Possenspiel – oder: Wie Kitas und Schulen im Superwahljahr instrumentalisiert werden

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Ein Kommentar von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek.

BERLIN. Eine Virusmutation tritt in einer Freiburger Kita auf – und ein Bundesland nach dem anderen kippt seinen Das-oberste-Ziel-ist-der-Präsenzunterricht-Kurs und setzt plötzlich auf verstärkten Gesundheitsschutz in den Bildungseinrichtungen. Das darf einem nach einem Jahr Pandemie durchaus merkwürdig vorkommen.

News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf

Filmreife Dramatik am Mittwoch in Stuttgart: Für 14.30 Uhr ist eine Pressekonferenz der gegeneinander Wahlkampf führenden Politiker Winfried Kretschmann (Grüne) und Susanne Eisenmann (CDU) angesetzt, bei der der Ministerpräsident und die Kultusministerin gemeinsam weite Öffnungen von Kitas und Grundschulen verkünden wollen. Schon die Ankündigung des Termins ist ungewöhnlich: Bereits am Vortag war erklärt worden, dass man die Tage zuvor schon in Aussicht gestellte Öffnung von Kitas und Schulen verkünden wolle – „wenn nicht noch etwas Überraschendes passiert“, so Kretschmann am Dienstag, tat dabei aber so, als wäre die Entscheidung praktisch gefallen („Es ist verantwortbar, das zu machen“). Warum dann eigentlich noch die Pressekonferenz?

Prompt aber passiert am Mittwoch „etwas Überraschendes“: Um 14 Uhr, also eine halbe Stunde vor den angesetzten Verkündigungstermin, erreicht die Staatskanzlei nach eigenem Bekunden die Nachricht, dass es in einer Freiburger Kita zu einem Ausbruch mit einer Corona-Mutante gekommen ist – kurzfristig blasen Kretschmann und Eisenmann alle Öffnungspläne ab. Eisenmann: Der Fall habe sie „völlig überrascht“.

Beides hätte im Wahlkampf Punkte gekostet: Kitas und Grundschulen öffnen – oder Kitas und Grundschulen geschlossen halten

Überrascht? Nach einem Jahr Pandemie – und seit Wochen laufenden Warnungen des Bundeskanzleramts vor Corona-Mutationen? Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hinter der plötzlichen Wende ein politisches Manöver zu vermuten.

Beides hätte im Wahlkampf Punkte gekostet: Kitas und Grundschulen öffnen – oder Kitas und Grundschulen geschlossen halten. Wie auch immer entschieden worden wäre (und das gilt für beide, Kretschmann und Eisenmann), nennenswerte Teile der Wähler hätten sich abgewendet. Es sei denn, eine neue Bedrohungssituation für Kitas und Schulen kommt ins Spiel, die einen Kurswechsel rechtfertigt. Siehe da, plötzlich ist diese da. Und beide, Kretschmann wie Eisenmann, können sich als Kämpfer für Kinderrechte inszenieren, die aber am Ende doch verantwortungsbewusst entscheiden. Praktisch.

Doof nur ist zweierlei: Zum einen ist die Bedrohungslage durch B.1.1.7 und Co. ja nicht so neu, weshalb sich schon im Vorhinein alle Öffnungspläne eigentlich verboten hatten. Zum anderen ist der Ausbruch in der Freiburger Kita bereits seit dem 17. Januar bekannt.

Die Corona-Mutationen geben den Kultusministern die Chance, einigermaßen gesichtswahrend umzuschwenken

Das Stuttgarter Possenspiel scheint ein anschauliches Beispiel dafür zu sein, wie sehr Corona im Superwahljahr, neben der Bundestagswahl stehen sechs Landtagswahlen an, von den wahlkämpfenden Polit-Truppen instrumentalisiert wird. Noch eine weitere Erkenntnis lässt sich aus dem Fall ziehen: Die Corona-Mutationen geben den Kultusministern und ihren Regierungschefs jetzt die Chance, einigermaßen gesichtswahrend aus ihrem fatalen Kurs der „Präsenz um jeden Preis in Kitas und Schulen“ auszusteigen.

Beispiel Bremen: Vor zwei Wochen noch forderte Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) Eltern auf, ihre Kinder in den weiterhin dort stattfindenden Unterricht zu schicken. Plötzlich schränkt sie den bislang nahezu unbehelligten Kita-Betrieb ein. Beispiel Rheinland-Pfalz: Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD), die monatelang das Mantra „Kitas und Schulen sind keine Pandemietreiber“ wiederholt hatte, bläst die für Montag angekündigten Öffnungen von Grundschulen für den Wechselunterricht ab. Beispiel Nordrhein-Westfalen: Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP), die nach dem jüngsten Bund-Länder-Gipfel noch Zweifel streute, ob sie sich an die Lockdown-Beschlüsse halten werde, berät sich mit Eltern- und Lehrerverbänden – und kündigt danach an, sich konsequent an die Gipfelbeschlüsse halten zu wollen.

Wohlgemerkt: Das „Aussteigerprogramm“ macht die neuen Corona-Mutationen nicht ungefährlicher. Es lässt aber hoffen, dass die Kultusminister endlich einen vorsichtigeren Kurs einschlagen, immerhin.

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt mehr als 100.000 Seitenzugriffen täglich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im Didacta Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

 

Maximale Verunsicherung: Wie die Kultusminister jedes Vertrauen verspielen

 

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68 Kommentare
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dickebank
1 Jahr zuvor

Possenspiel? Wäre die Bezeichnung „Schmierenkomödie“ nicht angemessener?
https://www.dwds.de/wb/Schmierenkom%C3%B6die

dickebank
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

Herzlichen Dank für die Einladung, der ich außerhalb der Reichweite einer Bluetooth-Verbindung und mit FFP2-Maske gerne nachkommen möchte.

Jan aus H
1 Jahr zuvor

Vor zwanzig oder dreißig Jahren sind Politiker wegen wesentlich geringfügiger Fehltritte zurückgetreten. Diese Art der Übernahme politischer Verantwortung scheint es heute nicht mehr zu geben.

Eigentlich hätte ein einziger Lehrer, der infolge des Ansatzes des ungeschützten Präsenzunterrichts verstorben ist, ausreichen müssen, um alle Vertreter dieser Vorgehensweise zurücktreten zu lassen.

Das aktuelle Manöver, also das Zurechtlegen einer eigentlich sonnenklaren und schon alten Information als „Überraschung“, sollte beide Politiker, also Herrn K und Frau E, zum sofortigen Rücktritt bewegen.

Koogle
1 Jahr zuvor

Gesichtswahrend umschwenken. Dazu hat man jetzt auch die Gelegenheit bei der Impfreihenfolge.

Erzieher und Grundschullehrer sofort impfen.

Das dauert höchstens eine Woche.

Oder glaubt Herr Spahn immer noch an Grundschulen und in Kitas gäbe es kein Infektionsgeschehen?

Koogle
1 Jahr zuvor
Antwortet  Koogle

Astra Zenica Impfstoff nur bis 64 Jahre.

Jetzt ist es noch einfacher gesichtswahrend umzuschwenken und Erzieher und Grundschullehrer sofort damit zu impfen!!!

Marie
1 Jahr zuvor
Antwortet  Koogle

Na danke, wir sollen jetzt den weniger wirksamen Impfstoff verordnet bekommen?

Koogle
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marie

Beggars can’t be choosers.
Lieber der Sptz in der Hand als die Taube auf dem Dach.

Bei optimaler Dosierung liegt er über 90 %.
Ausserdem ist es ein traditioneller Impfstoff der vermutlich auf weniger Ablehnung stößt.

Marie
1 Jahr zuvor
Antwortet  Koogle

Ich glaub, da warte ich lieber auf die Taube.

bittedieTrumpsrausausdemSystem
1 Jahr zuvor
Antwortet  Koogle

Ach- Sie wurden also schon gegen Ebola geimpft? Den gibt es erst seit sehr wenigen Jahren. Er erzeugt mieseste Antikörper Titer. Gegen die Mutanten aus Südafrika und Brasilien ist er dann gar nicht mehr zu gebrauchen. Mit schlechtem Impfschutz lassen sich allerdings hervorragend weiter Mutanten zuechten. Wollen Sie das wirklich?
Abgesehen davon ist das Risiko einer Insertionsmutagenese bei episomaler DNA leider nicht ausgeschlossen. Das kann, wenn es ganz schlecht läuft u.a. Krebs bedeuten. Seit den Mutanten hat dieser Impfstoff gar keine Berechtigung mehr. Schauen Sie mal nach, warum Z. Hyde den nicht empfiehlt.
Ein traditioneller Impfstoff wäre der von Sanofi. Den hätten sie auch in der niedrigen Dosierung schon für die unteren Altersgruppen zulassen können… ABre auch das wäre nicht optimal. Dafür bräuchte man einen mit steriler Immunität- also einen der wirklich vor Weiterübertragung schuetzt und nicht nur die Anzahl verringert. Und vor allem müssten auch die Kinder geimpft werden.

Tom
1 Jahr zuvor

Man muss doch nicht bei jeder Kleinigkeit so tun, als seien da Schurken am Werk … lol

Unerträglich
1 Jahr zuvor
Antwortet  Tom

Na das gibt aber nicht viele Fleißbienchen von Ihrem Kultusminister. Ein paar mehr Zeichen und ein wenig mehr Mühe können sie sich schon geben.
LOL

hopeless
1 Jahr zuvor

Vielen Dank für diesen Artikel. Mir wird einiges dadurch klarer. Ich hoffe, dass es jetzt erst einmal bei der Kursänderung der Kultusminister
bleibt.

Grundschullehrer
1 Jahr zuvor

Sehr geehrter Herr Priboschek,
vielen Dank für den treffenden Artikel. Die Gesundheit der Kinder, ihrer Eltern und der Lehrer ist zu einem Spielball der Politik geworden. Die GEW verhält sich – bis auf offene Briefe und mahnende Appelle – erschreckend defensiv. Machtlos, möchte man meinen.

Tacheles
1 Jahr zuvor
Antwortet  Grundschullehrer

Die GEW halte ich hier für zu Unrecht gescholten. Von der hört man erheblich mehr als vom PhV zum Beispiel. Und wenn, nach allen Appellen an Regierende und sonstige Politiker selbst die Gerichte der Gewerkschaft die kalte Schulter zeigen und erklären, sie wäre nicht klageberechtigt für den Schutz ihrer Mitglieder, was soll sie sonst noch tun?

Defence
1 Jahr zuvor
Antwortet  Tacheles

Verdammt nochmal zum Streik und zu Demos aufrufen. Es würden so viele mitmachen! Nicht nur die Angestellten!

Mutter_aus_HH
1 Jahr zuvor

Guter Kommentar Herr Priboschek.

Die Vermutung, dass bei vielen Entscheidungen der KMs in den vergangenen Monaten der politische Aspekt die wahre treibende Kraft war, wurde schon seit Wochen/Monaten in vielen Kommentaren hier und in andern „Foren“ geäußert.

Bestürzt bin ich darüber, dass es auch bei solch wichtigen Entscheidungen darum geht, dass Gesicht wahren zu können. Ein nicht unerheblich verbreitetes Phänomen nicht nur bei KMs.

Erleichtert bin ich darüber, dass endlich Erkenntnis sich durchzusetzen scheint. Verbunden mit einer zarten Hoffnung, dass das nicht nur ein Kurzzeit-Phänomen ist.

Wenn jetzt noch aus der Erkenntnis die richtigen Schlüsse gezogen werden und mit Hochdruck gehandelt wird – dann wären wir auf dem richtigen Weg.

Denn dass vor allem KiTa-Kindern als auch Grundschülern möglichst bald die Perspektive geregelte Präsenz wieder ermöglicht werden sollte ist meiner Einschätzung nach unbestritten.

Also KMs – nutzt eure Zeit und Energie um mit Fachpraktikern und Wissenschaft endlich Fakten und Umstände zu schaffen. Anregungen und Ideen gab und gibt es zu dem Thema viele und wer wollte konnte die auch „hören“. Damit man sich in der sich noch Monate hinziehenden Pandemie nicht FÜR Bildung und soziale Aspekte und GEGEN Gesundheitsschutz oder anders herum entscheiden muss, sondern endlich beide Aspekte zusammen Funktionieren können.

Küstenfuchs
1 Jahr zuvor

Sicher mag das praktisch sein, aber zusammen mit dem jämmerlichen Bild, dass Kretschmann in der Lanz-Talkshow abgegeben hat, dürfte ihm der Kita-Ausbruch auch nicht wirklich gefallen.

KnechtRuprecht
1 Jahr zuvor

Komplett durchleuchtet. Keine Fragen mehr offen.
Vielen Dank für diesen Kommentar!

Mimi
1 Jahr zuvor

Das ist weder ein Possenspiel noch eine Schmierenkomödie.

Das ist ein Horrorfilm, FSK ab 18 (weil eine Menge Leichen im Spiel sind).

Auch die werden mit jeder Fortsetzung schlechter …

dickebank
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mimi

Wieso? – Bekanntlich ist Humor doch, wenn man trotzdem lacht:)

Besorgter Bürger
1 Jahr zuvor

Wenn die Kumis jetzt umschwenken, finde ich das in Ordnung.
Dass sie es nicht tun, weil sie sich um die Gesundheit und das Leben von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern sowie deren Angehörigen Sorgen machen, ist klar.

Es ist da von Seiten der Politik so viel Vertrauen zerstört worden, das wird sich langfristig vielleicht als der größte Schaden herausstellen!

SB
1 Jahr zuvor

es geht in die Verlängerung:

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-stuttgart-lucha-gegen-eisenmann-streit-um-schuloeffnung-und-betreuung-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210128-99-207070

Ein Trauerspiel ist dieses öffentliche agieren und ans Bein pissen, statt Lösungen zu suchen

Dompteur
1 Jahr zuvor
Antwortet  SB

Na hoffen wir Mal für BW, dass die CDU mit dieser Spitzenkandidatin in die Opposition gewählt wird.
Eine Hesse drückt Euch die Daumen.

Besorgter Bürger
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dompteur

Danke. Ich hoffe auch, dass die totale Niederlage der CDU in BW Folgen zeigen wird:

• Taugenichtse (wie geht da eigentlich die weibliche Form) wie Eisenmann, dürfen nie wieder Spitzenkandidaten werden. Das wird anderen Parteien hoffentlich eine Lehre sein. (Und warum eine Partei die im letzten Landtagswahlkampf für G9 war ausgerechnet die eine Person als Kumi aus dem Hut zaubert, die für G8 war, konnte mir bis heute niemand erklären.)

• Auch dem laschen MP von NRW und neuen CDU-Chef Laschet wird die Niederlage hoffentlich angerechnet, damit endgültig für alle in der CDU klar wird, das es ein Fehler ist, ausgerechnet den in Umfragen schwächsten Kandidaten und Corona-Totalversager zum Parteichef zu machen.

• Blöd für uns Lehrer nur, dass die Grünen als Alternative auch nicht taugen.

• Bleibt zu hoffen, dass man endlich mal erkennt, dass Bildungspolitik Wahlen entscheidet. Hier muss man investieren, nicht immer nur sparen oder Pseudo-Politik machen (Neuer Bildungsplan, die Unterrichtsausfallstatistiken schönen, mit Fake-Gutachten den Klassenteiler hoch halten, Gesamtschulen durchprügeln, bei Lehrern sparen, etc.)

Bisa
1 Jahr zuvor

Leider wird sich auch dieses „überraschende Ereignis“ nicht auf die schon seit 11. Januar bestehende komplette Schulöffnung der Sonderpädagogischen Bildungszentren für geistige und motorische Entwiclung auswirken.
Kinder mit Behinderungen und deren Betreuungs- und Lehrkräfte machen ja nur so einen kleinen Anteil and der Bevölkerung aus, dass wir alle nie gesehen und gehört werden. Auch nicht wenn es uns erwischt…

Susanne
1 Jahr zuvor

Liebe Redaktion, danke für eure stets aktuellen Artikel ; )
In diesem steht allerdings, dass Frau Hubig die Öffnung der Kitas in Rheinland-Pfalz am Montag abblasen will. Habe ich da etwas verpasst? Die Kitas in Rheinland-Pfalz waren durchgehend im Regelbetrieb geöffnet, wir durften die Eltern lediglich bitten zu Hause zu bleiben. Wer von den Eltern also seine Kinder bringen wollte, durfte dies ohne Einschränkungen tun. Viele unserer Eltern haben ihre Kinder zu Hause gelassen, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Wir haben allerdings auch täglich Kinder im Kindergarten, bei denen ein oder sogar beide Elternteile nicht berufstätig sind.

Marie
1 Jahr zuvor

Ehrlicherweise ist es mir egal, warum die KuMi umschwenken – Hauptsache, sie tun es endlich!
Aber danke an die Redaktion für den aufklärenden Bericht, ich hatte mich über den seltsamen zeitlichen Zusammenhang gestern auch gewundert.

xy
1 Jahr zuvor

Nur Piazolo in Bayern bleibt stoisch bei der Überzeugung, dass ein Abschlusszeugnis wichtiger ist als die Gesundheit der Schüler, der Lehrer und deren Familien. Ab Montag werden Tausende Schüler an die Schulen fahren. Es gibt keine FFP2 Pflicht, eine einfache MNB reicht. Bitte berichtet über jede Infektion, die an diesen Schulen auftritt. In Bayern öffnen auch die Schulen in Gebieten mit Inzidenz über 100. In 4 Wochen werden wir das Ergebnis sehen. Wie viele werden dafür sterben müssen?

Enjoy your chicken Ted!
1 Jahr zuvor

In MV wird die Präsenzpflicht trotzdem nach den zweiwöchigen Ferien im Februar wieder eingeführt. Die Schulen und Kitas planen schon dementsprechend. Bisher dürfen ja Klassen 1-6 in die Schulen und die Zahlen bleiben hoch. Aber Frau Martin beharrt darauf, dass Kinder ja keine Pandemietreiber seien.

Ich muss da mal was loswerden
1 Jahr zuvor

Das Motto sollte sein: Hier kommt niemand raus ohne sein Gesicht zu verlieren! Die ganze KMK hat sich mitschuldig gemacht und muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

Hier ist es mal angebracht und legitim nachtragend zu sein und die gemachten Fehler der Kultusminister NICHT zu relativieren, jetzt wo sie nach und nach einknicken und VIELLEICHT mal das richtige tun. Denn die Motivation ist WIEDER nur, dass sie ihre eigene Haut retten wollen und nichts anderes. Das muss aufhören!

Ich zumindest bedanke mich bei Frau Eisenmann sicher nicht dafür, dass sie jetzt „heldenhaft“ eingelenkt hat.

Carsten60
1 Jahr zuvor

Das ganze Chaos ist natürlich kein gutes Zeichen. Aber woher wissen wir, dass das primär Wahlkampf ist? Mir scheint, da steckt auch echte Ratlosigkeit dahinter. Was immer angeordnet wird, es könnte kurz darauf schon wieder falsch sein, und ein anderer Experte verkündet das Gegenteil. Und es jedem recht machen, das können die Minister ohnehin nicht.
Was Herr Priboschek aber konsequent verschweigt ist die Tatsache, dass prominente „Bildungswissenschaftler“ immer wieder gefordert haben, die Schulen zu öffnen, weil sonst die „Bildungsungleichheit“ steigt. Also warum werden nicht auch mal diese „Bildungswissenschaftler“ aufs Korn genommen? Man könnte einfach sagen: In dieser Situation ist eben auch eine steigende Bildungsungleichheit das kleinere Übel gegenüber der Ausbreitung dieser Krankheit. Aber niemand scheint den Mut dafür zu haben.

xy
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Carsten60,
nicht zu vergessen die Kinderärzte und längst widerlegten Talkshowvirologen. Wir leben in Zeiten, in denen öffentlich Vorschläge debattiert werden, die nur noch Kopfschütteln auslösen.
Eine Schule zu, die andere auf und dann mal sehen, was passiert. Dazu wird noch ein Stresstest für ITS vorgeschlagen.
https://www.daserste.de/information/talk/maischberger/videos/mb_streeck-100.html
Die Bildungsungleichheit wird vor allem bei Kindern und Jugendlichen extrem, die selbst erkranken und Langzeitfolgen haben oder einen Elternteil verlieren. Diese Traumata wiegen ein verlorenes Schuljahr auf.
B117 ist auch für Kinder und Jugendliche hochansteckend.
https://twitter.com/DrEricDing/status/1345382699071102977?s=20
Um Ihre Frage zu beantworten. Die körperliche Unversehrtheit ist höher zu bewerten als Bildungsungleichheit, die besser zu lindern ist als mit Infektionsgefahr im Klassenzimmer.
Wo bleiben denn die Initiativen, der Lockerungsbefürworter, die armen Kinder zu unterstützen? Gab es schon Spendenaktionen für Laptops und Schreibtische? Oder sind arme Kinder nur das willkommene Wahlkampfmanöver für Dumme? Jeder merkt doch, dass es keinem Politiker um benachteiligte Kinder geht. Die waren vor der Pandemie schon jedem egal und sind es das auch während und nach der Pandemie.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  xy

„Die körperliche Unversehrtheit ist höher zu bewerten als Bildungsungleichheit“
Ja, aber die Redaktion schweigt dazu, und diese „Schreibtisch-Bildungswissenschaftler“ haben konsequent die ganze Zeit seit Beginn der Coronakrise immer nur auf die Bildungsungleichheit hingewiesen, so als sei die unsere größte Sorge.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Die Redaktion kritisiert (vielfach zu Recht) die Kultusminister, aber sie schweigt zu den Forderungen prominenter „Bildungswissenschaftler“, die Schulen offen zu halten, wie hier noch Ende November, also auf dem Höhepunkt der Krise:
https://www.tagesspiegel.de/wissen/vor-der-entscheidung-ueber-den-hybridunterricht-kinder-brauchen-bildung-und praesenz/26647768.html
Diesen Link hatte ich schon einmal hier genannt.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Immerhin ist doch Schleicher mit dabei, der allwissende PISA-Halbgott, der öfter mal hier bei news4teachers Gelegenheit zur Selbstdarstellung hatte. Und Frau Allmendinger ist ja auch nicht irgendwer. Man könnte diese Theoretiker mal als Schwätzer entlarven. Ich denke aber, die Redaktion hat eine Beißhemmung gegen Schleicher und will auch jetzt nicht zustimmen, dass eine steigende Bildungsungleichheit das kleinere Übel gegen die Ausbreitung dieses Virus ist. Es dominieren eben die Gerechtigkeitsapostel. Die Diskussion ist längst eröffnet.
Sorry: in dem Link muss die letzte Zeile mit einem Bindestrich an den Rest angeschlossen werden. Über Google findet man das aber auch leicht.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Siehe dazu auch ein Interview mit Frau Schwesig in der elektronischen Tagesschau unter dem Titel „Kinder, die mehr Unterstützung brauchen, müssen zur Schule gehen dürfen.“ In der Einleitung warnt die Journalistin vor 25 % funktionalen Analphabeten. Da haben wir doch den Konflikt zwischen zwei Zielen.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Es ging um „Beißhemmung“ gegen Schleicher. Der darf immer alles behaupten, er hat die Aura der Unfehlbarkeit. Diese „Bildungsforscher“ erzählen ja nicht einfach, dass Bildung wichtig ist, sondern sie fordern, die Schulen offen zu halten. Genau das aber wird hier mehrheitlich abgelehnt, soweit ich sehe. Was also ist von diesen „Bildungsforschern“ zu halten? Sie sind abgehobene Theoretiker und haben von praktischer Schule eben keine Ahnung.
Und wenn Kultusminister etwas verkünden, dann doch das, was ihre „Experten“ ihnen eingeflüstert haben, also auch die Gerechtigkeitsapostel hinter den Kulissen. Man müsste also viel eher diese „Experten“ kritisch anschauen statt immer nur auf die Kultusminister zu schimpfen. Die Minister können es nie allen recht machen. Aber genau diese „Bildungsexperten“ werden von news4teachers geschont. Sie dürfen nie Unrecht haben.

Bernd
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Sie verrennen sich. Herr Schleicher hat nichts zu entscheiden – die Kultusminister schon. Die Redaktion hat Ihnen ihre Kriterien für die Nachrichtenauswahl erläutert. Und dann ist’s auch mal gut.

Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  Carsten60

Es ist zu billig, immer nur auf die Kultusminister zu schimpfen. Die machen nur, was ihre „Experten“ (oder auch mal ihre Parteitagsbeschlüsse) ihnen nahelegen.

bittedieTrumpsrausausdemSystem
1 Jahr zuvor

Bei schwarz grün unter Lorz ist es noch viel schlimmer. Die ändern gar nichts, hatten nur die Präsenzpflicht aufgehoben und Grundschulen sind schon lange auf, in Frankfurt um 30% voll, bei den Kleinkindern usw. sieht es nicht besser aus. Die Intensivstationen sind auch voll wieder, da gehen im Rhein Main Gebiet die Zahlen scheinbar sogar langsam wieder nach oben. Und- Kommunalwahlkampf macht es möglich- Frankfurt rühmt sich bald unter die 50 zu kommen. Einzig und allein weil sie fast niemanden mehr testen vom Gesundheitsamt aus. Was die schwarz grün rote Stadtregierung da verübt ist ein Verbrechen.

Unerträglich
1 Jahr zuvor

Na da wird Herr „Ich bin kein Querdenker“ Gottschalk schon seine Finger mit im Spiel haben in Frankfurt. Der HR jubelt Frankfurt schon hoch, es ist sie Großstadt mit den niedrigsten Inzidenzen. Ein wahres Wunder mitten in Hessen. Gott(Schalk) ist groß!

AvL
1 Jahr zuvor

Inzwischen haben amerikanische Forscherteams das Covid-19-Virus auf weitere Mutationen hin untersucht und an Hand der möglichen Gensequenzen herausgefunden, welche Mutationen die Antikörperwirksamkeit des Immunsystems aushebeln können, die es so diesem Virus ermöglichen, sich der Immunabwhr des B-Lymphozythen zu entziehen.
Das wären echte Killerviren, gegen die es kaum ein Mittel mehr gibt, außer man isoliert derart infizierte Personen.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/120542/SARS-CoV-2-Forscher-finden-weitere-Mutationen-fuer-ein-Immunescape
https://www.aerzteblatt.de/nachrischten/120640/SARS-CoV-2-Mutationen-gefaehrden-Wirksamkeit-von-Antikoerpern
Alleine die derzeit vorhandenen Virustypen des Covid-19 entfalten schlimme Krankheitsverläufe, und so bleibt uns nichts anderes übrig, als durch Lock-Down-Maßnahmen und weltweite Impfungkampagnen der weiteren Virusvermehrung und der Entstehung seiner therapierefraktären Mutationen entgegenzuwirken !
Wenn derartige Viren entstehen, und es wird dazu kommen, wenn seine weltweite Ausbreitung nicht gestoppt wird, und so wird sich bei Unterlassung einer weltweiten Impfkampagne, durch Mutationen ein regelrechtes Killervirus entwickeln, für dass es bisher kein Mittel zu seiner Abwehr gibt.

Ich_bin_neu_hier
1 Jahr zuvor
Antwortet  AvL
Carsten60
1 Jahr zuvor
Antwortet  AvL

Mich erinnert das an die alte Geschichte zum Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel. Dummerweise sind wir hier der Hase, und das Virus ist der Igel.

xy
1 Jahr zuvor
Antwortet  AvL

AvL,
danke für Ihre medizinische Expertise!
Keine guten Nachrichten und es steht zu befürchten, dass Deutschland die Kontrolle verliert.

Jan aus H
1 Jahr zuvor
Antwortet  AvL

„Wenn derartige Viren entstehen, und es wird dazu kommen, wenn seine weltweite Ausbreitung nicht gestoppt wird“

Das ist der Knackpunkt, den die KMK leider vollkommen ignoriert mit ihrer Politik.

Jede einzelne Infektion ist eine zu viel, denn je mehr Infektionen es gibt, desto mehr Mutationen gibt es. Je mehr Mutationen es gibt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass da etwas dabei ist, das in irgendeiner Richtung fatal ist… ansteckender, resistent gegen die vorhandenen Impfstoffe, tödlicher, …

AvL
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jan aus H

Deshalb ist es in aller Interesse, dass die Impfstoffe schnell in großer Zahl hergestellt werden, damit weltweit das Virus in seiner Vermehrungsrate gestoppt wird und sich somit die beschriebenen Covidvarianten nicht durch Mutationen entwickeln können.
Deshalb ist es auch so wichtig, dass die internationale Staatengemeinschaft konstruktiv zusammenarbeitet, Staaten wie die USA wieder bei der WHO miteingebunden sind und die Impfstoffe allen zur Verfügung stehen.
Andernfalls kommt das Virus als resistente Mutation zurück zu uns.

Erasco
1 Jahr zuvor

Im Saarland sind die Schulen für die Abschlussklassen seit 11.01. für Abiturienten geöffnet. Seit 18.01. für die anderen Abschlussklassen. Auch unsere Bildungsministerin Streichert-Clivot hat keinen Plan B. Unsere Schüler haben gestreikt. Einziger Plan B ist Abiprüfungen um 14 Tage verschoben. Schüler in Präsenz gezwungen. Im übrigen ist Bildungsgerechtigkeit, das einzelne Schüler 6 Wochen in Quarantäne Festtagen. Und gleichzeitig online nach dem Stundenplan zu unterrichten und gleichzeitig in Präsenz nach dem Stundenplan an der Schule zu sein, ist eine echte Herausforderung für die Schulleitung und Lehrer, insbesondere mit einem wenig funktionierenden WLAN.

Hellus
1 Jahr zuvor

Man müsste jetzt eigentlich den Rückgang der Inzidenzen seit den Weihnachtsferien im Zusammenhang mit den getroffenen Maßnahmen im Bildungsbereich auswerten, vergleichend für die verschiedenen Bundesländer. Dann würde sich zeigen, wo wirksame Maßnahmen ergriffen wurden und wo nicht.
Oder gibt es das schon? Dann her damit!

Mary-Elleb
1 Jahr zuvor

Meine liebsten Comedysendungen wurden inzwischen abgelöst durch Auftritte und Nachrichten von den KM….
Manchmal vergesse ich einfach, dass sie es tatsächlich ERNST meinen…

Mary-Ellen
1 Jahr zuvor
Antwortet  Mary-Elleb

Mary-Ellen soll es heißen..wo war die Lesebrille..?

heideblume
1 Jahr zuvor

@avl

Das ist so nicht richtig. In Ihrem Link geht es um die derzeitig produzierten monoklonalen Antikörper, die dann nicht mehr wirken. Man müsste neue entwickeln und produzieren. Das Gleiche gilt für Impfstoffe. Aber auch der menschliche Körper entwickelt bei Kontakt mit dem Virus neue Antikörper. Es ist Panikmache, hier von einem Killervirus zu sprechen, dem die Menschheit hilflos ausgeliefert ist.

xy
1 Jahr zuvor
Antwortet  heideblume

heideblume,
wie auch immer. Schon das alte Virus hat immer noch genug Potenzial 800-1000 Menschen pro Tag zu töten. Ich möchte auch mit diesem Coronavirus nicht leben, geschweige denn mit einer ansteckenderen Variante.

Tina+2
1 Jahr zuvor
Antwortet  xy

Ohne Lockdown würde die Zahl von 800 – 1000 Toten pro Tag noch extrem viel höher liegen.

Mal angenommen, jeder Infizierte würde pro Tag nur einen weiteren bisher gesunden Menschen anstecken, dann würde es ganze 34 Tage dauern, bis die komplette Weltbevölkerung durchseucht wäre.

Schwer vorstellbar, so eine exponentielle Verbreitung aber mir hat es schon im letzten Januar die Augen geöffnet. Einfach mal nach „Schachbrett Reiskorn“ googeln…

AvL
1 Jahr zuvor
Antwortet  heideblume

Die monoklonalen Antikörper entsprechen dem Wirkprofol ihres Immunsystem und so bedeutet deren Unwirksamkeit gegen bestimmte Virusmutationen auch die Unwirksamkeit ihres und anderer Immunsysteme, weil die betroffenen Antikörper nicht mehr am Covidvirus andocken können, um dieses zu zerstören.
Je länger eine Covidvirus-Infektion in einem Organismus abläft, desto besser stellen sich die überlebenden und Viren durch ihre Mutationen auf den Wirtorganismus ein.
Betroffen von derartig langen Infektionsabläufen sind Patienten mit einem schweren Defekt im Immunsystem der B-Lymphozyten und der steuerungszellen der Immunabwehr. Und deshalb ist es absolut notwendig und richtig derartige Patienten sofort mit einem derart teuren Medikament der monoklonalen Antikörper zu behandeln, da sich sonst in deratig vorerkrankten Patienten resistente Coronaviren in Folge fortlaufender Mutationen entwickeln können.

fabianBLN
1 Jahr zuvor

Wenn man die Artikel und Kommentare bei n4t liest, dann kommt man sich vor wie auf einer Personalratsversammlung mit Lehrern und Erziehern: Alles ist schlecht; nichts ist gut; keiner mag uns; alle hassen uns; wir bekommen einen Hungerlohn und sind 24 Stunden am Tag im Einsatz, kurz: Wir haben den beschissendsten Beruf der Welt …

Jo mei, dann such dir doch einen anderen Job.

AvL
1 Jahr zuvor
Antwortet  fabianBLN

Aus meiner Sicht ist es jetzt an der Zeit die Lehrer und Erzieher zügig zu impfen, denn schließlich sind diese die einzig verbliebenen Gruppen, die sich bezogen auf einen passiven Schutz relativ ungeschützt in größeren Menschengruppen über einen größeren Zeitraum aufhalten. Wir wissen aus validen Daten, dass Kinder in gleicher Weise von meist asymptomatischen Infektionen des SARS-Virus betroffen sind und diese dadurch unerkannt zu Überträgern werden. Das darf man in der pndemie bei derart hohen Infektionszahlen nicht außer Acht lassen, denn auch bei jungen Erwachsenen treten in Folge der Infektion bleibende Schäden in Form einer Virusmyokarditis, akute Nierenschädigungen mit dem Verlust zahlreicher Nephrone und neurologische Nachwirkungen auf. Ich kenne genügend Kollegen, die derartige Nachwirkungen im Moment verarbeiten und sich von diesen erholen. Da kann man nicht einfach sportlichen Aktivitäten nachgehen, wie man diese gewohnt war auszuüben vor der Erkrankung.
Da bleibt einem die Luft weg, joggen geht gar nicht mehr und beim Schwimmen wird es ähnlich sein.

Ich_bin_neu_hier
1 Jahr zuvor
Antwortet  AvL

@AvL: „denn auch bei jungen Erwachsenen treten in Folge der Infektion bleibende Schäden … auf“ – Entschuldigung, aber meinen Sie mit „jungen Erwachsenen“ die „Lehrer und Erzieher“, deren zügige Impfung Sie befürworten? Die Altersverteliung der Lehrkräfte ist eigentlich eher so, dass man nicht unbedingt von „jungen Erwachsenen“ sprechen würde – gerade mal 36% sind unter 40 Jahre alt.

QUELLE:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Schulen/Tabellen/allgemeinbildende-lehrkraefte-altebundeslaender.html

Dabei zeigen sich zwischen den einzelnen Bundesländern massive regionale Unterschiede in der Altersstruktur:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4184/umfrage/altersstruktur-der-lehrkraefte-an-schulen-2005-06/
https://www.t-online.de/leben/familie/schulkind-und-jugendliche/id_88169740/statistik-so-alt-sind-deutschlands-lehrer.html

AvL
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ich_bin_neu_hier

Ich kenne namentlich Patienten, die jünger als 40 Jahre alt sind und als Folge einer coronabedingten Myokarditis momentan keinen Sport mehr treiben können, da diese bei leichter Belastung bereits Symptome einer Herzinsuffizienz in Form von Luftnot und Kurzatmigkeit aufweisen. Außerdem treten Wortfindungsstörungen und schwerere Form von extremer Müdigkeit nach Alltagsbelastungen auf, die als Fatigue-Syndrome beschrieben werden. Wer kann denn schon genau sagen, welche Nervenzellen da beeinträchtigt wurden.

W.
1 Jahr zuvor
Antwortet  fabianBLN

@fabianBLN

„Wenn man die Artikel und Kommentare bei n4t liest, dann kommt man sich vor wie auf einer Personalratsversammlung mit Lehrern und Erziehern“

n4t = Nichts für Trolle?
n4t = Nichts für Trottel?

Na geh weida, Burli. Des „t“ ist für Lehrer, und Erzieher san’s a do, gell?
Jo mei, dann such dir doch ein anders Forum, Burli.

Erasco
1 Jahr zuvor

Korrektur:
,dass
Und in Quarantäne festsaßen

gehtsnoch
1 Jahr zuvor

In Seniorenanlagen und Pflegeinrichtungen werden Bewohner und Personal theroretisch angenommen durchgeimpft.
Verhältnis Heim: 1: 0,9 (Bewohner/Pflegekraft)

An Schulen dann nur die Lehrkräfte impfen. Verhältnis Schule: 1:15 (LuL/SuS)

Nach LuL-Impfung ist die Schule also wieder „sicher“ aber kein Gesundheitsschutz von SuS ?

KnechtRuprecht
1 Jahr zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Mhm genau, da kann man auf den neuen Slogan der KM warten: „Nach der Impfung der Lehrer sind die Schulen sicher.“
Im Klassenzimmer wäre dann vorne eine Person mit Impfung: Immunitätsstatus mehr oder weniger hoch, vielleicht dennoch weiterhin Virusausscheider – und dann sind da noch so 15 bis 32 weitere Personen im Raum, alle ungeimpft, dicht an dicht … hätten wir da ein Problem?