CDU beklagt Schul-Chaos: Keiner weiß mehr, was gilt

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ERFURT. Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag hat das Corona-Krisenmanagement der rot-rot-grünen Landesregierung im Bildungsbereich kritisiert. Seit Monaten fehle ein funktionierendes Konzept, wie Schulen und Kindergärten durch die Pandemie kommen sollen, monierte der CDU-Bildungspolitiker Christian Tischner.

Was gilt in den Schulen? Illustration: Shutterstock

«Keiner weiß mehr, was wirklich gilt», beklagte Tischner eine große Unsicherheit bei Pädagogen und Familien. Das betreffe etwa die erlaubten digitalen Angebote, die verlangten Freitestungen von Schülern oder die angepassten Prüfungsanforderungen. In Thüringen sollen Schulen und Kindergärten noch bis Ende Januar geschlossen bleiben. Für Schüler der Abschlussklassen allerdings soll es nach Corona-Tests aber auch ab Montag wieder Präsenzunterricht geben. Die Winterferien werden auf die letzte Januarwoche vorgezogen. dpa

„Ich will auch Präsenzunterricht – aber nicht ohne Plan“: Wie ein Lehrer das Schul-Chaos nach dem Bund-Länder-Gipfel kommentiert

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9 KOMMENTARE

  1. Vielleicht sollte die Thüringer CDU einfach die Faru Eisenmann aus BaWü einladen und sich von ihr ein sinnvolles Konzept erläutern lassen. Um alternative Lösungsvorschläge auch anderer Parteien zu berücksichtigen, könnten der Runde ja auch noch Yvonne G. von der NRW-FDP und Herr Raabe von der HH-SPD oder Herr Tonne von der Nds-SPD beiwohnen.
    Auf freistaatlicher Ebene hilft vermutlich auch gerne Herr Piazolo weiter.

    Wenn die Kompetenz der Schulminister*innen eine Waffe im Kampf gegen die Pandemie ist, dann ist die KMK ein waffenloser Verband.

    • Leider nicht nur ein waffenloser Verbans, sondern v.a. ein gewissenloser, skrupelloser, rücksichtsloser, verantwortungsloser, empathieloser und eben auch ein sachkenntnisloser Verband…ich hatte schon mehrmals meine persönliche Einschätzung diesbezüglich benannt.
      Für mich hat die gesamte KMK sich in Richtung einer schulpolitischen „Cosa Nostra“ entwickelt, in der ohne Rücksicht auf die Menschen, mit denen sie eigentlich zusammenarbeiten und um die sie sich kümmern sollte zugunsten eigener, lobby-orientierter, machtgeiler Interessen entschieden, gehandelt und beharrt wird. Einer „kriminelle Vereinigung“ müsste eigentlich mit strafrechtlichen Mitteln Einhalt geboten werden….hier bekommen diese Herrschaften für ihre Vergehen sogar noch juristischen Rückenwind, was sicherlich damit zu tun hat, dass mehr Juristen in diesen Kreisen tätig sind (z.B. M. RICHTER IN NRW) als Pädagogen und diese die entsprechenden Verordnungen verfassen und dementsprechend gegen die Interessen der im System Schulen und Kitas arbeitenden Menschen und deren Angehörigen gehen jeden berechtigten Widerstand durchsetzen (lassen).

      • „… in Richtung einer schulpolitischen ‚Casa Nostra‘ entwickelt“
        Das ist auf jeden Fall eine „sich selbst nährende Bürokratie“, die Eigeninteressen entwickelt und sich wichtig macht. Aber tatsächlich ist die KMK eher ein zahnloser Tiger, denn ihre Beschlüsse gelten nur, wenn die Länder sie übernehmen. Also geht es eher um PR-Aktivitäten als um wirkliche Macht. Die kürzliche Presseerklärung vom 15.10.2020 beschwört daher die große Einigkeit, die es in Wahrheit gar nicht gibt. Man muss die mal „gegen den Strich“ lesen, dann merkt man es.

      • Seien Sie mir nicht böse, aber manchen „Kommentaren“ müßte man ebenfalls mit den entsprechenden Mitteln Einhalt gebieten. Was Sie hier von sich geben, ist üble Nachrede, Verleumdung, Beleidigung. Haben Sie Sachkritik zu üben? Andererseits: jeder disqualifiziert sich mit der Art seiner Äußerungen so gut er kann.

  2. Einfach Mal in Wiesbaden bei Herrn Lorz nachfragen. Der hat für alles einen Plan gemacht. Ist ja auch von der CDU.

    OB IHR UNS VERARSCHEN WOLLT HAB ICH GEFRAGT?!

  3. In das parteiübergreifende Gremium gehören aber auch die Schulsenatorinnen von Berlin und Bremen . Wobei letztere kaum zu toppen ist . Die hat offenbar nicht mitbekommen , dass Deutschland derzeit unter einer lebensgefährlichen Seuche leidet …

  4. Fakt ist, dass die Kultusministerien in den letzten Jahren versagt haben und sie dies jetzt zu spüren bekommen.
    Die Kinder sind nicht die Verlierer der Pandemie, sie sind die Verlierer der Kultusministerien.
    Statt unser Bildunssystem auf einen modernen Stand zu bringen müssen die Schulen mit einem veraltetem System arbeiten dass nicht fähig ist in solchen Zeiten gegenzusteuern.

  5. „Schweizer Studie: Schulschließungen zählen zu effektivsten Anti-COVID-Maßnahmen

    15:12 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben sich in der Schweiz Schulschließungen als eine der effektivsten Maßnahmen erwiesen. Das geht aus einer Studie hervor, die am Sonntag von der ETH Zürich veröffentlicht wurde. Demnach wurde die Mobilität um 21,6 Prozent reduziert, als die Schweizer Behörden im März 2020 die Schließung der Schulen anordneten.

    Schulschließungen verminderten die Mobilität und führten damit zu einer Verringerung der COVID-19-Erkrankungen, erläuterte der ETH-Forscher Stefan Feuerriegel. Für die Studie wurden mit Hilfe von Telekommunikationsdaten 1,5 Milliarden Bewegungen ausgewertet. Die Schulen waren im Frühjahr wegen der Pandemie rund zwei Monate geschlossen.

    Aus der ETH-Studie ergibt sich, dass zwei Faktoren die Mobilität noch stärker verringerten als Schulschließungen. Auf dem Spitzenplatz rangiert mit 24,9 Prozent das Verbot von Treffen mit mehr als fünf Menschen, knapp dahinter liegt mit 22,3 Prozent die Schließung von Restaurants, Bars und Geschäften, die für den täglichen Lebensunterhalt nicht notwendig sind.

    Über Schulschließungen als Mittel zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie wird weltweit heftig gestritten. Die Gefahr, dass Kinder eine Erkrankung mit dem Covid-Erreger erleiden, ist vergleichsweise gering, aber es ist nicht klar, in welchem Maße Kinder Covid-Viren übertragen. Zu dieser Frage nahmen die ETH-Autoren nicht Stellung. Sie zeigten jedoch auf, dass Schulschließungen dazu beitragen, das Risiko eine Übertragung des Virus deutlich zu verringern. „Unsere Analyse belegt, dass Schulschließungen ein Mittel sind, die Verbreitung zu verlangsamen, indem sie die Mobilität verringern“, sagte Feuerriegel.“

    https://web.de/magazine/news/coronavirus/corona-live-ticker-einreise-brasilien-coronavirus-variante-japan-entdeckt-35382670
    Aktualisiert am 10. Januar 2021, 17:35 Uhr

    • Die Conföderation helvetica ist ein guter Beweis für das prinzipielle Funktionieren eines föderalen Staates. Allerdings haben die Schweizer mehr Kantone als wir hier im „großem Kanton“ an Bundesländen. – Vielleicht ist das der Grund, warum es bei uns in Deutschland nicht klappt. Da gibt es dann in MV Landkreise, die die flächenmäßie Größe des Saarlandes haben, und auf der anderen Seite Bundesländer wie z.B. TH, die die Einwohnerzahl von Grostädten haben. Und alle MinPRä haben ein Ego, das versucht, das des bayrischen MinPrä zu übertrumpfen.
      Es gibt also nur zwei Möglichkeiten:
      – noch stärkere Regionalisierung; also Schaffung von Land- und Stadtkreisen mit gleicher Wirtschaftskraft und vergleichbaren Verwaltungsstrukturen, die in Regierungsbezirken zusammengeschlossen werden, bei gleichzeitiger Abschaffung der Länderzuständigkeiten.
      – Föderalismusreform und Schaffung von „s e c h s“ Bundesländern mit annähernd gleicher Wirtschaftskraft und vergleichbaren Verwaltungsstrukturen, wobei BY und NRW erhalten bleiben, im Südwesten BW, SL und RP zuamenngeschlossen werden, in der Mitte HE und TH vereinigt werden, im Osten ST, BB,BE und SN und im Norden Nds, HB, HH, SH und MV.

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