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Krankenkassen-Chef: Schulen öffnen – trotz höherem Risiko als bisher vermutet

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BERLIN. Der Chef des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen, Franz Knieps, hat sich für eine rasche Öffnung der Schulen ausgesprochen – obwohl es in Schulen zu Ansteckungen kommt. „Je schneller, desto besser“, sagte Knieps dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Schulen weiter weitgehend ungeschützt öffnen – obwohl Kinder das Virus verbreiten? Foto: Shutterstock

Wörtlich sagte der Jurist gegenüber dem RND: „Zwar wissen wir inzwischen, dass Kinder beim Infektionsgeschehen eine größere Rolle spielen als bisher vermutet. Aber das Risiko müssen wir eingehen. Der Staat kann doch nicht hinnehmen, dass es vom Geldbeutel oder dem Improvisationstalent der Eltern abhängt, ob die Kinder Zugang zu Bildung bekommen. Ich habe den Eindruck, die politischen Entscheidungsträger können sich die Situation für Kinder in bildungsfernen Haushalten gar nicht vorstellen: Dass es dort Kinder ohne Computer gibt, ohne Unterstützung beim Lernen, ohne warmes Mittagessen, aber vielleicht sogar mit häuslicher Gewalt.“ News4teachers

RKI meldet zwei verstorbene Lehrer/Erzieher, insgesamt drei in nur einer Woche

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118 Kommentare
Sternschnuppe
5 Jahre zuvor

Leute!!!… es geht um 3 oder 4 Wochen kein Präsentsunterricht! Wer Kinder in die Welt setzt sollte auch in der Lage sein die Erziehung und vielleicht auch mal die Bildung unter der Anleitung der Lehrkräfte hinzubekommenmmen!!!!
Auch Lehrer haben ein Recht auf Gesundheit nicht nur die, die in sicher Homeoffice sitzen!

Sternschnuppe
5 Jahre zuvor

Leute es geht um 3 oder 4 Wochen kein Präsentsunterricht!!!! Wer Kinder in die Welt setzt sollte auch in der Lage sein übergangsweise die Erziehung und Bildung unter der Anleitung der Lehrkräfte hinzubekommen! Auch Lehrer haben ein Recht auf einen gesunden Arbeitsplatz! Leicht kann man die bedingungslose Schulöffnung fordern, wenn man in sicherer Homeoffice sitzt !!!!

Lehrer Ich-weiß-nicht,ob-ich-lachen-oder-weinen-soll
5 Jahre zuvor

Herr Knieps, Sie mögen bitte präzisieren: WER muss das Risiko eingehen? Und von welchem Risiko ist hier eigentlich die Rede?

„Ich würde das Risiko selbstverständlich gerne einnehmen, man gibt sich ja solidarisch.
Ich sitze täglich in meinem warmen und sicheren Büro. Ich hab weder Kunden- noch Kinderkontakt. Lüften bei 0° Grad? Danke, nein – ich habe doch ein modernes Lüftungssystem.
Im Übrigen sind die Lehrer_innen und Erzieher_innen doch selber schuld. Augen auf bei der Berufswahl! Sie haben doch jahrelang einen bequemen Job gehabt. Vormittags recht und nachmittags frei. Das ist ja wohl erwiesen. Jetzt wird es halt ein bisschen riskanter für sie.

Und ich muss doch bitten, mit 50 hat man doch genug vom Leben gehabt! Langzeitfolgen? Ehepartner angesteckt und im Koma? Keine Sorge – wir haben das berechnet: Das kommt selten vor. Ist Ihnen doch passiert? Kein Problem: Statistisch gesehen wird ihr Partern wieder genesen, keine Sorge! Vertrauen Sie mir, ich bin schließlich Chef des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen.
Und nein, seien Sie versichert – wir sorgen uns nur um die Bildung. Nein, nein, eine Verbindung zu den erweiterten Krankentagen ist völlig an den Haaren herbeigezogen.“

Herr Knieps, kann ich Sie so zitieren oder habe ich etwas falsch verstanden? Wir planen bei uns in der Schule nämlich eine Wandzeitung (selbstredend digital) zum Thema „Corona – sind wir alle schon bipolar gestört?“, wahlweise auch: „Stirbt unsere Logik mit oder an Corona?“

Herzlichst, Ihr Lehrer Ich-weiß-nicht,ob-ich-lachen-oder-weinen-soll

Palim
5 Jahre zuvor

„Lebte ich die letzten 25 Jahre Schuldienst in meiner eigenen kleinen Bildungsblase?“
Ja, könnte sein,
aber mit Ihnen lebten in dieser Blase diejenigen, die die Benachteiligten nun plötzlich wahrnehmen, um mit ihnen zu argumentieren, zuvor aber nicht bereit waren, für diese Kinder einzustehen.
Nun könnte man hoffen, dass es in Zukunft anders wäre, aber die derzeitigen Bestrebungen, Schulen und Kita mit vielen benachteiligten Kindern besser auszustatten, sind so gering, dass es vermutlich nur Lippenbekenntnisse geben wird.

Herr Hase
5 Jahre zuvor

Herr Knieps hat natürlich vollkommen recht, wenn er von den Folgen der Schließungen spricht und selbstverständlich nimmt er den Staat dafür in die Pflicht …

Spulen wir aber mal zurück und fragen uns: Gibt es die Bildungsungerechtigkeit seit dem ersten Lockdown oder erst seit dem zweiten? Oder gar – ich wage kaum, diesen Gedanken anzubringen – schon sehr viel länger? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Und jetzt spulen wir wieder vor und fragen uns: Wird Bildungsgerechtigkeit herrschen, wenn wir die Schulen sofort wieder öffnen? Und ergibt sich das eigentlich von allein? Müssen wir dafür irgendwas machen?

Tina
5 Jahre zuvor

Kurz und bündig…Schule /Bildung vor Gesundheit /oder sogar Tod??
Es gibt Menschen , die nichtmal einmal im Jahr auf einen Urlaub verzichten können…
—oder Freizeitangebote…
–oder kurzfristig auf Bildung…
KANN MAN DOCH ALLES NACHHOLEN !!!
DENKT DOCH NICHT IMMER AM EUCH SELBST! ALLES VORGESCHOBEN ….IN WIRKLICHKEIT GEHT ES ALLEN DOCH NUR DARUM DIE KIDS WIEDER ZU VERWAHREN….

Kilian
5 Jahre zuvor

@Lafina: Dann beschäftigen Sie sich mit den Kindern! Tuh ich bei 4 Kindern auch nicht anders! Unfassbar, das sie ihre Kinder zu Schule schicken würden. Das Internet ist voller Bastelanleitungen oder auch Experimente was man mit den Kindern machen kann und den Kindern erklären kann, kein Kind brauch ständig vor der Glotze sitzen und schon gar nicht nur deswegen zum Psychologen. Und das viele Kinder jetzt nichts mit sich anzufangen wissen, ist klar. Die Kinder haben früh gelernt mit der Technik rumzu dallern, mein Sohn hat erst mit 12 einen Fernseher bekommen.