«Keiner schreit, hier bin ich» – Lehrer für Sommerschule gesucht

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MÜNCHEN. Lernen in den Ferien, um Corona-Rückstände aufzuholen? Das stößt nicht nur manch einem Schüler sauer auf. Auch viele Lehrer sind von der Sommerschule nicht begeistert. Deshalb ist dringend anderes Personal gesucht – egal wie alt.

Viele Schülerinne und Schüler sollen in der Sommerschule Corona-Lernrückstände aufarbeiten – doch woher dafür die Lehrer nehmen? Schulen schreiben derzeit pensionierte Lehrer, Studierende und bekannte Vertretungslehrer an, um Personal zu finden. Auch Eltern melden sich vielerorts um zu helfen, wie die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), Simone Fleischman bekanntgab. Denn das Interesse der eigenen Lehrer scheint mancherorts nach dem Corona-Stress nicht gerade überwältigend zu sein.

Sommerschule ohne Lehrer? Schwierig! Foto: Shutterstock

Um die Schulen zu unterstützen, sei eine Vermittlungsbörse auf der Webseite des Kultusministeriums freigeschaltet worden, erklärte ein Ministeriumssprecher. «Aktuell sind dort rund 2600 interessierte Personen registriert.» Die Schulen würden selbst entscheiden, ob sie ihre eigenen Lehrer oder Externe einsetzen.

Mit dem Programm «gemeinsam.Brücken.bauen» sollen Kinder, die wegen der Schulschließungen in der Pandemie Stoff verpasst haben, gefördert werden. Die Eltern der Schüler, die dafür infrage kommen, werden von den Schulen informiert und können dann entscheiden. Wie viele Schüler sich für das freiwillige Angebot im Freistaat bisher angemeldet haben, weiß das Kultusministerium nicht.

Das Förderprogramm werde auch an bayerischen Hochschulen und bei den Trägern der Erwachsenenbildung beworben, so das Ministerium. Es gebe derzeit keine Informationen, dass ein geplantes Angebot wegen Lehrermangels nicht durchgeführt werden könne.

Doch die Akquise gestaltet sich vermutlich schwieriger, als das Kultusministerium bekanntgibt. In einer Mail aus einer Schule in München heißt es zum Beispiel: «Es haben sich viele Schüler angemeldet (ca. 60 in jeder Woche), so dass wir Schwierigkeiten haben, ausreichend geeignete Lehrer zu finden.» Vor allem ältere Schüler oder Studenten würden sich als Personal melden, aber ganz wenige «Lehrer im Dienst».

Auch BLLV-Präsidentin Fleischmann hat festgestellt: «Kein (Lehrer) schreit jetzt: Hier bin ich», sagte sie. Denn auch sie hätten Anspruch auf Urlaub.

Das Problem Lehrermangel – das besonders Grund-, Mittel- und Förderschulen trifft – werde nun auf die Direktoren abgewälzt, kritisierte Fleischmann. Diese müssten nun Personal für die Sommerschule finden – wenn sie das nicht schafften, würden sie verantwortlich gemacht. Ihr Fazit: Das Konzept der Sommerschule sei «exzellent», aber die Umsetzung unrealistisch. (dpa)

Pensionäre, Referendare und Studierende sollen für zusätzliche Förderung sorgen. Und Schüler

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40 KOMMENTARE

  1. Für den regulären Stundensatz würde man bestimmt genügend Lehrer finden. Aber selbst für die deutlich geringere Mehrarbeitsvergütung wäre es einfacher.

    • Bei den Überstunden, die die Lehrer vor sich herschieben, findet man keinen. Und mit 19€ brutto Mehrarbeitsvergütung in NRW als Grundschullehrer ist das auch nicht verwunderlich, gelle!?

  2. Da spielen nach meinem letzten Infostand schon auch noch ein paar andere Faktoren rein:

    1. Ehemalige Lehrer und Studenten und andereschulfremde Personen brauchen ein Führungszeugnis.
    2. Lehrer im aktiven Dienst bekommen einen extra Vertrag, der einen irren Schreibaufwand für mehrere Beteiligte bedeutet, zusätzliche Gespräche mit dem Finanzamt nach sich ziehen kann und danach in der Endbilanz finanziell völlig uninteressant ist, erst recht, wenn man den Aufwand berücksichtigt.
    3. Räumlichkeiten in der Schule sind oft schwierig zu bekommen, da Renovierungsarbeiten, Grundreinigungen anstehen und zusätzliches Reinigungspersonal auch während der Ferien benötigt wird, wenn mehrere Personen sich dort aufhalten, zur Toilette gehen, Handtücher benutzen, Müll wegwerfen, Desinfektionsmittel benötigen,…
    Es müssten Schlüssel ausgegeben werden oder der Hausmeister zur Daueranwesenheit verpflichtet werden.
    4. Das Schuljahr endet am 31.07. Viele Lehrer bekommen einen neuen Schulort zugewiesen. Die müssen ihr Klassenzimmer räumen und sich mit der neuen Schule in Verbindung setzen. Die haben keine Lust, sich in der neuen Schule mit Sommerschul-Förderspielchen einzuführen oder sich noch ewig an die alte zu hängen.

    • Kleiner Nachtrag:
      Die 60 angemeldeten Schüler sind auch eher eine Seltenheit. Funktioniert in München, wo die Kids zu Fuß ihren Schulweg gehen.
      Bei uns hatte sich das Angebot erledigt, als klar war, dass keine Busse fahren und die Kinder gebracht und geholt werden müssen. Nachdem wir keinen vollen Unterrichtstag mit mindestens vier Stunden anbieten wollten, war für die kurze Betreuungszeit den Eltern der Aufwand zu hoch.

  3. Die Sommersommerschule ist reine Augenwischerei undkann nur von einem geringen Teil der
    Schüler wahrgenommen werden. Der Ausnahmezustand hat alle sozialen Schichten getroffen
    und egal welcher Herkunft und dies haben die KM immer noch nicht anerkannt. Jeder Schüler hat Lernrückstände in einem unterschiedlichen Ausmaß und Verfestigung des Schulstoffes hat für keinen ser Schüler statt gefunden. Den genz schlechten Schülern wird diese Sommerschule nicht ausreichen zur Aufarbeitung und die Motivation ist auch nicht vorhanden. Keiner der Lehrer wird hier „SCHREIEN“ um die Sommerschule zu unterstützen. Die Leherer sind am Limit denn die haben für die Schüler und Eltern außergewöhnliches geleistet und brauchen Ihre Auszeit. Die haben während der Pandemie vieles für die Schüler möglich gemacht, was die KM nicht auf die Beine stellten konnten. Dieses Förderprogramm ist reine Verarschung für Schüler und Eltern. Die KM haben in der Pandemie keine faire Lösungen für die Schulen angestrebt und keine Austausch direkt mit den Schulen geführt. Sie haben sich alles passend gemacht in Ihren eigenen Vorstellungen und die Realität der betroffenen Schülergeneration schamlos ausgeblendet. Mit der Wahrheit haben es die Damen nicht so genau genommen, wie es wirlich für viele Schüler aussieht.

  4. Vielleicht ist das Konzept doch nicht so exzellent, weil mal wieder die Bürokratie im Vordergrund steht. Wo ist denn das Problem, quasi ein 1:1-Nachhilfeprogramm ins Leben zu rufen, bei dem Einzelnachhilfe zu Hause stattfindet? Es geht doch den freiwilligen Helfern ( Eltern, Studenten, Schülern, ehemaligen Lehrern… ) darum, unbürokratisch und quasi ehrenamtlich (und zeitlich begrenzt) zu helfen, um die Folgen des letzten Schuljahres zu lindern. Hier könnte man in Form einer Aufwandsentschädigung für Ehrenamtler ohne Aufwand mit dem Finanzamt viel bewirken. Die SuS bekämen individuelle Einzelförderung in Absprache mit der Schule und bestimmt würden auch für die Zukunft positive Beziehungen zwischen SuS und den Lehrenden entstehen, die evtl. auf privater Basis weitergeführt werden. Ich glaube nicht, dass es den Freiwilligen darum geht, möglichst viel Geld dafür zu bekommen. Für beide Seiten ist mit Sicherheit der Einzelunterricht sinnvoller und einfacher als Unterricht in bunt gemischten Gruppen, in denen der Erfolg doch sehr zweifelhaft ist.

      • Stimmt. Ich kann nur folgende Generationen warnen bloß Gymnasiallehrer zu werden. Sind sie GS leer, merken die vielleicht was.

          • Würden Sie das wollen? Selbst bei gleichem Einkommen würde ich an einer Grundschule nicht arbeiten wollen. Umgekehrt glaube ich auch nicht, dass viele Grundschullehrer die Stufen 7 und höher oder gar Oberstufe unterrichten wollen würden.

          • Ist echt so. In NRW kannst du mit Sek2 an die GS. Da freut sich die Gebauer sogar wenn du das machst. Und Sek1 geht auch. Mit Sek2 darf man irgendwie alles. Wieso gibts die anderen Studiengänge nochmal?

          • @Georg
            Es geht ja nicht darum was ich will, sondern um eine pragmatische Sichtweise.
            Würde mich Schüler fragen, die Lehrer werden wollten, würde ich ihnen raten, selbst wenn sie an einer Grundschule anfangen wollten, dass sie besser für Sek II (Gymnasium oder Berufsschule) studieren, da ihnen dann wirklich alle Türen offen stünden und sie auch noch besser verdienen würden.

            So hält man sich alle Türen offen – versuch dagegen mal als Grundschullehrer (falls, so wie es die KMK berechnet hat, egal ob richtig oder falsch, es ab 2025 zuviele GS-Lehrer geben soll und du keine Stelle mehr findest) an einer Berufsschule oder Gymnasium anzufangen.

            Auch solche Türchen muss man sich offen halten, denn irgendwann will man ja auch eine Familie ernähren und ein Häuschen abbezahlen. Und seien wir einmal ehrlich, als Frau ist der Druck beim Verdienst nicht so hoch wie für uns Männer. Die können es sich leisten in Teilzeit zu arbeiten oder schlechter bezahlte Stellen anzunehmen. Als Mann herrscht da noch ein ganz anderer Druck.

          • Menschen arbeiten um Geld zu verdienen. Eigentlich doch ein völlig normaler Vorgang! Was ist daran erschreckend?

          • Und du bist der Erste, der freiwillig sein Gehalt spendet stimmts? Wo bist du denn eingruppiert? Hast du auch einen Master und bist im gehobenen Dienst bei A12? Oder wirst du korrekt und fair mit A13 aufwärts besoldet? Solche Leute unterstellen dann nämlich oft die Bösen GS-Lehrer wären so raffgierig, während man selbst wie selbstverständlich für den gleichen Job mit gleichee Ausbildung jeddn Monat seine Extraportion aufs Konto bekommt

          • Ach, und Sie arbeiten natürlich aus reiner Herzensgüte und unentgeltlich Vollzeit? Die meisten Lehrer üben ihren Beruf mit viel Herzblut aus. So auch ich. Aber nach diesem Jahr auch noch in meinem Urlaub arbeiten?! Ohne mich!

          • Besoldungsempfänger werden alimentiert, von Vergütung für geleistete Arbeit ist da keine Rede. Die Besoldung ist das bedingungslose Grundeinkommen von Beamten und Innen, das am Monatanfang überweisen wird, wenn das LBV nicht pennt.

          • @Anfänger
            Quatsch, totaler Blödsinn!
            Ich arbeite an einer Berufsschule mit 27 Std. ,seit 10 Jahren in der Endstufe von A11! Dies schon seit mehr als 10 Jahren!!!!! ohne Aufstiegsmöglichkeit in A12, da es keine Funktionsstellen, seit Jahrzehnten, gibt?
            Ja, auch A11 gibt es im Schuldienst!

  5. Irgendwas stimmt da nicht:
    Pensionisten müssen Angst haben, dass ihnen die Vergütung gegen die Pension aufgerechnet wird und für lau stelltz sich keiner vor die Schüler und geht obendrein ein erhöhtes Infektionsrisiko ein!
    Außerdem sind die Gelder so begrenzt, dass ich einen Fall kenne, in dem ein Student mit 1. Staatsexamen nur einen Teil der benötigten Stunden eingestellt wurde, weil laut Schulamt das Geld fehlt.
    Dass Kollegen im Dienst sich nicht melden, ist verständlich. Sie hatten in diesem Schuljahr noch kaum Ferien, brauchen Zeit zur Nach- und Vorbereitung des Schuljahres und vor allem Erholung.
    Fazit: Publikumswirksam propagiert, bürokratisch umgesetzt, Erfolg fraglich.
    rfalio

  6. Man findet auch deshalb schlecht LehrerInnen, weil es diese Sommerschule meines Erachtens sinnlos ist. Viele Eltern nutzen das als kostenlose Ferienbetreuung…

  7. Da die Sommerschule freiwillig ist, erreicht sie auch nicht alle. So hat man dann hinterher die, die was aufgeholt haben und die, die nichts aufgeholt haben. Was bringt das? Es geht doch darum, dass alle wieder normal mitmachen können, oder?

    @Caro, die meisten Lehrer wechseln doch in den Sommerferien nicht die Schule. Aus welcher Perspektive schreiben Sie?

    • Ich vermute mal befristet eingestellte Lehrkräfte. Die sind finanziell zudem ggf. auf die Sommerschulen angewiesen.

    • Ach, Sie gehen also davon aus, dass die Kinder tatsächlich etwas in der Sommerschuhe aufholen? 3 Stunden am Tag, Kinder unterschiedlicher Klassen und Schulen, unqualifizierte Lehrer ohne Kenntnisse über die Lernlücken, …

      Nebelkerzen…

  8. Konkret: Ich hätte nach diesem Horrorjahr in dem ich tatsächlich auch Wochenends und in vielen Ferien durchgearbeitet habe, mich nebenher digital fortgebildet habe und in den Ferien bereits für das neue SJ vorbereite und alte Akten und liegengebliebenes aufarbeite, keine Kraft um noch „Somneraufbewahrungscamp“ zu spielen. Wenn die Politik wirklich etwas hätte bewegen wollen und nicht Augenwischerei betrieben hätte, hätte man die Klassengröße vor allem in GS verkleinert, um die Kinder über das SJ besser zu fördern und zusätzlich pädagogische Personal angestellt, um Lehrer zu entlasten im Unterricht.

    • Genau mein Gedanke. Diese Sommerschulnummer wird unterm Strich niemandem langfristig helfen. Die offensichtliche Lösung mit verkleinerten Klassen will leider keiner der Verantwortlichen. Könnte ja ein Erfolg werden – und dann wollen das vielleicht noch alle, dauerhaft.

  9. Als Beitrag zum intensiveren Lernen im kommenden Jahr schreibt RLP einen verpflichtenden „Demokratietag“ vor. Was da zu tun ist, soll sich jede Schule selber ausdenken.

  10. In Baden-Württemberg wird das Konzept „Lernbrücken“ genannt. Auch hier gibt es fast keine Lehrer die daran teilnehmen möchten. In meiner Schule haben zwei Kolleginnen, die letztes Jahr mit dabei waren, gefrustet das Handtuch geworfen. Ihre Verbesserungsvorschläge wurden in keinster Weise berücksichtigt.

    Wie soll es auch klappen, 16 Schüler aus den Klassenstufen 1 bis 4 parallel zu beschulen und mit jedem individuell seine Lücken zu fördern?

    Je Stunde (ich meine es handelt sich um eine reale Stunde, nicht um eine Schulstunde) erhalten die Kolleginnen dieses Jahr 40€, letztes Jahr 30€. Nicht eingerechnet sind dabei der Einführungskurs, die Vor- und Nachbereitung. Macht man dies gewissenhaft, ist es lohnender und stressfreier bei Rewe die Regale auf 450€-Basis zu befüllen.

    Ein weiterer Aspekt der mich abschreckt ist die Quarantäne- und Gesundheitsgefahr. Bisher durfte ich ein Teil meiner Ferien in Quarantäne verbringen ohne danach einen Ausgleich dafür zu erhalten. Das Risiko mich bei den Lernbrückenschülern anzustecken oder meine Familie dadurch zu gefährden ist mir persönlich zu hoch. Es fehlt leider nach über einem Jahr Pandemie immer noch an den nötigsten Gesundheitsschutzmaßnahmen. Nachdem die Lernbrücken-Schüler alle aus dem Urlaub gekommen sind, ist dies der erste Feldversuch, ob Unterricht nach den Ferien klappen kann. Ich möchte da kein Laborhäschen sein.

    • 40 €? In unserer Stadt bekamen wir ganze 15 € (!) angeboten. Logisch, dass sich dafür keine LK findet. Nun beaufsichtigen Gymnasialschüler die Kinder, während die die Pläne abarbeiten, deren Erstellung Frau Gebauer natürlich den LK aufgedrückt hat (selbstverständlich ohne zusätzliche Bezahlung oder Überstundenanrechnung).

  11. Erstaunlich, dass sich so wenige Freiwillige melden.
    Ich meine da genau die Freiwilligen, die NICHT als professionelle Lehrerkräfte im Berufsleben stehen.
    JETZT könnten doch mal alle Meckerer und Immer-und-alles-Besserwisser VOR ORT zeigen und beweisen, dass sie tatsächlich etwas auf die Reihe bekommen, dass sie den Betrieb Schule quasi so nebenher gewuppt kriegen!

    Insbesondere, wenn es um die Hauptfächer geht: Deutsch kann doch sowieso jeder? Mathe doch auch, besonders wenn es um die alltagsnahen „Rechenprobleme“ geht? Also, das Fachwissen und die Didaktik haben sich viele Leute mal eben so draufgeschafft, das ist also vorhanden, daran kann es also nicht scheitern.

    Und im „Homeschooling“ waren doch gefühlt (und so geht oft das Narrativ) ganz, ganz viele Eltern auch !!! noch Lehrer und haben den Lehrern den Job abnehmen müssen! Also ist auch mittlerweile klar, wie man an vielen Stellen gleichzeitig und binnendifferenziert arbeitet, auch in Großfamilien hat man bestimmt NICHT 30 Kinder in der Wohnung/im Haus sitzen. Praxiserfahrung ist vorhanden.

    WO sind diese „Experten“ denn alle?
    Müssten jetzt nicht eigentlich diese Leute in Warteschlangen vor den Schulen stehen?
    (Keine Ironie.)

  12. Es kommt auf die Ansprache an. Ich selbst habe ehemalige Schüler angesprochen, die jetzt Lehramt studieren und hatte keine Probleme Helfer zu finden. In unserem kleinen Ort habe ich so 32 Studenten und Abiturienten, die von überall wieder „nach Hause kommen“ und für 14 Tage aktiv werden. Insgesamt können so an einer einzigen Schule 520 Anwahlen (jeder Kurs läuft über eine Woche)versorgt werden und niemandem der lernen will, wird angesagt. Ich freue mich jedenfalls riesig auf ein Grossprojekt…dabei mache ich „nur“ die Koordination und bewusst selber keinen Kurs…..die Schüler wollen uns Lehrer in den Ferien auch nicht wirklich sehen.

    • Und wer sagt den von überall wieder „nach Hause kommenden“ Studenten, wie sie 16 unterschiedliche Schüler mit unterschiedlichen Schwächen gleichzeitig bestmöglich fördern können? Vielleicht gibts ja ne app???

  13. „Das Konzept sei «exzellent», aber die Umsetzung unrealistisch.“
    Das kommt vertraut vor aus vielen Situationen …

  14. Ja, ich bin Mittelschullehrerin und durch nach diesem Schuljahr. So oder ähnlich geht es wohl vielen Kollegen. Ich bin Profi. Ich habe studiert, ein Referendariat gemacht und arbeite 10 Jahre in einem sehr schwierigen Beruf gerne. Warum bitte sollte ich in meinen mehr als wohlverdienten Ferien für einen lachhaften Lohn reinstehen? Weil man meinen Idealismus noch immer weiter ausnutzen kann? Nein, das macht die Politik schon seit Jahren. Stichworte fachfremd unterrichten, Wir schaffen das 2015, oder Inklusion, oder Notbetreuung, oder gezwungenermaßen mobil sein oder oder oder. Bitte, ich finde die Gymasiallehrer sind super bezahlt und arbeiten weniger Wochenstunden. Ihnen und Ihrer sicherlich viel größeren Kompetenz überlasse ich gerne das Feld in diesem Sommer. Toben Sie sich aus! Ich übernehme dann wieder für A12 im Herbst, wenn Sie alle Lernrueckstaende aufgeholt haben. TOP!

  15. Nicht nur die Lehrer, auch die Eltern schreien nicht „Hier sind meine Kinder“.
    Nun waren wir hier auch in der Luxussituation, nur 6 Wochen im Januar/Februar nicht in Vollpräsenz nach Stundenplan zu unterrichten (GS).
    Quarantäne für nicht infizierte Personen wurde auch nicht verhängt, es gab auch keine weiteren Testungen, wenn ein Kind oder eine Lehrkraft positiv getestet wurden.
    Es gab Notbetreuung durch LuL während der „Schulschließung“ sowie während der Weihnachts- und Osterferien, an der auch und grade die schwächeren SuS teilnahmen. (Natürlich wurde diese nicht extra vergütet.)
    Jetzt sind auch die schwächeren SuS, die z.T. seit einem halben Jahr ohne Erholungsferien in der Schule waren, am Ende.
    Nur 3 Kinder wurden zur „Sommerschule“ angemeldet, allesamt gute Schüler, deren Eltern „nur“ eine Betreuung brauchten. Dafür ist die Sommerschule-im Gegensatz zur Notbetreuung- aber nicht da! Aber wir konnten sie dann an die (kostenpflichtige) Ganztagsschule vermitteln, wo sie von 8 Uhr bis 17 Uhr betreut werden können.

    Bei uns gibt es für jede GS-Sommerschulstunde (45 Minuten) übrigens 20€ brutto. Vollzeitlehrkräfte sind ausdrücklich ausgeschlossen, es sei denn sie arbeiten ehrenamtlich.

  16. Das bringt sowieso nichts. Gebt uns kleinere Klassen und bessere Ausstattung. Und allen gute Erholung in den Ferien. Das letzte Schuljahr war anstrengend genug.

  17. So, ab 1. August erst mal meine 5 Wochen Überstunden abbauen und dann noch die 30 Tage Rest-Urlaub. Dann ist es auch schon Oktober.

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