Lauterbach: Schulen vier Wochen in die Weihnachtsferien schicken

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BERLIN. Mit Blick auf die anhaltend hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen hat der SPD-Gesundheitspolitiker Prof. Karl Lauterbach seine Forderung nach vier Wochen Weihnachtsferien erneuert. «Wir müssen rasch handeln, die Lage ist ernst», sagte Lauterbach der «Rheinischen Post».

Ist selbst ein studierter Mediziner und Epidemiologe, der in Harvard promoviert hat: Karl Lauterbach. Foto: Von Martin Kraft, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

«Wir sollten die Schulen vier Wochen in die Weihnachtsferien schicken, das heißt idealerweise schon innerhalb der nächsten Woche und dann bis einschließlich der ersten Januarwoche», sagte der Gesundheitsexperte Lauterbach, selbst Epidemiologe von Beruf.

Heute erschien eine Stellungnahme der Nationalakademie Leopoldina, in der bis mindestens 10. Januar verlängerte Weihnachtsferien vorgeschlagen werden. Das öffentliche Leben soll dem Papier zufolge bis dahin heruntergefahren werden, die Schulpflicht ausgesetzt (News4teachers berichtet ausführlich über die Stellungnahme der Leopoldina). News4teachers / mit Material der dpa

Kekulé: An weiterführenden Schulen gibt es schwerste Ausbrüche – „Jugendliche Schüler sind ganz starke Treiber der Pandemie“

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52 KOMMENTARE

  1. Wo liegt denn auch das Problem?
    Es muss nur schnell gehen! Die verlorene Arbeitszeit kann ja zu Ostern und Karneval nachgeholt werden. Bis nach Ostern sind grössere Urlaubsreisen eh nur Wunschdenken. Die 4 Wochen über Weihnachten, müssten zumeist problemlos machbar sein. Die Betreuung dürfte auch einfacher machbar sein, denn viele Eltern haben in dieser Zeit zumindest zum Teil Urlaub. Für die Lehrer ändert sich nichts, denn sie arbeiten in den Ferien ja sowieso. Aber ich denke, der grösste Gegenwind wird von den Lehrern kommen.

  2. Gebe ich Ihnen Recht, jetzt 4 Wochen, kein Fasching, eine Woche Ostern…..das Thema gab es schon im Sommer, leider kamen da alle Verbände und haben nach Erholung für die Lehrer gelechzt. Also wenn alle an den Tisch sitzen und diese Regelung unterschreiben gerne. Ansonsten, nein.

  3. Ich sehe keinen Grund, warum die Weihnachtsferien verlängert werden sollten. Den gleichen Effekt hätte es, die Schulen nach Weihnachten komplett in den Distanzunterricht zu schicken. Da sind sie dann auch zuhause und haben aber Aufgaben zu erledigen oder sogar Video-Live-Unterricht nach Stundenplan (so der Datenschutz dies zulässt). Mittlerweile sollten alle Schulen so viel von den digitalen Fortbildungsmaßnahmen provitiert haben, dass das immer noch besser ist, als die Weihnachtsferien, in denen man in diesem Jahr eh kaum etwas machen kann, endlos auszudehnen. Schüler brauchen Struktur und Regelmäßigkeit. Wenn sie sich jetzt wieder ans Gammeln gewöhnen, ist die Umstellung auf Schulbetrieb, Lernen, Arbeiten wieder genauso schwer, wie nach den großen Sommerferien.

    • Da muss ich Ihnen auch gerne recht geben. Nur wird diese bei den Lehrern wie schon im Frühjahr nicht auf Gegenliebe stossen. Da ist die Devise „lieber Ferien als Distanzunterricht“, da ist Gegenwind vorprogrammiert. Das Thema Datenschutz ist nur vorgeschoben, Lehrer halten sich da gar nicht dran, ausser es betrifft sie selbst. Als Beispiel: Meine Tochter kam übers Wochende mit Blinddarm ins Krankenhaus, ich informierte die Klassenlehrerin darüber, die posaunte das in der Klasse rum und schwupps wusste es der ganze Ort. Ist ja nichts schlimmes, aber in Zukunft sollte sich diese Person auch bei den Eltern abmelden wenn sie krank ist und zwar MIT der Diagnose.
      Eine andere Lehrerin führte eigenmächtig Formulare ein auf denen im Krankheitsfall die Fehlzeiten UND die Krankheit vermerkt werden MUSSTEN. Darüberhinaus hortete sie diese Zettel über Jahre. Konsequenzen für sie nach Beschwerden: KEINE!

      • Toll hier von Einzelfällen auf alle Lehrer zu schließen.
        Einfach nur peinlich Dieter. Gibts nicht irgendwo ein Lehrer Bashing Forum? Einfach mal googeln.

        • Meine Erfahrungen sind auch nur Einzelfälle, habe ich was anderes behauptet? Nur, dass der Datenschutz von Lehrern mit Füssen getreten wird und zum Teil wissentlich ignoriert wird, das sind keine Einzelfälle. Sicher ist es nicht Standard, dass Lehrer schwarze Krankenakten über ihre Schülern führen, das ist an sich selbst schon krank.
          Zum Thema Einzelfälle:
          Im Frühjahr stand Frau Eisenmann noch voll hinter ihren Lehrern (Es gibt keine Lehrer die sich abseilen!). Später war dann von Einzelfällen zu hören. Mittlerweile gibt es ein Problemklientel, das aufgearbeitet werden muss.
          Merken Sie was? Wie war die Sache mit den Rechtsradikalismus bei der Polizei in NRW? Ziemlich Deckungsgleich…

        • @Unerträglich, so ein Unsinn. Hier betreibt niemand Lehrerbashing, hier berichten Leute von ihren Erfahrungen. Dürfen sie nicht? Sollen sie besser schweigen?

      • Schön, wenn mal wieder von Einzelfällen auf alle Lehrer/-innen geschlossen wird… auch wenn’s niemand hören will, die Ferien (außer Sommer) sind sowieso für uns (Korrekturlehrer) Arbeitszeit. Verkürzt halt die Osterferien, mir egal, aber dann gibts die Klausuren halt frühestens nach 6 Wochen zurück, so einfach ist das. Diese Ferien sind die einzige Chance diesen Arbeitsberg überhaupt zu bewältigen.

        Ach und was arbeiten Sie eigentlich? In dem Bereich gibts bestimmt auch Erfahrungen mit Inkompetenz oder Faulheit. Diese würde ich auch gerne als für alle geltend an den Pranger stellen.

        • Habe ich etwas anderes geschrieben? Bei Lehrern machen die 4 Wochen Ferien nichts aus, denn die arbeiten ja so oder so.

          Zu meiner Arbeit: Ich bin freiberuflich tätig im Bereich Beratung, Projektierung und Ausführung von IT-Technik an Schulen. Ich muss sagen, dass ich sehr wohl genug zu tun habe und an 6 Wochen Urlaub im Jahr gar nicht denken kann. Weil ich berufsbedingt viel an Schulen unterwegs bin, habe ich sehr viel Erfahrungen mit Inkompetenz und Faulheit. Dazu kommt noch nicht zu selten Ignoranz und schlicht und ergreifend Bosheit dazu.

          • @Dieter Molitor

            „Weil ich berufsbedingt viel an Schulen unterwegs bin, habe ich sehr viel Erfahrungen mit Inkompetenz und Faulheit.“

            Lieber Dieter, alter Kumpel,
            die Wahrheit kommt doch immer raus!
            Und die größten (Wort-)Akrobaten bringen sich selbst zu Fall: “ … habe ich sehr viel Erfahrungen mit Inkompetenz und Faulheit.“

            Endlich ist das mit der
            – Erfahrung
            – Erfahrung von wem
            – Erfahrung womit
            – Faulheit
            abschließend geklärt.

            Danke dafür.
            (Aber ich bin schon ein bisschen in Sorge, wenn das der Andreas liest, ist der sicher doll enttäuscht.)

            You made my day. 🙂

        • @T.Schultz, mich interessieren die Erfahrungen und Meinungen anderer, z.B. die von Dieter Molitor! Lesen Sie sie doch nicht, wenn Sie nicht wollen.

          • @megalodon

            Jetzt hat unser Dieter endlich das erste Mitglied für seinen Fanclub.
            Vielleicht gibt es auch ein Autogrammkärtchen, dann wird es dieses Jahr doch kein so trauriges Weihnachtsfest.

      • Es gibt immer Ausfälle, nicht nur in der Lehrerschaft. Aber Sie irren sich mit Ihrer Meinung über die Lehrerschaft. Anders als Sie glauben, haben Lehrer diesen Beruf nicht gewählt, weil man da nichts zu tun braucht… es geht den Kollegen um die Schüler und Schülerinnen. Ich bin mittlerweile bald 30 Jahre im Beruf und meine Erfahrung ist eine ganz andere. Vieles von dem, was wir an Arbeit leisten, ist nicht sichtbar und oft auch nicht sofort messbar. Was wissen Sie schon von den internen Problemen des Schulalltags, mit denen wir uns tagtäglich konfrontiert sehen? Wie kalt glauben Sie, lässt es einen Pädagogen, der sieht, wie Kinder einem dumpfen Elternhaus ausgeliefert sind, der sieht, wie Kinder sich bemühen, den übersteigerten Erwartungen der Familie gerecht zu werden oder, oder, oder… dem die Hände gebunden sind in einem immer detailfixierteren und klageverliebten Kontext?
        Lehrer werden immer mehr mit Problemen konfrontiert, für die sie nicht ausgebildet wurden. Immer mehr Kinder brauchen sozialpädagogische Unterstützung. Warum ist das wohl so? Wohl kaum, weil die Lehrer ihren Job nicht machen!

      • Sehr geehrter Herr Molitor,

        ihren Satz: „Das Thema Datenschutz ist nur vorgeschoben, Lehrer halten sich da gar nicht dran, ausser es betrifft sie selbst.“ insb. der „Lehrer halten sich da gar nicht dran“ mag man als universalquantifizierte Aussage verstehen, weswegen man Ihnen dann einen induktiven Fehlschluss vorwirft.

        Ich gestehe zu, dass man das natürlich auch Existenzquantifiziert verstehen kann, mMn würde man das aber üblicherweise als generelle Aussage verstehen.
        Ich hoffe Sie mit dieser Erklärung am schnellsten auf das mögliche Missverständnis aufmerksam machen zu können.

        LG

      • An Edith Scharm
        Hier geht es um die Gesundheit von uns allen. Schüler, Eltern und Lehrer. Das hat nichts mit Schülern zu tun die rumgammeln. Habe lieber ein Kind zu Hause das „rumgammelt“ als eine schwer erkrankte Familie

        • Da bin ich ganz bei Ihnen. Nur ist zwischen verlängerten Ferien und Distanzunterricht ein himmelweiter Unterschied. Darauf kommt es mir an.

    • @Edith Scharm, da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Statt einfach nur Ferien, also „verlorene Unterrichtszeit“, sollte auf Distanzunterricht bei den Großen bzw. Halbklassenunterricht bei den Kleinen gesetzt werden.

    • Struktur und Regelmäßigkeit. Das bekommen Eltern schon von den Erzieherinnen (dieses Wort ist mir schon ein Kraus, denn die Erziehung soll im Elternhaus stattfinden) im Kiga erzählt. Da diese es leider auch so geschult bekommen. Wieviele europäische Länder gibt es, in denen es nicht Gang und Gäbe ist, die Kinder in den Kindergarten zu schicken. Und unter diesen Menschen gibt es sehr viele schlaue. Ich kenne Einige.

      Ich finde es traurig, wie viele Eltern am verzweifeln sind, wenn ihre Kinder zu Hause sind. Verständnis habe ich für Familien, die aus beruflichen Gründen, Probleme haben, wenn die Kinder am Vormittag zu Hause sind. Deutschland ist ein tolles Land, aber Eltern vertrauen vermehrt nicht mehr auf ihre Ur-Instinkte, sondern nur auf vermeintliche Fach-Spezialisten. Ein Kind kann soviel von zu Hause aus lernen, und für ein paar Wochen keinen Kontakt zu Gleichaltrigen schadet den Kids doch nicht. Aus der Langeweile kann Kreativität entstehen.

      Vielleicht sollten manche Eltern mehr Vertrauen in ihre Kinder stecken, und damit auch mehr Ruhe ausstrahlen, und nicht in Panik verfallen, dass das Kind keine sozialen Kontakte, etc. hat., oder gar einen Bildungsverlust erleiden. Familie ist auch sozialer Kontakt. Kinder sind so toll und auch wissbegierig. Vielleicht brauchen aber einige auch mal Pause von unserem Schulsystem, und lernen deswegen nicht zu Hause. Aber nach einer gewissen Zeit, fängt auch der faulste Schüler an Interessen zu haben und sich zu bilden. Und fragt Euch mal warum manche Kids lieber rumgammeln. Interessen und Talente werden doch gar nicht gefördert. Ich würde mich freuen, die Freiheit zu haben, mein Kind für diese Zeit zu Hause zu lassen. Schrecklich wie wenig man Kindern zutraut. Ein Jahr kein Unterricht, und schon bricht Panik aus, dass aus den Kindern nichts wird.

      • … kann ich Ihnen beipflichten.

        Kinder sind von ihren Anlagen her ‚wissbegierig‘, nur leider wird dies in der heutigen Zeit in den wenigsten Fällen von Erwachsenen unterstützt – Eltern, KiGa, etc. pp. -.
        Aus eigener Erfahrung im Zusammenhang mit kindgerechten Experimentierstunden im KiGa kann ich mein Erstaunen darüber ausdrücken, dass Kindern heutzutage z.B. ‚Tanzende Wassertropfen auf der Herdplatte‘ vollkommen fremde Phänomene sind.
        Wenn Schüler aus Nachmittags-AGs ‚Naturwissenschaften‘ wieder abgemeldet werden wollen, weil alle 2 Wochen lediglich ein neuer Bausatz von den Schülern gekauft und zusammengesetzt werden soll – bei strikter Jahrgangs-Trennung der Bestellseiten im Katalog -, dann ist das traurig.
        Fand bei unserem wenig Gegenliebe, da er sich lediglich für einen Bausatz für höhere Jahrgänge hätte erwärmen können, aber nicht durfte. Er hätte sich damals mehr Raum für Kreativität und Weiterentwicklung eigener Ideen gewünscht!

      • „Eine Mutter“…Vielen Dank für diesen ehrlichen und auf den Punkt gebrachten Kommentar!!! Ich sehe dies ganz genauso und bin erschüttert, wie es nur wenige Wochen nach den Schulschließungen im März dieses Jahres von angeblichen Experten Aussagen gab, dass durch die Schließung der Schulen zum Einen die Kinder eher sterben, weniger Geld verdienen werden und verdummen und zum Anderen das ganze Leben von der Öffnung der Schulen abhänge.
        Da kann man erkennen, wie weit die Verdummung und Verrohung einiger Persönlichkeiten fortgeschritten ist.
        Zum Glück gibt es aber noch genug Menschen, wie Sie „Eine Mutter“, die vernünftig und ruhig in dieser Situation argumentieren. Dieses Land sollte von seinem hohen Ross runterkommen und die Menschlichkeit mehr in den Fokus stellen. Kinder, die zu Kriegszeiten nicht die Schule besucht haben, Angst und Schrecken erleben mussten, waren es, die dieses Land wieder aufgebaut und zu einem blühenden Land gemacht haben…und heute sind ein paar Wochen Schulschließung der Untergang einer ganzen Generation?

  4. Ich sage nur: Viele Köche verderben den Brei ! Warum zählt nicht die Expertise von Leuten, die wirklich davon was verstehen? Bei einem “ Weiter so“ fährt uns die Politik in die Katastrophe…..und niemand wird hinterher verantwortlich gemacht….Bei so vielen “ Experten“, die sich gegen die Empfehlungen renommierter Institutionen stellen, wird mir ganz schlecht….

    • Ja, aber welche Experten? Sind die Berliner Amtsärzte, die die Schulen weiterhin NICHT für Infektionsherde halten, keine Experten? Warum? Wer entscheidet auf welcher Grundlage, wer die richtigen und wer die falschen Experten sind? Sie?

        • Wenn Sie das ernst meinen, wüssten Sie doch aber, dass es in der Wissenschaft quasi auch nie nur EINE Meinung gibt.

          Liebe Grüße hinter den Mond!

          • Quatsch. Die Erde dreht sich um die Sonne und der Mond ist nicht aus Käse. Natürlich gibt es andere „Meinungen“ – die haben aber nichts mit Wissenschaft zu tun.

            Was Wissenschaft ist, unterliegt klaren Kriterien. Das, was praktizierende Ärzte tun, ist nicht Wissenschaft.

            Gerne mal schlau machen – Wikipedia hilft hier schon: „Wissenschaft bezeichnet den methodischen Prozess intersubjektiv nachvollziehbaren Forschens und Erkennens in einem bestimmten Bereich, der nach herkömmlichem Verständnis ein begründetes, geordnetes und gesichertes Wissen hervorbringt. Methodisch kennzeichnet die Wissenschaft entsprechend das gesicherte und in einen rationalen Begründungszusammenhang gestellte Wissen, welches kommunizierbar und überprüfbar ist sowie bestimmten wissenschaftlichen Kriterien folgt. Wissenschaft bezeichnet somit ein zusammenhängendes System von Aussagen, Theorien und Verfahrensweisen, das strengen Prüfungen der Geltung unterzogen wurde und mit dem Anspruch objektiver, überpersönlicher Gültigkeit verbunden ist.“

          • @Oka

            Sie sind unsachlich.
            Sie werden zunehmend unfreundlich.
            Sie haben keinen Link gebracht.
            Sie haben auch nicht mehr mit „copy & paste“ gearbeitet.
            🙁
            Liebe Grüße ins Ministerium.

      • Sie sind mit den Grundlagen des konstruktivistischen Modelles vertraut?
        Neues Wissen kann nur durch Verknüpfung mit vorhandenem, gefestigten wissen entwickelt werden.
        Wenn aber nichts zum Anknüpfen da ist, bringt uns das eben nicht weiter! Das ist ja das problematische an Fakenews, die faktenlage taugt nix für weiterführende Erkenntnisse.

  5. Warum warten? SOFORT kompletter Lockdown und alle Schulen zu bis auf Notbetreuung für diejenigen, die das wirklich und nachgewiesenermaßen brauchen. Das ganze nicht bis zum 10.1. oder einem anderen quasi beliebigen Tag, sondern bis die Inzidenz bundesweit unter 35 ist. Wenn das passiert ist, endet der Lockdown in den Bundesländern, die unter 35 sind. Alle anderen bleiben im kompletten Lockdown, bis auch sie 35 erreicht haben.

    Jeder Tag, den man damit wartet, bedeutet mehrere hundert Tote mehr! Das sollten sich diejenigen, die „abwarten“ und vergleichbare Worte verwenden, sehr deutlich klarmachen.

    • An Jan aus H
      Sehe ich auch so. Warum warten. Im Saarland will man mit den strengen Maßnahmen warten bis nach Weihnachten. Lachhaft. Von Schulen noch keine Rede. Warten, warten,warten aufs Christkind?

    • Rasch – schnell – sofort
      Na gestern vcom RP ein klares NEIN zu Lockdown in NRW.
      Heute muss man handeln, aber keine Eile zeigen. Erinnert etwas an den 12./13. März.
      Ein Gottesdienst in Aachen muss natürlich an Weihnachten gegeben sein …
      Die Klausur am 22.12. ist ebenso unverschiebbar.

      Die Zahl der Todesfälle stieg gestern um 590 (!) auf 19.932. Immer wieder einen weiteren Tag abwarten bei weit mehr als 500 Toten täglich. Hört man Frau Merkel zu spüre ich Verzweiflung.

  6. Ich stimme „Jan aus H“ hier absolut zu.
    Als Mutter von 2 Grundschulkindern und Leiterin einer Kindertagesstätte kann ich das Hü und Hott nicht mehr unterstützen, da es mehr nach Wählerstimmen sammeln fast schon stinkt, als sich anhand des tatsächlichen Imfektionsgeschehens für verantwortungsvolle deutliche Maßnahmen zu entscheiden.
    Was ist los in Deutschland???

  7. Mal davon ausgehend, dass jeder, der sich für das Thema Schule im Allgemeinen interessiert ein gewisses mathematisches Grundwissen hat, kann ich die Diskussion nicht verstehen. Je früher und härter zugeschlagen wird, umso effizienter. Ich habe keinen Schülern (Förderschule für geistig behinderte Kinder) das folgendermaßen erklärt. Stellt euch vor ein LKW rollt ganz langsam auf einem Berg los und wird auf dem Weg nach unten immer schneller. Wie können wir ihn aufhalten.
    Meine Kinder haben es verstanden und auf einer Rampe mit verschieden schweren Kugeln und Steigungswinkeln nachstellen dürfen.

    Vielleicht sollte ich dieses Experiment mal in die Videokonferenzen einbringen, damit auch gebildete Erwachsene verstehen, worum es geht.

    Und hier geht es um mehr Menschen, als ein einziger LKW je schädigen könnte

    • „Stellt euch vor ein LKW rollt ganz langsam auf einem Berg los und wird auf dem Weg nach unten immer schneller. “

      Das Gleichnis kann man auch noch in eine andere Richtung ausbauen: Man stelle sich vor, dass man in dem LKW sitzt. Ob es wohl schlauer ist, sanft auf die Bremse zu treten und zu warten, bis diese glüht und das Ding trotzdem nicht langsamer wird, oder einfach die Bremse im Boden versenken und warten, bis der LKW steht?

      Wie sagte der Instruktor im Fahrsicherheitstraining? Wenn es brenzlig wird, heftiger Bremsschlag (das wurde von einem Tritt auf den Boden begleitet, so dass der Container wackelte) und dann Fuß fest auf der Bremse lassen, bis die Karre steht.

  8. Sinniger Vorschlag. Ich hätte auch kein Problem damit, die 2 Wochen von den Sommerferien abzuziehen, bis dahin haben wir die Lage hoffentlich unter Kontrolle. Seien wir doch mal ehrlich: Aufgrund der ständigen Kälte im Klassenraum, dem Hände waschen usw. findet sowieso wenig Unterricht statt. Die Lehrer sind völlig fertig, viele Kollegien kämpfen mit wachsenden Krankenständen, auch aufgrund der extrem gestiegenen Belastung (z.B. keine Pausen mehr, da zeitversetzt unterrichtet wird).

  9. Berlin will ja nun auch seine Schüler in längere Ferien schicken. Man kommt damit wohl vor allem dem öffentlichen Druck nach. Die Amtsärzte sagen weiterhin (und haben hier wirklich alle mehr Ahnung als sie), dass die Schulen KEINE Infektionsherde sind.

    „Man geht jetzt davon aus, dass, wenn alle immer Maske tragen und gemäß unserem Lüftungskonzept regelmäßig gelüftet wird, das Infektionsrisiko im Unterricht so gering ist, dass es keine Kontaktpersonen der Kategorie 1 mehr gibt“, schreibt der Schulleiter.

    [350.000 Leute, 1 Newsletter: Die Autorin dieses Textes, Sigrid Kneist, schreibt den Tagesspiegel-Newsletter für Tempelhof-Schöneberg. Den gibt es hier:leute.tagesspiegel.de]

    Dies sei in der Telefonkonferenz der Schulleitungen mit Schulaufsicht und Stadtrat Oliver Schworck (SPD) noch einmal „ausdrücklich bestätigt und als Entscheidung aller Amtsärzte Berlins bezeichnet worden“. Im Übrigen decke sich dies, so schreibt Fuß weiter, „mit unseren Beobachtungen in Klassen und Lerngruppen, die wir digital beschult haben: Zusätzlich zu der positiv getesteten Person kam es zu keiner weiteren Infektion, die uns gemeldet wurde. Das war sogar schon der Fall, bevor alle Masken getragen haben“.
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/wegen-hoher-corona-zahlen-berliner-senat-plant-laengere-weihnachtsferien/26699226.html

    • „Man geht jetzt davon aus, dass, wenn alle immer Maske tragen und gemäß unserem Lüftungskonzept regelmäßig gelüftet wird, das Infektionsrisiko im Unterricht so gering ist, dass es keine Kontaktpersonen der Kategorie 1 mehr gibt“

      Ganz genau… das wird dazu führen, dass es kaum noch festgestellte (!) Infektionen in den Schulen gibt, weil man dann ja gar nicht mehr testet. Damit lassen sich wunderbar die Zahlen frisieren, aber das Virus spielt da nicht mit: Spätestens, wenn es dann die Eltern und Großeltern trifft, hagelt es Tote.

      Es wird Zeit, dass man etwas gegen die Corona-Leugner in den Ämtern tut!

      Nur als Hinweis: Das Lüftungskonzept ist für die Tonne! Damit es funktioniert, müsste man jeden Raum einzeln strömungstechnisch analysieren und Lüftungstabellen in Abhängigkeit von Innentemperatur, Außentemperatur, Luftdruck und Windrichtung festlegen. Dazu reicht das Lüften alle 20 Minuten in keinem Fall aus, weil es gar nicht ausreichend viele Luftwechsel erzeugt.

      • „Stromungstechnisch analysieren“…Temperaturen …
        Wenn wenigstens die Berechnungsgrundlagen wie „zu öffnende Fensterfläche 0,6 qm bezogen auf je 10 qm Raum-Grundfläche“ eingehalten wären.
        Bei hygienisch notwendigen Luftwechselraten von mindestens 3, eher 6-8 fach/Stunde und einem Frischluftbedarf:
        – 20 bis 25 m³/h pro Person bei minimaler körperlicher Aktivität
        – 45 m³/h pro Person bei leichter Körperarbeit,
        – wäre um 30 m³/h pro Person in Schule
        werden dann fast alle Unterrichtsräume nicht mehr als geeignet eingestuft werden müssen, Kategorie „no-go“.

        Daher gehen diese Lüftungskonzepte wohl über Fenster öffnen, schließen oder kippen mindestens in den Pausen nicht hinaus und sind nur Makulatur und für Gesundheitsbelange nicht geeignet.

        Dazu ist ein Querlüften mit geöffneter Tür zum Flur sowieso nicht zulässig, wenn der Flur andere Unterrichtsräume verbindet und keine zu öffnenden Fenster (keine Oberlichter auf Kippstellung gemeint) hat.

    • @Oka

      “ Die Amtsärzte sagen weiterhin (und haben hier wirklich alle mehr Ahnung als sie), dass die Schulen KEINE Infektionsherde sind.“

      Sollte das in der Klammer klein geschriebene „sie“ eigentlich die Anrede „Sie“ meinen (alles andere wäre völlig sinnbefreit), dann müssen Sie, liebe(r) Oka – wie immer – Recht haben.

      Lehrer sind ja nur vor Ort.
      Die KÖNNEN aus diesen beiden Gründen (1. Lehrer, 2. vor Ort) keine Ahnung haben.

      Liebe(r) Oka,
      in Ihrer Welt ist es natürlich in JEDER Hinsicht richtig und gut, einem Ertrinkenden auf hoher See KEINEN Rettungsring zuzuwerfen oder ihn gar an Bord zu holen.
      Sie würden freundlich winken und rufen: „Nein nein, du ertrinkst nicht – das sagen die Experten. Das bildest du dir nur ein, weil du keine Ahnung hast – du bist halt kein Experte im Ertrinken.“
      Und dann fahren Sie mit Ihrem Boot weiter …
      … zu den Experten.
      … zum Ministerium.

      Liebe Grüße ans Ministerium (und an die Experten).

  10. Ich denke verlängerte Ferien kommen definitiv zu spät.
    Besser wäre gewesen schon bei den ersten hohen Zahlen, für mindestens drei Wochen alles dicht zu machen.
    Auch Kitas und Schulen. Hier zu behaupten die Übertragung wäre altersabhängig ist schlichtweg Schwachsinn.
    Kann sein das kleine Kinder das Virus nicht so intensiv in die Welt schleudern, aber das sie sich durchaus damit infizieren ist wohl schon klar oder. Mich ärgert dieses uneinsichtige Handeln der Länderchefs. Viren machen vor keinem Halt, erst Recht nicht zu Weihnachten! Slowdown, damits zu Weihnachten gemütlich wird ! Ich lache Mal eben!!!
    Was sollte dieses lange Warten???
    Hätte schon Sinn gemacht auf unsere Kanzlerin zu hören!!!
    Ich bedaure alle Familien die ihre Liebsten an dieses Virus verloren haben, oder die miterleben müssen wie ihre Angehörigen unter dessen Folgen leiden.
    Bleibt zu hoffen, dass alle übrigen endlich zur Vernunft kommen und die Regeln beachten.

  11. Guter Beitrag vonJan aus H!
    Auch ich warte schon seit Wochen auf langfristig angelegte Konzepte, die aber in der Lage sind, das sich wandelnde Infektionsgeschehen stets einzubeziehen. Finde diese ständige Befristung von Massnahmen gekoppelt an oft nicht einhaltbare Versprechen sehr ermüdend und befürchte das auch die engagiertesten die Motivation verlieren!!
    Meine Aufgabe ist es, Grundschulkinder im offenen Ganztag bestmöglich zu betreuen, aber ich beobachte nicht nur bei mir, dass unser Team völlig ausgelaugt ist. Mental. Jetzt, kurz vor Weihnachten dann der erste Coronafall im Team nach schon zahlreichen Quarantänefällen in den Familien der Schüler. Die „Normalität“ zu leben mit dem Wissen, dass Arbeitsschutz mangelhaft ist, schlaucht. Hoffentlich nutzen die Schulminister und Frau Gebauer den kommenden Lockdown dazu, ihre stoischen Behauptungen und fadenscheinigen Begründungen zu überdenken.
    Vielleicht hört bei einem zeitnahen Lockdown dann auch auch die Rennerei in die Geschäfte auf. Wir müssen uns jetzt konsequent von unserer aktuellen „Normalität“ verabschieden, um Leben zu retten!!!!

    • Ach ja….das ist ein frommer und dennoch so sehr berechtigter Wunsch…aber die Erfahrungen der letzten Monate haben gezeigt, dass Fr. GEBAUER nicht nur starrköpfig ist und nicht zuhört, sondern ich befürchte, dass sie völlig verantwortungslos, erkenntnisresistent und sic als KM höchst uninteressiert an den Belangen der Menschen bewiesen hat, die mit und in Schulen zu tun haben. Und gerade für die sollte sie sich doch im Rahmen der Fürsorgepflicht besonders kümmern und sie nicht quasi ungeschützt an die Infektionsfront zu verpflichten. Einfach empörend….ich hoffe auf PayBack!!

  12. @Eine Mutter:das haben Sie sehr treffend beschrieben!!!! Sie sprechen mir aus vollster Seele!!!

    Talente der Kinder werden im bzw. durch den Schulalltag unterdrueckt/nicht oder minimal gefoerdert.
    Viele Familien stehen zu sehr unter Druck und sind froh, wenn ihre Kinder, die sie ja auch haben wollten, IRGENDWIE betreut sind. NUR DAS RISIKO IN DIESEM IRGENDWIE IST DERZEIT SEHR HOCH!!!
    Dann gibt es aber auch die anderen Familien, die einfach keinen Bock haben sich mit ihren eigenen Kindern zu beschaeftigen, sie zu fordern und zu foerdern. Einfach nur traurig!

    Ich finde es toll, wenn ich die Kreativitaet meines Kindes beobachte, mit ihm ausprobiere, ihm Dinge zeigen und beibringen kann.

    Ein harter Lockdown ist JETZT!!! mehr als DRINGEND notwendig, eigentlich schon vor einigen Wochen.

    Die INFEKTIONSZAHLEN MUESSEN runter!!!!

    Das Gesundheitssystem ist am LIMIT und das sollten auch Menschen, wie z. B. Oka kapieren.
    Klar, Bildung ist absolut wichtig, ABER derzeit funktioniert das nirgends optimal. Es gibt keine dauerhaften Strukturen, es wird hin und her gesprungen in den Szenarien, alle gehen mit Angst vor Ansteckung in die Schule UND DIE ZUSTAENDE DER LERNBEDINGUNGEN SIND ABSOLUT NICHT TRAGBAR BEI DIESEN TEMPERATUREN!!!!!

  13. Und jetzt soll wieder gewartet werden bis nach Weihnachten . Das sind mehr als zwei Wochen und bedeutet nach heutigem Stand 15 x 500 Tote und 15 x 20000 Neuinfektionen . Die Unfähigkeit und der Unwille der Politiker sind erschreckend .

  14. Ist Herrn Lauterbach eigentlich bewusst wieviel Lernstoff da verloren geht. Ich finde die Schulen sollen in Wechsel- bzw. Distanzunterrucht gehen.
    Meine Tochter (Realschule 8. Klasse) schreibt laut Plan im Januar in den ersten beiden Wochen 6 Schulaufgaben, die sie ja vor Weihnachten nicht mehr schreiben konnten. Dazu dann noch die Exen.

    Ich habe nicht das Gefühl, dass in irgendeinerweise der Leistungsdruck für die Kinder reduziert wurde.

    Wenn jetzt die Schulen komplett zu gemacht werden…..

    • Liegt aber daran, dass in Bayern geglaubt wird, dass die sau durch’s Wiegen fett wird.

      Ja, viele SuS lernen auch, ohne dass jedes Mal mit einer Leistungsüberprüfung gedroht wird.
      Die vielen schriftlichen Überprüfungen dienen doch nur der gerichtlichen Überprüfbarkeit von Noten, nicht ber dazu den lernzuwachs bei Kindern und Jugendlichen festzustellen.

      Im Zeitalter von PC lehne ich den Begriff „Lernstoff“ entschieden ab. Lehrkräfte sind keine Dealenden:)

  15. Ein Lockdown erst NACH Weihnachten, das wäre wieder das Suchen nach einem Schlupfloch, um irgendwen nicht zu erzürnen und die erneute Entscheidung, wieder dem halbherzigen Pfad zu folgen.
    Doch mein Bauchgefühl sagt mir, dass sich spätestens nächste Woche keiner mehr rauswinden kann und die hoffentlich zielführenden Entscheidungen gefällt werden.
    Mir hat gefallen, dass Angela Merkel heute für ihre Verhältnisse Dampf gemacht hat, vielleicht ist etwas davon angekommen. Ich denke, dass sie seit längerem wirklich authentisch rüberkam, und die meisten Menschen werden das schätzen und wahrgenommen haben.Die anderen Politiker hoffentlich auch!!!

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