle sind das Kanonenfutter auf dem Weg von Frau Eisenmann nach oben – der Name scheint Programm.

Wenn es um die Impfung geht, dann stehen wir Kontaktpersonen ohne jeden Schutz an dritter Stelle. Die Merkmale der Risikobewertung wurden zurückgestuft – Hypertonie, Übergewicht, Diabetes gelten der Einfachheit halber nicht mehr als Risikofaktor – seid ja selbst schuld, wenn es euch erwischt, sind Zivilisationskrankheiten. Was fresst Ihr auch vor dem Rechner?! JA, WIESO?! Wer den Job ernst nimmt, hat seit NEUN MONATEN keine Zeit mehr, so einfach ist das. Weil wir selbst in den Sommerferien Mailverkehr hatten, um uns vorzubereiten, Mut zuzusprechen, Angst zu nehmen. Weil wir nebenbei kranke Kinder beschulen, die nicht in die Schule sollten – und unsere eigenen: aus Vernunft! Weil wir als Mütter und Lehrerinnen auch noch die übliche „Sorgearbeit“ machen – die älteren Verwandten im Blick haben, ggf. einkaufen, damit sie nicht infiziert werden.

Mich verlassen langsam meine Kräfte, denn ich habe seit MONATEN das getan, was sinnvoll ist: alle anderen Kontakte reduziert. Dadurch wird vieles schwerer, nicht zuletzt das Leben meiner Kinder, die hier mitziehen. Seit Monaten nur ein oder zwei ausgewählte Freunde treffen. Schulisch begleiten kann ich sie nicht, weil ich selbst an die Schule muss. Homeoffice? Geht nicht, weil ja alle Kinder beschult werden müssen. Ausnahmslos. Durchgängig. IMMER. Egal, wie die Infektionsraten sind.

DIFFERENZIERUNG? ABER NUR FÜR EUCH ALS LEHRER!

Diese Gleichsetzung von fast erwachsenen „Schulkindern“ mit Kita-Kindern und Grundschulkindern ist nur einer der „Denk-„Fehler dieses Ministeriums – nähme es nämlich die vom gleichen Ministerium in Auftrag gegebenen Studien zur Infektiosität von Kindern und Jugendlichen ernst, höbe es die gesellschaftlich-moralische Schulpflicht im Sinne eines Präsenzunterrichts für die Über-Zehnjährigen auf. Stattdessen wiederholt Eisenmann das Mantra: „Die Schulen sind keine Infektionstreiber!“ – man möchte gerne wissen, woher sie ihre Expertise für dieses Narrativ nimmt. Zahllose Studien stehen dagegen, raten an, die Altersgruppen zu differenzieren, zwischen Infektiosität, Virenbelastung und Kindern als asymptomatische aktive Vektoren zu differenzieren. Das Long-Covid-Syndrom bei asmptomatischen Menschen wurde entdeckt, jede/r Biologe kann ihr erklären, dass die Strategie dieses Virus ist, über die Jüngsten unbemerkt in die Populationen vorzudringen, um die Alten und Schwachen im Sippenverbund zu eliminieren. Ein sehr hilfreiches und einfaches, ein effizientes , biologisches Prinzip. Man sollte dazu stehen, wenn man es erkennt – und nicht so tun, als sei jede/r selbst verantwortlich für das eigene Wohl und Wehe.

Der zweite „Denk-„Fehler: Beamte sind unkaputtbar! Ich bin mittlerweile ausgebrannt. Ich habe die letzten 15 Jahre lang diesen Beruf sehr gerne gemacht. Mich fortgebildet, bin Ethiklehrerin und Theaterlehrerin im Zusatzstudium berufsbegleitend geworden, habe jetzt vier Fächer und Grundlagen in der Gewaltprävention. Meine Kinder, meine Schülerinnen und Schüler, sind mir wichtig. Der Beruf an sich ist großartig, auch wenn er per se schon Nerven kostet, aber das wusste ich.

Nur… jetzt erwäge ich tatsächlich den Rückzug. Ich fühle mich verheizt, respektlos ausgebeutet („Wir machen hier keine Ferien für die Lehrer!“); nachdem ich monatelang Ängste gelindert und den Stoff sinnvoll portioniert habe. Wer mich genauer kennt, weiß, dass ich niemand bin, der bei einfacher Belastung jammert, ich korrigiere auch mal freiwilllig ein Abitur mehr oder schreibe unbezahlt pädagogische Konzepte oder Jahrbücher. Nebenher redigierte ich auch für einen Schulbuchverlag – einfach, weil ich gerne arbeite. Aber es reicht mittlerweile.

Ihr macht mich kaputt – und mit mir viele andere, über deren „mangelnde Empathie“, deren „Egoismus“, deren „Faulheit“ ihr dann schimpft, wenn Ihr selbst wieder die Kraft habt….

SCHLUSS – ES REICHT!

Es reicht einfach, dass wir nicht nur die Belastungen unter Pandemiebedingungen, sondern dazu noch den fehlenden Respekt und die Sorglosigkeit der Politik ertragen müssen. Selbst „die Gesellschaft“ hat mittlerweile verstanden, was da auf unserem Rücken veranstaltet wird. Und nicht nur auf unserem. Auch viele Kinder und Jugendliche, ihre Eltern und Großeltern, sind in Sorge. War im Mainstream der Bevölkerung vor sechs Monaten noch der Glaube gesetzt, „die Lehrer wollen halt nicht“, erkennen die Schimpfenden jetzt: sie wollen – KÖNNEN und DÜRFEN aber nicht. Es fehlt das juristische Gerüst, die technische Ausstattung und ja, bei manchen, meist älteren, Kolleginnen und Kollegen auch die didaktische Schulung. Aber wann in diesen letzten Monaten hätten sich die Kolleginnen und Kollegen denn schulen lassen sollen? Zwischen 22 Uhr und 3.00?

FRAGEN AN …..EISENMANN WILLS WISSEN?! ACH GEH, BAUER!

Fassungslos beobachten wir ausgeschüttete Alibimaßnahmen wie „Kindergeld-Sonderbonus“, stinkende FFP2-Masken, OP-Masken mit Verspätung – das Geld dafür hätte in Luftwäscher längst investiert sein können, wäre es um Hilfe gegangen. Aber man begnügt sich diesbezüglich mit gefällig erstellten Gutachten des Umweltbundesamtes und lässt Kinder und Lehrer frieren. Natürlich ist das Lüften die beste Lösung – aber Luftwäscher würden die Anwesenden entspannen! Haben Sie jemals versucht, durch eine FFP2-Maske eine dreiviertel Stunde lang zu sprechen, Frau Eisenmann? Haben Sie überhaupt jemals unterrichtet? Wohl kaum.

Sie sprechen von Schule also als… ja, als WAS? WOHER nehmen Sie das Recht, über diese Instiutionen zu sprechen, außer aus ihrer eigenen, offenbar eine Weile zurück liegenden, Schulzeit? Haben Sie versucht, INHALTE, durch das Rauschen einer 28-köpfigen Klasse, Blätterrascheln, Kuliklicken hinweg, zu vermitteln? Nach 30 Minuten haben Sie Halsschmerzen, gehen aber nicht heim, obwohl das ein Covid-Symptom wäre, weil Sie als Lehrkraft nämlich, wider alle Unkenrufe, mehr Anstand im Leib haben als alle Minister der Landes- und Bundesregierungen zusammen. SO ist es nämlich. Nach einer Doppelstunde ächzen Sie – und dürfen sich, falls Sie die Maske kurz abnehmen, im Falle einer Covid-Erkrankung anhören, dass Sie sich wohl nicht an die Abstands- und Hygieneregeln gehalten hätten, denn aus den Schulen könne die Erkrankung nicht kommen – die sind ja sicher, wie die Gutachten aus den Sommerferien bewiesen.

Wenn Sie es wissen wollen, probieren Sie es doch bitte einen Schultag lang mal aus, liebe Bildungsminister*innen der 16 Länder!

NICHT RELEVANT – HEUTE SO, MORGEN SO!

Damit nicht genug: Als arbeitsbedingte Erkrankung, nachdem Sie in die Schule oder Kita gedrängt wurden, obwohl Sie offensichtlich zu einer Risikogruppe zählen, die Sie im Frühjahr noch invalidisiert hat, gilt das Covid-Syndrom nämlich nicht. So ist das in Deutschland – Rücksichtslosigkeit um jeden Preis und auf Kosten der „Systemrelevanten“. Ach was – das sind Lehrer ja nichtmal. Nein, wir sind nicht relevant.

Dann noch die Häme. Stellt Euch doch nicht so an, was soll denn „der Arzt“/ „die Kassiererin“/ „xy“ sagen? Ja, vermutlich das Gleiche wie wir: Dieses System ist Mist, in dem alles aus Angst vor ein paar gegenredenden Leerdenkern bis zum Schluss gedehnt wird, um dann zu kollabieren. SO geht es nicht weiter. Wir können nicht mehr. Seit Monaten bewegen wir uns mit unseren Familien am Rande des Abgrundes, machen es garantiert niemandem recht und sind der Willkür und der fehlenden Planungsbereitschaft der Kultusministerien ausgesetzt.

Kein Arbeitgeber außer dem Staat dürfte sich so verhalten. Kein Arbeitnehmer würde dieses Pensum an unbezahlter Mehrarbeit machen. Ja, wir gehören zur privilegierten Gruppe der sicheren Arbeitsplatzinhaber. Und JA, dafür tun wir auch viel. Aus Idealismus, verdammt nochmal. Aus Liebe zu diesem Beruf. Und aus Achtung vor den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen. Wir tun sehr viel Ungesehenes. Und eben auch sehr viel Unbeachtetes. Von der „normalen“ Bevölkerung erwarte ich weder Klatschen noch Dankeslieder. Und von meinem Arbeitgeber keine Schweigegelder wie die lächerlichen 600 Euro „Bonus“ für die Schulleitungen. Jemand, der in „der Wirtschaft“ arbeitet, lacht sich darüber schier schlapp – weil es in keinem Verhältnis steht zum Geleisteten. Was ich aber erwarte, WENIGSTENS vom Arbeitgeber, ist RESPEKT.

Ihre zu den Ministerbriefen wiederholt dazu geschriebenen „Dankesworte“, Frau Eisenmann, drücken diesen Respekt nicht im Mindesten aus – sie wirken wie ein Schlag ins Gesicht! HANDELN SIE ENDLICH, statt weiter leere Worte zu produzieren, sonst MÜSSEN Sie sich tatsächlich irgendwann selbst vor die Klassen stellen – Menschen mit diesem Grad an Belastbarkeit, wie wir ihn derzeit demonstrieren, zusammen mit unserem abgelegten hochqualifizierten Studium in Fremdsprachen, Naturwissenschaften und Praxiserfahrung im methodisch-didaktischen Bereich oder sogar Coachingkompetenzen werden nach dem wirtschaftlichen Kollaps nämlich als Führungskräfte zum Wiederaufbau gesucht!“

Die Kultusminister haben gezockt – Schüler, Eltern und Lehrer haben verloren

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228 KOMMENTARE

    • Bin GS Kollegin aus BW und ich stimme ebenfalls voll zu ( während ich nervös auf die Testergebnisse meiner Schüler warte – Coronaausbruch im Hort am letzten Schultag … Ein Weihnachten in Quarantäne wäre noch die Krönung dieses Schuljahrs…).

      • Für uns Erzieherinnen hat unsere Bawü-Gemeinde für diesen Fall schon anfangs des Monats mitgeteilt wie das dann läuft:
        Sollte kurz vor den Ferien ein Fall auftreten und wir als Kontaktperson 1 in Quarantäne müssen, die sich über unsere Urlaubstage erstreckt, haben wir Pech gehabt. Die Urlaubstage später geltend machen kann man nur wenn man auch wirklich erkrankt.
        Also heißt es Daumen drücken, dass nicht noch ein Kind auf den letzten Metern und Corona anschleppt….

    • Auch mir spricht sie aus der Seele. Aber warum war Schulen offenhalten oberstes Credo bei allen Politikern?Nach dem ersten Lockdown gab es einen Megaaufschrei bei allen Eltern, die nahe am Nervenzusammenbruch in den Talkshows saßen. Psychologen konstatierten Psychokrankheiten bei Kindern in Zusammenhang mit Schulschliessungen…ergo müssen Schulen aufbleiben auf Biegen und Brechen. Bildung steht über Gesundheit
      Dass es den meisten dabei eher um Kinderbetreuung als um Bildung geht, ist klar. Hauptsache die Kinder sind verräumt. Vater Professor, Mutter Anwältin, beide vollberufstätig, Geld spielt keine Rolle, aber alle MÜSSEN arbeiten, keiner kann sich um die Kinder kümmern
      Müssen wirklich immer beide Elternteile arbeiten? Kann man sich nicht abwechseln und um die Kinder kümmern, bis die aus dem Gröbsten raus sind? Sozial schwache Familien und Alleinerziehende seien ausgeklammert. Aber in unserer Gesellschaft steht immer mehr Leistung vor Familie. Herzens-und Wertebildung ist auch eine Bildung, die sollte in den Familien stattfinden und die Eltern sollten sich dafür wieder mehr Zeit nehmen, anstatt ihre Kinder von einer Aufbewahrungsanstalt zur nächsten zu hetzen.

      • Maria: Sie sprechen mir genau aus dem Herzen!! Wieso hat man Kinder, wenn man diese ständig zu „verräumen“ versucht? Das ist wie mit dem „Kinder müssen in den Kindergarten“, am besten schon nach ein paar Wochen nach der Geburt… Heutzutage wird man als „ver-rückt“ , „Helikopter“, „nicht normal“, „mangelnd gleichberechtigt“ angesehen, wenn die Kinder die ersten Jahre Zuhause bleiben, die Frau als Mutter, Hausfrau, Erzieher agiert und der Mann voll arbeitet und Geld ranschafft. Auch wird dann eben auf vieles verzichtet, ja, wenn es sein muss, auch auf Urlaube, um sich dieses Lebensfamilienmodell leisten zu können. Was ist das für eine Gesellschaft geworden, iwo ist der Wert einer (intakten) Familie geblieben??

      • Maria: Das Groteske dabei ist, dass prominente „Bildungswissenschaftler“ in diversen Zeitungsartikeln heftig darüber geklagt haben, dass Schulschließungen deshalb schlecht sind, weil sie angeblich die soziale Bildungsungleichheit vertiefen. Kinder aus unteren Schichten könnten eben zu Hause nicht selbständig lernen, die Kinder aus dem Bildungsbürgertum schon eher. Sogar lange Ferien seien deswegen schädlich !
        So als ob in diesem Moment nicht andere Argumente (z.B. Gesundheit) viel wichtiger wären als die Bildungsungleichheit. Diese Krankheit trifft ohnehin immer die Armen mehr als die Reichen, allein schon wegen der Wohnverhältnisse. Das wäre also nichts neues.
        Bei der Abschaffung des Samstagsunterrichts hat auch niemand gesagt, das schadet jetzt aber den Kindern aus bildungsfernem Milieu, weil am Samstag sich die Bildungsbürgerkinder sinnvoller beschäftigen können als die anderen. Und in Italien gibt es fast einen Monat länger Ferien pro Jahr als in Deutschland. Darunter scheinen die Italiener kaum zu leiden, sie haben wohl andere Sorgen.

        • Viele Kinder können die binomischen Formeln und 4 Sprachen, aber nicht mehr die einfachsten Dinge:ein Spiegelei kochen, Zimmer aufräumen, danke und bitte sagen. Alle -Kinder wie Eltern- sind nur noch im Stress. Leistung, Bildung über alles. Wir hatten einen italienischen Austauschschüler bei denen ist Familie noch groß geschrieben. Um Kinder und Omas und Opas wird sich gekümmert, die werden nicht „verräumt“.

        • Nochwas: meine Großeltern hatten wegen des Krieges ein Jahr keine Schule, aus ihnen sind sehr tüchtige, geerdete Menschen geworden.

      • Ich bin auch Lehrerin in Teilzeit u habe einen Mann, der ganz gut verdient, aber ehrlich gesagt, bin ich gern unabhängig u lasse mir ungern von ihm Geld zuteilen, mit dem ich dann auskommen muss. Bis heute haben wir 2 getrennte Konten u er übernimmt den Löwenanteil ( Haus abbezahlen u alles das Haus betreffende). Das ist aber alles nicht der Punkt. Fakt ist, dass ich gern als Lehrerin arbeite u ja nicht wußte, das Covid kommt, als ich wieder begann zu arbeiten. Ich bewundere alle Frauen, die es toll finden, ihre Kinder 3 Jahre lang zu Hause zu betreuen, sie erst ab 3 in den kiga geben u sogar u 13h abholen….u nein, wir leben nicht in Italien, wo es immer jemanden aus der Familie gibt, bei dem man sie mal lassen kann….nein…man muss sie überall mit hinnehmen, zum arzt u in den supermarkt, denn wir Muttis müssen alles allein stemmen….da ist keiner ( schwiegereltern haben keine Lust, die andere Oni zu weit weg)…u in zeiten von corona schon mal erst recht nicht, weil wir unsere muttis schonen wollen. Und nein- ich finde es nicht dauerhaft spannend, meine kinder zu Hause zu bespaßen oder aber sie vor tv u spielconsole versauern zu lassen
        Wenn ich nun spontan meine Arbeit aufgebe, werden meine Klassen ( da es wenig Lehrer meines Faches an der Schule gibt) niemanden haben, der indirekt ( über digitales Lernen) oder direkt unterrichten kann ( u ja- ich ziehe trotz allem direkt vor, denn digital mit 2 eigenen kindern ( einer, dem ich bei den Aufgaben helfe, der andere, den ich stunden vor dem tv parke, damit ich arbeiten kann) zu Hause ist die Vollkatastrophe. Mein Mann kann da auch nicht einspringen, da er systemrelevant den ganze tag weg ist. Fazit ist also, dass meine SuS dann erstmal keinen Lehrer haben würden, der einspringen kann u die Lernlücken werden immer größer.

        Und ehrlich gesagt bin ich andererseits auch froh, dass wir Frauen heute die Wahl haben, arbeiten zu gehen u nicht das Mutti- Sein so gehypt wird, dass man sich schlecht fühlen muss, wenn man sagt, dass uns das Arbeiren auch Freude bereitet. Das Corona kommt und das in dem Ausmaß, hat doch keine arbeitende Mutter gewusst.
        U ja….wenn von mir verlangt wird, dass ich online unterrichte,, möchte ich auch verlangen können, dass eine Betreuung von meinem Kleinsten durch d kiga gewährleistet wird, denn mitbihm zu Hause ist Arbeiten einfach nicht möglich. Wird die Betreuung nicht gewährleistet ( da man meint, alle home- office muttis allein zu hause könnten arbeiten, obwohl ihre kleinen kids zu hause sind) werde ich ihn nicht mehr stundenlang vor d tv verdummen lassen, nur um dei kinder von anderen leuten zu unterrichten. Dann werde ich von heute auf morgen wieder in elternzeit gehen- das ist dann blöd für d Schüler…..aber dann habe ich keine andere Wahl mehr. U wenn von heut auf morgen nicht geht, dann lasse ich mich krankschreiben….Da geht dann doch irgendwann die eigene Familie vor…obwohl ich so gern arbeite!!!

      • Hallo Maria, ich gebe Ihnen und den anderen ‚Schreibern‘ insofern recht, dass hier alle beteiligten Personen auf dem Zahnfleisch gehen. Ich bin Mutter von drei Kindern, habe keine pädagogische Ausbildung und mir fällt es schwer meine Kinder zu unterrichten. Bei fremden Kindern habe ich Geduld ohne Ende aber bei den eigenen eben leider nicht. Zumal der Jüngste nicht einsieht, warum er zuhause etwas machen soll. Während dem ersten Lock-Down im Frühjahr sagte er nach vier Wochen, in denen er die vielen Arbeitsblätter und Seiten in den Arbeitsheften fertig hatte, dass er nicht weitermacht, weil ‚es keinen interessiert‘. So seine Aussage. ‚Die Lehrerin schaut sich das eh nicht an‘. Er war enttäuscht, dass sich niemand die Mühe machen wollte die Schulsachen durchzusehen. Es hatte sich auch niemand aus der Schule gemeldet. Erst nachdem ich der Klassenlehrerin eine Email mit seinen Worten geschrieben hatte, meldete sie sich und schlug vor ein bis zwei Mal pro Woche anzurufen und zu fragen wie es läuft. Das war‘s. Bei dem mittleren im Gymnasium 5. Klasse hat sich über vier Monate niemand gemeldet. Wir wurden mit Emails und Aufgaben bombardiert, Themen sollten selbständig erlernt werden und keiner war erreichbar.
        Nein, ich bin momentan nicht berufstätig- ich bin selbstständig und habe seit März quasi Berufsverbot! Meine Arbeit kollidiert aber auch nicht mit den Schulzeiten, denn ich bin eher abends oder am Wochenende im Einsatz. Leider verdiene ich zur Zeit auch nichts. Gut, wie sie sagen, es müssen auch nicht zwingend beide Eltern arbeiten gehen. Wenn ich mir aber meine Renten-Information anschaue, dann kommen mir die Tränen. Nach 22 Jahren Arbeitsleben (und gutem Verdienst) und Einzahlungen in die Rentenkasse plus drei Kindern – macht noch einmal 9 Jahre, also insgesamt 31 Jahre beitragszeiten in die gesetzliche RV stehen in meinem Infoschreiben keine 700€ Rentenanspruch drin. Davon gehen noch die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge runter. Was bleibt? Wie soll ich davon später leben können? Was bleibt mir anderes übrig, als demnächst wieder arbeiten zu gehen und in die RV einzuzahlen? Natürlich werde ich wieder arbeiten, weil es auch bei meinem Mann nicht viel besser aussieht. Beamte haben hier einen klaren Vorteil!
        Ansonsten täte die Protagonistin in dem Brief gut daran sich mit richtigem Namen zu outen. Ich halte nichts von Pseudonymen- entweder man steht dazu und nennt die Dinge beim Namen oder lässt es. Welchen Vorschlag gäbe es von Seiten der Lehrer? Seit mal mutig und gebt vor wie es sein soll, statt immer nur zu sagen was nicht geht. ‚Geht nicht, gibt‘s nicht‘. Sollte es wieder home-Schooling geben, werde ich wieder mein Bestes geben. Ansonsten sähe mein Vorschlag so aus: alle Kinder bleiben zu Hause und wiederholen einfach die Klassen. Fertig. Ist mir doch egal, ob die noch ein Jahr länger Schule haben. Die müssen sowieso alle bis mind. 70 arbeiten, da macht das eine Jahr später anfangen auch nichts aus. In diesem Sinn…bleiben Sie alle gesund und ich wünsche allen viel Kraft für die kommenden Monate.
        PS: mein drittes Kind ist schon 20, hat letzten September eine Ausbildung bei der Polizei angefangen. Dort findet seit Oktober nur online-Unterricht statt. Keine Übungen, kein Training, keine Schießübungen. Sie soll aber nach dem theoretischen ersten Jahr bereits im Einsatzfahrzeug mitfahren – ohne das irgendwelche situativen Übungen stattgefunden haben. Sie hat im März eine Sport- und Schießprüfung – und fragt sich, wie das gehen soll, wenn doch keine Übungen stattgefunden haben und kein Sportplatz offen hat. Klar kann sie joggen gehen – ersetzt aber das Training nicht. Vielleicht rufen wir demnächst die Minister und Fußballer an, wenn wir einen Polizisten brauchen.

  1. Bravo und Respekt!

    Ersetzt Eisenmann mit den Namen der Bildungsminister*innen Eures Bundeslandes und es passt ohne, dass ihr ein weiteres Wort verändern müsst.

    • Ja, passt 100%ig auch auf NRW! Frau Gebauer hat gerade in einem offenen Brief an die Eltern betont, wie richtig sie alles entschieden hat.
      Herr Laschet, wann reagieren Sie endlich? Von selbst wird Frau Gebauer es nicht merken, dass sie zurücktreten muss. Auf Lehrer*innen und Eltern reagiert sie ja nicht.
      Wissenschaftsleugnerinnen im Ministeramt – ohne Worte!

      • Die Rücktrittsforderung der SPD war das einzig politisch sinnvolle, was in NRW seit Monaten passiert ist.
        Als ich aber den offenen Elterbrief von Frau Gehwegbauer gelesen habe, hab ich sofort wieder Puls bekommen. Sie lebt fern jeder Realität, vor allem unserer Realität als Lehrerinnen und Lehrer und Laschet schütz sie auch noch.

    • Ja, für Frau Ernst aus Brandenburg passt das auch super. Ich bin mir nicht sicher, ob ihre Eigenschaft als jobsuchende Frau von Olaf Scholz, nicht den Ausschlag für ihre Benennung gegeben hat. Ich kann an ihrem Lebenslauf sonst nicht unbedingt erkennen, worin ihre Expertise für Bildung liegen soll. Jedenfalls ist parallel zu ihrem Dankesbrief an uns gestern mal die komplette Landes-Schul-Cloud im Hochbetrieb abgerauscht. So ein halbes Jahr Vorbereitung scheint nicht gereicht zu haben, um sich auf eine zweiten Lockdown vorzubereiten.

  2. “ … Ja, wir gehören zur privilegierten Gruppe der sicheren Arbeitsplatzinhaber.“

    Leider ist dies nicht immer der Fall.
    Aus dem Bekanntenkreis ist bekannt, dass Lehrer ein befristetes Arbeitsverhältnis in Nds. vom 01.08 eines Jahes bis zum Beginn der Sommerferien mit Schuljahresende (30.06.) angetreten haben.
    Mit den Sommerferien mussten diese Lehrer dann Hartz IV beantragen, denn Arbeitslosengeld gab es nicht, da die erste Anstellung nach dem Studium keine 12 Monate umfasste – ein Antrag auf Arbeitslosengeld war somit UNMÖGLICH -.

    Für mich zeugt dies von wenig Respekt und Wertschätzung einer Landesregierung, wenn auf der anderen Seite händeringend ‚Lehrer‘ gesucht werden!

    • Lieber Sam,

      war schon vor mehr als 40 Jahren so!

      StudienreferendarInnen waren schon damals – und sind es immer noch – während (!) ihrer
      Ausbildungszeit an der Schule während der Sommerferien entlassen – und werden dann zu Beginn des neuen Schuljahres im September zur Fortsetzung der praktischen Ausbildungsphase wieder eingestellt.

      Sie lagen/liegen in den Sommerferien erneut ihren Eltern auf der Tasche, denn die Miete der Wohnung muss ja weiterbezahlt werden, ebenso die Versicherungen, … .

  3. Die reißerische Überschrift hatte mich gleich in Widerspruchshaltung versetzt. Inhaltlich kann ich dann aber tatsächlich nur zustimmen. Man muß natürlich nicht dramatisieren – kollabieren wird das System davon bestimmt nicht. Es kommen immer schnell Junge nach, die sich verbrennen lassen..

    • Der Lehrkräftemangel ist seit Jahren hoch, Seiten- und Quereinsteiger, Vertretungen ohne Lehramtsausbildung, PraktikantInnen, erhöhter Anteil des eigenverantwortlichen Unterrichts bei Referendaren, unbesetzte Stellen mit „Deutsch-beliebig“ zeugen davon.

      Zu den wirklich gut beschriebenen Zuständen kommt der „normale“ Alltag mit Vertretungen und Abordnungen, personell unterbesetzten und schlecht ausgestatteten Schulen hinzu.
      Wäre das System nicht so extrem auf Kante genäht und insgesamt gut aufgestellt, hätten Schulen mehr Möglichkeiten, in einer Krise handlungsfähig zu sein und notwendige Bedürfnisse besser aufzufangen.

    • „Es kommen immer schnell Junge nach…..“
      Schön wäre es!
      Im Sommer gingen 2 KollegInnen. Eine Stelle konnte besetzt werden.
      Eine Kollegin wurde schwanger, fällt ab sofort für den Präsenzunterricht aus.
      Eine Kollegin seit den Herbstferien im Burn Out. Steigt jetzt aus.
      Eine Kollegin hat Covid-19 schwer erwischt. Rückkehr ungewiss….
      Trotz aller Bemühungen finden wir keinen Ersatz, keine Vertretung, nicht einmal Seiteneinsteiger.

  4. Ich kann in vielen Punkte zustimmen, nur wenn jemand dem Virus Strategie unterstellt, dann wird es meines Erachtens auch etwas suspekt. Besonders intressant, dass es sich die jüngesten sucht um an die Alten zu kommen finde ich schon fragwürdig.

    • Es ist keine Strategie, höchstens Gleichgültigkeit. Dem Virus ist es egal, auf wem es überspringen kann, Hauptsache es kann überspringen.

      • Es ist sehr wohl Strategie. Vielleicht erkennt ein Organismus es nicht explizit als Strategie, dennoch ist und bleibt es ein genetisch gesteuerter Prozess. Und wie überall in der Natur (und auch beim Menschen) verändern sich solche Prozesse abhängig von den äußeren Gegebenheiten, um eben diesen möglichst schadfrei und effizient zu vollziehen.
        Als ob ein Organismus gleichgültig handeln würde. Das könnte man höchstens dem menschlichen Hirn unterstellen. Der Natur sicherlich nicht!

    • „Strategie“ ist hier ein biologischer Fachausdruck und nicht ein bewusstes, überlegtes Vorgehen des Virus. Vgl. etwa „Überlebensstrategie“, „Fortpflanzungsstrategie“ von Einzellern u.a.m.

      • Danke für Klarstellung – und auch diese >Strategie< hat Kipp.Grenzen, WEIL es bio – und nicht techno-logisch ist. Und das lässt uns Chancen – wenn wir die BIOlogie ernst nehmen, und nicht stattdessen völlig verquere SOZIALpsychologie dagegen setzen.

    • Ein Virus sucht sich i. R. einen passenden Wirt, bei dem er sich vermehren kann ohne diesen zu zerstören. Bei Menschen mit gutem Immunsystem funktioniert das, was auch erklären würde, warum so viele zwar positiv sind aber keine Symptome aufweisen, damit das Virus einen Träger hat – Neudeutsch: Spreader! Damit verteilt es sich besser. Allerdings wehrt sich auch hier das Immunsystem und er muss sich eine neue Bleibe suchen. Die Menschen, die dann erkranken und sogar sterben sind für das Virus ein Kollateralschaden. Denn dann kann es sich nicht weiter vermehren. Usw…

    • Dazu kann ich berichten: als kurz nach dem ersten Lockdown die Klassen teilweise wieder antreten mussten,hat ein Schüler in Nds geklagt,weil über ihn seine schon betagten Eltern einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
      Szenenwechsel:ein halbes Jahr später in Mannheim,September,(bis dahin 13 Tote) und nach zig Gesprächen mit Coronaleugnern u.dem immer wieder vorgetragenen Argument:haben Sie in ihrer Familie o.in ihrem Freundeskreis einen Todesfall,berichtete eine nahe Bekannte von dem 14.Coronatodesfall in MA aus Ihrem persönlichen Umfeld.
      Ein 70-Jähriger in einem Zweifamilienhaus war verstorben.Gleich wurde die Familie(seiner Tochter),die die andere Hälfte des Hauses bewohnte auf den Virus getestet.
      Der 4-jährige Enkel hatte als einziger den Virus u.seinen Opa angesteckt.
      Es ist ein Aerosolvirus.Untauglich die Klassenstärke auf anfänglich 8 Schüler zu reduzieren,Tische zu rücken,Fenster zu öffnen u.Masken auf.Wenn Anfang April 20 Präsident Putin vor laufender Kamera den gesammten russischen Werktätigen einen Monat ,Urlaub‘ auf Staatskosten ,verordnen‘ kann,dann kann auch die Schule (ja!) 2 Jahre schließen.
      Und der Staat die Lehrer bezahlen.Wir befinden uns doch bereits in einem unsichtbaren Krieg.Zumindest deuten die Maßnahmen es an.
      Wer einen Menschen tötet,tötet eine ganze Welt.
      Welcher Minister kann das verantworten.
      Zum Schluss war es dann der Virus.

  5. Liebe Kollegin! Sie sprechen mir aus der Seele!!!!!!! Danke! Für Ihre ehrlichen und eindringlichen Worte! Wobei ich glaube, dass diese wieder nicht an den richtigen Stellen gehört werden! Bzw. nicht gehört werden wollen! Halten Sie tapfer durch! Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen ein besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest!!!!! Tanken Sie Kraft, Ruhe und inneren Frieden!

  6. Unglaublich guter Beitrag- muss ganz dringend in den Spiegel, FAZ, Die Zeit usw.
    Und Ja- ich fühle mich genauso- völlig platt. Absolut am Limit…. Und ja, ich bin 20 Jahre durchgehend als verbeamtete Lehrkraft in Vollzeit tätig, Mutter, Tochter und Angehörige von Hoch-Risikopatienten.

    • @ Die Elfe,

      @ Die Redaktion,

      ganz klare Empfehlung auch von meiner Seite!

      Auch an die SZ, … .

      Super anschauliche Momentaufnahme! Sachlich korrekt – und dazu noch die Gefühlslage
      treffend, sehr gelungen eingefangen!

  7. Danke für diese Worte. Ich könnte es nicht besser formulieren. Der Kopf ist voll, die Nerven angespannt. Wir versuchen alles zu geben und kommen nie zu einem befriedigenden Resultat. Ich weiß nicht mehr, wie das alles enden soll. Angst ist mein ständiger Begleiter.

  8. Absolut richtig! Ich hoffe dieser Artikel wird geteilt, geteilt, geteilt. Es ist eine Zumutung, nun diese Mehrarbeit durch kurze Beschlüsse. Nicht alle Schulen starten wieder am 10.01. es gibt auch andere Ferien wie zum Beispiel an Ersatzschulen, wo die Lehrer/innen bereits kurz nach dem neuen Jahr wieder Online Unterrichten. Es muss sich schleunigst etwas ändern.

  9. Besser ist’s nicht auszudrücken. Leider interessiert es die Damen und Herren Ministerinnen nicht. Nächste Statistik wird ganz wichtig, nämlich die, die darüber Auskunft gibt, dass alle Schüler*innen auch ja in jedem Fach Zensuren bekommen. Das ist wichtig. Das Lehrer*innen nicht streiken ist auch so sicher, also wird auch weiterhin verfahren wie beschrieben. Statistik muss stimmen und dann ist alles fein. In Griechenland sind Minister, die aus dem Gesundheitsdienst kamen, in die Krankenhäuser gegangen, um zu arbeiten. Das erwarte ich auch von unseren Ministeriumsmitarbeitern. Doch damit würden sie nicht zurechtkommen. Deshalb sitzen sie im warmen Büro allein, oder zwischen Spuckschutzwänden, damit sie sich nicht anstecken. Auch müssten sie sonst den Arbeitsalltag erleben, den sie, ihre Vorgänger und auch Nachfolger für uns und zu unserem Besten gestalten.

  10. Also für mich spricht die Kollegin aus NRW natürlich nicht. Ich finde das alles reichlich übertrieben, aber womöglich spricht sie für jenes Drittel der Lehrerschaft, die wegen Corona mit Angst zur Schule gehen. Die diesbezügliche DAK-Umfrage ist zwar nun schon ein paar Wochen alt, also aus der Zeit vor dem neuen starken Anstieg der Corona-Infektionen, aber die Aufzeichnungen der Kollegin reichen ja auch Monate zurück.

    An meiner Schule haben wir uns eigentlich seit Schuljahresbeginn auf eventuellen Wechselunterricht oder sogar Schulschließungen vorbereitet. Manche rechneten ständig damit. Wir teilten bereits die Klassen in Gruppen ein; wir überlegten uns, wie wir den Heimunterricht inhaltlich gestalten könnten; wir nahmen Onlineplattformen in Augenschein und in Angriff, mittels derer wir dann mit den Schülern in Kontakt bleiben, auch wenn sie jetzt vielfach versagen.

    Die Stimmung bei uns war natürlich unterschiedlich. Ich kann nur für jene zwei Drittel sprechen, die laut DAK-Umfrage ohne Angst zur Schule gingen („damals“). Ich verstand und akzeptierte, dass die Schulen so lange wie möglich offenbleiben, weil Schulschließungen für Kinder aus gewissen Familien schlimme Auswirkungen haben und weil Präsenzunterricht für eigentlich alle Kinder die beste Unterrichtsform ist und weil man bis zuletzt noch meinte, dass die Schulen KEINE Infektionsherde seien. Das meinen manche jetzt immer noch.

    Ich bin froh und auch dankbar, dass wir Lehrer nicht wie andere in dieser Krise von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit und den damit verbundenen erheblichen Einkommensverlusten bedroht sind. Unser JOB und unser GEHALT sind sicher. 100%! Ich akzeptiere alle Hygienemaßnahmen, die uns vor Ort schützen sollen und dass jetzt doch Schulschließungen und Wechselunterricht verordnet wurden, weil sich die WEGE zur Schule und wieder nach Hause als Infektionsrisiko entpuppt haben (Busse und Bahnen).

    Der ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin wies unlängst darauf hin, dass der weltweite Lockdown bis zu 30 Millionen Hungertote weltweit verursachen wird/könnte. Das zeigt, dass man das Ganze und seine Auswirkungen und nicht nur SICH SELBST im Blick haben muss! Das finde ich richtig!

    • Sie sind nie im Leben eine Lehrerin/ein Lehrer. Dieses 08/15-Blabla zur angeblichen Vorbereitung zeigt: Sie haben niemals in einem Lehrerzimmer gesessen.

      „Wir überlegten uns, wie wir den Heimunterricht inhaltlich gestalten könnten.“ Es gibt Lehrpläne, nach denen sich Lehrkräfte richten müssen – die gelten nach wie vor.

      • @OKA- so spricht keine Lehrkraft– wir überlegten uns….. Heimunterricht….. Ihr „Sprech“ ist so befremdlich..
        Achso Sorry-Kolleg*innen bin schon wieder auf OKA reingefallen/angesprungen….. Hier war doch immer so’n „trollige“ Warnung- irgendwas mit Nahrungsentzug und so…. Also ich fütter‘ jetzt zum letzten Mal den Troll…

      • @Bernd
        Wen bitte schön meinen Sie? Die Kommentatorin?
        Falls ja, frage ich mich ernsthaft, wie Sie Ihre Kuk wahrnehmen bzw. Ihre eigene Arbeit zuverlässig, strukturiert und gelassen durchführen können bei dem Hin und Her, dem Druck und den damit verbundenen wechselnden Bedingungen.
        Falls Sie auf Oka reagiert haben, sieht die Lage anders aus.

      • Man kann einen Unterricht auch unter Beachtung der Lehrpläne gestalten. Das tun Lehrer tagtäglich auch im Präsenzunterricht. Die Qualität und die Möglichkeiten, das halbwegs auf Heim- oder gar Hybridunterricht zu übertragen, steht auf einem ganz anderen Blatt. Einerseits braucht es Technik und ihr Verständnis bei allen Beteiligten, zweitens die elterliche Kontrolle, weil die der Lehrkraft weitgehend entfällt. Ansonsten teile ich Ihre Meinung zu Oka.

        • Oka redet wie Gebauer ,Eisenmann bzw , wie alle Kultusfürsten, minimale Abweichung Herr Tonne aus Niedersachsen. Allerdings funktioniert Homeschooling im Gegensatz zum ersten Lockdown sehr schlecht.Hausaufgaben werden nicht geschickt .Lehrer wollen nach 2 Monaten Homeschooling der Tochter ein Ärztliches Attest für eine versäumte Klassenarbeit , besser gesagt sie wussten nicht das einige ihrer SuS im Homeschooling sind seit Monaten.Hausaufgaben werden geschickt an deren Vorbereitungen diese SuS nicht teilgenommen haben und auch ohne jede Erklärung. Es ist ein Desaster und daran sind nicht die Lehrkräfte schuld sondern dieses aufhalten der Schulen um jeden Preis, das die Lehrer völlig an den Rand ihrer Kräfte bringt.Danke liebe Kultusfürsten das sich die Noten der Schüler insbesondere der Homeschooling Schüler stark verschlechtern weil unsere sonst so guten Lehrkräfte einfach überfordert sind

    • Sorry Oka-Mathias…aber du bist wirklich doof, wie 100 Meter Feldweg….nicht nur, dass du den anmoderierenden Text nicht zu lesen in der Lage bist – da steht nämlich eindeutig, dass die Kollegin aus BW kommt und nicht aus NRW, sondern du auch im Zuge deiner völlig empathiefreien Grundhaltung keinen Zugang zu echtem Erleben von Realitäten hast.

      Du – Oka – bist einfach nur erbärmlich!!!!

    • Blablablubb
      Ein typischer Oka (ObersterKultusministerAssistent)
      Wie immer unmöglich, anmaßend und überheblich. Und als Totschlagargument wieder mal die Hungertoten.
      Und vorher die sicheren Schulen und die unsicheren Bahnen und Busse. Immer wieder, immer wieder überall drunter geschwurbelt.
      Ist bestimmt mit mehreren Namen hier unterwegs.
      Und dann gleich wieder sein Mimimimimimi von wegen alle hier heulen rum und er vertritt ja die schweigende Mehrheit die alles ganz dufte findet. Und alle wollen ihn hier mundtot machen. Kennt man ja von den Schwurbel Demos.
      Es wird laaaaaaaangweilig. Lassen sie ihn bei Twitter nicht mehr rein? Man weiß es nicht.

      • Dann erklären Sie mir bitte Folgendes: wir haben mehrere Lehrer in der Nachbarschaft und Freundeskreis und bis auf EINE, die wirklich immer super engagiert ist, waren alle anderen im Garten oder mit ihren eigenen Kids beschäftigt. Auf meine Frage (im Frühjahr 2020) ob sie denn keinen Unterricht hätten. Kam schlicht die Antwort ‚nee die Schule stellt mir keinen Rechner, meiner ist zu alt und wir haben kein stabiles Internet in der Schule. Ich finde es super…und das bei 100%iger Bezahlung‘ Zitat Ende! Dabei wurde einem noch blöd ins Gesicht gegrinst. Können Sie sich vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man seit März quasi Berufsverbot hat und kein Einkommen? Nebenher andere Einnahmequellen suchen und aber noch die eigenen Kinder unterrichten muss?

    • @Oka

      … mein Gott jetzt wird’s episch …
      „wir nahmen Onlineplattformen in Augenschein und in ANGRIFF, mittels derer wir dann mit den Schülern in Kontakt bleiben, auch wenn sie jetzt vielfach versagen.“

      Na denn, auf in den Kampf und übergegangen zum Angriff, auch wenn er umsonst, weil die Technik falsch konzipiert ist und versagt!!!
      IMMER WEITER so, Augen zu und durch!!! – Klar doch, alles gut! –

      Oder eher mit Bedacht? – Survival of the Fittest. –

      • @Wunder SAM

        „wir nahmen Onlineplattformen in Augenschein und in ANGRIFF, mittels derer wir dann mit den Schülern in Kontakt bleiben, auch wenn sie jetzt vielfach versagen.“

        Fand ich auch klasse!
        Logik „reloaded“
        🙂

    • @Oka

      “ Oka 17. Dezember 2020 um 21:32
      Also für mich spricht die Kollegin aus NRW natürlich nicht.“

      Im Untertitel des obigen Artikels:
      „In einem langen, emotionalen Post erklärt die Pädagogin, wie sie seit Monaten ihren Schulalltag erlebt und warum sie so wütend auf ihre Dienstherrin ist (konkret: die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann, CDU).“

      Schön, dass Sie diesmal stellenweise auf „copy & paste“ verzichtet haben.
      Schade, dass das gleich so schief ging.

      Anfängerfehler.
      Aber lassen Sie sich bitte nicht entmutigen.

    • Entweder arbeiten alle bei Ihnen in Teilzeit am Mindeststundenlimit oder sie sind kein Lehrer.
      Wer schafft es bitteschön bei vollem Stundenplan zeitgleich Präsenz- und Distanzunterricht vorzubereiten. Es ist ja nicht mit den regulären 24h getan, wir schieben die Überstunden von einem Zeitkonto in das nächste, dabei werden es immer mehr jedes Jahr. Vertretung soll ja laufen, bitte auch mit Inhalt.
      IT? Jeder Lehrer wird mit Hard- und Software alleine gelassen. Schulnetzwerk hat nur 100MBit, für 70 Lehrer… Da ist nichts mit Lifestream aus dem Klassenzimmer.

      Eine Möglichkeit sehe ich allerdings wenn ich Ihren Text lese… Sie nutzen noch die selben OHP-Folien, die sie im Referendariat vor 30 Jahren entworfen haben…

    • Lesen bildet. Erstens Kollegin: ja.
      Zweitens NRW: nein, die Briefschreiberin arbeitet an eier GS ind BaWü.

      Wie immer bei @Oka, es kommen nur Halbwahrheiten.

    • Lieber Oka, liebe KommentatorInnen,

      es scheint ein Zeichen der Zeit zu sein, dass auf ein Statement, welches nicht dem entspricht, was man selbst fühlt oder denkt, auch hier mit unsachlichen, diffamierenden Kommentaren reagiert wird.
      Ich war zuerst erschrocken, wie einseitig und offenbar impulsgesteuert die Kommentare hier von KollegInnen sind, um dann erleichtert festzustellen, dass es auch Lehrkräfte gibt, die schildern, dass sie ihren Alltag nicht so extrem zerstörerisch erleben, wie es magistra furiosa tut. Nun, dann allerdings nehme ich wieder erschrocken zur Kenntnis, dass Menschen, die anders empfinden, denken und diese Meinung kundtun, als „dumm und vieles mehr“ bezeichnet werden.
      Ich möchte niemandem absprechen oder auch nur in Frage stellen, dass er / sie über dem Limit ist und am Stock geht. Ich selbst – und da schließe ich mich @oka an – möchte mich nicht in die „Klagefront“ eingereiht sehen, möchte nicht eingereiht sehen, wenn davon gesprochen wird, dass „Wir LehrerInnen ausgebeutet, respektlos behandelt etc.“ würden.

      Auch in diesen Zeiten – ich traue mich ja kaum zu sagen „vielleicht gerade“ in diesen Zeiten – bin ich ein magister felix, vielleicht sogar ein magister felicissimus.
      Lockdown I – der jetzige sowieso – bedeutete für mich schlicht weniger Stress und Arbeit, dafür mehr Geld. Begonnen bei den wegfallenden langen Pendelwegen, teilweise ersatzlos entfallendem Unterricht. Das digitale Arbeiten nehme ich als große Chance wahr und freue mich, mich da ausprobieren zu können und auch die Kinder und Jugendlichen auf digitales Arbeiten einzustellen – wie wir alle wissen, war und ist das überfällig in Deutschland.

      Ich möchte es noch einmal deutlich sagen: Ich möchte niemandes Ärger, Wut, Alleingelassenfühlen absprechen. Ich möchte mich aber nicht eingereiht sehen, wenn so oft von „WIR Lehrkräfte“ gesprochen wird. Das ist zum einen Wasser auf die Mühlen des in der Gesellschaft vorhandenen Stereotyps des „Lehrer sind immer nur am Jammern, trotz aller Privilegien, die sie haben“.
      Zum andern bilden diese Empfindungen wie von magistra furiosa eben nur einen Teil der Lehrerschaft ab. Sicherlich ist es multifaktoriell, wie es um die Situation einer Lehrkraft steht.
      Die meisten KollegInnen, mit denen ich zu tun habe, fühlen sich allesamt nicht überfordert, nicht gegängelt, sondern dankbar für das, was wir haben: einen herausfordernden, gut bezahlten, sicheren Job – komme, was wolle.
      Eine schöne Weihnachtszeit allerseits 🙂

      Ah, falls das relevant ist: ich bin Lehrer in bw

      • Felix?
        Der Glückliche – Beati pauperes spiritu,
        quoniam ipsorum est regnum caelorum.

        Wer „beati“ hier mit „glückselig“ übersetzt, kommt der Geisteshaltung des Glücklichen nahe. Vor allem, wenn man gedanklich berücksichtigt, dass dem Glücklichen seine Schule der Himmel auf Erden ist. Vermutlich weil er zur Rechten des Chefs/der Chefin dank des gleichen Parteibuchs sitzen und auf eine steile Karriere, die dereinst nicht vor Kreide enden wird, hoffen darf.

        Cui bono?

    • Sie sind niemlas Lehrkraft – sonst hätten Sie auf meine Frage nach Lehrkopnzepten zu digitalem Unterricht geantwortet. Sie sind ein „troll“ aus einem der Ministerien, um hier Stimmung zu machen.

      • Auf ein Statement „Sie sind niemals Lehrkraft…sonst“ zu antworten ist wie mit Menschen ins Gespräch zu gehen, die leugnen, dass es überhaupt Corona gibt….

    • Hinzu kommt, dass Angestellte Lehrer/Lehrerinnen – und von denen gibt es einige ( mit vollem 1. Und 2. Staatsexamen) – das Ganze auch noch für einen Nettolohn machen, der ein Witz ist.

    • @ Oka:

      Wieder einmal, schon wieder das übliche, unselige Gesülze von Oka.

      unverminderte Beratungsresistenz in allerhöchster Potenz!

      pure Zeitverschwendung, darauf irgendwie einzugehen! Verlorene Liebesmüh!

      Don’t feed the troll!!!

    • Oka, einfach die Klappe halten. So langsam glaube ich eher, dass sie nie wirklich positive Gefühle von anderen Menschen entgegengebracht bekommen haben – was ich inzwischen vollkommen verstehe. Solche Menschen neigen dann dazu, anderen Menschen ebenfalls nur Abschätzung entgegenbringen zu können.

      Gut gemeinter Rat: suchen Sie sich einen Therapeuten. Wenn nichts davon der Fall ist, dann ist Ihr moralischer Standard vollkommen für die Mülltonne – aber bitte den Rest- und nicht den Biomüll.

  11. Ein wahrer Text, gilt auf jeden Fall auch in NRW. Nicht zu vergessen einige Eltern, die immer mehr fordern und selbst Regeln nicht einhalten, oder ihre Kinder zur Schule schicken, obwohl sie selbst zu Hause sind und der Präsenzunterricht aufgehoben ist.

  12. Bester Text ever! Genau so ist es! Und ich bin ,nur‘ berufstätige Mutter. Aber Frau Eisenmann plus Gefolge wie Gebauer, Piazolo und ähnliche Pfeiffen spielen mit der Gesundheit aller Kinder, Mütter, Familie usw… und glauben dabei noch schlauer zu sein wie die Wissenschaft! Hätten Sie auch nur ein winziges Fünkchen Anstand im Leib würden sie ihren Platz einfach räumen. Mit dem Rest sind sie ohnehin deutlich überfordert

  13. Die derzeitige Lage an den Bildungseinrichtungen
    verdeutlicht wieder einmal die Grundübel an den Schulen:
    1. Überängstliche Ministerien, die sich scheuen, unbequeme Entscheidungen zu treffen
    2. Angsthasen in den Schulleitungen, für die Widerspruch, Zivilcourge und Fürsorgepflicht Fremdwörter sind
    3.Viele Eltern mit dumm-dreisten Forderungen
    Übrigens: Ich weiß nach über 40 Jahren im Schuldienst (auch als Mitarbeiter in der Schulaufsicht und als Schulleiter), wovon ich rede.

    • @Werner Engelhardt

      Lieber @Werner Engelhardt,

      da haben Sie „schon einen ordentlichen Strumpf mitgemacht“ in über 40 Jahren …

      Und für alle, deren eigene Schulzeit schon ein wenig länger zurückliegt – auch Eltern erfahren ja auf Nachfrage bei den Kids („Wie war’s heute in der Schule?“) meist nur „Wie immer.“ was irrtümlicher Weise mit „gut“ gleichgesetzt wird …
      Jeder Erwachsene kommt – bei glattem Durchlauf durch die Schule – eben auf maximal 13 Jahre Erfahrung und hat dann in der „anderen Mannschaft“ gespielt, vieles auf Grund des jugendlichen Alters anders wahrgenommen (mir ging es als Kind/Jugendlichem doch ebenso) oder eben gar nicht wahrgenommen. (Über die Alltagsseite der Arbeit der Eltern weiß ja auch kein Kind in allen Details bescheid.)

      Als Lehrer wundert man sich dann z.B., dass die früher gefühlt endlos lange „große Pause“ eben so …. huch, wo isse hin, die große Pause? Ich muss noch schnell mal wenigstens aufs Toilettchen, aber ich muss auch noch mit Kollege Sowieso was abklären und da stehen schon wieder ein paar SuS mit ihren Fragen/Sorgen/ … und ich muss dringend mal wenigstens einen Schluck Wasser trinken …

      Und jetzt noch der geballte Corona-Irrsinn, hier komprimiert und dennoch gut dargestellt:
      https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/panorama/videosextern/schulschliessungen-wankelmut-und-wirrwarr-100.html

      Lieber Herr Engelhardt, alles Gute für Sie!

  14. Allen Respekt und Verständnis für die Lehrer, keine Frage. Aber ich erlaube mir, die Eltern mit ins Gespräch zu bringen. Ich als Mutter bin nach der neuesten Phase des Home-schooling am Ende meiner physischen und psychischen Kräfte. Aufgrund besonderer Umstände haben wir bereits, anders als die Meisten, Home-schooling seit Anfang Dezember. Ich bin quasi den ganzen Tag damit beschäftigt, die Aufgaben für 2 Kinder zu koordinieren, auszudrucken, die Erledigung zu begleiten, die Erledigung zum Teil zu übernehmen weil der Umfang sonst nicht zu schaffen wäre und die Aufgaben teilweise an die Schule zurück zu schicken. „Nebenbei“ arbeiten im Home-office ist nahezu unmöglich. Home-schooling in unserm Fall bedeutet: Aufgaben über eine Online-Plattform zu verteilen (möglichst viele Aufgaben um den Lehrplan irgendwie abzuhaken). Mit dem lapidaren Hinweis, sich doch zu melden bei Rückfragen. Ansonsten werden wir allein gelassen und müssen versuchen, den Kindern den Stoff zu vermitteln. Der Erfolg ist mäßig, trotzdem wir uns als Eltern völlig aufreiben…

    • Ist so, wenn man zugunsten einer erwerbstätigkeit über Jahre die Erziehung des eigenen Nachwuchses meint outsourcen zu müssen.

      • Genau das beobachte ich seit Jahren um sich herum. Die Schule ist vor allem Betreuungsort geworden, erst dann Bildungsort.

        Diese Probleme haben wir nicht. Homeschooling funktioniert bei uns reibungslos. Kinder sind fit, ihre Leistungen ebenso. Vor unserem Haus (Whonung) steht zwar kein Porshe, ich arbeite nämlich nicht, aber dafür kummere ich mich um unsere Familie, nicht verschiedene Institutionen.

        Bei uns steht die Familie auf der erste Stelle. Erst dann das Geld.

        Aber so kann nicht jede Familie funktionieren. Das ist auch die Wahrheit. Besonderes nicht, wo Mutter oder Vater Alleinerziehr sind.

        Deshalb muss man endlich den Eltern die Entscheidung überlassen, ob die Kinder während der Pandemie Präsenzunterricht besuchen oder nicht und den Lehrern das Gleiche zu ermöglichen.

        Die Welt geht wegen eines verlorenes Schuljahres nicht unter, aber wegen nur eines verlorenes Lebens für viele Kinder und Menschen schon.

    • Ja, genau. Das mach ich als Lehrerin auch, mich zu koordinieren zwischen den 4 Klassen, für die ich Distanzunterricht o. Wechselunterricht mache und meinen Kindern. Lehrer mit Kindern machen nämlich zusätzlich zu dem, was im Artikel steht noch das, was Sie beschreiben.

    • Genau, wie sie es beschreiben. Die Kultusminister machen es sich einfach, schließen und die Lehrer und Eltrrn sollen schauen wie sie zu Recht kommen. Aber warum wird nicht geschaut dass Luftfiltergeräte für die Kkassenräume sngeschafft werden, damit Lehrer und Schüler es übertragbar haben. Aber das meiste Risiko ist der Schulweg. Es gibt Schulbusse in denen jedes Kind sein Platz zugewiesen hat und kein Kind stehen darf. Alle tragen Masken, aber keine Fetzen, sondern FFP2. Nur dazu braucht man Geld und Organisation. Präsenzunterricht ist besser und möglich, für Kinder und Lehrer.

    • @ Ela
      Zitat:“Allen Respekt und Verständnis für die Lehrer, keine Frage. Aber ich erlaube mir, die Eltern mit ins Gespräch zu bringen.“

      Vergessen Sie bitte nicht, dass eine Vielzahl an LehrerInnen (73 % der LehrerInnen sind Lehrerinnen) auch nebenbei noch Eltern sind, also die selben Probleme zu bewältigen haben wie andere Eltern auch.

    • @Ela

      Liebe @Ela,

      ich verstehe Ihre Probleme, denn
      – Lehrer haben ja nicht zwangsläufig „nur“ andere Lehrer als Sozialkontakte,
      – Lehrer haben ja oft auch eigene Kinder (und damit dieselben Probleme).

      Was mich entsetzt ist Folgendes:
      „die Erledigung zum Teil zu übernehmen“

      Warum – zur Hölle – machen Sie die Hausaufgaben Ihrer Kinder???
      Sorry, wenn ich das mal ganz direkt schreibe: DA läuft etwas ganz gewaltig schief! WAS wollen Sie Ihren Kindern damit
      – zeigen
      – beweisen
      – vermitteln/beibringen?
      Was bei den Kindern ankommt, ist das hier:
      „Irgendwer findet sich immer, der was für dich erledigt – Schatz, nicht dass DU dich anstrengst, das könnte DICH belasten und dann bist DU traurig und das wollen WIR doch nicht?“
      Jetzt fällt es Ihnen ungebremst auf die eigenen Füße …
      Es ist genau diese Haltung, die sich im Betreuungs-Zirkus „Schule“ seit vielen Jahren zeigt, wo Eltern genau das immer häufiger verlangen, zusammengefasst etwa: Mein „Schatz“ ist seeeehr sensibel und etwas ganz Besonderes und verdient (!!!) die absolute Aufmerksamkeit , natürlich PLUS individueller Bespaßung nach Kinderwunsch!
      Die Kleinen sollen halt glücklich sein!
      Und Sie haben wohl kaum 30 von der Sorte „die Kleinen“ Zuhause?
      Und fremde Eltern kommen nicht zum Gespräch vorbei – Sie können da direkt in den inneren Monolog gehen, dann fühlen sich „die Kleinen“ wenigstens nicht gestört.

      Liebe @Ela,
      ich glaube Ihnen vollkommen, dass Sie Ihr Bestes tun und sich aufreiben – aber manchmal ist das Beste ZU GUT GEMEINT, im Ergebnis gar nicht gut.

      (Salopp formuliert sagt der Volksmund: „Gut gemeint ist die kleine Schwester von Sch…“)

      „Nein“ können auch Kinder verstehen (lernen) – es würde der Gesellschaft insgesamt sehr helfen.

      • Was spricht dagegen, bemüht zu sein, dass das eigene Kind glücklich ist.
        Vielleicht liegen Sie auf dem Holzweg, von Kindern Tag genau bestimmtes Wissen abzuverlangen, obwohl das natürliche Interesse des Kindes, an diesem Tag verstärkt in eine andere Richtung zeigt. Ja ich weiß, Frontal-Unterricht läuft nun mal so (ja die Inklusion, ich vergaß). Auch ich werde meine Kind in schulischen Dingen zu unterrichten, wenn plötzlich 5 Lehrer bis zum nächsten Tag Aufgaben erteilen werden, die für mein „sensibles“ Kind zu viel sind.

    • @Ela: Das tut mir Leid, ist aber eigentlich die logische Konsequenz, wenn Fern-„Unterricht“ nur aus zu erledigenden Aufgaben besteht.
      Dafür gibt es dann zwei mögliche Ursachen: Variante eins, es liegt an den Lehrkräften, die zu faul sind, sich das notwendige technische Wissen anzueignen – Variante zwei, die technische Ausstattung fehlt.
      Sicher entscheiden, was zutrifft, kann ich als Ferndiagnose nicht, aber ich tippe trotzdem vorsichtig-abwägend auf letzteres, da Sie keinerlei Videokonferenzen erwähnen und es extrem unwahrscheinlich wäre, zwei vollständig nur mit „faulen Säcken“ besetzte Schulen zu finden, in denen sich gar niemand nicht wenigstens in Videokonferenzen einzuarbeiten bereit wäre. Zumindest habe ich nie auch nur gerüchteweise von einem Kollegium gehört, dessen Mitglieder ohne jede Ausnahme dermaßen nicht motiviert wären.
      Die technische Ausstattung der Schulen ist jedoch nicht Sache der Lehrkräfte und diesen auch nicht anzulasten – dafür stehen wir nicht gerade und müssen es auch nicht. Ob wir lernen, mit den uns zur Verfügung gestellten technischen Mittenln umzugehen und sie sinnvoll einzusetzen, daran dürfen, ja sollen Sie uns selbstverständlich beurteilen – und im Zweifelsfall auch verurteilen.
      Aber nicht dafür, wenn Voraussetzungen fehlen, die zu schaffen niemals unsere Aufgabe gewesen wäre.

    • … und wo ist das unsere Schuld, wenn wir seit Jahrzehnten meckern, Missstände bemängeln, nichts passiert und WIR Lehrer jetzt alles innerhalb von Wochen stemmen sollen?

      Sorry, aber ich lese bei Ihnen den Vorwurf gegenüber Lehrern und die haben den ganzen Mist nicht zu verantworten. Nebenbei sollen wir übrigens (Anweisung vom KM!!!!) weiter Dinge planen, die in irgendeiner Zukunft stattfinden, Schüler zu Praktika ermutigen (kein Witz) etc. Die Liste ist lang.

      Wenden Sie sich gefälligst mit alledem an die Minister. Danke.

    • @Ela
      Das glaube ich Ihnen gerne. Erholen Sie sich gut über die Ferien. (ausdrück KEINE Ironie!)

      Das, was Sie da beschreiben, ist seit mehr als 20 Jahren mein Beruf – für 30 Kinder pro Stunde unterschiedliche Materialien für alle möglichen Lernkanäle anbieten, Lernfortschritt sehen und dokumentieren, kontrollieren (sowohl HA und aktuelles Unterrichtsgeschehen), von den Unterrichtsstörungen mal abgesehen.

      Ach, das war nur eine von 28 Stunden – da sind auch viele, viele SuS drin. Alle wollen gleichzeitig drankommen oder eben auch nicht, jeder hat jede Stunde ganz unterschiedliche Empfindungen und Befindlichkeiten – ALLES muss berücksichtigt werden.

      Immer ein paar ABs in Reserve, weil die Hälfte sie eh nicht dabei hat, verloren, vergessen, aufgegessen……

      Ich möchte Ihnen keineswegs absprechen. Aber vielleicht ist dadurch etwas klarer geworden, was u.a. zum Lehrerberuf dazugehört. Und das sind erst einmal nur die Basics. Der Rest kommt oben auf – für etwa 120 bis 150 Kinder pro Woche, je nach Stundenplan, Klassenzusammensetzung etc.

      Nun sind Ferien – mit homeoffice, da einige SuS die Aufgaben, die bis Freitag zu bearbeiten waren, nicht bearbeitet haben und täglich kontrolliert wird, ob nicht doch jemand etwas geschickt hat, das es zu kommentieren gibt.

      Genießen Sie die „unterrichtsfreie“ Zeit, passen Sie gut auf sich und andere auf – SuS brauchen die Schule – aber keiner braucht Corona. (auch hier keine Ironie!)

  15. …und stellt hier eindeutig die Wut, den Druck entsprechend dar, sehr gut.
    Es entspricht der Realität, auch ich bin am Rande des Burnouts mit vielen bedenklichen Symptomen. Dazu regelmäßig Tränen, Angst und Wut (seit wann wohl)..und dennoch beißt man die Zähne zusammen, weil man eine Beziehung zu den Kindern hat und seine Kollegen nicht in Stich laden will.
    Ich möchte auch nicht mehr aufzählen, wie oft ich nach „alten“ Regelungen (denn die Neuen wurden explizit für Schulen ja gelockert) in Quarantäne oder beim PCR Test hätte sein müssen, wie oft ich mit positiven Fällen durch Schule zu tun hatte. Und nein: ich kann mit diesen Bedingungen bestimmt NICHT gut unterrichten.
    Genau: frieren und kaputte Stimme wird quasi vorausgesetzt.
    Als ehemalige DDR Bürgerin kommen mir Erinnerungen hoch: seid bereit, immer bereit/ kaputtsparen und Wahrheiten verschweigen und mit Menschenleben wird Lotto gespielt…ganz zu schweigen von den maroden Gebäuden.

  16. „Hygiememaßnahmen die uns vor Ort schützen sollen“, wo leben Sie denn?

    Bei uns: Kein Abstand möglich, manche Klassenräume so eng und vollgepropft, dass ich mich vorne kaum um mich selbst drehen kann und höchstens 50cm Abstand zum nächsten Schüler habe.

    Hygiene auch nur sehr rudimentär möglich, ein Waschbecken im Raum umd überhaupt keine Zeit für gründliche Handhygiene womöglich noch aller Schüler….

    Nächster Punkt: Masken, auch Fehlanzeige im Unterricht. Neuerdings sollen wir Lehrer im Unterricht eine tragen, komme mir vor, als sei ich der Superspreader, vor dem alle Schüler geschützt werden müssen, und umgekehrt??? Schließlich bekomme ich doch vorne sämtliche Ausatmungen der Schüler ab…interessiert aber niemanden.

    Lerngruppen/ Kohorten auch für die Katz, die 5er und 6er, 8 Klassen, bilden bei uns
    eine Kohorte, bei einem Coronafall wurde aber nur eine Klasse in Quarantäne geschickt, obwohl sich diese Klassen auf der Hin- und Heimfahrt ständig vermischen und auch zusammen Hofpause haben.
    Alles in allem ein verlogener Aktionismus, der allen Empfehlungen vorbeugenden Gesundheitsschutzed widerspricht.

    • @Chorleiterin: „Hygiememaßnahmen die uns vor Ort schützen sollen“, wo leben Sie denn? – Wenn ich mir den Post von OKa so durchlese: Oka lebt offenbar in einer Kultusminister-kompatiblen Parallelwelt, die weitestgehend aus den Aussagen der Kultusministerien zusammengesetzt ist und allerhöchstens geringe Beigaben Realität enthält.

      Manchmal beneide ich ihn/ sie dafür, dass er/ sie sich nicht – wie wir anderen – der unerfreulichen realen Welt stellen muss. Oder zumindest nur homöopathische Dosen davon abbekommt.

  17. Leider wird der Brief unbeantwortet bleiben. Ich selber schrieb Frau Eisenmann auch einen Brief, um ihr die wirkliche Situation zu schildern. Ihr darzulegen, wie stümperhaft der Arbeitsschutz, wenn man überhaupt von einem solchen schreiben kann, von Seiten des Kultusministeriums umgesetzt wird. Es scheint ihr aber egal zu sein, wie es uns Lehrern geht. Hauptsache, die Schulen blieben offen.

  18. Ich finde den Artikel mehr wie polemisch und unsachlich.

    Krieg? Vorderste Front?
    Sind die Schüler die Gegner?

    Was machen andere Berufsgruppen mit unbezahlten Überstunden welche regulär im Arbeitsvertrag festgehalten sind? Da sind Eltern unbezahlt zu Hause, weil die Schulleitung andere und strengere Voraussetzungen für die Notbetreuung ansetzt, da sie nicht alle Lehrer zur Verfügung hat, da diese mit Kindern zu Hause bleiben. Diese Lehrer machen krönen Fernunterricht aber haben keine finanziellen Sorgen.

    Ich glaube es sollte mal eins ins Auge gefasst werden: es ist keine ruhige Zeit um Lehrer zu sein, aber wesentlich besser wie bei vielen anderen, die nicht nur mehr Arbeit haben, sondern auch von Existenzängsten geplagt werden. Oder gibt es bei dem verbeamteten Lehrern Ängste gekündigt zu werden aufgrund von corona?

    Lehrer haben mit der Bürokratie zu kämpfen und sehen sich einem starren System gegenüber. Doch sie sind nicht an der Front, schon gar nicht vorderster. Gerne dürfen sie mal in einem Pflegeheim mitlaufen, Menschen grundpflegen die ihnen die Maske abnehmen und dabei so nah sein, dass man die Wimpern zählen kann. Oder im Krankenhaus arbeiten. Hier mit wirklich kranken Menschen und tatsächlich Infektiösen.

    Ich glaube etwas Augenmaß tut der eigenen Psyche besser wie so ein Pamphlet zu verfassen.

    Es ist eine beschissene Zeit und man ist mit seinen Chef nicht immer zufrieden. Aber was haben Lehrer nicht alles auf der Bonusseite? Wer das nicht sieht ist aus dem falschen Gründen Lehrer geworden.

    Lg

    • mehr als …

      Wenn von helden des alltags geredet wird und der Bekämpfung der Pandemie, dann muss es zwangsläufig eine Front geben …

      Und nein, Augenmaß hilft nicht. Überspitzung ist eine Form der Rhetorik und manchmal angemessen, um überhaupt Gehör zu finden. Die Überspitzung oder meinetwegen auch Polemik ist im vorliegenden Fall ein rhetorisches Mittel um sich gegen die Mantren der Dienstvorgesetzten/Arbeitgeber anzugehen, für die die Schulen und Kitas sichere Orte sind und alle Altersgruppen von U3 bis ins Vorschulalter, Grundschulkinder und Jugendliche in der SekI sowie junge Erwachsene in den GOSten der SekII sowie alle SuS an berufsbildenden Schulen und auf sekundären Bildungswegen wie z.B. an der „Abendschule“ gleichbehandelt werden. Da wird ein über 50-jähriger Umschüler wie eine 7-jährige Grundschülerin als Überträger des Virus gleichbehandelt bzw. des Risikos gleichgesetzt. Mehr Dummheit ist außerhalb der Schulministerien nur noch bei @Oka anzutreffen.

    • Mag ja alles sein, es ging hier aber nicht um den Vergleich mit anderen Berufen, sondern um die Darstellung der aktuellen Situation dieser Lehrerin. Klar, woanders hungern Menschen usw. – deshalb soll man die Klappe halten als wär nichts und ignorieren, dass Arbeitsschutzregeln für den eigenen Job nicht gelten?

      Mit Infizierten arbeiten viele Lehrer mittlerweile auch, und zwar ohne dass sie es wissen, ohne Schutzkleidung, lediglich bei offenem Fenster und 14‘ Raumtemperatur.

      Eine ruhige Zeit Lehrer zu sein, gibt es nicht. Aber was momentan läuft sprengt echt alles und wer nicht selbst mittendrin steckt, soll sich einfach mal nicht äußern, sondern schön beim eigenen Berufsstand bleiben, wie immer…!

    • Das streitet auch niemand ab. Das hat die Autorin auch in ihrem Beitrag erwähnt. Der Unterschied ist jedoch, dass in ein Altenheim die Viren immer von Außen kommt. Das heißt, nicht die alten Menschen stecken die Pfleger*innen an, sondern diese stecken sich vermutlich auch durch ihre Kinder an, die es aus der Schule mitbringen. Und glauben Sie mir, ich bin froh, dass es diese Pfleger*innen gibt. Ich bin es aber leid, dass einzelne Berufsgruppen gegeneinander ausgespielt werden. Was die Autorin schreibt unterschreibe ich zu 100%. Die Front ist die Schülergruppe.. denn dort ist das Virus. Ich habe selbst Risikogruppen in meinem Haushalt, habe seit März keinen weiteren Kontakte außer zur engsten Familie, kaum Pause, habe Nächte durchgearbeitet um Unterrichtsmaterialien so aufzubereiten, dass sie eben nicht ausgedruckt und von Eltern mitgearbeitet werden müssen, habe die Abgaben durchkontrolliert, kommentiert und zurückgeschickt. Habe Verträge und Tarife geändert, um stabiles Internet zu haben, online face to face unterrichtet. Als Dank hörte dann regelmäßig von einigen Eltern in den Telefongesprächen, bei denen ich mich um die Kinder sorgte und den Zustand erkundigte, dass mir jetzt durch das Gespräch eine halbe Stunde Freizeit genommen wurde. In vielen Köpfen herrscht immer noch die Meinung, die Lehrer Arbeiten nicht. Das mag für einen kleinen Teil stimmen, das möchte ich nicht abstreiten, aber wenn ich in meinem Kollegium schaue, sind alle am Limit, alle reißen sich ein Bein aus. Achja auch Lehrer haben Kinder. Das vergessen übrigens auch sehr viele.
      Und noch einmal zur Front. Ja ich fühle mich tagtäglich so. Ich reduziere alles, um meine Lieben zu schützen. Trage Zuhaus Maske, um meine Angehörigen vor mir zu schützen und gehe jeden Tag mit Angst in die Schule. Mir wird jegliche Chance genommen, mich ausreichend zu schützen und das ist das Problem. Diese Fürsorgepflicht hat mein Dienstherr und dieser kommt seiner Pflicht in keiner Weise nach.

    • Das musste einmal gesagt werden, auch wenn es wohl nicht auf viel Gegenliebe stoßen dürfte! Ich habe den Eindruck, dass viele Kommentare hier zu polemisch sind. Mehr Sachlichkeit würde sicherlich besser goutiert, womöglich sogar von den relevanten Ministerien! (Wäre zumindest schön . . .)

    • Liebe Sarah,

      da muss ich Sie leider enttäuschen, es ist keine unsachliche Polemik, kein Pamphlet, sondern einfach nur die momentane Schulwirklichkeit – ungeschminkt, ungeschönt geschildert!

      Also nicht Meckern aus Unzufriedenheit mit ChefIn oder Lamentieren auf höchstem Niveau!

      Wenn martialische Worte wie „Front“, „Feind“ verwendet werden, dann nur deshalb, weil sich die Lehrkräfte jetzt als „Kanonenfutter“ fühlen, die „verheizt“ werden, weil sie ungeschützt, z.B. ohne Abstand (!!!) im Kochunterricht an der Berufsschule, unterrichten müssen.

      Im Ersten oder Zweiten Weltkrieg sprach man vom „Blutzoll“, den die politische Führung damals zu zahlen bereit war.

      Jetzt sind es „Gesundheitszoll“ – und ggf. auch „Blutzoll“ – bei den LehrerInnen, die die politische Führung als denkbare Kollateralschäden offensichtlich in Kauf nimmt!!

      Ein(e) Soldat(in) ist sich bewusst, wenn er/sie zum Militär geht, dass er/sie ggf. „Blutzoll“ an der Front zu entrichten hat.
      Auch ein Arzt, Krankenschwester, … weiß um Berufsrisiken.

      LehrerInnen wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie den Beruf „an der pädagogischen Front“ ergreifen.
      Pubertierende SchülerInnen/Kinder machen ja auch zuhause im familiären Nest eine „Front“ auf, wenn sie sich von ihren Eltern lösen und erwachsen werden.

      Heutiger Normalzustand:
      Ständige, höchste Angst um ihre Gesundheit im Hinterkopf, die sie aber, wenn sie vollkonzentriert in den vollen (!) Klassen (!) (z.T. ohne Abstand! ohne Vollschutzkleidung!) stehen, mehr oder weniger verdrängen können.

      Bei ihrer Berufswahl war jedoch von einer derartigen Gesundheitsgefahr keine Rede!

      Immer Bauchgrimmen, tiefe Sorge um die Lieben daheim, denen man vielleicht Leid und Tod aus der Schule mitbringt, Schlaflosigkeit, … . Absoluter Horror! Verdrängte Panik pur!

      Ein(e) KultusministerIn hat zudem als ihr(e) oberste(r) Dienstherr(in) auch eine „Fürsorgepflicht“ gegenüber ihren Lehrkräften.
      Deren Anwendung ist aus der Schulwirklichkeit scheinbar verschwunden.

      Ich spreche als Lehrerin a.D. (Gymnasium), die ich über Jahrzehnte immer mit Leidenschaft und viel Herzblut für „ihre“ Schule, ihre SchülerInnen und ihre drei Fächer- auch in leitender Funktion – mit Leib und Seele, aus Berufung gearbeitet, ja z.T. geackert, habe.

      Die Schule war wirklich stets mein zweites Zuhause, neben meinem Mann und meinen zwei Söhnen.

      Was ich inzwischen von KollegInnen, die noch im aktiven Schuldienst sind, höre, verstört mich aber schon sehr.
      Ausführliche, wöchentliche Einblicke in den Schulalltag meiner Schwester – über Monate –
      schockieren mich zusehends.

      Aus allererstem Mund, aus einer Berufsschule in einem anderen Bundesland, von einer Lehrerin, die so „tickt“ wie ich früher!
      (Also, sehr hohes Berufsethos, belastbar, mit Liebe für ihren Beruf, immer mit Leib und Seele an der Schule und sehr loyale, „brave“ Beamtin.)

      Ziviler Ungehorsam, Zivilcourage? – Nicht zwingend, kaum erforderlich, da damals keine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben erkennbar drohte.

      Ist-Zustand: Trauerspiel, eigentlich ein Horrorszenario!:

      Alle (!!!) gehen inzwischen ständig viel weiter über ihr Limit, im Übermass (!), als ich früher. Damals höchstens zeitweise und kurz vonnöten.

      Und zusätzlich: ständige, tiefsitzende Angst!!!

      Etwas entspannter unterrichten nur die, welche gerade im ganz neuen, modernen Gebäudetrakt sind, wo moderne Luftfilteranlage (zufällig) fest installiert ist.

      Mein persönliches Fazit zum Schluss:
      Gegenüber den unzähligen Studierenden, die ihr Schulpraktikum bei uns absolvierten, auch gegenüber den unzähligen StudienreferendarInnen habe ich immer Licht- und Schattenseiten unseres Berufes ganz offen kommuniziert – und aus tiefster Überzeugung für meinen Traumberuf geworben!

      Dies könnte ich zur Zeit überhaupt nicht mehr! Was sehr traurig ist!!!

    • Wenn man ertrinkt, ist es scheißegal, ob es 10m oder 50m bis zum Grund sind……… so eine dämliche deutsche Art, Opfer noch hinzustellen „bist ja selbst schuld“. Dann werden Sie doch einfach Lehrer?! Problem gelöst, dann können Sie die ganzen Vorteile genießen.

      Idiotische Argumentation.

  19. ich gehöre nicht zur lehrerschaft, ich bin nur ein alleinerziehender vater und ich weiß um ihren ergeiz und einsatz und ich bin unendlich dankbar dafür, ich bin in meiner firma unabkömmlich (nein, kein einzelhandel und kein pflegeberuf, einfacher lagerarbeiter in der industrie) mein sohn ist das EINZIGE kind bis auf eine gestrige ausnahme das in seiner schule in der notbetreuung ist nur weil mein arbeitgeber darauf besteht das ich zur arbeit komme da der grossteil meines jahresurlaubes im märz diesen jahres drauf gegangen ist als alleinerziehende noch keinen anspruch auf notbetreuung hatten und mein arbeitgeber mir den vom staat subventionierten zusatzurlaub verweigert hat bis ich mit meiner eigenen kündigung gedroht habe…
    vielen dank und größten respekt an alle lehrer und erzieher

    • @Vater

      Und SO sieht GEGENSEITIGE Wertschätzung aus, wenn ALLE begriffen haben, dass wir im selben Boot sitzen.

      Lieber @Vater,
      vielen Dank für Ihren Post. 🙂

      Alles Gute für Sie und Ihren Sohn!

  20. Ich wüsste nicht das Beamte und / oder Angestellte im öffentlichen Dienst nicht Streiken dürfen. Wenn die Situation in den Schulen unter den Lehrkräften so schlimm bzw. ausweglos ist, sollte man sich einmal überlegen, sich gewerkschaftlich zu Organisieren. Viele Dinge lassen sich leider nur mit Druck regulieren. Und zwar von unten nach oben und dann in der Masse.

    Ich kann mir denken das ich mit den obigen Sätzen in den Fettnapf getreten bin. Aber in den jetzigen Zeiten muss und sollte man Prioritäten setzen. In einem Blog Dampf abzulassen ist das eine, das andere wäre, Richtig und Konsequent zu reagieren und nachhaltig eine Änderung herbei zu führen. Im Alleingang aufreibend, langwierig und sehr kostenintensiv.

    • So viel Desinformation bewirkt so eine naive Meinung. Lesen Sie sich doch einfach mal ein, dann sehen Sie, was alles an Ihren Punkten nicht stimmt. Ist nämlich eine Menge.

      Einfach weiter CDU wählen – so klingen Sie nämlich.

    • Lieber bernd,

      sich gewerkschaftlich zu organisieren, sei es z.B. im Philologenverband oder in der GEW, darauf sind sogar LehrerInnen schon vor sehr (!) langer Zeit gekommen.

      Interessensvertretung in einem Verband, um politisch Druck aufzubauen, ist schließlich kleines Einmaleins bei der politischen Partizipation.

      Hat nur in der gegenwärtigen Pandemie nix gebracht.
      Verbandsarbeit der LehrerInnen läuft gerade ins Leere. Kampf gegen Windmühlen.

      Selbst Herr Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, steht gerade auf verlorenem Posten, stößt auf taube Ohren, wird zum einsamen Rufer in der Wüste.

      Und der ist ein Verbands-„Schwergewicht“, zudem erfahrener langjähriger Gymnasiallehrer und Ex-Schulleiter u.a. .

      Verbandsarbeit der Lehrerschaft ist inzwischen wirklich zum völlig „zahnlosen Tiger“ geworden.

      Einige KommentatorInnen (hier auf dem Forum) haben deshalb bereits ihren Austritt aus ihrer Standesvertretung signalisiert, so enttäuscht sind sie über die Erfolglosigkeit von Bemühungen ihrer VerbandsvertreterInnen in der gegenwärtigen Gefahrensituation.

      Hoffnungslosigkeit, ein Gefühl des Ausgeliefertsein, Gefühl der Ohnmacht machen sich breit.

      Über ein Streikrecht als Ultima Ratio, allerletztes Mittel, verfügen BeamtInnen ja nicht.

      Ob ggf. ziviler Ungehorsam bei doch offensichtlicher Gefahr für Leib und Leben mit Berufung auf das verfassungsrechtlich verbriefte Widerstandsrecht legitimiert werden könnte, wage ich jedoch zu bezweifeln.

      Dies wäre eine juristische Frage, die nur ausgewiesene VerfassungsjuristInnen beantworten bzw. klären könnten.

  21. Mir als Schulbegleitung geht es ähnlich. Natürlich muss ich keinen Unterricht vorbereiten, jedoch hatten wir nach den Sommerferien beginnend, bis Anfang November, jede Woche einen Distanztag. Es waren viel zu wenig Lehrer da.
    Da ‚unser‘ Klassenlehrer oft zur Vertretung musste, gab es Tage wo wir zusätzlich Zuhause bleiben mussten. Zwei Mal wurde ‚Lehrerquarantäne‘ verordnet, da es in den Vertretungsklassen Covid 19 Fälle gab. Wieder Zuhause. Ganz viele Tage wurden, werden mir, als Minusstunden angerechnet. Jeder Tag der die letzten Wochen (seit ich das mit den Minusstunden erfahren habe), war eine Qual. Trotzdem , mussten Kolleg*innen und ich uns jeden Tag auf einen Vertretungseinsatz vorbereiten. FALLS ein Anruf käme.
    Auf Nachfrage bei meinem Träger, was mit den Minusstunden geschehe hieß es lediglich – werden eingefroren. Eine unbefriedigendere Antwort war nicht möglich. Ich befinde mich erneut in Kurzarbeit, habe zwei Kinder zu versorgen, ein Gehalt, das so schon nicht mal zum Überleben reicht. Im Frühjahr gab es einen Monat wo ich 400 Euro! Gehalt hatte. Ganz ehrlich, ich liebe meine Arbeit total. Mit zu Fühlen wenn es wieder einen Fortschritt, dank meiner Unterstützung, gibt. Als Schutzengel, Anwältin, Mentorin, Seelentrösterin und auch als Vermittlerin zwischen Eltern, Lehrern und meinem ‚Klienten‘ – by the way, Ich finde diese Bezeichnung in dem Zusammenhang schrecklich, habe ich viel Verantwortung für diesen Menschen. Viele Kinder können und/oder dürfen nicht ohne Begleitung zum Unterricht! Seit der Pandemie, wird auch immer mehr Bürokratisches von uns erwartet. Für Sage und Schreibe 1 Stunde ‚Mehrarbeit‘ monatlich.
    Und wenn ich mal nicht darüber nachdenke wie meine Zukunft mit Covid 19 ausschaut, ich uns ‚über Wasser‘ halten kann, dann kommt die Frage was ist, wenn das Pool Modell (welches 2021 bei uns kommt) ist. Dann bleibt schließlich nur ein Träger an jeder Schule. Was wird dann aus/ mit ‚meinem‘ autistischen Kind? WÜRDE ich bei ihm bleiben können, steht dann zum Sommer wieder das Bangen an ob mein Vertrag verlängert wird. Covid 19 läuft ja auch ’nebenbei‘ weiter… Ich will aber auch ganz klarstellen, dass es hier, auch, viel am Träger liegt. Es gibt auch Träger, welche Es, sofern möglich, besser organisieren und so zumindest etwas mehr Sicherheit bieten. Ein Wechsel funktioniert, aufgrund des ausstehenden Poolloses, allerdings, genau so wenig. … Zum Dank aller an Schulen und Kindergarten tätigen Menschen wird dann die Verantwortung bezüglich Präsens-, Distanzunterricht auch noch einfach abgeschoben. Da frage ich mich echt, wer hier ein angemessenes Gehalt verdient. …
    Danke an dieser Stelle an alle Lehrer*innen, Schulbegleiter*innen, Dozent*innen, Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen, Sozialarbeiter*innen, Reinigungskraft, Busfahrer*innen und ihre Begleitung. Ebenso an die Eltern, welche sich engagiert einsetzen, oft, trotz Sorgen an verschiedenen Standpunkte. Ich wünsche Allen, dass sie sich etwas erholen können, sich auf ihre Familien besinnen und weiter so Durchhalten! Wenn nicht, gibt es in Deutschland bald das nächste Dilemma, NEBEN der Pandemie … .

    • Hätten die Schulministerien den regelbetrieb ausgesetzt, hätten die Träger die Schulbegleiter*innen in Kurzarbeit schicken können. So, wie Sie es beschreiben, ist Ihr Träger der meinung, dass Tagelöhnerei ein gesetzlicher Mindeststandard sein könnte.

      Tun Sie sich mit Ihren Kolleg*innen zusammen und klagen Sie an einem Arrbeitgericht gegen die Stundenanrechnung, die ja Grundlage für die Entgeltabrechnung ist. Beantragen Sie darüberhinaus „Aufstockung“ gem. ALG II bei der zuständigen ARGE. Wird die verweigert, dann Widerspruch und ebenfalls Klage, wenn der Einspruch zurück gewiesen wird.
      Und nicht aufgeben, notfalls bis zum EuGH gehen.

    • @svenja
      Zitat:“… dann kommt die Frage was ist, wenn das POOLMODELL (welches 2021 bei uns kommt) ist. Dann bleibt schließlich nur ein Träger an jeder Schule. Was wird dann aus/ mit ‚meinem‘ autistischen Kind?“

      Poolmodell versus individuelle Schulbegleitung ist für autistischen Schüler bedarfsgerecht zu ermitteln. Bei Vorliegen eines entsprechenden Gutachtens des KJP kann eine individuelle Schulbegleitung UNABHÄNGIG vom Poolmodell über die Eigliederungshilfe beantragt werden!

      „Der individuelle Bedarf für Schulbegleitung ist für jeden Schüler mit Autismus einzeln zu ermitteln.“
      http://www.autismus.de/fileadmin/user_upload/Heft85_Artikel_Bundesteilhabegesetz.pdf

      Zu den rechtlichen Aspekte bezüglich Schulbegleitung autistischer Schüler – auch in Corona-Zeiten bei ggf. Schulschließungen – sind hier aktuelle Rechtssprechungen zu finden:
      http://www.autismus.de/recht-und-gesellschaft/aktuelles.html

  22. Ihre Worte treffen ins Mark. Genau so fühlen wir uns auch in Hamburg! Wir zerreißen uns und niemanden interessiert es. Bitte diesen Text an Stellen weiterleiten, die etwas anstoßen oder sogar ändern können. So geht es jedenfalls nicht weiter.

  23. KANN BITTE JEMAND DIESEN BRIEF NACH BERLIN SCHICKEN!!!
    Hier kann man nur ausnahmslos zustimmen! Deutschlands Politik hat geschlafen. Und schläft weiter. Die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown nicht im geringsten verarbeitet und entsprechend draus gelernt. Was ist aus dem Bildungspaket geworden?! Man hätte längst reagieren können. Technik und Schulung für Lehrer und Schüler installieren, Bedingungen anpassen können. Beantragungsmechanismen vereinfachen können. Man durfte dankbar sein, dass es Spendenwillige aus lokaler Wirtschaft, Gemeinden oder Privat gab, die ein paar alte Laptops zur Verfügung gestellt haben und es (zumindest in der Schule unsrer Kids) einen hochmotivierten und technisch begabten Lehrer gab, der alles zum Laufen brachte! Stattdessen stellt man sich hin und konstatiert Präsenz Präsenz Präsenz und riskiert weiter ungesehen Infektionen und ignoriert die zu erhaltende Gesundheit von Familien und Angehorigen, damit Eltern ihre Kinder betreut bekommen, als wäre es nicht auch deren Aufgabe. Ich bin selbst Risikopatient, soll ich meine Kids jeden Mittag, wenn sie aus Schule und viel zu vollem Bus kommen, durch eine Desinfektionsschleuse schicken und dann in ihrem Zimmer einschließen?! Hallo Eltern! Auch ihr wolltet diese Kinder! Kümmert euch drum! Unterstützt die Schulen und Lehrer, wo es geht, schlagt bei Politik Alarm, fordert Technik, ordentliche Internetzugänge, Luftreiniger, etc. für Schulen und stellt euch nicht hin mit dem Spruch „das ist aber mein gutes Recht…“. Auch ihr macht euch schuldig, wenn das alles nicht gut läuft. Kein Kind lernt gut, wenn ihm die Finger halb einfrieren und es dick eingepackt im Klassenraum sitzt. Deutschland ist sowas von hinten dran! Man hat von Eltern gehört, die montäglich in die Schulen fahren mussten, um den Lernstoff für ihre Kinder persönlich abzuholen! Unfassbar! Wirtschaftsmacht Deutschland! Wach auf! Die Kinder sind unsre Zukunft!

  24. Ja! Sie haben Recht. In beinahe allen Punkten. Doch muss ich der Gerechtigkeit halber erwähnen, dass diese Ausbeutermentalität seitens der Arbeitgeber auf dem sog. ‚Freien Markt“ spätestens seit Kanzler Schröder (Rot/Grün) Gang und Gäbe ist. Mindestlohn von dem niemandwirklich leben kann, zeitlich befristete Arbeitsverhältnisse, Enteignung und Demütigung im Hartz4 -Verfahren usw. Dieses System ist krank und wird nur noch gesund geredet!

  25. Ich kann mich OKA nur anschlien. Ich arbeite als Schulsekretärin. Meine Rektorin und ich haben ständig Pläne entwerfen und wieder umstossen müssen, von allen Arbeiten die zusätzlich möchte ich gar nicht reden, wir waren immer da, auch wenn alle anderen nach Hause geschickt wurden. Vorwürfe.von.allen Seiten, genau wie hier. Aber gibt es die Lösung? Nein. Man sollte bei allem nicht den Blick.auf andere verlieren.

    • @J. K.

      „Ich arbeite als Schulsekretärin.“

      Oh, wie schön.
      Und nachmittags in der Betreuung korrigieren dann die Erstklässler hoffentlich Ihre Rechtschreibung und Zeichensetzung.

      Ach sorry, das geht ja nicht in einer Baumschule.

  26. Am letzten Sonntag tagten die KultusministerInnen und beschlossen den Lockdown.
    Abends um halb neun erhielten wir von der Grundschullehrerin eine Email mit dem Planung für die ganze Woche mit Aufgaben Arbeitsblättern etc.
    Sie hat wohl den ganzen Sonntag Nachmittag damit verbracht, das alles vorzubereiten.
    Ich mache mir Sorgen um die Lehrer und Lehrerinnen.
    Wie sollen sie das nochmal 2 Jahre durchhalten bis alle geimpft sind.
    Ein Grund warum ich hier immer die Halbierung des Lehrstoffs und der Unterrichtsstunden vorschlage damit 2 Halbklassen in 2 Schichten hintereinander täglich unterrichtet werden.
    Ohne Distanzunterricht.

  27. „Ein Grund warum ich hier immer die Halbierung des Lehrstoffs und der Unterrichtsstunden vorschlage damit 2 Halbklassen in 2 Schichten hintereinander täglich unterrichtet werden.“

    Sie haben aber schon letztes Mal keine Antwort darauf gegeben, ob die Schüler dann doppelt so lange in die Schule gehen müssen. Was bringt die Halbierung des Lernstoffs? Damit kommt man doch nicht weiter!

    • Halbierung der Unterrichtsstunden heißt ja wohl dass jedes Kind halb so viel Schule hat.
      Als statt 6 Stunden nur noch 3 Stunden. Dafür täglich.

      Distanzunterricht für Grundschüler funktioniert nicht.
      Distanzunterricht ist illegales Homeschooling durch die Eltern.
      So als gäbe es keine Schule mehr.

      • Ja, das hab ich verstanden. Wenn die SuS aber in 1 Jahr nur die Hälfte des Unterrichtsstoffes durchnehmen, wie in Ihrem Vorschlag beschrieben, wann lernen sie dann die andere Hälfte? Und im nächsten Jahr? Dann bleiben sie 1-2 Jahre länger an der Schule oder wie?
        Die anderen Schuljahre bauen auf diesem Unterrichtsstoff auf, da kann man nicht mal soeben 50% weglassen. Das kann keine Lösung sein.

        • Man hat 13 Schuljahre in 12 Jahre gepackt.
          Es gab auch schon Kurzschuljahre.
          Einfach den Schulplan entrümpeln.

          Natürlich geht es.
          Es geht ums Überleben.
          Auch ums Überleben der Lehrer.

  28. Ich bin „nur“ zweifach, vollzeitarbeitende Mutter von Gs Kids. Ich würde jedes Wort genauso unterschreiben. Dieses harakiri seit Monaten…ich danke allen Lehrkräften für jede einzelne Sekunde.

  29. Danke an die Redaktion, dass Sie diesen Beitrag mit uns allen teilt und danke an die mutige Verfasserin, dass Sie diese wichtigen und starken Worte geäußert hat!! Sie sprechen vielen aus der Seele!!

  30. Sie haben völlig Recht, ich hoffe, dass diese Lage nicht dazu führt, die Zahl gut ausgebildeter Lehrer weiter zu vermindern. Ihre Liebe zum Beruf kann ich gut nachvollziehen, ich habe sie ein Jahr nach meiner Pensionierung auch noch. Hätte gerne noch länger gemacht, aber Schulämter und so weiter siehe oben.

  31. Ich bin Mutter von drei schulpflichtigen Kindern. Zweimal sind uns Geräte kaputtgegangen, zweimal gab es nichts von der Schule. Unser hier so geschmähter Kinderbonus wurde zum Kauf von zwei neuen Geräten für die Kinder verwendet. Der Rest bleibt Reserve, denn das dritte Gerät hat der Großvater zur Verfügung überlassen, es funktioniert, hat aber schon etliche Jahre auf dem Buckel. Was die Zusatzarbeit angeht – da verklärt jemand hier aber auch die Arbeitsbedingungen. Natürlich wird da oft zusätzlich gearbeitet ohne Vergütung. Mach doch das bitte noch schnell fertig – Das ist so ein typischer Spruch. Wer aufmuckt, der ist schnell raus. Das weiß ich aus Erfahrung. Da kann schon die Frage reichen, ob nach Monaten nicht doch mal Überstunden bezahlt werden könnten, wenn man für den entlassenen Kollegen niemand neuen einstellen will. Der Weihnachtsgruß von Frau Gebauer hat mir dann vorhin echt die Stimmung vermiest. Wie selbstgefällig und ignorant gegenüber Fakten kann man sein?

  32. Dem ist für mich nichts hinzuzufügen. Und ich habe Oka noch nicht gelesen. Aber das ist ungefähr das, was mich beschäftigt. Und meine erwachsenen ungeimpften Schüler. Vielleicht in Phase7? Auch hier gibt es schwerere Verläufe.
    Nicht nur Lehrer, auch Schüler impfen.

  33. Ich bin Lehrer und alles andere als ausgebrannt.
    Ich habe selten so wenig wie im ersten Lockdown im Frühjahr gearbeitet, obwohl ich nahe an den Schülern und engagiert war. Als Klassenleitung einer 8. Klasse war viel zu tun im Bereich Kommunikation. Die Stoffvermittlung rückte in den Hintergrund.
    Ich bin dankbar für meine sichere Arbeitssituation und auch verwundert, dass unser Gehalt nicht gekürzt wird in diesen schwierigen Zeiten. Ich könnte es durchaus verstehen.

    • Sorry, aber dann haben Sie Ihren Job nicht richtig gemacht, vor allem wenn die Stoffvermittlung in den Hintergrund tritt und Sie weniger arbeiten als sonst… Ist das Ihr Verständnis von Distanzunterricht oder digitalem Lernen? Da stimmt was nicht!

      Oder Sie trollen (ist wohl warhscheinlicher)…

    • Sorry, aber dann haben Sie Ihren Job nicht richtig gemacht, wenn Sie weniger als sonst arbeiten und die Stoffvermittlung in den Hintergrund gerät! Da kann was nicht stimmen!

    • Du sprichst mir aus der Seele Robert, same same – Bin Klassenlehrer in 8 – alles andere als ausgebrannt, durch die Lockdowns sehr ENTlastet.
      Auch was das Gehalt angeht – dass inmitten der größten wirtschaftlichen Krise der Nachkriegsgeschichte ausgerechnet bei den Beamten die nächste Gehaltserhöhung ansteht ist fast schon zynisch!

      • So ein Unsinn ! In BW ist keine Gehaltserhöhung in Sicht. Wir hatten in den GS deutlich Mehraufwand. Aber dann sind sie sicher so ein Lehrer wie mein JS1 Kind ihn hatte. Null Material, Null Reaktion auf Emails. Solche Lehrer braucht man nicht. Der gro an Lehrer in meiner Umgebung hat durch die parallele schmalspur Digitalisierung, das Ausfahren und Einsammeln von Material, das Aufbereiten von Lernstoff für das Homeschooling, die tägliche Flut an emails von Eltern einen deutlichen Mehraufwand gehabt, zusätzlich zurNotbetreuung, die wir auch noch abgedeckt haben. Entweder sind sie tatsächlich kein Lehrer, oder eben einer, der als schlechtes Beispiel herhalten kann.

        • Thema??? Beim Themenbereich „Schule“ – „LehrerInnen“ blanker Unsinn!

          „Diäten“ bekommen nur Abgeordnete!!! – im Bundestag oder den Landtagen.

          LehrerInnen im aktiven (!) Schuldienst sind n i e m a l s gleichzeitig MandatsträgerInnen in Parlamenten!

    • Sorry, dann haben Sie irgendwas falsch gemacht, wenn sie weniger arbeiten als sonst und die Stoffvermittlung in den Hintergrund geraten ist. Wie verstehen Sie Distanz-/Wechselunterricht? Da stimmt irgendwas nicht!

    • Natürlich.
      Überweise doch einfach den Teil zurück, den du nicht verdient hast. Und schreib deinen richtigen Namen hier hin Oka.

    • Sie können doch einfach den Teil, den Sie Ihrer Meinung nach nicht verdient haben, spenden.
      Ist schnell gemacht. Schneller, als hier Verwunderung zu äußern, was schon rein rechtlich überhaupt nicht zu realisieren ist.
      Oder wären Sie der Erste, der dann doch auf einmal mehr gemacht hätte, wenn der AG gefragt hätte 🙂

      • Meiner Meinung nach ist es ein Privileg, verbeamtet zu sein. Daher finde ich es auch angebracht zu spenden, was ich jeden Monat an verschiedene Stiftungen tue. Und ich finde es ungerecht, dass Grundschullehrkräfte weniger verdienen als ich.

    • @Robert Segel

      … segelt mit seiner eigenen Hochsee-Luxus-Yacht in den Sonnenuntergang, anstatt – wie sonst Zuhause mit dem „guten Glas Rotwein“ vor dem Kamin – 24/7 mit einer viel zu hohen „Star-Gage“ zu … tindern?
      Man sieht es direkt vor sich.
      HAHAHA.

      Netter Versuch.

    • @Robert Segel

      Ach, da fällt mir noch ein:

      Herzliche Grüße an Willi Wohnmobil!
      Sie erinnern sich: „Ich habe selten so wenig wie im ersten Lockdown im Frühjahr gearbeitet“.

      😉

  34. In einem Punkt muss ich der Briefverfasserin widersprechen. Im aktuellen Spiegel-Artikel „Heimliche Virusträger“ (S.108, 109) werden Studien genannt, die der bisherigen Haltung des Kultusministeriums, dass kleinere Kinder weniger infektiös sind, widersprechen.

    Da dies bei Frau Eisenmann noch nicht ankam (Ich könnte fast wetten, dass es bei ihr nie ankommen wird!)), erhalten Grundschullehrer in Baden-Württemberg nach-wie-vor keinerlei Masken gestellt und es gibt weiterhin kein Abstandsgebot.

    Ansonsten stellte sich das Jahr bei mir in der Primarstufe ähnlich dar, wie von der Verfasserin geschildert. Lediglich mit dem Unterschied, dass wir keine digitalen Konzepte haben (außer dem verpflichtenden Moodle), was in einer Grundschule nur sehr eingeschränkt möglich ist, da es entweder von den Schülern alleine gar nicht leistbar ist (Klasse 1 bis 2/3) mangels Lesekompetenz und Umgang mit digitalen Medien und somit die Eltern noch verstärkt zur Mitarbeit nötigen würde oder wenig Sinn -wie beispielsweise Moodle- macht. Moodle ist kompliziert, ein Einlogvorgang nötig und entspricht nicht dem gängigen Funktionsablauf wie beispielsweise Windowsprogramme. Dies sollen Kinder im Alter von rund 10 Jahren leisten können?
    Deshalb hatten wir Materialpakete zusammengestellt, die möglichst alleine bearbeitbar waren und -wenn doch neue Inhalte kamen, mit Erklärungen für die Kinder und/oder Eltern versehen wurden. Dazu kam ein tagesgenauer Arbeitsplan, damit die Familien eine Struktur an die Hand bekamen und unnötige Diskussionen von den Familien ferngehalten wurden („Mama, muss ich das heute machen?“). Da die Schulschließungen in Baden-Württemberg überstürzt kamen, bereiteten wir dies ebenfalls über unser Wochenende vor, fuhren es dann nach dem Kopieren mit Privat-PKWs aus, wobei wir selbstverständlich auf den Spritkosten sitzen blieben.

    • OMG, selbst wenn wird die SekII weglassen, gehen mehr SuS an Schulen der SekI (sechs Jahrgänge) als in die GS (vier Jahrgänge). Da die Schulpflicht erst am Ende des Schuljahres endet, in dem eine schulpflichtige Person das 18. Lebensjahr vollendet, ist das Durchschnittsalter aller SuS ohne die Erwachsenenbildung mindestens bei 12 Jahren und liegt somit an der Schwelle zwischen Kindheit und juveniler Teenager-Zeit

  35. Wahre Worte!
    In Hessen ist es das gleiche!

    Wie schädlich sich das alles auf die Psyche unserer Schüler*innen und eigenen Kindern auswirkt, werden wir in den nächsten Jahren erleben.

    Schon jetzt waschen und desinfizieren sich manche Kinder meiner Klasse hysterisch die Hände, wenn ein anderes Kind ausversehen niest, hustet oder die falschen Sachen anfasst….

    Seit den Sommerferien haben mir drei Kinder unvermittelt vor die Füße gekotzt, zahlreiche Kinder kamen immer wieder verschnupft und mit Fieber in die Schule, weil die Eltern arbeiten mussten, ein Kind ist im Unterricht so tief und fest eingeschlafen, dass ihn der Schulleiter in das Krankenzimmer tragen konnte ohne das er wach wurde. Selbst ein nasser Waschlappen und geschüttele hat nichts genutzt.

    So kann und darf es nach den Weihnachtsferien nicht weiter gehen!

  36. Der Bericht entspricht der Realität in jeder Silbe, und ja es stimmt auch das wenn man den Namen seines Kultusminister/in einsetzt bleibt der Bericht zu 100% richtig.
    Fazit: Es ging dem Kultusminister/ Ministerpräsidenten nie um unsere Kinder, vielmehr ging es immer nur um die Wirtschaft.
    Um jeden Preis die Wirtschaft bedienen, und kostet es was es wolle. Notfalls auch auf dem Rücken der Lehrer/innen, als auch der SCHÜLER/INNEN.
    Wir haben 16 Ministerpräsidenten/innen als auch 16 Kultusminster/innen die man auf Grund ihres Handeln sofort entlassen und umgehend vor einen Richter stellen sollte.
    Da diese Politiker/innen überhaupt keine Ahnung ihrer Aufgabe haben, und täglich, stündlich und minütlich gegen ihren Eid verstoßen.
    Das geht garnicht.

  37. Ich Stimme dem Klartext einer Lehrerin voll und ganz zu. Ich Stelle fest, dass viele Kultusminister keine pädagogische Ausbildung haben. Das musste sich in Zukunft Sendern, denn die Kultusminister haben und der Pandemie auf der ganzen Linie versagt, sie bekleiden politische Posten. Hier stand nicht das Wohl von schueletInnen und Lehrerinnen im Vordergrund. Meine SchuelerInnen fuehlten sich verheizt. Zuerst heisst es „Masken bringen nichts“. Man hatte dem Pandemie Plan nicht umgesetzt. Es gab keine Masken. Dann sollen die SchudlerInnen Masken auf dem Pausenhof tragen. In den Bussen sitzen sie eng auf eng, ebenfalls im Klassenzimmer. Dort sitzen sie e on hm ne Masken. Gott sei Dank ordnete der Bürgermeister von Wiesbaden – ihm sei hier ausdrücklich gedankt, Wechsel Unterricht an. der Kultusminister befand immer noch “ Die Schule ist nicht der Ort des Infektion Geschehens“. Solange die Ed Lehrer die Schüler beobachten, ist das zutreffend. Kaum umgedreht….Maske runter, Küsschen rechts und links…. Das geschieht spätestens ausserhalb des Schulgelände kurz vor der Abfahrt km ueberfuellten Bus. Ein Pädagoge mit Praxiserfahrung als Kultusminister haette von diesen Verhaltensweisen der Schueler gewusst. OTon meiner SchuelerInnen “ Man sperrt uns in enge Busse, in enge Klassenzimmer mit häufig eingeschränkten Liegt uns Möglichkeiten…. Man hat uns verheizt. „

  38. Brandenburg: Diese Gedanken und Gefühle sind mit meinen identisch, genau das erleben auch wir in Brandenburg. Kein Wunder, dass es an Lehrernachwuchs mangelt bei dem öffentlichen Ansehen der Lehrer, was noch vom Ministerium gefördert wird. Dieser Brief sollte nicht nur hier veröffentlicht werden, sondern auch in den großen Zeitungen des Landes, damit alle mitbekommen, wie es im Schulwesen wirklich aussieht!

    • @Joanna Krolik

      „Kein Wunder, dass es an Lehrernachwuchs mangelt bei dem öffentlichen Ansehen der Lehrer, was noch vom Ministerium gefördert wird. “

      Sie haben das ganz große Problem der Zukunft ganz klar benannt, nur leider hat das bisher noch kaum jemand auf dem Schirm …
      Dafür wurden in den letzten Monaten zu viele Nebelkerzen geworfen.

      Hallo Lehrerbasher!
      This one is for you:
      Dann gibt es auch für (ich sage es mal in aller Deutlichkeit) die ganz Doofen 1 Berufsgruppe weniger, die man gegen andere ausspielen könnte.
      Und für alle, die hier immer wieder beteuern, dass sie ja gaaar nicht neidisch seien, weil ja bei ihnen selbst der Rubel dermaßen rollen würde …
      Hey, ihr müsst eure Kinder dann eben selbst betreuen und bespaßen – aber auf der anderen Seite bildet sich euer Ganzkörperherpes zurück, denn von „eurem Steuergeld“ muss dann endlich KEIN EINZIGER fauler Lehrer mehr fürstlich bezahlt werden.

      Schön wird das!

  39. Und die Lösung wäre dann Home schooling oder On line Schooling? Nicht vergessen, wie die Schule heute aussieht, so wird die Zukunft winer Nation aussehen!!! Es gibt Eltern die können sich einfach nicht leisten Lehrer und Professoren für Ihre Kindern zu Hause sein!!!! Es gibt ausländische Schülern für dennen, Distanz Unterricht ein Dizaster bedeutet! On line Schule ist keine Schule!!!!!

  40. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, dass mir hier der Ar… explodiert.
    „Wir befinden uns im Krieg“
    Wer nicht zerfetzte Menschenkörper am Straßenrand liegen sehen hat, den Geruch von verbranntem Menschenfleisch ertragen musste und Bomben und Granaten durch die Luft fliegen und in Schulen und Krankenhäuser einschlagen gesehen hat, sollte niemals von Krieg sprechen.
    Zwei Möglichkeiten des Handelns:
    1. Zusammenreißen und nach vorn schauen
    2. Berufswechsel bzw. Auswandern

  41. In diesem Zusammenhang aktuell ein offener Brief des NRW- Schulministeriums, namentlich Frau Gebauer , der heiligen Johanna des Präsenzunterrichts, an Eltern und Schüler in dem sie ohne jegliche Selbstkritik ihr Bedauern über die aktuelle Situation ausdrückt. Dies mit der erneuten Lüge, dass „Schulen kein Pandemietreiber“ seien und das nach Möglichkeit am 11.01. 21 wieder ein normaler Schulbetrieb a anzustreben sei….

  42. Sicher ist das für Lehrer eine Herausforderung ! Doch ich finde, dass Frau Eisenmann Recht hat, sie denkt weiter ! Das Problem liegt bei den Politikern, die nicht bereit sind, mit den führenden Virologen – die eine andere Meinung als die Regierungs-Virologen vertreten – zu sprechen und beratungsresistent sind. Und alles wird gemacht aufgrund eines PCR-Tests, von dem der Erfinder sagt, dass er für das Erkennen von Corona ungeeignet ist. Wir dürfen keine weiteren Lockdowns akzeptieren, denn unser Land geht zugrunde und bald wird auch die Regierung kein Geld mehr haben.

    • Rosemarie, Sie meinen die Talkshowvirologen, die es müßig finden über Tote zu sprechen? Es sind heute 30.000 Neuinfizierte und die Kliniken ächzen. Niemand mit Verstand kann dafür plädieren, es laufen zu lassen. Wir nähern uns bereits den US Zahlen an. Was glauben Sie, wie die Wirtschaft läuft, wenn die Pandemie ungebremst läuft?
      Schulen sind Transmitter der Infektionen und den Homburg/Telegram Unsinn können Sie steckenlassen.
      Nachdenken! Nicht querdenken!

  43. Liebe Lehrer,
    Woher wissen Sie, was die Menschen, die Sie unterrichten in den nächsten 5 Tagen an Wissen brauchen, in den nächsten 5 Monaten, geschweige denn in 5 Jahren?
    Was tun Sie da eigentlich immer noch?
    Meinen Sie allen ernstes wir können und sollen als Menschheit so weitermachen wie bisher?
    Werden Sie doch endlich freier Gestalter Ihres eigenen Lebens.
    Warten bis „die da oben zur Vernunft kommen“ oder selbst wieder all Ihre Kompetenzen nutzen, ja, auch Ihren eigenen Verstand, auch Ihr Herz, auch Ihre Selbstliebe, ihre eigenen Hände, ihre Freiheit auch zuhause zu bleiben…
    Herzliche Grüße aus Baden-Württemberg

    • @Juli

      Ich wünschte, Sie wären Lehrer, denn Sie scheinen viel mehr zu wissen.

      Ich denke bestimmt heute Abend darüber nach, wenn ich mit einem (ich kann nicht auf Sicherheit verzichten, schlimm, ich weiß) zuerst mal nur geliehenen und heimlich 😉 desinfizierten Aluhut und ansonsten nur in Selbstliebe gehüllt ums Lagerfeuer tanze, um die Freiheit möglichst unmittelbar genießen zu können.

      Herzliche Grüße zurück ins Anthroposophen-Ländle (aus dem Land der Küchenbauer und Geh!Bauer)

  44. Sie wissen nicht was sie tun. Auch Brandenburg ist dabei. Ich arbeite an einer Förderschule, die weiter geöffnet bleiben. Mit großer Besorgnis schaue ich auf den 4.Januar. Das Tragen einer FFP 2 Maske ist in letzten Tagen unerträglich geworden. Die Bronchien brennen und die Stimme ist rau. Ich habe alle sozialen Kontakte runtergefahren zum Schutz meiner SUS und meiner Familie. Ja, ich liebe meine Arbeit und ja wir haben regelmäßig unser Gehalt. Dennoch würde ich mir wünschen, gleiches Recht für alle. Inclusion??? Teilhabe??? Auch unsere SUS haben das Recht auf Distanzlernen. Sie sind die mit den Vorerkrankungen, die wir eigentlich besonders schützen müssen. Bewusste Eltern tun das! Machen ist es aber wichtig, dass kein Schultag versäumt wird. Wenn ich dann höre, dass die Schulen schließen, sind die Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung nicht dabei. Sorry und dann gibt’s immer noch Kollegen, die ihre Masken Pflicht versuchen zu umgehen.

  45. Selbst ich als Schüler in SH kann mich dem nur anschließen.
    Ich rege mich schon seit Monaten darüber auf, das NICHTS passiert….
    Wenigstens jetzt in der letzten Schulwoche ist Distanzunterricht.

    Und dann wollen die Kultusminister wieder die Schulen am 10. Januar öffnen?!?!

    Ich sehe da absolut keinen Sinn….

  46. Als Elternteil möchte ich alle Lehrer*innen für den immensen Einsatz danken, den Sie für meine und andere Kinder erbracht haben. Die Voraussetzungen, unter denen Sie arbeiten mussten und müssen, sind extrem schwierig, und Sie haben in den vergangenen Monaten alles gegeben und Ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt.

    Sie benötigen jene Schutzmaßnahmen, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, bespielsweise in der Version vom 10.8.2020, entwickelt wurden (https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/AR-CoV-2/pdf/AR-CoV-2.pdf?__blob=publicationFile&v=4). Es ist ein Skandal, dass diese Präventionsmaßnahmen keine Geltung in Schulen haben.

    Die Gewerkschaften und Lehrer*innenverbände müssen diese aus meiner Sicht notfalls gerichtlich einfordern!

    Bitte zeichnen Sie folgende Petition von bundesweiten Elternverbänden, Verbänden und Privatpersonen mit:
    https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  47. Sollten die Schulen Anfang Januar wieder öffnen, ist mein Verständnis für die Schulpolitik restlos aufgebracht.
    Das wäre bei 30.000 Neuinfizierten nicht nur ein Skandal, das wäre zutiefst menschenverachtend, weil es auch in den Kultusministerien bekannt ist, dass Schüler Infektionen in ihre Familien tragen und Tote die Folge sind. Man muss das so deutlich formulieren, denn es wird in der Parallelwelt Schulpolitik immer noch so getan als wären Virologen, die diese Tatsache (ältere Schüler sind so infektiös wie Erwachsene) benennen, Parawissenschaftler. Diese Wissenschaftsleugnung gerade im Schulbereich ist abschreckend und erinnert an Trump.

  48. So ein Gejammer und Geklage kann ich als Grundschullehrer überhaupt nicht nachvollziehen und vor auch nicht verstehen, es in aller Öffentlichkeit zu tun. Kein Wunder, dass das Image der Lehrer durch solche „Kollegen“ leidet.

    • Wenn Sie die Nennung von Tatsachen als Gejammer bezeichnen, disqualizieren Sie sich als ernstzunehmender Gesprächspartner. Aktuell im Umfeld drei Corona Infizierte (2 davon im KH, ein milder Verlauf) mit Grundschulkindern. Nachtigall, ick hör dir…

  49. @Magister…, danke.

    Wissen Sie, was irgendwie beschämend ist und die Verfasser ihrer eigenen Zeilen sind sich dessen wahrscheinlich gar nicht bewusst: Wer NICHT ständig meckert, nörgelt und jammert, wie schlimm der Lehrerberuf (gegenwärtig, aber eigentlich immer) sei, KANN laut Meinung dieser kein Lehrer sein! Merken die selbst nichts mehr?!

    @ Sarah, ebenfalls danke. Vor allem dass Sie sich nicht rausekeln lassen hier. Man kann wirklich nur staunen, wie sich (angebliche) Lehrer und Erzieher hier hinter der Maske der Anonymität aufführen. Es ist ja einfach nur beschämend, ich meine für sie selbst. Und dieser naive Glaube, dass man damit IRGENDETWAS erreichen würde?!?

    @ Hase, Ela, Ylva, J.K., Robert, danke, so ist es, die jammern auf hohem Niveau. Wie immer.

    Aber ich will uns auch in Schutz nehmen. Die hier versammelten Nörgler, mögen sie Lehrer/Erzieher sein oder nicht, ich weiß es ja nicht, sie bilden garantiert nicht die Mehrheit meiner Kollegen ab. Die Mehrheit macht nämlich ganz unaufgeregt ihren Job, ist vorbereitet, gibt sein Bestes, schätzt und weiß um die eigenen Vorteile gegenüber so vielen Eltern in Existenznöten. Hier schreibt eine laute Minderheit, aber eben doch eine Minderheit.

    „Für Eltern von Schulkindern gilt demnach ein Anspruch auf 67 Prozent des Nettolohns, auch wenn die Präsenzpflicht an Schulen aufgehoben ist. Für Kitas, die nicht amtlich geschlossen sind, gilt das aber nicht.“
    https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/kinder-im-lockdown-kitas-und-eltern-fuehlen-sich-allein-gelassen-li.126526?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR32k-rlPXNuhUvk65_PVPE9S3U2RRXLpph84mc4VPbyKkOe_agdwAin5LM#Echobox=1608225664

    • Sie sind bezaubernd naiv. Leute wie Sie schickt man auch in Firmen gerne vor. Meist um die 30, geübte Arschkriecher, die sich den größten Mist schönreden und vom Chef geliebt werden wollen. Sie sind kein Frontsoldat, sie sind der Fußabtreter. Und weil Sie das ahnen, verfolgen Sie die abgeklärten Kollegen mit ihrem Fifi Gekläff. In einer Firma wären Sie der, über den jeder heimlich lacht.

  50. Arbeite selbst an einer Schule. Seit 11 Jahren habe ich nicht erlebt, dass die Lehkräfte ihre 42 Stunden, die sie bei einer Vollzeitstelle bezahlt bekommen, auch gearbeitet haben. Die wenigsten Lehrkräfte arbeiten in der Woche ca. 15 Vor- und Nachbereitungsstunden. Bei uns ist eine Vollzeitstelle 27 Unterrichtstunden und 15 Vor- und Nachbereitung. Nicht mal die 27 Stunden Präsenz an der Schule werden geleistet. Und ich weiss, das die meisten niemals auf ihre 15 Stunden zu Hause kommen. Also bei einigen Schulformen mag das möglich sein, aber lange nicht bei allen … 7.30 Uhr bis 12 Uhr + 2 x die Woche Konferenz. Nicht mal das schaffen alle. Vor- und Nachbereitung gerne während des Unterrichts. Es ist teilweise unglaublich. Ich habe noch 3 Kinder an unterschiedlichen Schulen. Und es läuft so furchtbar unterschiedlich. 1 Sohn in der 10.- dort hat sich 3 Monate der Mathelehrer gar nicht gemeldet. Kann mir das jemand erklären? Er gehört zwar zur Risikogruppe, aber warum kam da nichts? Es ist nach 8 Monaten immer noch kein einheitliches digitales Lernen möglich, weil jeder Lehrer eine andere Lernplattform benutzt. Ja und es gibt die guten Lehrer …wir haben auch welche, aber was ist mit den vielen anderen ? Es ist wirklich traurig…

    • @Nicole, Sie müssen auch noch neu hier sein. Sie wagen es, Lehrer zu kritisieren? Wie können Sie nur?! Nehmen Sie sich vor dem „Gewitter“ in Acht. Für die meisten hier versammelten Lehrer gilt nicht, was sie hinsichtlich Diskussionkultur vormittags ihren Schülern beibringen (sollen). Ach ja, derzeit haben sie ja keine. 😉

      So ein unerträgliches Gewitter begann ja anscheinend schon, siehe Kommentar von „Unerträglich“. Lassen Sie es an sich abprallen.

    • „Seit 11 Jahren habe ich nicht erlebt, dass die Lehkräfte ihre 42 Stunden, die sie bei einer Vollzeitstelle bezahlt bekommen, auch gearbeitet haben.“

      Ach so. Sie haben eine Studie durchgeführt und bei allen zu Hause mal ein Schuljahr lang die Arbeitszeit gemessen? Interessant. Diese Ergebnisse sollten Sie mal veröffentlichen.

      „Nicht mal die 27 Stunden Präsenz an der Schule werden geleistet.“

      Wie geht das? Da werden die SuS einfach allein in ihrem Klassenzimmer gelassen und der Lehrer bleibt daheim? Ist auch mal ne Maßnahme…

      „Vor- und Nachbereitung gerne während des Unterrichts.“

      Da sitzen Sie auch dabei und beobachten das?

    • @Nicole:

      „ Sohn in der 10.- dort hat sich 3 Monate der Mathelehrer gar nicht gemeldet.“

      Haben Sie mal die Schulleitung kontaktiert und nachgefragt? Falls Sie das gemacht haben, was haben Sie als Antwort erhalten?

      Haben Sie mal den Lehrer kontaktiert? Was hat er dazu gemeint?

      Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich möchte nur die Situation verstehen. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie man sich 3 Monate entziehen kann. Vor allem in einer 10. Klasse ist das sehr schwierig. Die 10. Klassen waren nun wirklich nicht lange im 1. Lockdown. Man vergisst immer die Osterferien, welche dazwischen lagen.

      Auch jetzt: Wir reden hier von max. 3 Tagen Abschaffung der Präsenzpflicht. Die sollte bei einem 10.Klässler gar kein Problem darstellen.

      Es wird immer gesagt bis zum 11. Januar seien die Schulen geschlossen. Sind sie aber nicht. Die Präsenzpflicht wurde vom 16. bis zum 18. Dezember abgeschafft. Jetzt sind Weihnachtsferien (bis 11. Jan.)und die sind allemal wohlverdient!

      Es soll bitte hinterher keiner behaupten die Schulen seien vier Wochen geschlossen gewesen!

    • @ Nicole Bede,
      Quatsch, wer denkt sich diesen Mist nur aus?? Vollkommen unglaubwürdiges Geblubber!
      Keine Ahnung von nix!
      Gruß an den Auftraggeber!

  51. @ Elfe, „Hier war doch immer so’n „trollige“ Warnung- irgendwas mit Nahrungsentzug und so…. Also ich fütter‘ jetzt zum letzten Mal den Troll…“

    Ach, bitte, ja, ersparen Sie uns allen Ihr trolliges Geschwafel.

  52. Sowohl Lehrer, wie auch Eltern sind am Limit. Ich spreche als alleinerziehende, selbständige Mutter, mit einem 8 Stunden Job. Homeschooling ist für uns der Horror. Trotz liebevoll vorbereite Aufgaben im Netz, muss ich parallel zu meiner Tätigkeit mein Kind beibringen, wie es Dateien digital verwaltet und bearbeitet. Alle Verständnisfragen muss ich beantworten, alle Probleme landen bei mir. Für die Motivation und Plannungsunterstützung bin ich alleine verantwortlich. Jetzt habe ich ein 16 Stunden Tag aber nicht 16 Stunden nacheinander, parallel. Ich bekomme hierfür keine Entschädigung. Wie schaffen es Eltern ohne IT Kenntnisse? Wir denken kontinuierlich an die Auswirkung auf Kinder und Lehrer und sind so dankbar für unsere Lehrer. Wer aber denkt an uns, die unentgeltlich und leise im Hintergrund alles zuhause tragen? Wir fühlen uns von Politiker übersehen und ausgebeutet.

    • Liebe Bridget, ich weiß nicht, ob Sie es gesehen haben, aber ich sprach tatsächlich von allen, auf deren Rücken hier agiert wird. Altern, Schülerinnen/Schülern und Kolleg*innen. Übrigens schrieb ich gerade auch als Mutter, die ihre eigenen Kinder im Homeschooling belässt – aus Vernunftgründen. Denn bei uns GEHT es – bei vielen anderen nicht. Da sehe ich mich als Lehrerin, die ihren Job ernst nimmt, natürlich in der Pflicht – diejnigen, die keine Chance haben, BRAUCHEN die Präsenz. Und diejenigen, die die Präsenz NICHT brauchen, brauchen funktionierende digitale Konzepte – um die umzusetzen, müssten die Kultusministerien Eltern und Lehrern vertrauen. Das scheinen sie in beiden Fällen leider eben nicht zu tun. Und genau das macht mich zornig. Weder werden wir als Mütter noch als Lehrerinnen oder Erzieherinnen ernst genommen – wir sollen uns schön hybridisieren… aber bitte immer nur so, dass niemand darunter ledeit. Was geschähe wohl, wenn Erzieherinnen und Lehrerinnen vom Recht Gebrauch machten, die eigenen Kinder nicht in den Präsenzunterricht bei 67% Lohnfortzahlung im häuslichen Betreuungsfall zu schicken?! Und was, wenn Pflegekräfte da tun? Wenn Ärztinnen sich dieses Recht nehmen? Ja,…. dann kollabiert das System, — statt vorher probate Alternativen zu initiieren, lässt man uns alle in diese unsäglichen Zustände steuern….. Eine traurige Katastrophe.

  53. @Bridget schreibt:
    „Ich spreche als alleinerziehende, selbständige Mutter, mit einem 8 Stunden Job. Homeschooling ist für uns der Horror. Trotz liebevoll vorbereite Aufgaben im Netz, muss ich parallel zu meiner Tätigkeit mein Kind beibringen, wie es Dateien digital verwaltet und bearbeitet. Alle Verständnisfragen muss ich beantworten, alle Probleme landen bei mir. Für die Motivation und Plannungsunterstützung bin ich alleine verantwortlich. Jetzt habe ich ein 16 Stunden Tag aber nicht 16 Stunden nacheinander, parallel. Ich bekomme hierfür keine Entschädigung. Wie schaffen es Eltern ohne IT Kenntnisse?“

    NUR DAS INTERESSIERT hier keinen bzw. die Mehrheit, zu der ich nicht gehöre.

  54. An M. „Wir befinden uns hier im Krieg.“

    Schon mal was von sprachlichen Bildern, von Metaphern gehört? Ich stimme Ihnen zu 100 % zu, dass Krieg etwas Furchtbares war und ist, da gibt es von mir keine andere Sicht. Ich gehöre zum.Glück nicht zu der Generation, die das erlebem musste, auch wenn ich „60“ + bin. Mein Mitgefühl, wenn Sie das so erleben mussten.
    Die Schreiberin des Artikels, dem ich nur zustimmen kann, hat aber die Situation an ihrer Schule mithilfe dieses Metaphers wirkungsvoll verdeutlicht..
    Das scheint ihr gelungen zu sein, denn sonst würden Sie so nicht reagieren.
    Tut mir leid, sagen zu müssen, aber wenn man Lehrer und Schüler trotz sreigender Corona-Fallzahlen ohne jegliche Schutzvorkehrung in Zeiten von AHA-Regeln Präsenzunterricht machen lässt, dann werden sie „verheizt“, wieder so eine ,Metapher! Dann ist man schon irgendwie „Kamonenfutter“ für die „Mächtigen“, …Meinen Sie nicht auch?
    Also bitte, auch mal “ hinter den.Zeilen“ lesen…LG

    • Ich denke auch, dass man sich manchmal nur mit überzeichneten Metaphern überhaupt Gehör verschafft. Wie man ja auch an den Reaktionen hier im Forum ablesen kann. Und ja, ich stimme immer noch der Autorin des Artikels vollumfänglich zu.

      • Man kann sich auch immer und immer wieder selbst bemitleiden.
        Schande über all diese Weicheier und Selbstbeweihräucherer hier.
        Ihr tut mir so leid .
        Statt Vorbild zu sein, stellt ihr euch in die Ecke und weint und hofft, Texte lesen zu dürfen, die sich eurer gleich sind. Bitte nichts Negatives, dann ist man Querulant, Troll oder Nichtgebilder.
        Und schei…auf Metapher.
        Ihr seid hier ein Haufen von Möchtegernschlauberger, die in Wirklichkeit Angst vor dem eigenen Ich haben.

      • Liebe Die Elfe,

        genau!

        Der Gebrauch sprachlicher Stilmittel, z.B. die Wortbedeutung im übertragenen, also nicht wortwörtlichen, Sinn zu verwenden, ist nicht jedem aber so geläufig wie den LehrerInnen.
        Metaphorik ist wirksam um etwas hervorzuheben, die Aufmerksamkeit auf
        die Botschaft zu ziehen.
        Das ist der Autorin, Magistra Furiosa, wirklich sehr gut gelungen!

        Im Übrigen meine auch ich, die Botschaft von Magistra Furiosa trifft den Kern unseres Anliegens messerscharf und überaus anschaulich.

  55. Hallo, arbeite in einer Kita in Ostfrisland, ähnlich ist es auch bei uns. Sie sprechen auch uns Erziehern aus dem Herzen. Hoffentlich dringt diese Kritik zu den Kultusministerien durch. LG S.K.

  56. Ich hätte es nicht besser gekonnt! Sie spricht mir von der Seele!
    Ich bin nach 15 Jahren auch an einem Punkt angelangt, meinen Job an den Nagel zu hängen. Und zwar nicht der Jobs wegen sondern weil ich das kranke System nicht mehr ertrage! Ich will nur noch weg. Hat mir jemand eine gute Alternative? Ich mach alles lieber als das, was ich die letzten Monate erleben musste!!

  57. Das System wäre schon längst zusammengebrochen, würden die LehrerInnen nicht so wahnsinnig viel investieren und es damit am „laufen“ halten.

    Manchmal denke ich, das wäre besser.

    PS: Ich bin selbst keine Lehrerin.

  58. Vielleicht sollten alle versuchen Druck aus dem Kessel zu nehmen. Ich schließe mich dabei ein, weil auch ich zunehmend gereizter werde, was den Kontext Schule betrifft. Meine Frau kann es ausblenden. Ich nicht. Es geht schließlich auch um das Leben meiner Frau.
    Am schlimmsten finde ich die Ignoranz und Gleichgültigkeit, sowohl Schülern und Lehrern, als auch Eltern gegenüber. Es gibt nach 9 Monaten immer noch keinen Langfristplan und keine Strategie. Jede Firma mit so einer Führungsebene könnte Konkurs anmelden und es ist engagierten Lehrern und geduldigen Eltern zu verdanken, dass das System noch nicht kollabiert ist. Schüler sind in der größten Zwickmühle, da sie einen Ort aufsuchen müssen, der eine potentielle Gefahr für die eigene Familie darstellen könnte. Ich glaube nicht, dass es für die Psyche eines Heranwachsenden fördernd ist, wenn seinetwegen die Oma erkrankt. Gleichzeitig wollen sie schulisch nicht abgehängt werden.
    Eltern haben schon jetzt vielfach Angst davor, wie sie damit umgehen, wenn ihre Kinder bei Inzidenzen über 200 oder höher wieder in volle Klassenzimmer müssen oder sie müssen Arbeit und Distanzunterricht stemmen.
    Allen wäre mit einem Langfristplan gedient, der den Arbeitsschutz von Lehrern beachtet (damit sind nicht billige Chinamasken gemeint) und Eltern nicht vor ein unlösbares Organisationschaos stellt.
    Bis zur Impfung gilt verpflichtender Distanzunterricht für alle über 12. Darunter Wechselunterricht mit Abstand, Maske und größter Vorsicht.
    Alles andere wäre Harakiri und völlig sinnlos, da die Zeit bis zur vollen Durchführung von Präsenz abzusehen ist.
    Aber man kann darauf vertrauen, dass der schulpolitische Trotz weiter regieren und Präsenz für alle gelten wird.

    • Der Druck wird im Kessel bleiben.
      Corona wirkt auch hier wie ein Brennglas … nach innen … und eine Lupe nach außen:
      Viele schreiben hier, dass sie seit vielen Jahren, gar Jahrzehnten die Missstände in den Schulen und KiTas auffangen, dass sie vorher längst am Limit sind oder darüber waren.
      Die Maßnahmen jetzt kommen noch oben drauf.

      Mahnungen zur Hygiene und Bausubstanz und Digitalisierung, Arbeitszeitstudien, mangelnder Nachwuchs und extremer Lehrkräftemangel … wollte vorher keiner sehen und wird auch hinterher wieder abgestritten, verschleppt, negiert oder versprochen und auf ewig hinausgezögert.
      Da sollte man sich die Forderungen der Hamburger GEW-KollegInnen noch mal genau durchlesen und überlegen, ob sie in möglichst vielen Schulen und KiTa übernommen werden können.
      Dann wird es Dienst nach Vorschrift brauchen, damit diejenigen, die die Spätfolgen auffangen müssen, überhaupt bestehen können.

  59. es ist unglaublich…
    In RLP kam letzte Woche die Anweisung, dass man Homeschooling ab sofort über eine bestimmte Plattform(BBB) halten soll. Als unser Kollegium das am Mittwoch mal ausprobieren wollten, war überraschend die Seite überlastet und es ging gar nichts! Man bedenke, dass bisher die allermeisten Schüler noch gar nicht angemeldet sind und noch gar kein Unterricht über diese Plattform stattfindet.

  60. Vielen Dank. Sie sprechen allen aus der Seele. Ich bin nicht nur ausgebrannt. Mein Körper ist umprogrammiert. In der Woche funktioniert er und am Wochenende ist er krank. Das ist so seit Monaten. 60 Stunden Wochen waren keine Seltenheit. Es gab keine Unterstützung seitens der Landesschulbehörde oder des Schulträgers.

    Heute wundern sich diese beiden Parteien warum ich die Bewerbung auf den Schulleiterposten zurückgegeben habe.

  61. Sie heben den Virenkönig vergessen. Dieser stoppt ja seine Bande vor jeder Schule und sagt hier gelte das Kultusministeriums-Mantra „Schüler*innen sein nicht infektiös. Ausserdem geht unter den Kolleg*innen derzeit das Gerücht um, alle Risikogrupoenmenschen werden nun in den Schulen untergebracht, weil …sie Virenkönig.

  62. … Für sie immer noch hervorragend…

    Absolut hervorragender Artikel, sie sprechen mir dermaßen aus der Seele.
    Arbeite an einer digital sehr gut ausgestatteten Gesamtschule in NRW – mache (leider) den EDV Support (für zwei Ermäßigungsstunden) – habe in dieser Woche an die 20 Überstunden – zu meinem „normalen“ Pensum derzeit – geleistet. Wären heute nicht die Ferien gestartet, hätte ich den EDV Kram hingeworfen.
    Man macht es für die Kinder… Aber wenn man selbst ausgebrannt nicht mehr arbeiten gehen kann, ist denen auch nicht mehr geholfen.

    Erholen Sie sich gut – alles Digitale mal zwei Wochen komplett weglegen – neue Kräfte mit den Menschen um sie herum tanken.

    Ich denke im Januar geht es dann in die nächste „Schlacht“, um bei ihren Metaphern zu bleiben…

  63. Bin von einer GS in Barsinghausen und muss auch sagen, dass ich der Verfasserin dieses Artikels voll und ganz zustimme. Ich wünschte mir , dass WIR endlich mal gehört werden. Und zwar so, wie es wirklich ist.

  64. Es ist wieder der Kampf arm gegen reich! Oder? Ich habe leider keinen Schulabschabschluss.Diese Diskussionen hier?! Habe eine Förderung im Tagespflegehaus gehabt befristet 2 Jahre. Mit Senioren ab ca. 60 – über 90 Jahren! Mit Demenz und anderen krankenhheiten zu tun gehabt? Im Grunde genommen sind wir alle egoistisch.Wir machen viele Dinge falsch die seit Jahrzehnten schon bekannt sind die aber einfach ignoriert werden! Es gibt so viele scheinheilige Menschen leider!In allen Branchen!!!Ich bin mal gespannt wenn nächstes Jahr wieder Wahlen sind!!! Ich gehe davon aus, daß die Menschen die sich hier beschweren wieder CDU, FDP,SPD wählen werden dann haben sie die selben Minister an der Backe!!!

  65. An M., da können Sie mal sehen, wir kommen immer unserem Bildungsauftrag nach.
    Bildung schafft Vorlauf!
    Jetzt wissen Sie, was Metapher sind…
    Im übrigen „Sie“, Höflichkeitsanrede…, nicht
    „Stellt ihr euch…“

  66. Meckern kann jede/r.
    Wo bitte sind die konstruktiven Vorschläge?
    Was ist die Lösung?
    Virologen plädieren für Klassenteilung (möglichst mit dem Freundeskreis) und dann hat die eine Hälfte 2 Wochen Schule, während die anderen 2 Wochen Zuhause sind.

  67. Ich bin Elternteil und ebenso belastet durch Homeschooling. Dass die Schulen bei derart hohen Infektionszahlen offen bleiben finde ich auch nicht ok. Ich stelle mir vor dass die Kinder ab Klasse 4 online nach Stundenplan unterrichtet werden. Das würde bedeuten dass es zu Beginn jeder Stunde eine kurze Videokonferenz gibt und die Kinder dann Aufgaben bekommen. Der Lehrer bleibt im Chat und kann Fragen beantworten. Auch Sport oder Kunst würden so unterrichtet werden. An privaten Schulen und öffentlichen Hochschulen läuft das und es funktioniert. Natürlich gibt es immer Gründe warum das an staatlichen Schulen nicht funktioniert. Mich stört dass es hier nicht mal probiert wird. Und dass es nicht heißt wo ein Wille da auch ein Weg. Ich bin sicher das es auch Eltern und Lehrer gibt, die schwächere Schüler unterstützen würden das ganze zum Laufen zu bringen. Und zu erklären. Denn wenn es läuft ist es für die Eltern im Home Office eine riesige Erleichterung und für die Lehrer auch weil sie sich bei hohen Infektionszahlen nicht vor die Klasse stellen müssen. Was ich vermisse ist eine Diskussions was denn für Eltern und Lehrer die zweitbeste Alternative zu Präsenz ist. So wie es jetzt ist, Zettel verteilen und Eltern erklären lassen und Kinder 1-2 h beschäftigen statt 6 h ist für Eltern und langfristig Kinder nicht tragbar.
    Warum schafft es der Sportverein und die Musikschule Live Video Unterricht zu machen und nicht die Schule!

    • Ich bin nicht so sicher, wie Sie, und denke, Sie gehen von Ihrem Umfeld und Ihren Möglichkeiten aus.

      Wie viele gut situierte Familien wären denn bereit, im Distanzlernen ein weiteres Kind aus einer benachteiligten Familie mit an den Küchentisch zu setzen?
      Warum kann man sich die Betreuung in der Elternschaft nicht aufteilen?

      Auch aus meiner Elternschaft kam genau EINE Frage nach Videounterricht.
      Bei der ersten Schulschließung schafften es gerade 3 Familien, das Lernmanagementsystem zu nutzen oder Aufgaben per Mail zu schicken.
      Wie soll man da eine Klasse in das Videotools bringen, wenn schon das Anmelden im Portal oder das Verschicken einer Mail nicht möglich ist?

      Die meisten Eltern wünschen sich Aufgaben in Papierform, kleine Häppchen.
      Angebote, die im Unterricht immer eine gute Differenzierung bieten, überfordern schnell.

      Zur Verfügung gestellte digitale Angebote wurden kaum genutzt.
      Beratung per Mail oder per Telefon wurde nicht nachgefragt.

      So, wie im Unterricht auch, muss man sehen, dass man allen Schülern gerecht wird, dabei dann aber eben auch die Schülerschaft entsprechend der Voraussetzungen und Möglichkeiten ansprechen.

      Bei der nächsten Schulschließung werde ich sehen, ob es sich auszahlt, mit den SchülerInnen selbst geübt zu haben. Zumindest wissen sie, dass es Hilfen auf vielfältige Weise gibt.
      Nach den Sommerferien habe ich unzählige Male Hilfe beim Einrichten angeboten und auf mögliche Quarantäne verwiesen. Etliche Eltern haben angerufen oder waren da, wenn es Probleme gab. Leider verstehen einige Eltern es nicht und sehen die Notwendigkeit nicht ein, sich vorab kümmern zu müssen.

    • @SANNE
      Sooooo stelle ich mir das im Prinzip auch vor. Der Fernunterricht geht los, erste Stunde Mathe, der ganze Kurs ist da. Wer fehlt, wird bemerkt. Da könnte man die Eltern anrufen, wenn es einer „dieser Kandidaten“ ist. So sind die SuS gleich auch beaufsichtigt und kontrolliert.
      Zweite Stunde Deutsch – ganz nach Plan. Die Eltern wissen, wo ihre Kinder sind und dass sie, nun, immerhin fernbetreut sind.
      Ob das DIE Lösung ist, weiß ich nicht, denn das Netz, egal welches, wird morgens überfrequentiert – aber das ließe sich bestimmt lösen.
      Schlimmer finde ich, dass alle Kids alles auf dem Handy/Tablet/Laptop können – außer Dateien hochladen, 10-Finger-System….. Das ist ein echtes Manko und sollte dringend unterrichtet werden.
      Es kann sich so kein Schüler entziehen, wenn er/sie nach der Pause nicht erscheint – die lässt sich leider nicht beaufsichtigen – wird das immerhin auch bemerkt und evtl. wieder Anruf bei den Eltern (auf Arbeit). Das soll jetzt nicht Big Brother werden, doch vielen geht es schließlich um die Betreuung ihrer Kinder, was schier unmöglich ist. Möglich ist hier nur Anwesenheitskontrolle mit zeitnaher Rückmeldung.

      Es wird generell nicht DEN richtigen Weg geben. Schulen, Länder, Schüler, Ausstattung etc. sind viel zu unterschiedlich. Deswegen finde ich es auch unverständlich, dass das immer wieder von so vielen hier gefordert wird. Etwas nicht bedacht – schwups – ist man doof.

      Nein, hier sind Ideen im Umlauf, die gut sind. Die ins Denken bringen. Hier sollte man sich bedienen können – hej, so mach ich das auch – geht bei uns leider nicht….. und das für sich alleine, denn einen Konsens für alle? Ich bitte euch!

      Wir werden NIE alle erreichen – das klappt im Präsenzunterricht nicht und digital schon gar nicht. Deswegen bin ich auch für ein Aussetzen des Aufsteigens – man darf als Schüler bitte gern ein Jahr wiederholen dürfen.

      Einige SuS trifft es psychisch sehr – Corona. Ob mit oder ohne Maske, Präsenzunterricht oder digital – dieses Damoklessschwert schwebt doch die ganze Zeit (anders als das Virus der KuMis) über allem. Im Unterricht, auf dem Schulhof, auf dem Schulweg, im Schulbus. Auch zu Hause macht sich keiner wirklich los davon.

      Im ersten LD hatten wir Abstände, geteilte Klassen und unterschiedliche Anfangszeiten. Nein, nicht alle haben mehr gelernt, ABER sie waren entspannter, viel entspannter und haben es genossen, in einer Kleingruppe gemeinsam voranzukommen, sie haben die Ruhe genossen. Erstaunlicherweise hatten alle ihr eigenes Arbeitsmaterial dabei. Das war vorher nie der Fall und führte ständig zu Unterrichtsstörungen.

      Schule, so wie sie bereits vor Corona war, ist ein Auslaufmodell, das schon lange Jahre läuft und durch LuL künstlich am Leben gehalten wird.

      Die SuS hauen es uns doch täglich um die Ohren – wie Massentierhaltung, eingefercht in den Fachräumen, die nun mal nicht mitwachsen.

      Was wir brauchen ist längst bekannt – lange schon vor Corona. Und ich wiederhole es: Hätten wir kleine Klassen, hätten wir (vermutlich) Präsenzunterricht.

  68. @Sanne:

    „Warum schafft es der Sportverein und die Musikschule Live Video Unterricht zu machen und nicht die Schule!“

    Wenn Sie sich nur 10 Minuten ernsthaft darüber Gedanken machen würden, wüssten Sie warum das den Schulen nicht gelingt.

    „Auch Sport oder Kunst würden so unterrichtet werden.“

    Was passiert, wenn sich ein Schüler beim Online-Sportunterricht ernsthaft verletzt? Wer trägt die Verantwortung? Ist immer jemand zu Hause, der im Notfall handeln kann?

    Man stellt sich alles so einfach vor, aber so leicht ist es leider nicht.

    By the way: Ich hab direkt am 1. Tag des Lockdowns täglich Videounterricht mit meinen Schülern gemacht. Sie sind auch alle mit Geräten versorgt gewesen und lückenlos in die nächste Jahrgangsstufe gegangen. Bin also kein Gegner von Videounterricht. Aber täglich 6 Stunden(!!)am Stück Videounterricht. Welcher Mensch steht das durch? Weder Schüler noch Lehrer werden das aushalten!

    Ich entwerfe gerade einen Plan für meine Klasse.
    Ich treffe mich morgens mit ihr, strukturiere den Tag, bespreche den Wochenplan, erkläre, was zu erledigen ist.
    Um elf gibt es wieder eine Schalte: Fragen werden geklärt und es wird geschaut, was erledigt wurde und wo es geklemmt hat.

    Um 13 Uhr wird sich eine Kollegin nochmal mit den Kindern verbinden und sie verabschieden.

    Dazwischen gibt es immer wieder Pausen und jeder Kollege in der Klasse hat offene Sprechzeiten in der Woche, an denen sich die Kinder einzeln zur Videokonferenz anmelden können. Es ist ein erster Entwurf. 3 Schalten am Tag. Mehr schaffen meine Kleinen nicht.

  69. Zuerst einmal möchte ich den Lehrern danken, die sich mit viel Herzblut daran versuchen unseren Kindern den Schulstoff zu vermitteln. Besonders im Präsenzunterricht.
    Selbstverständlich sehe ich das Risiko der Ansteckung!
    Jetzt aber mal ehrlich: ich schaffe in der Wirtschaft, habe kein Homeoffice und hatte auch keine Corona-Pause, auch nicht im ersten ShutDown. Ich habe brav über Monate gearbeitet und meine Steuern gezahlt, so dass alle Beamten mit sicheren Jobs jeden Monat ihr ungekürztes Gehalt bekommen. Bei Problemen mit der Kinderbetreuung? Kein Problem, ich darf gern Urlaub aus dem nächsten Jahr vorziehen oder unbezahlten Urlaub nehmen. Danke dafür!
    Und neben einer 40h Woche plus Fahrzeit zum Arbeitsplatz suche ich dann Bespaßungsspiele für mein Kindergartenkind aus dem Internet und zwar solche, die mein Großer beaufsichtigen kann, während er versucht seine Aufgaben im Homeschooling zu erledigen. Ist Gott sei Dank machbar, da es ja kein Lehrer sieht. Dank Datenschutz ist das Thema Fernunterricht ja schier nicht umsetzbar, lediglich Aufgaben werden verteilt und sollen in 2- 3 Wochen per Mail zum Lehrer zurück geschickt werden. Zeiteinteilung also dem Kind überlassen. Klasse! Das steigert die Motivation eines Elfjährigen ins Unermessliche und er wird sich umgehend allen Aufgaben vollumfänglich widmen. NEIN, tut er nicht! Also gut, nach 8 Stunden Steuergelder verdienen und Internetbefragung zur Kleinkindbespaßung in Obhut eines Elfjährigen schau ich dann also über die mehr oder weniger erledigten Aufgaben. Korrigiere, versuche zu erklären, zu motivieren, zu zwingen die Aufgaben vernünftig zu erledigen – Erfolg hält sich in Grenzen. Was funktioniert ist, dass mit Sicherheit Tränen fließen. Das jüngste Kind fühlt sich allein gelassen, dass große gestresst vom Schulstoff, den Mama einfach scheiße erklärt. Nachdem alle getröstet sind, wird der Lernzeitplan für den nächsten Tag erstellt, YouTube-Erklärungsvideos gegoogelt in der Hoffnung das hochmotivierte Kind erledigt einen Teil davon. Schnell noch Essen für den nächsten Tag vorbereiten, die Kinder können ja schlecht hungern. Dann kurz versuchen die Augen zu zu machen, im 7 Uhr heißt es mit Präsenz in der Firma stehen und versuchen 8h durchzuhalten und nicht jede Pause zu nutzen daheim anzurufen und zu erklären, dass die Lieben daheim die Wohnung möglichst nicht in ein Schlachtfeld verwandeln.
    Ja liebe Lehrer, ihr tut mir echt leid, dass ihr bald nicht mehr könnt. Ihr steht ja so allein da… Allen anderen geht es viel besser…
    Ich wünsche euch allen von Herzen, dass die absolut entspannte Bevölkerung noch recht lange brav arbeiten geht um die Steuern zu verdienen, die eure Gehälter sichern und nicht auch schon mal vorbeugend mit BurnOut drohen.

    • @Biene:

      Es tut mir leid, dass Sie private Betreuungsprobleme haben. Vielleicht hätten Sie den Vater der Kinder mal einbeziehen können. Mir stellt sich die Frage, warum sie ihre Kinder nicht einfach in die Schule geschickt haben? Es gab ja auch Notbetreuung für die letzten Tage vor den Ferien?! Oder sprechen sie von den 3 wöchigen Schulschließungen im März/April? Da gab es sogar eine Ferienbetreuung.

      Ich habe gerade eben von einem Kollegen gelesen (ohne Vorerkrankungen), der sich offensichtlich in der Schule infizierte, der nun leider verstorben ist.
      Wenn sich ihren Post in der aktuellen Entwicklung der Pandemie lese, macht mich das sehr traurig. Weil es immer noch Menschen gibt, die mit ihren kostbaren Steuergeldern argumentieren, um mich daran zu erinnern, dass ich genauso abhängig von ihnen bin. Dem ist aber leider nicht so!

      Ausnahmesituationen verlangen Ausnahmeregelungen! Wir leben in einer weltweiten, individuell lebensbedrohlichen Pandemie (für alle, die es noch nicht mitbekommen haben).

      Lernen findet vor allem sozial statt, das ist klar. Aber Pandemie und voll besetzte Klassen schließen sich nun mal aus. Ist es nicht egoistisch von Eltern, die meinen, wenn das eigene Kind in der Schule infiziert wird sei es nicht so schlimm, da Kinder kaum Symptome entwickeln und ein schwerer Verlauf der Erkrankung so gut wie ausgeschlossen werden kann?

      Was ist mit den Lehrern, Sozialpädagogen, älteren Schülern, Studenten, Hausmeistern, Küchenpersonal…
      Sind deren Gesundheit völlig egal?

      In dieser Diskussion geht es doch vorwiegend um die Belange der Eltern, die offensichtlich nicht damit klarkommen ihre Kinder pandemiebedingt vorübergehend selbst erziehen und beaufsichtigen zu müssen.
      Lehrer sollen, wie immer alles kompensieren, was Eltern zu Hause nicht hinbekommen. (Biene als perfektes Beispiel)
      Das Recht der Kinder auf Bildung und Schule wird hier nur vorgeschoben.
      Bildung kann durchaus digital stattfinden und soziale Kontakte können die Kinder gerne in ihrer Freizeit haben.
      Ich möchte mal die Mutter sehen, die in ihrem Wohnzimmer 30 Kinder einlädt, nur damit das Kind die sozialen Kontakte pflegen kann! Tut ja schließlich der Psyche gut.
      Bitte auch die Kinder trotz Husten und Schnupfen zu Besuch kommen lassen und bitte auch ohne Maske.

      Die Situation ist so verzwickt. Ich erkenne bei den meisten Menschen auch die Notlage nicht wirklich (die Kleinen ausgenommen). Ab der fünften Klasse, spätestens ab der 6. Klasse können Kinder doch zu Hause bleiben.
      Ich war selbst ab der dritten Klasse „Schlüsselkind“. Schule ging damals bis 12, max. 13 Uhr! Es war überhaupt kein Problem. Stellt euch mal vor: Damals gab es nicht mal Handys, dass meine Mutter sich hätte erkundigen können. Ich hab sogar die Wohnung aufgeräumt, damit ich meine Mutter glücklich machen kann, wenn sie von der Arbeit kommt.
      Und jetzt haltet Euch fest: Ich hab sogar noch 2 weitere Geschwister. Eine davon mit körperlicher Behinderung. Wir sind alle vernünftige Menschen geworden.
      Meine Eltern hatten keine Babysitter und bestimmt keine Nachmittagsbetreuung à la Ganztag!
      Vielleicht braucht es einfach nur mehr solcher Menschen in diesen Zeiten!
      Eine Elternsprecherin schreit bei uns so laut, völlig grundlos, obwohl sie nicht arbeiten geht. Sie hätte überhaupt keine Probleme ihre Kinder zu Hause zu lassen. Nur damit ihr ja kein Millimeter Nachtteil entsteht. Ihre Kinder haben ja ein Recht auf Bildung.

      Furchtbar. Ich bin in den letzten Monaten über diese Gesellschaft einfach nur noch schockiert.

      Bienes Nachricht in kurz, liest sich für mich jedenfalls so: Also die Lehrerinnen und Lehrer, zumindest die den Präsenzunterricht befürworten, sind ja sehr nett. Alle anderen sind faul und werden von meinem Steuergeld bezahlt. Das hätte ich aber viel mehr verdient, weil ich musste ja auch in den letzten Monaten meine Kinder mitbetreuen.

      Diesen Beitrag unter Magistras so schön ausgearbeiteten Beitrag zu schreiben, zeigt mir, dass sie diese tolle Ausarbeitung einfach nicht gelesen hat und nur hier postet, um den faulen Lehrern hier mal das passende zu sagen. Schade eigentlich!

  70. Sehr treffend formuliert von Biene.

    Es ist doch hinlänglich bekannt, dass in keinem anderen Berufsstand so derartig viel und häufig gejammert wird, als bei Lehrern.
    Dazu gibt es sogar inzwischen wissenschaftliche Studien.

    Und das war übrigens schon weit vor Corona so.

    Natürlich liegt in der Bildungslandschaft hier manches im Argen. Und: Gottseidank gibt es immer noch wirklich engagierte und leistungsfähige Lehrerinnen und Lehrer. Sonst könnten wir unser Bildungssystem wirklich in die Tonne treten.

    Der sich beklagende Rest sollte lieber überlegen, ob diese ständige Jammerei auf höchstem Niveau eines gut bezahlten Berufstandes mit allen Beamtenprivilegien und 13 Wochen Jahresurlaub nun wirklich auf Verständnis beim Steuerzahler treffen, oder eher Kopfschütteln hervorrufen.

    • Lehrerbashing in einem Lehrerforum. Ganz groß.
      Macht doch ne Gruppe bei Telegram auf. Da könnt ihr euch dann gegenseitig vollkotzen mit Eurem unerträglichen Schwachsinn.
      Und lasst uns hier in Ruhe.

    • Sie übersehen, dass Lehrkräfte gar keine 13 Wochen Urlaub haben. Vielleicht kann dickebank seine Erläuterung noch einmal aufzählen.
      Lehrkräfte können auch keinen Urlaub nehmen, werde den von diesem, noch den vom letzten Jahr. Nicht einmal Überstunden werden erfasst, sodass man diese nutzen könnte.
      Die meisten Lehrkräfte wären für eine Erfassung der Arbeitszeit, die nicht allein aus Unterricht besteht und nicht nur im Schulhaus absolviert wird.

      Das Schulsystem hat Bestand, weil sehr viel Lehrkräfte weit über das übliche Maß hinaus über Jahrzehnte für die Schule und die SchülerInnen arbeiten.
      Dies wird ersichtlich darin, dass Menschen Die st nach Vorschrift als Drohung empfinden, weil sie wissen, dass 40 Woche Stunden und 30 Tage Urlaub alles zum Einsturz bringen würden.

      Diejenigen, die das kritisieren, sollten sich selbst befragen, wie viele ihrer Wochenenden sie geben würden, wie viele Überstunden sie unentgeltlich über Jahre ihrem Arbeitgeber schenken möchten, wie viel Urlaub sie bereit sind, auszulassen um stattdessen unentgeltlich arbeiten zu gehen.
      Auf Arbeitsschutz, Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten sie sicher auch liebend gern für leuchtende Kunden- und Arbeitgeberaugen.
      Das machen sie doch sicher gerne und stillschweigend, nicht dass es als Jammerei ausgelegt werden könnte.

  71. Wir jammern nicht, wir weisen auf den unzureichenden Arbeitsschutz hin!

    Wer hier jammert wird in den letzten beiden Elternbeiträgen sehr deutlich.

    Schade, dass Sie Magistras Beitrag nicht gelesen haben, sondern uns von ihren kostbaren Steuergeldern erzählen. Sie zahlen übrigens auch die Unterkunft von Massenmördern in Gefängnissen oder deren Mahlzeit, Sie Held!

  72. Andreköln: wie hier schon öfter gesagt: Augen auf bei der Berufswahl!
    Ein Schlaumeier wie Sie hatte sich doch die Chance auf diesen gut bezahlten Job mit übermäßig viel Urlaub nicht entgehen lassen sollen?!
    Warum nicht einfach selbst machen, wenn’s so verlockend ist!?
    Alle Neider, die hier immer wieder ihren Senf dazu geben, wissen einfach nicht wovon sie reden.

    Biene hat leider den Unterschied zwischen Schule und Betreuungseinrichtung nicht verstanden. Schade!
    Warum projizieren manche Eltern die Probleme, die sich aus ihrer eigenen Lebenskonstellation ergeben, auf die Lehrer und ihre Aufgaben???

    • @mimi:

      Noch viel mehr. Die eigenen Aufgaben werden auf die gesamte Gesellschaft projiziert. Und das in einer absoluten Ausnahmesituation, in einer Zeit der Pandemie, die für jeden lebensbedrohlich verlaufen kann.
      Völlig kompromisslos wird hier gefordert und geschrien, damit einem ja kein Nachteil entsteht.
      Welche Gedanken die armen Kinder dieser Eltern haben müssen? Entweder fühlen sie sich von ihren Eltern abgeschoben oder hassen ab sofort ihre Lehrer. Beide Varianten schlecht!

      PS: Eltern erfolgreicher Kinder haben übrigens auch vor der Pandemie ihre Kinder beim Lernen unterstützt. Ich hatte das nie anders erlebt.

      • @Defence:
        Genau diesen Gedanken hatte ich auch: Wie würde ich mich als Kind solcher Eltern fühlen?

        Eltern, die es nicht primär als ihr Ziel ansehen, gemeinsam mit Lehrern bestmöglich und der Situation entsprechend ihre Kinder zu fördern.

        Eltern, die gerne Verantwortung abschieben und immer einen Schuldigen für ihre eigene Misere finden.

        Eltern, denen die Gesundheit ihrer Lieben und auch die aller anderen Menschen nicht das Wichtigste ist?

        Ich wünsche allen Schülern Eltern, die sich wirklich um die wichtigsten Dinge im Leben kümmern und dafür einsetzen.

        Eltern, die nicht nur die Devise ICH ZUERST kennen, sondern sich auch in die Lage anderer versetzen können und ihren Kindern das vermitteln.

        Privat und im Berufsleben habe ich festgestellt: Beide Kategorien von Eltern haben entsprechende Kinder.

        Diese Einsicht ist sicher nicht neu, aber wahr und bestätigt sich leider immer wieder.

  73. JEDE(R) kann quer einstigen. Geht! Tut es! Wir brauchen euch! Sicherere Arbeitsplätze sind nirgends zu finden – es sei denn, man geht in die Politik und wird KuMi oder …

    Ich weiß leider nicht wo, aber die Bewerbungsunterlagen lassen sich sicher im Netz finden, runterladen, ausfüllen und los geht`s.

    Bitte schön! Tut es. Prüft, ob wir nur jammern oder ob da vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit dran ist – oder gar mehrere Tonnen Körner.

  74. Ich kann jedes Wort unterschreiben! Bitte an die Verfasserin diesen Brief an eine breitere Öffentlichkeit zu bringen, alle relevanten Tageszeitungen, einige Talksendungen, die Bundesregierung- und die unsägliche KMK. Warum nicht mit einer großen Unterschriftenaktion.

    • Liebe Pauline,
      eigentlich hatte ich den Text für mich als Reaktion auf den Post zu Frau Eisenmann geschrieben. Naja, nciht nur für mich, auch für viele Kolleginnen, von denen ich mit bekomme, dass es ihnen sehr ähnlich geht. Aber eher für Freudinnen und Freunde. Auf meinem ganz privaten kleinen Blog, ausgelöst durch den Vorgängerartikel von News4Teachers. Der Kommentar löste wohl INteresse aus – und die Redaktion entschied, den Text als Vollbeitrag zu nutzen. Das war schon sehr interessant, zu beobacten, wie sich hier POsitionen kristallisieren, Unterstellungen aufgebaut werden aufgrund einer persönlichen Stellungnahme. Bei Facebook auch unter der Gürtellinie (hier geht es ja noch). Langer Rede kurzer Sinn: nimmt man alle Reaktionen zusammen, ergibt sich doch das deutliche Bild, dass ich die Gefühlslage vieler (und nicht, wie oben dargestellt „einiger“) getroffen habe. Es nützt nun nichts, MEINEN Text zu duplizieren. Es müsste ein jeder und eine jede, die ähnlich fühlen, selbst schreiben. Nur so würden wir leider gehört.
      Fangen Sie an, es ist gar nicht schwer. Nur: ich selbst will den Text nicht aktiv noch weiter verbreiten. Vielleicht findet ja jemand ihn nochmal und weiß ihn zu nutzen.

      @all Metaphernkritiker: ja, ich weiß, dass ich mit den verwendeten Bildern harte Geschütze auffahre. Mhm… genau – Sie sehen es: ich fühle mich nach den heutigen Pressemeldungen von Frau Eisenmann leider einmal mehr wie Kanonenfutter 😉 Schön, dass es Ihnen anders geht und schön auch, dass @Magister Felix sich gut bezahlt in schlechten Zeiten fühlt. Man kann den Kommentaren entnehmen, dass sie da zwar nicht alleine, ganz sicher aber auch nicht in der Mehrheit sind. Klingt also ein bißchen so als dürften Sie etwas mehr und qualitativ hochwertiges Feedback an die SuS geben – dann wird das schon noch mit der Abeitszeitbelastung :-*
      In diesem Sinne:
      Guten Rutsch allen Besserwissern – ich freue mich für Sie und mich, Sie nicht in meinem Kollegium zu sehen.

  75. Ich verstehe die Lehrer/Lehrerinnen nicht. Warum werdet ihr nicht krank? Genau wie beim Pflegepersonal lässt die Politik alle im Stich. Wer überbelastet ist, der soll sich krank melden. Vor allem auch deshalb, weil gerade Kinder und Jugendliche so gut wie nicht gefährdet oder gefährdent sind!

  76. Stimme voll zu!! Wie sich diese berechtigte Wut über die Haltung der Landesregierungen – nicht nur in BW – den Lehrerinnen und Lehrern gegenüber langfristig auf unsere Motiviation im Beruf auswirken wird, ist auch noch eine Frage. Kann man allerdings auch jetzt schon beantworten…
    Und auf die Masken warten wir immer noch in Nds.!!
    Wenn ich dem Land Gesundheit und und Leben zur Verfügung hätte stellen wollen, wäre ich zur Bundeswehr gegangen!

  77. „Mein“ Bundestagsabgeordneter spricht seit Mai nicht mehr mit mir, weil ich all die Punkte, die hier angesprochen wurden, damals schon angesprochen hatte – als Berufsschullehrerin! Da hieß es: Lehrer klagen auf hohem Niveau…
    „Mein“ Landtagsabgeordneter glaubt an den Fraktionszwang und traut sich nicht, den Kultusminister zu kritisieren, der wiederum sein Ministerium nicht beschäftigen mag, weil er an die Weisheit des Ministerpräsidenten glaubt. So sieht’s aus in Niedersachsen.

  78. Richtig. Rücktritt der gesamten Bundes- und Landesregierungen mit allen Ministern die bei dem Massnahmenirrsinn mitmachen sei es wegen Einschüchterung, Bedrohung oder Bestechung!!!! Rücktritt dieser unsäglichen Ministerin! Wir müssen sofort wieder in den Zustand von vor der Pandemie zurückkehren und das Land wieder öffnen. Die Grenzen für EU Bürger öffnen, für Flüchtlinge schliessen. Läden, Schulen, Kitas, Krippen, Firmen wieder öffnen, Maskenpflicht abschaffen.
    Die vulnerablen Gruppen schützen und den Rest ganz normal leben lassen bzw. mit gesunder Ernährung, Sport im Freien ohne Maske auf diese Grippenerkrankung vorbereiten.
    Aber dafür ist die Bevölkerung leider viel zu sehr mit Propaganda und Fake News beschallt worden…….
    Die „Impfung“ (= experimentelle Gentherapie ohne Tierstudienergebnisse, Informed Consent und Langzeitnebenwirkungsbeobachtung) soll es richten??! Kann ich nur noch trocken lachen….
    Deutschland = eine Irrenanstalt….

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