GEW kritisiert Kretschmann wegen Sparkurs: Kitas und Schulen müssen leiden!

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Die Bildungsgewerkschaft GEW hat den für 2022 geplanten Sparkurs der grün-schwarzen Koalition in Baden-Württemberg scharf kritisiert. «Die grün-schwarze Landesregierung verabschiedet sich schon wenige Wochen nach ihrem Start von den meisten bildungspolitischen Zielen, die sie in ihren Koalitionsvertrag geschrieben hat», sagte GEW-Landeschefin Monika Stein am Montag. «Allen ist klar, dass selbst nur für die dringend notwendigen Investitionen in Kitas und Schulen infolge der Pandemie die Schuldenbremse weiter aufgehoben werden muss.»

In der Kritik: Ministerpräsident Kretschmann. Foto: Baden-Württemberg.de

Mit ihrer Haushaltspolitik sorge Grün-Schwarz unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dafür, «dass in den nächsten Jahren zu wenig Personal in Kitas und den Klassenzimmern sein wird, viele Kinder und Jugendliche weiter abgehängt bleiben und sich Baden-Württemberg von Projekten wie Ganztagsausbau, Inklusion und Bildungsgerechtigkeit verabschiedet». Die Spitzen der grün-schwarzen Koalition hatten am Freitagabend beschlossen, im Haushalt 2022 ohne neue Kredite auszukommen und mindestens 250 Millionen Euro einzusparen.

Stein beklagte zudem, dass in diesen Tagen viele angehende Lehrkräfte die Information erhielten, dass sie im nächsten Schuljahr keine Stelle bekommen. «Wir brauchen ab dem 13. September unsere gut ausgebildeten Profis in den Klassenzimmern und nicht in den Arbeitsagenturen. Wir erwarten von der Landesregierung eine mutige Bildungs- und Finanzpolitik und eine Einstellungsoffensive für die notwendige gute Bildung in unserem Land.» dpa

Kretschmann will bis zu zwei Drittel der Klassenräume mit Luftfiltern ausstatten

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4 KOMMENTARE

  1. Herr Kretschmann und Frau Schopper pflegen eisern den Flickenteppich und sind nicht bereit den veralteten Teppich der Bildung zu entsorgen. Einen neuen Bildungsweg nach der schweren
    Krise sind Kretschmann und Schopper nicht bereit für die Schülergeneration zu gehen. Das Aufholprogramm ist eine reine Augenwischerei und geschmachlos den Schulen gegenüber.
    Herr Kretschmann und Frau Schopper setzen keine Lichtblicke um die Bildungsschere in einer angemessenen Zeit aufzuarbeiten. Herr Ralf Scholl vom PhV-BW hat ein Aufholjahr G9 gefordert um der heranwachsenden Generation nach der langen ausgebremsten Lebensphase eine wohlwollende Bildungszeit zu ermöglichen. G8 Schüler sind am Limit Ihrer Belasbarkeit angekommen und keine tragende Bildungszeit wird für eine gebeutelte Schülergeneration zur Verfügung gestellt.https://www.openpetition.de/petition/online/corona-aufholjahr-im-g9-modus-zur-rettung-der-bildungsqualitaet
    Was für einen Wert hat Bildung noch für Kretschmann und Schopper in BW noch. Der Sparkurs bringt keine langfristigen Lösungen für die Schulen. Das G8 sich nicht bewährt ist allen bekannt und die Forderungen nach G9 umszustellen ist schamlos und respektlos übergangen worden. Die Not der Schüler in allen sozialen Schichten egal welcher Herkunft hat Kretschmann und Schopper nicht anerkannt. Weiterhin erhalten die Schüler und Schulen ein kleines Trostpflaster die aber die Lernrückstände nicht heilen können. Die Wunde ist groß bei den Schulen und es braucht neue Prozesse um den Defizieten gerecht zu werden. Es beginnen in BW-bald die Ferien und keine Lösungen liegen für die Schulen und Schüler auf dem Tisch. Man redet von einem Impf-Bonus und welchen Bonus erhalten die Schüler.

  2. Herr Kretschmann der Kittel brennt und es eilt etwas zu tun.https://www.phv-bw.de/phv-bw-zum-thema-raumluftfilter-fuer-schulen/
    Packen Sie es endlich mit Frau Schopper und sorgen für Sicherheit an den Schulen und für ein gelingentes neues Schuljahr. G8 Schüler in BW haben keinen Spielraum mehr und dies ist sicherlich auch bei Ihnen als ehemaliger Lehrer angekommen. Der Kittel brennt und eine tragende Handlungsfähigkeit ist angesagt. Der Wahlkampf läuft …Uns rennt die Zeit davon…

    • Wir im Norden sind schon in die nächste Runde gestartet. Am 2.8. war unser Schulstart.
      Die Testpflicht für Reiserückkehrer kam für uns zu spät.

      Da das arme Land SH keine Luftfilter bereitstellen kann, lockern wir die Corona-Beschränkungen drastisch, um unseren Touristen einen unbeschwerten Urlaub zu ermöglichen. Keine Testpflicht für die Innengastronomie, kaum noch Kontaktbeschränkungen in Innenräumen oder auf Veranstaltungen, Aufhebung der Kohorten an Schulen usw.

      Der olympische Gedanke „schneller, höher, weiter“ ist endlich bei uns angekommen.
      Krebsten wir früher immer im UNTEREN Inzidenzbereich vor uns hin, liegen wir jetzt mit 30,6 im Land komfortabel ÜBER dem Bundesdurchschnitt.
      Ab dem 17.08. sollen nun aber mobile Impfteams an weiterführenden Schulen aufschlagen!

      Ob wir unseren tollen Vorsprung nur mit den ungeimpften 0-12 jährigen weiter ausbauen können?

      Unsere einzige Hoffnung auf einen der vorderen Plätze ist, dass weiterhin nur positiv getestete Personen in Quarantäne müssen und unsere Gesundheitsämter schon wieder die Segel streichen, weil sie „überlastet“ sind. Keine Testpflicht für Kontaktpersonen 1. Grades, das macht Hoffnung!
      Selbst Geschwister eines positiv selbst- getesteten Kindes müssen die Schule nicht verlassen, wenn ihr Selbsttest negativ war. Es gibt nur falsch-positive Ergebnisse.

      Die Aufhebung der Präsenzpflicht wurde sehr erschwert. Man braucht nun ein ärztliches Attest, das (amtsärztlich oder gerichtlich) überprüft werden muss.

      Ich gelte seit Ende Mai als vollgeimpft und kann mir diesen sportlichen Wettkampf relativ entspannt ansehen.

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