Mobile Endgeräte für Schulen – Neuer Leitfaden für Schulleitungen

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Clever beschaffen, sicher einsetzen

DARMSTADT. Ausgelöst durch die Corona-Pandemie stellt der Bund Fördergelder für den Kauf mobiler Endgeräte für Lehrkräfte zur Verfügung, die nun zügig angeschafft werden. Schulleiterinnen und Schulleiter stehen vor wichtigen Entscheidungen, die über den Erfolg dieser Investitionen mitbestimmen. Unterstützung bietet der neue Leitfaden „Digitale Endgeräte“ des Didacta Verbandes, der kurz und verständlich zusammenfasst, worauf es dabei ankommt.

„Bei der Entscheidung für mobile Endgeräte sollten Schulleitungen verschiedene Aspekte beachten, damit diese notwendige Investition in die Ausstattung der Lehrenden und Lernenden nicht wirkungslos verpufft“, sagt Volker Jürgens, Vizepräsident des Didacta Verbandes. Die mobilen Endgeräte müssen angeschafft, eingerichtet, eingebunden, verwaltet und verliehen werden. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen mit passenden Anwendungen und Inhalten versorgt und bei Fragen und Fehlfunktionen betreut werden. Volker Jürgens: „Mobile Endgeräte können nur dann zum Bildungserfolg beitragen, wenn diese Herausforderungen insgesamt gemeistert werden. Einzelne Bausteine führen nicht zwangsläufig zu einem funktionierenden Ganzen.“

Für die Praxis

Durch eine produktive und kreative Verbindung von analogen und digitalen Bildungsangeboten können Fach- und Lehrkräfte neue Lerngelegenheiten kreieren und Lernprozesse stärken. Diese Verbindung schafft die Bildungswirtschaft. Weitere Leitfäden, Anregungen und Forderungen „Aus der Praxis für die Praxis“ finden Sie auf der Internetseite des Didacta Verbandes.

Hier lässt sich der Leitfaden herunterladen.

Didacta Verband unterstützt Schulträger, Kommunen und Schulen bei der Vorbereitung des digitalen Unterrichts

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2 KOMMENTARE

  1. Ach nein, nicht schon wieder ein Handbuch, das eine schnelle günstige Lösung durch die Bildungswirtschaft für Probleme bei der Digitalisierung von Schulen verspricht!

    „Die mobilen Endgeräte müssen angeschafft, eingerichtet, eingebunden, verwaltet und verliehen werden. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen mit passenden Anwendungen und Inhalten versorgt und bei Fragen und Fehlfunktionen betreut werden.“

    Genau! Und dies sollte NICHT durch die Bildungswirtschaft sicher gestellt werden, sondern zum einen durch eine individuelle Betreuung von Lehrer*innen und Schüler*innen durch fest installierte IT-Fachkräfte an den Schulen. Zum anderen durch eine bundesweite Plattform für sichere und kostenlose Software (Appell an die KMK!) So wie es in anderen Ländern schon Usus ist. Hierzu stellt dann jedes Bundesland finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung und schon ist der Drops gelutscht.

    „Durch eine produktive und kreative Verbindung von analogen und digitalen Bildungsangeboten können Fach- und Lehrkräfte neue Lerngelegenheiten kreieren und Lernprozesse stärken. Diese Verbindung schafft die Bildungswirtschaft.„

    Nein, sorry, aber diese Verbindung steht unter dem Primat der Didaktik. Soll heißen, es ist Aufgabe von professionellen Fachkräften (hier: Lehrkräften), die vor dem Hintergrund einer kritisch-optimistischen Grundhaltung eine Entscheidung treffen, ob sie digitale oder/und analoge Medien in ihrem Unterricht einsetzen. Für die Professionalisierungen sind die Bundesländer zuständig. Ich hatte an anderer Stelle schon einmal die Forderung nach einem Fortbildungkonzept mit Umsetzungsgarantie von der KMK gefordert, das das Erfordernis des lebenslangen Lernens im Kontext der Digitalisierung beinhaltet. Also: Die Lösung sollte in der Professionalisierung aller Lehrkräfte und einem permanenten IT-Support vor Ort liegen und nicht in einem von der Bildungswirtschaft herausgegebenen Handbuch für Schulleitungen. Das entspricht einer Vorstellung von Transformationsprozessen aus dem vorigen Jahrhundert, aber keiner vor dem Hintergrund einer Bildung 4.0.

    …. und dann schwebt über allem dieses Schwert, dass Potenziale zerfleischt und von vielen Entscheidungsträger*innen verdrängt wird: Unsere Netzwerkverbindungen, die leider ein schnelles und stabiles Internet aufgrund der ‚freundschaftlichen‘ Verbindungen von Politik und Wirtschaft vor 40 Jahren und der daraus resultierenden Entscheidung gegen die Glasfasertechnik in Verbindung mit der Abgabe der Hoheit über die Netze für (fast) alle Nutzer*innen unmöglich macht.

    Bitte liebe KMK, wenn Sie das nächste Mal Beschlüsse über Digitalisierung an Schulen fassen – ich hoffe, das passiert bald -, denken sie an das Schwert und laden Sie den Minister für Infrastruktur und die Bundeslanzlerin ein und fragen Sie nach, warum der Transformationsprozess der Digitalisierung an Schulen auf die Anschaffung von Geräten mit Handbüchern reduziert wird, obwohl das eine Sackgasse ist. Sie dürfen mich gerne zitieren – ich suche ihnen auch meine Quellen heraus. Danke!

  2. Kommt das nicht etwa ein volles Jahr zu spät? Mobile Endgeräte sind unerlässlich für digitalen Unterricht, allerdings fehlen diese aus meiner Erfahrung oft eher bei den SuS, als bei den Lehrern. Und auch das beste Gerät ist absolut nutzlos, wenn die Schule noch immer nicht über einen (leistungsstarken) Internetanschluss verfügt. Jahrelang wurde bei der Digitalisierung verschlafen, nun zeigt sich wer am Ende darunter leidet: due SuS.

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